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Abhörsperre für eine Diktieranlage mit einem zentral angeordneten
Diktiergerät Die Erfindung betrifft eine Abhörsperre für eine Diktieranlage mit
einem zentral angeordneten Diktiergerät, das zur Fernbedienung wahlweise mit einer
von mehreren Teilnehmerstellen verbindbar ist mit Kennzeichnung des Diktatendes
durch Sperrsignale, die auf dem Tonträger gegen das Abhören durch andere Teilnehmer
aufgezeichnet werden, und mit einer Einrichtung, durch welche der Tonträger bei
Auslösen einer Verbindung vor Diktatende in einer darauffolgenden Verbindung erst
nach der Kennzeichnung des Diktatendes abhörbar ist. In Einrichtungen dieser Art
wurde bereits vorgeschlagen, die Abhörsperre so auszubilden, daß die Sperrsignale
nicht nur am Ende eines Diktats am Tonträger aufgezeichnet werden, sondern daß die
Aufzeichnung der Sperrsignale bereits stattfindet während der Aufnahme eines Diktats.
Dadurch wird erreicht, daß in jedem Betriebsfall, beispielsweise auch bei Auslösen
der Verbindung während der Wiedergabe eines bereits aufgenommenen Diktats, das Abhören
dieses Diktats durch einen Teilnehmer, der das Diktiergerät zu einem späteren Zeitpunkt
belegt, vermieden wird. Die Aufzeichnung eines Dauersignals während der Aufnahme
eines Gesprächs hat den Nachteil, daß für die Darstellung der Sperrsignale eine
besondere Aufzeichnungsspur des Tonträgers benötigt wird. Die in dieser Weise erzeugte
Abhörsperre ist daher nicht geeignet für sogenannte Kurzzeit-Tonträger, deren Form
klein und handlich ist und deren Aufnahmekapazität möglichst voll ausgenutzt werden
soll.
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Die Nachteile bekannter Einrichtungen werden gemäß der Erfindung dadurch
vermieden, daß ein endlos umlaufender Tonträger mit einem entlang der Tonspur geführten
Tonkopf vorgesehen ist und daß in der Vorlaufrichtung des Tonkopfes ein Schalter
einstellbar ist, dessen Kontakte durch eine Schubkraft des Tonkopfes betätigt werden.
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Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Sprachsignale und die Sperrsignale
in der gleichen Tonspur zeitlich nacheinander aufgezeichnet und abgehört werden
können, ohne daß ein Teilnehmer der Diktieranlage die Möglichkeit hat, in besonderen
Betriebsfällen Gespräche abzuhören, die von anderen Teilnehmern während der vorhergehenden
Belegungen des Diktiergerätes aufgezeichnet wurden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Gesamtanordnung der Diktieranlage, F i g.
2 die Anordnung bestimmter Einzelteile des zentral angeordneten Diktiergerätes,
F i g. 3 eine Schaltungsanordnung, durch die das zentral angeordnete Diktiergerät
während der Bewegung durch einen diktierenden Teilnehmer gesteuert wird, F i g.
4 eine vereinfachte Schaltungsanordnung für die Steuerung des zentral angeordneten
Diktiergerätes.
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Das Diktiersystem enthält ein Diktiergerät 1, das durch Kabel 2 bis
10, Anschlüsse 11 bis 15 und Verzweiger 16 bis 19 mit drei räumlich getrennten Teilnehmerstellen
20, 21 und 22 verbunden ist. Den räumlich getrennten Teilnehmerstellen 20, 21 und
22 sind Mikrophone 23, 24 bzw. 25 zugeordnet. Weitere Teilnehmerstellen können zusätzlich
durch Anschluß an ein Kabel 26 und einen Anschluß 27 in das System mit aufgenommen
werden, wenn das gewünscht wird.
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Wenn eins der Mikrophone 23, 24 und 25 von seiner Gabel abgehoben
wird, werden die Stromkreise an der betreffenden Teilnehmerstelle an die Schaltungen
zur Betätigung des Diktiergerätes 1 angeschlossen. Gleichzeitig werden die anderen
Teilnehmerstellen abgetrennt, so daß sie durch das Abheben ihrer Mikrophone nicht
mit dem zentralen Diktiergerät 1 verbunden werden können.
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Wie es F i g. 3 zeigt, sind ein Leitungsrelais 28 und ein Belegungsrelais
29, die zum Steuersystem gehören, so ausgelegt, daß sie an dem zentralen Diktiergerät
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überwacht und immer dann betätigt werden, wenn eines der Mikrophone
23, 24 und 25 aus seiner Gabel gehoben wird, um die Schaltungsanordnung an der zugeordneten
Teilnehmerstelle mit dem zentralen Diktiergerät 1 zu verbinden.
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Bei Erregung des Leitungsrelais 28 wird ein Kontakt 30 aus der Zusammenwirkung
mit einem Kontakt 31 in die Zusammenwirkung mit einem Kontakt 32 bewegt. Der Kontakt
30 ist an eine Leitung 33 angeschlossen, auf der eine negative Spannung liegt, die
z. B. -35 Volt Gleichspannung ohne Belastung betragen kann. Diese Spannung wird
von einem Transformator nach entsprechender Gleichrichtung geliefert. Der Kontakt
31 ist mit einem Kontakt 34 verbunden, der mit einem Kontakt 35 des Belegungsrelais
29 zusammenwirkt.
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Da das Belegungsrelais 29 anspricht, wenn das Leitungsrelais 28 erregt
wird, weil eins der Mikrophone 23, 24 und 25 aus der Gabel gehoben wird, werden
die Kontakte 34 und 35 verbunden. Weil jedoch der Kontakt 31 bei Ansprechen des
Leitungsrelais 28 nicht mit dem Kontakt 30 zur Zusammenwirkung gelangt, ist die
Verbindung der Kontakte 34 und 35 ein offener Stromkreis.
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Durch die Erregung des Belegungsrelais 29 werden auch die Kontakte
36 und 37 geschlossen. Der Kontakt 37 ist an den Erdeingang des Belegungsrelais
29 angeschlossen und der Kontakt 36 an eine Leitung 38, die mit einem federbelasteten
Schaltmesser 39 auf einem Isolierschieber 40 verbunden ist. Das Schaltmesser 39
wirkt zusammen mit einem Schaltmesser 41 auf dem Schieber 40, das an eine geerdete
Leitung 42 angeschlossen ist. Beim Diktieren werden die Schaltmesser 39 und 41 voneinander
getrennt gehalten, so daß die Leitung 38 dann ein offener Stromkreis ist. Wenn das
Diktat jedoch zu Ende ist, wirken die Schaltmesser 39 und 41 zusammen, und es entsteht
ein Haltekreis, durch den das Belegungsrelais 29 nach dem Zurücklegen des Mikrophons
auf die Gabel erregt gehalten wird.
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Ein Aufzeichnungsschalter 43 und ein Prüfschalter 44 sind in F i g.
3 gezeigt. Der Aufzeichnungsschalter 43 hat einen Kontakt 45 und ist an die Leitung
33 angeschlossen, und der Prüfschalter 44 hat einen Kontakt 46 und ist an die Leitung
33 angeschlossen. Je ein Aufzeichnungsschalter 43 und ein Prüfschalter 44 befinden
sich an jeder der Teilnehmerstellen 20, 21 und 22. In F i g. 3 sind jedoch nur je
ein Aufzeichnungsschalter 43 und ein Prüfschalter 44 gezeigt, da jeweils nur ein
Satz der Schalter erregt werden kann, und zwar der Satz in dem Stromkreis, in dem
das Mikrophon zuerst aus der Gabel gehoben worden ist. Bei Betätigung des Aufzeichnungsschalters
43 oder des Prüfschalters 44 einer der anderen Teilnehmerstellen liefert also die
Leitung 33 kein Signal.
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Wenn der Aufzeichnungsschalter 43 der Teilnehmerstelle durch das Aufheben
des Mikrophons geschlossen wird, erfaßt der Kontakt 45 den Kontakt 47, der über
Leitungen 48 und 49, eine Sperrdiode 50 und eine Leitung 51 mit einem Aufzeichnungsrelais
52 verbunden ist. Das Relais 52 ist außerdem über eine Leitung 53 geerdet, so daß
es beim Schließen der Kontakte 45 und 47 erregt wird.
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Die Leitung 48 ist außerdem über eine Sperrdiode 54, Leitungen 55
und 56, eine Sperrdiode 57 und eine Leitung 58 an einen Kupplungsmagneten 59 angeschlossen.
Der Magnet 59 ist über eine Leitung 60 geerdet. Beim Schließen der Kontakte 45 und
57 spricht also jeweils das Kupplungsrelais 59 zusammen mit dem Aufzeichnungsrelais
52 an. Der Kupplungsmagnet 59 gestattet es einem Motor, einen Aufzeichnungsträger,
vorzugsweise ein Endlostonband 61, und eine Aufzeichnungs- und Wiedergabeeinrichtung,
vorzugsweise einen Tonkopf 62 mit Aufzeichnungs-, Lösch- und Prüf- oder Lesewicklungen,
anzutreiben.
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Beim Ansprechen des Aufzeichnungsrelais 52 wird das Signal von der
in das Mikrophon 23, 24 oder 25 sprechenden diktierenden Person nach Verstärkung
zur Aufzeichnungswicklung des Tonkopfes 62 gekoppelt. Außerdem wird durch das Ansprechen
des Aufzeichnungsrelais 52 eine Oszillatorschaltung betätigt, deren Ausgangssignal
der Löschwicklung des Tonkopfes 62 zugeführt wird, um ein Löschsignal zu erzeugen.
Dadurch wird der vorher auf dem Tonband 61 aufgezeichnete Text gelöscht.
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Wenn also der Aufzeichnungsschalter 43 der Teilnehmerstelle, deren
Mikrophon durch entsprechende Stromkreise an das Diktiergerät 1 angeschlossen ist,
betätigt wird, werden das Aufzeichnungsrelais 52 und der Kupplungsmagnet 59 erregt,
so daß die Aufzeichnung aus den räumlich getrennten Teilnehmerstellen auf dem Endlostonband
61 erfolgen kann.
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Während des Diktats wirkt ein Widerlager 63, das an einem Isolierelement
63 a des Tonkopfansatzes 62 a angeordnet ist, zusammen mit einem Schaltmesser 64
an dem Schieber 40. Dadurch gelangt das Schaltmesser 64 in Kontakt mit einem Schaltmesser
65 an dem Schieber 40, und es entsteht ein Stromkreis vom Aufzeichnungsrelais 52
über eine Leitung 66, die geschlossenen Schaltmesser 64 und 65, eine Leitung 67,
eine Sperrdiode 68 und eine Leitung 69 zu dem Kontakt 35 des Belegungsrelais 29.
Da infolge der Erregung des Belegungsrelais 29 der Kontakt 35 mit dem Kontakt 34
zusammenwirkt, verläuft der Stromkreis weiter zum Kontakt 31. Weil das Leitungsrelais
28 während des Diktats erregt ist, schließt jedoch der Kontakt 31 nicht mit dem
Kontakt 30, sondern ist offen.
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Am Schaltmesser 64 befindet sich ein Isolierelement 70, das das Schaltmesser
39 erfaßt, wenn das Schaltmesser 64 während des Diktierens durch das Widerlager
63 in Zusammenwirkung mit dem Schaltmesser 65 gebracht wird. Das Isolierelement
70 drückt das federbelastete Schaltmesser 39 weg vom Schaltmesser 41, so daß der
Stromkreis von der Erde zum Kontakt 37 des Belegungsrelais 29 offen ist, obwohl
die Kontakte 36 und 37 geschlossen sind.
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Wenn die Kontakte 45 und 47 des Aufzeichnungsschalters 43 an der Teilnehmerstelle
geschlossen werden, gelangt eine negative Spannung zum Kupplungsmagneten 59 und
zum Aufzeichnungsrelais 52, wie es oben beschrieben ist. Diese negative Spannung
wird außerdem über eine Leitung 72 von der Leitung 56 aus einem Vorwärtslaufrelais
71 zugeführt. Da dieses über eine Leitung 73 geerdet ist, spricht es immer dann
an, wenn das Aufzeichnungsrelais 54 zum Diktieren erregt wird.
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Gemäß F i g. 2 dreht sich ein Ansatz 74 des Ankers des Vorwärtslaufrelais
71 um einen Zapfen 74 a. An dem Ansatz 74 befindet sich ein nach unten ragender
Flansch 74 b, der Kontakt mit einem Z-förmigen Element 74 c, das durch ein geeignetes
Mittel, wie z. B. die Schraube 76, an einem Stab 75 befestigt ist, machen kann,
wenn das Relais 71 anspricht. Der Stab 75 kann in öffnungen in den an dem Diktiergerät
1 befestigten aufrechten Trägern 77 und 78
gleiten. Beim Ansprechen
des Vorwärtslaufrelais dreht sich der Ansatz 74 im Uhrzeigersinne um den Zapfen
74 a, so daß der Flansch 74 b das Element 74 c erfaßt und den Stab 75 dadurch nach
links bewegt, um so die Kraft einer Feder 79 zu überwinden, die durch eine Schraube
80 an dem Ende des Stabes 75 und an dem Träger 77 befestigt ist. Durch die Kraft
der Feder 79 wird der Stab 75 immer dann nach rechts bewegt, wenn das Vorwärtslaufrelais
71 abfällt.
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Wenn durch das öffnen des Aufzeichnungsschalters 43 die negative Spannung
von der Leitung 72 abgetrennt wird, bewegt die Feder 79 den Stab 75 ein wenig nach
rechts, wodurch der Schieber 40 so bewegt wird, daß das Schaltmesser 64 von dem
Widerlager 63 des Tonkopfes 62 getrennt wird. Dies ist zwar eine sehr geringfügige
Bewegung, reicht aber aus, um das Isolierelement 70 von dem Schaltmesser 39 zu trennen,
so daß dann das federbelastete Schaltmesser 39 das Schaltmesser 41 erfaßt. Gleichzeitig
bewegt sich das elastisch gespannte Schaltmesser 64 weg von dem Schaltmesser 65,
so daß der dazwischen bestehende Stromkreis geöffnet wird. Während der Schieber
40 so eingerichtet ist, daß er entlang des Stabes 75 durch das Widerlager 63 des
Tonkopfes 62 bewegt wird, wenn der Tonkopf zum Diktieren vorgeschoben wird, weist
er eine Friktionsverbindung mit dem Stab 75 auf, so daß er sich jeweils bewegt,
wenn der Stab 75 bewegt wird.
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Wenn der Diktierende den Aufzeichnungsschalter 43 nur für kurze Zeit
geöffnet hat und nicht die Absicht hatte, das Diktat durch Einhängen des Mikrophons
in die Gabel zu beenden, wird, wenn der Diktierende den Aufzeichnungsschalter 43
schließt, das Vorwärtslaufrelais 71 erregt. Daher bewegt sich der Stab 75 nach links
und bewegt dabei den Schieber 40 so, daß das Schaltmesser 64 wieder in Kontakt mit
dem Widerlager 63 des Tonkopfes 62 gelangt, um wieder die Schaltmesser 64 und 65
zu schließen und die Schaltmesser 39 und 41 zu öffnen.
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Wenn jedoch der Diktierende an der räumlich getrennten Teilnehmerstelle
das Mikrophon auf die Gabel legt, öffnet sich, unabhängig davon, ob der Aufzeichnungsschalter
43 offen oder geschlossen ist, ein Schalter 81 in der Verbindung zwischen Erde und
dem Leitungsrelais 28, und dieses fällt ab, so daß der Kontakt 30 den Kontakt 31
erfaßt. Gleichzeitig öffnet sich auch ein Schalter 82 in der das Belegungsrelais
29 mit Erde verbindenden Leitung.
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Wenn das Mikrophon auf die Gabel zurückgelegt wird, trennt es den
Aufzeichnungsschalter 43 ab, so daß die negative Spannung von der Leitung 48 weggenommen
wird. Daher werden das Aufzeichnungsrelais 52, der Kupplungsmagnet 59 und das Vorwärtslaufrelais
71 abgeschaltet.
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Gleichzeitig werden wieder die Schaltmesser 39 und 41 geschlossen,
und zwar infolge der Kraft der Feder 79, die den Stab 75 beim Abfallen des Vorwärtslaufrelais
71 bewegt. Infolgedessen entsteht ein Stromkreis von Erde über die Kontakte 36 und
37 des Belegungsrelais 29, so daß das Relais 29 einen Haltekreis hat, der es erregt
hält. Die Kontakte 36 und 37 bleiben nach dem öffnen des Schalters 82 etwas länger
geschlossen, um sicherzustellen, daß das Belegungsrelais 29 nicht vor dem Schließen
der Schaltmesser 39 und 41 abfällt.
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Wenn nun das Belegungsrelais 29 durch seinen Haltekreis über die Kontakte
36 und 37 erregt ist, bleiben die Kontakte 34 und 35 geschlossen. Da beim Abfallen
des Leitungsrelais 28 der Kontakt 30 mit dem Kontakt 31 zusammenwirkt, wird von
der Leitung 33 aus eine negative Spannung über die geschlossenen Kontakte 34 und
35 an die Leitung 69 gelegt. Die negative Spannung auf der Leitung 69 wird über
eine Leitung 83 einem Tongenerator 84 zugeführt.
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Bei.dem Tongenerator 84 handelt es sich vorzugsweise um einen abgewandelten
Colpitts-Oszillator. Der Oszillator weist eine an den Kollektor eines PNP-Transistors
86 angeschlossene Induktivität 85 auf. Die Basis des Transistors 86 ist zwischen
den Widerständen 87 und 88 angeschlossen, und der Emitter des Transistors 86 ist
über einen Widerstand 89 geerdet. Außerdem enthält der Oszillator Kondensatoren
90 und 91. Der Ausgang des Tongenerators 84 ist über eine Leitung 92, die einen
Widerstand 93 und einen Kondensator 94 enthält, an die Aufzeichnungswicklung des
Tonkopfes 62 mit geeigneter Verstärkung angeschlossen.
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Der Oszillator erzeugt einen Hörton von feststehender Frequenz, die
vom Wert der Kondensatoren 90 und 91 abhängt. Diese Frequenz wird erzeugt, solange
eine negative Spannung über die Leitung 83 an den Eingang des Oszillators gelangt.
Es kann auch jeder andere Oszillatortyp oder eine andere geeignete Einrichtung verwendet
werden, um ein charakteristisches Signal zu erzeugen, das auch von einem Hörton
verschieden sein kann, z. B. eine über dem Hörfrequenzbereich liegende feste Frequenz
oder ein verschlüsseltes Gleichstromsignal. Es kann jede Art von Signal, die sich
von den durch die menschliche Stimme erzeugten Signalen unterscheidet, benutzt werden.
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Die der Leitung 69 über die geschlossenen Kontakte 34 und 35 zugeführte
negative Spannung gelangt außerdem zum Kupplungsmagneten 59 über die Sperrdiode
68, die Leitung 67, eine Leitung 95, eine Sperrdiode 96 und die Leitung 58. Infolgedessen
wird der Kupplungsmagnet 59 zur selben Zeit erregt, wenn der Tongenerator 84 beginnt,
ein Tonausgangssignal zu erzeugen.
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Die Erregung des Kupplungsmagneten 59 bewirkt eine Weiterschaltung
des Tonkopfes 62 und eine Drehung des Endlostonbandes 61 um die Rollen 61 a und
61 b. Beim Weiterrücken des Tonkopfes 62 erfaßt das Widerlager 63 das Schaltmesser
64, wodurch die Schaltmesser 64 und 65 geschlossen werden. Daher wird die negative
Spannung auf Leitung 69 über die Sperrdiode 68, die Leitung 67, die geschlossenen
Schaltmesser 65 und 64 und die Leitung 66 dem Aufzeichnungsrelais 52 zugeführt.
Die Aufzeichnungswicklung des Tonkopfes 62 wird daher erregt und beginnt mit der
Aufzeichnung der vorher verstärkten Ausgangssignale des Tongenerators 84, wenn die
Schaltmesser 64 und 65 geschlossen werden. Die Länge des Isolierelementes 70 gestattet
das Aufzeichnen der Tonausgangssignale des Tongenerators 84 auf 21/2 Umläufen des
Endlostonbandes 61, bevor das isolierelement 70 das Schaltmesser 39 von dem Schaltmesser
41 trennt. Daher werden die Tonausgangssignale des Tongenerators 84 etwa 15 Sekunden
lang aufgezeichnet, da ein Umlauf des Tonbandes 61 6 Sekunden in Anspruch nimmt.
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Wenn das Isolierelement 70 die Schaltmesser 39 und 41 öffnet, wird
der Haltekreis für das Belegungsrelais 29 über die Kontakte 36 und 37 unterbrochen.
Dadurch
werden die Kontakte 34 und 35 geöffnet und die negative Spannung vom Tongenerator
84,
vom Kupplungsmägneten 59 und vom Aufzeichnungsrelais 52 abgetrennt.
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Nach Abschluß des diktierten Textes aus einer bestimmten Teilnehmerstelle
ist also ein Tonsignal von gegebener Frequenz aufgezeichnet worden. Das automatische
Aufzeichnen des Tones kann erst beginnen, wenn das Mikrophon an der räumlich getrennten
Teilnehmerstelle auf die Gabel gelegt und damit ein Ein-Aus-Schalter in die Aus-Lage
gebracht worden ist.
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Weiter enthält das Belegungsrelais 29 hier nicht gezeigte Kontakte-,
die den Anschluß anderer Teilnehmerstellen an das zentrale Diktiergerät 1 verhindern,
bis die Aufzeichnung des Tons abgeschlossen ist. Nach dem Abfallen des Belegungsrelais
29 kann natürlich die Schaltung einer anderen Teilnehmerstelle erregt werden, um
diese mit dem zentralen Diktiergerät zu verbinden.
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Wenn die Bedienungsperson an der Teilnehmerstelle einen Teil des diktierten
Textes nach Abschluß des Diktats zu prüfen wünscht, muß der Wiedergabe-oder Prüfschalter
44 geschlossen werden. Falls das Mikrophon an- der räumlich getrennten Teilnehmerstelle
auf die Gabelzurückgelegt wird, um die Schaltung dieser Teilnehmerstelle von dem
zentralen Diktiergerät 1 zu trennen, ohne daß die Prüfung des ganzen diktierten
Textes abgeschlossen ist, wird der Tonkopf 62 vom Schaltmesser 64 getrennt.
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Zuerst muß also der Tonkopf 62 wieder in die Lage gebracht werden,
in der die Aufzeichnung aus dem Tongenerator 84 erfolgen könnte, ohne daß eine Aufzeichnung
über dem vorher diktierten Text auf dem Endlostonband erfolgen könnte. Die Schaltmesser
64 und 65 werden erst dann geschlossen, wenn das Widerlager 63 des Tonkopfes das
Schaltmesser 64 erfaßt hat. Wenn die Schaltmesser 64 und 65 offen sind, wird das
Aufzeichnungsrelais 52 nicht durch die negative Spannung auf Leitung 69 erregt.
Es wird jedoch der Kupplungsmagnet 59 erregt, wodurch der Tonkopf 62 weiterrückt,
bis er auf das Schaltmesser 64 trifft. Der Tongenerator 84 überträgt natürlich die
feste Frequenz über die Ausgangsleitung 92 zum Tonkopf 62, aber sie kann nicht aufgezeichnet
werden, bevor das Aufzeichnungsrelais anspricht und dadurch die Aufzeichnungswicklung
des Tonkopfes 62 erregt wird. Es spielt also keine Rolle, wann die räumlich getrennte
Teilnehmerstelle von dem zentralen Diktiergerät 1 getrennt wird, soweit es die Lage
des Tonkopfes 62 betrifft.
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Wenn eine andere Teilnehmerstelle zum Diktat an das zentrale Diktiergerät
angeschlossen wird oder dieselbe Station erneut nach dem Einhängen des Mikrophons
angeschlossen wird, sprechen das Leitungsrelais 28 und das Belegungsrelais 29 wieder
an. Wie schon beschrieben, gestattet dies die Aufzeichnung vom Text auf dem Endlostonband
61, wenn die Kontakte 45 und 47 des Aufzeichnungsschalters 43 geschlossen werden.
Das ganze System weist nur ein Leitungsrelais und ein Belegungsrelais auf, aber
jede Station enthält einen Aufzeichnungsschalter 43 und einen Prüfschalter 44; diese
können nur angeschlossen werden, wenn die betreffende Station mit dem zentralen
Diktiergerät 1 verbunden ist.
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Da der Prüfschalter 44 von F i g: 3 in der Schaltung der räumlich
getrennten Station liegt, die mit dem zentralen Diktiergerät 1 verbunden ist, gelangt
durch das Schließen des Prüfschalters 44 der Kontakt 46 zur Zusammenwirkung mit
einem Kontakt 97, um die negative Spannung von der Leitung 33 zu einer Leitung 98
zu übertragen. Die Leitung 33 liegt über die Kontakte 99 und 100 eines Wiedergabe-
oder Prüfrelais 101 und eine Leitung 102 an der negativen Spannung. Die Kontakte
99 und 100 werden geschlossen, wenn das Relais 101 abfällt, so daß auf der
Leitung 33 stets eine negative Spannung liegt, wenn die Kontakte 99 und
100 geschlossen sind.
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Wenn nun die Kontakte 46 und 97 geschlossen sind, gelangt eine negative
Spannung von der Leitung 98 über eine Leitung 103 zu dem Prüfrelais
101. Das Prüfrelais 101 ist über eine Leitung 104, einen PNP-Transistor 105
und einen Widerstand 106 geerdet. Der Transistor 105 steuert also das Prüfrelais
101,
wenn eine negative Spannung über die Leitung 103 dem Relais 101 zugeführt
wird. An Stelle des Transistors 105 können beliebig auch andere Arten von Steuerelementen
verwendet werden.
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Wenn die negative Spannung über die Leitung 103 dem Relais 101 zugeleitet
wird, gelangt sie außerdem über eine Leitung 107, einen Kondensator 108, einen Widerstand
109, eine Leitung 110, eine Induktivität 111, eine Sperrdiode 112 und eine Leitung
113 zur Basis des Transistors 105. Dieses der Basis des Transistors 105 über die
Leitung 113 zugeführte Eingangssignal wird durch einen zwischen der Leitung 113
und Erde angeschlossenen Kondensator 114 um etwa 50 msec verzögert.
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Durch die Verzögerung dieses Eingangssignals soll der Kupplungsmagnet
59 Zeit zum Ansprechen und zum Beschleunigen des Tonbandes 61 erhalten. Der Kupplungsmagnet
59 wird durch die negative Spannung auf der Leitung 98 über eine Sperrdiode 115,
eine Leitung 55 a, die Leitung 56, die Sperrdiode 57 und die Leitung 58 erregt.
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Außerdem wird die negative Spannung über die Leitung 72 dem Vorwärtslaufrelais
71 zugeführt und erregt es. Das Relais 71 spricht an, wenn der Prüfschalter 44 geschlossen
wird, um sicherzustellen, daß der Ton aus dem Tongenerator 84 aufgezeichnet wird,
falls die Person an der räumlich getrennten Teilnehmerstelle das Mikrophon auf die
Gabel legt und dadurch die Station von dem zentralen Diktiergerät 1 trennt, nachdem
sie den diktierten Text zu Ende abgehört und den diktierten Bereich überschritten
hat. Sonst würde der Haltekreis für das Belegungsrelais 29 nicht geschlossen, weil
der Tonkopf 62 das Isolierelement 70 in Kontakt mit dem Schaltmesser 39 bewegt hätte,
wenn der Diktierende den Prüfschalter 44 . nach Abschluß seines diktierten Textes
weiterhin geschlossen hielte. Das Ansprechen des Relais gestattet dieselbe relative
Bewegung beim Abfallen des Relais 71 wie beim Aufzeichnen.
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. Wenn nun der Kupplungsmagnet 59 erregt ist, wird der Tonkopf 62
über das Magnetband 61 bewegt. Die Ausgangssignale der Prüf- oder Lesewicklung des
Tonkopfes 62 werden nach Verstärkung einer Schaltung zugeführt, die einen Kondensator
116 und eine Induktivität 117 enthält. Der Kondensator 116 und die Induktivität
117 sind so eingestellt, daß sie auf die Frequenz der Ausgangssignale des Tongenerators
84 abgestimmt sind.
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Wenn also die Prüf- oder Lesewicklung des Tonkopfes 62 ein Signal
aus den auf. dem Magnetband 61 aufgezeichneten Tonausgangssignalen des Tongenerators
84 empfängt, wird eine Spannung in der mit der
Induktivität 117
gekoppelten Induktivität 111 induziert. Die in der Induktivität 111 induzierte Spannung
wird durch die Sperrdiode 112 und den Kondensator 114 gleichgerichtet, so daß nur
ihr negativer Teil dem Eingang des Transistors 105 zugeführt wird.
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Das Signal, das von der Leitung 98 zum Eingang des Transistors 105
gelangt, wird über den Kondensator 108 etwas verzögert. Der Wert dieses Signals
reicht aus, um das Ansprechen des Prüfrelais 101 infolge der über die Leitung 103
zugeführten negativen Spannung zu gestatten.
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Beim Ansprechen des Relais 101 bewegt sich der Kontakt 100 in die
Zusammenwirkung mit dem Kontakt 118, der mit einer Leitung 119 verbunden ist. Wenn
sich der Kontakt 100 vom Kontakt 99 weg zum Kontakt 118 hin bewegt, wird die negative
Spannung von der Leitung 33 abgetrennt, so daß sie nicht über den Aufzeichnungsschalter
43 oder den Wiedergabeschalter 44 weitergeleitet werden kann. Dies verhindert eine
Aufzeichnung auf dem Magnetband 61, solange die Kontakte 100 und 118 zusammenwirken.
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Eine negative Spannung wird über den Kontakt 118, die Leitung 119,
eine Sperrdiode 120 und eine Leitung 121 zu der Leitung 98 übertragen. Daher gelangt
eine negative Spannung zur Leitung 98, obwohl sie jetzt nicht mehr über den Prüfschalter
44 zugeführt wird. Auf den Leitungen 103 und 107 und der Leitung 56 bleibt also
eine negative Spannung bestehen. Die über die Leitung 107 zugeführte negative Spannung
lädt aber schließlich den Kondensator 108 auf, der viel größer als der Kondensator
114 ist, so daß nach einer vorherbestimmten Zeitdauer kein Eingangssignal über den
Kondensator 108 zur Basis des Transistors 105 gelangen kann.
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Es wird jedoch eine negative Spannung von der Leitung 119 aus über
einen Widerstand 122 zur Leitung 110 übertragen. Zwischen Erde und dem Verbindungspunkt
des Widerstandes 122 und der Leitung 110 ist ein Widerstand 123 angeschlossen. Daher
wird immer noch eine negative Spannung an die Basis des Transistors 105 gelegt,
aber jetzt über den Widerstand 122 anstatt über den Kondensator 108 und den Widerstand
109. Der Wert dieses Signals wird durch das Verhältnis des Widerstandes 122 zum
Widerstand 123 bestimmt.
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Der Wert der über den Widerstand 122 zugeführten negativen Spannung
ist an der Basis des Transistors 105 nicht der gleiche wie bei Anlegen des Signals
über den Kondensator 108 und den Widerstand 109, sondern viel kleiner. Daher genügt
das über den Widerstand 122 angelegte negative Spannungssignal nicht, um das Ansprechen
des Relais 101 zu gestatten. Wenn dieser Wert jedoch mit der infolge der Frequenz
des Tonausgangssignals des Tongenerators 84 auf dem Endlostonband 61 in der Induktivität
111 induzierten negativen Spannung kombiniert wird, reichen die beiden Spannungen
aus, um den Transistor 105 im leitenden Zustand zu halten, so daß das Relais 101
erregt bleibt.
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Wenn der Tonkopf 62 kein Signal aus einem Teil des Tonbandes empfängt,
auf dem die Tonausgangssignale des Tongenerators 84 aufgezeichnet sind, wird der
Transistor 105 nichtleitend und schaltet das Relais 101 ab, sobald sich der Kondensator
108 auflädt. Wenn jedoch der Tonkopf 62 sich über den aufgezeichneten Tonausgangssignalen
des Tongenerators 84 auf dem Tonband 61 befindet, ist die in der Induktivität 111
induzierte negative Spannung mit der über den Widerstand 122 zugeführten negativen
Spannung ausreichend, so daß der Transistor 105 leitend bleibt.
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Solange also der Tonkopf 62 ein Signal vom Tonausgang des Tongenerators
84 auf dem Tonband 61 empfängt, bleibt der Relaisschalter 101 erregt. Sobald jedoch
der -Tonkopf 62 über die Stelle auf dem Tonband 61, auf der die Tonausgangssignale
des Tongenerators 84 aufgezeichnet sind, hinaus weiterrückt, fällt die induzierte
Spannung in der Induktivität 111 auf einen sehr kleinen Wert ab, so daß der Transistor
105 nichtleitend wird und das Relais 101 abfällt.
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Beim Abfallen des Relais 101 bewegt sich der Kontakt 100 vom Kontakt
118 weg zum Kontakt 99, so daß wieder eine negative Spannung zur Leitung 33 gelangt.
Gleichzeitig entlädt sich der Kondensator 108 über die Leitung 107, die Sperrdiode
115, die Leitung 55 a, die Leitung 56, die Sperrdiode 57, die Leitung 58,
den Kupplungsmagneten 59 und die Leitung 60 zur Erde und dann über den Widerstand
123; die Leitung 110 und den Widerstand 109.
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Da nun die Kontakte 99 und 100 wieder geschlossen sind, bewirkt das
Schließen des Aufzeichnungsschalters 43 oder des Prüfschalters 44 eine Aufzeichnung
bzw. eine Prüfung. Falls der Prüfschalter 44 geschlossen wird; wiederholt sich der
gleiche Vorgang, wie er oben beschrieben ist, so daß stets eine Prüfung des auf
dem Tonband 61 aufgezeichneten Textes stattfindet.
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Falls der Tonkopf 62 Signale aus dem Teil des Tonbandes 61 empfängt,
wo die Tonausgangssignale des Tongenerators 84 aufgezeichnet sind, wird bei einem
Versuch, den Prüfschalter 44 zu betätigen, das Relais 101 nicht erregt. Der Diktierende
an der räumlich getrennten Teilnehmerstelle kann also nicht den Prüfschalter 44
benutzen, um über den von ihm selbst aufgezeichneten Text hinaus zurückzufahren,
da das Tonausgangssignal des Tongenerators 84 dies verhindert.
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Außerdem wird jeder Versuch, das Abspielen oder die Prüfung des Tonbandes
61 während der Zeit zu stoppen, in der die Tonausgangssignale des Tongenerators
84 auf dem Tonband 61 aufgezeichnet werden, verhindert, weil die negative Spannung
aus der Induktivität 111 und über den Widerstand 12.2 am Eingang des Transistors
105 liegen bleibt, bis das Tonband 61 dorthin weiterrückt, wo der Ton nicht mehr
auf dem Band aufgezeichnet ist. Auch jeder Versuch des Diktierenden, an- der räumlich
getrennten Teilnehmerstelle das Aufzeichnungsrelais 52 zu erregen und einen Teil
des Signals aus dem Tongenerator 84 auf dem Tonband 61 zu löschen, wird verhindert,
weil der Kontakt 99 nicht mehr an negativer Spannung liegt. Daher wird durch das
Schließen des Aufzeichnungsschalters 43 das Aufzeichnungsrelais 52 nicht erregt,
wenn das Prüfrelais 101 erregt ist.
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Durch das Schließen der Kontakte 100 und 188 beim Ansprechen des Relais
101 wird automatisch eine negative Spannung über die Leitung 119 zu einem Rückschlag-
oder Prüfrelais 124 gesendet.
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Das Rückschlagrelais 124 ist außerdem über eine Leitung 125 geerdet.
Daher wird beim Anlegen einer negativen Spannung an die Leitung 119 das Relais 124
erregt und bewegt den Tonkopf 62 rückwärts gegenüber dem Tonband 61. Das Rückschlagrelais
124
kann nur eine Bandumkehrung bewirken, die die Prüfung eines Umlaufs des Tonbandes
61 gestattet (etwa 6 Sekunden), bis es erneut anspricht.
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Es besteht immer die Möglichkeit, daß ein Teil des aus dem Tongenerators
84 auf dem Tonband 61 aufzuzeichnenden Tones infolge eines Teilchens auf dem Tonband
61 oder dem Tonkopf 62 während eines Teils der Aufzeichnung nicht aufgezeichnet
wird. Daher besteht die Möglichkeit, daß das Tonsignal, das vom Tonband 61 zu der
aus dem Kondensator 116 und der Induktivität 117 bestehenden Serienschaltung übertragen
wird, für kurze Zeit abfällt. Hierdurch entstehen zwei Probleme.
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Das eine Problem besteht, wenn der Aufzeichnungsschalter 44 offen
ist und in der Induktivität 111 die Spannung nicht mehr induziert wird, so daß nicht
genug Spannung vorhanden ist, um den Transistor 105 leitend zu halten. Daher würde
das Relais 101 abfallen. Der Kondensator 114 ist jedoch so groß, daß seine Entladung
ausreicht, um den Transistor 105 während eines kurzen Ausfalls des Tones auf dem
Tonband 61 im leitenden Zustand zu halten. Wenn diese Vorkehrung nicht getroffen
wird, wird infolge der Reduzierung der negativen Spannung in der Induktivität 111
der Kupplungsmagnet 59 abgeschaltet, da die negative Spannung infolge des Abfalls
des Relais 101 vom Kontakt 118 abgetrennt wird. Da dabei der Aufzeichnungsschalter
44 offen ist, wird natürlich keine negative Spannung über die Leitungen 33 und 98
an den Kupplungsmagneten 59 gelegt.
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Das zweite Problem entsteht, wenn der Prüfschalter 44 geschlossen
gehalten wird und der Tonausfall länger als die Entladezeit des Kondensators 114
ist. Unter diesen Umständen bewirkt ein Ausfall des Tones auf dem Tonband 61, daß
der Transistor 105 zu leiten aufhört und dadurch das Relais 101 zum Abfallen bringt.
Da der Leitung 98 eine negative Spannung zugeführt wird, sobald die Kontakte 99
und 100 schließen, weil der Prüfschalter 44 geschlossen ist, würde die negative
Spannung über die Leitung 103 dem Prüfrelais 101 zugeleitet werden. Der Kondensator
108 ist jedoch voll aufgeladen und kann wegen der negativen Spannung auf Leitung
98 nicht entladen werden. Daher fließt nicht genug Strom zur Basis des Transistors
105, um ihn leitend werden zu lassen, so daß das Relais 101 nicht ansprechen kann.
Der Kupplungsmagnet 59 ist jedoch wegen der negativen Spannung auf Leitung 98 noch
erregt, und der Tonkopf 62 setzt seine Weiterbewegung fort, bis der Schalter 44
geöffnet wird.
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Bei der Betrachtung der Wirkungsweise der Schaltung von F i g. 3 in
Verbindung mit der Anordnung von F i g. 1 und 2 wird angenommen, daß der Diktierende
an der Teilnehmerstelle 21 das Mikrophon 24 aus der Gabel hebt, so daß der Ein-Aus-Schalter
in seine Ein-Lage gelangt. Daher kann keine der anderen Teilnehmerstellen ihre Schaltungen
in Verbindung mit dem Diktiergerät 1 betätigen, wenn ihr Mikrophon aus der Gabel
gehoben wird. Wenn das Mikrophon 24 aus der Gabel gehoben wird, um die räumlich
getrennte Teilnehmerstelle 21 mit dem zentralen Diktiergerät 1 zu verbinden, werden
das Leitungsrelais 28 und das Belegungsrelais 29 durch Schließen der Schalter 81
bzw. 82 erregt.
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Wie schon erläutert, stellen der Aufzeichnungsschalter 43 und der
Prüfschalter 44 von F i g. 3 die entsprechenden Schalter jeder beliebigen Teilnehmerstelle,
die gerade erregt ist, dar. Die Schalter 43 und 44 können jedoch zum Anschluß an
die Leitungen 48 bzw. 98 nur dann betätigt werden, wenn die räumlich getrennte Teilnehmerstelle
mit dem zentralen Diktiergerät 1 verbunden ist.
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Daher werden bei der Erregung des Aufzeichnungsschalters 43 das Aufzeichnungsrelais
52 und der Kupplungsmagnet 59 zusammen mit dem Vorwärtslaufrelais 71 betätigt.
Dadurch wird der Tonkopf 62 über das Tonband 61 bewegt, während dieses umläuft,
um die über das Mikrophon 24 aus der Teilnehmerstelle 21 gelieferten Informationen
aufzuzeichnen. Während des Aufzeichnens hält das Widerlager 53 des Tonkopfes 62
die Schaltmesser 64 und 65 geschlossen und die Schaltmesser 39 und 41 offen.
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Beim Öffnen des Aufzeichnungsschalters 43. werden der Kupplungsmagnet
59, das Aufzeichnungsrelais 52 und das Voiwvärtslaufrelais 71 abgeschaltet. Infolge
des Abfallens des Vorwärtslaufrelais 71 drückt die Feder 79 auf den Stab 75, so
daß sich die Schaltmesser 39 und 41 schließen und die Schaltmesser 64 und 65 öffnen.
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Wenn der Diktierende an der Station 21 die bereits diktierten Informationen
auf dem Tonband 61 prüfen will, wird der Prüfschalter 44 geschlossen. Da angenommen
wird, daß der Diktierende an der Teilnehmerstelle 21 als erster auf dieses Tonband
diktiert, befindet sich auf dem Tonband 61 kein Ton. Daher wird beim Schließen des
Prüfschalters 44 das Rückschlagrelais 124 erregt zusammen mit dem Kupplungsrelais
59 und dem Vorwärtslaufrelais 71. Dies bewirkt eine Rückwärtsbewegung des Tonkopfes
62 gegenüber dem Tonband 61. Nach dem Rücklauf gestattet es der Kupplungsmagnet
59 einem Motor (nicht gezeigt), über ein geeignetes, hier nicht gezeigtes Getriebe
den Tonkopf 62 in Vorwärtsrichtung anzutreiben, wobei auch das Tonband 61 umläuft,
so daß der Tonkopf 62 Signale aus dem auf dem Band 61 aufgezeichneten Text empfängt.
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Wenn der Diktierende an der Teilnehmerstelle 21 den ganzen von ihm
aufgezeichneten Text abhört, erfaßt das Widerlager 63 erneut das Schaltmesser 64,
um die Schaltmesser 64 und 65 zu schließen und die Schaltmesser 39 und 41 zu öffnen.
Wenn der Diktierende dann das Mikrophon 24 an der Teilnehmerstelle 21 wieder auf
die Gabel legt und damit den Aus-Ein-Schalter in die Aus-Lage zurückstellt, wird
die Schaltung der Teilnehmerstelle 21 von dem zentralen Diktiergerät 1 getrennt.
Weil der Schalter 81 öffnet, fällt daher das Leitungsrelais 28 ab. Das Belegungsrelais
29 bleibt jedoch trotz des öffnens des Schalters 82 erregt infolge des Haltekreises,
der aus den geschlossenen Kontakten 36 und 37 und den geschlossenen Schaltmessern
39 und 41 besteht. Die Schaltmesser 39 und 41 sind natürlich dadurch geschlossen
worden, daß beim Abfallen des Vorwärtslaufrelais 71 die Feder 79 den Schieber 40
gegenüber dem Tonkopf 62 bewegt hat.
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Wie schon erläutert, steuert das Belegungsrelais 29 eine hier nicht
gezeigte Schaltung, die den Anschluß einer Teilnehmerstelle an das zentrale Diktiergerät
1 bis zum Abfallen des Belegungsrelais 29 verhindert. Da nun das Belegungsrelais
29 erregt ist, bleiben die Kontakte 34 und 35 geschlossen, so daß der Tongenerator
84 einen Ton erzeugt, da jetzt eine negative Spannung aus der Leitung 33 angelegt
wird. Außerdem gestatten die geschlossenen Kontakte 34 und 35
das
Übertragen einer negativen Spannung zum Kupplungsmagneten 59, so daß der Tonkopf
62 weiterrückt und die Schaltmesser 64 und 65 schließt. Dadurch wird das Aufzeichnungsrelais
52 erregt, so daß das Tonausgangssignal des Tongenerators 84 auf dem Tonband 61
aufgezeichnet wird. Nachdem der Ton 21/z Umdrehungen (etwa 15 Sekunden) lang auf
dem Tonband 61 aufgezeichnet worden ist, bewegt das Widerlager 63 des Tonkopfes
62 das Isolierelement 70 des Schaltmessers 64 so weit, daß die Schaltmesser 39 und
41 geöffnet werden und das Belegungsrelais 29 abfällt. Nach dem Abfallen des Belegungsrelais
29 kann eine beliebige Teilnehmerstelle durch Abheben des Mikrophons an das zentrale
Diktiergerät 1 angeschlossen werden.
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Wenn der Diktierende an der Teilnehmerstelle 21 nicht seinen ganzen
Text überprüft, sondern die Station 21 vorher von dem zentralen Diktiergerät 1 abgetrennt
hätte, befände sich der Tonkopf 62 in einer Lage, in der sein Widerlager 63 von
dem Schaltmesser 64 getrennt ist. Daher würde keine Aufzeichnung erfolgen, bevor
das Widerlager 63 das Schaltmesser 64 erfaßte, um die Schaltmesser 64 und 65 zu
schließen. Hierdurch wird also sichergestellt, daß die Aufzeichnung des Tones am
Ende des diktierten Textes auf dem Tonband 61 und nicht auf einem vorher aufgezeichneten
Text erfolgt.
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Es sei nun angenommen, daß, nachdem das Belegungsrelais 29 durch Beendigung
der Aufzeichnung des Tones auf dem Tonband 61 geöffnet worden ist, das Mikrophon
an der Station 20 aus der Gabel gehoben und damit die Station 20 an das zentrale
Diktiergerät 1 angeschlossen wird. Das Leitungsrelais 28 und das Belegungsrelais
29 sprechen daher wieder an. Jetzt stellen also der Aufzeichnungsschalter 43 und
der Prüfschalter 44 von F i g. 3 die entsprechenden Elemente der Teilnehmerstelle
20 dar. Wie schon erwähnt, können die Schalter 43 und 44 nur dann an die Leitungen
48 bzw. 98 angeschlossen werden, wenn die räumlich getrennte Teilnehmerstelle mit
dem zentralen Diktiergerät 1 verbunden ist.
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Wenn der Diktierende an der Teilnehmerstelle 20 zu diktieren wünscht,
wird der Aufzeichnungsschalter 43 geschlossen, und das Diktat findet in der oben
beschriebenen Weise statt. Ebenso wird, wenn der Diktierende seinen Text zu prüfen
wünscht, der Prüfschalter 44 geschlossen und dadurch das Rückschlagrelais 124 erregt.
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Der Diktierende an der Teilnehmerstelle 20 kann aber nicht über den
von ihm aufgezeichneten Text hinausgehen, weil ein Signal aus dem Ton auf dem Tonband
61 über die Induktivität 111 dem Steuertransistor 105 zugeführt wird, wodurch das
Relais 101 nicht ansprechen kann, solange die durch den Ton verursachte Spannung
an der Induktivität 111 empfangen wird. Selbst wenn der Prüfschalter 44 geschlossen
bleibt, ist es also unmöglich, den Tonkopf 62 zurückzubewegen zum Prüfen des auf
dem Tonband 61 aufgezeichneten Textes, bevor der Ton des Tongenerators 84 aufgezeichnet
worden ist. Ebenso ist es unmöglich, das Aufzeichnungsrelais 62 durch Schließen
des Aufzeichnungsschalters 43 zu erregen, solange der Tonkopf 62 den Ton aus dem
Tonband 61 empfängt, damit keine Aufzeichnung über dem Ton erfolgen und dieser dadurch
vom Band 61 gelöscht werden kann. Der Diktierende an der Teilnehmerstelle 20 kann
also das früher diktierte Material der Station 21 nicht abhören, da er das zentrale
Diktiergerät 1 nicht betätigen kann, um den Tonkopf 62 zum Prüfen des vor dem Ton
aufgezeichneten Textes zurückzubewegen.
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Die Erfindung kann also auch mit nur einer räumlich getrennten Station
verwendet werden, weil selbst an dieser Station niemand den vorher aufgezeichneten
Text abhören kann, nachdem das Mikrophon auf die Gabel gelegt worden ist, um die
Schaltungen der Station von dem zentralen Diktiergerät 1 abzutrennen. Wenn also
dieselbe räumlich getrennte Teilnehmerstelle von zwei verschiedenen Personen benutzt
wird, verhindert die Erfindung, daß der zweite Benutzer derselben Station den aufgezeichneten
Text des ersten Benutzers an derselben Station abhört. Der Grund dafür ist, daß
durch die Abtrennung der Schaltungen der räumlich getrennten Teilnehmerstelle von
dem zentralen Diktiergerät 1 jede weitere Erregung oder Verbindung zu dem zentralen
Diktiergerät 1 verhindert wird, bis der Ton aufgezeichnet ist, und der Ton dient
dazu, jeden erneuten Zugang zu dem vorher aufgezeichneten Text zu verhindern.
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Eine andere Aufzeichnungsisolierschaltung zur Wahrung des vertraulichen
Charakters des vorher aufgezeichneten Textes ist in F i g. 4 gezeigt, in der die
Teile, die auch in der Schaltung von F i g. 3 enthalten sind, dieselben Bezugsziffern
tragen. Die Leitung 48 sendet also auch hier eine negative Spannung zum Aufzeichnungsrelais
52. Ebenso wird eine negative Spannung über die Leitung 69 zum Tongenerator 84 und
zum Kupplungsmagneten 59 übertragen. Ebenfalls führt die Leitung 69 dem Schaltmesser
64 eine negative Spannung zu. Die Leitung 38 stellt eine Verbindung zwischen dem
Kontakt 36 des Belegungsrelais 20 und dem Schaltmesser 39 am Schieber 40 her.
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Ein Unterschied besteht darin, daß das Vorwärtslaufrelais 71 hier
nur dann anspricht, wenn der Aufzeichnungsschalter 43 geschlossen wird, und nicht,
wenn entweder der Aufzeichnungsschalter 43 oder der Prüfschalter 44 geschlossen
wird, wie es in F i g. 3 der Fall ist. Weiter ist die Leitung 33 stets mit der negativen
Spannung verbunden und wird nicht wie in F i g. 3 durch ein Relais gesteuert.
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Gemäß F i g. 4 ist die mit dem Kontakt 97 des Prüfschalters 44 verbundene
Leitung 98 an ein Prüfrelais 130 angeschlossen, das zwei Arbeitskontakte 131 und
132 steuert. Beim Ansprechen des Relais 130 schließen diese Kontakte.
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Der Kontakt 131 ist an die Leitung 98 angeschlossen, so daß eine negative
Spannung daran liegt. Beim Schließen der Kontakte 131 und 132 wird also die negative
Spannung über eine Leitung 133 übertragen, die den Kontakt 132 mit dem Rückschlagrelais
124 verbinden, so daß dieses Relais anspricht. Dies bewirkt eine Rückwärtsbewegung
des Tonkopfes 62 gegenüber dem Tonband 61, damit der darauf aufgezeichnete Text
geprüft werden kann.
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Beim Schließen des Prüfschalters 44 gelangt eine negative Spannung
auf die Leitung 98, so daß eine negative Spannung nicht nur an das Prüfrelais 130,
sondern auch an den Kupplungsmagneten 59 und einen PNP-Transistor 134 gelegt wird.
Die negative Spannung wird von Leitung 98 aus über eine Leitung 135, eine Leitung
136, die Sperrdiode 115 und die Leitungen 55 a und 58 zum Kupplungsmagneten 59 übertragen.
Beim Schließen des Prüfschalters 44 wird daher der Kupplungsmagnet 59 automatisch
erregt, so daß der Tonkopf 62 sich in Vorwärtsrichtung zu
bewegen
beginnt und das Tonband 61 sich um die Rollen 61 a und 61 b dreht.
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Wie schon. bei der Beschreibung von F i g. 3 gesagt worden ist, kann
der Prüfschalter 44 nur dann geschlossen werden, wenn eins der Mikrophone 22, 23
und 24 aus der Gabel gehoben wird, so daß die räumlich getrennte Teilnehmerstelle
mit dem zentralen Diktiergerät 1 verbunden wild. Sonst erzeugt das Schließen des
Prüfschalters 44 keine Verbindung zwischen den Leitungen 33 und 98.
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Eine negative Spannung wird auch von der Leitung 135 aus über einen
Kondensator 137, einen Widerstand 138 und eine Leitung 139 der Basis des Transistors
134 zugeführt. Ein zwischen Leitung 139 und Erde angeordneter Kondensator 140 bildet
zusammen mit dem Widerstand 138 eine Verzögerungsschaltung für das negative Spannungssignal
von Leitung 135 zur Basis des Transistors 134. Diese Verzögerung beträgt
etwa 50 msec und genügt, um die Erregung des Kupplungsmagneten 59 zu ermöglichen,
damit der Tonkopf 62 in Vorwärtsrichtung angetrieben werden kann, um den aufgezeichneten
Text auf dem Tonband 61 abzutasten.
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Dez Ausgang der Lese- oder Prüfwicklung des Tonkopfes 62 ist_an eine
einen Kondensator 141 und eine Induktivität 142 enthaltende Schaltung angeschlossen.
Der Kondensator 141 und die Induktivität 142 sind so eingestellt, daß sie auf die
Frequenz des Ausgangssignals des Tongenerators 84 abgestimmt sind, das nach Abschluß
eines Diktats durch eine Teilnehmerstelle in der in Verbindung mit dem Aufzeichnungsbeispiel
von F i g. 3 beschriebenen Art und Weise auf dem Tonband 61 aufgezeichnet worden
ist.
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Die Induktivität 142 der abgestimmten Schaltung ist induktiv mit einer
Induktivität 143 gekoppelt, die über einen Gleichrichter 144 an die Basis des Transistors
134 angeschlossen ist. Der Gleichrichter 144 und der Kondensator 140 wirken zusammen,
um nur die positive Spannung der induzierten Spannung zur Basis des Transistors
134 gelangen zu lassen. Das andere Ende der Induktivität 143 ist über einen Widerstand
145 geerdet.
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Wenn der Tonkopf 62 über dem Teil des Tonbandes 61 steht, auf dem
die Tonfrequenz des Tongenerators 84 aufgezeichnet ist, wird daher durch. eine positive
Spannung, die von der Induktivität 143 aus über die Leitung 138 an die Basis des
Transitors 134 gelegt wird, verhindert, daß eine über den Kondensator 137 angelegte
negative Spannung den Transistor 134 einschaltet und das Relais 130 ansprechen läßt.
Die aus dem aufgezeichneten Tonsignal stammende positive Spannung genügt also, um
die Erregung des Relais 130 durch die negative Spannung an der Basis des Transistors
134 zu verhindern. Solange der Prüfschalter 44 geschlossen bleibt, bleibt aber der
Kupplungsmagnet 59 erregt, um schließlich den Tonkopf 62 aus dem Bereich, in dem
der Ton aufgezeichnet ist, herauszubewegen. Danach wird bei Betätigung des Prüfschalters
das Relais 130 erregt, weil dann keine positive Spannung an der Basis des Transistors
134 liegt als Ergebnis einer induzierten Spannung in der Induktivität 143. Dies
tritt also ein, wenn kein durch den Tongenerator 84 erzeugtes Signal auf dem Magnetband
61 vorhanden ist, so daß das Relais 130 anspricht.
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Beim Ansprechen des Relais 130 schließen die Kontakte 131 und 132
und erregen das Rückschlagrelais 124. Infolgedessen wird der Tonkopf 62 gegenüber
dem Tonband 61 rückwärts bewegt,. damit der aufgezeichnete Text geprüft werden kann.
Wenn versucht wird, das Rückschlagrelais 124 weiter zu betätigen, während der aufgezeichnete
Text abgehört wird, wird dies durch den Kondensator 137 verhindert. Der Kondensator
137 wird nämlich mit der negativen Spannung auf Leitung 135 in kurzer Zeit aufgeladen.
Daher kann nur ein Signal zum Transistor 134 gelangen, um das Relais 130
zu erregen, bis die negative Spannung durch Öffnen des Prüfschalters 44 von der
Leitung 98 abgetrennt wird. Beim Öffnen des Prüfschalters 44 entlädt sich
der Kondensator 137 über die Sperrdiode 115 und den Kupplungsmagneten 59 zur Erde
und dann durch eine Sperrdiode 146.
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Die negative Spannung wird von der Leitung 33 nicht abgetrennt, wenn
das Prüfrelais 130 erregt wird, wie es in der Schaltung von F i g. 3 der Fall ist.
Daher könnte die Bedienungsperson an der räumlich getrennten Teilnehmerstelle ihren
Aufzeichnungsschalter 43 während der Prüfung des auf dem Tonband 61 aufgezeichneten
Textes schließen. Wenn sie dies täte, könnte sie dann einen Teil des Tones auf dem
Tonband 61 löschen. Dies wäre ein mühsamer Prozess,. bei dem der Prüfschalter 44
mehrmals geschlossen werden müßte, um das Rückschlagrelais 124 zu erregen und dann
den Aufzeichnungsschalter 43 danach automatisch zu schließen. Auf diese Art und
Weise könnte jemand, der unbedingt den vorher diktierten Text auf dem Tonband 61
zu prüfen wünscht, dies mit der Schaltung von F i g. 4 tun.
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Die Schaltung von F i g. 4 ist jedoch etwas einfacher und billiger
als die Schaltung von F i g. 3.-Wenn es daher keine Rolle spielt, ob die verschiedenen
Personen an den räumlich getrennten Teilnehmerstellen den vorher aufgezeichneten
Text abhören können, kann diese Schaltung verwendet werden, da sie jeden normalen
Versuch, Zugang zu dem vorher aufgezeichneten Text zu gewinnen, verhindert.
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Wenn der Tongenerator 84 eine über dem Tonfrequenzbereich liegende
Frequenz erzeugt, könnte dieser Prozeß nicht verwendet werden, weil das Signal nicht
zu hören wäre.
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Bei der Erläuterung der Wirkungsweise der Ausführungsform von F i
g. 4 wird angenommen, daß auf dem Tonband 61 noch kein Diktat aufgezeichnet ist
und daß die Station 21 an das zentrale Diktiergerät 1 durch Abheben des Mikrophons
24 von der Gabel angeschlossen ist. Das Leitungsrelais 28 und das Belegungsrelais
29 sprechen daher an, und der Aufzeichnungsschalter 43 und der Prüfschalter 44 der
Station 21 können an die Leitungen 48 bzw. 98 angeschlossen werden.
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Wenn der Diktierende an der Teilnehmerstelle 21 seinen aufgezeichneten
Text zu prüfen wünscht, schließt er einfach den Prüfschalter 44, wodurch eine negative
Spannung an die Leitung 98 gelegt wird. Daher spricht das Relais 130 an, da keine
Spannung in der Induktivität 143 induziert wird, weil zu diesem Zeitpunkt kein Ton
auf dem Tonband 61 aufgezeichnet ist. Das Rückschlagrelais 124 kann daher erregt
werden, um den Text zu prüfen, indem der Tonkopf gegenüber dem Tonband 61 rückwärts
bewegt wird.
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Wenn der Diktierende das Mikrophon 24 wieder auf die Gabel legt und
damit die Teilnehmerstelle 21 von dem zentralen Diktiergerät 1 trennt, fällt das
Leitungsrelais 28 ab, aber das Belegungsrelais 29 bleibt erregt, da das Vorwärtslaufrelais
71 bereits
durch das Öffnen des Aufzeichnungsschalters 43 abgeschaltet
worden ist. Daher werden die Schaltmesser 39 und 41 geschlossen, weil durch die
Kraft der Feder 79 der Schieber 40 gegenüber dem Tonkopf 62 bewegt wird.
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Infolgedessen wird ein Haltekreis über die Kontakte 36 und 37 errichtet,
der das Belegungsrelais 29 erregt hält. Es wird daher eine negative Spannung an
die Leitung 69 gelegt, um den Tongenerator 84 zu erregen. Außerdem wird der Kupplungsmagnet
59 erregt und daher der Tonkopf 62 weiterbewegt, so daß das Widerlager 63 das Schaltmesser
64 erfaßt. Sobald die Schaltmesser 64 und 65 schließen, spricht das Aufzeichnungsrelais
52 an, und das Tonausgangssignal des Tongenerators 84 wird auf dem Tonband 61 aufgezeichnet.
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Wenn der Diktierende an der räumlich getrennten Teilnehmerstelle 21
die Prüfung des diktierten Textes vor dessen Ende unterbrochen und dann die Station
von dem zentralen Diktiergerät 1 durch Auflegen des Mikrophons 24 auf die Gabel
getrennt hätte, wäre der Kupplungsmagnet 59 über die Leitung 69 erregt worden, so
daß der Tonkopf 62 vorwärts bewegt worden wäre, bis das Widerlager 63 wieder das
Schaltmesser 64 erfaßt hätte. Diesmal hätte- der Tonkopf 62 das Ende des bereits
diktierten Textes erreicht, weil der Schieber 40 nach Schluß des diktierten Textes
auf dem Stab 75 geblieben wäre, als der Tonkopf 62 durch Ansprechen des Rückschlagrelais
124 zum Zwecke des aufgezeichneten Textes von ihm wegbewegt wurde. Durch den Schieber
40 und den Stab 75 wird daher sichergestellt, daß keine Aufzeichnung des Tonausgangsignals
des Tongenerators 84 erfolgt, bis das Ende des diktierten Textes auf dem Tonband
61 erreicht ist.
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Wie schon in Verbindung mit F_ i g. 3 erläutert worden ist, besitzt
das Belegungsrelais 29 Kontakte (nicht gezeigt), die eine Verbindung einer räumlich
getrennten Station mit dem zentralen Diktiergerät bis zum Abfallen des Belegungsrelais
29 verhindern. Sobald die Aufzeichnung des Tones abgeschlossen ist, öffnet das Isolierelement
70 auf dem Schaltmesser 64 die Schaltmesser 39 und 41,. indem es das Schaltmesser
39 erfaßt. Daher fällt das Belegungsrelais 29 ab, und es kann dann eine räumlich
getrennte Station an das zentrale Diktiergerät 1 angeschlossen werden.
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Wenn angenommen wird, daß jetzt die Station 20
an das zentrale
Diktiergerät 1 angeschlossen wird, kann jeder beliebige Teil des aufgezeichneten
Textes geprüft werden, bis der Tonkopf 62 den aufgezeich-. neten Ton wahrnimmt.
Jetzt wird die positive Spannung über die Induktivität 143 induziert und der Basis
des Transistors 134 zugeführt. Diese positive Spannung schaltet den Transistor 134
ab, so daß eine über den Kondensator 137 zugeführte negative Spannung nicht ausreicht,
um das Relais 130 zu erregen. Daher spricht das Rückschlagrelais 124 nicht an, und
der Diktierende an der Teilnehmerstelle 20 kann den vorher aufgezeichneten
Text nicht abhören, wenn er nicht das oben beschriebene komplizierte und abwegige
Verfahren zum Löschen des Tones verwendet.
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Ein bedeutsamer Unterschied zwischen den beiden Schaltungen besteht
darin, daß die positive Spannung des Tones in F i g. 4 verwendet wird, um den Transistor
abzuschalten und das Ansprechen des Relais zu verhindern. In der Ausführung von
F i g. 3 wird dagegen die negative Spannung des Tones der Basis des Transistors
105 zugeführt, so daß das Relais 101 erregt bleibt. In der Anordnung von F i -.g.
4 kann also eine Prüfung nicht erfolgen, solange sich der Tonkopf 62 über dem Tonteil
des Tongenerators 84. auf dem Tonband 61 befindet. In der Anordnung nach F i g.
3 dagegen wird.das Prüfrelais 101 selbst dann einmal erregt, wenn sieh der Tonkopf
62 über der auf dem Magnetband 61 aufgezeichneten Tonfrequenz des Tongenerators
84 befindet. Ein erneutes Ansprechen des Relais 101 ist jedoch unmöglich, weil das
Relais durch den negativen Teil der induzierten Spannung erregt gehalten, wird,
bis der Tonkopf 62 über den aufgezeichneten Ton hinaus weiterbewegt worden ist.
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Wenn an Stelle des gezeigten Mikrophonsystems ein PBX- oder privates
Leitungssystem verwendet wird, würden sich der Aufzeichnungsschalter 43 und der
Prüfschalter 44 ebenso wie das Belegungsrelais 29 und das Leitungsrelais 28 nur
an dem zentralen Diktiergerät befinden. Für das gesamte System wäre nur ein Aufzeichnungsschalter
und ein Prüfschalter vorhanden, die jeder durch ein Relais gesteuert wären. Jedes
dieser Relais könnte nur von der angeschlossenen Teilnehmerstelle aus durch das
Wählsystem des PBX oder die Nummerntasten der privaten Leitungen erregt werden.
Das Belegungsrelais 29 und das Leitungsrelais 28 werden natürlich 'auch durch das
Wählsystem des PBX oder die Nummerntasten des Privatleitungs-Diktiersystems erregt.
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Die Aufzeichnungs- und Wiedergabeeinrichtungen könnten nach Belieben
auch getrennte Einheiten zum Aufzeichnen und zur Wiedergabe sein. Bei Verwendung
einer runden Platte als Aufzeichnungsträger wäre die Vorwärtsrichtung der relativen
Bewegung zwischen dem Aufzeichnungs- und Wiedergabemittel und dem Aufzeichnungsträger
die Aufzeichnungsrichtung und- die Rückwärtsrichtung die umgekehrte Richtung.
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Ein Vorteil der Erfindung ist'es, daß der Ton zum Abtrennen des früher
diktierten Textes automatisch am Schluß des diktierten Textes aufgezeichnet wird,
wenn die räumlich getrennte Teilnehmerstelle von dem zentralen Diktiergerät getrennt
ist.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, däß das Gewicht
und die Kosten des Diktiergeräts kleiner werden durch die Verwendung von elektrischen
= Bauelementen an Stelle von mechanischen Teilen zur Wahrung der Geheimhaltung des
vorher diktierten Textes. -Weiter hat die Erfindung den Vorteil, daß die Aufsichtsperson
den Aufzeichnungsträger nicht zum Ende des diktierten Textes zurückzustellen braucht,
wenn der Diktierende die Prüfung des diktierten Textes vor dessen Ende unterbricht.