DE1208288B - Sodenablegevorrichtung fuer Torfbagger - Google Patents
Sodenablegevorrichtung fuer TorfbaggerInfo
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Description
- Sodenablegevorrichtung für Torfbagger
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sodenablege- vorrichtuna für Torfbagger, bestehend aus einer ober- halb des Sodenablegebandes quer zu diesem über Schwenkhebel und ein Zugorgan bewegte Abstreif- schiene. Bekannte Vorrichtungen dieser Art streifen den auf das Ablegeband auflaufenden Torf von Zeit zu Zeit auf der gesamten Förderlänge des Ablegebandes ab. Die Torfablageflächen, auf der der in Platten oder Stücke geformte Torf luftgetrocknet wird, sind je nach den Ge@febeiilieiten vielfach mit Gräben zur Entwässe:-u"g durchzogen. Diese in Breite und Tiefe den je-.veili`en Boden- und Feuchtigkeitsverhältnissen angepaßten Gräben müssen sorgfältig davor bewahrt werden, Leim Abtrasen der Torfschicht und beim Ablegen der Tor:@hla'ite'i oder Torfstücke zum Trock- nem durch. die-e versperrt oder verstopft zu werden, uni eine,, wirksame Ei.twä5#serung sicherzustellen. Die Gräben müssen dahin gehend überwacht werden, daß der lichte, wasserführende Querschnitt nicht duck Zusammenbrechen eines Grabenwand- al@schnit@s od. d,--1. versperrt ist. Gegebenenfalls muß der Grabün gesäubert oder erneut ausgehoben wer- den. Eln drartiges Versperren oder Verstopfen dieser Gräben erfolgt ebenfalls, wenn der frisch ab- Torf in Form von Stücken oder Platten durch die verwendeten Ableaevorrichtungen auch in die Grfit`aeii abgestreift wird. Der Torf muß zur Ver- meidun `eines@entsprechenden Verstopfens anschlie- ßend von Hand t:iecier ent_eriit werden. Dieses In- der @ntw ässen:ngsgräben ist bei der heu- iia 211 F%rderleistun g der zur loorkultivierung ein- gesetzten Torfbagger außerordentlich kostspielig, um o nivlir, als das Entfernen der Torfstücke oder -platte!. aus den Gräben von Hand erfolgt. '2t,--r Erfindung lie,a die Aufgabe zugrunde, eine ein Abs:reifen von Torf vorn Ableaeband in die Grä- ben ve:-hirderude Sodenableaevorrichtung zu schaf- f en. Diese ist dadurch gekennzeichnet, daß die Ab- in eine Haupt- und eine eigenbeweg- liche, an dem dem Bagger abgekehrten Ende des Förc'erf@ctnc'es anacorchicte Zusatzschiene unterteilt ist und d_@ß ;.'i@ Hatintscliiene a us durch einen Bügel als @bstandsi;alteverbundenen Teilstücken besteht, während die I_?ii-e der Zusatzschiene dem Abstand der Teilstücke der Hauptschiene entspricht. Die Beweguiin der Ztisatzscliieii@r ist vorteilhaft mit der Be->rege. 5n der Hauptschiene gehoppelt. Aus- gehend von einem die @lbstrehscliieiie über Schwenk- hebel und ein Zugorgan betätigenden Schaltwerk, das eine mit einem Umlenkzahnkranz des Ablegebandes verbundene Exzenterscheibe mit einer Klinke und tragen. Sobald das Förderband auf die Länge der Hauptschiene 4 mit Torf belegt ist, wird über ein Schaltwerk die Schiene quer zum Förderband verschoben und der Torf von dem Band abgestreift. Die Schiene 4 ist an der Stelle des Entwässerungsgrabens auf eine der Breite des Grabens entsprechende Länge unterbrochen und durch einen Bügel 4' überbrückt. Das Förderband fördert den an der Stelle der Überbrückung nicht abgestreiften Torf weiter bis zur Höhe der Zusatzschiene 5, die in ihrer Länge dem Abstand der Teilstücke der Hauptschiene entspricht. Sobald sich der Torf vor dieser Zusatzschiene 5 befindet, wird über eine Zusatzvorrichtung in dem Schaltwerk die Schiene 5 gesondert betätigt und der restliche Torf abgestreift. Haupt- und Zusatzschiene werden über Schwenkhebel 6, die mit ihren Schwenkzapfen auf einer neben dem Förderband angebrachten Halterung 6 schwenkbar gelagert sind, parallel verschoben. Die Schwenkhebel der Hauptschiene 4 wie auch die Schwenkhebel der Zusatzschiene 5 werden durch eine Zugseele 8 bzw. 9 gesondert betätigt. Das am Ende des Förderauslegers angeordnete Schaltwerk ist zusammen mit den dort üblicherweise angebrachten Führungs- und Stützwalzen schematisch dargestellt und mit 10 bezeichnet. Das endlose Förderband läuft über einen Antriebszahnkranz 11, wird über Stützzahnkränze 12 geführt und über den Zahnkranz 13 umgelenkt.ein Gesperrezahnrad mit einem Mitnehmerhebel auf- weist und die Hauptschiene bewegt, ist die Kopplung nach der Erfindung in einfacher Weise dadurch her- beigefiiPrt, daß zur Eigenbewegung der Zusatz- schiene das Gesperrezahnrad des Schaltwerkes mit einem zweiten, eine gesonderte Zugseele für die Zu- satzschiene bewegenden Mitnehmer versehen ist. Ein weiteres Merkmal_ der Erfindung besteht darin, daß zur Einstellung der Abstreifbewegung der Zusatz- schiene der zweite Mitnehmer in seiner Winkellage zurr ersten `:'lituPliiner einstellbar ist. Vorteilhaft kann dabei zur Anpassung des über- holvorganges der Zähne des Gesperrezahnkranzes bei jeder Umdrehung der E=:zenterscheibe die Exzen- trizität des Drehpunktes der überholklinke einstell- bar sein. Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Er- firidunrs ivt in der Zeichnung dargestellt; es zeigt F i g. 1 eine Ansicht des Mehrgefäßbaagers mit Ausleger im Grllndriß, F i g.2 eine Ansicht gemäß F i g. 1 im Aufriß, F i g. 3 eine vereinfachte Darstellung des Schalt- werks mit Exzenterscheibe, Klinke und Gesperre- za'iiirad im Aufriß, F i g. 4. eine vereinfachte Darstellung gemäß F i g. 3 im Gr@,@ndriß. In F i g. 1 sind 2 ist die Eimerkette 1 des Baggers -.-ereinfaclpt c'araestellt. Der über die Gefäße ab- zetragene Torfboden gelangt in einen Sammel- behälter und über eine Förderschnecke zu einem 'lrindstüclL, die zusammen mit dem Antrieb des Bag- gers und sonstigen Vorrichtungsteilen als Ganzes mit 2 bezeichnet sind. Aus dem Mundstück gelangt der aefoim`e Torf auf den Förderausleger, dessen För- derband mit 3 bezeichnet ist. Die Länge des Förder- auslegers ist von den jeweiligen Verhältnissen ab- hängig und kann bis zu 30 und mehr Meter be- - F i g. 3 und 4 zeigen schematisch den mit einer Exzenterscheibe 14 gekuppelten Umlenkzahnkranz 13, auf der eine Einstellschiene 15 befestigt ist, in welcher der Drehzapfen einer mit 16 bezeichneten Überholklinke gelagert ist. Die Überholklinke 16 greift andererseits in den Gesperrezahnkranz 17 ein, der mit zwei Mitnehmern 18 und 19 verbunden ist. Die Lage der Mitnehmer 18 und 19 und ihre Winkellage zueinander können über eine einfache Verstellvorrichtung eingestellt werden. Diese Mitnehmer greifen in einen Absatz der Zugseele 8 bzw. 9 ein und bewegen diese in der Zeichnung von links nach rechts jeweils bei einer Umdrehung des Gesperrezahnkranzes, wobei die Abstreifschienen durch Federkraft jeweils nach erfolgter Bewegung in ihre Ausgangslage zurückkehren. Zur seitlichen Führung sowohl der Überholklinke 16 als auch der Zugseelenenden 8 und 9 ist der Gesperrezahnkranz mit Führungsscheiben 20 versehen.
- Die Arbeitsweise der Abstreifvorrichtung wird nachfolgend an einem Beispiel beschrieben: Die Länge des Förderauslegers werde mit 24,4 m angenommen, und das Förderband bestehe aus Gliedern mit einer Breite von 0,1 m. Die Gesamtzahl der auf der freien Förderlänge des Bandes befindlichen Glieder beträgt also 244. In der Torfabsetzfläche befinde sich seitlich des Baggers ein Entwässerungsgraben von beispielsweise 1,6m Breite im Abstand von 11,2m vom Bandanfang. Die Hauptschiene ist an dieser Stelle auf einer Länge von 2 m unterbrochen, so daß kein Torf in den Graben abgestreift wird. Die Gesamtlänge von Haupt- und Zusatzschiene muß ebenfalls 24,4m betragen, wobei die Länge der Hauptschiene 22,4m und die Länge der Zusatzschiene 2 m beträgt.
- Sobald das Förderband bis zur Länge der Hauptschiene, d. h. bis zu einer Länge von 22,4 m, mit Torf belegt ist, befindet sich der Mitnehmer 18 in der in F i g. 3 dargestellten Stellung und betätigt die Zugseele 8 dieser Abstreifschiene. Der an der Stelle der Überbrückung 4' (F i g. 2) nicht abgestreifte Torf wird nun, während gleichzeitig der Bandanfang wieder mit Torf beschickt wird, bis zum Ende des Förderbandes weitergefördert und befindet sich vor der Zusatzschiene 5. Durch das Weiterdrehen des Gesperrezahnkranzes 17 befindet sich der Mitnehmer 19 in der in den F i g. 3 und 4 für den Mitnehmer 18 dargestellten Lage und betätigt nunmehr seinerseits die Zugseele 9 der Zusatzschiene.
- Dieser Vorgang wird bei kontinuierlicher Torfförderung periodisch wiederholt. Der Zeitpunkt des Abstreifens durch die Hauptschiene 4 bzw. durch die Zusatzschiene 5 wird über das Übersetzungsverhältnis der Anzahl der Zähne von Umlenkzahnkranz 13 und Gesperrezahnkranz 17 in Verbindung mit den Einstellmöglichkeiten von Exzentrizität der überholklinke 16 und Mitnehmern 18 und 19 festgelegt.
- In einem zu den vorgegebenen Zahlenwerten passenden Beispiel betrage die Anzahl der Zähne des Umlenkzahnkranzes acht und die des Gesperrezahnkranzes achtundzwanzig. Einer Umdrehung des Umlenkzahnkranzes entspricht also ein Vorrücken des Förderbandes um acht Glieder, d. h. 0,8 m. Bei jeder Umdrehung des Umlenkzahnkranzes wird der Gesperrezahnkranz um einen Zahn weitergedreht. Um den an der Überbrückungsstelle 4' nicht abgeworfenen Torf vor die Zusatzschiene zu fördern, muß das Förderband um 11,2 m oder hundertzwölf Glieder vorrücken. Dabei vollführt der Umlenkzahnkranz vierzehn volle Umdrehungen und der Gesperrezahnkranz wird. um vierzehn von achtundzwanzig Zähnen weitergedreht. Der Mitnehmer 19 für die Zusatzschiene muß also um vierzehn Zähne oder 180° dem Mitnehmer 18 nachfolgen, um einen selbsttätigen Abwurf des verbliebenen Torfs zu bewirken. Die in F i g. 3 unter 90° dargestellte Winkelstellung der Mitnehmer 18 und 19 zueinander ist nur aus Gründen der übersichtlicheren Darstellung erfolgt.
- Die Verstellmöglichkeiten sowohl der Exzentrizität der Überholklinke 16 an der Exzenterscheibe 14 wie auch der Winkellage der Mitnehmer zueinander gestatten es, einer beliebigen Lage des Entwässerungsgrabens in bezug auf die Gesamtbreite des Ablegefeldes und damit zur Länge des Förderauslegers nach entsprechendem Versetzen der Überbrückung Rechnung zu tragen und nach kurzer Rechnung eine entsprechende Einstellung vorzunehmen. Einstellmarkierungen können zur Vereinfachung der Anpassung an beiden Verstellorganen vorgesehen werden. Die Anpassung der Zähnezahlen an die benötigte Länge der Hauptschiene erfolgt dabei im Einzelfall über die Gleichung: Umlenkkranzzähnezahl mal Gesperrekranzzähnezahl mal Gliedbreite = Länge der Hauptabstreifschiene. Wie leicht ersichtlich, läßt sich die erfindungsgemäße Abstreifvorrichtung jederzeit im Rahmen des Schutzumfangs des Erfindungsgedankens dahin gehend erweitern oder abwandeln, daß für mehrere Entwässerungsgräben die Hauptschiene durch weitere Bügel überbrückt wird und der Gesperrezahnkranz mit weiteren Mitnehmern versehen wird, die mit der Zugseele 9 der Zusatzschiene 5 zusammenarbeiten, um hier jeweils ein Abstreifen des zuvor an beliebigen Stellen des Förderbandes verbliebenen Torfes zu sichern.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Sodenablegevorrichtung für Torfbagger, bestehend aus einer oberhalb des Sodenablegebandes quer zu diesem über Schwenkhebel und ein Zugorgan bewegten Abstreifschiene, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Abstreifschiene in eine Haupt- (4) und eine eigenbewegliche, an dem dem Bagger abgekehrten Ende des Förderbandes angeordnete Zusatzschiene (5) unterteilt ist und daß die Hauptschiene (4) aus durch einen Bügel (4') als Abstandhalter verbundenen Teilstücken besteht, während die Länge der Zusatzschiene (5) dem Abstand der Teilstücke der Hauptschiene entspricht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einem das Zugorgan betätigenden Schaltwerk, das eine mit einem Umlenkzahnkranz des Förderbandes verbundene Exzenterscheibe mit einer überholklinke und ein Gesperrezahnrad mit einem Mitnehmer aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Eigenbewegung der Zusatzschiene (5) das Gesperrezahnrad (17) im Schaltwerk für die Hauptschiene (4) mit einem zweiten, eine Zugseele (9) für die Zusatzschiene (5) bewegenden Mitnehmer (19) versehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Abstreifbewegung der Zusatzschiene (5) der zweite Mitnehmer (19) in seiner Winkellage zum ersten Mitnehmer (18) einstellbar ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anpassung des überholvorgangs der Zähne des Gesperrezahnkranzes (17) bei jeder Umdrehung der Exzenterscheibe (14) die Exzentrizität des Drehpunktes der Überholklinke (16) einstellbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 817 589.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83698A DE1208288B (de) | 1963-02-06 | 1963-02-06 | Sodenablegevorrichtung fuer Torfbagger |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES83698A DE1208288B (de) | 1963-02-06 | 1963-02-06 | Sodenablegevorrichtung fuer Torfbagger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1208288B true DE1208288B (de) | 1966-01-05 |
Family
ID=7511197
Family Applications (1)
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| DES83698A Pending DE1208288B (de) | 1963-02-06 | 1963-02-06 | Sodenablegevorrichtung fuer Torfbagger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1208288B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE817589C (de) * | 1948-10-02 | 1951-10-18 | Gebhard Strenge | Sodenablegevorrichtung fuer Torfbagger |
-
1963
- 1963-02-06 DE DES83698A patent/DE1208288B/de active Pending
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE817589C (de) * | 1948-10-02 | 1951-10-18 | Gebhard Strenge | Sodenablegevorrichtung fuer Torfbagger |
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