-
Sortiertisch für Wäschereien Die Erfindung betrifft einen Sortiertisch
für Wäschereien, insbesondere für in Säcken verpackte Wäschestücke.
-
In Großwäschereien werden die von den Kunden kommenden Wäschestücke
meistenteils in von den Wäschereien zur Verfügung gestellten Säcken angeliefert.
Diese Wäschesäcke, deren Gewicht meistens zwischen 15 und 30 kg schwankt,
müssen entleert und aussortiert werden, d. h., Weißwäsche muß von Buntwäsche,
gegebenenfalls auch von zu stärkenden und zu plättenden Oberhemden, Strickwaren
od. dgl. getrennt werden, um besonders gewaschen zu werden. Die Wäschesäcke werden
gewöhnlich nach der Anlieferung gewogen und mit einem Wäschereizettel versehen.
Dann müssen sie an einer Sortierstelle geöffnet und einzeln sortiert werden. Dabei
muß diejenige Wäsche, die von Hotels gefaltet angeliefert wird, gelockert werden,
um sie möglichst locker in die Waschtrommel der Waschmaschine einbringen zu können.
-
In vielen Wäschereibetrieben wird dann die Wäsche gekennzeichnet,
lose gewaschen oder auch wieder in Säcke verpackt gewaschen.
-
Bei einem bekannten derartigen Sortiertisch, der einen oben offenen
Füllraum und in ziemlich steil gelagerten Führungsgestängen lotrechte Beschickungsbehälter
für aussortierte Wäsche besitzt, kann man nicht die auf einem Gestell oder einem
Beschickungsband aufgesetzten Wäschesäcke leicht in den Behälter entleeren, sondern
es ist Voraussetzung, daß die Wäsche bereits auf Borden aus den Säcken entleert
und an die Sortiervorrichtung herangeführt wird.
-
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, und zwar dadurch, daß an
dem Tisch seitlich eines einen rostartigen Boden aufweisenden, oben offenen Füllraumes
ein an einer Längsseite und an einer Stirnseite offener, schräg zu dem Füllraum
geneigter Führungskasten vorgesehen ist, in den ein an einer Seitenfläche und an
einem Stimende offener Beschickungskasten für aussortierte Wäsche einschiebbar ist.
-
Nach einer bevorzugten weiteren Ausführungsform der Erfindung weist
der Beschickungskasten an seinem offenen Stimende einen als Handgriff dienenden
Querstab auf. Dadurch ist die Sortierung der Wäsche und die Entleerung der oft schweren
Säcke erleichtert. Außerdem werden die Wäschestücke damit gelockert in die Beschickungskästen
eingebracht, um dann zu der Waschmaschine befördert zu werden, wo sie in die Fächer
der Maschine in einfacher Weise mittels der Beschickungskästen eingebracht werden.
Die Beförderung der Wäschesäcke kann mit Wagen, Hängebahnen oder Fließbändern erfolgen.
-
Erfindungsgemäß wird die Wäsche vorzugsweise in Beschickungskästen,
in denen sie übereinandergestapelt ist, zu der Waschmaschine befördert. Die Sortiererin
und das sonstige Personal werden durch die besondere Art der Ausbildung der Beschickungskästen
körperlich entlastet und in Großwäschereien der angestrebte Wäschefluß von der Annahmestelle
bis zur Expedition begünstigt.
-
Zwar ist bereits eine Wäschesortiervorrichtung bekannt, die einen
zur Aufnahme von schmutziger Wäsche dienenden vorn offenen Füllkasten aufweist.
Dieser Füllkasten kann jedoch nicht hochgeschwenkt, sondern muß nach hinten abgekippt
werden, so daß man nach Füllen des Kastens mit schmutziger Wäsche diese auf die
Borde verteilen kann.
-
Erfindungsgemäß ist dagegen der mit schmutziger Wäsche gefüllte Sack
seitlich vom Füllkasten abhebbar, so daß die schmutzige Wäsche leicht in den Füllkasten
entleert werden kann. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich
demnach mit dieser bekannten Vorrichtung nicht -erzielen.
-
Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung
beschrieben. In dieser zeigt Abb. 1 eine Seitenansicht des Sortiertisches,
Ab b. 2 einen Grundriß des Sortiertisches, Ab b. 3 eine Vorderansicht
des Sortiertisches, A b b. 4 eine Ansicht des Sortiertisches, von hinten
gesehen, unter Weglassung der Kippunterlage, Ab b. 5 schaubildlich einen
Beschickungskasten, Ab b. 6 die Handhabung des Beschickungskastens
beim Entleeren in das Fach und Ab b. 7 schaubildlich den Sortiertisch.
-
Der Sortiertisch 10, der beispielsweise mit Beinen
11 versehen ist, besitzt einen oben offenen Füllraum
12,
der mit einem in Ab b. 2 und 4 dargestellten gelochten und rostartigen Boden
13 versehen ist. Vor dem Füllraum ist ein ziemlich steil gelagerter, seitlich
bei 14 und oben bei 15 offener Führungskasten 16
angeordnet, in den
etwa lotrecht ein Beschickungskasten 17 für aussortierte Wäsche
28 einaeschoben wird.
-
Die Beschickungskästen 17 sind aus leichtem Material, beispielsweise
Aluminium od. dgl., hergestellt. An dem Füllraum ist eine zur Auflage eines Wäschesackes
1.8 dienende Unterlage 19 hochschwenkbar um Bolzen 20 angebracht.
Diese Unterlage 19 ist zweckmäßigerweise schurrenartig ausgebildet und mit
einer Rückwand 19a versehen.
-
Der Wäschesack 18 wird beispielsweise mittels eines Haltemittels
18a als Band, Spange, Öse, Klemme od. dal. am Griff 21 gehalten. Der Sack
18
wird dann an seinem vorderen Ende 18 b geöffnet, und die Wäschestücke
werden in den Füllraum 12 entleert.
-
Die hochschwenkbare Unterlage 19 ist mit einem an einem Hebel
22 angebrachten Ausgleichgewicht 23 versehen. Der Beschickungskasten
17 besitzt an seinem oben offenen Stirnende einen als Handgriff dienenden
Querstab 17a, der in vorstehenden Augen 17b der Seitenwand angebracht ist,
also über den Kasten hinwegsteht. Dieser Querstab 17a faßt beim Ansetzen des Kastens
17 an eine Waschmaschine zwecks Füllens eines Faches seiner Waschtrommel
24 zur Halterung unter den Rand 25 der Deckelöffnung der Waschtrommel (s.
Ab b. 6), wobei die Höhe des Kastens 17 ungefähr der Höhe der Beschick-ungsöffnung
des Waschtrommelfaches an- aßt ist. Dem 41ep Wäscher wird dadurch das Entleeren
des Kastens 17 in ein Fach der Waschtrommel erleichtert, indem er bei leicht
geneigter Lage den Kasten 17 in die in Ab b. 6 dargestellte Waschtrommelöffnung
einführt und so den Handgriff 17a zur Halterung benutzt.
-
Die als Sackauflage dienende schwenkbare Unterlage 19 ist in
der hochgekippten und zweckmäßig auch in der nach unten gekippten Stellung durch
Sperrinittel feststellbar. Dazu kann ein drehbar gelagerter Sperrhebe119a dienen,
der in Rasten26 eines Seginents 27 einfaßt. Der Sperrhebel 19 a steht
unter Federwirkung19b und kann zugleich zum leichten Verschwenken der Unterlage19
als Handgriff dienen.
-
Die Sortiererin entnimmt die in den Füllraum12 eingefüllten Wäschestücke
28, lockert sie und schichtet sie dann, wie Abb. 1 zeigt, im Beschickungskasten
17 senkrecht übereinander. Der lose in den Führungskasten16 eingeschobene
Beschickungskasten 17 kann noch durch einen umlegbaren Hebel 29, eine
Platte od. dgl. in seiner Lage so festgeklemmt werden, daß er nicht verrutschen
kann. Der Sortiererin steht ferner am Sortiertisch ein Anschreibebord
30 zum Auflegen von Zetteln zur Verfügung. Ferner ist noch neben dem Führungskasten
16 eine kleinere leicht in Richtung des Füllraumes 12 geneigte Auflagefläche
31 zum Aufsetzen mehrerer übereinandergestapelter Förderkästen
32 (s. Abb. 3)
für aussortierte Wäschestücke, beispielsweise Buntwäsche,
Strickwaren od. dgL, vorgesehen. Ist der Bdschickungskasten 17 mit einer
Partie Wäsche gefüllt, so wird er seitlich in Richtung des Pfeiles A herausgezogen.
Um das Befördern des Beschickungskastens 17 zu erleichtern, ist ein herausziehbares
Stützmittel 33, z. B. ein Stab, unterhalb des Führungskastens 16
vorgesehen,
der gegebenenfalls mit den seitlichen herausziehbaren Beschickungskästen
17 durch eine Anschlagnase 33 a kuppelbar ist.
-
Nach Herausziehen des Beschickungskastens in Richtung des Pfeiles
A, also nach vorn, kann der Kasten 17 dann über den herausgenommenen
Stab 33, wie in Ab b. 1 strichpunktiert gezeigt, gekippt werden.
-
Aus Ab b. 5 ist ferner zu ersehen, daß der Beschickungskasten
17 an der Rückwand - also dem offenen Stimende des Kastens gegenüber
- einen Handgriff oder eine Grifföffnung 17c aufweisen kann, um den gefüllten
Kasten leicht anzuheben und auf ein Fördennittel legen zu können. Durch dieses Fördermittel
wird er dann zu der Waschmaschine gebracht. Zweckmäßig wird eine Mehrzahl von Beschickungskästen
17 gleichzeitig durch das Fördermittel, einen Wagen od. dgL, zur Waschmaschine
befördert, so daß dem Wäscher immer zum Füllen der Waschmaschine genügend mit Wäsche
angefüllte Kästen 17 zur Verfügung stehen.
-
Unterhalb des Anschreibbords können, wie A b b. 7 zeigt,
noch mehrere Fächer 30 a, 30 b, 30 c
usw. für Schreibzettel
od. dgl. am Sortiertisch vorgesehen sein.