[go: up one dir, main page]

DE1298718B - Treibmittel fuer Polymere - Google Patents

Treibmittel fuer Polymere

Info

Publication number
DE1298718B
DE1298718B DEW37300A DEW0037300A DE1298718B DE 1298718 B DE1298718 B DE 1298718B DE W37300 A DEW37300 A DE W37300A DE W0037300 A DEW0037300 A DE W0037300A DE 1298718 B DE1298718 B DE 1298718B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
impact
diester
resistant
weight
test
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW37300A
Other languages
English (en)
Inventor
Mageli Orville Leonard
Schack H Norman
Sheppard Chester Stephen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
US Filter Wallace and Tiernan Inc
Original Assignee
Wallace and Tiernan Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wallace and Tiernan Inc filed Critical Wallace and Tiernan Inc
Publication of DE1298718B publication Critical patent/DE1298718B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/06Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a chemical blowing agent
    • C08J9/10Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a chemical blowing agent developing nitrogen, the blowing agent being a compound containing a nitrogen-to-nitrogen bond
    • C08J9/102Azo-compounds
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S521/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S521/908Nucleating agent for cellular product
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S521/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S521/909Blowing-agent moderator, e.g. kickers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß bestimmte Diester von Azodiameisensäure (Azodicarbonsäure) Treibmittel zum Verschäumen von Polymeren darstellen. Die Treibwirkung von Estern von Azodiameisensäure kann durch die Gegenwart eines Aktivierungsmittels — einer Metallverbindung mit den Eigenschaften einer nicht neutralisierten Lewissäure — gesteigert werden. Man kann jedes Polymere verschäumen, dessen Viskositätseigenschaften bei der Treibtemperatur die Ausdehnung der Schmelze oder ein Zurückhalten des freigesetzten Gases zulassen, z. B. Polyolefine, synthetische und natürliche Kautschuksorten, Vinylhalogenide, Vinylester, Celluloseester, Celluloseäther, zu Siliconelastomeren härtbare Massen und Siliconelastomere, Nitrilkautschuke, gesättigte oder ungesättigte aliphatische und aromatische Polyester, Polyäther, Polyamide, Polyurethane, Phenolharze und Epoxyharze.
Die Wirksamkeit der Gasfreisetzung je Gewichtseinheit der Azodiformiate ist im Fall der niedermolekularen Estergruppen, z. B. bei Dimethylazodiformiat und Diäthylazodiformiat, am größten. Diese Azodiformiate sind jedoch in einem Ausmaß schlagempfindlich, das ihre technische Verwendung als Treibmittel praktisch ausschließt.
Erfindungsgegenstand ist die Verwendung eines schlagempfindlichen Diesters der Azodiameisensäure, dessen veresternde Gruppen Methyl-, Äthyl-, Allyl-, Halogenmethyl-, Alkylen-, Oxyalkylen- oder Thioalkylengruppen sind, wobei die Alkylengruppen 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, als Treibmittel für Polymere, dadurch gekennzeichnet, daß man den Ester in Form einer schlagfesten Mischung aus 15 bis 85 Gewichtsprozent Ester und 85 bis 15 Gewichtsprozent eines schlagfesten Materials verwendet.
Die Ausdrücke »schlagempfindlich« und »schlagfest« werden hier unter Bezugnahme auf die von N ο 11 e r und B ο η t ο η in »Analytical Chemistry«, Bd. 35, S. 889 (1963), beschriebenen Standardprüfungen mit einem fallenden Gewicht und einer Bleirohrdeformation verwendet. Bei der Bleirohrdeformationsprüfung (LPD-Test) werden 10 g des Prüfmaterials in ein Glasrohr eingebracht, worauf eine elektrische Zündkapsel Nr. 6 in dem Material angeordnet, das Glasrohr in ein eng passendes Bleirohr eingebracht und die Kapsel detoniert wird. Der Zustand des Rohrs bestimmt die Einstufung des Ma-' terials.
Es ist bekannt, schlagempfindliche explosive Stoffe zur ungefährlicheren Handhabung mit Lösungs- oder Absorptionsmitteln zu verdünnen. Beispiele hierfür sind Collodiumwolle und Dynamit, die jedoch nicht schlagfest im Sinne der hierin gegebenen Definition dieses Ausdrucks sind. Im Hinblick darauf, daß bei den bekannten schlagempfindlichen Stoffen durch Zusatz von schlagfesten Stoffen Produkte erhalten werden, die sich bei der Fallprüfung und der Bleirohrdeformationsprüfung als nicht schlagfest erweisen, ist es überraschend, daß im Fall der schlagempfindlichen Ester der Azodiameisensäureester durch Zusatz von schlagfesten Stoffen, zum Teil bereits in so geringen Mengen wie 10 Gewichtsprozent, Zusammensetzungen'erhalten werden, die sich bei der Bleirohrdetonationsprüfung wie Wasser verhalten. Außerdem ist es überraschend, daß die erfindungsgemäßen schlagfesten Azodiformiatzusammensetzungen auch dann noch wirksame Treibmittel für das Verschäumen von Polymeren sind, wenn ihr Gehalt an schlagfestem Material verhältnismäßig hoch ist und beispielsweise 65 Gewichtsprozent beträgt.
Die erfindungsgemäß verwendeten Azodiformiate sind Diester von Azodiameisensäure oder, anders ausgedrückt, Diester mit der difunktionellen Gruppe
O O
I! Il
—O—C-N=N-C-O-
a) Die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltenen Diester können die einfachen Diester von Azodiameisensäure der Formel I
O O
Il 11
R-O-C-N = N-C-O-R (I)
sein, worin R eine Estergruppe, und zwar eine Methyl-, Äthyl-, Allyl- oder Halogenmethylgruppe ist. Beispiele für solche einfachen Diester sind unter anderem Dimethylazodiformiat, Diäthylazodiformiat und Diallylazodiformiat.
b) Die Diester können auch durch eine Estergruppe verbundene.bis-Azodiformiate der Formel II
OO OO
H3-C-O —C-N = N-C — 0—A — O — C —N = N-C-O —CH3 (II)
sein, worin A eine Alkylen-, Oxyalkylen- oder Thioalkylengruppe mit 2, 3 oder 4 Kohlenstoffatomen ist. Beispiele für solche Gruppen sind Äthylen (— CH2CH2—), Propylen (-CH2CH2CH2-), n-Butylen, Oxydiäthylen (CH2CH2-O-CH2CH2-) und Thiodiäthylen (— CH2CH2 — S — CH2CH2 —). Diese Klasse von Diestern wird durch folgende Verbindung veranschaulicht: Äthylen-bis-(methylazodiformiat).
c) Die Diester können ferner Polyesterkondensate aus der Umsetzung einer die difunktionelle Azodicarbonsäuregruppe liefernden Verbindung und einer eine difunktionelle Estergruppe liefernden Verbindung sein, beispielsweise aus Azodiameisensäure und einem Glykol mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Im Fall der (— CH2CH2 —)-Estergruppe kann man die sich wiederholenden Einheiten, aus denen das Produkt aufgebaut ist, folgendermaßen schreiben:
(IH)
— [θ — C — N = N-C — O — CH2CH2J-
In dem Polyesterprodukt sind wenigstens drei solcher Einheiten zugegen. Die Kettenlänge läßt sich steuern durch Einführung einer kettenabbrechenden Verbindung, die eine eine monofunktionelle Estergruppe, und zwar eine Methyl-, Äthyl-, Allyl-,
Halogenmethyl- oder Halogenäthylgruppe liefernde Verbindung darstellt, in die zum Polyester führende Kondensationsreaktion.
Die erfindungsgemäß zu verwendende Mischung besteht im wesentlichen aus einem innigen Gemisch eines schlagfesten Materials mit einem oder mehreren der normalerweise schlagempfindlichen oben definierten Diester. Das Gemisch kann eine Lösung, d. h. ein homogenes Gemisch, oder ein heterogenes Gemisch sein, z. B. aus einem festen Diester im Gemisch mit einem festen Material oder aus einem flüssigen Diester und einem festen Träger, woran er adsorbiert ist.
Das Mengenverhältnis von Material und Diester in der Zusammensetzung hängt hauptsächlich von dem Diester und ferner von dem Material sowie dem erwünschten Grad der Schlagfestigkeit ab.
Eine Ausführungsform enthält als schlagfestes Material ein flüssiges Lösungsmittel für den Diester. Jode organische Flüssigkeit, die nicht schlagempfindlich ist, das erforderliche Lösungsvermögen für den jeweiligen Diester besitzt und damit nicht reagiert, beispielsweise ein schlagfester Azodiformiatdiester, kann dafür verwendet werden. Alle üblichen organischen Lösungsmittel können verwendet werden, beispielsweise flüssige Paraffine, Cycloparaffine und Aromaten, unter anderem Pentan, Heptan, Cyclohexan, Benzol und Toluol, einwertige Alkohole, wie Methanol, Äthanol und Isopropanol, mehrwertige Alkohole und Ätheralkohole, Äther, Ketone, halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid und Tetrachlorkohlenstoff, heterocyclische Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, und Ester, wie Äthylacetat.
Besonders vorteilhafte Lösungsmittel sind Stoffe mit Weichmachereigenschaften.
Der Diester wird zweckmäßigerweise in dem Weichmacher gelöst, der für die Herstellung des zu verschäumenden Plastisols eingesetzt wird. Geeignete Weichmacher sind die Phthalate, der Dioctyl-, Dicapryl-, Diisodecyl-, Diallyl-, Butyl-benzyl und Dimethyläther von Äthylenglycol, Dibutyl, Dihexyl und Dioctyl-sebacat, Triäthylcitrat, Tricresylphosphat, chlorierte Biphenyle und Weichmacher vom Epoxytyp.
Die Menge an organischem Lösungsmittel, die erforderlich ist, um der Zusammensetzung einen brauchbaren Grad an Schlagfestigkeit zu verleihen, hängt hauptsächlich von der Art des Diesters ab. Im allgemeinen ist das Gewichtsverhältnis von Lösungsmittel zu Diester in der Lösung 25 bis 65 zu 76 bis 35.
Ist das schlagfeste Material eine feste Substanz, dann hat sich ein inniges Gemisch aus feinverteiltem festem Diester und feinverteiltem festem, schlagfestem Material als zweckmäßig erwiesen. Jede feste Substanz, die schlagfest und gegenüber dem Diester inert ist, kann verwendet werden. In manchen Fällen kann der Diester so fein verteilt sein, daß er eine Beschichtung auf dem festen Material mit größerer Teilchengröße ausbildet, wodurch ein Gemisch entsteht, das beim Lagern keine Trennung erfährt.
Im Fall der flüssigen Diester ist es bevorzugt, die Flüssigkeiten an dem festen Träger zu adsorbieren. Hierbei kann es sich um eine einfache Oberflächenadsorption auf einer feinverteilten festen Substanz oder um eine Adsorption durch eine poröse feste Substanz handeln.
Beispiele für schlagbeständige feste Stoffe sind Siliciumdioxyd, Kieselsäuregel und insbesondere die Siliciumdioxydaerosole, Aktivkohle, Ruß, Diatomeenerde, wie Kieselgur, Perlit, natürliche Ton-Sorten, wie Kaolin, Bentonit und Fullererde, synthetische Tonsorten, kristalline poröse Zeolithe, Aluminiumoxyd, Talcum, Aluminiumsilicat, Titandioxyd und Calciumcarbonat.
Im allgemeinen ist das Gewichtsverhältnis von festem Träger zu Diester 25 bis 65 zu 75 bis 35.
Die feste Mischung ist besonders vorteilhaft zum Verschäumen von Polymeren, die keine Weichmacher benötigen, z. B. Kautschuk und Polyäthylen. Sie laßt sich ohne Schwierigkeiten in das Polymere einwalzen, und man erhält dadurch eine gleichmäßige Dispersion.
Beispiel 1
Dimethylazqdiformiat
a) Bei der Standard-Fallprüfung wurden 0,03 ml Dimethylazodiformiat der Schlagwirkung eines 5-kg-Gewichts aus einer Fallhöhe von 12,7 mm unterworfen. Der Diester detonierte mit großer Lautstärke.
b) Zwei kleine Tropfen dieses Diesters wurden in eine Schale eingebracht, worauf eine Flamme direkt auf die Tropfen gerichtet wurde. Die Tropfen entzündeten sich und explodierten sofort mit großer Lautstärke.
c) Es wurde eine Lösung aus 80 Gewichtsprozent dieses Diesters und 20 Gewichtsprozent Dioctylphthalat hergestellt. Bei der Fallprüfung erfolgte keine Detonation der der Prüfung unterworfenen Probe bei einer Fallhöhe von 254 mm.
d) Es wurde eine Lösung von 85% dieses Esters und 15% Benzol hergestellt. Diese Lösung war bei der Fallprüfung bei einer Fallhöhe von 254 mm schlagfest.
e) Eine Lösung von 90% dieses Esters und 10% Methylenchlorid erwies sich bei der Fallprüfung bei einer Fallhöhe von 254 mm als schlagfest.
f) Eine Lösung von 38% dieses Diesters in 62% Dioctylphthalat erwies sich bei der Bleirohrdetonationsprüfung als schlagfest. Sie ergab bei dieser Prüfung die gleiche Rohrdeformation wie Wasser.
g) Es wurde ein festes Gemisch mit einem Gewichtsverhältnis von 50 : 50 aus diesem Diester und Siliciumdioxydaerosol hergestellt. Diese Zusammensetzung war sowohl bei der Fallprüfung als auch bei der Bleirohrdetonationsprüfung schlagfest.
h) Es wurde ein festes Gemisch mit einem Gewichtsverhältnis von 50 : 50 aus diesem Diester
ss und Diatomeenerde hergestellt. Diese Zusammensetzung erwies sich sowohl bei dem Fälltest als auch bei der Bleirohrdetonationsprüfung als schlagfest.
Beispiel 2
Diäthylazodiformiat
a) Das Verhalten von Diäthylazodiformiat bei der Bleirohrdetonationsprüfung entsprach demjenigen
von Ammoniumnitrat.
b) Eine Lösung aus 90 Gewichtsprozent dieses Diesters und 10 Gewichtsprozent Dioctylphthalat konnte bei der Bleirohrdetonationsprüfung nicht
zur Detonation gebracht werden. Die Lösung verhielt sich wie Wasser.
c) Ein festes Gemisch mit einem Gewichtsverhältnis von 50 : 50 aus diesem Diester und Cab-O-Sil-Siliciumdioxyd erwies sich bei der Bleirohrdetonationsprüfung als schlagfest.
Herstellungsweisen
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Diester ίο können nach bekannten Arbeitsweisen hergestellt werden. Kurze Darstellungen dieser bekannten Arbeitsweisen sind in der deutschen Auslegeschrift 1289 531 beschrieben. Eine bevorzugte Arbeitsweise zur Herstellung von Dimethylazodiformiat wird im folgenden angegeben:
Herstellung von Dimethylazodiformiat
Eine Lösung von 105,7 g Hydrazin in 1500 ml Wasser wurde bei etwa 10° C unter kräftigem Rühren mit 673 g Chlorameisensäuremethylester versetzt. Nach Zugabe der Hälfte des Methylchlorformiats (336,5 g) wurde mit der Zugabe von 367,6 g Natriumcarbonat in Pulverform begonnen, die gleichzeitig mit der Zugabe des weiteren Chlorameisensäureesters erfolgte. Die Gesamtzugabedauer betrug etwa 1 Stunde.
Nach weiterem 15minutigem Rühren wurden 786 ml Methylenchlorid zugesetzt. Unter Aufrechterhai tung einer Temperatur von 0 bis 5°C wurden 258 g Chlorgas unter Rühren mit der gleichen Geschwindigkeit eingeführt, mit der es vollständig absorbiert wurde. Nach der Phasentrennung wurde die untere orangenfarbene Methylenchloridschicht abgezogen und mit einer 15°/oigen Natriumchloridlösung und dann mit einer 10%igen Natriumbicarbonatlösung gewaschen. Dann wurde die Lösung über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Methylenchlorid unter vermindertem Druck (20 mm Hg) bei 40° C entfernt. Man erhielt 454 g Dimethylazodiformiat mit einer Reinheit von etwa 97,5%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung eines schlagempfindlichen Diesters der Azodiameisensäure, dessen veresternde Gruppen Methyl-, Äthyl-, Allyl-, Halogenmethyl-, Alkylen-, Oxyalkylen- oder Thioalkylengruppen sind, wobei die Alkylengruppen 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, als Treibmittel für Polymere, dadurch gekennzeichnet, daß man den Ester in Form einer schlagfesten Mischung aus 15 bis 85 Gewichtsprozent Ester und 85 bis 15 Gewichtsprozent eines schlagfesten Materials verwendet.
DEW37300A 1963-08-01 1964-08-01 Treibmittel fuer Polymere Pending DE1298718B (de)

Applications Claiming Priority (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US29915263A 1963-08-01 1963-08-01
US29916163A 1963-08-01 1963-08-01
US329301A US3347845A (en) 1963-08-01 1963-12-09 Shock stable azodiformate esters
US33712464A 1964-01-13 1964-01-13
US380939A US3306862A (en) 1963-08-01 1964-07-07 Gas-producing compositions and method of making cellular bodies

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1298718B true DE1298718B (de) 1969-07-03

Family

ID=27540848

Family Applications (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW37300A Pending DE1298718B (de) 1963-08-01 1964-08-01 Treibmittel fuer Polymere
DEW37299A Pending DE1295836B (de) 1963-08-01 1964-08-01 Treibmittel fuer Polymere
DEW37301A Pending DE1289531B (de) 1963-08-01 1964-08-01 Verfahren zur Herstellung von Azodiameisensaeurediestern

Family Applications After (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW37299A Pending DE1295836B (de) 1963-08-01 1964-08-01 Treibmittel fuer Polymere
DEW37301A Pending DE1289531B (de) 1963-08-01 1964-08-01 Verfahren zur Herstellung von Azodiameisensaeurediestern

Country Status (5)

Country Link
US (2) US3347845A (de)
BE (3) BE651278A (de)
DE (3) DE1298718B (de)
GB (3) GB1034575A (de)
NL (3) NL6408827A (de)

Families Citing this family (18)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3428583A (en) * 1966-02-24 1969-02-18 Nat Poly Chem Inc Method of foaming and crosslinking polyolefins using polyazodiformate compounds
US3522233A (en) * 1967-11-21 1970-07-28 Pennwalt Corp Aliphatic azo formates and formamides
US3937761A (en) * 1970-11-09 1976-02-10 Pennwalt Corporation Symmetrical bis(unsymmetrical tertiary-alkyl and tertiary- aralkyl azo) compounds
US3888801A (en) * 1973-04-26 1975-06-10 Uniroyal Inc Gas-expanding polymers using hydrazodicarboxylates
GB1475880A (en) * 1973-05-25 1977-06-10 Minnesota Mining & Mfg Sorbent thermoset foam materials
JPS5634864B2 (de) * 1973-05-30 1981-08-13
GB1510301A (en) * 1974-01-03 1978-05-10 Minnesota Mining & Mfg Protection of metals or metal-containing items from atmospheric corrosion
DE2444991C2 (de) * 1974-09-20 1983-12-01 Ciba-Geigy Marienberg GmbH, 6147 Lautertal Schäumbare Kunststoffmischung und Verfahren zur Herstellung von geschäumten Gegenständen aus Kunststoffen
US4376752A (en) * 1975-09-02 1983-03-15 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Foam encapsulated targets
US4129531A (en) * 1977-12-14 1978-12-12 Pennwalt Corporation Crosslinking of polymers with azo-esters
US4394460A (en) * 1980-12-08 1983-07-19 Allied Corporation Ethylene-chlorotrifluoroethylene copolymer foam
US4331619A (en) * 1980-12-08 1982-05-25 Allied Corporation Ethylene-chlorotrifluoroethylene copolymer foam
WO1993013768A1 (en) * 1992-01-06 1993-07-22 Ariad Pharmaceuticals, Inc. Therapeutic uses of thiol-oxidizing agents and sulfhydryl-alkylating agents
JP4094654B1 (ja) * 2007-01-31 2008-06-04 東洋化成工業株式会社 アゾジカルボン酸ビス(2−アルコキシエチル)エステル化合物、その製造中間体
CN101717348B (zh) * 2009-12-03 2012-05-23 常州南京大学高新技术研究院 一种偶氮二甲酸二异丙酯的合成方法
CN103044288A (zh) * 2012-12-06 2013-04-17 浙江工业大学 从Mitsunobu反应废渣中再生偶氮二甲酸二异丙酯和三苯基膦的方法
CN104478758A (zh) * 2014-11-24 2015-04-01 苏州乔纳森新材料科技有限公司 偶氮二甲酸二异丙酯的合成方法
FI129671B (fi) 2019-09-09 2022-06-30 Konecranes Global Oy Nostimen köysikiinnitysjärjestely

Family Cites Families (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2075543A (en) * 1934-07-10 1937-03-30 Union Carbide & Carbon Corp Stabilization of vinyl resins and compositions produced thereby
US2446976A (en) * 1944-08-28 1948-08-10 Wingfoot Corp Stabilization of vinyl resins
US2903361A (en) * 1956-01-12 1959-09-08 Wallace & Tiernan Inc Procedures and compositions for the treatment of flour
US2901446A (en) * 1956-03-08 1959-08-25 Whiffen And Sons Ltd Process for producing rigid expanded polyvinyl chloride
NL224696A (de) * 1957-02-07
US2945828A (en) * 1957-02-20 1960-07-19 Western Electric Co Composite materials for producing cellular polyethylene articles
US2964799A (en) * 1957-06-06 1960-12-20 Us Rubber Co Method of making plastic foam laminates
US3017371A (en) * 1958-10-09 1962-01-16 Monsanto Chemicals Expandable composition consisting essentially of polyolefin, metal soap and p, p'-oxybis (benzene sulfonyl hydrazide), process for preparing same and wire coated with same
US3017406A (en) * 1959-01-05 1962-01-16 Wallace & Tiernan Inc Manufacture of azo compounds
US3197423A (en) * 1961-01-10 1965-07-27 Carlisle Chemical Works Manufacture of cellular polyvinyl chloride
FR1350696A (fr) * 1962-11-09 1964-01-31 Procédé relatif à la fabrication d'articles en résine expansée, en particulier flotteurs et analogues et produits ainsi obtenus

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Also Published As

Publication number Publication date
DE1289531B (de) 1969-07-31
GB1016250A (en) 1966-01-05
NL6408826A (de) 1965-02-02
BE651276A (de) 1965-02-01
GB1012264A (en) 1965-12-08
BE651277A (de) 1965-02-01
GB1034575A (en) 1966-06-29
BE651278A (de) 1965-02-01
DE1295836B (de) 1969-05-22
US3347845A (en) 1967-10-17
NL6408827A (de) 1965-02-02
NL6408825A (de) 1965-02-02
US3306862A (en) 1967-02-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1298718B (de) Treibmittel fuer Polymere
DE69309969T2 (de) Sprengstoffzusammensetzung mit unempfindlicher hoher sprengkraft
DE69423626T2 (de) Gaserzeugende rückstandsfreie azidfreie zusammensetzung
DE3620024C2 (de)
EP0256355A2 (de) Polyurethan-Prepolymere auf Basis oleochemischer Polyole, ihre Herstellung und Verwendung
EP0691317A2 (de) Gaserzeugendes, azidfreies Stoffgemisch
DE69411691T2 (de) Elastomere-Thermoplaste-Bindemittel enthaltende gaserzeugende pyrotechnische Zusammensetzung zur Herstellung eines reinen, nicht toxischen Gases
DE4446976B4 (de) Feste pyrotechnische Zusammensetzungen mit thermoplastischem Bindemittel und Weichmacher auf der Basis von Silylferrocen-Polybutadien
EP0092740A2 (de) Neue Treibmittelkombination auf Basis von Azodicarbonamid, deren Herstellung und Verwendung zur Verschaumung von Kunststoffen
DE69808494T2 (de) Chemische verbindung, diese chemische verbindung enthaltender sprengstoff und verwendung dieser verbindung in gasgeneratoren
DE3842838C1 (de)
DE60006503T2 (de) Verfahren zur reinigung von propylenoxid
DE1930546B2 (de) Schaumstabilisierung bei der herstellung von schaumstoffen auf polyesterbasis
DE2754855C2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Druckabhängigkeit des Abbrandverhaltens von Festtreiboder Rohrwaffentreibmittel und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Treibmittel
DE1231895B (de) Herstellen von schaumfoermigen Polyester-Formteilen
DE2249638B2 (de) Phlegmatisierter roter Phosphor
DE1236185B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffen
DE69019601T2 (de) Ester von Glycidylazid enthaltenden Polymeren.
DE2534793C3 (de) Feuerhemmende Zubereitungen für Polyurethane
DE2329558A1 (de) Giessfaehige gasgeneratortreibstoffe
DE60012933T2 (de) Zusammengesetztes, gaserzeugendes material für gasbetriebene fahrzeugsicherheitseinrichtungen
DE2307387B2 (de) Verwendung einer Dicyclopentadienyleisenverbindung als Rauchunterdrückungszusatz in Polyvinylchlorid oder Polyurethan
US2513632A (en) Vinyl polymers plasticized with chlorinated hydrocarbons
EP2738238A1 (de) Polymere Flammschutzmittel, Verfahren zu deren Herstellung und flammgeschützte Polymersysteme
DE1301506B (de) Verfahren zur Herstellung eines Zellkautschuks