DE1294112B - Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin- und hergehenden Teilen von Werkzeugmaschinen - Google Patents
Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin- und hergehenden Teilen von WerkzeugmaschinenInfo
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Description
1 2
Es ist bekannt, daß man zum Schutz der Gleit- den nach vorn konvexen Faltkanten 13 in F i g. 1 liebahnen
von hin- und hergehenden Teilen von Werk- gen natürlich nach vorn konkave Faltkanten 14. Bei
zeugmaschinen in großem Umfang Faltenbälge ver- der Faltungsart nach F i g. 2 gehen dagegen die nach
wendet. oben konvexen Faltkanten 12 auf der Oberseite des
Die ideale Arbeitsweise derartiger Faltenbälge 5 Balgs in nach vorn konkave Faltkanten 15 auf der
würde darin bestehen, daß beim Ausziehen des Balgs Balgvorderfläche über, zwischen denen natürlich
die senkrecht zur Auszugsrichtung verlaufenden FaIt- dann nach vorn konvexe Faltkanten 16 liegen,
kanten des Balgwerkstoffs, die im zusammengescho- Erfahrungsgemäß tritt bei einem Balg der in Fig. 2
benen Zustand des Balgs genau parallel zueinander dargestellten Faltungsart beim Ausziehen insofern
liegen, ihren gegenseitigen Abstand genau oder wenig- io die umgekehrte Wirkung auf als bei dem Balg nach
stens annähernd gleichförmig vergrößern und dabei F i g. 1, als die Balgvorderfläche sich bei Annäherung
ihre zueinander parallele Lage beibehalten. an den Zustand maximalen Balgauszugs in der Rich-
Diese trivial klingenden Forderungen lassen sich in tung des Pfeiles Q ausbiegt. Auch dabei handelt es
der Praxis zum Teil nur durch verhältnismäßig kost- sich also um eine Erscheinung, die beim Ausziehen
spielige und nicht überall anwendbare Konstruk- 15 eines Balges auftritt und für die charakteristisch ist,
tionen erfüllen. daß die Kanten 15 und 16 in der Mitte der Balg-Einige Spezialfälle, in denen die in der Praxis auf- vorderfläche im voll ausgezogenen Zustand des Balgs
tretende Abweichung von der oben definierten und nicht mehr parallel zu den entsprechenden Kanten an
offensichtlich idealen Arbeitsweise besonders störend den Enden des betreffenden Balgabschnitts bleiben,
sind, sollen im folgenden zunächst erläutert werden. 20 Ein anderer Fall einer unerwünschten Bewegung
In F i g. 1 ist in perspektivischer Darstellung ein beim Ausziehen eines Faltenbalgs ist in F i g. 3 und 4
Teil eines Faltenbalgs gezeigt, der auch zwei bei der- veranschaulicht. F i g. 3 und 4 zeigen einen Abschnitt
artigen Bälgen bekanntlich vielfach verwendete so- eines Balges, der in F i g. 1 dargestellten Faltungsart
genannte Reiter erkennen läßt. Faltenbälge der in von der Seite gesehen, d. h. senkrecht zur Längsrich-
F i g. 1 veranschaulichten Form mit Unterteilung 25 tung der Gleitbahnen betrachtet. Durch die punktier-
durch mehrere Reiter werden bekanntlich vielfach ten Linien 17 ist angedeutet, daß links von dem Reiter
zum Schutz der horizontal verlaufenden Gleitbahnen 10 und rechts von dem Reiter 11 der betreffende Balg
von hin- und hergehenden Teilen von Werkzeug- sich noch fortsetzen möge. Wenn beim Ausziehen des
maschinen verwendet. Wenn ein Balg nach Fig. 1 Balgs in Fig. 3 der Abstand der Reiter 10 und 11
aus seiner vollkommen zusammengeschobenen Stel- 30 sich vergrößert, sollen die dargestellten Balgfalten 13
lung, bei der also der Reiter 10 und der Reiter 11 im Idealfall stets genau senkrecht verlaufen, während
nahe benachbart sind und der Balgwerkstoff zwischen es in der Praxis gelegentlich vorkommt, daß der eine
diesen Reitern eng zusammengefaltet ist, ausgezogen der Reiter, also beispielsweise der rechte Reiter, in die
wird, so sollen sich nach der eingangs erwähnten in F i g. 4 dargestellte gekippte Lage kommt, in wel-
trivial klingenden Forderung, die nach oben kon- 35 eher natürlich von einem genau senkrechten Verlauf
vexen Faltkanten 12 genau parallel zueinander be- der Faltkanten 13 an der Vorderfläche des Balgs nicht
wegen, derart, daß der gegenseitige Abstand je zweier mehr die Rede sein kann. Der Balg wird daher bei
betrachteter Faltkanten 12 bei allen Falten zwischen einer Kippung des Reiters 11 so deformiert werden,
den Reitern 10 und 11 jeweils derselbe ist. Desglei- wie es in F i g. 4 schematisch dargestellt ist, d. h. daß
chen sollen sich die senkrechten Faltkanten 13 und 14 40 die Kanten 13 an der Balgvorderseite nach oben kon-
auf der dem Beschauer zugewendeten Seite des Balg- vergieren.
werkstoffs in Fig. 1 beim Ausziehen des dargestellten Es ist bereits bekannt bei einem Faltenbalg der in
Balgabschnitts genau parallel zueinander bewegen, F i g. 1 dargestellten Bauart in jede einzelne Balgfalte
und die gegenseitigen Abstände aller Faltkanten sol- eine Haarnadelfeder einzubauen, bei der ähnlich wie
len gleichmäßig zunehmen, und insbesondere sollen 45 bei einer Sicherheitsnadel der Federdraht zwischen
alle Faltkanten der dem Beschauer zugewendeten seinen langen Schenkeln anderthalb Windungen
Vorderseite des Balgs genau senkrecht verlaufen. Er- durchläuft. Es sind daher Faltenbälge, bei welchen
fahrungsgemäß ist diese letztere Forderung aber prak- die einzelnen Balgfalten getrennte, sich ihrem Austisch
keineswegs mit der gewünschten Genauigkeit er- ziehen widersetzende federnde Elemente besitzen, als
füllt, sondern es zeigt sich vielmehr, daß bei der in 50 bekannt vorauszusetzen.
F i g. 1 dargestellten Faltungsart beim Ausziehen des Es ist ferner bereits bekannt, bei einer auszieh-Balgs,
die dem Beschauer zugewendete Balgvorder- baren satteldachartigen Schutzabdeckung den Scharseite
sich bei Annäherung an ihre Stellung maximalen nieren zwischen den Dachflächen durch eine UmAuszugs
in der Richtung des Pfeiles P durchbiegt, hüllung aus Gummi federnde Eigenschaften zu verwas
insofern sehr störend sein kann, als dann die 55 leihen, so daß also auch hier die einzelnen Balgfalten
vordere Balgwand mit ihrer Innenseite leicht an den getrennte, sich ihrem Ausziehen widersetzende fe-Gleitbahnen
der Werkzeugmaschine scheuern und da- dernde Elemente besitzen,
durch beschädigt werden kann. Außerdem sind bei der erwähnten ausziehbaren
durch beschädigt werden kann. Außerdem sind bei der erwähnten ausziehbaren
Eine ähnliche Erscheinung wie die soeben an Hand satteldachartigen Schutzabdeckung Auszugsperren in
der F i g. 1 besprochene Durchbiegung der vorderen 60 Form von Gurtbändern bekannt, welche ein Aus-Balgwand
in Richtung des Pfeiles P tritt auch bei der ziehen der Schutzabdeckung über eine gewisse Lage
in F i g. 2 dargestellten abweichenden Faltungsart auf. hinaus, in der die Satteldachform noch deutlich aus-
Eine genauere Betrachtung der F i g. 1 und 2 läßt geprägt ist, verhindern.
die Unterschiede in der Faltungsart deutlich erkennen. Schließlich ist es bekannt, bei einem aus einzelnen
Bei der in Fig. 1 dargestellten Faltungsart gehen die 65 schmalen Stahlblättern bestehenden Schutzfaltenbalg
nach oben konvexen Faltkanten 12 auf der Oberseite die Stahlblätter an denjenigen Stellen, an denen sich
des Balgs unmittelbar in nach außen konvexe FaIt- bei Faltenbälgen aus Leinwand die Faltkanten befin-
kantenl3 auf der Balgvorderwand über. Zwischen den, mittels U-förmiger Schienen zusammenzuklem-
3 4
men und durch Nieten oder Schweißpunkte noch zu- die Erreichung einer so verhältnismäßig weitgehensätzlich
miteinander zu verbinden. den Streckung des Blattes 25, wie sie in Fig. 8 an-
Zur Vermeidung solcher Unzuträglichkeiten, wie gedeutet ist, erfordert eine verhältnismäßig große
sie als Beispiel an Hand der Fig. 1 bis4 vorstehend Kraft.
geschildert worden sind, d. h. zur Sicherstellung eines 5 Bevor nun auf weitere Einzelheiten der Erfindung,
zueinander parallelen Verlaufs der Faltkanten und beispielsweise auf die Art und Weise der Befestigung
einer wenigstens annähernd gleichförmigen öffnung des Blattes 25 an den Faltkanten 18 in F i g. 5 einder
Falten eines Faltenbalgs beim Ausziehen dessel- gegangen werden soll, sei erläutert, daß man durch
ben, sollen, ausgehend von einem Faltenbalg, bei wel- den Einbau eines so überraschend einfachen Bauchem
die einzelnen Balgfalten getrennte, sich ihrem io elementes, wie es das Blatt 25 darstellt, in den Balg
Ausziehen widersetzende federnde Elemente besitzen, die oben an Hand der F i g. 1 bis 4 geschilderten Abgemäß
der Erfindung an den nach der Balginnenseite weichungen von einem genau parallelen Verlauf der
konvexen Faltkanten Blätter aus einem faltbaren Faltkanten und einem gleichförmigen Auszug des beWerkstoff,
der begrenzt elastisch, jedoch zäh und treffenden Balgabschnitts tatsächlich weitgehend verweitgehend
steif ist, vorzugsweise Blätter aus einem 15 meiden kann. Die weitgehend gestreckte Lage des
Balgwerkstoff befestigt sein, die längs einer in der Blattes 25 in F i g. 8 und die dabei von dem Blatt auf
Mitte zwischen den erwähnten konvexen Faltkanten die benachbarten Balgkanten 18 ausgeübte Zugkraft
liegenden Linie im gleichen Sinn gefaltet sind wie der streckt die Vorderwand des Balgs in F i g. 1 und 2,
zwischen diesen konvexen Faltkanten liegende Schutz- d. h. wirkt der Durchbiegung in Richtung des Pfeibalg
selbst, und es sollen diese Blätter in an sich be- 30 les P bzw. Q in ähnlicher Weise entgegen, wie die Erkannter
Weise senkrecht zu den erwähnten konvexen höhung der Spannung eines Wäscheseils dem Durch-Faltkanten
eine Abmessung besitzen, die im gestreck- hang des Seils infolge des Gewichtes der Wäsche,
ten Zustand wesentlich kleiner ist als die gesamte Jedoch ist auch die Erhöhung der eigenen Elastizi-
ten Zustand wesentlich kleiner ist als die gesamte Jedoch ist auch die Erhöhung der eigenen Elastizi-
Breite der zugehörigen Falte des Schutzbalgs im ge- tat des Schutzbalgs vom Beginn des Ausziehens an ein
streckten Zustand. 25 erwünschter Effekt der erfindungsgemäßen Blätter.
Eine Ausführungsform der Erfindung sei im folgen- Einer Formänderung des Balgs entsprechend der
den an Hand der Zeichnung erläutert. In F i g. 5 ist F i g. 4 wirkt das Blatt 25 vermöge seiner Steifigkeit
eine einzige Falte an der in F i g. 1 nicht sichtbaren und vermöge seiner relativ großen Ausdehnung in
Rückseite des Balgs, von der Balginnenseite aus ge- senkrechter Richtung ebenfalls entgegen, so daß auch
sehen, perspektivisch dargestellt. Die nach der Balg- 30 die in F ig. 4 dargestellte Abweichung von der Paralinnenseite
konvexen Faltkanten sind mit 18 bezeich- lelität der Faltkanten beim Ausziehen weitgehend vernet,
und die Horizontalrichtung, welche in F i g. 5 die hindert wird. Eine große Ausdehnung der Blätter in
untersten Punkte der konvexen Kanten 18 verbindet, senkrechter Richtung in F i g. 5, d. h. eine sogenannte
ist durch eine punktierte Linie 19 markiert. Die zwi- große Breite der Blätter, ist somit fast stets empfehschen
den beiden nach der Balginnenseite konvexen 35 lenswert. Grundsätzlich kann man fast stets die
Balgfalten 18 liegende Balgfalte 20 ist nach innen Blätter über die ganze Balgseite erstrecken und übrikonkav
und durch Schraffierung der Balgflanken 21 gens auch die erfindungsgemäßen Blätter an allen
bis 24 ist die perspektivische Darstellung noch unter- Balgseiten anbringen.
strichen. Das Dreieck zwischen den untersten Enden An Hand der F i g. 9 und 10 soll nun noch die
der senkrechten Faltkanten 18 und 20 liegt also in 40 Befestigung der Blätter an der unmittelbar an einen
einer horizontalen Ebene. An den nach der Balg- Reiter anschließenden Balgflanke erläutert werden,
innenseite konvexen Kanten 18 ist ein Blatt aus einem Zu diesem Zweck ist in F i g. 9 zunächst ein horizon-Werkstoff
befestigt, der hinsichtlich seiner Faltbar- taler Querschnitt durch den Reiter 11 in F i g. 1 und
keit, seiner Zähigkeit, seiner Steifigkeit und seiner durch die angrenzenden Balgflanken der in F i g. 1
Elastizität etwa einem üblichen Balgwerkstoff ent- 45 nicht sichtbaren Balgseite dargestellt. Diese Balgspricht.
In der Mitte zwischen den beiden nach der flanken sind wieder mit den bereits in F i g. 5 ver-Balginnenseite
konvexen Faltkanten 18 ist das Blatt wendeten Bezugszeichen versehen, da es sich um die
längs der Linie 26 im gleichen Sinn gefaltet wie die gleiche Balgseite handelt, die in F i g. 5 dargestellt
nach innen konkave Faltkante 20 des Schutzbalgs worden ist. Diese Balgflanken 21 bis 24 sind in
selbst. 50 F i g. 9 im voll ausgezogenen Zustand gezeichnet,
Wenn man die in F i g. 5 dargestellte Anordnung d. h. also, daß das Blatt 25, wenn von der Tatsache,
also von oben betrachten würde, so erhielte man etwa daß diese Blätter niemals in eine vollständig gedas
in F i g. 6 schematisch dargestellte Bild, d. h., man streckte Lage ausgezogen werden können, im
würde die Balgflanken 21 bis 24 als Zickzacklinie Augenblick abgesehen wird, in F i g. 9 als horizonsehen
und das Blatt 25 als eine von links ansteigende 55 tale Linie zwischen den beiden sich hier zu Punkten
und nach Überschreitung der Faltstelle 26 abfallende verkürzenden konvexen Faltkanten 18 zu zeichnen
Linie. In einem stärker zusammengefalteten Zustand ist und daß in der Mitte die sich ebenfalls zu einem
der in F i g. 5 dargestellten Balgfalte würde man das Punkt verkürzende Faltstelle 26 liegt. Es ist an sich
in F i g. 7 dargestellte Bild und bei einem stärkeren bekannt, daß bei Faltenbälgen die an einem Reiter
Auszug der betreffenden Balgfalte das in F i g. 8 dar- 60 befestigte Balgflanke so verläuft, wie es in F i g. 1
gestellte Bild erhalten. In F i g. 7 ist der Balg fast voll- auch dargestellt ist, d. h. also, daß man die Balgständig zusammengeschoben und in F i g. 8 vollstän- flanke 24 in F i g. 9 an dem Reiter an der gezeichnedig
oder nahezu vollständig ausgezogen, und das ten Stelle, d.h. an der linken oberen Ecke des
Blatt 25 verläuft daher im letzteren Fall nahezu ge- schraffierten Querschnitts durch den Reiter 11, anstreckt.
Eine absolut vollständige Streckung, d. h. ein 65 setzen lassen muß. Das zugehörige Blatt 25 α für die
genau horizontaler Verlauf des Blattes 25 in F i g. 8 Balgflanke 24, das ja nur die halbe Länge wie das
ist wegen der vorausgesetzten begrenzten Elastizität Blatt 25 haben darf, d. h. nur eine Länge gleich der
des Werkstoffs des Blattes 25 nicht denkbar. Schon Hälfte des Abstandes zwischen den beiden in F i g. 9
5 6
gezeichneten Kanten 18 haben darf, muß also an wesentlich anderes als eine bloße Auszugssperre für
einer solchen Stelle am Reiter 11 befestigt werden, eine Balgfalte, wie sich schon aus ihrer Fähigkeit
daß es im ausgezogenen Zustand des Balgs wenig- unerwünschte Balgverformungen gemäß Fig. 4 zu
stens annähernd in der Verlängerung des Blattes 25 verhindern ergibt, und sind durch die bekannten unim
ausgezogenen Zustand liegt. In F i g. 9 soll also 5 elastischen Bänder nicht nahegelegt,
das zu der Balgflanke 24 gehörige Blatt 25α horizon- Es sei nun an Hand der Fig. 9 bis 11 über die
ta! verlaufen und wird daher in einem in F i g. 9 Möglichkeiten der Befestigung der Blätter 25 an den
mit h bezeichneten Abstand vom unteren Ende des Kanten 18 gesprochen. Eine sehr einfache Möglich-Reiterquerschnitts
befestigt. Die sich in F i g. 9 zu keit der Befestigung besteht darin, daß man aus dem
einem Punkt 26 α verkürzende Faltkante des Blattes io Werkstoff des Blattes 25 in der Nähe der Kante 18
25a liegt, wie man leicht einsehen kann, näher an Zungen herausschneidet, d.h. den Balgwerkstoff 25
dem Reiter 11 als an der rechten Faltkante 18. so, wie in Fig. 11 dargestellt, längs der punktierten
In Fig. 10 ist der in Fig. 9 vollständig ausgezo- Linie28, durchschneidet und die dadurch gebildete
gen gezeichnete Balg fast vollkommen zusammen- Zunge 29 um die strichpunktierte Linie 18 a, die mit
gefaltet dargestellt, und man erkennt, daß bei Be- 15 der Berührungslinie des Blattes 25 mit der Balgkante
festigung der Balgflanke 24 am Reiter 11 im zu- 18 zusammenfällt, schwenkt und auf die daruntersammengefalteten
Zustand die Faltkanten 18 in der liegende Balgflanke aufklebt. Dies ist in Fig. 12
gleichen Höhe liegen wie das untere Ende des perspektivisch veranschaulicht. Das Blatt 25 ist dort
schraffiert gezeichneten Reiterquerschnitts. durch zwei Zungen 29 α und 29 b, die um die Kante
Wenn der in Fig. 10 zusammengefaltet gezeich- so 18 herumgeschwenkt sind, mit der Balgflanke22 vernete
Balg also ausgezogen wird, so wandert er im klebt und somit zuverlässig und schwenkbar an der
ganzen nach oben, wobei aber die in Fig. 9 und 10 Faltkante 18 befestigt. Die Anzahl der Zungen,
nach oben konvexen Faltkanten des Schutzbalgs stets welche zur Befestigung eines Blattes 25 an der bedie
gleiche Höhe behalten. treffenden Faltkante 18 benutzt werden, ist natürlich
Vorteilhafterweise wird man das Blatt 25 a, um es 25 beliebig und kann je nach den vorliegenden Verhältim
Abstand h vom unteren Ende des Reiterquer- nissen geeignet gewählt werden.
Schnitts zu befestigen, unter eine U-förmige Blech- Wenn man die Anordnung nach F i g. 12 von oben
leiste27 unterklemmen, die in Fig. 9 und 10 im betrachtet, so erhält man das in Fig. 13 dargestellte
Querschnitt ebenfalls dargestellt ist und mit der man Bild, in welchem erkennbar ist, daß die Zungen 29
die Schmalseiten des Reiters gegen Verschleiß durch 30 aus der Ebene des Blattes 25 herausgeschwenkt sind
Reibung an der Gleitbahn oder anderen Teilen der und auf die Flanken 22 bzw. 23 aufgeklebt sind.
Maschine schützen kann. Die U-förmigen Blech- Es bedarf keiner Erläuterung, daß das Blatt, welleisten
27 können daher bei der Anwendung der er- ches an der linken der Kanten 18 in F i g. 5 beginnt
findungsgemäßen Blätter dazu mitbenutzt werden, und sich nach links über die Balgflanke 21 erstreckt,
an der ersten an den Reiter angrenzenden Balgflanke 35 in entsprechender Weise mit Zungen versehen wird,
des zugehörige Blatt, also in Fig. 9 das Blatt 25α, die natürlich hinsichtlich ihrer Lage längs der FaItim
richtigen Abstand h vom Ende des Reiterquer- kante 18 nicht mit den Zungen 29 α und 29 b in
Schnitts zu befestigen. F i g. 12 übereinstimmen dürfen. Im übrigen kann
Es sei nun die Erfindung mit einer seit langer Zeit und soll dieses an der linken Kante 18 in F i g. 5
bekannten Konstruktion an Faltenbälgen verglichen, 40 beginnende und sich nach links erstreckende Blatt
die normalerweise als Auszugsbegrenzung bezeichnet mit Blatt 25 an der linken Kante 18 zusammenwird
und darin besteht, daß die nach oben konvexen hängen.
Faltkanten auf der Oberseite eines Balgs nach F i g. 1 Man kann sich eine einwandfreie Befestigung der
durch sich in der Längsrichtung des Balgs er- Blätter 25 an den Balgflanken 22 und 23 auch gemäß
streckende unelastische, vorzugsweise als Bänder aus- 45 Fig. 14 mittels Streifen 30 denken, welche dieselbe
gebildete Zugorgane verbunden sind. Diese Zug- Länge besitzen können, wie die Erstreckung der
organe vermögen zwar in der vollkommen ausgezo- Blätter in senkrechter Richtung in F i g. 5, und welche
genen Balgstellung eine Art von starrem Anschlag über ihre ganze Länge sowohl mit der Balgflanke 22
gegen eine Überdehnung des Balgwerkstoffs zu bil- bzw. 23 als auch mit dem Blatt 25 verklebt werden,
den, sind aber beispielsweise vollkommen ungeeignet, 50 Es sei noch erwähnt, daß man Blätter im Sinne
einer unerwünschten Verformung des Balgs ent- der Blätter 25 in F i g. 5 nicht nur auf der Balginnensprechend
F i g. 4 entgegenzuwirken. Auch würde seite, sondern auch auf der Balgaußenseite oder im
man, selbst wenn man die bekannten bandförmigen Bedarfsfalle auch ausschließlich auf der Balgaußenunelastischen
Zugorgane an Stelle der Blätter 25 in seite anbringen kann.
Fig. 5 auf der Balginnenseite an sämtlichen Balg- 55 Die Erfindung ist nicht auf Bälge der in Fig. 1
falten einbauen wollte, insofern zu einer keineswegs bis 4 dargestellten Bauart beschränkt, sondern kann
befriedigenden Konstruktion kommen, als im zu- beispielsweise auch auf sogenannte Kastenbälge ansammengefalteten
Zustand des Balgs wegen der gewendet werden. Solche Kastenbälge werden in der Faltung jedes Blattes 25 längs der Linie 26, die ge- Regel dazu verwendet, senkrecht stehende Gleitmäß
der Erfindung vorgeschlagenen Blätter gleich- 60 bahnen oder Säulen an Werkzeugmaschinen zu
sam verschwinden und sich zwischen die Balgflanken schützen und werden auch als allseitig geschlossene
des Schutzbalgs selbst einfügen, während bei Ver- Bälge bezeichnet. Beim Ausziehen eines derartigen
wendung der bekannten unelastischen Zugorgane die Balgs in senkrechter Richtung tritt insbesondere bei
im zusammengefalteten Zustand des Balgs lose in großen und schweren Bälgen das Problem auf, daß
Form von Schleifen an der Balginnenseite hängenden 65 die zwischen den einzelnen Rahmen, die bei diesen
Bänder nur zu Unzuträglichkeiten führen könnten. Bälgen an Stelle der Reiter in F i g. 1 bis 4 treten, be-Die
in F i g. 5 dargestellten erfindungsgemäßen findlichen Balgabschnitte nicht gleichförmig ausBlätter
25 sind also ihrer Funktion nach etwas gezogen werden, da beispielsweise beim Ausziehen
des obersten Balgabschnitts das Gewicht aller weiter unten liegenden Balgabschnitte und Rahmen ebenfalls
wirksam ist. Man hat daher bei großen derartigen Kastenbälgen Konstruktionen nach Art von
Scherenführungen u. dgl. dazu benutzt, alle Balgabschnitte gleichmäßig auszuziehen. Derartige Konstruktionen
sind aber schon wegen ihres verhältnismäßig hohen Preises und unter Umständen auch
Platzbedarfs auf verhältnismäßig große Kastenbälge beschränkt, während bei kleineren Kastenbälgen eine
in allen Fällen befriedigende Konstruktion bisher fehlte. Es handelt sich demgemäß bei derartigen
Kastenbälgen in erster Linie um das Problem der Gleichförmigkeit der Ausziehbewegung des ganzen
Balgs, d. h. um eine gleichförmige Öffnung aller zwisehen je zwei Rahmen liegenden Balgabschnitte, während
die Parallelität der Faltkanten zueinander wegen der vollkommen symmetrischen Form des Balgs nur
in Sonderfällen gestört werden wird, aber gleichwohl beim Ausziehen des Balgs auf alle Fälle sichergestellt
werden muß.
Man sieht bereits, daß unter Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtungen auch die bei verhältnismäßig
kleinen Kastenbälgen, bei denen sich der Einbau von Scherenführungen u. dgl. verbot, bestehenden
Probleme gelöst werden können. Wenn man nämlich in einen derartigen Kastenbalg auf der
Innenseite an zwei bzw. an je zwei einander gegenüberliegenden Balgseiten die erfindungsgemäßen Einrichtungen
einbaut, so wird die Gleichförmigkeit des Ausziehens verbessert, da ja die für das Ausziehen
einer einzelnen Balgfalte erforderliche Kraft wächst, und es wird gleichzeitig bei der in F i g. 8 veranschaulichten
fast vollständigen Streckung der Blätter 25 nicht nur eine Art von Auszugsbegrenzung erreicht,
sondern auch der Kastenbalg gegen Verformung durch äußere horizontal wirkende Kräfte stabilisiert.
Es besteht also dann beispielsweise nicht mehr die Gefahr, daß durch einen seitlichen, von außen
kommenden Druck der Kastenbalg so leicht an die Säule angedrückt werden kann, wie es ohne den Einbau
der erfindungsgemäßen Blätter der Fall sein könnte.
Claims (7)
1. Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin- und hergehenden Teilen von Werkzeugmaschinen,
bei welchem die einzelnen Balgfalten getrennte, sich ihrem Ausziehen widersetzende
federnde Elemente besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß an den nach der Balginnenseite
konvexen Faltkanten (18) Blätter (25) aus einem faltbaren Werkstoff, der begrenzt elastisch,
jedoch zäh und weitgehend steif ist, vorzugsweise Blätter aus einem Balgwerkstoff befestigt
sind, die längs einer in der Mitte zwischen den erwähnten konvexen Faltkanten liegenden
Linie (26) im gleichen Sinne gefaltet sind, wie der zwischen den konvexen Faltkanten liegende
Schutzbalg selbst, und daß diese Blätter in an sich bekannter Weise senkrecht zu den erwähnten
konvexen Faltkanten eine Abmessung besitzen, die im gestreckten Zustand wesentlich kleiner
ist als die gesamte Breite der zugehörigen Falte des Schutzbalgs im gestreckten Zustand.
2. Faltenbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter an den Balgflanken
(22) dadurch befestigt sind, daß aus dem Blattmaterial Zungen (29) herausgeschnitten sind, die
mit den Balgiianken verklebt sind (Fig. 11 bis 13).
3. Faltenbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auch an den nach der Balgaußenseite konvexen Faltkanten Blätter von gleichartiger Ausbildung wie an der Balginnenseite
befestigt sind.
4. Faltenbalg nach Anspruch 3, dahin abgeändert, daß sich die Blätter ausschließlich an
der Balgaußenseite befinden.
5. Faltenbalg nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter (25) an
den konvexen Faltkanten durch Bänder (30) befestigt sind, die über ihre ganze Länge sowohl
mit dem betreffenden Blatt als auch mit der Balgflanke verklebt sind (F i g. 14).
6. Faltenbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt (25 a) für die an
einen Reiter (11) unmittelbar angrenzende Balgflanke (24) am Reiter an einer derart gewählten
Stelle (h) befestigt ist, daß das Blatt im völlig ausgezogenen Zustand dieser Balgflanke von der Befestigungsstelle
am Reiter senkrecht zur Ebene des Reiters verläuft (F i g. 9).
7. Faltenbalg nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt am Reiter unter eine
U-förmige Blechschiene (27) untergeklemmt wird, welche die dem Inneren des Balgs zugewendete
Schmalseite des Reiters umschließt (F i g. 10).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909518/456
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE1964H0054138 DE1294112B (de) | 1964-10-26 | 1964-10-26 | Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin- und hergehenden Teilen von Werkzeugmaschinen |
| CH1441765A CH435873A (de) | 1964-10-26 | 1965-10-19 | Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin und her gehenden Teilen von Werkzeugmaschinen |
| FR36112A FR1510816A (fr) | 1964-10-26 | 1965-10-25 | Soufflet de protection de la glissière d'éléments à mouvements alternatifs de machines-outils |
| GB4518665A GB1073078A (en) | 1964-10-26 | 1965-10-26 | Improvements in or relating to bellows for protecting machine-tool slides |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964H0054138 DE1294112B (de) | 1964-10-26 | 1964-10-26 | Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin- und hergehenden Teilen von Werkzeugmaschinen |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=7158583
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1964H0054138 Withdrawn DE1294112B (de) | 1964-10-26 | 1964-10-26 | Faltenbalg zum Schutz der Gleitbahnen von hin- und hergehenden Teilen von Werkzeugmaschinen |
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| GB (1) | GB1073078A (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3607502A1 (de) * | 1986-03-07 | 1987-09-17 | Man Nutzfahrzeuge Gmbh | Faltenbalgsicherung zwischen zwei fahrzeugkomponenten |
| US6986938B2 (en) | 2001-10-03 | 2006-01-17 | A & A Manufacturing Co., Inc. | Bellows with molded panels |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE733106C (de) * | 1941-01-24 | 1943-03-19 | Alfred Arnold Bandonion Und Ko | Ausziehbare, satteldachartige Schutzabdeckung mit Stuetzfuehrungen fuer Fuehrungsbahnen von Werkzeugmaschinen |
| DE1651077U (de) * | 1952-03-11 | 1953-02-19 | Arnold Hennig | Harmonikaartiger faltenbalg. |
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-
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- 1965-10-25 FR FR36112A patent/FR1510816A/fr not_active Expired
- 1965-10-26 GB GB4518665A patent/GB1073078A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE733106C (de) * | 1941-01-24 | 1943-03-19 | Alfred Arnold Bandonion Und Ko | Ausziehbare, satteldachartige Schutzabdeckung mit Stuetzfuehrungen fuer Fuehrungsbahnen von Werkzeugmaschinen |
| DE897782C (de) * | 1951-01-13 | 1953-11-23 | Arnold Hennig | Harmonikaartiger Balg zum Schutz der Fuehrungsbahnen von hin und her gehenden Teilen von Werkzeugmaschinen |
| DE1651077U (de) * | 1952-03-11 | 1953-02-19 | Arnold Hennig | Harmonikaartiger faltenbalg. |
Also Published As
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|---|---|
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| CH435873A (de) | 1967-05-15 |
| FR1510816A (fr) | 1968-01-26 |
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