-
Vorrichtung zum Führen von Webschützen im Webfach Die Erlindung betrifft
eine Vorrichtung zum Führen von Webschützen im Webfach, bei welcher die mindestens
zum Teil aus ferromagnetischem Material bestehenden Webschützen ausschließlich durch
einen von einer Schußvorrichtung vermittelten Impuls durch das Webfach schießbar
und längs der Schützenbahn magnetisch wirksame Führungsmittel angeordnet sind.
-
Es ist bekannt, (deutsche Patentschrift 813 830)
durch längs
der Schützenbahn angeordnete Vorrichtungen, beispielsweise durch umschaltbare Elektromagnete,
ein magnetisches Wanderfeld zu erzeugen umagnete, ein magnetisches Wanderfeld zu
erzeugen und dadurch den Webschützen, dem gegebenenfalls durch eine mechanische
Schußvorrichtung einAnfangsimpuls erteilt wurde, auf seiner Bahn anzutreiben, durch
das Fach zu führen und seine Bewegung zu steuern. Um die Reibungskräfte zwischen
Webschützen und Kettenfäden bzw. Webeblatt herabzusetzen, sind die Webschützen meist
mit Rollen oder Rädchen versehen, die über die darunterliegenden, von einer ebenen
Lauffläche gestützten Kettenfäden hinweglaufen (deutsche Patentschrift
813 830).
-
Ferner ist eine Anordnung bekannt (britische Patentschrift
696 457), bei der außerhalb des Webfaches ein Schlitten in Richtung der Schußbahn
hin und her bewegt wird. Der Schlitten ist durch ein Magnetfeld mit dem durch das
Webfach hindurchlaufenden Webschützen verbunden, welches durch Dauer- oder Elektromagnete,
die entweder auf dem Schlitten oder im Webschützen eingebaut sein können, erzeugt
wird. Der Webschützen wird dadurch vom Schlitten mitgezogen und auf seiner Bahn
hin und hergeführt. Auch hier laufen die meist verhältnismäßig schweren und großen
Webschützen, die neben den Magneten oder Magnetankern eine Schußfadenspule tragen,
auf Rollen über die mechanisch durch eine glatte Lauffläche oder durch Gegenrollen
gestützten Kettenfäden hinweg.
-
Bei einer weiteren bekannten Anordnung (USA.-Patentschrift 2 647 542)
trägt der Webschützen außer der Schußgarnspule einen oder mehrere starke Dauermagnete,
deren Magnetfeld eine den Webschützen an das aus ferromagnetischem Material bestehende
Webeblatt andrückende, quer zur Bewegungsrichtung angreifende Anziehungskraft ausübt.
Um den Wehschützen gegen das Webeblatt abzustützen und den Reibungswiderstand herabzusetzen,
ist der Wehschützen auf Rollen gelagert, die beim Schußeintrag im Innern des Webfaches
über das nahezu senkrecht stehende, kammförmige Webeblatt ablaufen und von diesem
geführt werden. Der Schützenkörper gleitet dabei über die unter ihm in unteren Fach
liegenden und von einer ebenen Lauffläche gestützten Kettenfäden hinweg. Der Webschützen
wird durch eine Schußvorrichtung durch das Webfach geschossen.
-
In den ebenfalls bekannten Webmaschinen mit Greiferschützen (USA.-Patentschrift
2 538 630), die den Schußfaden von einer festen Spule abziehen und ihn jeweils
nur in ein und derselben Richtung hereintragen, worauf der Schußfaden abgeschnitten
wird, gleitet der von einer Schußvorrichtung durch das Fach ge-
schossene
Greiferschützen üblicherweise in einer aus mechanischen Führungselementen im Innern
des Faches gebildeten Gasse, die jedes Ausbrechen des Greiferschützens aus seiner
Bahn ausschließt. Die Führungselemente können aus Metall oder einem anderen Material
bestehen und sind in der Regel kammartig an der Lade, zwischen Webeblatt und Fachspitze
befestigt, so daß sie jeweils vor und während des Schußeintrages zwischen den Kettenfäden
hindurch in das Fach eindringen und dem Greiferschützen eine feste Führung auf seiner
Bahn bieten. Nach dem Schußeintrag und während des Webeblattanschlages werden die
Führungselemente jeweils wieder durch die Bewegung der Lade aus dem Fach herausgeschwenkt.
Der Greiferschützen kommt während des Eintrages nur mit den Führungselementen in
Berührung, nicht aber mit den das Fach bilenden Kettenfäden. Greiferschützen weisen
gegenüber den in den vorerwähnten Webschützen mit Schußgarnspulen eine etwa
10- bis 20mal geringere Masse und einen entsprechend kleineren Platzbedarf
auf,
so daß derartige Webniaschinen mit größerer Schußgeschwindigkeit und rascherer Schußfolge
betrieben werden können als diejenigen mit schweren, spulentragenden Webschützen.
-
Die vorstehend erwähnten bekannten Anordnungen zur Schützenführung
weisen eine Reihe von Nachteilen auf.
-
Die Anordnung mit elektromagnetischem Wanderfeld benötigt aus Sicherheitsgründen
eine feste, mechanische seitliche Führung. Das Überrollen der Kettenfäden durch
den schweren Webschützen birgt die Gefahr von Kettenfädenbeschädigungen mit sich.
Beim Auftreten von Unregelmäßigkeiten in den Kettenfäden, beispielsweise von Knoten,
können Störungen infolgevon ungewolltenAblenkungendesWebschützens aus seiner Bahn
auftreten, da die Kettenfäden gestützt sind und nicht elastisch nachgeben können.
Auch benötigt ein solches Wanderfeld für den Betrieb eine verhältnismäßig hohe elektrische
Leistung bei geringem Gesamtwirkungsgrad, da die Hauptkraftrichtung des Magnetfeldes
nicht mit der Bewegungsrichtung des Webschützens zusammenfällt. Infolge der großen
bewegten Massen sind die Reibungsverluste und die Erschütterungen der Maschine beträchtlich.
-
Noch ausgeprägter sind die Nachteile der Anordnung mit längs der Schützenbahn
beweglichen, den Schützen durch Magnetkraft mitziehendem Schlitten (britische Patentschrift
696 457), da die bewegten Massen notwendigerweise noch wesentlich größer
ausfallen und der Leistungsbedarf, die Erschütterungen und die Lärmentwicklung entsprechend
ansteigen. Die Lade muß ebenfalls stärker ausgebildet, die Schußgeschwindigkeit
und die Schußfolge weiter gerabgesetzt werden.
-
Beim auf dem ferromagnetischen Webeblatt abrollenden Webschützen (USA.-Patentschrift
2 647 542) sind die bewegten Massen etwas geringer, doch immer noch in der gleichen
Größenordnung wie diejenigen der Anordnung mit dem magnetischen Wanderfeld, denn
der schwere Dauermagnet muß notwendigerweise auf dem Webschützen angeordnet werden,
da das Webeblatt aus technologischen Gründen nicht aus Dauermagnetmal-erial hergestellt
werden kann. Ferner besteht durch die mechanische Beanspruchung des Webeblattes
beim Abrollen des Webeschützens eine gewisse Gefahr von Beschädigungen und Brauenbildung
an den einzelnen Lamellen des Webeblattes, die ihrerseits die Kettenfäden in Mitleidenschaft
ziehen können. Diese Nachteile bleiben bestehen, auch wenn diese Anordnung mit einem
Greiferschützen ausgeführt wird, da in diesem Falle lediglich die Schußgarnspule,
nicht aber die Dauermagnete und die Führungsrollen bei den bewegten Teilen in Wegfall
kommen. Die mit dieser Anordnung erzielbare Schußgeschwindigkeit bleibt infolge
des hohen Schützengewichtes begrenzt. Beim Auftreten von Unregelmäßigkeiten oder
Knoten in den Kettenfäden können, da die Kettenfäden auf einer festen Unterlage
aufliegen, Störungen entstehen infolge von Auslenkungen des Webschützens aus seiner
geraden Bahn.
-
Obschon bei der bekannten Webmaschine mit Greiferschützen (USA.-Patentschrift
2 538 630) gegenüber den anderen erwähnten Ausführungen bedeutend kleinere
bewegte Massen im Spiele sind und höhere Schußgeschwindigkeiten erzielt werden können,
bieten das Einführen der Führungselemente zwischen den Kettenfäden in das Innere
des Faches vor jedem Schußeintrag und die sich bieraus ergebenden Störungsmöglichkeiten
einen gewissen Nachteil. Der Erfindung liegt dielAufgabe zugrunde, die Nachteile
der -unter dem Stande der Technik umschriebenen bekannten Systeme zu vermeiden,
indem nicht nur eine Führung des Webschützens durch das Webeblatt, sondern auch
weitere mechanische, durch die Kettenfäden hindurchstoßende Führungselemente zum
Führen des Webschützens entfallen.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer Vorrichtung
der eingangs genannten Art aus, d. b. von einer Vorrichtung nach der oben
angegebenen USA.-Patentschrift 2 647 542 unter Verwendung eines bekannten, mindestens
zum Teil aus ferromagnetischem Material bestehenden Webschützens (z. B. nach der
deutschen Patentschrift 813 830) und siebt das Besondere darin, daß die Führungsnüttel
ein statisches Magnetfeld bilden, welches auf den über die den Führungsmitteln näherliegende
Kettenfadenschar hinweggleitenden Webschützen eine quer zu seiner Bewegungsrichtung
und zu dieser Kettenfadenschar hin gerichtete Anziehungskraft ausübt, und daß zum
Abstützen dieser Kettenfadenschar längs der Führungsmittel Stützschienen in solcher
Weise angeordnet sind, daß diese Kettenfadenschar durch den Webschützen entsprechend
der Ausbildung der Stützschienen konkav oder konvex wölbbar ist und damit eine Führung
für den Webschützen bildet. Auf diese Weise werden keine weiteren, zwischen den
Kettenfäden hindurchgreifenden Führungsmittel mehr benötigt.
-
Durch den Gegenstand der Erfindung werden in besonders einfacher Weise
die Kettenfäden zur Bildung einer elastischen Führung des Webschützens herangezogen.
Beim Auftreten allfälliger Unregelmäßigkeiten, z. B. von Knoten in den Kettenfäden,
können derartige Verdickungen dank der Nachgiebigkeit der Kettenfäden beim Durchlauf
des Webschützens elastisch ausweichen, ohne die Bewegungen des Webschützens zu beeinflussen.
Das Webeblatt wird vom Wehschützen nicht berührt, so daß es auch nicht von ihm beschädigt
oder abgenutzt werden kann. Da der Webschützen keinerlei bewegte Teile, wie Führungsrollen
usw., aufweist, sondern auf einer glatten Auflagefläche über die Kettenfäden dahingleitet,
fallen alle zusätzlichen Trägheits- und Massenwirkungen fort, und sein geringer
Reibungswiderstand auf den elastischen Kettenfäden kann in Kauf genommen werden.
Die Schußgeschwindigkeit und die Schußfolge können gegenüber den bekannten Ausführungen
nochmals gesteigert werden.
-
Als magntisch wirkende Führungsmittel können vorzugsweise Dauermagnete
verwendet werden, die mindestens eine höhere Remanenz und Koerzitivkraft als Stahl
aufweisen. Selbstverständlich können statt Dauermagneten auch Elektromagnete Verwendung
finden.
-
Die Stützschienen zum Abstützen der Kettenfadenschar können beispielsweise
aus einer oder zwei längs der Führungsmittel angeordneten Schienen oder aus einem
einzigen, über den Polen der Magnete verlaufenden, selber unmagnetischen, gewölbten
Teil bestehen. In einer anderen Ausführungsforin werden die Stützschienen von den
entsprechend geformten Polen von hufeisenförmig ausgebildeten Magneten, oder, was
in bezug auf den Feldverlauf auf dasselbe herauskommt, aus an die geraden Magnetpole
angelegten Weicheisenpolschuhen gebildet. Um ein Klebenblieben des Webschützen zu
verhindern, können die Magnetpole bzw. die Polschuhe an der dem Webschützen zugekehrten
Seite mit einer magnetisch durchlässigen, selber magnetisch nicht wirksamen Schicht,
beispielsweise aus
Leichtmetall, Bronze oder Kunststoff, bedeckt
sein.
-
Die in den Unteransprüchen gekennzeichneten Maßnahmen genießen nur
im Rahmen echter Unteransprüche Patentschutz.
-
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist keineswegs an die Verwendung
von spulentragenden Webschützen gebunden, es können ebensogut auch Greiferschützen
eingesetzt werden.
-
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand mehrerer
Beispiele schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch
ein Webfach mit der Anordnung von Schäften mit Litzen, Lade, Webeblatt und Breithaltern,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Schützenbahn, F i g. 3 und 4 einen
Querschnitt in größerem Maßstab durch Schützenbahn und Tragkörper mit als Dauermagnet
eingebautem Führungsmittel und zwei Stützschienen, F i g. 5 eine Verwendung
einer gewölbten Schützenbahn, F i g. 6 eine Anordnung der Schützenbahn in
der Höhe der Fachspitze, F i g. 7 einen Längsschnitt der Schützenbahn in
einem weiteren, Stützrollen aufweisendenAusführungsbeispiel, F i g. 8 in
der Längsrichtung der Schützenbahn unterhalb des Webfaches angeordnete, stromdurchflossene
Leiter als magnetisch wirksame Führungsmittel, F i g. 9 eine Anordnung bei
senkrechtem Fach, F i g. 10 bis 17 magnetische Felder bei verschiedener
Anordnung der magnetisch wirkenden Führungsmittel. Ein Webfach 10 (F i
g. 1) wird mittels Litzen 11 in bekannter Weise gebildet, indem durch
die Litzenaugen 12 laufende Kettenfäden 13, 14 bildende Kettenfadenscharen
durch nicht dargestellte Schäfte, die in bekannter Weise vom Schaftantrieb in einem
der Bindung entsprechenden Wechsel gesteuert werden, vom Ober- in das Unterfach
bzw. vom Unter- in das Oberfach übergeführt werden. Schußfäden 15 werden
mittels Webschützen 16 in das Fach 10 eingetragen und vom Webeblatt
17 angeschlagen.
-
Das Webeblatt 17 ist in einer Nut 18 einer Lade
19
eingesetzt und wird mittels Schrauben 21 festgeklemmt. Zum Anschlagen schwenkt
die Lade 19 aus der gezeichneten Ruhestellung heraus um einen unterhalb des
Faches gelegenen Drehpunkt in Richtung des Pfeiles 22 nach links. Dabei drückt das
Webeblatt 17 den Schußfaden 15 in die Spitze 23 des Faches
10 an das Gewebe 24 an, dessen Kanten über Breithalterrollen 25
geführt
sind.
-
An der Lade 19 sind Tragkörper 26 mittels Schrauben
27 befestigt. In diese Tragkörper 26 sind als magnetisch wirkende
Führungsmittel ausgebildete Dauermagnete 28 eingesetzt, die zwecks Einstellung
der Höhe auf einer auswechselbaren Unterlage 29 aufliegen und von einer nichtmagnetischen
Platte 31 abgedeckt werden. Zu beiden Seiten der Platte 31 bzw. der
Schützenbahn sind Stätzschienen 32 für die untere Kettenfadenschar
13 vorgesehen, welche Fäden abhängig von der Größe der Kettenspannung zur
Größe der Zugkraft des magnetischen Feldes den durch das Fach hindurchgeschossenen
Webschützen 16 frei unterstützen. Gegebenenfalls genügt auch nur eine Stützschiene
32, z. B. die rechte, da die Kettenfadenschar 13 vom Webschützen
16 an bis zur Fachspitze 23 ansteigt. Aus der Draufsicht der Schützenbahn,
F i g. 2, ist ersichtlich, daß die Dauermagnete 28 in bezug auf ihre
Nord-Süd-Pole gegebene Achse hintereinander angeordnet sind und daß zwischen den
einzelnen Dauermagneten ein Zwischenraum 33 vorgesehen ist, der bewirkt,
daß sich das magnetische Feld nichtnurzwischen gegenüberliegenden Polen bildet,
sondern daß das Feld vom Nord- zum Südpol eines und desselben Dauermagneten
28 in einer gewissen Stärke erhalten bleibt, damit die für den Webschützen
16 erforderliche Haltekraft auch längs des Dauermagneten 28 vorhanden
ist, durch die der Webschützen 16 gegen seitliches Ab-
weichen von
seiner Bahn gehalten wird, wenn er in bekannter Weise, z. B. vom Schlagstock angetrieben,
frei durch das Webfach 10 geschossen wird.
-
Die Dauermagnete 28 können nicht nur verschieden hoch längs
der Schützenbahn angeordnet sein bzw. mit Hilfe verschieden hoher Einlagen
29, sondern sie können auch von verschiedener magnetischer Zugkraft sein.
Auch der Zwischenraum 33 kann längs der Schützenbahn auf einem Teil größer
als auf einem anderen Teil sein. Die Unterschiede in der Höhe, der Stärke und dem
Abstand dienen dazu, das Feld in bezug auf den Webschützen den verschiedenerlei
Anforderungen am Eintritt bzw. am Austritt anpassen zu können.
-
Diese Änderungen in der magnetischen Wirkung auf den Webschützen
16 längs der Schützenbahn können kontinuierlich oder absatzweise erfolgen,
bei den stromdurchflossenen magnetischen Führungsmitteln werden beispielsweise Stromstärke
und Spannung verändert.
-
In F i g. 3 ist die Höhenlage des Webschützens 16
bei
schwacher, in F i g. 4 bei starker Zugkraft der Dauermagnete 28 gezeigt,
wobei in beiden Fällen gleiche Kettenspannung vorausgesetzt ist. In F i
g. 3 übernimmt das Magnetfeld im wesentlichen die seitliche Führung des Webschützens
16, in F i g. 4 dienen dazu auch die Stützschienen 32.
-
Statt der seitlichen Stützschienen 32 ist in F i
g. 5
der Deckel 35 des Tragkörpers 26 als Stütze der Kettenfadenschar
13 im Unterfach mit einer konvex gewölbten oberen Fläche 36 ausgebildet.
Dementsprechend hat der Webschützen 37 konkave Flächen 38, 39, welche
der Wölbung der Fläche 36 angepaßt sind. Diese Ausbildung unterstützt ebenfalls
die seitliche Führung des Webschützens 37 durch das Feld des Dauermagneten
28. Die konkave Fläche 39 am Webschützen 37
ist nur dann erforderlich,
wenn, z. B. bei Verwendung von Greiferwebschützen, bei einem Rücktransport des Webschützens
37 vom Fangkasten zum Schußkasten der Webschützen 37 jeweils um
180' gedreht wird.
-
Während bis jetzt in die von der Fachspitze 23 ausgehende horizontale
Achse 41 des Webfaches 10 die Mitte des Webschützens 16 bzw.
37 gelegt ist, liegt in F i g. 6 die der Schützenbahn zugewandte Fläche
42 des Webschützens 16 auf der horizontalen Achse 41. Damit wird erreicht,
daß die Kettenfadenschar 13 im Unterfach ebenfalls fest auf der Stützschiene
32 aufliegt und die seitliche Führung des Webschützens 16
durch die
linke Stützschiene 32 verbessert wird.
-
Die Dauermagnete 43 in F i g. 7 haben Hufeisenform. Der Zwischenraum
44 zwischen zwei Dauermagneten 43 ist so bemessen, daß das Feld zwischen Nord- und
Südpol desselben Dauermagneten 43 dem Feld zwischen Nord- und Südpol zweier benachbarter
Dauermagnete 43 in bezug auf die Zugkraft nahezu gleich ist.
Die
Dauermagnete 43 sind durch eine Platte 45 aus magnetisch durchlässigem Material
abgedeckt. Wenn der Webschützen 16 auf den Platten 45 gleitet, so wird durch
solches Material ein Klebenbleiben des Webschützens 16 vermieden.
-
In F i g. 7 sind außerdem Rollen 46 in Mulden 47 vorgesehen,
die im Tragkörper 26 drehbar gelagert sind und eine Schonung der Kettenfadenschar
13 bewirken. Die Länge der Rollen 46 entspricht etwa der Breite des Webschützens
16, und die Mulden 47 sind nur um das erforderliche Spiel für ein leichtes
Laufen der Rollen 46 länger. Daher schließt der Tragkörper26 außerhalb der Rollen
46 die Mulden 47 ab und ist mit Stützschienen 32 versehen, sofern nicht die
Kettenfäden 13 bei geöffnetem Fach 10 zu beiden Seiten des Tragkörpers
26 nach abwärts geneigt sind.
-
Der Tragkörper 26 in F i g. 8 erstreckt sich auf die
ganze Länge der Lade 19 und ist mit einem durchlaufenden Kanal 48 versehen,
der mit einem Deckel 48a nach oben abgeschlossen ist. Als magnetisch wirksame Führungsmittel
sind Leitungen 49 vorgesehen, die, von elektrischem Strom durchflossen, ein Magnetfeld
erzeugen, welches für jede Leitung 49 einen kreisförmigen bzw. ovalen Querschnitt
aufweist. Stromstärke und Spannung sind so gewählt, daß der Webscbützen
16 mit einer genügenden Zugkraft gehalten wird, welche, da sie in der gleichen
Richtung wie die Schwerkraft wirkt, letztere nur ergänzen soll und daher ist eine
geringere Kraft erforderlich.
-
Steht das Fach 10 senkrecht, so ergibt sich eine Anordnung
nach F i g. 9, bei welcher die Tragkörper 26
wiederum mit den Dauermagneten
28 versehen sind. Eine Stützschiene 32 ist auf derunteren Seite alleinvorgesehen,
da die Webschützen 16 nur auf dieser Seite zu führen sind.
-
Die stabförmigen Dauermagnete 28 haben den Vorteil, daß die
Streuung ein Maximum und das Feld am größten ist, während die Hufeisenmagnete43
den Vorteil besitzen, daß das Feld (F i g. 7) mehr nach oben als nach unten
gerichtet ist, so daß bei gleicher Wirkung auf den Webschützen die Dauermagnete
kleiner gewählt werden können.
-
Die in F i g. 10 mit 50 bezeichneten stabförmigen Dauermagnete
folgen mit einem geringen Abstand 51
aufeinander, wobei die Nord- und Südpole
eines jeden Dauermagneten 50 längs der Schützenbahn 52 in gleicher
Weise angeordnet sind. Die Schützenbahn 52
durchschneidet obere Magnetfelder53,welche
dieWebschützen 16 auf der Schützenbahn 52 halten. Zwischen den einander
zugewandten Polen benachbarter Dauermagnete 50 entsteht infolge des geringen
Abstandes 51
ein Magnetfeld 54, das auf Kosten der Magnetfelder
53
recht kräftig ist. Die Magnetfelder 54 hingegen tragen zum Halten des Webschützens
16 auf der Schützenbahn 52 nichts bei.
-
Wird jeder zweite Dauermagnet 50 um 180' gedreht, so
stehen sich bei benachbarten Dauermagneten gleichnamige Pole gegenüber (F i
g. 11). Ein Magnetfeld 54 zwischen den Endpolen benachbarter Dauermagnete50
kann sich in diesem Falle nicht bilden. Im Gegenteil, infolge der Gleichnamigkeit
der einander gegenüberliegenden Endpole zweier Dauermagnete 50 stoßen sich
die magnetischen Felder ab, so daß sicb nur zwei magnetische Felder 55 und
56 bilden, die, da die Dauermagnete 50 Stabform haben, gleiche Gestalt
aufweisen. Die Schützenbahn 52 durchquert die oberen Magnetfelder
55, die nunmehr bedeutend kräftiger sind als die Magnetfelder 53 in
F i g. 10, wenn angenommen wird, daß die Dauermagnete 50 in F i
g. 10 und in F i g. 11
bei gleicher Remanenz die gleiche Koerzitivkraft
aufweisen.
-
In F i g. 12 und 13 sind huleisenförmig ausgebildete
Dauermagnete 57 unterhalb der Schützenbahn 52 angeordnet, mit den
Nord- und Südpolen nach oben. Die Folge der Pole in F i g. 12 entspricht
derjenigen in F i g. 10, jene in F i g. 13 derjenigen in F i
g 11 In F i g. 12 bildet sich ein kräftiges Magnetfeld 58 zwischen
den benachbarten Nord- und Südpolen zweier Dauermagnete 57. Das Magnetfeld
59 zwischen dem Nordpol und Südpol des Dauermagneten 57 ist etwas
schwächer. Dasselbe gilt auch für die Magnetfelder 61
und 62 unterhalb
der Dauermagnete 57. Das Magnetfeld 61 von dem einen Dauermagnet
57 zum benachbarten Dauermagnet 57 ist stärker als das Magnetfeld
62, das sich längs der Unterseite eines jeden Dauermagneten 57 bildet.
Dagegen sind infolge der Hufeisenform die magnetischen Felder 61, 62 der
Unterseite schwächer als die magnetischen Felder 58, 59 auf der Oberseite.
-
In F i g. 13 bildet sich wiederum kein magnetisches Feld zwischen
einander gegenüberliegenden Polen zweier benachbarter Dauermagriete 57. Die
magnetiscben Felder 63 auf der Oberseite und die magnetischen Felder 64 auf
der Unterseite sind bedeutend kräftiger als die entsprechenden magnetischen Felder
in F i g. 12.
-
Daß die stärkeren magnetischen Felder 55 (F i g. 11)
und
63 (F i g. 13) mehr Sicherheit gegen seitliches Ab-
weichen
des Webschützens von der geraden Schützenbahn bieten, ist selbstverständlich. Ein
weiterer Vorteil der magnetischen Felder 55 und 63 ist der, daß sich
ihre Anziehungskraft in größerer Höhe oberhalb der Schützenbahn 52 auswirkt
als bei den schwächeren magnetischen Feldern 53 (F i g. 10), 58 und
59
(F i g. 12), und daß sie daher auch bei größerem Ab-
stand
der Schützenbahn 52 von den Dauermagneten5G bzw. 57 sich zu halten
vermögen.
-
Statt nun die Pole von hufeisenf örmig ausgebildeten Dauermagneten
66 bzw. 68 in der Längsricbtung der Schützenbahn 52 hintereinander
anzuordnen, können sie auch zu beiden Seiten der Schützenbahn 52 vorgesehen
sein. Die sich dabei bildenden magnetischen Felder 65 stehen dann quer zur
Schützenbahn (F i g. 14 bis 16, insbesondere F i g. 15). Die
Pole dieser Hufeisenmagnete 66 sind auf der oberen Seite geglättet und abgerundet,
so daß sie gleichzeitig als Stützschienen für die Kettenfadenschar 13 dienen.
Es ist dabei nur erforderlich, daß die Pole der Dauermagnete 66 an jenen
Stellen, mit denen die Webschützen 16 in Berührung kommen, mit magnetischen
durchlässigen Schichten 67 versehen sind. Die gleichen Pole der Dauermagnete
66 sind in F i g. 14 stets auf der gleichen Seite der Schützenbahn
52. Zwischen zwei benachbarten Dauermagneten 66 kann daher kein magnetisches
Feld entstehen. Jeder Dauermagnet 66 kann, wie F i g. 14 rechts
zeigt, in Teile aufgeteilt werden, die dann alle, ohne Lücken aneinandergereiht,
eine geschlossene Auflage für die Kettenfadenschar 13 bilden. Dies hat den
Vorteil, daß die Länge der Dauermagnete 66 leichter den Anforderungen des
Betriebes entsprechend geändert werden kann, als wenn sie einen Stab bilden.
-
In F i g. 16 sind bei zwei benachbarten Dauerrnagneten
68 die Pole vertauscht. Die sich bildenden magnetischen Felder sind nun verschieden
von dem Feld in F i g. 14. Zwischen den Dauermagneten 68 entsteht
ein
magnetisches Feld 69 und auf der oberen Seite ein magnetisches Feld
71. Der Querschnitt entspricht F i g. 15.
-
Die elektrischen Leitungen 49 in F i g. 8 würden
je
für sich allein ein zylindrisches Magnetfeld erzeugen, dessen Querschnitt
kreisförmig ist. Sindjedoch mehreie Leitungen 49 nebeneinander angeordnet und ist
der Radius der äußeren Grenze dieser Magnetfelder größer als der halbe Abstand zwischen
zwei Leitungen 49, so tritt, wie aus F i g. 17 hervorgeht, eine Verformung
der Kreisforin zur ovalen Form bei den zwischenliegenden Leitungen 49 ein. Die dabei
entstehenden magnetischen Felder 72 der mittleren Leitung 49 sind höher,
hingegen schmaler als die dabei entstehenden magnetischen Randfelder 73.
Dies hat den Vorteil, daß der Webschützen, dessen Mitte sich auf der Schützenbahn
52 bewegt, die im Abstand 74 oberhalb eines Kanals 48 verläuft, durch die
höheren magnetischen Felder 72
gut erfaßt wird.
-
Die Tragkörper 26 können sowohl aus einem Stück oder, wie in
F i g. 2, aus Einzelelernenten mit je einem Dauermagnet
28 hergestellt sein. Für die Stützschienen 32 wird nicht magnetisches,
gesintertes Material, wie Hartnietall, oder Sinterkeramik verwendet. Sind sie nicht
aus einem Stück, so sollen sie aneinanderstoßen, zweckmäßig mit einer zur Längsachse
schräg gerichteten Stoßstelle.
-
Die Webschützen können zur Verringerung von Wirbefströmen aus ferromagnetischern
Material mit höherem spezifischem Leitungswiderstand hergestellt sein, welcher z.
B. denjenigen des weichen Stahles von 0,002 Ohm pro 1 mm2 Querschnitt und
1 mm Länge übertrifft. Die Lauffläche der Schützen kann aus nichtmagnetischem
Material hergestellt sein. Zur Vermeidung von Verlusten durch jeweiliges Ummagnetisieren
des Materials des Webschützens 16 infolge Polwechsels während seines Laufes
auf der Schützenbahn 52 können die Webschützen 16 aus weichem Eisen
hergestellt sein. Die Dauermagnete können aus Material hergestellt sein, welches
mindestens eine höhere Remanenz als Stahl aufweist, eventuell außerdem eine höhere
Koerzitivkraft als Stahl.
-
Längs der Schützenbahn können die Zwischenräume zwischen den magnetisch
wirkenden Führungsmitteln verschieden sein, z. B. um am Ende durch kleinere
Ab-
stände eine Bremsung der Webschützen zu erzielen.