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Haltegerüst für einen Modell- und Keramikblock zum Gießen unter Verwendung
von ausschmelzbaren Modellen Die Erfindung bezieht sich auf ein Haltegerüst für
einen Modell- und Keramikblock zum Gießen unter Verwendung von ausschmelzbaren Modellen,
bestehend aus einem Standrohr mit einer in Form einer Haube gestalteten Verschlußvorrichtung,
die mit einem abgefederten und im Standrohr befestigten Stab verbunden ist.
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Haltegerüste für einen Modell- und Keramikblock zum Gießen unter Verwendung
von ausschmelzbaren Modellen, die aus einem Standrohr mit einer Verschlußvorrichtung
(Urheberschein Nr. 105 671) bestehen, sind bekannt.
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Die Verschlußvorrichtung derartiger bekannter Haltegerüste ist in
Form einer Haube gestaltet, die mit einem abgefederten, im Standrohr des Haltegerüsts
befestigten Stab verbunden ist. Die aus ausschmelzbarem Material hergestellte Haube
sitzt auf einer mit dem abgefederten Stab verbundenen Scheibe.
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Derartige bekannte Haltegerüste gewährleisten je-
doch nicht
ein Festhalten des Keramikblockes nach erfolgtem Ausschmelzen des Modellblockes.
Die Haube der Verschlußvorrichtung kann nur für einen einmaligen Zusammenbau der
ausschmelzbaren Modellteile verwandt werden.
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Der Zweck der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu beheben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Haltegerüst zu schaffen,
das einen Zusammenbau der ausschmelzbaren Modellteile ermöglicht und das auch den
Keramikblock nach erfolgtem Ausschmelzen des Modellblockes festzuhalten vermag.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine aus nicht
schmelzbarem Material gefertigte Haube abnehmbar gestaltet ist und daß ihre äußere
Auflagefläche, zur Erzielung einer entsprechenden schraubenförmigen Oberfläche im
Keramikblock für ein Festhalten desselben am Haltegerüst nach erfolgtem Ausschmelzen
des Modellblockes, mit Gewinde versehen ist und daß die Verbindung zwischen der
Haube und einem abgefederten Stab lösbar und der Stab m' einem Standrohr des Haltegerüstes
verschiebbar ist.
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Als Verbindung zwischen der abnehmbaren Haube und dem abgefederten
Stab kann eine Bajonett-Schraubenverbindung verwendet werden, die aus einem am Stab
angeordneten Schraubengewinde mit einer Nut und aus einem in Wechselwirkung mit
diesem stehenden, an der Innenseite der Haube befestigten Stift besteht.
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Die Befestigung des abgefederten im Hohlraum des Standrohres des Haltegerüstes
befindlichen Stabes kann in Fonn einer Bajonettverbindung gestaltet sein, die aus
einer am Stab angeordneten L-förmigen Nut und aus einem in Wechselwirkung mit dieser
stehenden, am Standrohr des Haltegerüstes befestigten Stift besteht.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Gesamtansicht des erfindungsgemäßen
Haltegerüstes mit einem Modell- und Keramikblock, F i g. 2 die erfindungsgemäße
Haube der Verschlußvorrichtung mit Stift im Längsschnitt in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 den erfindungsgemäß, im Standrohr des Haltegerüstes befestigten
Stab im Längsschnitt, Fig. 4 die zusammengefügte erfindungsgemäße Verschlußvorrichtung
bei gegenseitiger Verriegelung von Stab und Haube gemäß F i g. 2 und
3 im Längsschnitt, F i g. 5 die erfindungsgemäße Verschlußvorrichtung
gemäß F i g. 4 in der Stellung nach Beendigung des Zusammenbaues der ausschmelzbaren
Modellteilstücke im Längsschnitt.
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Das Haltegerüst für den Modell- und Keramikblock zum Gießen unter
Verwendung von ausschmelzbaren Modellen enthält ein hohles Standrohr 1 (F
i g. 1), auf das einzelne Modellteilstücke 2 des ausschmelzbaren Modellblockes,
die zur Erzeugung des Keramikblockes 3 dienen, aufgesetzt sind und eine Verschlußvorrichtung
4 zur Befestigung der
Blöcke. Das Haltegerüst ist gelenkig im Knotenpunkt
»A « mit einer Kette eines Förderers »B« verbunden.
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Die Verschlußvorrichtung 4 (F i g. 1) besteht aus einer Haube
5 (Fig. 2) und einem abgefederten Stab 6 (F i g. 3 und 4).
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Die, aus nicht schmelzbarem Material gefertigte Haube 5 (F
i g. 2) weist an ihrer Außenfläche 7 ein Schraubengewinde auf, durch
das - der Keramikblock 3 (F i g. ly -nach erfolgfem Aus$chmelzen
des Modellblockes festgehalten wird. Im Inneren der Haube 5 ist ein zur Verbindung
mit dem abgefederten Stab 6 (F i g. 3 und 4) dienender Stift
8 eingepreßt.. Die Außenfläche der -Haube 5 ist mit einer aus
ausschmelzbarem Material bestehenden Schicht 9
i g. 2) umkleidet.
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Der abgefederte Stab 6 (F i g. 3> 4 und 5) weist
Abstufungen auf. Der Stabteil mit dem größeren Durchmesser ist mit einem Schraubengewinde
10,
das eine Nut 11 aufweist, versehen. In die Gewindegänge dieses
Schraubengewindes greift ein Stift 8 ein. Am den kleineren Durchmesser aufweisenden
Stabteil befindet sich eine Uförmige Nut 12, in die ein in die Führungsbuchse 14
eingepreßter Stift 13 eingreift, die ihrerseits in den Innenhohlraum des
Standrohres 1 des Haltegerüstes eingeschraubt ist.
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Der Stab 6 wird in der Führungsbuchse 14 durch die Feder
15 verschiebbar gehalten. Die Feder stützt sich mit ihrem einen Ende gegen
eine Scheibe 16
und mit ihrem anderen Ende gegen die Stirnfläche der Buchse
14.
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Die ausschmelzbaren Modellteilstücke werden folgendermaßen auf dem
Haltegeräst zusammengebaut: Nachdem der Stab 6 (F i g. 4) in diejenige
Stellung gebracht worden ist, bei der der in die Nut 12 eingreifende Stift
13 sich im horizontalen Abschnitt der L-förmigen Nut 12 befindet, so daß
die Feder 15
maximal zusammengepreßt wird, werden die ausschmelzbaren Modellteilstücke
2 auf das Standrohr 1
des Gerüstes aufgereiht. Dann wird auf den Stab
6
die mit aussehrnelzbarem Material 9 umkleidete Haube 5 aufgeschraubt,
hierbei wird der Stift 8 in den Gewindegängen des Schraubengewindes
10 so weit verschoben, bis er in die Nut 11 einrastet.
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Beim weiteren Drehen der Haube 5 (F i g. 5) dreht sich
diese bereits schon zusammen mit dem Stab 6.
Hierbei gleitet der Stift
13 aus dem horizontalen Abschnitt der Uförmigen Nut 12 hinaus und gelangt
in den vertikalen Abschnitt derselben. Durch die Feder 15 wird nun der Stab
6 in der Buchse 14 axial so weit verschoben, bis die Stirnfläche der Haube
5
auf der stimseitigen Fläche des äußersten ausschmelzbaren Modellteilstückes
2 zum Aufliegen kommt.
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Der derart zusammengefügte, aus dem Haltegerüst und den ausschmelzbaren
Modellteilstücken 2 bestehende Modellblock wird dann in die Vorrichtung zum Aufbringen
des Keramikilberzugs eingebracht; hierbei wird auch auf die schraubenförmige Außenfläche
7 der Haube 5 (F i g. 2) ein Keramiküberzug aufgetragen, so
daß der Keramikblock 3 (F i g. 1) auf der Haube 5 durch das
in ihm erzeugte Schraubengewinde befestigt ist. Hiernach wird der Modell- und Keramikblock
in die Schmelzvorrichtung eingebracht. Nach dem AusschmeIzen des Modellblockes 2
bleibt der Keramikblock 3 auf der Haube 5 der Verschlußvorrichtung
sitzen-.
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Der Keramikblock 3 wird vom Haltegerüst- durch Losdrehen des
Blockes in der Gewindefläche 7 der Haube 5 gelöst - und dann
vom Haltegerüst abgenonunen.
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Danach wird der Keramikblock 3 zum nächstfolgenden Fertigungsvorgang
weitergeleitet und das Haltegerüst für den Zusammenbau der folgenden ausschmelzbaren
Modellteilstücke 2 im nächsten Arbeitsspiel vorbereitet. Zu diesem Zweck wird der
Stab 6 (F i g. 5) mit Hilfe der Haube 5 bis zum Anschlag herausgezogen.
Danach wird die Haube 5 gedreht. Hierbei tritt der Stift 13 in den
horizontalen Abschnitt der Uförmigen Nut 12 ein. Bei weiterer Drehung der Haube
5, bei der sich bereits der Stab 6
nicht mehr mitdreht, verläßt der
Stift 8 die Nut 11,
so daß kein Eingriff mehr vorhanden ist. Die Haube
wird nun abgenommen, und beim nächsten Arbeitsgang wird ihre Außenfläche
7 (F i g. 2) mit einer Schicht 9 aus ausschmelzbarem Material
umkleidet.