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Vorrichtung zur Belichtung und Entwicklung von durch einen Transportmotor
bewegten Papieren in einem mit Ammoniakdampf gefüllten Raum Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zur Belichtung und Entwicklung von durch einen Transportmotor
bewegten Papieren in einem mit Ammoniakdampf gefüllten Raum, der einen Raumerhitzer
und einen Verdampfungsheizkörper enthält und an eine zur Zuführung des flüssigen
Ammoniaks dienende Pumpe sowie an ein Gebläse angeschlossen ist, das aus dem Entwicklungsraum
Ammoniakdampf absaugt und zugleich einen Kühlluftstrom für einen eine Lichtquelle
umschließenden, rotierenden Glaszylinder erzeugt.
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Bei den üblichen bekannten Belichtungs- und Entwicklungsgeräten auf
der Basis der Entwicklung des lichtempfindlichen Papiers mit Ammoniakgas ist auf
der einen Seite der das Ammoniakgas enthaltenden Kammer eine poröse Platte sowie
eine Vielzahl von Rollen und ein Heizkörper für die Verdampfung des flüssigen Ammoniaks
vorgesehen, wobei ein Raumerhitzer und eine Wanne zur Aufnahme des flüssigen Ammoniaks
in der Kammer für das gasförmige Ammoniak derart angeordnet sind, daß ein Austrittsschlitz
für das gasförmige Ammoniak zwischen den Rollen entsteht. Dicht entlang der Gaskammer
verläuft, durch ein Paar Rollen angetrieben, ein endloses, vorzugsweise aus Gummi
hergestelltes Drucktuch. Das flüssige Ammoniak wird mittels Leitungen in der Wanne
verteilt und in einem Verdampfer so weit erhitzt, daß ein gasförmiges Ammoniak entsteht,
welches sich beim Durchlaufen durch die Maschine auf der Schichtseite des lichtempfindlichen
Papiers niederschlägt, einerseits die Säurekomponente des Ammoniaks an den belichteten
Teilen neutralisiert und andererseits an den unbelichteten Teilen des lichtempfindlichen
Papiers den Farbstoff mit dem Papier verbindet. Auf diese Weise wird das lichtempfindliche
Papier entwickelt.
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Dieses bekannte Belichtungs- und Entwicklungsgerät hat die im folgenden
aufgezeigten, sehr wesentlichen Nachteile: Die Bedienungsperson muß über eine verhältnismäßig
große Erfahrung verfügen, um abschätzen zu können, ob die Temperatur innerhalb der
Gaskammer bereits die für die Verdampfung erforderliche Höhe besitzt. Wenn nämlich
das flüssige Ammoniak in die Wanne eingeführt wird, bevor die Verdampfungstemperatur
innerhalb der Gaskammer erreicht ist, kondensieren Ammoniakdämpfe an der Wand der
Gaskammer und der Fördereinrichtung im Entwicklungsteil, so daß der entstandene
tauartige Niederschlag das in die Maschine eingeführte Papier stellenweise befeuchtet.
Dadurch werden fleckige und unscharfe Kopien erhalten. Wenn die Temperatur innerhalb
der Gaskammer schließlich die vorgesehene Höhe erreicht hat, muß die Bedienungsperson
dafür Sorge tragen, daß der Raumerhitzer abgeschaltet wird, das flüssige Ammoniak
tropfenweise in die Wanne läuft und durch den Verdampfungsheizkörper in gasförmiges
Ammoniak übergeführt wird. Ist dieser Zustand erreicht, dann kann der Entwicklungsprozeß
anfangen. Während des Entwicklungsvorganges fällt jedoch die Temperatur in der Gaskammer
ab. Um nun in der Gaskammer den erforderlichen Temperaturbereich einzuhalten, ist
eine verhältnismäßig große Erfahrung erforderlich, damit der Raumerhitzer im richtigen
Zeitpunkt an- oder abgeschaltet wird.
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Wird unmittelbar, nachdem der Entwicklungsvorgang zu Ende ist, die
Maschine abgestellt, so ist eine Verseuchung der Luft im Arbeitsraum durch das aus
der Gaskammer ausleckende gasförmige Ammoniak nicht zu vermeiden, da gleichzeitig
mit dem Abstellen der Maschine das Absauggebläse abgeschaltet wird: Dies ist sehr
ungesund. Außerdem werden, wenn die Maschine unmittelbar nach dem letzten Entwicklungsvorgang
ganz
abgestellt wird, das endlose, aus Gummi hergestellte Drucktuch im Entwicklungsteil
und das Transportband im Belichtungsteil durch die extrem hoch erhitzte Gaskammer
und den sehr heißen Glaszylinder leicht zerstört.
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Um diese Nachteile zu beseitigen, wurde bei den üblichen und bekannten
Belichtungs- und Entwicklungsgeräten vorgesehen, daß der Ventilator- und Antriebsmotor
erst einige Zeit, nachdem die Lichtquelle und die Erhitzer abgeschaltet wurden,
stillgelegt werden. Damit sind innerhalb des Entwicklungsgerätes zwei Schaltkreise
erforderlich, einer, in dem die Maschine von Hand ein- und ausgeschaltet wird, und
ein zweiter mit einem Zeitschalter, welcher, nachdem er von Hand eingeschaltet ist,
automatisch nach einer vorher eingestellten Zeit den zweiten Schaltkreis ausschaltet.
Es ist sehr ungünstig, daß beim Einschalten beide Schaltkreise nacheinander von
Hand betätigt werden müssen. Daher wird das Einschalten des Ventilator- und Antriebsmotors
auch häufig vergessen. Somit läuft der Antriebs- und Ventilatormotor noch nicht,
obwohl das Gerät bereits eine Zeitlang eingeschaltet ist. Damit ist es nicht zu
vermeiden, daß der Arbeitsraum von den aus der Gaskammer ausleckenden Ammoniakdämpfen
verseucht wird und außerdem das endlose Drucktuch des Entwicklungsteils und das
endlose Förderband des Belichtungsteils durch die extrem stark erhitzte Gaskammer
und den sehr heißen Glaszylinder zerstört werden.
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Wird jedoch der Hauptschalter des Gerätes erst einige Zeit, nachdem
der Entwicklungsvorgang beendet ist, betätigt, so muß, um die Zufuhr des flüssigen
Ammoniaks zu unterbrechen, der Hahn am Vorratsbehälter gleichzeitig mit dem Ausschalten
des Hauptschalters geschlossen werden. Auch dieses Absperren des Vorratsbehälters
des flüssigen Ammoniaks wird leicht vergessen. Dadurch wird nicht nur flüssiges
Ammoniak unnütz vergeudet, sondern es reicht auch die Leistung des Absauggebläses
nicht aus, um die Ammoniakdämpfe völlig abzuführen. Diese im Gerät bleibenden Dämpfe
greifen die Metallteile in der Maschine sehr stark an und führen allmählich zu deren
Zerstörung. Diese mehrfach nacheinander vorzunehmenden Schaltvorgänge sind also
nicht nur unbequem, sondern auch wegen des erhöhten Verbrauchs an Ammoniak und größeren
Verschleißes des Gerätes von großem Nachteil.
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Zur Verarbeitung des lichtempfindlichen Papiers in dem Belichtungs-
und Entwicklungsgerät ist es wichtig, darauf zu achten, daß für einen leistungsfähigen
Betrieb die Quecksilberdampflampe als Belichtungsquelle eine genügend hohe Leuchtintensität
aufweist, daß ferner eine genügend große Menge von Ammoniakdampf in der Gaskammer
vorrätig ist und schließlich die Temperatur innerhalb der Gaskammer einen festgelegten
Temperaturbereich einhält, damit klare und gleichmäßig getönte Kopie mit einem solchen
Durchlauf-Belichtungs- und Entwicklungsgerät hergestellt werden können. Wie bereits
erwähnt, erfordert dies aber bei dem bekannten, bisher üblichen Gerät ein sehr hohes
Maß an Erfahrung, um das Gerät immer auf der günstigsten Einstellung zu halten.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Durchlauf-Belichtungs-
und Entwicklungsgerät zu schaffen, das alle diese genannten Nachteile überwindet
und mit einem elektronischen, die einzelnen Schaltvorgänge genau aufeinander abstimmenden
Steuersystem die Herstellung einwandfreier Pausen durch eine genaue Abstimmnug der
einzelnen Betriebsbedingungen aufeinander gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß vier Relais und zwei Thermoschalter
vorgesehen sind, von denen der erste Thermoschalter bei einer Temperatur von etwa
80° C und der zweite Thermoschalter bei einer Temperatur von etwa 100° C anspricht,
daß ferner das erste Relais drei Kontaktpaare enthält, von denen das erste Kontaktpaar
im Stromkreis des Transportmotors und des Gebläses, das zweite Kontaktpaar im Stromkreis
der Pumpe liegt und das dritte Kontaktpaar einen Selbthaltekontakt bildet, während
die Erregerspule dieses Relais in Reihe mit einem Einschalter und einem Ausschalter
geschaltet ist, daß ferner das zweite Relais zwei Kontaktpaare enthält, von denen
das erste Kontaktpaar gleichfalls im Stromkreis der Pumpe liegt und das zweite Kontaktpaar
parallel zum ersten Kontaktpaar des ersten Relais im Stromkreis des Transportmotors
und des Gebläses angeordnet ist, während die Erregerspule dieses Relais in Reihe
mit dem ersten Thermoschalter geschaltet ist, daß ferner das dritte Relais, dessen
Erregerspule in Reihe mit dem ersten und zweiten Kontaktpaar des ersten Relais geschaltet
ist, zwei Kontaktpaare enthält, von denen das erste Kontaktpaar in Reihe mit dem
ersten und zweiten Kontaktpaar des ersten Relais und dem Raumerhitzer geschaltet
ist, während das Kontaktpaar in Reihe mit dem ersten und zweiten Kontaktpaar des
ersten Relais und der Erregerspule des vierten Relais liegt, von dessen zwei Kontaktpaaren
das eine Kontaktpaar einen Selbsthaltekontakt bildet und das andere Kontaktpaar
in Reihe mit einer Kontrollampe und dem ersten und zweiten Kontaktpaar des ersten
Relais geschaltet ist, und daß schließlich der Verdampfungsheizkörper und die Lichtquelle
parallel zueinander und in Reihe mit dem ersten und zweiten Kontakt des ersten Relais
geschaltet sind.
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Durch den Schaltvorgang des ersten 'Ihermoschalters wird bei einer
Temperatur von etwa 80° C innerhalb der Gaskammer, welche zur Verdampfung des flüssigen
Ammoniaks ausreicht, die Versorgungspumpe im Vorratsbehälter des flüssigen Ammoniaks
eingeschaltet und das Ammoniak tropfenweise in eine Wanne innerhalb der Gaskammer
eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Kontrollampe noch ausgeschaltet und weist
darauf hin, daß die Ammoniakdämpfe die Gaskammer noch nicht ausreichend angefüllt
haben, so daß es unzweckmäßig ist, das Entwicklungsgerät zur Entwicklung des lichtempfindlichen
Papiers einzuschalten.
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Hat die Temperatur innerhalb der Gaskammer ungefähr einen Wert von
100° C durch den Heizkörper zur Verdampfung des flüssigen Amomniaks und den Raumerhitzer
erreicht, wird durch den Thermoschalter der Raumerhitzer abgeschaltet und die Kontrollampe
eingeschaltet, die darauf hinweist, daß die Gaskammer nunmehr ausreichend mit Ammoniakdampf
gefüllt ist und die Temperatur innerhalb der Gaskammer ausreicht, um eine einwandfreie
Entwicklung des lichtempfindlichen Papiers zu gewährleisten.
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Während des Entwicklungsvorganges wiederholt sich der Vorgang des
Ein- und Ausschaltens des Thermoschalters fortlaufend, und zwar schaltet dieser
den
Raumerhitzer ein, sobald die Temperatur innerhalb der Gaskammer unter 100° C abgefallen
ist, und wieder aus, sobald die Temperatur den Wert 100° C übersteigt. Damit ist
gewährleistet, daß die Temperatur innerhalb der Gaskammer automatisch ununterbrochen
auf der richtigen Höhe gehalten wird. Während dieses Regelvorganges des Thermoschalters
brennt jedoch die Kontrollampe ununterbrochen und zeigt an, daß das Entwicklungsgerät
einsatzbereit ist.
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Wenn nach dem Arbeiten mit dem Belichtungs-und Entwicklungsgerät dieses
abgeschaltet werden soll, so werden durch manuelle Betätigung des Schaltknopfes
»Aus« die Lichtquelle, der Heizkörper zur Verdampfung des flüssigen Ammoniaks, der
Raumerhitzer, der Motor der Versorgungspumpe im Vorratsbehälter des flüssigen Ammoniaks
und die Kontrollampe ausgeschaltet. Nicht abgeschaltet werden erfindungsgemäß der
Antriebsmotor und der Motor des Absaug- und Kühlgebläses, die so lange weiterlaufen,
bis die Temperatur innerhalb der Gaskammer auf einen Wert unter 80° C gefallen ist.
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Durch die Verwendung von Gleichrichtern, Widerständen und Kondensatoren
zwischen dem einen Thermoschalter und dem Relais B und entsprechend zwischen dem
zweiten Thermoschalter und dem Relais C kann eine Rückkopplung, die zu durch die
Ein- und Ausschaltung der Thermoschalter hervorgerufenen Schwingerscheinungen führt,
vermieden werden.
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Durch je einen weiteren Gleichrichter, Widerstand und Kondensator
zwischen den Relais C und D wird eine Zeitverzögerung derartig bewirkt, daß das
Relais D immer erst um einen bestimmten Betrag verzögert nach dem Anziehen des Relais
C anspricht.
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Parallel zum einen Thermoschalter ist zweckmäßig ein Schalter vorgesehen,
mit dem der eine Thermoschalter überbrückt werden kann. Dadurch wird erreicht, daß,
obwohl die Lichtquelle der Heizkörper zur Verdampfung des flüssigen Ammoniaks, der
Raumerhitzer, die Versorgungspumpe und die Kontrollampe ausgeschaltet sind, der
Antriebsmotor und der Motor des Absaug- und Kühlgebläses laufen. Dieser Schaltkreis
ist vorgesehen, um beim Reinigen des Gerätes oder bei Instandsetzungsarbeiten an
das endlose Drucktuch und den Glaszylinder leicht herankommen zu können.
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Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert; es zeigt F i g.1 den Schaltplan für das elektronische Steuersystem; F
i g. 2 eine schematische Seitenansicht der wesentlichsten Teile eines Durchlauf-Belichtungs-
und Entwicklungsgerätes.
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Das in den F i g. 1 und 2 dargestellte Durchlauf-Belichtungs- und
Entwicklungsgerät wird von einer Stromquelle 1 gespeist. Nach dem Schaltplan gemäß
F i g. 1 hat das Relais A (2) drei Kontaktpaare A 1,
A 2 und
A 3. Die Erregerspule 3 des Relais liegt über einem »Ein-« und »Aus«-Druckknopfschalter
4, 5 an der Stromquelle. Das zweite Relais B mit den Kontaktpaaren B 1 und
B 2 und der Erregerspule 7 ist mit der Ziffer 6 bezeichnet. Ein Motor 8 treibt
die Versorgungspumpe 8' für den flüssigenAmmoniak an. Der Motor 9 für den Transportantrieb
liegt parallel zum Motor 10 für das Absaug- (10') und Kühlgebläse
(10"). Ein Thermoschalter 11 spricht auf die Temperatur innerhalb der Gaskammer
an, wenn diese einen Betrag von ungefähr 80° C erreicht hat. Eine Gleichrichterdiode
12 und ein Widerstand 13 liegen zwischen dem Thermoschalter 11. und der Erregerspule
7. Parallel zur Erregerspule 7 ist ein Kondensator 14 angeschlossen. Ein weiterer
Thermoschalter, welcher bei einer Temperatur von ungefähr l00° C in der Gaskammer
anspricht, trägt das Bezugszeichen 16. Ein drittes Relais C (17) besitzt zwei Kontaktpaare
C 1 und C2. Es wird von der Erregerspule 18 geschaltet. Mit dem Relais 17
wirkt eine Gleichrichterdiode 19, ein Widerstand 20 zusammen, außerdem ist ein Kondensator
21 parallel zur Erregerspule 18 des Relais geschaltet. Ein Raumerhitzer 22 liegt
einerseits an dem Kontaktpaar C 1 des Relais C und andererseits an dem Kontaktpaar
A 1 des Relais A. Ein viertes Relais D - mit 23 bezeichnet
- hat zwei Kontaktpaare D 1, D 2. Die Erregerspule 24 des Relais
ist von einem Kondensator 27 überbrückt und ist über einen Widerstand 26 und eine
Gleichrichterdiode 25 mit dem Kontaktpaar C 2 des Relais C (17) verbunden. An dem
Kontaktpaar D 2 des Relais D (23) ist die Kontrollampe 28 angeschlossen.
Mit 29 ist ein Heizkörper zur Verdampfung des flüssigen Ammoniaks und mit 30 eine
Lichtquelle bezeichnet. Gemäß F i g. 2 ist ein Glaszylinder 31 mit einem endlosen
Band 33 umgeben, das das lichtempfindliche Papier an der Lichtquelle 30 vorbeiführt.
Ein zweites endloses aus Gummi oder einem ähnlichen geeigneten Material hergestelltes
Drucktuch 34 führt das belichtete Papier an der Gaskammer 32 vorbei. In die
F i g. 2 sind Pfeile eingezeichnet, die den Verlauf der Ammoniakdämpfe im Belichtungs-
und Entwicklungsgerät anzeigen.
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Beim Einschalten des Druckknopfes 4 wird das Relais 2 erregt und die
Maschine eingeschaltet. Durch das Anziehen des Relais werden die Kontakte in den
Kontaktpaaren A 1, A 2 und A 3 geschlossen. Obwohl der Schaltknopf
4 sich beim Loslassen sofort wieder öffnet, bleibt das Relais 2 über das Selbsthaltekontaktpaar
A 3 an die Stromquelle 1 angeschlossen. Über die beiden Kontaktpaare A
1, A 2 des Relais wird die Lichtquelle 30 und der Heizkörper
29 zur Verdampfung des flüssigen Ammoniaks eingeschaltet. Ebenfalls mit eingeschaltet
werden über die Kontaktpaare A 1 und A 2 der Antriebsmotor 9 und der Motor
10 für das Absaug- und Kühlgebläse. Außerdem wird über die Kontaktpaare A
1, A 2 die Spule 18 des Relais C eingeschaltet. Da der Thermoschalter 16 während
des Anheizvorganges geschlossen bleibt, bleibt das Relais C zunächst erregt, so
daß über das Kontaktpaar C 1 auch der Raumerhitzer 22 eingeschaltet ist. Durch den
Raumerhitzer 22 und den Heizkörper 29 zur Verdampfung des flüssigen Ammoniaks steigt
die Temperatur innerhalb der Gaskammer langsam bis auf etwa eine Größe von 80° C
an (bei dieser Temperatur wird das flüssige Ammoniak mühelos verdampft). Bei dieser
Temperatur von etwa 80° C spricht der Thermoschalter 11 in der Gaskammer 32 an und
erregt über die Spule 7 das Relais B. Dadurch werden die Kontaktpaare
B 1, B 2
geschlossen. Mit dem Kontaktpaar B 1 wird der Motor 8 und die Pumpe
für das flüssige Ammoniak eingeschaltet, wodurch das flüssige Ammoniak tropfenweise
in eine innerhalb der Gaskammer 32 vorgesehene Wanne befördert wird. Da die Heizkörper
noch eingeschaltet sind, steigt die Temperatur in der Gaskammer 32 weiter an und
bringt, wenn sie etwa
100° C erreicht hat, den Thermoschalter 16
zum Ansprechen. Dadurch wird die Spule 18 des Relais C stromlos, so daß das Kontaktpaar
C 1 abfällt und das Kontaktpaar C2 geschlossen wird. Durch das Öffnen des Kontaktpaares
C 1 wird der Raumerhitzer 22 abgeschaltet, so daß eine übermäßige
Erhitzung der Gaskammer verhindert wird. Durch das Schließen des Kontaktpaares C
2 zieht die Spule 24 des Relais D Strom und schaltet über das Kontaktpaar
D 2
die Kontrollampe 28 ein, die nunmehr anzeigt, daß die Gaskammer 32 mit
ausreichenden Ammoniakdämpfen angefüllt ist und daß außerdem die Temperatur innerhalb
der Gaskammer 32 den vorgeschriebenen, zur Entwicklung des lichtempfindlichen Papiers
notwendigen Wert erreicht hat. Es dauert etwa 3 Minuten vom Ansprechen des Thermoschalters
11 und damit vom Beginn der tropfenweisen Zufuhr des flüssigen Ammoniaks bis zu
dem Moment, in welchem der Thermoschalter 16 anspricht und die Kontrollampe 28 einschaltet.
Deshalb ist bis zum Ansprechen der Glimmlampe 28 genügend Zeit zur Erzeugung einer
ausreichenden Ammoniakdampfatmosphäre verflossen, so daß die ersten lichtempfindlichen
Papiere zur Entwicklung in die Maschine eingeführt werden können.
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Wenn während des Entwicklungsvorganges die Temperatur innerhalb der
Gaskammer unter einen Betrag von ungefähr 100° C gefallen ist, spricht der Thermoschalter
16 an und schließt das Kontaktpaar C1 des Relais 17. Damit wird der Raumerhitzer
22 wiederum eingeschaltet. Obwohl im selben Augenblick das Kontaktpaar C2 geöffnet
wird, bleibt die Spule 24 des Relais D über das Selbsthaltekontaktpaar C1 an die
Spannungsquelle angeschlossen, so daß auch über das Kontaktpaar C2 die Kontrolllampe
28 eingeschaltet bleibt. Der Raumerhitzer 22 wird wiederum abgeschaltet, wenn die
Temperatur der Ammoniakdämpfe in der Gaskammer 32 die vorgeschriebene Höhe erreicht
hat. Durch diese Einrichtung wird über das Relais 17 der Raumerhitzer 22 also fortlaufend
ein- und ausgeschaltet, so daß die günstigsten Bedingungen für die Entwicklung immer
aufrechterhalten bleiben. Dieses Ein- und Ausschalten des Raumerhitzers wird durch
die Kontrolllampe 28 nicht angezeigt, da das Relais D über das Selbsthaltekontaktpaar
D 1 unter Strom bleibt. Damit wird die Temperatur des Ammoniakdampfes innerhalb
der Gaskammer 32 automatisch auf einer Temperatur gehalten, die um einen Wert um
100° C pendelt.
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Eine weitere Ausgestaltung des Durchlauf-Belichtungs- und Entwicklungsgerätes
gemäß der Erfindung besteht darin, daß der Abschaltknopf 5 durch die Betätigung
von Hand das Relais 2 von der Stromquelle 1 abschaltet und damit die Kontaktpaare
A 1, A 2 und A 3 trennt. Obwohl der Schaltknopf 5 nach seinem Loslassen
die eine Seite des Relais A wieder an die Stromquelle anschließt, bleibt das Relais
abgefallen, da das Selbsthaltekontaktpaar A 3 geöffnet ist. Gleichzeitig wird auch
durch das Trennen des Kontaktpaares A 2 der Motor 8 für die Versorgungspumpe abgeschaltet
und die tropfenweise Zufuhr des Ammoniaks in die Wanne unterbunden. Durch die Unterbrechung
der Kontaktpaare A 1, A 2 des Relais A wird ferner der Heizkörper 29 zur Verdampfung
des flüssigen Ammoniaks und die Lichtquelle 30 abgeschaltet und ebenfalls das Relais
C und das Relais D, so daß auch der Raumerhitzer 22 und die Kontrollampe 28 ausgeschaltet
sind. Da der Thermoschalter 11 noch so lange geschlossen bleibt, bis die Temperatur
innerhalb der Gaskammer 32 unter 80° C gesunken ist, bleiben auch die Kontaktpaare
B2, B 1 des Relais B geschlossen, so daß der Antriebsmotor 9 und der
Motor 10 für das Absaug- und Kühlgebläse weiterlaufen. Bis zu dem Zeitpunkt, zu
dem sich der Thermoschalter 11 öffnet, vergehen nach der Betätigung des Schaltknopfes
5 etwa 15 Minuten. Innerhalb dieser Zeit werden die noch in der Gaskammer verbleibenden
Ammoniakdämpfe mit dem Absaug- und Kühlgebläse aus dem Inneren der Maschine entfernt.
Dies ist von besonderem Vorteil, da das Gebläse so lange läuft, bis die Temperatur
in der Gaskammer unter den Punkt gefallen ist, bei dem das Ammoniak anfängt, im
stärkeren Maße zu verdampfen. Damit wird der gesamte Ammoniakdampf über die normalen
Abgasleitungen aus dem Gerät heraus ins Freie befördert, so daß ein Durchlecken
in den Arbeitsraum vermieden wird. Da außerdem das Gebläse 10 auch zur Kühlung der
Lichtquelle 30 dient und diese Kühlung ebenfalls bis zum Abfallen des Thermoschalterkontaktes
aufrechterhalten bleibt, wird vermieden, daß das endlose Band 33, das das Transparentoriginal
zusammen mit dem lichtempfindlichen Papier um die Glaswalze 31 führt, durch die
extrem hohen Glastemperaturen des Zylinders 31 zerstört wird, und ferner wird durch
die Absaugung auch eine Zerstörung des endlosen, aus Gummi hergestellten Drucktuches
34 vermieden, das mit der extrem heißen Gaskammer der Maschine in Berührung steht.
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In der Schaltanlage des elektronischen Steuersystems ist außerdem
parallel zum Thermoschalter 11 ein Schalter 15 vorgesehen. Mit diesem Schalter werden
die Kontaktpaare B 1, B 2 des Relais 6 überbrückt, so daß der Antriebsmotor 9 und
der Motor 10 für das Absaug- und Kühlgebläse allein durch diesen Schalter in Betrieb
genommen werden können. Da in diesem Schaltzustand das Relais A nicht erregt ist,
bleiben auch die Lichtquelle 30, der Heizkörper 29 zur Verdampfung des flüssigen
Ammoniaks, der Raumerhitzer 22, die Kontrollampe 28 und der Motor 8 für den Antrieb
der Versorgungspumpe abgeschaltet. Der alleinige Antrieb des Motors 9 gibt die Möglichkeit,
das endlose Transportband 33 und das endlose, aus Gummi hergestellte Drucktuch 34
sowie andere Teile der Maschine sehr bequem und einfach reinigen zu können.
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Durch die Anordnung einer Gleichrichterdiode 12, eines Widerstandes
13 und eines Kondensators 14 im Schaltkreis des Relais B sowie einer Gleichrichterdiode
19, eines Widerstandes 20 und eines Kondensators 21 im Schaltkreis des Relais C
wird eine Ansprech- und Abfallverzögerung der Relais bewirkt, wenn die Thermoschalter
11 und 16 in dem vorgeschriebenen Temperaturbereich ansprechen bzw. abfallen. Durch
diese Zeitverzögerung wird eine Selbsterregung der Relais B und C während der Thermoschalterregelung
vermieden, so daß eine Beschädigung der Schaltkontakte der Relais durch allzu hohe
Schalthäufigkeit unterbunden wird.
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Durch die im Schaltkreis des Relais D vorgesehene Gleichrichterdiode
25, den Widerstand 26 und den Kondensator 27, welche zwischen den Relais C und D
liegen, wird eine Ansprechverzögerung des durch das Relais C angesteuerten Relais
D bewirkt. Dadurch wird das Abfallen des Kontaktpaares C2
des Relais
C so lange verzögert, bis das Kontaktpaar D 1 des Relais
D angesprochen hat und damit das Relais D selbst hält. Damit wird erreicht,
daß die Kontrollampe 28 beim Abfallen des Schaltkontaktpaares C2 nicht sofort aufleuchtet,
sondern erst, nachdem die Energie im Schaltkreis der Spule 24 aufgebraucht ist.
Über die Zeitverzögerungsglieder wird nicht nur das Ansprechen des Relais C, sondern
auch das Abfallen verzögert. Das bewirkt, daß die Kontrollampe 28 während des gesamten
Regelprozesses, mit dem die Temperatur in der Gaskammer auf einer gleichbleibenden,
für die Entwicklung des lichtempfindlichen Papiers geeigneten Höhe gehalten wird,
kontinuierlich brennt. Bei einem solchen Steuersystem für ein Durchlauf-Belichtungs-
und Entwicklungsgerät wird das Gerät also allein durch die manuelle Betätigung des
Ein- und Ausschaltknopfes im Erregerkreis des Relais A eingeschaltet bzw. ausgeschaltet.
Alle weiteren Regelvorgänge innerhalb der Maschine werden während des Betriebs automatisch,
entsprechend der vorher eingestellten Regel- und Steuerwerte gesteuert.
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An Hand eines Temperatur-Zeit-Diagramms und eines Steuerprogramms
wird noch eine graphische Erläuterung zum Funktionsablauf des erfindungsgemäßen
Gerätes gegeben.