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Luftzufuhrregler für Sammelheizungskessel Die Erfindung betrifft einen
Luftzufuhrregler für Sammelheizungskessel, bei dem ein temperatur- oder druckempfindlicher
Fühler eine sich bei Temperatur-oder Druckänderungen drehende Welle aufweist, die
an den Luftzufuhrverschluß angeschlossen ist.
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Zur Regelung der Kesselwassertemperaturen von Sammelheizungskesseln
können als Fühler in den Wasserräumen der Kes ' sel Ausdehnungskörper angeordnet
sein, die bei Temperatur- oder Druckänderungen eine Welle drehen (deutsche Patentschrift
582 818). An der Welle ist üblicherweise ein Hebelarm befestigt, der über
eine Kette mit der Zuluftklappe des Kessels verbunden ist. Bei Änderungen der Kesselwassertemperatur
wird die Welle durch den Ausdehnungskörper so gedreht, daß die Zuluftklappe stufenlos
bei fallender Temperatur weiter geöffnet und bei steigender Temperatur weiter geschlossen
wird, wobei einer bestimmten Änderung der Wassertemperatur eine bestimmte Drehung
der Welle und damit eine bestimmte Änderung des Lufteinlaß-Querschnittes zur Feuerung
entspricht.
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Diese Regelungsart läßt sich schlecht anwenden, wenn nach Erreichen
einer vorgegebenen höchstzulässigen Kesselwassertemperatur oder eines vorgegebenen
höchstzulässigen Kesseldruckes die Luftzufuhr zur Feuerung plötzlich völlig abgestellt
werden soll, um einen Weiteranstieg der Kesselwassertemperatur oder des Kesseldruckes
zu verhindern.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, beim Feuerungsregler für Sammelheizungskessel
mit einer durch Temperatur- oder Druckänderungen verdrehbaren Welle, die über einen
Hebel auf die Zuluftklappe od. dgl. einwirkt, die Möglichkeit eines plötzlichen
selbsttätigen und vollständigen Verschlusses der Zuluftklappe od. dgl. zu schaffen.
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Gemäß der Erfindung ist an der Welle ein Antriebsglied einer Kupplung
befestigt, welches über einen Drehzahpfen mit einem an den Luftzufuhrverschluß angeschlossenen
Abtriebsglied schwenkbar verbunden ist und einen Mitnehmer trägt, der das Antriebsglied
mit dem Antriebsglied zur gemeinsamen Drehung um die Welle lösbar kuppelt, indem
er einerseits in das Abtriebsglied eingreift und sich andererseits in jeder Stellung
der Schwenkbewegung, ausgenommen der Endstellung, gegen eine Gleitfläche abstützt,
in Richtung auf welche er elastisch vorbelastet ist.
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Zwischen Welle und Zuluftklappe ist also eine lösbare Kupplung vorgesehen.
Die beiden Kupplungsteile sind durch einen Mitnehmer verbunden, der elastisch gegen
eine Gleitfläche gedrückt wird. Da der Mitnehmer in der der höchstzulässigen Kesselwassertemperatur
oder dem höchstzulässigen Kesseldruck entsprechenden Endstellung der Schwenkbewegung
nicht abgestützt ist, kann er sich in dieser Endstellung frei bewegen und damit
die Verbindung zwischen den beiden Kupplungsteilen lösen. Dann kann sich also das
Abtriebsglied frei bewegen, d. h., es wird unter dem Einfluß des Gewichtes
der Zuluftklappe derart verschwenkt, daß die Zuluft plötzlich völlig abgesperrt
wird; hierin liegt die fortschrittliche Wirkung des Gegenstandes der Erfindung.
Ein neues öffnen der Zuluftklappe ist nur durch zusätzliche Hilfsmittel möglich.
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Vorteilhaft ist der Mitnehmer ein Stift, der in einer Zylinderkammer
des Antriebsgliedes etwa parallel zur Welle axial gleitend gelagert ist, wobei der
Boden der Zylinderkammer durchbohrt ist und der Stift durch diese Bohrung in eine
Vertiefung des Abtriebsgliedes eingreift, wobei der Stift eine zylindrische Verstärkung
aufweist und zwischen dieser und der Bohrung eine Druckfeder den Stift umfaßt, und
wobei schließlich ein freies Ende des Stiftes an die Gleitfläche des Kopfes des
Fühlers anliegt.
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Eine derartige Kupplungsanordnung ist besonders einfach und wohlfeil
auszubilden und wenig störanfällig.
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Vorteilhaft ist die Gleitfläche derart ausgebildet, daß sie an der
der Endstellung der Schwenkbewegung des Stiftes um die Welle entsprechenden Stelle
eine öffnung aufweist, deren Querschnitt größer ist als der Querschnitt des freien
Endes des Stiftes. In diesem Fall wird der Stift in der Endstellung der Schwenkbewegung
in die öffnung rutschen und damit aus der Vertiefung des Abtriebsgliedes austreten.
Infolge dieser Bewegung wird das Abtriebsglied freigegeben.
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Vorteilhaft ist auf der Welle ein Entriegelungshebel gelagert, der
hinter die zylindrische Verstärkung des
Stiftes greift. Bringt man
in einem solchen Fall nach Lösung der Kupplung das Antriebsglied und das Abtriebsglied
wieder in die richtige Lage zueinander, so kann man mittels des den Stift umgreifenden
Entriegelungshebels den Stift wieder in seine Eingriffsstelluno, drücken, wobei
man nur die Federkraft zu überwinden braucht. Befindet sich das andere Ende des
Stiftes dann auf der Gleitfläche, so verbleibt der Stift in seiner Verriegelungsstellung.
Ist aber noch immer eine zu hohe Temperatur vorhanden, so wird der Stift wieder
in die öffaung eintreten und so eine zusätzliche Auffieizung des Kessels vermeiden.
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Der Anschluß des Antriebsgliedes an den Luftzufuhrverschluß weist
vorteilhaft einen Winkelhebel auf, dessen einer Schenkel im Antriebsglied befestigt
ist. Zur Befestigung bedient man sich beispielsweise einer Befestigungsschraube,
damit man die Stellung des Hebels nach Bedarf wählen kann.
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Das Ende des im Abtriebsglied befestigten Schenkels ragt vorteilhaft
in einen in Druckrichtung des Schenkels offenen Schlitz des Antriebsgliedes.
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Im allgemeinen wird man die Welle und den erwähnten Schenkel bei verriegelten
Kupplungsgliedern gleichachsig anordnen.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung vereinfacht dar. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht, teilweise geschnitten,
wobei alle Teile in die Schnittebene gedreht sind, und F i g. 2 eine Seitenansicht
des Gegenstandes der F i g. 1 von rechts gesehen, in der Arbeitsstellung.
Im Wasserraum eines Sammelheizungskessels 2, von dem nur eine Ecke dargestellt ist,
befindet sich ein Fühler 4, der bei Temperatur- oder Druckänderungen eine in seinem
Kopf 8 angeordnete Welle 6
dreht. Am Ende der Welle 6 ist das
Antriebsglied 10
(in F i g. 2 verdeckt) einer Kupplung starr befestigt,
mit der das Abtriebsglied 12 durch eine als Drehzapfen dienende Bolzenschraube 14
drehbar verbunden ist. Im Antriebsglied 10 ist, von dem Drehzapfen 14 aus
gesehen, auf der entgegengesetzten Seite eine Zylinderkammer 16 vorgesehen,
die kesselseitig offen ist und deren Boden bei 18 durchbohrt ist. In dieser
Zylinderkanimer liegt ein als Mitnehmer dienender Stift 20 mit einer zylindrischen
Verstärkung 22 und eine Druckfeder 24, die das freie Ende 26 des Stiftes
20 gegen die Gleitfläche 28 des Kopfes 8 drückt. Das andere Ende
30 des Stiftes 20 ragt in eine Vertiefung 32 des Abtriebsgliedes 12
und schafft auf diese Weise eine sichere Kupplung. Auf der Welle 6 ist bei
34 ein Entriegelungshebel 36 gelagert, in dessen Bohrung 38
das freie
Ende 26 des Stiftes 20 steckt. Am Entriegelungshebel 36 ist bei 40
eine Griffkugel 42 angebracht.
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In axialer Verlängerung der Welle 6 ist im Abtriebsteil 12
ein Winkelhebel 44, 46 gelagert, der mittels einer Arretierschraube 48 gegen Drehung
gesichert ist. Das Ende des Schenkels 46 trägt einen Ansatz 49, an dem eine Kette
50 angebracht ist, welche zur Zuhiftklappe führt. Das Ende des Schenkels
44 ragt in einen Schlitz 52, der (wie man gestrichelt der F i g. 2
entnimmt) in Bewegungsrichtung des Hebels frei geöffnet ist.
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Geht man von der Stellung in F i g. 2 aus, so schwenkt bei
steigender Temperatur der Fühler 4 die drehbar gelagerte Welle 6 und dreht
diese das Antriebsglied 10, das Abtriebsglied 12, den Hebel 44, 46 und den
Ansatz 49 derart, daß die Kette 50 gesenkt wird. Dabei bewegen sich der Entriegelungshebel
36
und die Kupplungsteile 10 und 12 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
(F i g. 2). Es ist nun zu beachten, daß sich im oberen Teil dieser Kupplungsteile
der Stift 20 befindet. Nach Schwenkung um einen Winkel ß in Endstellung wird
dieser Stift mit seinem freien Ende 26 über die Öffnung 54 im Kopf
8 des Fühlers 4 kommen und unter dem Druck der Druckfeder 24 in diese öffnung
54 eintreten. Dadurch wird der Abtriebsteil 12 frei und kann nunmehr um den Drehzapfen
14 schwenken. Die Schwenkung erfolgt infolge der Belastung durch die Zuluftklappe
od. dgl. weiter entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn, wobei der Schenkel 44 durch den
Schlitz 52 aus dem Antriebsglied 10 austreten kann. Die Kette
50 wird sich also selbsttätig so weit senken, daß die Luftzuführung völlig
geschlossen ist.
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Um die Anordnung wieder arbeitsfähig zu machen, bringt man zunächst
die Kupplungsteile 10 und 12 wieder in Deckung durch Verschwenken des Antriebsgliedes
12 bis zum Anschlag des Endes des Schenkels 44 am Ende des Schlitzes 52 und
zieht dann die Griffkugel 42 nach vom (in F i g. 1 nach rechts). Dabei wird
der Stift 20 aus der Öffnung 54 gezogen und in die Vertiefung 32 des Abtriebsgliedes
12 gedrückt. Nunmehr wird man die Griffkugel so weit in F i g. 2 im Uhrzeigersinn
verschwenken, daß das freie Ende 26 des Stiftes 20 nicht mehr über der Öffnung
54 steht. Dann ist die Anordnung wieder arbeitsfähig. Sollte aber in diesem Augenblick
die Temperatur des Kessels noch zu hoch sein, so führt der Fühler 4 die Anordnung
sofort wieder in eine -Stellung, bei der das freie Ende 26 des Stiftes 20
in 66 Öffnung 54 eintritt, d. h. die Zuluftklappe automatisch völlig
wiederum geschlossen wird.
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An Stelle des axial beweglichen Stiftes kann beispielsweise auch ein
an einem Kupplungsglied schwenkbar befestigter Haken benutzt werden, der in das
andere Kupplungsglied eingreift und durch eine am Kessel oder am Kopf befestigte
schräg ansteigende Fläche beim Erreichen der Abschaltstellung angehoben wird.