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Vorrichtung zum Steuern von - Bandförderanlagen für mit Zeiladressen
versehenes Fördergut Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Steuern
von Bandförderanlagen für Fördergut, das mit einer Zieladresse in Form verstellbarer
Kontaktbrücken versehen ist, die im Bewegungsablauf die am Förderschacht in die
Förderbahn hineinragenden und auf einer Leitungsstrecke des Steuerstromkreises einstellbaren
Kontaktglieder leitend verbinden.
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Es sind Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei denen eine am Fördergut
angeordnete leitende Fläche zum Schließen eines Stromkreises für in den Förderschacht
hineinreichende und das Fördergut abtastende Kontaktglieder dient. Dabei erfolgt
die Ansteuerung der Zieladresse durch die leitende Verbindung der Kontaktglieder
mittels der Kontaktbrücke am Fördergut.
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Bei dieser bekannten Vorrichtung ist die Zahl der möglichen Zieladressen
beschränkt, weil die übereinander angeordneten Kontaktglieder am Förderschacht nur
eine einzige, nach der Höhe aufgegliederte Kontaktreihe zuließen. Vor allem fehlt
dabei die Möglichkeit, den Leitweg über Abzweigungen zu bestimmen oder die Zieladresse
zu ändern oder mit verschiedenen Zieladressen versehene Fördergüter an eine einzelne
Empfangsstelle gelangen zu lassen.
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Die stetig zunehmende Verbreitung von Bandförderanlagen, und zwar
insbesondere solcher für auf einer Kante stehendes Fördergut (Schriftstücke oder
Schriftguttaschen), macht es erforderlich, die Anwendungsmöglichkeiten solcher Anlagen
zu erweitern.
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Dazu gehört vor allem bei großen Anlagen eine Erhöhung der Zahl der
Leitwege und Empfangsstellen und infolgedessen auch eine Erhöhung der Zahl der einstellbaren
Zieladressen. Außerdem ist es wünschenswert, die am Fördergut eingestellte Zieladresse
mit größerer Sicherheit erreichen und das Fördergut mit verschiedenen Zieladressen,
beispielsweise für den Hin- und Rückweg, versehen zu können. Schließlich soll auch
Fördergut mit verschiedenen Zieladressen einer einzigen Empfangsstelle zugeleitet
werden können.
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E ist ferner bekannt, die Kontaktglieder paarweise übereinander in
verschiedenen zur Förderbahn parallelen Ebenen anzuordnen, wobei je ein Kontaktglied
von zwei verschiedenen Paaren ohne gegenseitige leitende Verbindung am Stromkreis
liegt, während jedes weitere Kontaktglied mit je einem Kontaktglied eines anderen
Paares leitend verbunden ist, wobei jede am Fördergut angeordnete Kontaktbrücke
zur leitenden Verbindung der Kontaktglieder eines Paares bestimmt ist und die zusammenwirkenden
Kontaktbrücken in einer der Stellung der Paare entsprechenden Einstellung die leitende
Verbindung
zwischen den am Stromkreis liegenden Kontaktgliedern herstellen.
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Diese Vorrichtung entspricht zwar zum Teil den gestellten Anforderungen,
ist aber verhältnismäßig aufwendig, weil jede Leitstelle und jede Empfangsstelle
mit einer Vielzahl von Kontaktgliedern versehen sein muß. Diese Vielzahl der Kontaktstellen
macht diese Vorrichtung aber auch verhältnismäßig störanfällig.
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Ähnlich verhält es sich mit der weiterhin bekannten Steuerungsvorrichtung,
bei der Kontaktbrücken zu einer Kontaktgruppe zusammengefaßt sind und die in die
Förderbahn hineinragenden Kontaktglieder verbinden. Dabei kann aber jedes der beiden
Kontaktglieder nur mit der Hälfte der möglichen Kontaktstellungen in Verbindung
kommen. Eine Erhöhung der Zahl der Einstellmöglichkeiten würde daher die Anordnung
jeweils einer doppelten Zahl Kontaktbrücken erforderlich machen, und zwar auf allen
Fördergutbehältern der Anlage. Auch würde diese Maßnahme die Zahl der möglichen
Kontaktstellungen auf der verfügbaren Fläche am Fördergut einengen.
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Es ist nun der Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich ohne einen wesentlichen Mehraufwand
auf eine praktisch beliebige Zahl von Einstellungsmöglichkeiten erweitern läßt und
die darüber hinaus wesentlich vereinfacht und daher auch weniger störungsanfällig
ist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß auf dem Fördergut mindestens
zwei parallel zur Förderbahn verlaufende Kontaktschienen mit mehreren Kontaktstellungen
angeordnet sind, wobei jede Kontaktschiene zwei über die Kontaktschiene miteinander
verbundene, einstellbare Kontaktbrücken aufweist, die im Auswertekreis in Reihe
geschaltet sind und jeweils zwei der einstellbaren Kontaktglieder miteinander verbinden.
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Im einzelnen kann die Anordnung so getroffen sein, daß die Kontaktbrücken
auf Führungsstreifen oder
Führungsleisten aus einem elektrisch nicht
leitenden Werkstoff verschiebbar sind, die am Fördergut parallel zur Förderbahn
angeordnet sind, wobei die beiden einer Kontaktschiene zugeordneten Kontaktbrücken
mit dieser in ständiger Kontaktverbindung stehen.
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Die Kontaktschiene kann von der Führungsleiste ganz oder teilweise
überdeckt sein. Beispielsweise kann die die Kontaktschiene überdeckende Führungsleiste
in Abständen mit Durchbrüchen versehen sein, die die leitende Verbindung zwischen
Kontaktschiene und Kontaktbrücken mittels die Durchbrüche durchgreifender Vorsprünge,
Federkontakte od. dgl. gestatten. Die Kontaktschiene kann auch zwischen zwei Führungsleisten
angeordnet sein und eine leitende Verbindung zwischen den auf den beiden Führungsstreifen
verstellbaren Kontaktbrücken bilden.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in verschiedenen
Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigen in schematischer Darstellungsweise
F i g. 1 und 2 Draufsichten auf einen Abschnitt des Förderschachtes in Verbindung
mit einer Schriftguttasche in verschiedenen Anordnungen der Kontaktorgane, Fig.
3 bis 5 Stirnansichten verschiedener Schriftguttaschen mit ihren Kontaktorganen.
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In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die beiden Seitenwandungen
des Förderschachtes mit 11' und 11", das Fördergut in der Form einer Schriftguttasche
mit 12, die an den Seitenwandungen 11' und 11" angeordneten und in den Schacht vorstehenden
Kontaktglieder mit 13, die an der Schriftguttasche 12 angeordneten verstellbaren
Kontaktbrücken mit 14, die hier als Leitungsstrecken benannten Kontaktschienen der
Seitenwandungen 11 mit 15 und die Kontaktschienen der Schriftguttasche 12 mit 16
bezeichnet.
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Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind beide Seitenwandungen
11' und 11" des Förderschachtes mit Leitungsstrecken 15 und 15' versehen, die innerhalb
oder außerhalb der Seitenwandungen angeordnet sein können und mit denen die Kontaktglieder
13 leitend verbunden sind. Die Kontaktglieder 13 sind parallel zur Förderbahn und
gegebenenfalls auch senkrecht zur Förderbahn versetzbar, wobei die Leitungsstrecke
15 bzw. der Abschnitt 15' jeweils die Verbindung zwischen dem Kontaktglied 13 und
der zugeordneten Anschlußstelle 17 herstellt, von der die Leitungsstrecken 15 und
15' ausgehen.
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Die Schriftguttasche 12 ist Trägerin mindestens zweier Kontaktschienen
16, die sich über die ganze oder einen wesentlichen Teil ihrer Länge, und zwar vornehmlich
parallel zur Förderbahn erstreckt. Beim Ausführungsbeispiel sind zwei Paar parallel
verlaufende Kontaktschienen 16 und 16' auf beiden Längsseiten vorgesehen, wobei
die einander gegenüberliegenden Kontaktschienen 16 und 16' mittels der Kontaktbrücken
14 leitend miteinander verbunden sind, und zwar sind je Kontaktschiene zwei Kontaktbrücken
14 vorgesehen, die auf Führungsleisten 18 (F i g. 3) verstellbar sind.
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Die Unterbrechung zwischen der Leitungsstrecke 15 und dem Abschnitt
15' der Seitenwandung 11' wird durch Kontaktbrücken 14 in Verbindung mit der Kontaktschiene
16' der Schriftguttasche 12 überblickt. Die Anordnung kann auch so getroffen sein,
daß die Kontaktschiene 16' über oder unter einer durchgehenden Kontaktschiene 16
angeordnet ist.
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Die beiden Anschlußstellen 17 sind in den Stromkreis der Steuerelemente
geschaltet, die verschiedene Steuervorgänge, beispielsweise das Ausschleusen der
Schriftguttaschel2 oder Umleitungen derselben auf bestimmte Förderstrecken auslösen
können.
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Die Höhe der Kontaktschienen 16 einer Schriftguttasche 12 kann verschieden
sein, wie auch die Höhe der Kontaktglieder 13 im Förderschacht wählbar ist.
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Der Leitungsweg führt bei dem ersten Ausführungsbeispiel von der
Anschlußstelle 17 der Seitenwandung 11' zum Abschnitt 15' der Leitungsstrecke 15
über ein Kontaktglied 13, den Teil 16' der Kontaktschiene -16 an der Schriftguttasche
12, über zwei diesem Kontaktschienenteil 16' zugeordnete Kontaktbrücken 14 zurück
zur Leitungsstrecke 15, über ein Kontaktglied 13 dieser Leitungsstrecke zu zwei
Kontaktbrücken, die über die Kontaktschiene 16 leitend miteinander verbunden sind,
über ein weiteres Kontaktglied 13 der der Seitenwandung 11" zugeordneten Leitungsstrecke
15 und zur zugeordneten Anschlußstelle 17.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel haben beide Leitungsstrecken
15 der beiden Seitenwandungen 11' und 11" je eine Unterbrechung, wobei die abgetrennten
Abschnitte unter sich leitend verbunden sind (gestrichelte Linie). Die den Anschlußstellen
17 zugekehrten Abschnitte der Leitungsstreckel5 können auch senkrecht zur Förderbahn
verlaufen. Abweichend von dem in F i g. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die
einander gegenüberliegenden Kontaktschienen 16 an der Schriftguttasche 12 unter
sich nicht leitend verbunden, sondern bilden voneinander unabhängige Leitungswege.
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Die Zahl der Ausführungsbeispiele ließe sich noch weit erhöhen, wobei
zu berücksichtigen ist, daß die Schriftguttaschen durch mehrere übereinandergeordnete
Kontaktschienen 16 auf beiden Seiten in eine beinahe unbegrenzte Anzahl einstellbarer
Kontaktstellen aufgliederbar sind. Dazu kommt noch, daß durch senkrecht zur Förderbahn
verlaufende Kontaktschienen eine weitere Aufteilung in Kontaktgruppen möglich ist.
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Die in den Fig. 3 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiele für die Anordnung
von Kontaktschienen auf den Schriftguttaschenl2 lassen ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten
der Ausführung erkennen. Mit der Schriftguttasche 12 gemäß F i g. 3 ist eine Führungsleiste
18 durch Punktschweißung verbunden, wobei die Punktschweißung Vertiefungenl9 bildet,
in die entsprechend geformte Vorsprünge der Kontaktbrükken 14 einrasten können.
Die Kontaktschiene 16 ist bei diesem Ausführungsbeispiel an der Rückseite der Führungsschiene
18 angeordnet, so daß der übergreifende Führungslappen der Kontaktbrücke 14 ständig
mit dieser Kontaktschiene 16 in Kontaktverbindung steht. Die auf der Führungsleiste
18 längsverschiebbare Kontaktbrücke 14 kann in verschiedene Einstellagen versetzt
werden, die durch die Schweißvertiefungen 19 bestimmt sind.
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Bei der in F i g. 4 gezeigten Schriftguttasche ist die Kontaktschiene
16 zwischen zwei Führungsleisten 18 angeordnet und fest mit der Tasche verbunden.
Sämtliche auf den beiden Führungsleisten 18 verstellbaren Kontaktbrücken 14 haben
Kontaktberührung mit der gemeinsamen Kontaktschiene 16.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt F i g. 5, bei der die Kontaktschiene
16 ebenfalls mit der Schriftguttasche fest verbunden ist. Die Führungsleiste 18
ist
an ihrer Oberkante mit der Oberkante der Tasche 12 über ihre ganze Länge fest verbunden,
beispielsweise verschweißt, und weist in bestimmten regelmäßigen Abständen Durchbrüche
20 auf, hinter denen die Kontaktschiene 16 nach außen freiliegt. Die zugeordneten
Kontaktbrücken 14 umgreifen die beiden verbundenen Oberkanten einerseits und andererseits
die Unterkante der Führungsleiste 18. In jeder einem Durchbruch 20 entsprechenden
Einstellage greift der Rastenvorsprung der Kontaktbrücke 14 durch die Öffnung 20
der Führungsleiste 18 hindurch und gelangt in dieser Stellung in Kontaktberührung
mit der Kontaktschiene 16.