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DE1260485B - Farbwalzenlagerung fuer Rotationsdruckmaschinen - Google Patents

Farbwalzenlagerung fuer Rotationsdruckmaschinen

Info

Publication number
DE1260485B
DE1260485B DEM51510A DEM0051510A DE1260485B DE 1260485 B DE1260485 B DE 1260485B DE M51510 A DEM51510 A DE M51510A DE M0051510 A DEM0051510 A DE M0051510A DE 1260485 B DE1260485 B DE 1260485B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bearing
base plate
bearing bracket
roller
inking roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM51510A
Other languages
English (en)
Inventor
Vernon John Hilgoe
Jonas Markvaldas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Miehle Goss Dexter Inc
Original Assignee
Miehle Goss Dexter Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Miehle Goss Dexter Inc filed Critical Miehle Goss Dexter Inc
Publication of DE1260485B publication Critical patent/DE1260485B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/30Arrangements for tripping, lifting, adjusting, or removing inking rollers; Supports, bearings, or forks therefor
    • B41F31/304Arrangements for inking roller bearings, forks or supports

Landscapes

  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)

Description

  • Farbwalzenlagerung für Rotationsdruckmaschinen Die Erfindung betrifft eine Farbwalzenlagerung für Rotationsdruckmaschinen zur Anstellung einer Farbwalze an zwei Reibzylinder bzw. einen Reibzylinder und den Formzylinder mit einem je ein Farbwalzenende aufnehmenden Lagerträger, der um einen zur Farbwalzenachse parallelen Lagerbolzen verschwenkbar und entweder unter Belastung durch eine Federanordnung frei schwenkbar oder in einer bestimmten Stellung feststellbar ist.
  • Es ist eine Farbwalzenlagerung dieser Art bekannt, bei der an dem Lagerträger ein Ansatz angebracht ist, der in Anlage an die flache Seite einer an dem Maschinengestell befestigten Lagerplatte gehalten ist. Der Ansatz wird von der Lagerplatte mittels eines Lagerbolzens gehalten, der auch durch einen auf der anderen Seite der Lagerplatte angeordneten Schlitten hindurchgeführt ist. Die gewünschte Einstellung der in dem Lagerträger gelagerten Farbwalze wird durch eine geradlinige Verschiebung des Schlittens gegenüber der Lagerplatte in horizontaler Richtung und durch eine Schwenkbewegung des Ansatzes um den Lagerbolzen erreicht, die dazu dient, die Farbwalze vertikal zu bewegen.
  • Diese bekannte Farbwalzenlagerung ist umständlich und sperrig ausgebildet. Außerdem ragt der Lagerbolzen auch auf der dem Maschinengestell zugewendeten Seite des Schlittens aus diesem heraus und ist an diesem Ende mit der Federanordnung in Verbindung, die zusammen mit dem Bolzenende in einer besonderen Ausnehmung des Maschinengestells angeordnet ist.
  • Demgegenüber soll durch die Erfindung eine alle Lagerteile in gedrungener Form aufweisende Farbwalzenlagerung geschaffen werden, die als Ganzes leicht an dem Maschinengestell anbringbar ist, ohne daß dieses zur Aufnahme von Teilen der Walzenlagerung besonders gestaltet werden muß.
  • Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Lagerbolzen des Lagerträgers, die Federanordnung und die zur festen Einstellung des Lagerträgers dienenden Elemente in einer an der glatten Innenwand des Maschinengestells lösbar befestigten Grundplatte angeordnet sind, aus der der Lagerbolzen und die zur festen Einstellung des Lagerträgers dienenden Elemente einseitig gegen das Maschineninnere zu vorstehen.
  • Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Farbwalzenlagerung sind alle Lagerteile in einfacher Weise und in gedrungener Form zu einem einbaufertigen Lager zusammengefaßt, bei dem aus der Grundplatte keinerlei Lagerteile nach dem Maschinengestell zu vorstehen und bei dem daher auch keine besondere Ausbildung des Maschinengestells erforderlich ist. Wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Lagerung so ausgebildet ist, daß der Lagerbolzen in der Grundplatte mittels eines zu seiner Schwenkachse exzentrischen zylindrischen Ansatzes verschwenkbar gelagert ist, an dem eine in der Grundplatte angeordnete Drehvorrichtung angreift, ergibt sich eine Lagerung, bei der mit den Lagerteilen auch alle Bewegungsteile, die zum Anstellen der Farbwalze an zwei Reibzylinder bzw. einen Reibzylinder und den Formzylinder auf einer gekrümmten Bewegungsbahn und zum Verstellen des Krümmungsmittelpunktes dieser Bewegungsbahn erforderlich ist, zu dem gedrungenen einbaufertigen Lager zusammengefaßt sind. Diese Ausbildung der Erfindung ermöglicht das Abheben der Walze, ohne in irgendeiner Weise die Einstellung des Lagerträgers ändern zu müssen, so daß nach dem Abheben der Walze gewährleistet ist, daß der Lagerträger beim Wiederanlegen der Walze wieder genau seine Ausgangsstellung einnimmt und die Walze mit der gewünschten gleichmäßigen Druckverteilung durch die Federvorrichtung an die anderen Walzen angedrückt wird. Diese sehr wichtige Funktion ist bei der als bekannt erläuterten Walzenlagerung nicht möglich, da das Äquivalent für das Abheben der Walze durch die Bewegung des Schlittens gebildet ist und diese Bewegung eine umständliche Betätigung erfordert, durch welche die ursprüngliche Einstellung der Walze verlorengeht, weil die ursprüngliche Einstellung durch den Schlitten selbst bestimmt wird.
  • Die Erfindung erbringt daher schon in dieser Hinsicht funktionsmäßig einen erheblichen Fortschritt. Darüber hinaus ist die Ausbildung nach der Erfindung, obwohl sie im Vergleich zu der bekannten Walzenlagerung zusätzlich zu der Einstellbarkeit der Walze noch ein einwandfreies Abheben und Wiederanstellen der Walze ermöglicht, erheblich einfacher als die bekannte Ausbildung, da an Stelle eines Schlittens und eines schwenkbaren Gliedes ein einfacher Exzenterbolzen mit zwei Drehachsen angeordnet ist, von denen die eine Achse die Schwenkachse zum Abheben und Wiederanlegen der Walze und die andere Achse die Drehachse des Exzenter-bzw. Lagerbolzens zum Einstellen der Bewegungsbahn der Walzenachse bzw. zur Verlagerung des Krümmungsmittelpunktes dieser Bewegungsbahn bildet.
  • In der folgenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen :erläutert.
  • F i g. 1 zeigt m einem der Linie 1-1 in F i g. 2 folgenden Querschnitt eine erfindungsgemäße Walzenlagerung in Zuordnung zu mehreren Walzen einer Druckpresse; F i g. 2 zeigt die Unteransicht der Anordnung nach F i g. 1 bei Betrachtung derselben von der Linie 2-2 aus; F i g. 3, 4 und 5 sind Teilschnitte längs der Linien 3-3, 4-4 und 5-5 in F i g. 2.
  • In F i g. 1 und 2 erkennt man eine insgesamt mit 10 bezeichnete erfindungsgemäße Lagerung für eine zum überführen oder Verteilen von Druckfarbe dienende Walze 11, wobei die Lagerung 10 durch das nur teilweise angedeutete Gestell 12 einer Druckpresse unterstützt wird. Die Umfangsfläche der Walze 11 besteht aus einem nachgiebigen Material und hat bei der dargestellten Anordnung die Aufgabe, einen Film aus Druckfarbe von einem Trommelzylinder 13 auf einen Druckplattenzylinder zu überführen. Die Walze 11 ist auf einer Welle 15 angeordnet, die sich von dem betreffenden Ende der Walze aus in ein Lager 16 erstreckt, das in die Lagerung bzw. das Lageraggregat 10 eingebaut ist. Es sei bemerkt, daß die Welle 15 gegenüber beiden Enden der Walze 11 nach außen vorspringt und daß das entgegengesetzte Ende der Walze in einer hier nicht gezeigten zweiten Lagerung läuft. Da die beiden Lagerungen, abgesehen von ihrer spiegelbildlichen Konstruktion, in der gleichen Weise ausgebildet sind, beschränkt sich die folgende Beschreibung auf die dargestellte Lagerung 10.
  • Die einwandfreie t7berführung der Druckfarbe von dem Trommelzylinder 13 auf den Druckplattenzylinder 14 hängt davon ab, daß der richtige Druck zwischen der nachgiebigen Walze 11 und den beiden Zylindern 13 und 14 zur Wirkung gebracht wird. Der i günstigste Druck läßt sich dadurch erzielen, daß man die Welle 15 der Walze 11 gegenüber dem Trommelzylinder 13 und dem Druckplattenzylinder 14 verstellt. Wenn gleich hohe Drücke zwischen der Walze 11 und den beiden Zylindern aufrechterhalten i werden sollen, muß sich natürlich die Mittellinie der Welle 15 beim Verstellen der Walze 11 längs der Linie 17 in F i g. 1 bewegen, auf der sämtliche Punkte liegen, die von den Umfangsflächen der beiden Zylinder 13 und 14 gleich weit entfernt sind. Wenn sich die Durchmesser der Zylinder 13 und 14 unterscheiden, wird die Linie 17 zu einer hyper-5 bolischen Kurve. Um ein derartiges Verstellen zu ermöglichen, ist die Lagerung 10 so ausgebildet, daß die Welle 15 der Walze 11 längs eines Kreisbogens 18 geschwenkt werden kann, der gemäß F i g. 1 die hyperbolische Linie 17 tangiert. Auf diese Weise ist es möglich, die Welle 15 und damit auch die Walze 11 längs einer Bahn zu verstellen, die sich der Linie 17 stark annähert, wenn die Verstellung im Berührungsbereich zwischen dem Kreisbogen 18 und der Linie 17 erfolgt.
  • Bei der Lagerung 10 sind ferner Vorkehrungen getroffen, um die Achse des Kreisbogens 18 und damit auch den Kreisbogen selbst etwas zu verstellen, so daß der gewünschte Berührungsbereich zwischen dem Kreisbogen und der Linie 17 eingestellt und aufrechterhalten werden kann.
  • Damit die Welle 15 der Walze 11 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel drehbar gelagert werden kann, umfaßt das Lageraggregat 10 einen Lagerträger, der sich aus zwei gekrümmten Bauteilen 21 und 22 zusammensetzt, welche gemeinsam auf einem Bolzentei123 drehbar gelagert sind und das eigentliche Walzenlager 16 lösbar umschließen. Eine Schraube 24 . erstreckt sich durch das gekrümmte Bauteil 22 und ist in das andere gekrümmte Bauteil 21 eingeschraubt, um die beiden Teile 21 und 22 des Lagerträgers miteinander zu verspannen. Wenn die Schraube 24 gelöst wird, kann man somit das Bauteil 22 um das Bolzentei123 schwenken, um die Lagerung zu öffnen, so daß das Ein- oder Ausbauen des Lagers 16 und der Walze 11 möglich ist.
  • Damit die Welle 15 zusammen mit der Walze 11 längs des Kreisbogens 18 geschwenkt werden kann, ist der Lagerträger 21, 22 gegenüber dem Gestell 12 drehbar gelagert; zu diesem Zweck ist ein Lagerbolzen 31 vorgesehen, auf dem das Bauteil 21 des Lagerträgers durch eine Mutter 32 festgehalten wird. Der Lagerbolzen 31 ist in einem begrenzten Ausmaß drehbar in eine Grundplatte 33 eingebaut, die mit dem Gestell 12 durch zwei Schrauben 34 verbunden ist. Somit kann sich der Lagerträger 21, 22 gegenüber dem in die Grundplatte 33 eingebauten Lagerbolzen 31 drehen, um die Welle 15 längs des Kreisbogens 18 zu verstellen.
  • Die Walze 11 ist gegen den Trommelzylinder 13 und den Druckplattenzylinder 14 nachgiebig vorgespannt; zu diesem Zweck sind das Bauteil 21 des Lagerträgers und die Grundplatte 33 mit einander gegenüberliegenden Aussparungen 35 und 36 (F i g. 3) versehen, in denen vorgespannte Druckfedern 37 und 38 angeordnet sind. Auf der einen Seite sind die Federn 37 und 38 auf einen Stopfen 39 aufgeschoben, der in die Aussparung 35 eingesetzt ist, und auf der anderen Seite stützen sich die Federn an einem Stopfen 40 ab, der in die Aussparung 36 eingeschraubt ist. Die Federn 37 und 38 spannen den Lagerträger 21, 22 gemäß F i g. 1 nach oben vor, um die Walze 11 nachgiebig gegen den Trommelzylinder 13 und den Druckplattenzylinder 14 zu drücken. Der Stopfen 40 ist an seinem äußeren Ende mit einer Ausnehmung 41(F i g. 2) versehen, in die man ein geeignetes Werkzeug einführen kann; um den Stopfen längs der Achse der Aussparung 36 zu verstellen und so die Kraft zu variieren, die durch die Federn 37 und 38 auf den Lagerträger 21, 22 aufgebracht wird.
  • Die Federn 37 und 38 sind dort, wo sie zwischen dem Bauteil 21 des Lagerträgers und der Grundplatte 33 frei liegen, vorzugsweise von einer flexiblen Hülle, z. B. einer Gummihülse 42, umschlossen, damit die Federn und die Aussparungen 35 und 36 gegen vernebelte Druckfarbe und Staub geschützt sind. Die Gummihülse 42 ist zusammendrückbar, so daß sie die Relativbewegungen zwischen dem Lagerträger und der Grundplatte nicht behindert.
  • Die Walze 11 kann gegenüber den Zylindern 13 und 14 in einer bestimmten Stellung festgelegt werden, statt ständig durch die Federn 37 und 38 gegen die Zylinder vorgespannt zu werden. Die Grundplatte 33 weist eine langgestreckte T-Nut 45 auf, in welcher der verdickte Kopf 46 des Lagerbolzens 23 verschiebbar ist. Das äußere Ende des Lagerbolzens 23 trägt eine Mutter 47, die festgezogen werden kann, um die Teile 21 und 22 des Lagerträgers mit Hilfe des Lagerbolzens mit der Grundplatte 33 zu verspannen. Hierdurch werden natürlich Schwenkbewegungen des Lagerträgers um den Lagerbolzen 31 verhindert, so daß die Walze 21 in einer bestimmten Stellung festgelegt wird. Die T-Nut 45 ist gemäß F i g. 1 genügend lang und gemäß F i g. 2 genügend breit, um die verschiedenen Einstellbewegungen der Lagerung 10 zuzulassen, sobald die Mutter 47 gelockert worden ist.
  • Um die Nut 45 und die zusammenarbeitenden Flächen der Grundplatte 33 und des Lagerträgers 21 gegen vernebelte Druckfarbe und Staub zu schützen, ist die Grundplatte 33 am Umfang der T-Nut 45 mit einem nach außen vorspringenden Flansch 48 versehen, und ein Ring 49 mit einer äußeren Ringnut ist auf den Lagerbolzen 23 zwischen dem Lagerträger 21, 22 und dem Flansch 48 aufgeschoben. Eine flexible ringförmige Manschette 50 umschließt den Flansch 48 und den Ring 49, und eine Drahtklammer 51 hält die Manschette 50 auf dem Ring 49 fest. Die Manschette 50 ist genügend flexibel, um ungehinderte gleitende Bewegungen des Lagerträgers 21, 22 gegenüber dem Flansch 48 zuzulassen.
  • Der Lagerbolzen 31 ist in der Grundplatte 33 drehbar, und der Lagerträger 21, 22 ist auf dem Lagerbolzen exzentrisch zu dem in die Grundplatte eingebauten Teil des Lagerbolzens 31 drehbar gelagert. In der Grundplatte ist ein Schneckengetriebe untergebracht, mittels dessen der Lagerbolzen genau eingestellt und in der gewählten Stellung festgelegt werden kann. Auf diese Weise läßt sich die Achse des Kreisbogens 18 etwas verstellen, damit die Walze 11 die richtige Druckkraft auf die beiden Zylinder 13 und 14 aufbringen kann. Bei der bevorzugten Ausbildungsform besitzt der Lagerbolzen 31 einen zylindrischen Abschnitt 55 (F i g. 4), der in der Grundplatte 33 drehbar gelagert ist, und dasjenige Teil des Lagerbolzens, auf dem das Bauteil 21 des Lagerträgers gelagert ist, ist gegenüber dem Abschnitt 55 exzentrisch angeordnet. Mit dem Abschnitt 55 ist gemäß F i g. 4 ein Schneckenrad 56 verbunden, und in das benachbarte Ende des Lagerbolzens ist ein Stift 57 eingebaut, der sich innerhalb einer kreisbogenförmigen Aussparung 58 des Basisteils 33 bewegen kann, um die Drehbewegung des Schneckenrades 56 beiderseitig zu begrenzen.
  • In das Schneckenrad 56 greift eine Schnecke 59 ein, die auf einer Welle 60 sitzt, welche in einer in der Grundplatte 33 ausgebildeten Kammer 61 drehbar gelagert ist. Mit dem aus der Grundplatte 33 herausragenden Ende der Welle 60 ist eine Mutter 62 verstiftet, durch welche die Welle in der Grundplatte festgehalten wird, und die es ermöglicht, die Welle mit Hilfe eines geeigneten Werkzeugs zu drehen. Wenn die Mutter 62 gedreht wird, treibt die Schnecke 59 das Schneckenrad 56 an, so daß der Abschnitt 55 des Lagerbolzens 31 gedreht und der Lagerträger 21, 22 gegenüber den Umfangsflächen der Zylinder 13 und 14 verstellt wird. Durch das Verstellen des Lagerbolzens 31 wird eine Verstellung der Achse bewirkt, um die sich der Lagerträger 21, 22 dreht, so daß die Stellung der Achse 15 und damit auch der Walze 11 gegenüber den Zylindern 13 und 14 geändert wird. Der Schneckentrieb zum Verstellen des Lagerbolzens 31 ermöglicht nicht nur eine sehr genaue Bestimmung der Winkelstellung des Lagerbolzens, sondern er wirkt außerdem selbsthemmend, d. h., auf den Lagerbolzen 21 aufgebrachte Kräfte können den Abschnitt 55 und das Schneckenrad 56 sowie die Schnecke 59 nicht gegenüber der gewählten Stellung verdrehen.
  • Auf der Grundplatte 33 ist ferner ein Nocken 70 angeordnet, mittels dessen die Walze 11 entgegen der Vorspannkraft der Federn 37 und 38 von den Zylindern 13 und 14 abgehoben werden kann. Bei der gezeigten Ausbildungsform sitzt der Nocken 70 auf einer Nockenwelle 71, die in der Grundplatte 33 drehbar gelagert ist und durch einen Sprengring 72 in ihrer Lage gehalten wird. Die Nockenwelle 71 trägt vorzugsweise einen sechskantigen Abschnitt 73, so daß die Welle mit dem Nocken 70 leicht mit Hilfe eines geeigneten Werkzeugs erfaßt und gedreht werden kann.
  • Der Nocken 70 arbeitet mit einem Nockenarm 74 zusammen, der mit dem Bauteil 21 des Lagerträgers aus einem Stück besteht und so angeordnet ist, daß er beim Drehen des Nockens 70 gemäß F i g. 1 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt bzw. nach rechts gedrückt wird. Hierbei wird der Lagerträger 21, 22 um den Lagerbolzen 31 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, so daß sich die Achse der Welle 15 längs der Linie 18 in einer solchen Richtung bewegt, daß die Walze 11 von den Zylindern 13 und 14 abgehoben wird. Schon nach weniger als einer Vierteldrehung nehmen der Nocken 70 und der Arm 74 eine Selbsthemmungsstellung ein, bei welcher der Nocken 70 den Lagerträger entgegen der Kraft der Federn 37 und 38 abstützt.
  • Die praktische Bedeutung der Möglichkeit, die Walze 11 mit Hilfe des Nockens abzuheben, liegt für jeden Fachmann auf der Hand. Erstens kann beim Drehen des Nockens 70 zum Verschwenken des Lagerträgers 21, 22 entgegen der Kraft der Federn 37 und 38 die Walze 11 und deren Achse 15 von der gesamten Vorspannkraft entlastet werden, wodurch das Einbauen bzw. Auswechseln der Walze erheblich erleichtert wird. Zweitens ist es erforderlich, die richtige Einstellung zwischen einer Druckplattenwalze und den benachbarten Zylindern durch Versuche zu ermitteln. Dies geschieht häufig in der Weise, daß man ein Stück Papier zwischen der nachgiebigen Formwalze und dem Zylinder anordnet und die Breite des Druckfarbenabdrucks mißt, der dadurch entsteht, daß sich die mit Gummi überzogene Walze an dem Zylinder flachdrückt. Je höher der Druck zwischen der nachgiebigen Walze und dem benachbarten Zylinder ist, desto größer wird die Abflachung sein und desto breiter wird der farbige Streifen auf dem Papierstück werden. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lagerung 10 kann man die Walze 11 leicht unter Benutzung des Nockens 70 von den benachbarten Zylindern 13 und 14 abheben, um ein Papierblatt zwischen die Formwalze und die Zylinder zu bringen. Dann kann man den Nocken zurückschwenken, um die Walze 11 in ihre Betriebsstellung gegenüber den Zylindern 13 und 14 zu bringen und den Versuch durchzuführen, ohne daß es erforderlich ist, die Walze aus der Lagerung zu entfernen. Durch das Verstellen des Lagerträgers. mit Hilfe des Nockens 70 wird natürlich die gewählte Stellung der Walze nicht verändert, so daß man den Versuch wiederholen und die Winkelstellung des Lagerbolzens 31 sowie die Stellung des Stopfens 40 genau einstellen kann, bis die gewünschten Bedingungen gegeben sind. Danach kann man die Walze 11 von den benachbarten Zylindern abheben oder sie sogar aus der Lagerung 10 entfernen, ohne daß hierzu eine Änderung der Einstellung der Lagerung erforderlich ist.
  • Ferner ist ersichtlich, daß die Lagerung 10 sehr wenig Raun, innerhalb der Druckpresse beansprucht. Man erkennt ferner, daß praktisch alle arbeitenden Teile der Lagerung vollständig eingeschlossen sind, so daß keine Beeinträchtigung der Verstellbarkeit der Lagerung durch vernebelte Druckfarbe, Staub und andere Fremdkörper zu befürchten ist, die sich in der Umgebung der Lagerung befinden. Außerdem sind alle verstellbaren Teile der Lagerung 10 für die Bedienungsperson der Druckpresse leicht zugänglich.
  • Es sei bemerkt, daß die Lagerung 10 ein einheitliches Aggregat bildet, das am Gestell einer Druckpresse in jeder gewünschten Lage mit Hilfe von zwei Schrauben betriebsbereit befestigt werden kann. Nach dem Einbau bleibt die Grundplatte 33 fest mit dem Gestell verbunden, so daß sich beim Einstellen keine Schwierigkeiten daraus ergeben können, daß sich Druckfarbe oder Schmutz unter der Grundplatte ansammelt. Die übrigen relativ zueinander bewegbaren Paßflächen der Lagerung sind vollständig geschützt, so daß es jederzeit möglich ist, zwangläufige Verstellungen leicht und schnell durchzuführen.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Farbwalzenlagerung für Rotationsdruckmaschinen zur Anstellung einer Farbwalze an zwei Reibzylinder bzw. einen Reibzylinder und den Formzylinder mit einem je ein Farbwalzenende aufnehmenden Lagerträger, der um einen zur Farbwalzenachse parallelen Lagerbolzen verschwenkbar und entweder unter Belastung durch eine Federanordnung frei schwenkbar oder in einer bestimmten Stellung feststellbar ist, d a -durch gekennzeichnet, daß der Lagerbolzen (31) des Lagerträgers (21, 22) die Federanordnung (37, 38) und die zur festen Einstellung des Lagerträgers (21, 22) dienenden Elemente (23, 45, 46) in einer an der glatten Innenwand des Maschinengestells (12) lösbar befestigten Grundplatte (33) angeordnet sind, aus der der Lagerbolzen (31) und die zur festen Einstellung des Lagerträgers (21, 22) dienenden Elemente (23, 45, 46) einseitig gegen das Maschineninnere zu vorstehen.
  2. 2. Farbwalzenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbolzen (31) in der Grundplatte (33) mittels eines zu seiner Schwenkachse exzentrischen zylindrischen Ansatzes (55) verschwenkbar gelagert ist, an dem eine in der Grundplatte (33) angeordnete Drehvorrichtung (56, 59, 60, 62) angreift.
  3. 3. Farbwalzenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschwenken des Lagerträgers (21, 22) um den Lagerbolzen (31) entgegen der Wirkung der Federanordnung (37, 38) an der Grundplatte (33) ein drehbarer Nocken (70) angeordnet ist, der an einem mit dem Lagerträger (21., 22) fest verbundenen Arm (74) angreift.
  4. 4. Farbwalzenlagerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnung (37, 38) mit ihren Enden in einander gegenüberliegende Ausnehmungen (35, 36) des Lagerträgers (21) und der Grundplatte (33) eingesetzt und an ihrem zwischen diesen Ausnehmungen frei liegenden Teil von einer nachgiebigen Manschette (42) umschlossen ist.
  5. 5. Farbwalzenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bolzen (23) der zur festen Anstellung des Lagerträgers (21, 22) dienenden Elemente an seinem unteren Ende von einem hülsenartigen Teil (48) der Grundplatte (33) umgeben und an seinem zwischen dem freien Rand dieses hülsenartigen Teiles und dem Lagerträger (21, 22) befindlichen Abschnitt von einer weiteren nachgiebigen Manschette (50) umschlossen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 484 362, 801456, 937 526, 1003 760; deutsche Patentanmeldung D 64 38 XH/15 d (bekanntgemacht am 24. September 1953); deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1830 032; USA.-Patentschriften Nr. 2 699116, 2 892 399, 2915009.
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