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DE1250421B - Verfahren zur Herstellung von wachsartigen löslichen Polyestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wachsartigen löslichen Polyestern

Info

Publication number
DE1250421B
DE1250421B DENDAT1250421D DE1250421DA DE1250421B DE 1250421 B DE1250421 B DE 1250421B DE NDAT1250421 D DENDAT1250421 D DE NDAT1250421D DE 1250421D A DE1250421D A DE 1250421DA DE 1250421 B DE1250421 B DE 1250421B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
waxy
polymerization
production
soluble polyesters
glycidic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1250421D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Petz Westheim bei Augsburg Dr Josef Kaupp Wiesbaden
Original Assignee
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius &. Brunmg Frankfurt/M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1250421B publication Critical patent/DE1250421B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/12Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms
    • C07D303/16Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms by esterified hydroxyl radicals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G65/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule
    • C08G65/02Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from cyclic ethers by opening of the heterocyclic ring
    • C08G65/04Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from cyclic ethers by opening of the heterocyclic ring from cyclic ethers only
    • C08G65/22Cyclic ethers having at least one atom other than carbon and hydrogen outside the ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polymerization Catalysts (AREA)

Description

KÜXMDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 07 c
Deutsche Kl.: 12 ο -11
Nummer: 1250 421
Aktenzeichen: F 46978 IV b/12 ο
Anmeldetag: 25. August 1965
Auslegetag: 21. September 1967
Eine wichtige anwendungstechnische Eigenschaft von Wachsen ist ihre Löslichkeit in den in der Wachsverarbeitung gebräuchlichen Lösungsmitteln, da der Einsatz von löslichen Wachsen oftmals erhebliche Vorteile gegenüber der Verwendung von Wachsemulsionen oder Suspensionen bringt. So können Wachslösungen beispielsweise versprüht werden; auch ist mit ihnen leichter als mit Emulsionen oder Suspensionen eine homogene Schutzschicht herzustellen.
Gute Löslichkeit ist bisher jedoch nur bei gewissen wachsartigen Polyvinyläthern und Polyglycidäthern erreicht worden (deutsche Patentschrift 591 845 bzw. deutsche Auslegeschrift 1235 281). Alle anderen bekannten Hartwachse sind in organischen Lösungsmitteln schwer löslich.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von wachsartigen, löslichen Polyestern gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Glycidester gesättigter, aliphatischer Monocarbonsäuren, die 16 bis 30, vorzugsweise 16 bis 24 Kohlenstoffatome enthalten, mit Friedel-Crafts-Katalysatoren erhitzt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in besonders einfacher Weise und mit praktisch quantitativer Ausbeute erhältlichen Wachse sind in den bei der Wachsverarbeitung üblichen organischen Lösungsmitteln, wie Balsamterpentinöl, Benzin oder Trichloräthylen, bei Raumtemperatur sehr leicht löslich und bleiben nach dem Verdunsten des Lösungsmittels als glänzende Filme zurück.
Für das beanspruchte Verfahren geeignete Glycidester sind nach bekannten Verfahren z. B. aus den Alkalisalzen der Carbonsäuren und Epichlorhydrin erhältlich. Besonders geeignet sind die Glycidester der Stearin- und Behensäure sowie deren Gemische.
Die monomeren Glycidester sind helle Produkte mit einem Epoxydgehalt von 60 bis 85 % der Theorie und einem Chlorgehalt von 0,3 bis 1,7 °/0 und können ohne weitere Reinigungsverfahren, wie etwa Destillation oder Umkristallisation, zur erfindungsgemäßen Polymerisation eingesetzt werden.
Die Polymerisation der Glycidester wird vorzugsweise direkt in Substanz durchgeführt, wobei unter Normal-, vermindertem oder erhöhtem Druck gearbeitet werden kann. Selbstverständlich läßt sich die Polymerisation auch in Gegenwart inerter Lösungs- oder Verdünnungsmittel, z. B. von Äthern oder Kohlenwasserstoffen, vornehmen.
Geeignete Friedel-Crafts-Katalysatoren sind z. B. Borfluorid, Zinntetrachlorid, Antimonpentachlorid oder deren Gemische. Beispielsweise kann Borfluorid auch in Form einer Komplexverbindung mit Äther oder Wasser sowie mit einem Lösungsmittel, z. B.
Verfahren zur Herstellung von wachsartigen löslichen Polyestern
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dr. Josef Kaupp, Wiesbaden; Dr,. Karl Petz, Westheim bei Augsburg
Dioxan, verdünnt dem Monomeren zugegeben werden. Die Katalysatoren werden den Glycidestern in einer Konzentration von 0,01 bis 3 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 bis 1,5 Gewichtsprozent, zugesetzt, aber auch höhere Konzentrationen schaden bei der Polymerisation nicht.
Die Art der Zugabe des Katalysators zum Monomeren ist für den Erfolg der Polymerisation nicht entscheidend. So kann die gesamte Katalysatormenge bereits zu Beginn der Polymerisation zugegeben werden. Man kann aber auch so arbeiten, daß man durch Zugabe einer Teilmenge des Katalysators den Polymerisationsvorgang einleitet und den Rest während der Polymerisation in Portionen nachgibt. Auch ist es möglich, zur Polymerisation weiteren Glycidäther zulaufen zu lassen.
Die Polymerisation wird vorzugsweise bei einer Temperatur, die zwischen dem Schmelzpunkt des Monomeren und 2000C liegt, vorzugsweise aber zwischen 50 und 1000C, durchgeführt. Da die Reaktion stark exotherm verläuft, ist es im allgemeinen notwendig, das Reaktionsgefäß während der Umsetzung zu kühlen. Es ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, bei konstanter Temperatur zu arbeiten, vielmehr hat es sich gelegentlich als zweckmäßig erwiesen, beispielsweise bei 6O0C mit der Polymerisation zu beginnen und die Temperatur im Verlauf der Reaktion langsam bis auf 1000C steigen zu lassen.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten wachsartigen Produkte mit einem Polymerisationsgrad von 2 bis 12, vorzugsweise 4 bis 10, haben eine helle Farbe und können ohne weitere Reinigung oder Entfernung von Katalysatorrückständen verwendet werden. Sie sind in Balsamterpentinöl, Benzin und Trichloräthylen löslich. Beispielsweise ist es möglich, mit dem Polystearinsäureglycidester bei 220C eine 20°/0ige Lösung herzustellen.
709 648/36f
Die beanspruchten Wachse sind auf Grund ihrer guten Löslichkeit insbesondere auf dem Putzmittelgebiet, beispielsweise als Fußbodenpfiegemittel, als Möbelpolituren und als Autowachse vielseitig verwendbar.
Beispiel 1
60 g geschmolzener Stearinsäureglycidester mit einem Fließ-Tropf-Punkt von 37,8/38°C, einem Epoxydgehalt von 10,1 °/0 (berechnet 12,6) und einem Chlorgehalt von 0,7 °/0 wurden in einem 500-ml-Dreihalskolben vorgelegt. Unter gutem Rühren wurden bei einer Ölbadtemperatur von 55°C im Verlauf von 7 Minuten 0,9 ml einer 50°/0igen Lösung von Borfiuorid-Diäthylätherat in Dioxan zum Monomeren zugegeben. Die Temperatur des Reaktionsgemisches stieg dabei auf 630C an.
. Es wurde dann 30 Minuten nachgerührt und schließlich das noch heiße Produkt in eine Schale ausgegossen. Der Fließ-Tropf-Punkt des entstandenen sehr hellen Wachses, einem Polystearinsäureglycidester, liegt bei 49,8/50,2°C.
Beispiel 2
Zu 60 g Behensäureglycidester mit den Kennzahlen: Fließ-Tropf-Punkt 57,8/58,0° C, Epoxydgehalt ■7,7% (berechnet 10,85%), Chlorgehalt 0,5%, wurden bei 70° C im Laufe von 12 Minuten 1,5 ml einer 50%igen Lösung von BF3-Ätherat in Dioxan zugegeben. Dabei wurde der Reaktionskolben mit Luft gekühlt. Anschließend wurde noch 30 Minuten ebenfalls bei 70° C nachgerührt.
Der Polybehensäureglycidester ist ein helles Wachs vom Fließ-Tropf-Punkt 67,2/67,5°C und einem Molekulargewicht von etwa 2500 (nach ebullioskopischer Methode).

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    ίο 1. Verfahren zur Herstellung von wachsartigen,
    löslichen Polyestern, dadurch gekennzeichnet, daß man Glycidester gesättigter, aliphatischer Monocarbonsäuren, die 16 bis 30, vorzugsweise 16 bis 24 Kohlenstoffatome enthalten, mit Friedel-Crafts-Katalysatoren erhitzt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation bei einer Temperatur zwischen dem Schmelzpunkt des Monomeren und 2000C, vorzugsweise bei 50 bis 1000C, durchführt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatormenge 0,01 bis 3,0, vorzugsweise 0,1 bis 1,5%, bezogen auf das Gewicht des zu polymerisierenden Esters, beträgt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Glycidester der Stearinsäure, der Behensäure oder Gemische dieser Ester polymerisiert.
    709 648/361 9.67 © Bundesdruckerei Berlin
DENDAT1250421D 1965-08-25 Verfahren zur Herstellung von wachsartigen löslichen Polyestern Pending DE1250421B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0046978 1965-08-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1250421B true DE1250421B (de) 1967-09-21

Family

ID=7101350

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1250421D Pending DE1250421B (de) 1965-08-25 Verfahren zur Herstellung von wachsartigen löslichen Polyestern

Country Status (4)

Country Link
BE (1) BE685959A (de)
DE (1) DE1250421B (de)
GB (1) GB1104816A (de)
NL (1) NL6611730A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013208328A1 (de) 2013-05-07 2014-11-13 Evonik Industries Ag Polyoxyalkylene mit seitenständigen langkettigen Acyloxyresten und Verfahren zu ihrer Herstellung mittels DMC-Katalysatoren

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013208328A1 (de) 2013-05-07 2014-11-13 Evonik Industries Ag Polyoxyalkylene mit seitenständigen langkettigen Acyloxyresten und Verfahren zu ihrer Herstellung mittels DMC-Katalysatoren
WO2014180622A1 (de) 2013-05-07 2014-11-13 Evonik Industries Ag Polyoxyalkylene mit seitenständigen langkettigen acyloxyresten und verfahren zu ihrer herstellung mittels dmc-katalysatoren

Also Published As

Publication number Publication date
GB1104816A (en) 1968-02-28
BE685959A (de) 1967-02-27
NL6611730A (de) 1967-02-27

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