-
Rundgliederkette mit Reinigungskloben für Kettenförderer Es ist bekannt,
die Rundgliederketten von Förderern, die zum Transport von backendem und/ oder klebrigem
Gut verwendet werden, mit Reinigungskloben zu versehen, die den Kettenführungskanal
ständig säubern.
-
So ist eine Vorrichtung bekannt, bei der der Reinigungskloben mit
Hilfe einer Spindel gegenüber dem Fördererseitenprofil verstellbar ist und im übrigen
im Außenumriß etwa dem freien Querschnitt des Kettenkanals entsprechend profiliert
ist.
-
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung dienen zwischen den Mitnehmern
auf die Kette aufsetzbare Rinnenschoner der Schonung des Rinnenprofils. Die Rinnenschoner
sind hierbei in größeren Abständen angeordnet.
-
Weiter ist es bekannt, sogenannte »Eckenräumer« vorzusehen, die ebenfalls
die Aufgabe haben, das Fördererseitenprofil von backendem oder klebrigem Gut zu
reinigen.
-
Die vorgenannten bekannten Vorrichtungen sind sämtlich geeignet,
in ausreichendem Maße eine Reinigungsfunktion zu erfüllen. Ihre Anordnung und Ausbildung
verhindert jedoch die Verwendung von Kettensternen, die in waagerechte Kettenglieder
eingreifen, da sie sämtlich an waagerechten Kettengliedern, und zwar mittels Spannstiften
oder Schrauben, befestigt sind.
-
Unter bestimmten Betriebsbedingungen ist es ferner erwünscht, daß
ein Zusammenschieben der Kettenglieder in Längsrichtung verhindert wird, wobei gleichzeitig
die Möglichkeit gegeben sein soll, einen in die waagerechten Kettenglieder eingreifenden
Kettenstern zu verwenden.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, ernte hierfür . geeignete Rundgliederkette
zu schaffen, die mit Reinigungskloben ausgestattet und gleichzeitig auf einfache
Weise ausgesteift ist. Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin,
daß jedem freien senkrechten Kettenglied ein Reinigungskloben zugeordnet ist und
der Reinigungskloben einen der Höhe und Breite eines senkrechten Kettengliedes entsprechenden,
lediglich in Kettenlängsrichtung offenen Schlitz zur Aufnahme eines senkrechten
Kettengliedes aufweist. Die Reinigungskloben übernehmen dadurch gleichzeitig die
Aufgabe einer Aussteifung.
-
In weiterer Ausbildung der Erfindung sind die Reinigungskloben plattenartig
ausgeführt, so daß sie, im Kettenverband von oben gesehen, etwa keilförmigen Querschnitt
haben.
-
Weiter sind die Kloben, bezogen auf die senkrechte Längsebene der
Kette, symmetrisch gehalten, so daß sie auf jeden Fall den zu säubernden Querschnitt
des Kettenführungskanals im wesentlichen ausfüllen, auch wenn versehentlich der
dickere Teil des im Querschnitt keilförmigen Klobens zur Fördererlängsmitte hin
vorsteht. Ebenso werden durch die symmetrische Ausbildung Störungen beim Übergang
über den Kettenstern durch versehentlich falschen Einbau vermieden.
-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Kloben mit den
sie durchgreifenden Kettengliedern unlösbar verbunden.
-
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand von Abbildungen näher erläutert.
Es zeigt Fig. 1 einen senkrechten Teilschnitt durch einen Doppelkettenkratzförderer,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die im Förderer nach F i g. 1 verwendete Kette, F i g.
3 einen senkrechten Schnitt durch ein die Kette führendes Kettenrad und F i g. 4
eine Teilseitenansicht eines Kettenrades nach Fig. 3.
-
Der in Fig. 1 im senkrechten Teilschnitt dargestellte Förderer besteht
aus zwei seitlichen, etwa E-förmigen Profilen 1, zwischen denen ein Boden 2 befestigt
ist, über dem sich das eigentliche Fördertrum befindet, während der unter dem Boden
2 befindliche Raum das Leertrum bildet. Die am Seitenprofil 1 nach innen vorspringenden
Flansche 3 begrenzen jeweils einen nach innen offenen Kettenkanal.
-
Die in den Figuren dargestellte Kette besteht aus Rundgliedern, wobei
die im Betrieb des Förderers in einer waagerechten Ebene liegenden Glieder mit 4
bezeichnet sind, während die dazwischen angeordne-
ten, in einer
senkrechten Ebene liegenden Glieder mit 5 angegeben sind.
-
Um bei der Förderung von backendem oder klebrigem Fördergut die unter
den Flanschen 3 befindlichen Kettenkanäle ständig sauber zu halten, sind in regelmäßigen
Abständen an der Kette, d. h. an jedem senkrecht stehenden Glied 5, Reinigungskloben
6 angeordnet. Die Reinigungskloben 6 bestehen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus etwa dreieckigen Platten, die mit einem senkrecht verlaufenden, mittleren Schlitz
7 die senkrecht stehenden Kettenglieder 5 umfassen. Die Reinigungskloben 6 sind,
bezogen auf die senkrechte Ebene, in der sich das betreffende Kettenglied 5 befindet,
symmetrisch ausgebildet. Im waagerechten Schnitt dagegen haben die Reinigungskloben
6, wie sich aus F 1 g. 2 ergibt, einen keilförmigen Querschnitt, wobei der dickere
Teil des Klobens beim Betrieb des Förderers außen liegt. Wie sich ferner aus Fig.2
ergibt, füllt der an dem Kettenglied 5 befestigte Kloben 6 den Abstand zwischen
zwei aufeinanderfolgenden, waagerecht liegenden Kettengliedern 4 im wesentlichen
aus, so daß die Kette, wenn an jedem der Glieder 5 ein Kloben 6 vorgesehen ist,
in Längsrichtung nicht zusammengeschoben werden und sich demzufolge nicht verklanken
kann.
-
Bei dem in F i g. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Kloben
6 im senkrechten Mittellängsschnitt einen verhältnismäßig geringen Querschnitt auf,
da die beiden links und rechts des Gliedes 5 befindlichen Klobenhälften nur über
schmale Stege bei A und B miteinander in Verbindung stehen. Hierdurch ist es möglich,
den Kloben 6 zunächst bei B unverbunden auszuführen so daß er am Steg A auseinanderbiegbar
und über das senkrecht stehende Kettenglied 5 aufschiebbar ist. Nachdem der Kloben
6 bei B zusammengedrückt ist, kann er hier durch eine Schweißnaht geschlossen werden.
-
Es ist auch möglich, den Kloben aus zwei Hälften herzustellen, wobei
beispielsweise die Stoßstelle zwischen den beiden Hälften auch waagerecht verlaufen
kann, und die Hälften nach dem Aufsetzen auf das Kettenglied 5 miteinander zu verbinden.
-
Schließlich kann der Kloben mit dem ihn durchgreifenden Kettenglied
unlösbar verbunden sein.
-
Ein Kettenrad, über das die aus den Gliedern 4 und 5 bestehende Kette
an den Umkehren geführt wird, ist in den F i g. 3 und 4 dargestellt. Das Kettenrad
weist Vorsprünge9 auf, die in die waagerecht liegenden Glieder 4 eingreifen. Zwischen
den Vorsprüngen 9 ist ein Rücksprung 10 vorgesehen, der das senkrecht stehende Glied
5 mit dem Reinigungskloben 6 aufnimmt. Damit das Glied 5 hierbei seine ordnungsgemäße
Stellung nicht verlassen kann, sind weitere Vorsprünge 11 am Kettenrad 8 angeordnet,
die jeweils an den Enden des Rücksprunges 10 das Glied 5 seitlich übergreifen, ohne
dadurch den seitwärts vorstehenden Reinigungskloben 6 zu behindern.