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Schweißvorrichtung für Maschinen zum Herstellen von Beuteln oder Säcken
aus Kunststoffschläuchen Die Erfindung betrifft eine Schweißvorrichtung für Maschinen
zum Herstellen von Beuteln oder Säcken aus thermoplastischem Material, bei welchen
Schweißnähte quer zur Förderrichtung einer flach zugeführten Schlauchbahn angebracht
und zur Beutel- oder Sackbildung entweder neben jeder Quernaht in einem mit dem
Schweißvorgang gekopptelten Arbeitsgang ein Schnitt vorgenommen wird und die in
Förderrichtung verlaufenden Seiten oder Längsseiten der Schlauchbahn geschlossen
bleiben, so daß der Boden des fertigen Beutels oder Sackes von einer Schweißnaht
gebildet wird, oder eine der Längsseiten des Schlauches durch ein den in diesem
Falle als Trennschweißwerkzeuge ausgebildeten Schweißelementen vorgeschaltetes Messer
aufgeschnitten wird, so daß die Seitenkanten des fertigen Beutels oder Sackes jeweils
von einer der Trennschweißnähte gebildet werden. Die bekannten Schweißvorrichtungen
dieser Art arbeiten im allgemeinen intermittierend, an die Schweißzeit schließt
sich also stets eine Zeit für den Materialvorschub an. Diese Materialvorschubzeiten
können also für die Schweißung nicht ausgenutzt werden. Da bei den intermittierend
arbeitenden Schweißvorrichtungen der Vorschub der Schlauchbahn während des Schweißvorganges
aussetzt, ist es auch nicht oder nur mit Schwierigkeit möglich, derartige Maschinen
in eine Fertigungsstraße einzubauen oder sie mit einem kontinuierlich arbeitenden
Extruder oder einer Druckmaschine zu koppeln. Aus diesem Grunde arbeiten die bekannten
intermittierenden Schweißvorrichtungen in den weitaus meisten Fällen von der Rolle,
d. h., der extrudierte Schlauch muß zunächst auf eine Rolle gewickelt, die Rolle
der Schweißvorrichtung vorgeschaltet und der Schlauch von der Rolle wieder mit intermittierendem
Vorschub abgewickelt werden.
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Um diese Nachteile zu vermeiden, sind bereits Schweißvorrichtungen
zur kontinuierlichen Herstellung von Beuteln oder Säcken aus thermoplastischem Material
durch Querschweißung bekanntgeworden, bei denen an umlaufenden Ketten mehrere Schweißwerkzeuge
in durch die Schweißnahtabstände bestimmten Abständen befestigt sind und auf einer
mit gleicher Geschwindigkeit wie die Ketten umlaufenden Schlauchbahn Schweißnähte
anbringen. Bei diesen bekannten Vorrichtungen hat es sich aber als sehr nachteilig
erwiesen, daß bei Umstellung der Vorrichtung auf die Fertigung anderer Beuteibreiten
jeweils mehr oder weniger Schweißwerkzeuge auf der Kette in den neuen Abständen
verteilt oder aber die Ketten in ihrer Länge durch Steckglieder oder Verlängerungsstücke
verkürzt oder verlängert wer-
den müssen, womit außerdem eine Veränderung der Lage
der Kettenräder verbunden ist, um die verkürzten oder verlängerten Ketten erneut
zu spannen.
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Das Umrüsten auf andere Beutel- oder Sackbreiten nimmt deshalb sehr
viel Zeit in Anspruch und führt zu einer unerwünscht langen Unterbrechung des Produktionsablaufes.
Außerdem ist insbesondere bei der Herstellung kleinerer Beutel bei langen Ketten
eine große Vielzahl von Schweißwerkzeugen für den Betrieb derartiger bekannter Vorrichtungen
erforderlich. Diese Vorrichtungen zur kontinuierlichen Herstellung von Schweißnähten
haben sich deshalb bisher nicht durchsetzen können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schweißvorrichtung
für den eingangs angegebenen Verwendungszweck zu schaffen, die weder die Nachteile
der intermittierend arbeitenden Schweißvorrichtungen noch die soeben erörterten
Nachteile der kontinuierlich arbeitenden Vorrichtungen aufweist.
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Dies wird erfindungsgemäß bei einer Schweißvorrichtung für Maschinen
zum stillstandlosen Herstellen von Beuteln oder Säcken aus mit quer zur Vorschubrichtung
verlaufenden Schweißnähten versehenen Kunststoffschläuchen, bei welcher je zwei
während des Schweißvorganges paarweise zusammenwirkende Schweißbacken an endlosen
umlaufenden Ketten od. dgl. befestigt sind und sich während der Schweißnahtbildung
mit der Geschwindigkeit der Schlauchbahn bewegen, dadurch erreicht, daß jeweils
zwei Ketten od. dgl. parallel zueinander angeordnet und mit unterschiedlicher und
während jedes Umlaufs wechselnder Geschwindigkeit antreibbar sind, wobei jede Kette
eine Schweißbacke trägt und die Ketten so angetrieben sind, daß sie jeweils nach
Beendigung des Schweißvorganges der an ihnen befestigten Schweißbacke mit einer
erhöhten Nacheilgeschwindigkeit umlaufen und bei Erreichen des gewünschten Schweißabstandes
von den Schweißbacken der anderen Ketten wieder auf die Geschwindigkeit der
Schlauchbahn
verlangsamt werden. Der erfindungsgemäße Lösungsvorschlag besteht also im wesentlichen
in der Anweisung, die beiden kontinuierlich schweißenden Schweißbackenpaare unabhängig
voneinander derart umlaufen zu lassen, daß das jeweils freie Schweißbackenpaar mit
erhöhter Geschwindigkeit dem in Arbeitsstellung befindlichen und mit Schlauchgeschwindigkeit
sich bewegenden Backenpaar nachgeführt wird, aber wieder auf die Arbeitsgeschwindigkeit
geschaltet wird, wenn es sich im gewünschten Schweißnahtabstand hinter diesem befindet.
Durch entsprechende Veränderung derjenigen Umlaufstrecke, während welcher die Schweißbacken
mit erhöhter Geschwindigkeit umlaufen, oder auch durch Veränderung der Nacheilgeschwindigkeit,
kann in einfachster Weise der Schweißnahtabstand verändert werden, ohne daß schwierige
und zeitraubende Umrüstarbeiten erforderlich wären.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann zwischen dem Antriebsmotor
und den Antriebsrädern zusammenwirkender Ketten jeweils eine Verzweigung der Antriebsvermittlung
vorgesehen sein, wobei beide Zweige ein unterschiedliches Übersetzungsverhältnis
aufweisen und wahlweise mit den Wellen der Antriebskettenräder kuppelbar sind. Es
wird also ein und derselbe Motor für den Antrieb der die Schweißbacken tragenden
Ketten mit der Arbeitsgeschwindigkeit und mit der Nacheilgeschwindigkeit verwendet,
zwischen diesem Motor und den Wellen der Antriebskettenräder sind aber zwei zeitlich
abwechselnd wirksam werdende Vorgelege angeordnet, die die Antriebsleistung des
Motors mit unterschiedlicher Drehzahl den Antriebswellen der Kettenräder vermitteln.
Dabei kann besonders zweckmäßig jeweils der langsamere Antriebszweig über eine Freilaufkupplung
und der schnellere über eine Schaltkupplung mit den Wellen der Antriebskettenräder
kuppelbar sein.
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Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung sind
die Schaltkupplungen durch am Anfang und Ende der Arbeitsstrecke der Schweißbacken
angeordnete und in ihrem Abstand voneinander einstellbare Fotozellen steuerbar.
Durch den Abstand der Fotozellen voneinander wird bei dieser Ausführungsform der
Schweißnahtabstand und damit die Länge bzw. Breite der herzustellenden Beutel oder
Säcke bestimmt. Zweckmäßigerweise können die Schaltkupplungen als Elektromagnetkupplungen
ausgebildet und auf die Wellen der Antriebskettenräder wirkende Elektromagnetbremsen
vorgesehen sein, wobei die Elektromagnetbremsen nach dem Lösen der Elektromagnetkupplungen
sicherstellen, daß innerhalb kürzester Zeit die Schweißbacken wieder auf die Arbeitsgeschwindigkeit
verzögert werden. An Stelle der erwähnten Fotozellensteuerung kann auch eine Steuerung
durch elektronische Längenmeßwerke Anwendung finden.
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Weitere Merkmale dei- Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung
an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung Fig.
1 eine Seitenansicht der wesentlichen Antriebselemente und der Steuerelemente der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-B in F i
g. 1, wobei sämtliche zur funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung erforderlichen
Antriebselemente dargestellt, die Steuerelemente jedoch fortgelassen sind, und
Fig.
3 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung nach F i g. 1.
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Die beiden unabhängig voneinander umlaufenden Schweißbackenantriebe
1 und 2 bestehen jeweils aus zwei ein Paar bildenden oberen Ketten 3, 4 und 5, 6,
die über zugehörige Kettenräder 7 bis 14 laufen, und zwei ein Paar bildenden unteren
Ketten 15, 16 und 17, 18, die über die ihnen zugeordneten Kettenräder 19 bis 26
laufen. Die Kettenräder drehen sich in der in Fig. 1 durch Pfeile angedeuteten Richtung.
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Die Schweißbackenantriebe 1 und 2 sind jeweils mit zwei zusammenwirkenden
Schweißbacken 27, 28 und 29, 30 versehen, wobei die Schweißbacken 27 und 28 mit
dem Schweißbackenantrieb bei dem in der Zeichnung dargestellten Momentanzustand
soeben mit erhöhter Geschwindigkeit umlaufen, während die Schweißbacken 29 und 30
des Schweißbackenantriebs 2 mit Arbeitsgeschwindigkeit bewegt werden und auf einer
entlang der Linie A-B (F i g. 1) sich in Pfeilrichtung vorwärtsbewegenden Schlauchbahn,
die über nicht dargestellte Rollen beispielsweise von einem Druckwerk aus zugeführt
wird, quer zur Vorschubrichtung der Schlauchbahn verlaufende Schweißnähte anbringen.
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Ein für den Antrieb der beiden unabhängig voneinander umlaufenden
Schweißbackenantriebe l und 2 vorgesehener Elektromotor 31 (vgl. insbesondere F
i g. 2), dessen Drehzahl vorzugsweise stufenlos regelbar ist, treibt über sein Abtriebsritzel
32 ein drehbar auf einem Achsstummel 33 befestigtes Zahnrad 34 an. Der Achsstummel
33 ist in einer Wand 35 undrehbar befestigt. Auf einer drehbar in der Wand 35 gelagerten
Welle 36 ist ein Zahnrad 37 aufgekeilt, das mit dem Zahnrad 34 kämmt. Gleichachsig
mit der Welle 36 ist eine Welle vorgesehen, die in der Wand S1 drehbar gelagert
ist und auf der das Zahnrad 38 aufgekeilt ist. Zwischen den Zahnrädern 37 und 38
ist ein Übersetzungsgetriebe 39 derart vorgesehen, daß sich das Zahnrad 38 mit höherer
Drehzahl als das Zahnrad 37 dreht. Das Zahnrad 38 steht mit einem drehbar auf einer
Welle 40 gelagerten Zahnrad 41 im Eingriff, das wiederum mit einem drehbar auf einer
Welle 42 gelagerten Zahnrad 43 (F i g. 3) kämmt. Die Wellen 40 und 42 sind in den
Wänden 76, 35 und 51 drehbar gelagert. Mit denl Zahnrad 41 ist eine Elektromagnetkupplung
44 fest verbunden. Die Elektromagnetkupplung 44 ist ihrerseits durch ein Zwischenstück
45 mit einer Elektromagnetbremse 46 verbunden. Mittels des Zwischenstückes 45 sind
die Elektromagnetkupplung und die Elektromagnetbremse fest mit der Welle 40 verkeilt.
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Auf der Welle 40 befindet sich ferner ein Zahnrad 47, das über eine
Freilaufkupplung 48 mit der Welle 40 zusammenwirkt, derart, daß bei ausgeschalteter
Elektromagnetkupplung 44 der Antrieb vom Motor 31 über das Ritzel 32, die Zahnräder
34, 37 und 47 und den Außen- und Innenring des Freilaufs 48 auf die Welle 40 übertragen
wird, während bei eingerückter Kupplung die Welle 40 mit der gegenüber dem Zahnrad47
erhöhten Drehzahl des Zahnrades 41 umläuft, wobei der Innenring des Freilaufs 48
schneller als dessen Außenring läuft, so daß trotz des weiterhin vom Zahnrad 37
aus angetriebenen Zahnrades47 keine Drehmomentübertragung mehr über die Freilaufkupplung
stattfindet. Das Zahnrad 47 steht weiter mit dem Zahnrad 49 (F i g. 3) im Eingriff.
Mit der Welle 40 ist ferner ein
Zahnrad 50 undrehbar verbunden,
das mit einem drehbar auf einer Welle 52 gelagerten Zahnrad 53 kämmt. Die Welle
52 ist in den Wänden 35 und 76 drehbar gelagert. Das Zahnrad 53 steht seinerseits
mit einem undrehbar auf einer Welle 54 angebrachten Zahnrad 55 (F i g. 3) im Eingriff.
Auf der Welle 52 ist außerdem ein Zahnrad 69 undrehbar gelagert, das mit einem auf
der Welle 54 drehbar gelagerten Zahnrad 70 (F i g. 3) im Eingriff steht. Auf der
Welle 40 undrehbar befestigte Zahnräder 56 und 57 stehen über drehbar auf den Achsstummeln
65 und 66 bzw.
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67 und 68 gelagerte Zwischenräder 58 und 59 bzw.
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60 und 61 mit auf der Welle 52 drehbar gelagerten Zahnrädern 62 und
63 in Verbindung, wobei die Achsstummel 65 und 66 in der Wand 35 und die Achsstummel
67 und 68 in der Wand 76 undrehbar befestigt sind. Mit den Zahnrädern 62 und 63
sind jeweils die Kettenräder 21 und 19 fest verbunden.
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Zwei weitere Kettenräder 25 und 23 sind undrehbar auf der Welle 52
befestigt. Auf einer in den Wänden 35 und 76 undrehbar befestigten Achse 64 sind
die Kettenräder 20, 22, 24 und 26 drehbar gelagert. Die Kettenräder 19 bis 22 mit
den ihnen zugeordneten Ketten 15 und 16 bilden den unteren Teil des Schweißbackenantriebs
1, während die Kettenräder 23 bis 26 mit den Ketten 17 und 18 den unteren Teil des
Schweißbackenantriebs 2 bilden.
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In F i g. 3 ist die Anordnung der Antriebselemente des oberen Teils
der beiden Schweißbackenantriebe 1 und 2 dargestellt, die im wesentlichen der Anordnung
des unteren Teils der Schweißbackenantriebe entspricht. Auf der in den Wänden 51,
35 und 76 drehbar gelagerten Welle 42 ist das Zahnrad 43 gleichfalls drehbar gelagert.
Das Zahnrad 43 ist mit einer zweiten Elektromagnetkupplung 71 fest verbunden, die
ihrerseits über ein Zwischenstück 72 fest mit einer zweiten Elektromagnetbremse
73 verbunden ist. Kupplung und Bremse sind wiederum durch das Zwischenstück72 fest
mit der Welle 42 verkeilt. Das Zahnrad 49 sitzt auf einem Freilauf 74, der die gleiche
Funktion hat wie die bereits beschriebene Freilaufkupplung 48. Auf der Welle 42
ist ferner ein Zahnrad 75 undrehbar gelagert, das mit einem auf der Welle 54 drehbar
gelagerten Zahnrad 70 im Eingriff steht. Die Welle 54 ist in den Wänden 35 und 76
drehbar gelagert. Auf der Welle 42 undrehbar befestigte Zahnräder 77 und 78 sind
über drehbar auf Achsstummel 79 und 80 bzw. 81 und 82 gelagerte Zwischenzahnräder
83 und 84 bzw. 85 und 86 mit drehbar auf der Welle 54 gelagerten Zahnrädern 87 und
88 verbunden, wobei die Achsstummel 79 und 80 bzw. 81 und 82 undrehbar in der Wand
35 bzw. 76 befestigt sind. Die gleichfalls drehbar auf der Welle 54 gelagerten Kettenräder
11 und 13 sind jeweils mit den Zahnrädern 88 und 87 fest verbunden. Die beiden weiteren
Kettenräder 7 und 9 sind undrehbar auf der Welle 54 befestigt.
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Auf einer in den Wänden 35 und 76 undrehbar gelagerten Achse 89 sind
die Kettenräder 8, 10, 12, 14 drehbar gelagert. Die Kettenräder 7 bis 10 mit den
ihnen zugeordneten Ketten 3 und 4 bilden den oberen Teil des Schweißbackenantriebs
1, während die Kettenräder 11 bis 14 mit den Ketten 5 und 6 den oberen Teil des
Schweißbackenantriebs 2 bilden.
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Die an den Schweißbackenantrieben 1 und 2 umlaufenden Schweißbacken
27 bis 30 werden in Schweißstellung gebracht, indem sie beispielsweise in an sich
bekannter Weise jeweils paarweise über
zwei obere und zwei untere Kurvenschienen
90 und 91 laufen (F i g. 1), deren Höhe so bemessen ist, daß die Spitzen der jeweils
ein Paar bildenden Schweißbacken, beispielsweise der Schweißbacken 29 und 30, einander
berühren. Durch Verschieben der Kurvenschienen 90 und 91 in Längsrichtung wird auf
einfache Weise die Stelle bestimmt, an welcher die Schweißbacken mit dem Schweißen
beginnen, wodurch der Schweißnahtabstand und damit auch die Breite bzw. Länge der
zu fertigenden Beutel oder Säcke festgelegt ist. Die Schweißbacken 27 bis 30 laufen
jeweils mit einer mit der Schweißbacke verbundenen Rolle97, die auf einer ein der
Schweißbacke axial verschiebbaren Achse drehbar gelagert ist, auf den Kurvenschienen
90 bzw. 91. Eine weitere Rolle oder Kugel ist im rechten Winkel zu der Rolle 97
stehend ebenfalls drehbar auf einer Achse angeordnet, die ihrerseits mit der axial
verschiebbaren Achse der Rolle 97 verbunden ist, und läuft an der Innenseite der
Kurvenschienen 90 bzw. 91 entlang, bis sie auf ein an der Innenseite der Kurvenschienen
90 bzw. 91 bei 92 angebrachtes Anlaufstück aufläuft, wodurch die axial verschiebbare
Achse der Rolle 97 in die Schweißbacke hineingedrückt und die Rolle 97 jeweils von
den Kurvenschienen 90 bzw. 91 abgezogen wird, so daß die Schweißbacken von den Kurvenschienen
freikommen, worauf die sie tragenden Ketten auf die erhöhte Nacheilgeschwindigkeit
geschaltet werden. Das an der Innenseite der Kurvenschienen 90 und 91 vorgesehene
Anlaufstück ist längsverschieblich ausgebildet, damit es bei Verschiebung der Kurvenschiene
90 und 91 zur Verstellung auf andere Beutel- oder Sackbreiten bzw.
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-längen stets an der Stelle 92 befestigt werden kann.
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Die wirksame Länge der Schweißbacken 27 bis 30 wird durch den Abstand
zwischen den Ketten 4 und 5 bzw. 16 und 17 bestimmt. Dieser Abstand wird zweckmäßigerweise
so gewählt, daß er gleich der größten in der Beutel- oder Sackherstellung gebräuchlichen
Schlauchbreite ist. Da die Länge bzw. Breite der herzustellenden Beutel oder Säcke,
abgesehen von dem gewählten Schweißnahtabstand, durch die Breite der Schlauchbahn
bestimmt wird, ist es hierdurch ohne jede Einstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
möglich, Beutel oder Säcke mit allen in der Praxis vorkommenden Schweißnahtlängen
zu fertigen.
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Die in der Zeichnung in Schweißstellung dargestellten Schweißbacken
29 und 30 des Schweißbacken antriebs 2 erhalten ihre Arbeitsgeschwindigkeit von
dem Motor 31 über das Ritzel 32, die Zahnräder 34, 37 und 47, das Zahnrad 49, den
Freilauf 74 und die Welle 42. Mit der Welle 42 drehen sich die Zahnräder 77 und
78, deren Drehung sich über die Zwischenräder 83 und 84 bzw. 85 und 86 auf die drehbar
auf der Welle 54 gelagerten Zahnräder 87 und 88 und die gleichfalls drehbar gelagerten,
fest mit den Zahnrädern 87 und 88 verbundenen oberen Kettenräder 11 und 13 des Schweißbackenantriebs
2 überträgt. Auf diese Weise erhalten die oberen Ketten 5 und 6 des Schweißbackenantriebs
2 ihre Arbeitsgeschwindigkeit.
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Die an den unteren Ketten 17 und 18 des Schweißbackenantriebs 2 befestigte
Schweißbacke 30 erhält ihre Arbeitsgeschwindigkeit ebenfalls von der Kette 42 her,
wodurch der synchrone Lauf der oberen und unteren Kettenräder des Schweißbackenantriebs
2
gewährleistet ist. Das fest auf der Welle 42 verkeilte Zahnrad
75 überträgt die Bewegung der Welle 42 über das drehbar auf der Welle 54 gelagerte
Zahnrad 70 auf das undrehbar auf der Welle 52 {F i g. 2) gelagerte Zahnrad 69 und
damit auf die Welle 52 selbst sowie auf die undrehbar mit dieser verbundenen Kettenräder
23 und 25 des Schweißbackenantriebs 2, die ihrerseits die Ketten 17 und 18 antreiben.
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Das auf der Schlauchbahn mitwandernde Schweißbackenpaar 29, 30 hat
eine Quernaht spätestens dann fertig geschweißt, wenn es bei 92 (Fig. 1) anlangt.
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In diesem Augenblick wird durch einen dem Schweißbackenantrieb 2 zugeordneten,
beispielsweise bei 93 angeordneten und die entsprechenden Schweißbacken abtastenden
Fotozellenkopf die erhöhte Nacheilgeschwindigkeit sowohl der oberen Ketten 5 und
6 wie auch der unteren Ketten 17 und 18 des Schweißbackenantriebs 2 eingeleitet.
Dies geschieht, indem von den Fotozellen ein elektrischer Impuls auf die dem Schweißbackenantrieb
2 zugeordnete Elektromagnetkupplung 71 gegeben wird, wodurch diese einrückt. Die
in dem Getriebe 39 erzeugte erhöhte Drehzahl kann somit von dem Zahnrad 38 über
das drehbar auf der Welle 40 gelagerte Zahnrad 41 auf das Zahnrad 43 und damit direkt
auf die Welle 42 übertragen werden, wobei sich der Innenring des Freilaufs 74 mit
der Drehzahl der Welle 42 dreht, während der Außenring des Freilaufs74 mit dem darauf
befestigten Zahnrad 49 nach wie vor mit der von dem Zahnrad 37 übertragenen, der
Arbeitsgeschwindigkeit der Schweißbacken entsprechenden Drehzahl umläuft, aber kein
Drehmoment mehr überträgt. Über die undrehbar auf der Welle 42 gelagerten Zahnräder
77 und 78 wird die erhöhte Drehzahl auf die gleiche Weise wie die der Arbeitsgeschwindigkeit
des Schweißbackenantriebs entsprechende Drehzahl weiterhin über die Zwischenräder
83 bis 86 auf die Zahnräder 87 und 88 und damit auf die oberen Kettenräder 11 und
13 des Schweißbackenantriebs 2 übertragen, so daß nunmehr die Ketten 5 und 6 und
mit ihnen die Schweißbacke 29 mit erhöhter Geschwindigkeit umlaufen.
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Gleichzeitig erhält die Schweißbacke 30 der unteren Ketten 17 und
18 ihre erhöhte Geschwindigkeit wie im Falle der Arbeitsgeschwindigkeit gleichfalls
von der Welle 42 her, und zwar über die Zahnräder 75, 70 und 69, die Welle 52, die
undrehbar auf der Welle 52 gelagerten Kettenräder 23 und 25 und die Ketten 17 und
18.
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Die im Momentanzustand der Zeichnung mit erhöhter Geschwindigkeit
umlaufenden Schweißbacken 27 und 28 erhalten ihre erhöhte Nacheilgeschwindigkeit
wie folgt: Nachdem die Elektromagnetkupplung 44 durch einen elektrischen Impuls
eingerückt worden ist, der von einem bei 94 (F i g. 1) angeordneten, dem Schweißbackenantrieb
1 zugeordneten Fotozellenkopf gegeben wird, wird die an das Zahnrad 38 abgegebene
erhöhte Drehzahl des Übersetzungsgetriebes 39 auf das fest mit der Kupplung 44 verbundene
Zahnrad 41 und damit auf die Welle 40 und die undrehbar auf der Welle 40 gelagerten
Zahnräder 56 und 57 übertragen. Die Höhe dreht sich hierbei mit dem Innenring des
Freilaufs 48 mit erhöhter Drehzahl unter dessen Außenring weg, der sich seinerseits
mit dem auf ihm sitzenden Zahnrad 47 mit der der Arbeitsgeschwindigkeit der Schweißbacken
entsprechenden Drehzahl dreht. Die Zahnräder 56 und 57 leiten die erhöhte Geschwindigkeit
über
die Zwischenräder 58 und 59 bzw. 60 und 61 auf die drehbar auf der Welle 52 gelagerten
Zahnräder 62 und 63 und damit auf die fest mit diesen Zahnrädern verbundenen, gleichfalls
drehbar auf der Welle 52 gelagerten unteren Kettenräder 19 und 21 und damit an die
unteren Ketten 15 und 16 des Schweißbackenantriebs 1 weiter.
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Die obere Schweißbacke 27 erhält die erhöhte Geschwindigkeit ebenfalls
von der Welle 40 her, um so wiederum synchronen Umlauf der beiden Schweißbacken
27 und 28 zu gewährleisten, und zwar wird deren erhöhte Drehzahl von dem undrehbar
auf der Welle 40 befestigten Zahnrad 50 über das drehbar auf der Welle 52 gelagerte
Zahnrad 53 auf das undrehbar auf der Welle 54 befestigte Zahnrad 55 und damit auf
die Welle 54 selbst sowie auf die fest mit der Welle 54 verkeilten oberen Kettenräder
7 und 9 übertragen, die die Ketten 3 und 4 des Schweißbackenantriebs 1 antreiben.
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Durch einen der an den Kurvenschienen 90 und 91 angebrachten Fotozellenköpfe
95 und 96 werden die mit erhöhter Geschwindigkeit umlaufenden Schweißbacken 97 und
98, bevor sie auf den näher zur Schlauchbahn liegenden Teil der Kurvenschienen auflaufen,
wieder auf Arbeitsgeschwindigkeit geschaltet. Die Fotozelle gibt einen elektrischen
Impuls auf die Elektromagnetbremse 46, durch den die Bremse betätigt und die Elektromagnetkupplung
44 über das Zwischenstück 45 gleichzeitig gelöst wird.
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Die Bremsdauer der Elektromagnetbremse 46 wird beispielsweise durch
ein Zeitrelais eingestellt, derart, daß sich die Bremse selbsttätig löst, sobald
die Welle 40 wieder die der Arbeitsgeschwindigkeit der Schweißbacken entsprechende
Drehzahl angenommen hat. Diese Drehzahl wird durch die unmittelbare Antriebsvermittlung
herbeigeführt, die von dem Motor 31 über das Ritzel 32, die Zahnräder 34 und 37
und das über dem Freilauf 48 laufende Zahnrad 47 zur Welle 40 führt. Die Drehzahl
der Welle 40 bestimmt in der bereits beschriebenen Weise die Umlaufgeschwindigkeit
der Ketten 15 und 16, die somit nunmehr wieder mit Arbeitsgeschwindigkeit umlaufen.
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Die Welle 40 bestimmt ferner, wie ebenfalls schon beschrieben, auch
die Arbeitsgeschwindigkeit der oberen Schweißbacke 27.
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Die Umsteuerung der Schweißbacken 29 und 30 von der erhöhten Nacheilgeschwindigkeit
zur Arbeitsgeschwindigkeit geschieht in gleicher Weise wie soeben für die Schweißbacken
27 und 28 des Schweißbacken antriebs 1 beschrieben, wobei hier allerdings der Impuls
der Fotozelle auf die dem Schweißbackenantrieb 2 zugeordnete Elektromagnetbremse
72 gegeben wird, wobei gleichzeitig die Elektromagnetkupplung 71 ausgerückt wird.
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Zur Erzielung des gewünschten Schweißabstandes sind die Fotozellen
95 und 96 längsverschiebbar und einstellbar angeordnet, so daß der Zeitpunkt des
Wechsels von der höheren zur Arbeitsgeschwindigkeit einstellbar ist. Beim Verarbeiten
vorbedruckten Folienmaterials tasten die Fotozellen 95 und 96 nicht die ihnen zugeordneten
Schweißbacken ab, sondern das Druckbild oder Druckmarken auf der Folienbahn. Da
die Fotozellen 95 und 96 abwechselnd ansprechen müssen, weil sie je einem Schweißbackenantrieb
zugeordnet sind, werden sie über eine besondere, synchron zur Maschine angetriebene
Kontaktscheibe abwechselnd ein- und ausgeschaltet.
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Die Arbeitsspiele der beiden unabhängig voneinander umlaufenden Schweißbackenantriebe
1 und 2 sind so aufeinander abgestimmt, daß ein Schweißbackenpaar ständig mit Arbeitsgeschwindigkeit
umläuft und schweißt, während das andere Schweißbackenpaar mit erhöhter Geschwindigkeit
umläuft, um seinerseits die Arbeitsgeschwindigkeit anzunehmen und mit dem Schweißen
zu beginnen, sobald der Schweißvorgang des ersten Schweißbackenpaares beendet ist
und letzteres die erhöhte Geschwindigkeit annimmt.
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Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. Insbesondere können an Stelle der Ketten beispielsweise Zahnriemen Verwendung
finden, die mit entsprechenden Zahnriemenscheiben zusammenwirken, und die Fotozellensteuerung
kann durch eine Steuerung mittels elektronischer Längenmeßwerke oder auch dadurch
ersetzt sein, daß die Nacheilgeschwindigkeit der Schweißbacken bei stets gleichbleibender
Nacheilstrecke verstellbar ist, wobei dann auch die Elektromagnetkupplungen durch
mechanische Schaltkupplungen ersetzt werden können.