DE1242036B - Maschine zum Harken von gemaehten Grabenboeschungen - Google Patents
Maschine zum Harken von gemaehten GrabenboeschungenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D78/00—Haymakers with tines moving with respect to the machine
- A01D78/06—Haymakers with tines moving with respect to the machine with tine-carrying endless chains or belts
Landscapes
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- Harvester Elements (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND Int. CL:
AOId Jf/06
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 45 c - 77/00
Nummer: 1 242 036
Aktenzeichen: B 76245 HI/45 c
Anmeldetag: 9. April 1964
Auslegetag: 8. Juni 1967
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Harken von gemähten Grabenböschungen.
Zum Zetten, Wenden und Zusammenrechen von Gras, Heu und ähnlichem Schnittgut sind bereits
seit längerer Zeit als Heuwerbungsmaschinen bezeichnete Geräte bekannt, die im wesentlichen aus einem
von einem Selbstfahrerrahmen mit Laufrädern getragenen, quer zur Bewegungsrichtung des auf der
zu bearbeitenden Fläche entlang bewegten Selbstfahrrahmens angetriebenen, endlosen Band- oder Kettenrechen
bestehen. Derartige Geräte sind zum Harken von gemähten Grabenböschungen jedoch ungeeignet,
weil sie sich nicht auf der steilen Grabenböschung halten und bewegen lassen.
Speziell zum Harken von Grabenböschungen geeignete und bekannte Geräte bestehen im wesentlichen
aus einem angetriebenen, endlosen Band- oder Kettenrechen, der seitlich an einem Schlepper oder
Selbstfahrgerät nach Art eines Auslegers befestigt ist und von diesem gehalten und vorbewegt wird.
Der Schlepper bzw. das Selbstfahrgestell, an dem der Band- oder Kettenrechen nach Art eines Auslegers
seitlich befestigt ist, fährt im Betrieb auf der Böschungskrone des zu harkenden Grabens, wobei
der angetriebene Band- oder Kettenrechen auf der Grabenböschung entlangbewegt wird.
Diese bekannten Maschinen zum Harken von Grabenböschungen haben sich jedoch in der Praxis nicht
bewährt, da zumeist der für ein Befahren durch einen Schlepper oder durch ein Selbstfahrgestell notwendige
Platz auf der Böschungskrone nicht zur Verfügung steht. Es kommt hinzu, daß der von dem Bandoder
Kettenrechen beim Harken ausgeübte, in Richtung auf die Grabensohle wirkende Zug ein hohes
Gegengewicht erfordert, das ein Abrutschen des auf der Böschungskrone laufenden Schleppers oder
Selbstfahrgestells in den Graben verhindert und eine exakte Führung an der zu harkenden Grabenböschung
gewährleistet. Dieses hohe Gegengewicht, das bei den bekannten Maschinen entweder durch ein hohes
Eigengewicht des Schleppers oder durch Zusatzgewichte am Selbstfahrgestell gebildet wird, führt
häufig zu einer Zerstörung der Böschungskrone und bei steileren Böschungen und lockeren Bodenverhältnissen
zu einer Zerstörung der Böschung selbst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zum Harken von gemähten Grabenböschungen
zu schaffen, die in bezug auf die vorerwähnten Schwierigkeiten Abhilfe bringt, leicht in der
Handhabung und einfach in der Ausbildung ist und die sich vor allem auch dort einsetzen läßt, wo auf
Maschine zum Harken von gemähten
Grabenböschungen
Grabenböschungen
Anmelder:
Anton Berkenheger,
Wesuwe-Siedlung über Meppen
Als Erfinder benannt:
Anton Berkenheger,
Wesuwe-Siedlung über Meppen
Anton Berkenheger,
Wesuwe-Siedlung über Meppen
der Böschungskrone kein Fahrraum für einen Schlepper oder ein Selbstfahrgestell vorhanden ist.
Die hierzu nach der Erfindung vorgesehene Maschine zum Harken von gemähten Grabenböschungen
sieht zunächst die Verwendung eines von
ao einem Selbstfahrrahmen mit Laufrädern getragenen, quer zur Bewegungsrichtung des auf der zu harkenden
Böschung entlangbewegten Rahmens angetriebenen endlosen Band- oder Kettenrechens vor, also
eines Gerätes, wie es im Prinzip als Heuwerbungsmaschine bekannt ist, und zeichnet sich dadurch aus,
daß der Selbstfahrrahmen mit einem auf der gegenüberliegenden Grabenböschung laufenden und angetriebenen
Seitenstützrad versehen ist, das an einem in seiner Länge verstellbaren und am Selbstfahrrahmen
verschwenkbar angelenkten Trägern angebracht ist.
Vorteilhaft sind bei der Maschine nach der Erfindung am Selbstfahrrahmen zwei in Bewegungsrichtung
desselben diagonal versetzte Laufräder vorgesehen, von denen zumindest das vordere angetrieben
und lenkbar ist. Vorzugsweise ist das Seitenstützrad unabhängig von dem vorderen, lenkbaren Laufrad
antreibbar.
Zweckmäßig sind für den Antrieb des vorderen Laufrades, des Seitenstützrades und des Bandrechens
jeweils gesonderte Hydraulik-Flanschmotore vorgesehen. Der Träger für das Seitenstützrad ist vorteilhaft
als Teleskoparm ausgebildet und hydraulisch längenveränderbar sowie hydraulisch verschwenkbar.
Die Maschine nach der Erfindung ist unabhängig von der Breite und Festigkeit von Böschungskronen
einsetzbar und ermöglicht ein Aufharken der gemähten Grabenböschungen ohne Beschädigung der
Böschungskrone bzw. der Grabenböschung. Die nur auf der Grabenböschung selbst laufende und keine
Böschungskrone mehr benötigende Maschine nach der Erfindung ist gewichtsmäßig außerordentlich
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leicht und benötigt bei einfacher konstruktiver Ausbildung und zuverlässig störungsfreier Betriebsweise
nur eine verhältnismäßig geringe Antriebsleistung.
Die Maschine nach der Erfindung läßt sich auch mit Vorteil zum gleichzeitigen Mähen und Harken
von Grabenböschungen einsetzen, wenn am Rahmen ein in an sich bekannter Weise dem Bandrechen vorgeschalteter
Messerbalken angebracht ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
ist in der Zeichnung dargestellt und nachstehend näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht der Maschine nach der Erfindung in Arbeitsstellung an einer
Böschung eines Grabens,
F i g. 2 eine Ansicht der Maschine in Richtung des Pfeiles I in Fig^l und
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Maschine nach
F i g. 1 und 2.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus einem Selbstfahrrahmen 1, der ein endloses, quer zu seiner ao
Bewegungsrichtung A umlaufendes Zinkenband 2 mit Zinken 3 trägt, das über Umlenkrollen 4, 5 geführt
ist und im folgenden als Bandrechen bezeichnet wird. Der Selbstfahrrahmen 1 ist mit zwei den Bandrechen
übergreifenden Holmen 6 versehen, an denen ein Querträger 7 befestigt ist. Am Selbstfahrrahmen, bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel am Ende des sich über den einen Holm 6 hinaus erstreckenden
Querträgers 7, ist mittels eines Gelenkes 8 ein Träger 9 für ein Seitenstützrad 10 angelenkt, der über
einen Hydraulikzylinder 11 verschwenkbar ist. Der Selbstfahrrahmen 1 ist einerseits mit einem in Bewegungsrichtung
A vorderen Laufrad 12 und einem rückwärtigen Laufrad 13 versehen, die an Streben 14
bzw. 15 des Maschinenrahmens gelagert und in Bewegungsrichtung der Maschine und quer zu dieser
Richtung gegeneinander versetzt sind. Das vordere Laufrad 12 ist an der Strebe 14 mittels einer um
eine vertikale Achse schwenkbaren Gabel 16 angebracht, deren Schwenkzapfen in einem Auge 17 der
Strebe 14 gelagert und an seinem oberen Ende mit einer Lenkstange 18 verbunden ist. An dem vorderen
Laufrad 12, dem Seitenstützrad 10 und an der Umlenkrolle 5 des Bandrechens 2 sind jeweils koaxiale
Hydraulik-Flanschmotore 19, 20 bzw. 21 vorgesehen, die als Antriebe für die Maschine und den Bandrechen
dienen. Das Seitenstützrad 10 und das Laufrad 12 sind dabei unabhängig voneinander antreibbar,
um durch unterschiedliche Antriebsgeschwindigkeiten ein möglicherweise im Betrieb auftretendes
Verkanten der Maschine ausgleichen zu können. Als Hauptantrieb ist vorzugsweise ein Verbrennungsmotor
vorgesehen, der, wie dargestellt, auf dem Querträger 7 befestigt ist und eine oder mehrere
Öldruckpumpen antreibt. Verbrennungsmotor und Druckpumpe(n) sind in der Zeichnung schematisch
als eine mit 22 bezeichnete Einheit dargestellt. Ein dementsprechend ein- bzw. zweiteiliger Druckölbehälter
ist mit 23 bezeichnet und speist die Hydraulikmotore 19, 20 und 21. Die unabhängige Antriebssteuerung
der Räder 10, 12 kann bei einer einzigen Öldruckpumpe z. B. über Ventile in den jeweiligen,
nicht dargestellten Speiseleitungen für die Motore 19, 20 durch Verändern der eingespeisten Ölmengen erfolgen.
Sind zwei Öldruckpumpen vorgesehen, von denen jede einen der Motore 19 bzw. 20 beaufschlagt,
kann eine Antriebsänderung auch durch Änderung des Öldruckes erfolgen. Zweckmäßig ist
auch die Geschwindigkeit des Bandrechens 2 veränderbar, dessen Motor 21 von der einen oder einer
der beiden Pumpen mit beaufschlagt wird.
Während die Schwenkbarkeit des Trägers 9 um sein Gelenk 8 mittels des Hydraulikzylinders 11 es
bei unterschiedlichen Böschungswinkeln ermöglicht, das Seitenstützrad 10 jeweils senkrecht auf der, der
zu harkenden Böschung gegenüberliegenden Böschung laufen zu lassen, ermöglicht die Ausbildung
des Trägers 9 als Teleskoparm eine Anpassung der Maschine an jeweils unterschiedliche Grabenabmessungen.
Der Teleskoparm kann, wie in F i g. 1 dargestellt, aus zwei ineinanderschiebbaren und mittels
eines Querbolzens in ihrer Stellung zueinander verriegelbaren Rohren bestehen oder aber hydraulisch
in seiner Länge verstellbar sein, wobei die Beaufschlagung des Hydraulikzylinders 11 zweckmäßig
über die Druckpumpe(n) erfolgt. Die jeweiligen Speise- und Rücklaufleitungen sowie die Regelarmaturen
sind an sich bekannt und aus Gründen der Übersichtlichkeit der Zeichnung in dieser nicht veranschaulicht.
In Fig. 3 ist die vorbeschriebene Maschine zusätzlich mit einem am Selbstfahrrahmen 1 befestigten
Messerbalken 24 versehen, der in eine wirksame und in eine unwirksame Stellung gebracht werden kann,
so daß die Maschine entweder zum Harken allein oder zum Mähen und unmittelbar anschließenden
Harken einsetzbar ist. Der Antrieb dieses Messerbalkens 24 kann ebenfalls über die Antriebshydraulik
oder aber mittelbar von der Triebwelle des Verbrennungsmotors abgenommen werden.
Es versteht sich, daß in konstruktiven Einzelheiten verschiedentlich Abänderungen der vorbeschriebenen
Maschine möglich sind. So ist es z. B. möglich, auf dem Querträger 7 einen Sitz für eine Bedienungsperson
vorzusehen, wobei die Lenkstange 18 entsprechend zu verkürzen und zu verlegen ist, die bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel zweckmäßig die für die Betätigung und Steuerung der Antriebsaggregate
erforderlichen Armaturen trägt.
Claims (8)
1. Maschine zum Harken von gemähten Grabenböschungen, bestehend aus einem von einem
Selbstfahrrahmen mit Laufrädern getragenen, quer zur Bewegungsrichtung des auf der zu harkenden
Böschung entlangbewegten Selbstfahrrahmens angetriebenen endlosen Band- oder Ketrechen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Selbstfahrrahmen (1) mit einem auf der gegenüberliegenden
Grabenböschung laufenden und angetriebenen Seitenstützrad (10) versehen ist, das an einem in seiner Länge verstellbaren und
am Selbstfahrrahmen (1) verschwenkbar angelenkten Träger (9) angebracht ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Selbstfahrrahmen (1) zwei
in Bewegungsrichtung desselben diagonal zueinander versetzte Laufräder (12, 13) vorgesehen
sind, von denen zumindest das vordere angetrieben und lenkbar ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Seitenstützrad (10) unabhängig
von dem vorderen, lenkbaren Laufrad (12) antreibbar ist.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für den Antrieb des
vorderen Laufrades (12), des Seitenstützrades (10) und des Bandrechens jeweils gesonderte
Hydraulik-Flanschmotore (19, 20, 21) vorgesehen sind.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (9) als
Teleskoparm ausgebildet ist.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Teleskoparm hydraulisch
längenveränderbar ist.
7. Maschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (9) hydraulisch verschwenkbar ist.
8. Maschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, zum gleichzeitigen Mähen und
Harken, dadurch gekennzeichnet, daß am Selbstfahrrahmen (1) ein in an sich bekannter Weise
dem Bandrechen vorgeschalteter Messerbalken (24) angebracht ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 780 060,
ίο 1814 582;
österreichische Patentschriften Nr. 224 965, 470;
USA.-Patentschrift Nr. 2 896 388; Zeitschrift »LANDBOUW mechanisatic«, Heft 11
vom November 1963, S. 912 bis 915.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB76245A DE1242036B (de) | 1964-04-09 | 1964-04-09 | Maschine zum Harken von gemaehten Grabenboeschungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB76245A DE1242036B (de) | 1964-04-09 | 1964-04-09 | Maschine zum Harken von gemaehten Grabenboeschungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1242036B true DE1242036B (de) | 1967-06-08 |
Family
ID=6978996
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB76245A Pending DE1242036B (de) | 1964-04-09 | 1964-04-09 | Maschine zum Harken von gemaehten Grabenboeschungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1242036B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1780060U (de) * | 1957-08-06 | 1958-12-24 | Rapid Motormaeher A G | An einen landwirtschaftlichen traktor angebautes geraet zum zetten, wenden und zusammenrechen von gras, heu und aehnlichem schnittgut. |
| US2896388A (en) * | 1957-04-04 | 1959-07-28 | Glenn H Dailey | Reversible side delivery hay rake |
| DE1814582U (de) * | 1960-05-02 | 1960-07-07 | Hagedorn Geb & Co | Heuerntemaschine vorzugsweise schubrechwender, mit hydraulischem aufzug. |
| AT224965B (de) * | 1960-11-16 | 1962-12-27 | Josef Jun Fersterer | Gebirgskettenrechen |
| AT225470B (de) * | 1960-04-21 | 1963-01-25 | Poettinger Ohg Alois | Bandrechen |
-
1964
- 1964-04-09 DE DEB76245A patent/DE1242036B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| AT225470B (de) * | 1960-04-21 | 1963-01-25 | Poettinger Ohg Alois | Bandrechen |
| DE1814582U (de) * | 1960-05-02 | 1960-07-07 | Hagedorn Geb & Co | Heuerntemaschine vorzugsweise schubrechwender, mit hydraulischem aufzug. |
| AT224965B (de) * | 1960-11-16 | 1962-12-27 | Josef Jun Fersterer | Gebirgskettenrechen |
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