[go: up one dir, main page]

DE1138147B - Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer - Google Patents

Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer

Info

Publication number
DE1138147B
DE1138147B DES62896A DES0062896A DE1138147B DE 1138147 B DE1138147 B DE 1138147B DE S62896 A DES62896 A DE S62896A DE S0062896 A DES0062896 A DE S0062896A DE 1138147 B DE1138147 B DE 1138147B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching
current
switch
circuit breaker
resistance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES62896A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Kesselring
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES62896A priority Critical patent/DE1138147B/de
Publication of DE1138147B publication Critical patent/DE1138147B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/025Disconnection after limiting, e.g. when limiting is not sufficient or for facilitating disconnection

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • SchutzeinrichtunLy mit Strombezrenzer Strombegrenzer für Gleich- und Wechselstrom haben die Aufgabe, das Auftreten von Strömen über etwa dem zwei- bis dreifachen Nennstrom unter allen Umständen, insbesondere auch bei Kurzschlüssen, zu verhindern. Dies ist aber nur möglich, wenn sie bei hoher überlastung (Kurzschluß) mit einer Verzögerung von Bruchteilen einer Millisekunde, vorzugsweise nach 0,1 bis 0,2 ins ansprechen. Nun treten aber in jedem Netz mitunter recht hohe Stromstöße auf, z. B. beim Einschalten von Transformatoren, Kabeln u. dgl., die sich in ihrem ansteigenden Verlauf nicht von einer hohen, jedoch länger dauernden überlastung unterscheiden. Eine Abschaltung des betreffenden Netzteiles auf Grund derart kurzzeitiger Stromstöße, die zudem bei jeder nachfolgenden Zuschaltung doch wieder auftreten würden, hätte eine starke Beunruhigung des Netzbetriebes zur Folge und muß daher vermieden werden.
  • Es ist eine Schutzeinrichtung für elektrische Maschinen bekannt, die aus einer Reihenschaltung eines Leistungsschalters und eines Lastschalters besteht. Der Leistungsschalter ist hierbei als Strombegrenzer mit Widerständen und überbrückungskontakten ausgebildet. Bei hoher überlastung wird zuerst der Leistungsschalter und nachfolgend der Lastschalter ausgelöst, wogegen bei überlastung bis zu einem kleinen Vielfachen des Nennstromes und bei willkürlicher Schalthandlung nur der Lastschalter betätigt wird. Bei Verwendung einer derartigen Schaltung als Schutzeinrichtung für Netze besteht die Gefahr, daß der Strombegrenzer, der entsprechend seiner Aufgabe auf einen steilen Stromanstieg ansprechen soll, beim Schließen des Lastschalters, z. B. beim Einschalten von Transformatoren u. dgl., unbeabsichtigt in Tätigkeit tritt.
  • Es ist ferner bekannt, zur Unterdrückung der Einschaltstromstöße bei Transformatoren einen Vorstufenwiderstand zu verwenden, der jedoch lediglich den Zweck hat, die durch den Stromstoß verursachte hohe Beanspruchung des leerlaufenden Transformators zu vermeiden.
  • Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung, bestehend aus der Reihenschaltung eines als Leistungsschalter mit Widerständen und überbrückungskontakten ausgebildeten Strombegrenzers und eines Lastschalters, bei der infolge hoher überlastung, insbesondere Kurzschluß, durch eine überstromschutzeinrichtung zuerst der Leistungsschalter und nachfolgend der Lastschalter ausgelöst werden, wogegen bei überlastung bis etwa zum doppelten Nennstrom und bei willkürlicher Schalthandlung nur der Lastschalter betätigt wird. Sie besteht darin, daß der Lastschalter als Widerstandsschalter ausgebildet ist und daß beim Einschalten zunächst der Strombegrenzer eingeschaltet und anschließend die Widerstände des Widerstandssehalters verringert werden, wobei die Widerstandsverringerung so langsam erfolgt, daß sich beim Einschalten kein unzulässig hoher Stromstoß ausbildet. Durch die Verwendung eines Widerstandsschalters als Lastschalter und die angegebene zeitliche Reihenfolge der Schaltvorgänge beim Einschalten wird das oben geschilderte, unbeabsichtigte Ansprechen des Strombegrenzers vermieden.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Schaltanordnung nach der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Im einzelnen bedeuten 31 einen bei überstrom, insbesondere bei Kurzschluß ansprechenden Strombegrenzer, bestehend aus den feststehenden Kontakten 32 und 33, der Strombrücke 34, dem beweglichen Teller 35 eines dynamischen Auslösers, der über die Isolierstange 36 mit der Schaltbrücke 34 verbunden ist, und der feststehenden Spule 37. Parallel zu den feststehenden Kontakten 32, 33 liegt ein veränderlicher Widerstand 38 aus einem Material mit hohem positiven Temperaturkoeffizienten, z. B. Eisen oder Wolfram. 39 ist ein als Widerstandsschalter ausgebildeter Lastschalter zur Vornahme betriebsmäßiger Ein- und Ausschaltungen und zur Abschaltung von überlastungen. Er besteht aus den Hauptkontakten 40 und 41 und der Schaltbrücke 42. Durch den dynamischen Auslöser, bestehend aus dem Teller 43, der Spule 44 und der isolierenden Betätigungsstange 45 werden sowohl die Schaltbrücke 42 als auch das U-förmige Isolierstück 46 bewegt. 47 und 48 sind Strombrücken, bei deren Verschiebung nach oben die Widerstände 49 und 50 eingeschaltet werden. Zur Auslösung dient ein Stromwandler 51 mit der Primärwicklung 52 und der Sekundärwicklung 53. Letztere speist die Reihenschaltung, bestehend aus dem einstellbaren ohmschen Widerstand 54, der einstellbaren Induktivität 55, der Primärwicklung 56 einer kleinen Schaltdrossel 57 und der Wicklung 58 des Überstromrelais 59, dessen Schaltkontakt mit 60 bezeichnet ist. 61 ist eine Kaltkathodenröhre mit dem Hauptelektroden 62, 63 und der Zündelektrode 64. 65 bedeutet einen von außen aufgeladenen kleinen Kondensator. 66 ist die Primär-, 67 die Sekundärwicklung einer Zündspule, deren Enden mit der Hauptelektrode 68 und der Zündelektrode, 69 der Funkenstrecke. 70 verbunden sind. Die zweite Hauptelektrode ist mit 71 bezeichnet. 72 und 73 sind jeweils von außen aufgeladene Kondensatoren zur Betätigung der dynamischen Auslöser. Die Sekundärspule 74 der gesättigten Drossel 57 steht über den Betätigungsschalter 75 mit der Hauptelektrode 76 und der Zündelektrode 77 der Funkenstrecke 78 in Verbindung, deren zweite Hauptelektrode mit 79 bezeichnet ist. Nachstehend werden nun die Ausschaltvorgänge bei Kurzschluß, überlastung und willkürlicher Betätigung getrennt beschrieben.
  • Tritt eine hohe überlastung, insbesondere ein Kurzschluß, auf, so entsteht an der Reihenschaltung des Widerstandes 54 und der Induktivität 55 ein Spannungsabfall, der um so größer ist, je größer der Momentanwert des Stromes und seine Steilheit sind. Erreicht diese Spannung beispielsweise den Wert von 120 V, so zündet die Kaltkathodenröhre 61. Der kleine Kondensator 65 entlädt sich über die Primärwicklung 66 der Zündspule, wodurch in ihrer Sekundärwicklung 67 eine so hohe Spannung entsteht, daß die Funkenstrecke 70 anspricht. Nun entlädt sich der Kondensator 72 über die feststehende Spule 37 des dynamischen Auslösers; die Schaltbrücke 34 bewegt sich nach oben, wobei der Strom auf den Widerstand 38 kommutiert wird. Infolge des mit der Temperatur stark ansteigenden Widerstandswertes kann der Kurzschlußstrom leicht auf beispielsweise den doppelten Nennstroni begrenzt werden. Dies hat aber zur Folge, daß nun auch das Relais 59 anspricht, wodurch der Steuerschalter 75 überbrückt wird. Die kleine gesättigte Schaltdrossel 57 erzeugt bei jedem Stromnulldurchgang des Stromes i und damit auch des Stromes I einen Spannungsimpuls, der die Zündung der Funkenstrecke 78 und damit die Entladung des Kondensators 73 und in der Folge die Ausschaltung des Schalters 39 bewirkt. Da die Trennung der Schaltbrücke 42 von den Hauptkontakten 40 und 41 praktisch beim Stromnulldurchgang erfolgt, macht die Kommutation des Reststromes auf die Widerstände 49 und 50 des Lastschalters keinerlei Schwierigkeiten. Nach Einschaltung dieser Widerstände wird der Strom entweder auf einige Ampere herabgesetzt oder vollständig unterbrochen. Selbstverständlich ist es auch möglich, beim Ansprechen des Schalters 31 unmittelbar einen Hilfskontakt, der parallel zum Betätigungsschalter 75 liegt, zu schließen. Hierdurch kann der zeitliche Abstand der Ausschaltbewegungen der Schalter 31 und 39 wesentlich verringert werden. Bei überlastung spricht das Relais 59 an. Es wird dann aber nur der Widerstandsschalter 39 geöffnet während der Strombegrenzer 31 geschlossen bleibt. Das gleiche gilt für den Fall einer willkürlichen Ab- schaltung, die durch Schließen des Betätigungsschalters 75 bewirkt wird. In beiden Fällen setzt die Widerstandseinschaltung des Lastschalters 39 praktisch beim Stromnulldurchgang ein.
  • Beim Einschalten wird zunächst der Strombegrenzer 31 geschlossen, und erst anschließend werden die Widerstände 49 und 50 des Widerstandsschalters 39 verringert, und zwar zweckmäßig so langsain, daß sich z. B. beim Einschalten eines leerlaufenden Transformators kein unzulässig hoher Einschaltstromstoß ausbilden kann. Hierzu ist es nötig, daß sich das Einschalten dieser Widerstände über ein bis zwei Halbwellen des Wechselstromes erstreckt, also bei 50 Hz 10 bis 20 ms dauert.
  • Der übersichtlichkeit halber ist parallel zu dem Widerstand 54 und der Induktivität 55 nur eine Kaltkathodenröhre, 61 einggezeichnet worden. Um beide Halbwellen des Wechselstromes erfassen zu können, ist selbstverständlich eine Gegentaktanordnung notwendig.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE: 1. Schaltanordnung, bestehend aus der Reihenschaltung eines als Leistungsschalter mit Widerständen und überbrückungskontakten ausgebildeten Strombegrenzers und eines Lastschalters, bei der infolge hoher überlastung, insbesondere Kurzschluß, durch eine überstromschutzeinrichtung zuerst der Leistungsschalter und nachfolgend der Lastschalter ausgelöst werden, wogegen bei überlastung bis etwa zum doppelten Nennstrom und bei willkürlicher Schalthandlung nur der Lastschalter betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastschalter als Widerstandsschalter ausgebildet ist und daß beim Einschalten zunüchst der Strombegrenzer eingeschaltet und anschließend die Widerstände des Widerstandsschalters verringert werden, wobei die Widerstandsverringerung so langsam erfolgt, daß sich beim Einschalten kein unzulässig hoher Stromstoß ausbildet.
  2. 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Widerstandsverringerung über eine, Zeitdauer von mindestens 10 ms erstreckt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 759 739, 310 597; deutsche Auslegeschrift L13863V1lIb/21c, bekanntgemacht am 16. 2. 1956; schweizerische Patentschrift Nr. 282 851; USA.-Patentschrift Nr. 2 607 029. Sammlung Göschen, Bd. 711 »Elektrische Schaltgeräte, Anlasser und Regler« von Dr. Ing. F. Kesselring, W. d. Grayter & Co., Berlin und Leipzig 1928, S.6, 15, 16.
DES62896A 1956-05-11 1956-05-11 Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer Pending DE1138147B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES62896A DE1138147B (de) 1956-05-11 1956-05-11 Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES62896A DE1138147B (de) 1956-05-11 1956-05-11 Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1138147B true DE1138147B (de) 1962-10-18

Family

ID=7495962

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES62896A Pending DE1138147B (de) 1956-05-11 1956-05-11 Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1138147B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4636907A (en) * 1985-07-11 1987-01-13 General Electric Company Arcless circuit interrupter

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE310597C (de) *
CH282851A (de) * 1945-08-07 1952-05-15 Fkg Ag Strombegrenzer für Gleich- und Wechselstromnetze.
US2607029A (en) * 1946-04-29 1952-08-12 Fkg Fritz Kesselring Geratebau Overload limiting means for electric circuits
DE759739C (de) * 1939-09-28 1954-07-05 Siemens Schuckertwerke A G Einrichtung zum Unterbrechen von UEberstroemen

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE310597C (de) *
DE759739C (de) * 1939-09-28 1954-07-05 Siemens Schuckertwerke A G Einrichtung zum Unterbrechen von UEberstroemen
CH282851A (de) * 1945-08-07 1952-05-15 Fkg Ag Strombegrenzer für Gleich- und Wechselstromnetze.
US2607029A (en) * 1946-04-29 1952-08-12 Fkg Fritz Kesselring Geratebau Overload limiting means for electric circuits

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4636907A (en) * 1985-07-11 1987-01-13 General Electric Company Arcless circuit interrupter

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1170518B (de) Schutzeinrichtung fuer elektrische Stromkreise
EP3510620A1 (de) Schutzschaltgerät
DE2612922C2 (de) Lastumschalter für Stufentransformatoren mit je einem in den beiden Lastzweigen angeordneten Paar von antiparallel geschalteten Thyristoren
CH648704A5 (de) Leistungsunterbrecherschaltungsanordnung zur selektiven unterbrechung eines lastkurzschlusses in einem stromversorgungssystem.
DE2026685C3 (de) Verfahren und Schalteinrichtung zum Unterbrechen von Gleichstrom-Energieübertragungs netzen
DE2123514A1 (de) Schaltungsanordnung zur Erfassung von Erdschlüssen
DE3223892A1 (de) Anordnung zur lastumschaltung von stufentransformatoren mit antiparallel geschalteten thyristoren
DE2025120C3 (de) Mehrphasen-Vakuumschalteranordnung
EP1203388B1 (de) Ausschaltverzögerungsschaltung für ein elektromechanisches schaltgerät
DE1138147B (de) Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer
EP0468299B1 (de) Schaltungsanordnung mit einem Transformator
DE2425720A1 (de) Vorschaltgeraet fuer entladungslampen
DE1063696B (de) Schutzschaltung gegen UEberstrom fuer Wechselstromkreise
DE9116633U1 (de) Überstrom-Schutzeinrichtung für Wechsel- und Drehstromanlagen sowie Schutzsystem für Nieder-, Mittel- oder Hochspannungsnetze
DE69108614T2 (de) Abtrennbarer Überspannungsableiter für Niederspannungseinrichtungen.
CH629343A5 (de) Differentialschutzschaltung zum schuetzen einer starkstromverteilungsanlage.
DE1074132B (de) Auslösest stern fur Wechselstromschaltgerate
AT157247B (de) Schaltanordnung zum Anschluß von in getrennten Einheiten zu- und abschaltbaren Kondensatorbatterien an ein Wechselstromnetz.
CH355506A (de) Auslöseeinrichtung für Wechselstromschaltgeräte
DE1800205C3 (de) Stromunterbrecher für hohe Gleichspannungen
DE914270C (de) Lastschalter
DE966036C (de) Selbstschalter, insbesondere Leistungs- oder Schnellschalter, fuer Gleichstromanlagen
DE617144C (de) Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze
DE1188186B (de) Schutzeinrichtung mit Strombegrenzer
DE1029912B (de) Elektrische Schalteinrichtung fuer Gleich- oder Wechselstrom mit UEberstrom- und Kurzschlussstromschutz