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Vorrichtung zum Entladen von Blattfilmkassetten Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zum Entladen von Blattfilmkassetten, und zwar
be-
sonders Röntgenfilmkassetten.
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Es sind bereits Vorrichtungen zum automatischen Entladen von Kassetten
bekannt, bei denen ein Magazin verwendet wird, in das diese Kassetten eng aneinander
eingeführt werden. Das Entleeren des Magazins wird so vorgenommen, daß die Kassetten
nacheinander vor eine Entladevorrichtung bewegt werden. Eine bekannte Vorrichtung
dieser Art hat jedoch den Nachteil, daß besondere Kassetten erforderlich sind. Jede
der Kassetten enthält einen Satz Filmplatten und ist mit einer gezahnten Flanke
versehen. Wenn eine Anzahl von Kassetten, wie sie heutzutage im allgemeinen hergestellt
werden, nämlich sich gelenkig öffnende Kassetten, die je ein Filmblatt enthalten,
automatisch entladen werden sollen, läßt sich jenes bekannte Magazin nicht verwenden.
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Gemäß der Erfindung sind bei einer Vorrichtung zum Entladen von Blattfilm-
und insbesondere Röntgenfilmkassetten diese Kassetten in einem beweglichen Magazin
enthalten, das die Kassetten nacheinander vor eine Entladevorrichtung bringt und
das in eine Anzahl von Abteile unterteilt ist, die je eine Kassette enthalten,
wobei das Magazin so ausgebildet ist, daß die Kassetten auf der einen Seite des
Magazins in die Abteile eingeführt und aus diesen herausgenommen werden und auf
der anderen Seite des Magazins entladen werden, wobei während des Betriebes der
Vorrichtung wenigstens ein Abteil des Magazins vor dem Entlademechanismus durch
eine geeignete Vorrichtung lichtdicht verschlossen ist, während die anderen Abteile
dauernd zugänglich bleiben.
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Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die Trennwände,
die die Abteile des Magazins festlegen, stufenförmig ausgebildet, um ein Entladen
von Kassetten mit verschiedenen Abmessungen zu ermöglichen.
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Beim Entladen der Kassetten werden diese geöffnet, das Filmblatt entnommen
und weiterbefördert. Dieser Vorgang kann mit einer an sich bekannten Vorrichtung
ausgeführt werden. Eine derartige Vorrichtung, die nicht Gegenstand der hier behandelten
Erfindung ist, kann beispielsweise eine Entriegelvorrichtung zum öffnen der Kassetten,
eine Greifervorrichtung mit zwei Klauen, mit denen das Filmblatt erfaßt wird, und
eine Anzahl von Rollenpaaren aufweisen, die das Blatt durch einen Auslaßkanal zur
weiteren Verwendung wegbewegen.
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Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist in Verbindung
mit einer Vorrichtung nach der obenerwähnten Art ausgezeichnet zum automatischen
Entladen von einer Anzahl Kassetten geeignet, die belichtete Röntgenfilme enthalten,
wobei diese Filmblätter dann einer geeigneten Entwicklungseinrichtung zugeführt
werden. Dabei ergibt sich der Vorteil, daß man bei jedem Entladevorgang nicht zu
warten braucht, bis der Vorgang beendet ist, bevor eine neue Kassette in die Vorrichtung
eingelegt werden kann. Es können im Gegenteil, während das Entladen einer Kassette
vor sich geht, weitere Kassetten, die je ein belichtetes Filmblatt enthalten,
eingelegt werden, während außerdem die bereits entladenen Kassetten wieder herausgenommen
werden können.
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Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels, das in der
Zeichnung dargestellt ist, im einzelnen erläutert.
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Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung, gesehen in Richtung der Pfeile 1-1 der Fig. 2; Fig.
2 ist eine Rückansicht der Vorrichtung nach den Linien 11-11 der Fig.
1;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine Trennwand des Magazins nach
den Linien 111-111 der Fig. 5;
Fig. 4 ist ein Schnitt durch eine Trennwand
des Magazins nach den Linien IV-IV der Fig. 5;
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht
auf eine Trennwand des Magazins;
Fig. 6 ist eine Seitenansicht
der Entladevorrichtung in der Ausgangsstellung; Fig. 7 ist eine Vorderansicht
der Entladevorrichtung in Richtung der Pfeile VII-VII der Fig. 10;
Fig.
8 zeigt eine Seitenansicht der Entriegelvorrichtung in Richtung der Pfeile
V-V der Fig. 7;
Fig. 9 ist eine Seitenansicht des Kassettenkontrollschalters
in Richtung der Pfeile VI-VI der Fig. 7;
Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht
der Entladevorrichtung in der Arbeitsstellung; Fig. 11 zeigt schematisch
die Nocken und die elektrischen Kontakte der Vorrichtung; Fig. 12 zeigt die elektrische
Schaltung der Vorrichtung; Fig. 13 ist ein Bewegungsdiagramm der Nockenwelle
der Vorrichtung.
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Wie in Fig. 1 dargestellt, ist ein lichtdicht abgeschlossenes
Gehäuse 1 fest angebracht, an dem ein Kassettenmagazin 2 so befestigt ist,
daß es sich relativ zu dem Gehäuse 1 in senkrechter Richtung bewegen kann.
Im Gehäuse 1 ist der Antriebsmechanismus für die gesamte Vorrichtung untergebracht.
Das Magazin ist mit zwei gezahnten Bahnen 3 und vier Rollen 4 versehen. Ritzel
5 fassen in die gezahnten Laufbahnen 3 ein und bewirken eine senkrechte
Bewegung des Magazins 2, wobei die Rollen 4, die in zwei Führungsbahnen
6 einfassen, das Magazin 2 führen.
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Das Magazin ist durch horizontal liegende Trennwände 7 (Fig.
2) in eine Anzahl von Abteilen unterteilt. Auf jede dieser Trennwände kann eine
Kassette gelegt werden. Eine feste Randplatte 8, die die gleiche Breite besitzt
wie das Magazin und deren Höhe wenigstens der Höhe eines Abteils gleich ist, stellt
sicher, daß das Abteil, das die zu entladende Kassette enthält, lichtdicht abgeschlossen
wird. Die Trennwände besitzen eine besondere Form, um Kassetten verschiedener Größe
zu führen und sie in der Mitte zu halten. Das wird durch ein stufenförmiges Profil
9, 10, 11 erreicht, das für jede Kassettengröße paßt.
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Fig. 3 zeigt eine Kassette 12, die auf dem unteren Teil
10 aufliegt. In Längsrichtung steigen diese unteren Teile 9, 10 und
11 an, so daß sie das gleiche Niveau erreichen (Fig. 4). Wenn eine Kassette
auf einen Teil des stufenförmigen Profils gelegt wird, in den sie paßt, und wenn
dann diese Kassette nach vorn geschoben wird, bis sie an einen Anschlag
13
des Randes 14 stößt, liegt die Kassette unabhängig von ihrer Größe stets
in der Mitte am Anschlag an und nimmt immer die gleiche Höhenlage ein.
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Jede Trennwand 7 ist mit zwei Löchern 15 und
16
versehen (Fig. 5). Das Loch 15 ist mit einem dünnen, lichtdichten
Gummistreifen abgedeckt, um das Herausnehmen von kleinen Kassetten aus dem Abteil
zu erleichtern. Weil sämtliche Kassetten entlang dem Anschlag 13 aufgereiht
sind, verhindern die Trennwände das leichte Herausnehmen von kleineren Kassetten.
Mit Hilfe des erwähnten Gummistreifens, der in das Loch 15 eingesetzt ist,
können nun auch kleine Kassetten leicht herausgenommen werden. Das Verschließen
des Loches 15 ist deshalb erforderlich, um den lichtdichten Abschluß des
Abteils im Augenblick des öffnens der Kassette zu gewährleisten.
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Durch das Loch 16 erfaßt ein Entriegelungsglied 26 den
Verschluß 19 der Kassette. Das Entriegelungsglied 26 faßt hinter den
Verschluß 19 und zieht ihn nach unten, wodurch der Rahmen der Kassette freigegeben
wird. In Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung zu erkennen. In der
Nähe des Greifermechanismus ist die Vorderseite 24 des lichtdichten Gehäuses durch
eine Platte 20 versteift, die mit einer Anzahl von Schlitzen versehen ist, damit
der Greifermechanismus hindurchfassen und die Kassette erreichen kann (Fig.
7). Der Schlitz 21 stellt einen Durchgang für die Klauen 42, 43 des Greifertnechanismus
und für das herauszunehmende Filmblatt dar. Es sind weiterhin Einschnitte 22 vorgesehen,
die den Hebel eines Mikroschalters K 14 in seiner Lage festlegen. Durch weitere
Einschnitte 23 kann ein Haken 36 der öffnungsvorrichtung bis zur Unterseite
des Kassettenrahmens reichen. Schließlich ist noch eine mittlere öffnung unterhalb
des Schlitzes 21 vorgesehen, durch die das Entriegelungsglied 25 hindurchfaßt.
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Der Entriegelungsmechanismus ist mit einem Entriegelarm
25 mit einem Haken 26 an einem Ende und einem zahnartig geformten
Teil 27 am anderen Ende versehen (Fig. 6 bis 8). Dieser Arm
25 sitzt schwenkbar auf einem weiteren Arm 28, der drehbar auf einer
Welle 29 angebracht ist. Der Arm 28 ist mit einer Sperrklinke
30 versehen. Durch die Spannung einer Feder 31 bleibt ein Endteil
32 der Klinke 30 in seiner Ruhelage unter dem zahnförmigen Teil
27 des Armes 25. In einem bestimmten Augenblick, wenn nämlich der
Arm 28 auf das Magazin zu bewegt wird, stößt das Ende 33 der Klinke
30 gegen einen auf der Platte 20 sitzenden Nocken 34, wodurch die Klinke
30
leicht gedreht wird, so daß das Ende 32 unter dem zahnförmigen Teil
27 hinweggleitet. Dadurch wird der Arm 25 freigegeben und wird durch
eine nicht dargestellte Feder nach oben gezogen. Der Haken 26
erfaßt die Kassette
hinter dem Verschluß 19. Während dieses Vorgangs folgt der Haken
26 den Bahnen a und b, wie es in Fig. 8 angedeutet ist. Beim
Zurückziehen des Armes 28 öffnet der Haken 26 den Verschluß
19 auf dem Wege c.
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Wenn der Schnittpunkt der beiden Bahnen a und c erreicht ist, hat
der Arm 25 eine derartig weit nach unten reichende Bewegung ausgeführt, daß
das Ende 32 der Klinke wieder unter den zahnförmigen Teil 27
gerät.
Der Arm 28 wird weiter zurückgezogen, wodurch der Haken 26 schließlich
am Ende des Weges c gehalten wird. In diesem Augenblick ist die Kassette vollständig
entriegelt. Um den Verschluß 19 wieder zu schließen, wird der Arm
28 wieder nach vorn bewegt. Da eine in der Kassette untergebrachte Feder
den Verschluß dauernd zu schließen versucht, folgt dieser dem Hakenteil
26 nach oben auf dem Wege c. Im Schnittpunkt der Bahnen a und c stößt der
zahnförmig ausgebildete Teil 27 gegen das Ende 32 der Klinke
30, so daß der Haken 26 die Bahn c verläßt und der Bahn a folgt, so
daß der Verschluß in die geschlossene Lage schnellt. Während der Haken
26
noch eine Zeitlang seinem Wege folgt, wird der Arm 28 wieder nach
hinten bewegt, und der Haken kommt in seiner Ausgangsstellung über der Bahn a zur
Ruhe.
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Der öffnungsmechanismus enthält einen Arm 35
mit einem Haken
36, der mit einer schrägen Fläche 37 und einer Kante 38 versehen
ist. Der Arm 35 sitzt schwenkbar auf einem Arm 39, der seinerseits
drehbar auf einer Welle 40 angebracht ist. Eine Feder 41 bewirkt eine nach außen
gerichtete Bewegung des Armes 35. Der Arm 39 erreicht seinen untersten
Punkt, wenn er sich in seiner Ruhestellung befindet. Während dieser Ruhelage liegt
die Kante 38 unterhalb des Einschnittes 23 an der Platte 20 an (s.
auch
Fig. 7). Wenn die Kassette entriegelt worden ist, kann
der Kassettenrahmen angehoben werden. Zu diesem Zweck bewegt sich der Arm
39 nach oben, so daß auch der Arm 35 mit dem Haken 36 angehoben
wird. Wenn die Kante 38 die Unterkante des Einschnittes 23 erreicht
hat, wird der Haken 36 nach außen bewegt, wodurch der abgeschrägte Teil
37 über die Unterkante des Einschnittes 23 gleitet. Die Neigung der
Abschrägung 37 ist so gewählt, daß die Kante 38
genau unter den Kassettenrahmen
greift. Während sich der Arm 39 weiter nach oben bewegt, wird der Kassettenrahmen
18 in die offene Stellung gebracht. Um den Rahmen wieder zu schließen, wird
der Vorgang in der umgekehrten Richtung durchgeführt, und die Ruhelage wird wieder
eingenommen, wenn die Kante 38 an der Platte 20 anliegt.
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Der Greifermechanismus besteht aus zwei U-förmigen Teilen 44 und 45,
die schwenkbar mit einem dritten Teil 46 verbunden sind. Die am Film angreifenden
Enden dieser Klauenglieder sind mit 42 und 43 bezeichnet. Die Längsträger 47 und
48 des Teiles 46 sind drehbar auf einer Welle 29 angebracht. In der Ruhestellung
drückt ein Vorsprung 49 des Teiles 44 (regen einen Bolzen 55. Das Teil 45
ist mit einem Vorsprung 50 sowie einem schwenkbaren Verriegelungsglied
51 versehen. Der am Längsträger 47 anliegende Vorsprung 50 regelt
die Verschiebung des Teiles 45. Relativ zum Teil 46 wird das Teil 45 durch eine
Feder 54 nach rechts gedreht. Wenn sich der Greifermechanismus nach vorn bewegt,
um einen Film aus der Kassette herauszunehmen, liegt das Verriegelungsglied
51 an dem Vorsprung 34 an. Hierdurch werden die Klauen freigegeben, der Film
wird erfaßt, und der Greifermechanismus gleitet wieder zurück, so daß der Film in
die Rollen 56, 57 eingeführt wird. In diesem Augenblick ist die Umfangsgeschwindigkeit
dieser Rollen geringer als die Geschwindigkeit der Klauen, so daß das Filmblatt
schlaff wird, wodurch es von den Klauen freikommt. Die Klauen bewegen sich weiter,
bis sie ihre Anfangslage wieder erreichen, während das Filmblatt durch die Ausgaberollen
weiterbewegt wird. Am Ende der rückläufigen Bewegung der Klauen stößt der Vorsprung
49 gegen den Bolzen 55. Die Klauen werden geöffnet, die Feder 53 bringt
das Verriegelungsglied 51 in die entriegelte Lage, und die Klauen bleiben
geöffnet, so daß sie für den nächsten Arbeitsgang bereit sind.
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Der Ausstoßmechanismus enthält ein Rollenpaar 56, 57, eine
Gruppe von Führungsplatten 60, ein Rollenpaar 58, 59, eine Gruppe
von Ausstoßplatten 61 sowie Hebel 62, 63, mit denen Mikroschalter
K5 und K6 betätigt werden. Die Rolle 56 ist in der Mitte ausgenommen, um
eine freie Bewegung der Entlade-und Greifeinrichtung zu ermöglichen. Fig.
11 zeigt ein Schema der elektrischen Schaltung und der Anordnung des mechanischen
Antriebs der erfindungsgemäßen Vorrichtung. In diesem Schema bezeichnet Ti einen
Elektromotor, der über eine erste Magnetkupplung M, eine Nockenwelle A, antreibt,
während eine weitere Welle A2 über eine zweite Magnetkupplung M, angetrieben
wird, die die Lage des Magazins durch Zahnräder 5 steuert, die in die Zahnstangen
3
eingreifen. Ein zweiter Motor T., treibt zeitweise das erste Rollenpaar
zum Filmausstoßen an. Dieses Rollenpaar wird zusammen mit dem zweiten Rollenpaar
normalerweise durch ein Entwicklungsgerät D mit einer Umfangsgeschwindigkeit
angetrieben, die der Kapazität der Entwicklungsvorrichtung entspricht. Während des
Herausnehmens des Filmblattes aus der Kassette wird das erste Rollenpaar zeitweise
mit einer höheren Drehzahl als der eben erwähnten Umfangsgeschwindigkeit angetrieben,
um das Herausziehen schneller als normal zu bewerkstelligen. Diese Geschwindigkeit
ist jedoch etwas kleiner als die Geschwindigkeit der Klauen in dem Augenblick des
Herausziehens des Films aus der Kassette, so daß, wie bereits oben beschrieben,
die Klauen die Kante des Filmblattes freigeben, wenn dieses zwischen dem ersten
Rollenpaar hindurchläuft. Wenn der herausgenommene Film zwischen die Führungsplatten
60
eintritt, schaltet er den Schalter K, über den Hebel 63, worauf
der Motor T2 anhält und die Rollenpaare wieder mit der normalen Drehzahl umlaufen.
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Der Antrieb der Welle A, zum Verschieben des Magazins
geht in folgender Weise vor sich: Wenn diese Welle sich im Uhrzeigersinn dreht,
wird das Magazin nach oben bewegt. Ein Bremsensystem R hat dabei keinen Einfluß,
da das Zahnrad auf der Welle A" das die Schnecke des Bremsensystems
antreibt, mit einem Gesperre versehen ist, dessen Sperrrad sich bei einer Drehung
der Welle A 2 im Uhrzeigersinn frei drehen kann. Ein von dem Sperrhaken eines
Elektromagneten M, betätigtes Sperrad kann sich bei Drehung im Uhrzeigersinn ebenfalls
frei drehen. Es sei hier noch bemerkt, daß eine Drehbewegung von einer Raste des
Sperrades zur nächsten einer Verschiebung des Magazins von einem Abteil zum nächsten
entspricht. Wenn die Kupplung M2 nicht im Eingriff ist, ist das Magazin durch das
Sperrad des Elektromagneten M 3 blockiert. Wenn M, mit Strom versorgt wird,
kann sich das Magazin mit einer Geschwindigkeit, die durch das Bremsensystem R bestimmt
wird, das jetzt in Tätigkeit tritt, weil sich die Welle A2 entgegen dem Uhrzeigersinn
bewegt, frei nach unten bewegen.
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In Fig. 11 ist die Nockenwelle A, in ihrer Anfangsstellung
dargestellt. Auf dieser Welle sind die Nocken Nle N.>, N, angebracht,
die den Entriegelungsmechanismus (Arm 28), den öffnungsmechanismus (Arm
39) und den Greifermechanismus (Arme 47 und 48) steuern. Diese Arme der drei
Vorrichtungen sind je-
weils federbelastet (in der Zeichnung nicht dargestellt),
und zwar in Richtung der in Fig. 6 angegebenen Pfeile.
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Die Nocken, die diese Arme betätigen, wirken der Federkraft entgegen.
Weiterhin ist die Welle A, mit einer Anzahl von Nocken zur Betätigung einer
Reihe von Kontakten versehen, die weiter unten erläutert werden. Die Vorrichtung
gemäß der Erfindung wird durch die Welle A, geregelt. Eine Umdrehung dieser
Welle entspricht einem vollständigen Arbeitsablauf, nämlich Entriegeln und Öffnen
der Kassette, Erfassen, Herausziehen und Ausstoßen des Filmblattes, erneutes Verriegeln
der Kassette und Absenken des Magazins zur Bereitstellung des nächsten Abteils.
Es sei hier bemerkt, daß die Kassettenverriegelung vorgenommen wird, bevor der Kassettenrahmen
abgesenkt wird. Dadurch wird der Kassettenrahmen auf dem Verschluß des gelenkig
angeschlossenen Deckels gehalten, so daß sichergestellt ist, daß die Kassette geleert
ist. Die elektrische Schaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Fig. 12
dargestellt. Neben den bereits beschriebenen Teilen sind weiterhin ein Gleichrichter
E sowie Relais Rj, R2 und R 3 vorgesehen. Der Gleichrichter
liefert mit 24 V den Strom für die gesamte Vorrichtung außer für die Teile R, und
Ti. Ri ist ein Wechselstromrelais, das direkt durch die Netzspannung versorgt wird.
R, regelt die
notwendigen Schaltvorgänge, wenn das Magazin die höchste
oder tiefste Stellung erreicht hat. R, ist ein Warnrelais, das in dem Fall zur Wirkung
kommt, wenn das Filmblatt entweder nicht oder fasch entnommen ist.
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Die Wirkungsweise der einzelnen Regelungen wird im folgenden erläutert:
Der Druckknopf »Start« (X), der normalerweise offen ist, läßt die Vorrichtung anlaufen.
Der Druckknopf »Halt« (X,), der normalerweise geschlossen ist, schaltet die
Vorrichtung ab. Der Druckknopf »Auf « (X.), der normalerweise offen ist, läßt das
Magazin nach oben wandern, solange er gedrilckt wird. Der Druckknopf »Ab«
(X4), der normalerweise offen ist, läßt das Magazin sich nach unten bewegen, solange
er gedrückt wird. In jedem Falle wird das Magazin immer nach unten bewegt, bis ein
Abteil in der richtigen Lage vor dem Greifermechanismus steht. Der Schalter »Dauernd«
(X,) er-
möglicht in geschlossener Stellung das Magazin nach oben, stufenweise
nach unten, wieder nach oben usw. zu bewegen. In der offenen Stellung des Schalters
wird das Magazin stufenweise nach unten bewegt, bis es seine tiefste Stellung erreicht,
darauf wird es wieder bis in die oberste Stellung bewegt, worauf die Vorrichtung
abgeschaltet wird.
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Das Bezugszeichen K, bezeichnet eine Gruppe von Kontakten, die in
Reihe geschaltet sind und dazu dienen, die Betriebsfähigkeit der Vorrichtung zu
kontrollieren. Beispielsweise kontrolliert ein Mikroschalter, ob die Platte
8 wirklich am Magazin anliegt und ob diese Platte das entsprechende Abteil
des Magazins lichtdicht abschließt. Ein weiterer Mikroschalter kontrolliert die
Abdeckung des lichtdichten Gehäuses usw. Der Kontakt K., der normalerweise offen
ist, schließt sich, wenn das Magazin seine tiefste Stellung erreicht. Die normalerweise
geschlossenen Kontakte K 3 öffnen, wenn das Magazin die höchste Stellung
einnimmt.
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Der Kontakt K4, der normalerweise geschlossen ist, ist offen, solange
sich kein Abteil des Magazins vor dem Greiferrnechanismus befindet. Der normalerweise
geschlossene Kontakt K, öffnet sich, wenn ein Filmblatt unterhalb des Hebels
62 vorbeiläuft.
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Der Kontakt K, schaltet von a nach b um, wenn ein Filmblatt
unterhalb des Hebels 63 vorbeiläuft. Der Kontakt K7 öffnet K7 , und schließt
K7 b, So-
bald die Nockenwelle A, die Stellungen 0' oder 240'
verläßt.
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Der Kontakt K, öffnet sich bei einer Stellung der Welle
A l von etwa 240'.
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Der Kontakt Kg schließt bei der Stellung 3301 der Welle
A 1 und erregt M, kurzzeitig, wodurch das Magazin bis zum folgenden
Abteil abgesenkt wird.
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Der Kontakt Ki. öffnet bei einer Stellung von 3601
der Welle
A , und zwingt die Welle A 1, so lange anzuhalten, bis die Kammer
bis zum nächsten Abteil abgesenkt ist, darauf wird der Kontakt K4 erneut geschlossen,
und der vorher herausgenommene Film ist weit genug ausgestoßen, um den Schalter
K 6 betätigen zu können.
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Der Kontakt Kil schließt, nachdem Kontakt Kg geschlossen ist und bevor
die Stellung 3601 erreicht ist. Dieser Kontakt verhindert die Bewegung des
Magazins in dem Fall, daß das Filmblatt nicht erfaßt wurde.
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Die Kontakte K,2 und Ki. dienen dazu, den Bedienungsmann vor der Vorrichtung
zu schützen. Sämtliche Kontakte sind auf der Platte 8 angebracht, die den
lichtdichten Abschluß der Abteile sicherstellt. Wenn die Hand des Bedienungsmannes
in einem der höher oder tiefer gelegenen Abteile ist, berührt sie die Platte
8, wenn sich das Magazin bewegt.
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Der normalerweise offene Kontakt K12 ändert eine Absenkbewegung des
Magazins in eine nach oben gerichtete Bewegung um, sobald er geschlossen wird.
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Der normalerweise geschlossene Kontakt K,3 ändert eine nach oben gerichtete
Bewegung des Magazins in eine Absenkbewegung um, sobald er geöffnet wird. Eine Zerstörung
oder Beschädigung der Vorrichtung dadurch, daß irgendwelche Teile aus dem Magazin
herausragen, wird ebenfalls auf diese Weise verhindert.
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Der Kontakt K14 schaltet nur, wenn sich in dem Abteil, das sich vor
dem Greifermechanismus befindet, eine Kassette befindet. Wenn sich in diesem
Ab-
teil zufällig keine Kassette oder eine fehlerhaft eingeschobene Kassette
befindet, schaltet der Kontakt K,4 nicht, und das Magazin wird bis zum nächsten
Abteil weiterbewegt.
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Im folgenden soll nun unter Bezug auf die Fig. 11,
12 und
13 ein vollständiger Arbeitsablauf geschildert werden. Ein Abteil des Magazins
mit einer Kassette, die ein Filmblatt enthält, wird vor den Greifermechanismus gebracht.
Sämtliche Betriebsbedingungen der Vorrichtung sind erfüllt, und Ri ist geschlossen.
Die Nockenwelle A 1 steht bei 01. Wenn der Druckknopf X, gedrückt
wird, wird das Relais R, angezogen. Die Stromversorgung für die Vorrichtung wird
dadurch eingeschaltet, daß zwei Kontakte in der Netzleitung geschlossen werden.
Durch einen dritten Kontakt, der den Druckknopf X, überbrückt, wird nach dem Loslassen
von X, das Relais Ri in der angezogenen Lage gehalten.
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Weil die Lage des Magazins in Ordnung ist und die Kassette richtig
eingesetzt wurde, ist der Kontakt K4 geschlossen, und K14 schaltet in die Stellung
a um. Da R, nicht erregt wird und K, sich in Stellung a befindet, wird der Motor
T2 mit Strom versorgt und treibt das erste Rollenpaar mit einer erhöhten Drehzahl,
nämlich mit 30 U/nün, an. Dann wird K, geschlossen, K7 a ist ebenfalls
geschlossen, so daß M,
erregt wird und die Nockenwelle sich zu drehen beginnt.
Wenn sich die Welle um einige Grad gedreht hat, öffnet K7 " und K7 b schließt,
so daß sich die Welle weiterdreht, bis sie 240' erreicht, worauf der zweite Nocken
K7 , schließt und K7 " öffnet. In diesem Augenblick wird der Strom für M, unterbrochen,
da K, kurz vor 240' geöffnet worden ist. Weiterhin wird der Kreis K5-Kloa stromlos,
da K, durch den Hebel 62 geöffnet wurde, der durch den herausgezogenen Film
angehoben wurde.
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Wenn die Vorderkante des herausgezogenen Films unter dem Hebel
63 des Schalters K6 hindurchläuft, wird dieser Kontakt in die Stellung
b umgeschaltet. Der Motor T2 wird angehalten, und der Antrieb wird mit der
normalen Drehzahl der Entwicklungsvorrichtung weitergeführt, in diesem Fall mit
3 U/rnin.
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Während der Bewegung der Nockenwelle von 0 bis 240' werden
die Entriegelungs-, die öffnungs- und Greifbewegungen der entsprechenden Vorrichtungen
durch die Nocken N, N, und N3 bewirkt. Die Drehung der Welle
A, wird dann wieder aufgenommen, wenn der Film weit genug ausgestoßen ist.
Diese Bewegung wird durch K5 bewirkt. Wenn das hintere Filmende unterhalb des Hebels
62 hindurchläuft, wird K, wieder geschlossen. Da Klo noch geschlossen
ist
und K,', bei 240' geschlossen ist, wird die Magnetkupplung M, wiederum mit Strom
versorgt, und die Nockenwelle A, setzt ihre Drehung fort. Wenn
3601
erreicht sind, hält die Einrichtung wieder an, da K 7
umgeschaltet
wird, wodurch K 7 11 geschlossen wird und Ki. (1 bei 360' geöffnet
wird. K6 bleibt in der Stellung b, solange das Filmblatt nicht unterhalb
des Hebels 63 entlangläuft. Demzufolge wird der Stromkreis zu M, unterbrochen.
Bei 330' wurde K9 für einen Augenblick geschlossen, wodurch M3 mit Strom
versorgt wurde und das Sperrad weitergeschaltet wurde, so daß das Magazin bis auf
das nächste Abteil abgesenkt wird. Sobald das Filmende unter dem Hebel
63
hindurchgelaufen ist, wird der Kontakt K 6 wieder nach a umgeschaltet,
so daß der Ablauf von vom beginnen kann.
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Wenn das nächste Abteil des Magazins keine Kassette enthält oderwenn
andererseits dieKassette nicht richtig eingesetzt wurde, schaltet K,4 nicht um und
verbleibt in der Stellung b. Dann wird M, ., über K41 K14, K141, erregt, wodurch
das Magazin unmittelbar weiter abgesenkt wird.
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Wenn in einem bestimmten Augenblick das Filmblatt entweder nicht oder
nur unvollständig aus der Kassette herausgezogen wurde, verbleibt K, in einer geschlossenen
Stellung. Demzufolge wird der Strom bei Mi nicht unterbrochen, wenn die WelleA1
die Stellung 240' er-reicht, und die Nockenwelle setzt ihre Drehung bis
360' fort. Das Magazin wird nicht abgesenkt, da kein Impuls zum Magneten
A#, übertragen wurde, weil K6 in der Stellung a verbleibt. Wenn Kil zwischen 240
und 3601 für einen Augenblick geschlossen wird, wird R , über K, ,
mit Strom versorgt, während R3 in angezogener Stellung über R-1 , verbleibt.
Die Nockenwelle beginnt dann die folgende Umdrehung. Wenn nun ein Filmblatt normalerweise
erfaßt und aus der Kassette herausgezogen wird, schaltet K, um, wodurch der Strom
in R , unterbrochen wird und der Vorgang wie üblich abläuft. In dem
Falle, daß noch kein Film erfaßt und ausgestoßen wurde, wird M, über K9 und
R,3 b mit Strom versorgt, wodurch das Magazin bis zum nächsten Abteil
abgesenkt wird und der Vorgang in der üblichen Weise fortgesetzt wird.
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Andererseits kann die Schaltung auch so ausgeführt sein, daß ein Warnsignal
gegeben wird, wenn das Magazin nach einem zweiten Versuch nicht abgesenkt wird.
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Wenn das Magazin seine unterste Stellung erreicht hat, schließt der
Kontakt K2. R2 wird mit Strom versorgt und bleibt mit Strom versorgt über R 2 el
wenn K, wieder geöffnet wird. Die Magnetkupplung M, wird über Rlb und K" mit Strom
versorgt. In der höchsten Stellung des Magazins öffnet K.., R, wird abgeschaltet,
und das Magazin beginnt stufenweise nach unten zu gehen, wenn X, geschlossen wird.
Wenn jedoch dieser Schalter sich in der offenen Stellung befindet, wird der Strom
von Ri ebenfalls abgeschaltet, und die Vorrichtung hält an.