DE1119608B - Flansch zur Verbindung von Rohren aus loetbarem Nichteisenmetall und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Flansch zur Verbindung von Rohren aus loetbarem Nichteisenmetall und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L23/00—Flanged joints
- F16L23/02—Flanged joints the flanges being connected by members tensioned axially
- F16L23/024—Flanged joints the flanges being connected by members tensioned axially characterised by how the flanges are joined to, or form an extension of, the pipes
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Description
- Flansch zur Verbindung von Rohren aus lötbarem Nichteisenmetall und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf einen Flansch zur Verbindung von Rohren aus lötbarem Nichteisenmetall, z. B. aus Kupfer, bestehend aus einem Flanschring aus Stahl oder Gußeisen und einem in diesen Flanschring eingesetzten Innenring von vorzugsweise L-förmigem Querschnitt aus einem mit dem Rohrwerkstoff gut verlötbaren Metall.
- Zum Verbinden von Kupferrohren sind bisher meist massive Metallgußflansche verwendet worden. Da das Material teuer ist, werden die Herstellungskosten dieser Flansche sehr hoch, insbesondere da die erforderliche Festigkeit nur durch große Materialstärke erreicht werden kann.
- Es sind andererseits auch Rohrverbindungen mit an den Enden der zu verbindenden Teile angeordneten Bunden bekannt, auf welche lose Flansche aufgesetzt werden können. Obwohl es möglich ist, derartige Verbindungen auch für Rohre aus Nichteisenmetallen zu verwenden, haben sie doch den Nachteil, daß entweder die Bunde an den zu verlegenden Rohren unmittelbar angebracht werden müssen, was oft nicht möglich ist, oder daß entsprechend umgebördelte Rohrstutzen an die Rohre angelötet werden müssen. Bei der letztgenannten Ausführungsform sind die Flansche und die umgebördelten Rohrstutzen nicht miteinander verbunden, so daß die Lagerung und Handhabung der Verbindungselemente erschwert wird.
- Schließlich ist auch eine Rohrverbindung bekannt, bei der schweiß- oder lötbare Rohrstutzen in ein gußeisernes Anschlußstück eingegossen sind. Dabei sind der Rohrstutzen und das Anschlußstück zwar unverlierbar verbunden, es besteht aber keine Möglichkeit, sie gegeneinander zu verdrehen, wie das bei der Montage oft erwünscht ist.
- Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, diese Nachteile der bekannten Rohrverbindungen zu beheben. Sie schafft einen Flansch zur Rohrverbindung, der infolge seiner neuartigen Ausbildung leicht zu handhaben sowie einfach und billig herzustellen ist. Gegenüber den erwähnten massiven Metallgußflanschen ist dabei eine etwa 750/aige Ersparnis an teurem Gußmaterial zu erzielen.
- Diese Vorteile werden bei einem Rohrflansch, der aus einem Flanschring aus Stahl oder Gußeisen und einem in diesen Flanschring eingesetzten Innenring von vorzugsweise L-förtnigem Querschnitt aus mit dem Rohrwerkstoff gut verlötbarem Material besteht, erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß die öffnung des Flanschrings und der dieser anliegende Umfangsteil des Innenrings unterschnitten, z. B. konisch, verlaufen und Spiel gegeneinander aufweisen, so daß der Innenring unverlierbar, aber drehbar mit dem Flanschring verbunden ist. Die derart aufgebauten Rohrflansche sind besonders leicht und dauerhaft und können durch entsprechende Bemessung ihrer Teile den verschiedensten Betriebsbedingungen angepaßt werden. Selbst bei gelöster Rohrverbindung können die Flanschringe nicht von den Rohrenden abrutschen, was insbesondere für den Transport derartiger Rohre bedeutsam ist. Andererseits werden durch die erfindungsgemäßeAusbüdungBördelungen der Rohrenden mit ihren bekannten Nachteilen vermieden.
- Ein zweckmäßiges Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Rohrflansche besteht darin, daß der Flanschring in eine aus zwei Kokillenplatten gebildete Form eingebettet und der Innenring im Schleudergußverfahren eingegossen wird. Durch dieses mit außerordentlich einfachen Vorrichtungen arbeitende Verfahren erhält der Innenring eine sehr homogene Struktur und eine große Festigkeit. Zur Herstellung von die Stimflächen des Flanschrings überragenden Teilen des Innenrings können die Kokillenplatten erfindungsgemäß Ausnehmungen aufweisen. Für den eingegossenen Innenring kann ein Material verwendet werden, das beim Abkühlen stärker schrumpft als der Flanschring, so daß der Innenring nach Abkühlung in der Flanschringöffnung drehbar ist. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung besonders vorteilhafter Ausführungsforinen an Hand der Zeichnungen. Diese zeigen in den Fig. 1. und 2 Längssehnitte durch zwei erfindungsgemäße Rohrflansche sowie durch eine zur Herstellung derselben dienende Schleudergußform.
- Der aus Gußeisen oder Stahl bestehende Flanschring 1 besitzt eine zentrale runde öffnung 2. Die Wände der öffnung sind hinterschnitten und z. B. konisch geformt. Der aus Nichteisengußmetall bestehende Innenring 3 wird am besten im Schleudergestellt, wobei der Flanschring 1 gußverfahren herg gemäß Fig. 1 zwischen zwei Kokillenplatten 4 und 5 angeordnet wird. Die Kokillenplatten besitzen Ausnehmungen 6, die dem Innenring 3 beim Schleudern die aus der Zeichnung ersichtliche L-förnüge Querschnittsform geben, wobei der der Öffnung 2 anliegende Umfängsteil des Innenrings derart hinterschnitten, z. B. konisch geformt wird, daß der Innenrincr mit dem Flanschring unverlierbar verbunden ist. Der radial -erichtete Teil des Innenrings befindet sich bei der Ausführungsform nach Fig. 1 außerhalb des Flanschrings 1. Es ist aber, wie Fig. 2 zeigt, auch möglich, auf der Stirnseite des Flanschrings 1 eine ringförmige Aussparung vorzusehen, welche den radialen Teil des Innenrings 3 aufnimmt, so daß dieser nicht aus dem Flanschring hervorsteht. In beiden Ausführungsforinen weist der Innenring gegenüber dem Flanschring so viel Spiel auf, daß er in diesem gedreht werden kann.
- Wenn der erfindungsgemäße Rohrflansch im Kokillen- oder Spritzgußverfahren hergestellt werden soll, was jedoch aus wirtschaftlichen Gründen meist nicht zu empfehlen ist, so ist die Vorrichtung gemäß Filg. 1 mit einem entsprechenden zentralen Kern zu versehen.
- Der erfindungsgemäße Rohrflansch ist in erster Linie zum Verbinden von Rohren aus lötbarem Nichteisenmetall bestimmt. Es ist aber auch möglich, ihn unter sinngemäßer Anpassung zum Verbinden von Kunststoffrohren zu verwenden. Dann muß der Innenring statt aus Nichteisengußmetall aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt werden. Das Einformen des Innenrings in den Flanschring dürfte dabei am besten durch Spritzen unter hohem Druck erfolgen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Flansch zur Verbindung von Rohren aus Nichteisemnetall, z. B. aus Kupfer, bestehend aus einem Flanschring aus Stahl oder Gußeisen und einem in diesen Flanschring eingesetzten Innenring von vorzugsweise L-förinigem Querschnitt aus einem mit dem Rohrwerkstoff gut verlötbaren Metall, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung (2) des Flanschrings (1) und der dieser Öffnung (2) anliegende Umfangsteil des Innenrings (3) unterschnitten, z. B. konisch, verlaufen und Spiel gegeneinander aufweisen, so daß der Innenring (3) unverlierbar aber drehbar mit dem Flanschring (1) verbunden ist.
- 2. Verfahren zur Herstellung eines Flansches nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flanschring (1) in eine aus zwei Kokillenplatten (4, 5) gebildete Form eingebettet und der Innenring (3) im Schleudergußverfahren eingegossen wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von die Stirnflächen des Flanschrings (1) überragenden Teilen des Innenrings (3) die Kokillenplatten (4, 5) Ausnehmungen (6) aufweisen.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 24 273, 448 308, 557 639; USA.-Patentschriften Nr. 1 3J8 994, 2 374 574; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1735 922.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1119608X | 1957-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1119608B true DE1119608B (de) | 1961-12-14 |
Family
ID=20420462
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA29907A Pending DE1119608B (de) | 1957-09-06 | 1958-07-16 | Flansch zur Verbindung von Rohren aus loetbarem Nichteisenmetall und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1119608B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE24273C (de) * | C. ELSE in Cöthen | Rohrverbindung | ||
| US1338994A (en) * | 1919-12-29 | 1920-05-04 | Samuel W Miller | Piping system |
| DE448308C (de) * | 1927-08-13 | Ernst Thome | Verbindung von Gussrohren, Gussrohrteilstuecken oder Formstuecken | |
| DE557639C (de) * | 1930-10-07 | 1932-08-26 | Fried Krupp Akt Ges | Verbindung fuer Rohre, bei der die an den Enden der Rohre vorgesehenen Boerdelungen gegen einen dazwischenliegenden Dichtungskoerper gedrueckt werden |
| US2374574A (en) * | 1943-10-05 | 1945-04-24 | Haveg Corp | Pipe flange |
| DE1735922U (de) * | 1956-10-11 | 1956-12-13 | Dynamit Actien Ges Vorm A Nobe | Verbindung fuer rohre aus thermoplastischen kunststoffen. |
-
1958
- 1958-07-16 DE DEA29907A patent/DE1119608B/de active Pending
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