DE1119368B - Schutzkontakt-Steckvorrichtung - Google Patents
Schutzkontakt-SteckvorrichtungInfo
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Classifications
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-
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Description
- Schutzkontakt-Steckvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf unlösbar mit der Zuleitung verbundene Schutzkontaktstecker aus elastischem Isolierstoff.
- Bei der Gestaltung derartiger Stecker lehnte man sich anfangs an die bei Preßstoffsteckern üblichen Bauformen an. Diese Preßstoffstecker hatten verhältnismäßig große Abmessungen, da sie vorwiegend in Verbindung mit Maschinen oder Elektrowerkzeugen im Werkstattbetrieb verwendet wurden.
- Inzwischen hat sich das Anwendungsgebiet für Schutzkontaktstecker beträchtlich erweitert. So müssen heute beispielsweise die meisten Haushaltgeräte wegen der bestehenden Vorschriften mit Schutzkontaktsteckern ausgerüstet sein. Da es sich vielfach um leichte Geräte handelt, die in ihrer Formgebung auch nach modischen Gesichtspunkten gestaltet sind, besteht die Forderung, den verhältnismäßig großen und schweren Schutzkontaktstecker bisheriger Bauart durch leichtere, handliche Konstruktionen zu ersetzen.
- Diese Bestrebungen scheitern vielfach an dem verhältnismäßig großen Raumbedarf, der für die bisherige Art der Anschlußverbindungen zwischen Leitungsadern und Kontaktstellen benötigt wird. Bekanntlich werden die Kontaktteile bei Steckern mit elastischen Isolierstoffkörpern in sogenannten Kontaktteilgarnituren gehalten, wodurch die erforderliche Abstandgenauigkeit gewährleistet wird. Vielfach besteht der die Kontaktteile tragende Isolierstoffkörper aus harten Preßmassen, deren Formgebung im Preßverfahren erfolgt. Die teilweise kompliziert gestalteten Isolierstoffkörper der Kontaktteilgamituren sind mit diesem Material einfach herzustellen. Die hohe Schlagempfindlichkeit nach der Aushärtung zwingt jedoch zur Anwendung starker Wanddicken, so daß die Preßstoff-Kontaktteilgarnituren wegen des großen Raumbedarfs für Stecker kleiner Bauformen in der Regel nicht zu gebrauchen sind.
- Es wurde versucht, diesen Nachteil durch Verwendung von Schichtmaterial an Stelle von Preßstoff zu vermeiden. Bei den Schutzkontaktsteckern mit elastischem Isolierstoffkörper ist bekanntlich der Schutzkontakt streifenförmig ausgebildet. Um dem Schutzkontaktbügel die erforderliche Formbeständigkeit zu verleihen, sind die bekannten Preßstoffkörper mit einer aasgeformten Stütze versehen. Die Anordnung einer entsprechenden Stütz- und Haltevorrichtung bei einer Platte aus Schichtpreßstoff (Hartpapier oder Vulkanfiber) bringt eine beträchtliche Verteuerung gegenüber der Preßstoffausführung mit sich. Hinzu kommt noch, daß bei den bekannten Konstruktionen dieser Art auch die Steckerstifte durch besondere Maßnahmen, beispielsweise durch Nietung, an der Isolierstoffplatte befestigt werden müssen. Wegen des dadurch entstehenden hohen Montageaufwandes konnten derartige Lösungen bisher nicht voll befriedigen.
- Zur Vermeidung der aufgezeigten Schwierigkeiten wird von einer Anordnung ausgegangen, bei der als Schutzkontakt ein Blech im rechten Winkel zu der Verbindungslinie der Polkontakte senkrecht zur Isolierstoffplatte aus Hartpapier oder Vulkanfiber angeordnet ist und der Schutzkontakt mit der Isolierstoffplatte unlösbar verbunden ist.
- Bei längsgeteilten Steckern @ mit Schutzkontakt ist es bereits bekannt, ein als Schutzkontakt ausgebildetes Teil senkrecht zu den Steckerstiften einzubauen. Bei diesen ist der Schutzkontakt aus einem T-förmigen Blechschnitt hergestellt, wobei man die eigentlichen Schutzkontaktflächen und eine Zugentlastungsvorrichtung durch rechtwinkliges Abbiegen eines Teiles des T-förmigen Bleches erreicht.
- Es ist weiterhin bekannt, bei quergeteilten Steckvorrichtungen aus hartem Preßstoff eine aus einem Blechschnitt hergestellte Erdleifungsbrücke in Aussparungen der deckelseitigen Stirnseite eines Sockelteiles und die rechtwinklig abgebogenen Gleitstücke der Erdleitungsbrücke in axial am Umfang des Sockels befindlichen Nuten einzubetten, wobei gegen ein Herausziehen der Brücke hierbei die umzubiegenden Endbereiche der Gleitstege am Sockel aasgeklemmt sind.
- Im Gegensatz zu diesen bekannten Steckern betrifft vorliegende Erfindung die Schaffung eines Schutzkontaktsteckers mit einer die Kontaktteile tragender Isolierstoffplatte, die als Grundplatte für die Kontakte dient, sowie einem aus einem senkrecht zur Isolierstoffplatte stehenden Blech mit seitlich abgewinkelten Kontaktflächen gebildetem Schutzkontaktteil und einem einstückigen, die Zuleitung unlösbar umfassenden Körper aus Weichgummi oder thermoplastischem Kunststoff.
- Die Erfindung besteht darin, daß die Isolierstoffplatte Durchbrüche aufweist, die von an der Isolierstoffplatte unlösbar befestigten, der Halterung des Schutzkontaktteiles dienenden, besonderen Lappen des senkrecht zur Isolierstoffplatte stehenden Bleches, senkrecht zur Ebene der Isolierstoffplatte durchsetzt werden, wobei die Gleitstege des Schutzkontaktbleches über die äußeren Begrenzungslinien der Platte hinausragen.
- Zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung der durch die Durchbrüche der Isolierstoffplatte greifenden Lappen des genannten Bleches mit dieser, wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung eine an sich bekannte Verlappungsverbindung geschaffen. Hierbei wird das Blech im unteren Bereich angeschnitten, wodurch eine entsprechende Anzahl von Laschen entsteht. Davon werden mehrere nach beiden Seiten rechtwinklig abgebogen und bilden die eigentliche Auflage, während die übrigen zunächst gerade bleiben, durch die Durchbrüche der Isolierstoffplatte gesteckt und zur Befestigung danach ebenfalls umgebogen werden.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird für den Leitungsanschluß aus dem Kontaktblech eine Einstecköffnung geformt. Hierzu werden mehrere nebeneinanderliegende Einschnitte angebracht und die entsprechenden Stege abwechselnd nach beiden Seiten herausgedrückt. Der Anschluß des Leiters kann dann durch eine an sich bekannte einfache Quetschverbindung sicher und dauerhaft erfolgen, wodurch kostspielige Lötarbeiten vermieden werden.
- Weiter wird vorgeschlagen, die Steckerstifte in an sich bekannter Weise mit Preßsitz in die Isollerstoffplatte einzustoßen, so daß auf eine zusätzliche Befestigung, wie beispielsweise Vernietung, verzichtet werden kann. Der Leitungsanschluß erfolgt dann, wie ebenfalls an sich bekannt, durch Einstecken des Leiters in die röhrenartige Andrehung des Steckerstiftes und eine nachfolgende Verquetschung.
- Für die Verwendung in Schutzkontaktsteckern mit seitlicher Leitungseinführung, sogenannte Winkelstecker, wird das senkrecht auf der Isolierstoffplatte stehende Schutzkontaktblech im oberen Bereich zweckmäßig so ausgebildet, daß eine Leitungsstütze entsteht, die ein Verrutschen der Leitung während des Pressens verhindert.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Kontaktteilgarnitur in einem Schutzkontaktstecker mit gerader Leitungseinführung, Fig. 2 eine Kontaktteilgarnitur mit Leitungsstütze in einem Schutzkontaktstecker mit seitlicher Leitungseinführung.
- Der erfindungsgemäße Stecker besteht aus der tragfähigen Isolierstoffplatte 3, den Steckerstiften 4, dem Schutzkontakt 5 und dem umhüllenden Körper 6 aus elastischem Isolierstoff. Die Steckerstifte 4 werden mittels Preßsitz in der Isolierstoffplatte festgehalten und sind zur genauen Längenfixierung mit einem angedrehten Anschlag 4 a versehen. Die oberhalb der Isolierstoffplatte 3 befindlichen Enden 4 b der Steckerstifte 4 sind röhrenartig ausgebildet und dienen nach Einführung der Leitungsadern 7 a der Herstellung der Quetschverbindungen. Der Schutzkontakt 5 besteht aus einem mehrfach gewinkelten Blech und ist durch die Lappen 5 a bzw. 5 b und 5 c unlösbar an der Isolierstoffplatte 3 befestigt.
- Die Leitungsader 7 b wird in die durch herausgedrückte Stege 5 d gebildete Einstecköffnung eingeführt und mittels Quetschung unlösbar befestigt.
- In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Der Schutzkontakt 5 wird hierbei durch einen oberhalb der Isolierstoffplatte 3 verlaufenden Steg gebildet, der für die Zwecke des Winkelsteckers eine zusätzliche Leitungsstütze aufweist. Das Blech besitzt im oberen Bereich durch Einschnitte gebildete Lappen 5 e, die gabelartig auseinandergebogen sind und die Anschlußleitung 7 umfassen.
- In den beiden Zeichnungsbeispielen ist die Kontaktteilgarnitur zum Teil in. aufgebrochenem Zustand dargestellt.
- Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfmdung und diese nicht darauf beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen ,möglich. So könnten beispielsweise Anzahl und Anordnung der Befestigungslaschen des Schutzkontaktes in Anpassung an Form und Stärke der Isolierstoffplatte verändert werden. Dementsprechend kann auch die Leitungsstütze der Form und den Abmessungen der Zuleitung angepaßt werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Schutzkontaktstecker mit die Kontaktteile tragender Isolierstoffplatte, die als Grundplatte für die Kontakte dient, sowie einem aus einem senkrecht zur Isolierstoffplatte stehenden Blech mit seitlich abgewinkelten Kontaktflächen gebildetem Schutzkontaktteil und einem einstückigen, die Zuleitung unlösbar umfassenden Körper aus Weichgummi oder thermoplastischem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffplatte Durchbrüche aufweist, die von an der Isolierstoffplatte unlösbar befestigten, der Halterung des Schutzkontaktteiles dienenden, besonderen Lappen des senkrecht zur Isolierstoffplatte stehenden Bleches senkrecht zur Ebene der Isolierstoffplatte durchsetzt werden, wobei die Gleitstege des Schutzkontaktbleches über die äußeren Begrenzungslinien der Platte hinausragen.
- 2. Schutzkontaktstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzkontakt blech mittels der Lappen des Bleches an der Durchbrüche aufweisenden Isolierstoffplatte durch Verlappung befestigt ist.
- 3. Schutzkontaktstecker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden außenseitig an der Isolierstoffplatte liegenden Schutzkontakte durch einen unter der Grundplatte verlaufenden Steg miteinander verbunden sind.
- 4. Schutzkontaktstecker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden außenseitig an der Isolierstofplatte liegenden Schutzkontakte durch einen auf der Oberseite der Grundplatte verlaufenden Steg miteinander verbunden sind.
- 5. Schutzkontaktstecker nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Einführung des Leiters erforderliche Einstecköffnung im Schutzkontaktblech durch abwechselnd nach beiden Seiten bogenförmig herausgedrückten, durch nebeneinanderliegende Einschnitte entstand 'ene Stege gebildet wird und daß der eingeführte Leiter durch Verquetschung befestigt ist.
- 6. Schutzkontaktstecker nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckerstifte in der IsolierstofEplatte kraftschlüssig gehalten sind.
- 7. Schutzkontaktstecker nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Isolierstoffplatte gehaltenen Steckerstifte am anschlußseitigen Ende eine rohrförmige COffnung für die Einführung des Leiters aufweisen, der durch Verquetschung unlösbar gehalten ist. B. Schutzkontaktstecker nach den Ansprüchen 1 bis 7 und winkligem Abgang der Zuleitung, dadurch gekennzeichnet, d'aß das Schutzkontaktblech im oberen Bereich mehrfach gespreizt ist, wobei die nach den Seiten bogenförmig gedrückten Laschen eine Stütze für die Zuleitung bilden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 917133; deutsche Patentanmeldung W 9706 VIII d / 21 c (bekanntgemacht am 2. 12. 1954).
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK27050A DE1119368B (de) | 1955-10-08 | 1955-10-08 | Schutzkontakt-Steckvorrichtung |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1119368B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3493915A (en) * | 1968-05-17 | 1970-02-03 | Lyall Electric | Safety plug for electrical devices |
| US3760326A (en) * | 1969-05-16 | 1973-09-18 | Carter Ltd J | Three wire electrical plug |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917133C (de) * | 1952-03-11 | 1954-08-26 | Busch Jaeger Duerener Metall | Laengsgeteilter Stecker mit Schutzkontakt |
-
1955
- 1955-10-08 DE DEK27050A patent/DE1119368B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917133C (de) * | 1952-03-11 | 1954-08-26 | Busch Jaeger Duerener Metall | Laengsgeteilter Stecker mit Schutzkontakt |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3493915A (en) * | 1968-05-17 | 1970-02-03 | Lyall Electric | Safety plug for electrical devices |
| US3760326A (en) * | 1969-05-16 | 1973-09-18 | Carter Ltd J | Three wire electrical plug |
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