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DE1112303B - Silber-Legierungen fuer kernreaktortechnische Zwecke - Google Patents

Silber-Legierungen fuer kernreaktortechnische Zwecke

Info

Publication number
DE1112303B
DE1112303B DEH39128A DEH0039128A DE1112303B DE 1112303 B DE1112303 B DE 1112303B DE H39128 A DEH39128 A DE H39128A DE H0039128 A DEH0039128 A DE H0039128A DE 1112303 B DE1112303 B DE 1112303B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloys
europium
silver
nuclear reactor
silver alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH39128A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Richard Lesser
Dipl-Ing Edwin Erben
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WC Heraus GmbH and Co KG
Original Assignee
WC Heraus GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WC Heraus GmbH and Co KG filed Critical WC Heraus GmbH and Co KG
Priority to DEH39128A priority Critical patent/DE1112303B/de
Priority to GB1897/61A priority patent/GB925240A/en
Publication of DE1112303B publication Critical patent/DE1112303B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C7/00Control of nuclear reaction
    • G21C7/06Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
    • G21C7/24Selection of substances for use as neutron-absorbing material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/06Alloys based on silver
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

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Description

Die Erfindung beinhaltet Silber-Legierungen für kernreaktortechnische Zwecke, insbesondere für Kontrollstäbe.
Die in der Kernreaktortechnik zu verwendenden Werkstoffe, beispielsweise für Kontrollstäbe, sollen den nachstehenden Bedingungen weitestgehend genügen: Die Werkstoffe sollen einen hohen Neutroneneinfangquerschnitt besitzen, genügend korrosionsbeständig sein, sich mechanisch gut verarbeiten lassen, keine Veränderungen ihrer mechanischen Eigenschäften durch die fortgesetzte Bestrahlung im Kernreaktor erleiden und darüber hinaus möglichst lange die Neutronenabsorbereigenschaft beibehalten.
Die für diese Verwendungszwecke bisher bekannten Werkstoffe erfüllen diese Bedingungen nur in erheblich eingeschränktem Maße. So zeigen die häufig verwendeten Silber - Cadmium - Indium - Legierungen zwar gute Korrosionseigenschaften und gute Strahlenfestigkeit, doch ist der Einfangquerschnitt für Neutronen nicht besonders hoch. Außerdem verlieren diese bekannten Legierungen ihreNeutronenabsorbereigenschaften relativ schnell.
Um Kernreaktorwerkstoffe mit höherem Neutroneneinfangquerschnitt und längerer Wirksamkeit der Absorbereigenschaft zu erhalten als die Silber-Cadmium-Indium-Legierungen, hat man auch schon die Verwendung von Europium vorgeschlagen. Bekannt sind Legierungen von Europium mit Titan und Zirkonium. Der maximal erreichbare Europiumgehalt in diesen Legierungen wurde mit 0,5 Gewichtsprozent angegeben. Dieser geringe Europiumgehalt schränkt die Verwendung solcher Legierungen für beispielsweise Kontrollstäbe sehr erheblich ein.
Man hat auch bereits europiumoxydhaltige Werkstoffe, sogenannte Cermets, für kernreaktortechnische Zwecke vorgeschlagen. Diese haben jedoch den Nachteil, daß sie nicht genügend strahlenfest sind, da das Europium(III)-oxyd unter Bestrahlung zu Europium-(Il)-oxyd reduziert wird, wobei Sauerstoff frei wird, der unter anderem die Ursache für erhebliche Schäden ist. Europium(III)-oxyd besitzt auch in Form von Cermets geringe mechanische Stabilität und ist durch seine hygroskopische Eigenschaft besonders korrosionsanfällig.
Infolge der schwierigen Herstellung und Handhabung des reinen Europiummetalls, das in seinen Eigenschaften dem Calcium ähnelt, konnte es in reiner Form bisher nicht für kernreaktortechnische Zwecke benutzt werden.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß Silber-Legierungen, bestehend aus 0,5 bis 35%, vorzugsweise 2 bis 20% Europium, Rest Silber, beson-Silbef-Legierungen
für kernreäktbrtechriische Zwecke
Anmelder:
W. C. Heraeus
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Hanau/M., Heraeusstr. 12/14
Dipl.-Chem. Dr. Richard Lesser, Hanau/M.,
und Dipl.-Ing. Edwin Erben, Hanau/M.,
sind als Erfinder genannt worden
ders geeignet sind als Werkstoff für kernreaktortechnische Zwecke, insbesondere für Kontrollstäbe.
Infolge des großen Neutroneneinfangquerschnittes des Europiums gewährleisten diese hohen Europiumgehalte der Silber-Legierungen gemäß der Erfindung einen hohen Einfang von Neutronen. Außerdem sind die Legierungen sehr korrosionsbeständig und lassen sich bis zu einem Europiumgehalt von etwa 5 bis 6% gut verformen, beispielsweise walzen; Formstücke aus Silber-Legierungen mit einem höheren Europiumgehalt werden zweckmäßig durch Gießen hergestellt. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung der genannten Legierungen infolge der Tatsache, daß sie auch durch fortgesetzte Bestrahlung im Kernreaktor keine Schäden erleiden.
Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß die Eigenschaften der Silber-Legierungen mit einem Europiumgehalt gemäß der Erfindung noch verbessert werden können, und zwar hat sich von neutronenabsorbierenden Stoffen besonders Cadmium bewährt, das in Mengen von 1 bis 30%, vorzugsweise von 5 bis 15%, zugesetzt wird. Der Silbergehalt der Legierungen soll in diesen Fällen 65% nicht unterschreiten, da die europiumhaltigen Silber-Legierungen gemäß der Erfindung die an sie zu stellenden Anforderungen dann besonders gut erfüllen. Neben der zusätzlichen Erhöhung des Einfangs von Neutronen, bedingt durch den Neutroneneinfangquerschnitt des Cadmiums, werden vor allem die mechanischen Eigenschaften der Legierungen durch diesen Zusatz verbessert. So konnte unter anderem festgestellt werden, daß europiumhaltige Silber - Cadmium - Legierungen
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wesentlich günstigere Dehnungswerte besitzen als Silber-Europium-Legierungen mit gleichem Europiumgehalt, aber ohne Cadmiumzusatz.
Sowohl die Silber-Europium-Legierungen als auch die europiumhaltigen Silber-Legierungen sind innerhalb der angegebenen Gewichtsprozente ausgezeichnet korrosionsbeständig. Sie besitzen eine hohe Absorptionsfähigkeit für Neutronen und sind bezüglich der Neutronenabsorbereigenschaften bedeutend längere Zeit wirksam als die bisher bekannten kernreaktortechnischen Werkstoffe. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, daß Europium-151, das mit etwa 47% im natürlichen Isotopengemisch vorhanden ist, bis zu fünf Neutronen einfangen kann, ohne daß es seine Absorbereigenschaft verliert.
Auf Grund der angegebenen Eigenschaften und Vorzüge eignen sich die Silber-Europium-Legierungen und auch die europiumhaltigen Silber-Cadmium-Legierungen besonders für die Verwendung als Werkstoffe für Kernreaktor-Kontrollstäbe.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Silber-Legierungen für kernreaktortechnische Zwecke, bestehend aus 0,5 bis 35%, vorzugsweise 2 bis 20% Europium, Rest Silber.
ίο 2. Silber-Legierungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 1 bis 30%, vorzugsweise 5 bis 15% Cadmium enthalten, wobei der Silbergehalt 65% der Gesamtlegierungen nicht unterschreiten soll.
3. Verwendung der Silber-Legierungen nach Anspruch 1 oder 2 zur Herstellung von Kontrollstäben für Kernreaktoren.
DEH39128A 1960-04-09 1960-04-09 Silber-Legierungen fuer kernreaktortechnische Zwecke Pending DE1112303B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH39128A DE1112303B (de) 1960-04-09 1960-04-09 Silber-Legierungen fuer kernreaktortechnische Zwecke
GB1897/61A GB925240A (en) 1960-04-09 1961-01-17 Improvements in or relating to europium-containing alloys and nuclear reactor control rods made thereof

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH39128A DE1112303B (de) 1960-04-09 1960-04-09 Silber-Legierungen fuer kernreaktortechnische Zwecke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1112303B true DE1112303B (de) 1961-08-03

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH39128A Pending DE1112303B (de) 1960-04-09 1960-04-09 Silber-Legierungen fuer kernreaktortechnische Zwecke

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DE (1) DE1112303B (de)
GB (1) GB925240A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB925240A (en) 1963-05-01

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