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Kompensator-Meßtisch Für die Prüfung bzw. Eichung von elektrischen
Meßinstrumenten, wie Strom-, Spannungs- und Leistungsmesser, sind bereits Meßtische
bekannt, die im wesentlichen einen Gleichstromkompensator, einen Stufennormalwiderstand,
einen Spannungsteiler und ein Normalelement enthalten. Außer diesen für die eigentliche
Messung benötigten Geräten enthält der Meßtisch Einstellwiderstände 1 für denPrüfstrom-
und Prüfspannungskreis, wie die Fig. 1 zeigt; ferner Kontrollinstrumente 2 und einen
Hauptschalter 3 zum Einschalten und Umpolen von Strom und Spannung. Der in der Fig.
1 dargestellte Meßtisch ist ferner mit einem Rolladen 4 ausgerüstet, der eine Abdeckung
der auf der Tischplatte 5 und auf der Rückwand 6 angeordneten Geräte und Elemente
gestattet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rolladen geöffnet.
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Bei den bekannten Meßtischen ist im eingeschalteten Zustand bei geschlossenem
Rolladen 4 eine Verstellung an den auf der Tischplatte 5 angeordneten Geräten nicht
möglich. Verstellt werden können jedoch nach wie vor die Bedienungsorganel der Einstellmittel
für den Prüfstrom- bzw. Prüfspannungskreis.
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Ist beispielsweise an die Meßschaltung des Tisches ein Prüfling angeschlossen,
wobei aus irgendwelchen Gründen die Prüfung für längere Zeit unterbrochen werden
muß, so kann zwar die Einstellung der auf der Tischplatte 5 angeordneten Geräte
durch Schließen des Rolladens 4 sicher beibehalten werden. Die freiliegenden Bedienungsorgane
1 können jedoch nach wie vor verstellt werden, was beispielsweise unbeabschtigt
erfolgen kann, so daß bei der Fortsetzung der unterbrochenen Prüfung dann am Prüfling
ein vom ursprünglich eingestellten Wert abweichender Wert abgelesen wird. Ein weiterer
Nachteil der bekannten Meßtische besteht darin, daß die Bedienungsorgane 1 zu beiden
Seiten der bedienenden Person angeordnet sind, so daß eine Ein-Hand-Bedienung dieser
Organe praktisch nicht möglich ist.
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Es ist auch ein Meßtisch für eine Wandler- und Bürdenmeßeinrichtung
bekannt, der gleichfalls mit einem Rolladen ausgerüstet ist. Der Rolladen deckt
bei Schließung die auf der Tischplatte angeordneten Bedienungsorgane der Wandler-
und Bürdenmeßeinrichtung ab. Außerhalb dieses Rolladens enthält der bekannte Meßtisch
keinerlei Verbindungsorgane.
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Durch die Erfindung werden die obengenannten Nachteile in einfacher
Weise vermieden. Die Erfindung bezieht sich auf einen Kompensator-Meßtisch für die
Eichung bzw. Prüfung elektrischer Meßinstrumente mit einem Rolladen zur Abdeckung
der Meßmittel und außerhalb des Rolladens angeordneter Schalt- und Einstellmittel
für den Prüfstrom- und Prüfspannungskreis. Die Erfindung besteht darin, daß für
die Bedienungsorgane der Schalt- und Einstellmittel eine gesonderte Abdeckung vorgesehen
ist, die bei Schließung des Rolladens automatisch verriegelt wird, so daß auch diese
Bedienungsorgane unzugänglich sind. Einer weiteren Ausbildung entsprechend sind
die Einstellmittel einseitig zusammengefaßt auf einem in seiner Lage veränderbaren
Chassis angeordnet, das durch den Roliaden verriegelbar ist. Zweckmäßig ist das
Bedienungsorgan für den Polwender dem die Einstellmittel tragenden Chassis benachbart
angeordnet und mittel- oder unmittelbar durch den Rolladen verriegelbar.
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Die Erfindung wird an Hand eines in den Fig. 2 und 3 schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figuren zeigen lediglich
Teile eines Meßtisches im Schnitt. Gleiche Elemente tragen dabei die gleichen Bezugszeichen
der Ausbildung nach Fig. 1.
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In der Fig. 2 ist der Rolladen 4 geschlossen dargestellt. Der Rand
des Rolladens ist mit einer Nase 7 versehen, durch die ein in geeigneter Weise an
der Tischplatte 5 angeordneter Bolzen 8 betätigt wird.
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Der Bolzen 8 wird dabei gegen die Kraft einer Feder9 nach unten gedrückt.
Die Bedienungsorgane 1 sind beispielsweise auf der in der Fig. 1 mit 10 bezeichneten
Seite des Meßtisches angeordnet, wobei diese beispielsweise auf einem Chassis 11
angeordnet sind, wie in den Fig. 2 und 3 schematisch dargestellt.
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Dieses Chassis ist wiederum auf einer bei 12 schwenkbaren Tür 13 angeordnet.
Das freie Ende dieser Tür 13 besitzt eine Ausnehmung 14, in die das von dem Rolladen
abgewandte Ende des Bolzens8 einrastet, wenn der Rolladen 4 geschlossen wird.
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Diese Stellung ist aus der Fig. 2 ersichtlich. Die Be-
dienungsorgane
1 sind also bei geschlossenem Rollladen 4 nicht mehr verstellbar.
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Die Ausbildung nach der Fig. 3 zeigt die Tür 13 in geöffnetem Zustand.
Wie ersichtlich, wird die Tür um einen bestimmten Winkel ausgeschwenkt, der beispielsweise
durch einen Anschlag 15 bestimmt wird. Bei ausgeschwenkter Tür 13 sind sämtliche
Bedienungsorgane für die Einstellmittel des Prüfstrom- und Prüfspannungskreises
an einer Seite des Bedienenden zugänglich. Durch diese einseitige Anordnung der
Bedienungsorgane ist somit eine Ein-Hand-Bedienung erreicht.
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Benachbart den Bedienungsorganen 1 ist der Schalter und Polwender
für den Prüfstrom- und Prüfspannungskreis angeordnet. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich,
wird die bei der Messung innegehabte Stellung dieses Hebelschalters 16 bei geschlossenem
Rolladen 4 gleichfalls verriegelt und kann somit von außen nicht mehr verstellt
werden. Der Schalthebel 16 besitzt dabei in bekannter Weise eine Aus-, eine Ein-
und eine Umpolstellung. Der Hebel 16 ist mit einer Rastscheibel8 versehen, wobei
die Ausnehmungen dieser Scheibe in einen beispielsweise am Chassis 11 angeordneten
Bolzen 17 einrasten. Der Hebel 16 betätigt beispielsweise über ein nicht dargestelltes
Gestänge den an einer anderen Stelle des Tisches befindlichen Schalter und Polwender.
Der Schalthebel 16 würde also bei einem Meßtisch, der die äußere Form des Tisches
nach der Fig. 1 aufweist, an der Innenseite 19 des Teiles 10 liegen.
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Neben der bequemeren Einstellung der Bedienungsorgane 1 wird durch
die erfindungsgemäße Ausbildung bei Aufrechterhaltung des Betriebszustandes
des Tisches
eine Unverstellbarkeit der Bedienungsorgane, sowohl der eigentlichen Meßschaltung
als auch der Prüfstrom- und Prüfspannungskreise, von außen erreicht.