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DE1108174B - Verfahren zum Herstellen eines biegsamen, poroesen, waermereflektierenden Gewebes - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines biegsamen, poroesen, waermereflektierenden Gewebes

Info

Publication number
DE1108174B
DE1108174B DED14036A DED0014036A DE1108174B DE 1108174 B DE1108174 B DE 1108174B DE D14036 A DED14036 A DE D14036A DE D0014036 A DED0014036 A DE D0014036A DE 1108174 B DE1108174 B DE 1108174B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
metal
weft
metal particles
yarn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED14036A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry J Rand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deering Milliken & Co Inc
Original Assignee
Deering Milliken & Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deering Milliken & Co Inc filed Critical Deering Milliken & Co Inc
Priority to DED14036A priority Critical patent/DE1108174B/de
Publication of DE1108174B publication Critical patent/DE1108174B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/04Decorating textiles by metallising

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines biegsamen, porösen, wärmereflektierenden Gewebes Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines biegsamen, porösen, wärmereflektierenden Gewebes aus Schuß- und Kettengarnen.
  • Die Grundsätze, nach denen der menschliche Körper durch die Kleidung warm oder kühl gehalten wird, sind hinreichend bekannt, und es wird dabei allgemein davon ausgegangen, daß die Körpertemperatur normalerweise durch Wärmeverlust infolge von Strahlung und Wärmeverlust infolge der Verdampfung von Feuchtigkeit relativ konstant gehalten wird. Die Kleidung muß daher, damit sie angenehm empfunden wird, genügend porös sein, um die Atmung bzw. den Durchgang von Wasserdampf zu gestatten. Die Strahlungsverluste lassen sich durch gewöhnliche Textilien nicht beeinflussen, weil die Kleidung die Strahlungswärme absorbiert, dann aber wieder an die umgebende Luft abstrahlt. Es ist bereits versucht worden, Mittel vorzusehen, um einen Teil dieser Strahlungswärme dicht am Körper zurückzuhalten, indem in der Kleidung reflektierende Futter oder Einlagen aus Metallfolien vorgesehen wurden. Diese Versuche haben jedoch zu keinem praktischen Erfolg geführt, weil die reflektierenden Metallfolien für Feuchtigkeit undurchlässig sind und daher solche Kleidung vom Körper unangenehm empfunden wird. Außerdem sind Metallfolien von ausreichender Stärke für die Verwendung in Kleidungsstücken zu schwer, und dies hat zur Folge, daß der Griff des Gewebes sehr nachteilig verändert wird. Werden als Einlagen in Kleidungsstücken getrennte Metallfolien verwendet, dann wird wiederum die Bedingung der Aufrechterhaltung der Porosität nicht erfüllt, weil die Metallfolien naturgemäß nicht porös sind und weil sie außerdem die Eigenschaften des Kleidungsstückes in einem Ausmaß verändern, welches sie unbrauchbar macht.
  • Es ist auch bekanntgeworden, Gewebe mit metallhaltigen Zusammensetzungen zu imprägnieren, um dem Gewebe durch den metallenen Bestandteil wärmereflektierende Eigenschaften zu erteilen, jedoch haben auch diese Maßnahmen nur zu einem geringen Erfolg geführt, weil sie den Griff des Gewebes zu stark ändern und weil die Porosität des Gewebes durch die Imprägnierung verlorengeht.
  • Es ist auch ein Verfahren zur Herstellung von luftdurchlässigen Geweben mit geringer Wärmeabstrahlung bekanntgeworden, bei welchem auf das Gewebe eine wässerige Dispersion von Metallteilchen und als Bindemittel dienenden natürlichen Harzen oder synthetischen Polymerisations- oder Kondensationsharzen aufgebracht und das Gewebe gegebenenfalls kalandert wird. Dadurch soll erreicht werden, daß das Metall auf der Stoffoberfläche frei liegt, indem sich die wässerige Dispersion vorwiegend in den kapillaren Raum zwischen Metall und Gewebefaser zurückzieht. Da bei diesem Verfahren ein beträchtlicher Anteil der die Metallteilchen und das Bindemittel enthaltenden wässerigen Dispersion infolge der Kapillarwirkung in die Zwischenräume des Gewebes und in die Fasern der es bildenden Garne eindringen muß, ist einleuchtend, daß dadurch sowohl die Porosität des erzeugten metallüberzogenen Gewebes als auch sein Griff und seine Biegsamkeit im Vergleich zu dem unbehandelten Gewebe beträchtlich herabgesetzt sind.
  • Weiterhin ist ein Verfahren zum Metallisieren von biegsamen, porösen Materialien, wie Geweben, be-Icanntgeworden, bei welchem der Textilstoff durch ein im Vakuum erzeugtes, mit metallischem Elektrodenstaub erfülltes Strromlinienfeld hindurchgeführt und der Metallstaub auf der Stoffoberfläche durch eine Lackschicht von auf dem Stoff zum Trocknen gebrachtem öl fixiert wird. Nach diesem Verfahren wird ein Gewebe erhalten, das an seiner Oberfläche eine zusammenhängende, gut deckende Schicht aus sich in den Poren des Gewebes ablagerndem Metallstaub trägt und das gegen Feuchtigkeit widerstandsfähig ist. Ein solches Erzeugnis würde als wärmehaltender Bekleidungsstoff ungeeignet sein, weil der Metallüberzug aus mehr oder weniger runden Metallpulverpartikeln besteht, die praktisch keinerlei Wärmereflexionsvermögen haben.
  • Es ist ferner ein Verfahren zum Auftragen von Metallpulvern auf Gewebe für Wandbekleidungen, Buchdruckereizwecke, Kartonagen usw. bekanntgeworden, bei welchem ein durch Appretieren gegen Fett, Wasser, Alkohol u. dgl. undurchdringlich gemachtes und kalandriertes Gewebe mit einer flüchtigen Harzlösung überzogen, nach dem Trocknen der Lösung und Wiederbelebung der Klebkraft der so gebildeten Harzhaut mittels Erwärmung Metallpulver auf das Gewebe aufgebracht und dieses schließlich kalandriert wird. Nach diesem Verfahren wird ein für Luft und Feuchtigkeit undurchlässiges Erzeugnis erhalten, das außerdem wegen der Verwendung von Metallpulver für den Überzug praktisch kein Wärmereflexionsvermögen besitzt.
  • Schließlich ist es auch bekanntgeworden, ein zum Schutz gegen strahlende Hitze dienendes Kleidungsstück dadurch herzustellen, daß auf eine aus unverbrennbarem oder schwer entflammbarem Material bestehende Trägerschicht eine dünne Metallfolie aufkaschiert wird. Da bei der Benutzung eines solchen gegen Flammen schützenden Kleidungsstückes durch die auftretende starke Beanspruchung in der Metallfolie Risse und Löcher auftreten können, die zu einem Abblättern der Folie und dadurch zu einer Herabsetzung ihrer Flammenschutzwirkung führen, kann zwischen der äußeren Metallfolie und der Trägerschicht eine dichte, zusammenhängende Zwischenschicht aus Bronzeteilchen angeordnet sein, welche an der Trägerschicht durch ein das Trägermaterial vorzugsweise durchtränkendes Bindemittel befestigt ist und auf welche die Metallfolie aufkaschiert oder aufgewalzt ist. Ein solches Erzeugnis ist nicht porös und biegsam und könnte nicht als wärmehaltendes Zwischenfutter in normaler Kleidung verwendet werden.
  • Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens, welches ein aus Schuß- und Kettengarnen bestehendes metallüberzogenes Gewebe herzustellen gestattet, das sich vorzüglich als Zwischenfutter für Kleidungsstücke eignet, weil es eine hohe Porosität, einen weichen Griff und eine gute Biegsamkeit wie unbehandeltes Gewebe besitzt und zusätzlich ein hohes Wärmeisoliervermögen aufweist, während es außerdem wie gewöhnliches Gewebe gereinigt werden kann. Die Herstellung eines solchen metallisierten Gewebes, das alle die genannten Eigenschaften gleichzeitig besitzt, war mit den bisher bekannten Verfahren nicht möglich.
  • Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines biegsamen, porösen, wärmereflektierenden Gewebes aus Schuß- und Kettengarnen, welches auf einer Seite mit einem nicht zusammenhängenden Film von Metallteilchen versehen ist, die an die Garne durch ein Bindemittel gebunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Bindemittel und Metallteilchen nur auf die nach außen frei liegenden Teile der Oberfläche der Schuß- und Kettengarne aufgebracht, z. B. aufgespritzt wird, wobei sowohl Bereiche an jeder Garnkreuzungsstelle, in welchen ein Garn über ein darunterliegendes Garn hinweggeht, als auch die zwischen den Schuß- und Kettengarnen vorhandenen Zwischenräume frei von Metallteilchen und Bindemittel bleiben. Gemäß einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung wird das Gemisch aus Bindemittel und Metallteilchen nur an die abstehenden Fasern der Schuß- und Kettengarne gebunden, so daß keine Metallteilchen und kein Bindemittel in das Innere der Garne eindringen.
  • Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu metallisierende Material kann aus irgendeinem glatten oder florigen Gewebe aus Seide, Wolle, Baumwolle, Leinen, Ramie, künstlichen Textilien auf der Grundlage von Cellulose, synthetischen Textilien aus Polymerisations- und Kondensationsprodukten usw. bestehen.
  • Für die bei dem Verfahren nach der Erfindung zur Benutzung kommenden Metalle können irgendwelche Metalle angewendet werden, die ein hohes Reflexionsvermögen haben und in die Form feiner Blättchen oder Schuppen gebracht werden können, wie Aluminium, Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Stahl, rostfreier Stahl, Messing, Bronze, Monelmetall, Zink oder Platin.
  • Das Bindemittel zum Festhalten der Metallteilchen an ihrem Ort kann irgendein filmbildendes, plastiziertes oder nicht plastiziertes Polymerisat sein, unter Umständen sogar irgendeines der synthetischen Polymerisate, wie sie gewöhnlich zur Herstellung von Textilfasern verwendet werden. Nach dem Dispergieren oder Lösen in einem Lösungsmittel, in dem sich die Metallteilchen in Suspension befinden, wird eine Metallzusammensetzung gebildet, die bei der Verdampfung des Lösungsmittels nach dem Aufbringen eine dünne Metallschicht erzeugt, die aus Metallblättchen oder -schuppen besteht, die an ihrem Ort durch das Bindemittel gehalten werden.
  • Als Bindemittel können die üblichen synthetischen filmbildenden Polymerisate benutzt werden: Vinylpolymerisate, wie Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat und Mischpolymerisate von Vinylverbindungen mit anderen filmbildenden Verbindungen Vinylidenchloridpolymerisate und sogar substituierte Vinylverbindungen, wie Polystyrol, ferner Acrylsäureharze, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Butylacrylate oder Methacrylat und verschiedene Mischpolymerisate davon, ferner Alkydharze, wie z. B. die Kondensationsprodukte von Glycerin und Phthalsäure oder Phthalsäureanhydrid, ferner lineare Polyamide, wie z. B. Superpolyamide, ferner organische Siliciumpolymerisate, wie Polymethylsiloxan, und schließlich Melaminharze, die als Kondensationsprodukte von Melamin und Formaldehyd gekennzeichnet sind.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
  • Fig. 1 ist ein stark vergrößerter Schnitt durch ein Stück eines gemäß der Erfindung metallisierten Gewebes aus Schuß- und Kettengarnen; Fig. 1 A ist ein weiter vergrößerter Querschnitt durch ein Schußgarn dieses Gewebes; Fig.2 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung, wie sie für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung verwendet werden kann; Fig.3 ist eine Draufsicht auf das in Fig. 1 im Schnitt wiedergegebene Gewebe; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 von Fig. 3; Fig.5 ist eine stark vergrößerte Draufsicht auf einen Teil eines Kettengarnes, der unter einem dieses kreuzenden Schußgarn liegt; Fig.6 ist ein Querschnitt durch das in Fig.5 wiedergegebene Kettengarn; Fig. 7 ist ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt durch ein Stück eines gemäß der Erfindung auf der einen Seite metallisierten Gewebes, das auf seiner anderen Seite einen verhältnismäßig tiefen Flor aufweist.
  • Wie in Fig. 1 dargestellt, wird das Gewebe von sich rechtwinklig kreuzenden Schuß- und Kettengarnen gebildet, wobei die Kettengarne mit 10 und die Schußgame mit 11 bezeichnet sind. In Fig. 1 ist eine Reihe von Metallschuppen 12, 13, 14, 15 usw. schematisch angedeutet, welche auf die vorderseitige frei liegende Oberfläche jedes Kettengarnes 10 aufgebracht ist und welche am Kettengarn gegen das Schußgarn herunterläuft. Diese einzelnen Metallschuppen bilden somit einen diskontinuierlichen Metallfilm, der in den Fig. 3 bis 6 mit 30 bezeichnet ist. Gleichzeitig ist auch die frei liegende Oberfläche der Schußgarne 11 mit solchen Metallschuppen bedeckt, mit dem Ergebnis, daß die ganze Vorderseite des Gewebes mit einer oberflächlichen Schicht aus Metallschuppen bedeckt ist, wobei jedoch die Zwischenräume, die durch die Kreuzung der Garne entstehen, unbedeckt bleiben, um die Porosität des Gewebes im wesentlichen unbeeinflußt zu lassen. So ist aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich, daß der in senkrechter Richtung aufgebrachte Sprühstrahl die einzelnen Fäden 10 auf denjenigen Teilen, auf welchen sie unter den sie überquerenden Garnen 11 liegen, d. h. an den Kreuzungspunkten der Garne, nicht überzieht oder bedeckt. Die Zwischenräume, welche durch den Sprühstrahl nicht abgedeckt werden, sind in Fig. 4 mit 32 bezeichnet. Es ist natürlich zu bemerken, daß die Figuren rein schematisch sind und nur veranschaulichen sollen, wie man sich die Anordnung der Fäden im Stoff und die an ihnen haftenden Metallschuppen zu denken hat. Das wiedergegebene Schema fußt auf mikroskopischen Untersuchungen von Abschnitten, die aus einem überzogenen Gewebe herausgenommen worden sind, und, wie angedeutet, wird eine oberflächliche Metallschuppenschicht von mindestens der Dicke einer Schuppe an die Oberflächen der miteinander verwebten Schuß- und Kettengarne gebunden, wenn diese in senkrechter Ansicht betrachtet werden. Die Wirkung für das Auge ist so, als ob ein kontinuierlicher Überzug vorhanden sei, jedoch läßt das Gewebe beim Betrachten im Gegenlicht die freien Stellen an den Kreuzungspunkten der Garne erkennen.
  • In Fig. 2, welche in schematischer Weise eine praktische Vorrichtung zum Überziehen eines Gewebes der obengenannten Arten wiedergibt, die nicht Gegenstand der Erfindung ist, ist mit 20 eine Geweberolle bezeichnet, von welcher die Gewebebahn 21 in der durch einen Pfeil angedeuteten Richtung abläuft. Auf seinem Weg an einer Walze 22 vorbei läuft die Gewebebahn 21 unter einem Sprühstrahl entlang, der aus einem oder mehreren Behältern 23 abgegeben wird, die eine Spritzmasse enthalten, welche aus einer Suspension von Metallteilchen in einer Lösung eines Bindemittels besteht. Die gewünschte Menge an Metallteilchen je Flächeneinheit der Gewebebahn läßt sich durch Einstellen verschiedener veränderbarer Größen, wie z. B. der Bewegungsgeschwindigkeit der Gewebebahn, der Sprühgeschwindigkeit und der Zusammensetzung des zu versprühenden Materials, regeln. Auf seinem weiteren Weg läuft die Gewebebahn 21 durch eine Erhitzungs- oder Trockenvorrichtung 24, die aus einem gewöhnlichen Trockenofen oder gewünschtenfalls aus einem Satz von infraroten Heizlampen bestehen kann und die das Lösungsmittel aus der auf die Gewebebahn aufgesprühten Metallsuspension verdampft und damit die Trocknung beendet. Das Trocknen des aufgesprühten Überzugs kann während 10 bis 20 Minuten erfolgen, um das Lösungsmittel zu entfernen. Danach wird die Gewebebahn einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur zwischen etwa 180 und 200° C (wobei die genaue Behandlungstemperatur dem verwendeten besonderen Bindemittel angepaßt ist) unterworfen, um den überziehvorgang zu vollenden. Die Wirkurig dieser Schlußwärmebehandlung ist, einerseits die letzten Spuren von Lösungsmittel zu entfernen und andererseits wenigstens ein beginnendes Schmelzen des getrockneten Bindemittels hervorzurufen, so daß eine feste Haftung der Metallschuppen an der Oberfläche der Gewebebahn erhalten wird.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Gewebebahn, die, wie oben angegeben, auf der einen Seite entweder glatt oder florig sein kann, ist wärmereflektierend, aber auf Grund der zur Herstellung des Überzugs verwendeten Spritzmasse und ihrer geregelten Aufbringung luftdurchlässig. Es ist im Verlauf der Herstellung solcher Gewebebahnen gefunden worden, daß die Schlußwärmebehandlung die Metallauflage auf den äußeren Teilen der Oberfläche der Gewebebahn verankert, während die Zwischenräume im wesentlichen frei von Metallteilchen bleiben, so daß kleine Öffnungen oder Poren für den Durchtritt von Luft geschaffen werden. Die natürlichen Zwischenräume in der Gewebebahn zwischen den einzelnen Garnen sind in Fig. 3 mit 31 bezeichnet. Diese Zwischenräume 31 bleiben frei von Metallteilchen, und daher behält die Gewebebahn, soweit es diese Zwischenräume betrifft, seine Porosität bei. Es ist gefunden worden, daß die Metallteilchen den größeren Teil jeder Erhöhung bedecken, an welcher ein Kettengarn über einem Schußgarn liegt, und umgekehrt.
  • In Fig. 6 sind mit 40 Lufttaschen bezeichnet, die sich zwischen den Einzelfäden des multifilen Garnes und dem Film bilden. Wie in Fig. 6 und auch in Fig. 1 A gezeigt, ist jedes Garn aus Einzelfäden zusammengesetzt. Durch den leichten Überzug aus Metallteilchen auf der äußeren Oberfläche jedes Garnes wird keine der zwischen den Einzelfäden der Garne bestehenden natürlichen Öffnungen, die in Fig. 6 mit 35 bezeichnet sind, gefüllt oder imprägniert.
  • Es ist ersichtlich, daß das Verfahren zum Aufbringen der Metallteilchen die Regelung einer Anzahl von veränderbaren Größen umfaßt, wie z. B. die Zusammensetzung der metallenen Auflage, den Abstand der Sprühdüsen von der Gewebebahn, den auf die Sprühdüsen ausgeübten Druck und die Laufgeschwindigkeit der Gewebebahn an den Sprühdüsen vorbei. Es sei kurz bemerkt, daß der Luftdruck in den Sprühstrahlen derart sein soll, daß die Bildung einzelner Tröpfchen aus der Lösung und eine rasche Verdampfung des Lösungsmittels gewährleistet wird-Die Laufgeschwindigkeit der Gewebebahn soll eine solche sein, daß das Niederschlagen eines leichten gleichmäßigen Überzuges auf die Gewebebahn ermöglicht wird.
  • Durch Steuervorrichtungen zum Regeln der auf die Gewebebahn aufzubringenden Metallsuspension sowie der Geschwindigkeit und des Grades der Trocknung können die veränderbaren Größen in einer dem Fachmann geläufigen Weise gegeneinander ausgeglichen werden. Zur Beurteilung des fertigen Produktes kann eine Prüfung durch Messung des zusätzlichen Gewichtes je Flächeneinheit der Gewebebahn vorgenommen werden. Da jedoch das zusätzliche Gewicht normalerweise fast unmerklich ist, eignet sich besser eine Strahlungsmessung auf Grund der Änderung der Reflexions- oder Durchlässigkeitseigenschaften, weil eine solche Messung in engerer Beziehung zu der endgültigen Aufgabe der überzogenen Gewebebahn steht. Zu diesem Zweck können hinter der Trockenvorrichtung 24 (Fig. 2) eine Strahlenquelle 25 und ein Empfänger 26 angeordnet werden, um das Ausmaß zu messen, bis zu welchem die Gewebebahn überzogen worden ist. Die fertige Gewebebahn wird bei 27 aufgewickelt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist voranstehend unter der Voraussetzung beschrieben worden, daß das Aufsprühen der Masse mittels einer üblichen Sprühvorrichtung erfolgt. Es sind jedoch auch andere Arbeitsweisen, wie z. B. Aufwalz- oder Aufdruckverfahren geeignet. So kann z. B. in manchen Fällen eine Abänderung der Arbeitsweise erwünscht sein, bei der ein erster leichter Überzug, der ein reines Bindemittel sein kann, auf die Gewebebahn und danach auf diese Schicht der reflektierende Überzug aufgebracht wird. Das Sprühverfahren hat jedoch den Vorzug, daß der Druck des Sprühstrahles die Metallschuppen auf die Oberfläche des Textilgewebes aufzulegen sucht und nicht in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Garnen oder deren Einzelfäden oder in die Öffnungen eindringt, die von den Kreuzungsstellen der Garne bestimmt werden, so daß die Gewebebahn biegsam und porös bleibt.
  • Der Überzug auf den Textilien hat, wie dies durch Untersuchungen und Prüfungen festgestellt wurde, die Wirkung, daß er der überzogenen Seite der Gewebebahn die Farbe der Metallschuppen gibt, und daher verleihen die meisten Metalle dem Gewebe ein graues Aussehen; Bronze- und Kupferschuppen liefern ein gelbliches bzw. rötliches Aussehen.
  • Versuche haben gezeigt, daß durch das Überziehen einer Gewebebahn mit Aluminiumschuppen die Wärmeverluste durch das Gewebe hindurch bis zu 33"/c, herabgesetzt werden. Der Wert der Verwendung eines aluminiumüberzogenen Reyongewebes z. B. als Futter in einem Kleidungsstück ist offensichtlich, weil es das Kleidungsstück ohne nennenswerte Gewichtserhöhung wesentlich wärmer macht. Durch Versuche wurde gefunden, daß ein Futterstoff aus Reyonsatin, welcher eine Schicht aus Aluminiumschuppen trug, einem ähnlichen Futterstoff gleichwertig war, der aus normalem 280-g Wollmaterial hergestellt war.
  • Wie oben angegeben, stellt Fig. 7 eine Draufsicht einer abgeänderten Ausführungsform eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Gewebes dar. Der diskontinuierliche Film aus geblätterten, wärmereflektierenden Metallschuppen ist hier auf ein Gewebe aufgebracht, das sich aus Kettengarnen 45 und Schußgarnen 46 zusammensetzt. Dieses Gewebe hat einen ziemlich tiefen Flor, der mit 47 bezeichnet ist. Der Flor befindet sich vorzugsweise auf der Außenseite des Gewebes. Der wärmereflektierende, diskontinuierliche. geblätterte Metallfilm ist mit 4$, 49, 50 und 51 bezeichnet. Er wird vorzugsweise auf die innere oder glatte Seite des Florgewebes aufgebracht. Er ist von genau gleicher Art und gleicher Form wie bei dem in Verbindung mit den Fig. 1 und 3 bis 6 beschriebenen Gewebe. Er besitzt die gleichen erwünschten Merkmale und Eigenschaften und ist genau der gleiche Überzug, wie er oben in Verbindung mit den Fig. 1 und 3 bis 6 beschrieben worden ist. Er ist mittels der oben beschriebenen Arbeitsweisen und der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung oder auf eine andere der beschriebenen Weisen auf das Gewebe aufgebracht.
  • Der verhältnismäßig tiefe Flor auf dem Gewebe unterstützt das Zurückhalten der Luft dicht am Gewebe. Die Strahlungswärme - die von der Florseite des Gewebes aus auf die reflektierende Metallschicht trifft - wird auf die Florseite zurückgeworfen. Warme Luft wird durch die Taschen in dem Gewebe und die Zwischenräume zurückgehalten, die durch die Kreuzungsstellen der Schuß- und Kettengarne und durch die Metallschicht gebildet werden.
  • Eine übliche Art des Webens eines Webstoffes besteht darin, auf der einen Seite einen verhältnismäßig schweren Flor zu belassen, der gewöhnlich eine Fasertiefe von dem mehrfachen der Dicke des Webstoffes hat, um den Vorgang der Wärmeübertragung durch ein Gewebe hindurch teilweise in vorteilhafter Weise auszunutzen. Es ist bekannt, daß im allgemeinen bei jedem Wärmeübertragungsvorgang die Geschwindigkeit des Wärmestromes durch die Temperaturen in der Nähe des Hindernisses für die Wärme bestimmt wird. Es ist auch bekannt, daß eine dicht an dem Hindernis liegende Gasschicht dem Wärmestrom einen erheblichen Widerstand entgegensetzt. Daher sucht ein Gewebe mit einem schweren Flor auf der einen Seite Gas an dieser Oberfläche einzuschließen und somit die Geschwindigkeit des Wärmeverlustes durch das Gewebe hindurch zu verzögern. Der Weg des Wärmestromes würde also durch die Ketten- und Schußgarne und dann durch die Faserschicht verlaufen, die der Flor mit seinem Gasfilm darstellt. Ein wenig berücksichtigter Faktor beim Entwurf von Geweben für eine wirkliche Warmhaltung ist der Umstand, daß dieses Gefüge kein Hindernis für die Strahlungswärme schafft, welche von dem Körper abgegeben wird. Durch die Aufbringung eines Filmes oder einer Schicht aus Metallschuppen in der dargestellten und beschriebenen Weise auf der Vorderseite eines Gewebes, die gegenüber derjenigen Seite liegt, die den Flor trägt, kann der Wärmeverlust durch das Gewebe hindurch beträchtlich vermindert und die Wirksamkeit des Gewebes zum Warmhalten des Körpers verbessert werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen eines biegsamen, porösen, wärmereflektierenden Gewebes aus Schuß- und Kettengarnen, welches auf einer Seite mit einem nicht zusammenhängenden Film von Metallteilchen versehen ist, die an die Garne durch ein Bindemittel gebunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Bindemittel und Metallteilchen nur auf die nach außen frei liegenden Teile der Oberfläche der Schuß- und Kettengarne aufgebracht, z. B. aufgespritzt, wird, wobei sowohl Bereiche an jeder Garnkreuzungsstelle, in welchen ein Garn über ein Barunterliegendes Garn hinweggeht, als auch die zwischen den Schuß- und Kettengarnen vorhandenen Zwischenräume frei von Metallteilchen und Bindemittel bleiben.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Bindemittel und Metallteilchen nur an die abstehenden Fasern der Schuß- und Kettengarne gebunden wird, so daß keine Metallteilchen und kein Bindemittel in das Innere der Garne eindringen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 857 339; österreichische Patentschrift Nr. 72 814; schweizerische Patentschrift Nr. 277 963.
DED14036A 1953-01-07 1953-01-07 Verfahren zum Herstellen eines biegsamen, poroesen, waermereflektierenden Gewebes Pending DE1108174B (de)

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