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Riemenscheibe für den Antrieb von Förderriemen und Förderbändern Bekannt
sind Riemenscheiben für den Antrieb von Förderriemen und Förderbändern mit in das
eine Ende der Riemenscheibentrommel eingebautem Antriebsmotor und einem ein konstantes
Übersetzungsverhältnis aufweisenden Getriebe, wobei ein Ritzel einer raumfest gelagerten
Zwischenwelle in einen mit der Trommel verbundenen Zahnkranz eingreift und ein zweites,
auf der Zwischenwelle befestigtes Zahnrad zum Antrieb der Zwischenwelle dient.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer derartigen Riemenscheibe
die Möglichkeit zu schaffen, die Trommel rasch und einfach auf verschiedene Geschwindigkeiten
einzustellen.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß in den Kraftfluß zwischen
der Motorwelle und dem Antriebsrad der Zwischenwelle des Getriebes mit konstantem
Übersetzungsverhältnis ein außerhalb der Trommel liegendes Übersetzungsgetriebe
mit veränderlichem Übersetzungsverhältuis eingeschaltet ist, wobei auf einer mit
der Motorwelle gekuppelten, zur Trommel koaxialen Welle, deren eines Ende aus dem
dem Motor gegenüberliegenden Ende der Trommel vorsteht, eine Hohlwelle angeordnet
ist, die an ihrer dem Motor zugewandten Seite mit einer Verzahnung in das Antriebsrad
der Zwischenwelle eingreift und an ihrem anderen Ende mit einem Abtriebsrad des
außenliegenden Ubersetzungsgetriebes verbunden ist.
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Zweckmäßig ist die Hohlwelle innerhalb der Trommel in einem Rohr
gelagert, dessen eines Ende aus der Trommel vorsteht und mit dem Gehäuse des außenliegenden
Übersetzungsgetriebes verbunden ist sowie durch Montageglieder getragen ist, während
das andere Ende an dem Motorgehäuse befestigt ist und sein Mittelteil von einem
drehfest damit verbundenen Gehäuse umgeben ist, das der Lagerung der Zwischenwelle
dient, und daß auf diesem Rohr mit der Trommel verbundene Stirnplatten gelagert
sind, welche den zum Antrieb der Trommel dienenden Zahnkranz tragen.
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Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, daß das außenliegende
Übersetzungsgetriebe aus einem auf dem freien Ende der Welle angeordneten Paar von
abstandsveränderlichen Treibscheiben, einem auf einer zur Welle parallelen Welle
angeordneten zweiten Paar von Treibscheiben, deren eine axial verschiebbar unter
der Einwirkung einer Schließfeder steht, einem diese beiden Treibscheibenpaare verbindenden
endlosen Riemen und einem weiteren Getriebe zwischen dem mit der Hohlwelle verbundenen
Abtriebsrad und der Vorgelegewelle besteht.
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Mit einer der beiden Stirnplatten kann innerhalb der Trommel eine
dritte Stirnplatte verbunden sein, welche durch ein außerhalb der Trommel montiertes
Lager getragen ist.
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Die Zeichnung erläutert die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung besitzt eine Riemenscheibentrommel
10, in welcher an einem Ende ein die Trommel antreibender Elektromotor 11 angeordnet
ist. Der flexible Leiteranschluß für den Motor ist an einem Ende der Trommel nach
außen geführt. Die Motorwelle 13 liegt koaxial in der Trommel an dem inneren Ende
derselben. Die Riemenscheibe wird durch zwei Seitenplatten 16, 17 eines Riemenförderers
getragen, dessen nicht gezeichneter Riemen durch die Trommel angetrieben wird. An
diesen Platten sind zwei Montageplatten 18 und 19 durch Schrauben 20, 21 befestigt.
Die Platte 18 trägt ein Rohr 23, das sich in das Trommelinnere koaxial erstreckt
und an seinem inneren Ende einen Flansch 24 aufweist, der durch Schrauben 25 an
dem Motorgehäuse 26 befestigt ist.
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Das Rohr 23 trägt zwei Kugellager 30, 31, auf welchen zwei Stirnplatten
32,33 laufen, die sich in der Trommel befinden und mit ihr durch Stifte 35, 36 verbunden
sind. Eine dritte Stirnplatte 37 ist in dem von der Montageplatte 18 abgelegenen
Ende
der Riemenscheibe nächst der Montageplatte 19 angeordnet und
läuft auf einem Kugellager 38, weiches durch die Montageplatte 19 getragen ist.
Die Stirnplatte 37 ist an der Trommel durch einen Stift 39 befestigt und mit der
Stirnplatte 33 durch Bolzen 40 verbunden.
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Die Motorwelle 13 ist durch eine Kupplung 42 an das innere Ende einer
Welle 43 angesetzt, die koaxial in der Trommel an deren anderem Ende liegt und an
diesem Ende aus der Trommel vorsteht. Die Kupplung 42 ist bei 45 mit der Welle verstiftet
und auf der Motorwelle mittels eines Keiles 46 verschiebbar.
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Die Welle 43 ist von einer Hohlwelle 48 umgeben, welche in Lagern
49, 50 in dem Rohr 23 läuft und aus der Trommel an demselben Ende vorsteht wie die
Welle 43.
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Die Welle 43 ist mit der Büchse durch Antriebsmittel verbunden. Sie
trägt ein erstes Paar von trennbaren Treibscheiben 52, 53. Die Treibscheibe 53 sitzt
verschiebbar auf der Welle; ihre Verschiebbarkeit in einer Richtung ist durch einen
Hals 54 begrenzt. Gegen Drehung auf der Welle ist sie durch einen Keil 55 gesichert.
Die Treibscheibe 52 wird durch eine Büchse 57 auf der Welle getragen und ist an
dieser Büchse durch einen Stift 58 befestigt; sie sitzt über ein Kugellager 60 auf
einem Stift 61, der in eine Gewindebohrung eines Getriebegehäuses 62 eingeschraubt
ist. Das Getriebegehäuse ist an der Platte 18 durch Schrauben 63 befestigt. Der
Stift 61 wird durch eine Gegenmutter 64 in der eingestellten Lage gehalten. Eine
Vorgelegewelle 66 ist in Lagern 68, 69 des Gehäuses 62 geführt; die Zwischenwelle
verläuft parallel zur Welle 43 und trägt ein zweites Paar von Antriebsscheiben 70,
71. Die Antriebsscheibe 70 ist an der Zwischenwelle befestigt. Die Antriebsscheibe
71 sitzt auf einer Büchse 72 und ist mit dieser durch einen Stift 73 verbunden;
mit der Zwischenwelle ist sie durch einen Keil 74 gekuppelt, so daß sie längs der
Zwischenwelle gleiten kann.
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Eine Feder 75 drückt die Antriebsscheibe 71 gegen die Antriebsscheibe
70. Die Treibscheibenpaare 52, 53 bzw. 70, 71 sind durch einen endlosen Riemen 76
verbunden. Auf der Hohlwelle 48 ist ein Zahnrad 80 durch Schrauben 81 befestigt;
ein zweites Zahnrad 82 A kleineren Durchmessers ist über einem Keil 83 A auf der
Zwischenwelle befestigt. Die beiden Zahnräder sind durch eine Kette, einen Stabriemen
oder ein ähnliches gezahntes Band 84 A miteinander verbunden. Die Antriebsscheibenpaare
und die erwähnten Zahnräder bilden ein Untersetzungsgetriebe zwischen Hohlwelle
48 und Welle 43. Durch Einstellung des Stiftes 61 kann das tÇbersetzungsverhältnis
für die meisten in Frage kommenden Anwendungszwecke variiert werden; ist eine größere
Änderung des Übersetzungsverhältnisses erforderlich, dann läßt sich dies durch Auswechslung
des Getriebes als Ganzes oder eines Teiles, z. B. des Teiles 80, ohne weiteres erreichen.
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Im Inneren der Trommel ist zur Verbindung der Hohlwelle 48 mit der
Trommel ein zweites Getriebe vorgesehen. Dieses umfaßt ein Gehäuse 82, welches das
Rohr 23 umschließt und mit diesem Rohr durch einen Keil 83 verbunden ist. Eine Zwischenwelle
84 ist in Lagern 85, 86 in dem genannten Gehäuse parallel zur Welle 43 gelagert.
Die Zwischenwelle trägt zwei Zahnräder 87, 88, von denen das eine einen größeren
Durchmesser hat als das andere. Das klei-
nere Zahnrad 88 ist in die Welle eingeschnitten.
Das Zahnrad 87 kämmt mit einem Zahnrad 89 der Hohlwelle 48 und die Zahnung 88 mit
der Innenverzahnung 90 einer Trommel 91 welche zwischen den Stimplatten 32, 33 sitzt
und mit diesen durch Schrauben 92, 93 verbunden ist.
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Das Getriebe der Riemenscheibe ist auf diese Weise unterteilt in
ein erstes, außerhalb der Riemenscheibentrommel liegendes Getriebe, dessen Übersetzungsverhältnis
zur Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit der Riemenscheibentrommel verstellt werden
kann, und ein äußerst einfaches inneres Getriebe von konstantem Übersetzungsverhältnis.
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Der Motor ist lediglich an seinem inneren Ende gelagert, so daß ein
Standardmotor Verwendung finden kann.
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Das Rohr 23 trägt an einem Ende das erste Getriebe, am anderen Ende
den Motor, außerdem die äußeren Lager 30, 31 für die Riemenscheibentrommel und die
inneren Lager 49, 50 für die Hohlwelle 48. Auf diese Weise ist eine außerordentlich
einfache und gedrungene Bauweise erreicht.