DE1173380B - Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von Massnahmen zur Konservierung von poroesen Steinen, wie Sandstein, Kalkstein, Kalksandstein od. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von Massnahmen zur Konservierung von poroesen Steinen, wie Sandstein, Kalkstein, Kalksandstein od. dgl.Info
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung von Maßnahmen zur Konservierung von porösen Steinen, wie Sandstein, Kalkstein, Kalksandstein od. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Durchführung von Maßnahmen zur Konservierung von porösen Steinen, wie Sandstein, Kalkstein, Kalksandstein od. dgl., wie insbesondere von aus solchen bestehenden Bildwerken, Bauwerkteilen, archäologischen Funden od. dgl.
- Bisher hat man sich darauf beschränkt, zur Konservierung von porösen Steinen, insbesondere von aus solchen bestehenden Bildwerken, die Steine an ihrer Oberfläche mit Öl, Wachs, Fluaten, Silikaten oder ähnlichen Stoffen zu tränken. Dabei dringt die Tränkflüssigkeit aber nur etwa 3 bis 4 cm tief in die Oberfläche des behandelten Steines ein. Die in seinen Poren infolge früherer Witterungseinflüsse oder durch Einwirkung der Bodenfeuchtigkeit vorhandenen Salzablagerungen üben zusammen mit dem an ihnen hygroskopisch haftenden Wasser weiterhin ihre zerstörende Wirkung aus, die in längeren Zeiträumen zum Zerfall des Steines führen kann. Dabei verändern die in den Poren vorhandenen Salze unter Ausübung entsprechender Drücke ihr Volumen und zerstören auf diesem Wege das Gefüge des Steines.
- Man hat auch schon poröse Steine zur Verringerung solcher Schäden in Wasserbäder gestellt oder heißes Öl auf sie einwirken lassen. Auch diese bekannten Verfahren konnten nicht dazu führen, daß die porösen Steine bis in ihren Kern nachhaltig von den schädlichen Salzen befreit und damit gegen die Zerstörungsgefahr gesichert wurden.
- Die Erfindung ermöglicht im Gegensatz zu den vorerwähnten unbefriedigenden bekannten Verfahren eine bis in den innersten Kern des Steines eindringende hochwirksame Behandlung, die in verhältnismäßig kurzer Zeit ohne jede sonstige nachteilige Veränderung des Steines diesen von allen seine Haltbarkeit beeinträchtigenden Einschlüssen befreit, so daß die in der erfindungsgemäßen Weise behandelten Steine oder Bildwerke anschließend bei entsprechender Aufstellung eine nahezu unbegrenzte Beständigkeit aufweisen.
- Ein wesentlicher Vorteil des den Erfindungsgegenstand bildenden Verfahren ist es, daß dieses Verfahren mit einem sehr geringen Aufwand an Hilfsmitteln oder Verbrauchsstoffen durchgeführt werden kann.
- Die vorerwähnten Vorteile werden erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß man den überwiegenden Teil der Oberfläche des Steines mit einer gasdichten, vorzugsweise aus einem in einem flüchtigen Lösungsmittel gelösten Kunstharz abgeschiedenen Hüllfolie überzieht, den frei gelassenen Oberflächenteil der Einwirkung eines flüssigen, ihn insgesamt abdeckenden Lösungsmittels, vorzugsweise destillierten Wassers, oder eines Imprägnierungsmittels aussetzt und die Hüllfolie an mindestens einer Stelle mit einer Durchtrittsöffnung für den gasdichten Anschluß einer Absaugleitung versieht, die man mit einer Vakuumpumpe verbindet, worauf man bis zum Eintritt des Lösungs- oder Tränkmittels in die Absaugleitung die Vakuumpumpe einwirken läßt.
- Eine zweckmäßige Anordnung zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß der Stein in einem oben offenen Behälter mit einem Lösungs- oder Tränkmittel, das einen Teil seiner Oberfläche bedeckt, über seine gesamte sonstige Oberfläche mit einer gasdichten Hüllfolie überzogen ist, die mit Durchtrittsöffnungen für den gasdichten Anschluß von Absaugleitungen versehen ist, die mit einer Saug- oder Vakuumpumpe in Verbindung stehen.
- Dabei kann man das Abscheiden der Waschflüssigkeit aus der Absaugleitung der Anordnung in leicht zu handhabender Weise dadurch ermöglichen, daß zwischen die Saug- oder Vakuumpumpe und die Absaugleitung ein Wasserabscheider zwischengeschaltet ist.
- Um die Abfuhr der Wasch- oder Tränkflüssigkeit aus dem Abscheider während des Absaugvorganges durchführen zu können, kann der Abscheider in der Weise ausgebildet sein, daß er aus einer oberen, im Zuge der Absaugeleitung angeordneten Kammer und einem mit dieser über einen Ablaufhahn in Verbindung stehenden, vorzugsweise darunter angeordneten, mit einem Abflußhahn versehenen Sammelraum besteht.
- Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung geeigneten Anordnung. Es zeigt F i g. 1 eine schematische, zum Teil im Schnitt dargestellte Ansicht der Anordnung zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens und F i g. 2 eine Einzelheit der in F i g. 1 dargestellten Anordnung im Schnitt.
- Der beispielsweise in Form eines Bildwerks, und zwar einer Skulptur, zu konservierende poröse Stein 1 wird durch Anstrich mittels Pinsel oder Bürste oder mit Hilfe einer Spritzpistole mit einer über seine gesamte Oberfläche zusammenhängend ausgebildeten Hüllfolie 7 aus einem in einem geeigneten Lösungsmittel gelösten Kunststoff versehen, wie man solche Kunststofflösungen in leichtflüchtigen Lösungsmitteln zum Verpacken bzw. korrosionssicheren Umhüllen von Metallteilen, Maschinen, Schiffen u. dgl. verwendet. Solche in flüchtigen Lösungsmitteln gelösten, gasdichte Hüllfolien bildende Kunststoffe sind für die genannten Zwecke im Handel erhältlich. Sie bilden eine nachgiebige, ringsum gasdicht abschließende Hüllfolie 7 von geringer Dicke. Mit einer solchen Folie wird der zu konservierende Stein 1 bzw. das Bildwerk bis auf einen geringen Teil seiner Oberfläche, vorzugsweise seine Standfläche, überzogen.
- Der nicht mit dem Überzug versehene frei gelassene Teil 2 wird in einen Behälter 3 mit einer Waschflüssigkeit oder einem Lösungsmittel 4 gestellt, das vorzugsweise aus destilliertem Wasser besteht. Um den Zutritt des destillierten Wassers zu dem nicht mit der Hüllfolie 7 bedeckten frei gelassenen Teil 2 des Steines 1 zu erleichtern, werden in den Behälter 3 beispielsweise Holzbohlen 27, 28, Mauersteine oder andere Unterlagen von begrenzter Ausdehnung gelegt, auf die der zu konservierende Stein 1 gestellt wird.
- An einer Mehrzahl von über die Oberfläche des zu konservierenden Steines 1 verteilten Stellen 8 bis 10, 12 wird, beispielsweise mit einer Pinzette, die Hüllfolie 7 angehoben, ein kleines kreisrundes Loch als Durchtrittsöffnung 5 in ihr angebracht und ein beispielsweise aus durchsichtigem Kunststoff bestehendes Röhrchen 11 durch die Durchtrittsöffnung gesteckt und anschließend durch zusätzlichen Auftrag von Hüllstofflösung an der Einmündungsstelle des Röhrchens 11 in die Hüllfolie 7 durch Bildung eines entsprechenden Ansatzes ein gasdichter Anschluß 6 geschaffen. Darauf schließt man an das Röhrchen 11 über einen Gummischlauch 13 und T-Stücke 14 sowie weitere Gummischlauchabschnitte 15, die zusammen zu einer Absaugeleitung 16 verbunden sind, unter Zwischenschaltung eines Wasserabscheiders 17 und einer weiteren Schlauchleitung 18 eine Vakuumpumpe 19 an, die in an sich bekannter Weise ausgebildet ist und beispielsweise von einem Elektromotor 20 über einen Riemen 21 angetrieben wird. Die Vakuumpumpe 19 kann in an sich bekannter Weise als Kapselölpumpe ausgebildet sein, die einen Unterdruck von etwa 2 - 10-2 Torr zu erzeugen gestattet. Dabei kann sie eine Sauggeschwindigkeit bei Atmosphärendruck von etwa 0,561/sec haben.
- Unterzieht man den zu konservierenden Stein 1 der durch die Vakuumpumpe 19 ausgeübten Unterdruckwirkung, so läßt sich bereits nach verhältnismäßig" kurzer Zeit, beispielsweise etwa nach 2 Stunden, ein Austreten von Wasser aus der Absaugleitung 16 in die obere Kammer 24 des Wasserabscheiders 17 feststellen, wobei auch aus der am höchsten gelegenen Stelle 25 Wasser abgesaugt wird. Das laufende Entfernen des abgesaugten Lösungs-, Wasch- oder Tränkmittels 4 kann ohne Unterbrechung des Absaugvorgangs dadurch bewirkt werden, daß man es aus der oberen Abscheiderkammer 24 über einen Ablaufhahn 26 in den unteren Sammelraum 23 des Abscheiders 17 strömen und von dort nach Abschluß des Ablaufhahnes 26 über den an ihrem Boden oder in seiner Nähe angebrachten Abflußhahn 22 nach außen entweichen läßt.
- Es hat sich gezeigt, daß in der angegebenen Weise eine vollständige Durchflutung des zu konservierenden Steins 1 mit dem Lösungs- oder Tränkmittel 4 über seinen gesamten Ouerschnitt und bis an seine höchstgelegenen Stellen 25 möglich ist, wobei gleichzeitig die in dem Stein enthaltenen, seine Lebensdauer beeinträchtigenden löslichen Salze gelöst und abgeführt werden, so daß nach ausreichend langer Absaugung die Einschlüsse restlos entfernt sind.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Durchführung von Maßnahmen zur Konservierung von porösen Steinen, wie Sandstein, Kalkstein, Kalksandstein od. dgl., insbesondere von aus solchen bestehenden Bildwerken, Bauwerkteilen, archäologischen Funden od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man den überwiegenden Teil der Oberfläche des Steines (1) mit einer gasdichten, vorzugsweise aus einem in einem flüchtigen Lösungsmittel gelösten Kunstharz abgeschiedenen Hüllfolie (7) überzieht, den frei gelassenen Teil (2) seiner Oberfläche der Einwirkung eines flüssigen, diesen Teil (2) insgesamt abdeckenden Lösungsmittels (4), vorzugsweise destillierten Wassers, oder eines Imprägnierungsmittels aussetzt und die Hüllfolie (7) an mindestens einer Stelle (8 bis 10, 12, 25) mit einer Durchtrittsöffnung (5) für den gasdichten Anschluß (6) einer Absaugleitung (16) versieht, die man mit einer Vakuumpumpe (19) verbindet, worauf man bis zum Eintritt des Lösungs- oder Tränkmittels (4) in die Absaugleitung (16) die Vakuumpumpe (19) einwirken läßt.
- 2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stein (1) in einem oben offenen Behälter (3) mit einem Lösungs- oder Tränkmittel (4), das einen Teil (2) seiner Oberfläche bedeckt, über seine gesamte sonstige Oberfläche mit einer gasdichten Hüllfolie (7) überzogen ist, die mit Durchtrittsöffnungen (5) für den gasdichten Anschluß (6) von Absaugleitungen (16, 18) versehen ist, die mit einer Saug- oder Vakuumpumpe (19) in Verbindung stehen.
- 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Saug- oder Vakuumpumpe (19) und die Absaugleitung (16) ein Wasserabscheider (17) zwischengeschaltet ist.
- 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserabscheider (17) aus einer oberen, im Zuge der Absaugleitungen (16, 18) angeordneten Kammer (24) und einem mit dieser über einen Ablaufhahn (26) in Verbindung stehenden, vorzugsweise darunter angeordneten, mit einem Abflußhahn (22) versehenen Sammelraum (23) besteht.
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| DEK48184A DE1173380B (de) | 1962-11-03 | 1962-11-03 | Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von Massnahmen zur Konservierung von poroesen Steinen, wie Sandstein, Kalkstein, Kalksandstein od. dgl. |
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2354437A1 (de) * | 1972-11-01 | 1974-05-09 | Balfour Beatty & Co Ltd | Verfahren zum einbringen eines haertbaren materials in fluessigem oder halbfluessigem zustand in risse oder andere hohlraeume von kuenstlichen oder natuerlichen aufbauten |
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-
1962
- 1962-11-03 DE DEK48184A patent/DE1173380B/de active Pending
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