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DE1164689B - Verfahren zur Speicherung von Messwerten auf magnetischen Tontraegern - Google Patents

Verfahren zur Speicherung von Messwerten auf magnetischen Tontraegern

Info

Publication number
DE1164689B
DE1164689B DEI14273A DEI0014273A DE1164689B DE 1164689 B DE1164689 B DE 1164689B DE I14273 A DEI14273 A DE I14273A DE I0014273 A DEI0014273 A DE I0014273A DE 1164689 B DE1164689 B DE 1164689B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
carrier
measured
amplitude
value
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI14273A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Friedrich Vo Rautenfeld
Dr-Ing Paul Thiessen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Institut fuer Rundfunktechnik GmbH
Original Assignee
Institut fuer Rundfunktechnik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Institut fuer Rundfunktechnik GmbH filed Critical Institut fuer Rundfunktechnik GmbH
Priority to DEI14273A priority Critical patent/DE1164689B/de
Publication of DE1164689B publication Critical patent/DE1164689B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D5/00Mechanical means for transferring the output of a sensing member; Means for converting the output of a sensing member to another variable where the form or nature of the sensing member does not constrain the means for converting; Transducers not specially adapted for a specific variable
    • G01D5/12Mechanical means for transferring the output of a sensing member; Means for converting the output of a sensing member to another variable where the form or nature of the sensing member does not constrain the means for converting; Transducers not specially adapted for a specific variable using electric or magnetic means
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D15/00Component parts of recorders for measuring arrangements not specially adapted for a specific variable
    • G01D15/12Magnetic recording elements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Verfahren zur Speicherung von Meßwerten auf magnetischen Tonträgern Bei vielen Problemen in der Physik, der Technik oderer anderer Wissenschaften liegt häufig die Aufgabe vor, Meßwerte, welche für eine spätere Auswertung zur Verfügung stehen müssen, zu speichern. Es gibt hierfür sehr viele Verfahren und Anordnungen, welche meistens darauf beruhen, daß ein Zeiger oder eine ähnliche Vorrichtung mit Bleistift, Tinte, mit Hilfe von elektrischen Funken usw. einen Kurvenzug, eine Punkt- oder Zahlenreihe als Ersatz für den Kurvenzug od. ä. auf eine vorbeibewegte Unterlage zeichnet. Mit solchen Anordnungen können teilweise auch mehrere Vorgänge gleichzeitig registriert werden, wie beispielsweise bei 6-Farbenschreibern, 12-Farbenschreibern usw. Diese Geräte benötigen alle ein verhältnismäßig kräftiges Meßwerk, welches die Kraft für die Bewegung des Registrierteiles entweder direkt aus der Meßgröße entnimmt oder beim Kompensationsprinzip aus dem Verstärkerteil. Bei Geräten nach dem Fallbügelprinzip ist diese größere Kraftwirkung nicht erforderlich, dafür aber auch die Schreibgeschwindigkeit äußerst gering. Diese Geräte haben alle, wie auch die Zeigergeräte, die Eigenschaft, daß sie schnellen Schwankungen der Meßgröße nicht folgen können. Die obere Schwankungsfrequenz der Meßgröße, welche in der Regel nicht überschritten werden kann, liegt je nach Geräteart in der Größenordnung von 0,5 ... 20 Hz (in Ausnahmefällen bis 200 Hz).
  • Für Vorgänge, welche sich schneller ändern, verwendet man den Schleifenoszillographen oder den Elektronenstrahloszillographen in Verbindung mit einem Fotozusatz. Die oberen Grenzfrequenzen liegen hier bei einigen tausend Hertz bzw. einigen zehntausend Kilohertz, so daß damit alle Aufgaben bewältigt werden können. Ihre Verwendung erfordert aber wegen des fotografischen Umweges Zeit und Mühe.
  • Sämtliche bisher beschriebenen Verfahren und Geräte haben einen großen Nachteil: Die gespeicherten' Werte können - wenn man einen ganz ungewöhnlichen technischen Aufwand ausschließt - nur subjektiv über das menschliche Auge wieder entnommen werden. Eine direkte oder indirekte Reproduzierung der Meßwerte ist technisch außerordentlich schwierig.
  • Wird die Reproduzierbarkeit gefordert, dann muß man eine der bekannten Codierungsverfahren anwenden, bei welchen der Meßwert in einem Meßwertumformer zunächst in eine Ziffer umgeformt wird, welche ihrerseits wieder - beispielsweise nach dem Fernschreiberprinzip - auf einem Lochstreifen gespeichert werden kann und später für eine Reproduzierung des Meßwertes mit Hilfe eines Meßwertrückumformers zur Verfügung steht. Solche Anlagen sind aber sehr umfangreich und teuer und kommen für viele Zwecke nicht in Frage, wie beispielsweise für die Speicherung von Meßwerten in Fahrzeugen usw. Auch ist die obere Grenzfrequenz der ganzen Anlage kaum so hoch wie die üblicher Zeigermeßgeräte, so daß die Auswertung schnell schwankender Meßwerte auch in diesen Fällen ausscheiden muß.
  • Eine Zwischenstellung mit wesentlich geringerem Aufwand und wesentlich höherer oberer Grenzfrequenz nehmen die Verfahren ein, welche die magnetische Aufzeichnung der Meßwerte ausnutzen. Sie erscheinen auf den ersten Blick für meßtechnische Zwecke vollkommen ungeeignet, weil die Genauigkeit der Reproduzierung, beispielsweise der Amplitude, in der Regel Fehler gibt, die die Bezeichnung »Messung« kaum noch gerechtfertigt erscheinen lassen. Diese Schwierigkeiten sind aber durch geschickte Anwendung nachrichtentechnischer Gesichtspunkte weitgehend zu beseitigen.
  • Meßgrößen irgendwelcher Art sind mit Hilfe von Meßgrößenwandlern (Transmittern) in elektrische Spannungen umzuwandeln., wobei diese Spannungen bei der Übertragung eines konstanten Meßwertes als Gleichspannungen auftreten und bei der Übertragung veränderlicher Meßwerte eine veränderliche Spannung ergeben. Je schneller die Änderungsgeschwindigkeit des Meßwertes, desto höhere Frequenzen treten im Signal auf, welches den Meßwert kennzeichnet. Für schneller veränderliche Größen ist ein höheres »Auflösungsvermögen« erforderlich, welches im Nachrichtenkanal eine höhere Bandbreite oder, wenn man wie wier bei der Frequenz Null beginnt, eine höhere obere Grenzfrequenz erfordert. In vielen Fällen ist es nicht notwendig, zwischen positiven und negativen Meßgrößen zu unterscheiden. Dann genügt die Übertragung von Meßwerten, welche sich zwischen Null und einem Maximalwert von 1000!o ändern. Es gibt aber auch Fälle, wo das Vorzeichen mit übertragen werden muß, und wo der Meßwert dann z. B. zwischen -50% und +500io schwanken kann.
  • So könnte z. B. bei der Übertragung eines Meßwertes, bei dem das Vorzeichen sich nicht ändert, der Meßwert in eine konstante Amplitude umgewandelt werden, deren Frequenz bei 1% des Meßwertes 100 Hz wäre und in linearer Abhängigkeit bei 100010 des Meßwertes den Wert von etwa 10 000 Hz hätte. Das Schema einer solchen Übertragung ist in F i g. 1 skizziert. Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, welche bei der Herstellung des hierfür erforderlichen Meßwertumformers entstehen würden, wäre eine solche Meßwertspeicherung für viele Aufgaben gut brauchbar. Fehler auf dem ganzen übertragungsweg würden nur entstehen, wenn die Bandgeschwindigkeit bei der Rückgewinnung anders wäre als beim Speichern und wenn sie schwanken würde. Da diese Abweichungen der Geschwindigkeit vom Sollwert aber ohne großen technischen Aufwand leicht in der Größenordnung von 1% gehalten werden können, ist das nicht kritisch. Da aber nur selten die Aufgabe vorliegt, einen einzigen Meßwert zu speichern, wird dieses Verfahren kaum angewendet, denn meistens soll gerade eine größere Zahl von Meßwerten gleichzeitig gespeichert werden, weil die zeitliche Zuordnung für die spätere Auswertung oft sehr wesentlich ist, z. B. für Korealations- und Verhältnisbildungen usw. In diesem Fall steht für je eine Meßgröße nur ein bestimmter Frequenzbereich zur Verfügung, und man spricht dann vom Trägerfrequenzverfahren. Es ist naheliegend, daß man für die Speicherung von Meßwerten Modulationsverfahren anwendet, ähnlich wie sie bei der Nachrichtenübertragung in der Hochfrequenztechnik seit langem bekannt sind, mit dem Unterschied, daß man als Träger der Nachricht nicht Hochfrequenz, sondern eine Tonfrequenz verwendet, weil nur diese mit üblichen Tonbandgeräten übertragen werden kann. Modulationsverfahren ermöglichen im allgemeinen nicht die Übertragung eines Gleichspannungswertes. Andererseits ist aber die Übertragung eines Gleichspannungswertes oder eines sehr langsam veränderlichen Wertes mit verschiedenem Vorzeichen ein in der Meß- und Speichertechnik häufig vorkommender Fall.
  • Als einfachstes Modulationsverfahren kommt die Amplitudenmodulation eines tonfrequenten Trägers in Frage. Diese Lösung ist technisch die einfachste, aber es ist bekannt, daß die dabei erreichbare Wiedergabegenauigkeit nicht groß ist. Die Größenordnung des Fehlers liegt bei 1 db oder 12% in der Amplitude. Das ist nur bei sehr groben Meßwertübertragungen tragbar. Außerdem ist die Übertragung eines Gleichspannungswertes nicht möglich, so daß dieses Verfahren praktisch ausscheidet.
  • Eine bessere Lösung ist die bekannte Umwandlung eines Meßwertes in eine Frequenz. Will man mehrere Signale speichern, dann muß man in bekannter Weise eine Zuordnung verabreden zwischen Frequenz und Meßwert, welche z. B. so aussehen kann, daß der Meßwert Null einer Frequenz von 1000 Hz entspricht, der Meßwert +50% einer Frequenz von 1100 Hz und der Meßwert -50% einer Frequenz von 90011z. Der grundsätzliche Aufbau ist in der Fig. 2 in Form eines Blockschaltbildes gezeichnet. Dieses Verfahren hat gegenüber der Amplitudenmodulation sehr große Vorteile, da Schwankungen der Amplitude bei einem Demodulationsverfahren, welches nur die Frequenz auswertet, vollkommen zu eliminieren sind. Ein verbleibender Nachteil ist nur der, daß Schwankungen in der Bandgeschwindigkeit bei der Aufnahme und bei der Wiedergabe zu Fehlern führen, die wesentlich stärker als proportional mit der Änderung der Bandgeschwindigkeit ansteigen, nämlich im Verhältnis der Trägerfrequenz zum Frequenzhub, wie weiter unten an einem Zahlenbeispiel noch näher erläutert wird. Um diesen Fehler, der bei hohen Trägerfrequenzen sehr störend ins Gewicht fallen kann, zu beseitigen, wird bei bekannten Anordnungen ein erheblicher technischer Aufwand getrieben, wie z. B. Regelung der Wiedergabegeschwindigkeit mit Hilfe eines aufgesprochenen Pilottons, Verwendung von Maschinen, deren Drehzahlkonstanz besonders hochgezüchtet ist, usw.
  • Diese Nachteile vermeidet ein Verfahren zur Speicherung von Meßwerten auf magnetischem Tonträger dadurch, daß erfindungsgemäß zur magnetischen Aufzeichnung der Meßwert in einem ersten Modulationsvorgang einen ersten Träger, beispielsweise in der Frequenz moduliert und der so gewonnene Meßwert in einem zweiten Modulationsvorgang einen zweiten Träger nach einem von dem ersten Modulationsverfahren verschiedenen Verfahren, beispielsweise in der Amplitude moduliert und bei der Wiedergabe der Meßwert durch entsprechende Demodulationsverfahren wiedergewonnen wird.
  • Die Wirkungsweise des neuen Verfahrens besteht darin, daß zunächst in bekannter Weise die Meßgröße in eine Frequenz umgewandelt wird und die so gewonnene Frequenz die Amplitude eines tonfrequenten Trägers moduliert. Die Umwandlung der Meßgröße in eine Frequenz gestattet vorteilhafterweise die notwendige, sehr genaue Reproduzierbarkeit des Meßwertes; die Modulation der Amplitude des Trägers gestattet, trotz möglicher relativ hoher Schwankungen der Wiedergabeamplitude eine Rückumformung in eine Frequenz, wobei der hierbei auftretende geringe Restfehler nur den Schwankungen der Bandgeschwindigkeit direkt proportional ist, da eine Verlagerung der Mittenfrequenz beim Diskriminator, der für die Rückumformung verwendet wird, ohne fehlerhaften Einfluß bleibt. Das ist ein erheblicher, nicht ohne weiteres vorauszusehender Vorteil, wie im folgenden an Hand von Beispielen zahlenmäßig näher erläutert werden soll. Bei den Erläuterungen wird jeweils die Übertragung eines Gleichspannungswertes untersucht, der bekanntlich beim magnetischen Verfahren ebenso wie die Übertragung sehr niedriger Frequenzen erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird die 'Meßgröße a, die wir als Gleichspannungswert annehmen, in einem Modulator Ml (s. F i g. 1) in eine Spannung mit etwa konstanter Amplitude und veränderlicher Frequenz umgeformt. Dieser Modulator M, kann beispielsweise so beschaffen sein, daß eine Meßgröße a = 0 einer Frequenz f 0 = 50 Hz entspricht und eine Meßgröße a = 100% einer Frequenz f 1 = 150 Hz. Hinter dem Modulator Ml erscheint mit im wesentlichen konstanter Amplitude und veränderlicher Frequenz die Größe a1 als Maß für die Größe a, bei der Übertragung eines Gleichspannungswertes von 50% beispielsweise mit einer Frequenz von 100 Hz. Im Modulator M", wird im Takte der Frequenz f 1 ein Träger mit der Trägerfrequenz f -r mit der im wesentlichen konstanten Amplitude der Größe a, moduliert. Das Ergebnis a, ist also als amplitudenmodulierter Träger die Summe der Trägerfrequenz f T und der beiden Seitenbänder, welche für das gewählte Zahlenbeispiel einen Abstand von -100 Hz bzw. + 100 Hz vom Träger haben. Die Anforderungen an die Konstanz der Trägerfrequenz sind äußerst gering. Das Signal a2 wird auf dem als Speicher Sp wirkenden Tonträger gespeichert, wobei die durch die bekannten Eigenschaften des Tonträgers bedingten Amplitudenschwankungen fast immer wirkungslos bleiben.
  • Bei der Rückgewinnung des Meßwertes erscheint das vom Speicher Sp abgenommene Signal bz als getreues Abbild des aufgesprochenen Signals a,. Amplitudenschwankungen wirken sich nicht aus. Das amplitudenmodulierte Signal b2 wird in einem Demodulator Dz demoduliert. An dessen Ausgang erscheint das Signal b1, welches eine im wesentlichen konstante Spannung mit einer veränderlichen Frequenz ist. Für das hier gewählte Zahlenbeispiel ist die Frequenz wieder 100 Hz. In einem zweiten Demodulator Dl wird nun diese Frequenz wieder in einen Gleichspannungswert zurückverwandelt, welcher die Meßgröße darstellt.
  • Um den Unterschied des neuen Verfahrens gegenüber den bekannten Verfahren deutlich herauszustellen, ist in der F i g. 2 das Blockschaltbild eines bekannten Verfahrens dargestellt. Die Meßgröße c verschiebt im Modulator M3 die Frequenz f T 1 des Trägers. Nehmen wir als Zahlenbeispiel eine Trägerfrequenz fT 1 = 5000 Hz und einen Frequenzhub für 100% des Meßwertes von 100 Hz, dann entspricht beispielsweise ein Meßwert von 5011/o einem Frequenzhub von 50 Hz und erscheint bei der Übertragung eines Gleichspannungswertes am Ausgang des Modulators M3 als Spannung Cl mit im wesentlichen konstanter Amplitude mit der Frequenz 5050 Hz. Für die Rückgewinnung des Meßwertes wird ein Diskriminator D4 benötigt mit einer Mittenfrequenz von 5000 Hz und einer geraden Flanke von mindestens ± 100 Hz. Eine Abweichung der Geschwindigkeit des Speichers Sp um 1% führt zu einem Unterschied der Größen cl und dl und ändert den am Ausgang des Diskriminators D3 entstehenden Gleichspannungswert d entsprechend der Frequenzänderung von 5050 auf 5100 Hz um 100 bzw. um 50'°/o vom Maximalwert des gewählten Bereiches. Dieser Fehler ist meistens untragbar und zwingt dazu, einerseits die Bandgeschwindigkeit zu stabilisieren und andererseits die Bandbreite des Nachrichtenkanals wesentlich zu vergrößern.
  • Bei dem System nach der Erfindung ist das nicht notwendig. Die Meßgröße a2, welche bei der Wiedergabe mit der richtigen Bandgeschwindigkeit als b2, bestehend aus dem Träger 500 Hz und den beiden Seitenbändern 5000 + 100 Hz und 5000-100 Hz erscheint, wird bei der Wiedergabe mit einer um 111/o zu hohen Geschwindigkeit als Träger von 5050 Hz mit den beiden Seitenbändern 5050 + 101 Hz und 5050-101 Hz empfangen. Bei der Demodulation im Demodulator D., entsteht die Größe b1, welche anstatt des richtigen Wertes 100 Hz nun den Wert 101 Hz hat. Für den oben als Beispiel gewählten Fall, daß der Nullpunkt der Skala bei 50 Hz gewählt wird, entsteht nun ein relativer Fehler von nur 2 oder von 10/0, bezogen auf den vollen Meßbereich. Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich die großen Vorteile des Speicherverfahrens mit Mehrfach-Modulation. Es ist verhältnismäßig unempfindlich gegenüber Schwankungen in der Geschwindigkeit des Tonträgers und ermöglicht daher ohne großen Aufwand für die Tonbandgeräte die Anwendung verhältnismäßig schmaler Kanäle für die Speicherung, so daß eine große Zahl verschiedener Meßwerte gleichzeitig gespeichert werden kann.
  • Das hier beschriebene Verfahren ist nicht das einzige, welches die Fehler vermeidet, die durch Schwankungen der Bandgeschwindigkeit im Zusammenhang mit der Verschiebung des Arbeitspunktes auf einem Diskriminator entstehen. Es wird im folgenden ein weiteres Verfahren beschrieben, welches ebenfalls diesen Fehler vermeidet. Es soll an Hand der F i g. 3 erklärt werden. Die Meßgröße e, die hier wieder als Gleichspannungswert angenommen werden soll, wird in einem Modulator M4 in eine Trägerfrequenz fT 2 umgewandelt, deren Amplitude proportional der Meßgröße e ist. Die so entstandene Größe ei kann beliebige, beispielsweise sinusförmige, Kurvenformen heben. In der F i g. 3 ist die Größe ei als Rechteckkurve gezeichnet. Im allgemeinen Fall ist die Größe ei am Ausgang des Modulators M4 der Träger f T 2 mit Seitenbändern, deren Abstand durch die Schwankungen der Meßgröße gegeben ist. Die Trägerfrequenz f T ., muß höher liegen als die höchste Schwankungsfrequenz der Meßgröße. Die Amplitude von cl wird nun benutzt, um im Modulator M5 die Frequenz des Trägers f T 3 zu modulieren. Die Wahl des Frequenzhubs ist dabei vollkommen frei und kann dem jeweiligen Zweck angepaßt werden.
  • Bei der Wiedergabe der Meßgröße erscheint hinter dem Frequenzdemodulator DS (beispielsweise einem Diskriminator) die Meßgröße f, als Wechselspannung mit der Frequenz f T 2, deren Amplitude ein Maß für die Meßgröße ist. Ein einfacher Spitzengleichrichter kann als Amplitudendemodulator D4 aus der Wechselspannung die Gleichspannung f bilden, welche den zurückgewonnenen Meßwert e darstellt. Abweichungen in der Geschwindigkeit des Tonträgers verschieben den mittleren Arbeitspunkt auf der Kennlinie des Diskriminators, haben aber keinen Einfluß, wenn dessen Kennlinie gerade ist. Der Fehler durch die Schwankung wird also ebenso wie bei dem ersten Beispiel nicht vergrößert, sondern geht nur proportional ein. Um wieder ein Zahlenbeispiel für einen Gleichspannungswert zu geben, der 50% vom Endwert betragen soll, können die folgenden Werte genommen werden: f T 2 = 300 Hz, f T 3 = 5000 Hz, Frequenzhub für volle Amplitude = 1000 Hz. Da der angenommene Gleichspannungswert e nur 50% vom Endausschlag betragen soll, wird die Trägerfrequenz 5000 Hz im Takte des Trägers f T 2 von 300 Hz mit einer Amplitude entsprechend dem halben Endausschlag moduliert, was einem Frequenzhub von rt- 500 Hz des Trägers fT3 entspricht. Hinter dem Demodulator D5 erscheinen wieder die 300 Hz mit einer Amplitude 0,5 U.ar. Ist die Bandgeschwindigkeit um 1% zu hoch, dann erscheint hier statt dessen die Amplitude 0,505 U,"ax bei einer Frequenz von 303 Hz. Hiermit ist auch zahlenmäßig gezeigt, daß der durch das Verfahren bedingte Fehler nicht größer wird als die relative Schwankung der Geschwindigkeit des Tonträgers.
  • Ein weiteres Verfahren besteht beispielsweise darin, daß die Meßgröße zunächst in einem Modulator in eine Frequenz umgeformt wird. Diese umgeformte Frequenz wird mit konstanter Amplitude einem zweiten Modulator zugeführt, der wiederum ein Frequenzmodulator ist und entsprechend der konstanten Amplitude des zugeführten Signals praktisch mit konstantem Hub arbeitet. Dieses zweimal modulierte Signal wird gespeichert und hinter dem Speicher wieder über zwei Demodulatoren in den Ausgangswert zurückübersetzt. Auch dieses Verfahren ist sehr empfindlich gegen Schwankungen in der Geschwindigkeit des Tonträgers.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Speicherung von Meßwerten auf magnetischen Tonträgern, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß zur magnetischen Aufzeichnung der Meßwert in einem ersten Modulationsvorgang einen ersten Träger, beispielsweise in der Frequenz, moduliert und der so gewonnene Wert in einem zweiten Modulationsvorgang einen zweiten Träger nach einem von dem ersten Modulationsverfahren verschiedenen Verfahren, beispielsweise in der Amplitude moduliert und bei der Wiedergabe durch entsprechende Demodulationsverfahren der Meßwert wieder gewonnen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 760 392, 889 903, 892 772; Zeitschrift »ETZ«, Ausg. B, H. 12!1957, S. 493 bis 498; Zeitschrift »Elektronik«, H. 8/1955, S. 177 bis 184; Firmen-Druckschrift der The Daries Laboratories Incorporation in Riverdale/Maryland, Bulletin 2901 und 1001.
DEI14273A 1958-01-18 1958-01-18 Verfahren zur Speicherung von Messwerten auf magnetischen Tontraegern Pending DE1164689B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE889903C (de) * 1939-11-17 1953-09-14 Fernseh Gmbh Fernsehuebertragungsverfahren
DE892772C (de) * 1950-12-18 1954-04-29 Karoline Helene Mathilde Cauer Verfahren zur Nachrichtenuebermittlung durch Impulse
DE760392C (de) * 1941-01-25 1954-10-11 Siemens & Halske A G Mehrfachtraegerfrequentes Nachrichtenuebertragungssystem

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