[go: up one dir, main page]

DE1163282B - Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen - Google Patents

Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen

Info

Publication number
DE1163282B
DE1163282B DER23733A DER0023733A DE1163282B DE 1163282 B DE1163282 B DE 1163282B DE R23733 A DER23733 A DE R23733A DE R0023733 A DER0023733 A DE R0023733A DE 1163282 B DE1163282 B DE 1163282B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
winding
web
rollers
feeder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER23733A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Renery
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RENOTEX GmbH
Original Assignee
RENOTEX GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RENOTEX GmbH filed Critical RENOTEX GmbH
Priority to DER23733A priority Critical patent/DE1163282B/de
Publication of DE1163282B publication Critical patent/DE1163282B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B17/00Storing of textile materials in association with the treatment of the materials by liquids, gases or vapours
    • D06B17/04Storing of textile materials in association with the treatment of the materials by liquids, gases or vapours in wound form

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen, auf zwei Wickelwalzen eines Wickelspeichers zwecks Durchführung einer chemischen oder Wärmebehandlung.
  • Vorrichtungen dieser Art werden vielfach dort angewendet, wo Stoffbahnen, z. B. Textilgewebebahnen, eine bestimmte Zeit lang einer chemischen Behandlung oder einer Wärmebehandlung ausgesetzt werden sollen, z. B. bei der Durchführung des Bleichprozesses. Zu diesem Zweck muß jedes Stück der Bahn in festem, aufgewickeltem Zustand unter Vermeidung von Lufteinschlüssen für die gleiche Dauer, beispielsweise 10 oder 20 Minuten lang, in dem Behandlungsbehälter verbleiben. Da diese besondere Behandlung der Gewebebahn nur einen Teil ihrer Gesamtbehandlung ausmacht, besteht eine Schwierigkeit dieser bekannten Behandlungsweise darin, daß die Gewebebahn kontinuierlich ohne Unterbrechung mit gleichmäßiger Geschwindigkeit in die Vorrichtung eingebracht werden und ebenso kontinuierlich wieder aus ihr heraustreten muß.
  • Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei welchen zwei Wickelwalzen in feststehend angeordneten Lagern mit bestimmtem Abstand übereinander gehalten sind. Bei diesen bekannten Vorrichtungen wird die Gewebebahn nach Bildung einer Schleife jeweils doppelt aufeinanderliegend zunächst auf der einen Wickelwalze und anschließend auf der anderen Wickelwalze aufgewickelt. Zum Zuführen der Schleife zu der betreffenden leeren Walze ist eine besondere Vorrichtung erforderlich, die anschließend auch dafür sorgt, daß die erste Windung auf den Kern der Walze aufgebracht wird. Außerdem sind noch zu jeder Wickelwalze zugehörige besondere Andrückwalzen zum Verhindern von Luftblaseneinschlüssen erforderlich.
  • Die bekannte Gesamteinrichtung hat sich in der Praxis zwar durchaus bewährt, sie besitzt aber den Nachteil, daß die Steuereinrichtung zur Durchführung einer selbsttätigen Arbeitsweise außerordentlich kompliziert gestaltet ist. Dies beruht vor allem darauf, daß sich die Entfernung von einer Zubringerwalze am Eingang des Wickelspeichers zu den einzelnen Wickelwalzen, und zwar jedesmal beim Übergang von einer Walze zur anderen, plötzlich ändert. Die Steuereinrichtung sorgt dadurch, da.ß sie eine entsprechende Beschleunigung oder Verzögerung der Gewebebahn bewirkt, für einen Ausgleich. Die bekannte Steuereinrichtung wird im wesentlichen von Schwenkarmen betätigt, die einerseits Rollen tragen und andererseits mit einem Nockenschalter (Wegbegrenzungssehalter) bekannter Bauart in Verbindung stehen. Die Rollen. werden durch Federkraft gegen die betreffende Wickelwalze, d. h. außen auf den aufgewickelten Stoff gedrückt. Entsprechend dem Aufwickelvorgaag führt die Rolle und damit der Schwenkhebel eine Schwenkbewegung aus, die durch den genannten Endschalter begrenzt werden kann. Die Endschalter ihrerseits steuern den Antrieb der Wickelwalzen. In Einklang mit dieser Steuereinrichtung muß noch eine Regelvorrichtung für die Führung der Gewebebahnen vorhanden sein. Aus dieser grundsätzlichen Bauweise ergibt sich, daß die Steuer- und Regelorgane sowie die Antriebselemente außerordentlich kompliziert gestaltet werden müssen. Wollte man diese komplizierte Steueranlage einsparen, so würde das Gewebe bei jedem Umschaltvorgang ganz erheblichen Zugkräften ausgesetzt sein, die sogar ein Zerreißen der Bahn verursachen könnten.
  • An sich ist es auch bereits bei Breitfärbemaschinen bekanntgeworden, zwei Walzen zum Aufwickeln von den zu färbenden Gewebebahnen auf schräggestellten Schienen frei verschiebbar, durch das Eigengewicht und zusätzliche gewichtsbelastete Hebel gehalten, anzuordnen. Die Walzen drücken gegen eine in feststehenden Lagern drehbar gehaltene Antriebswalze, wodurch diese in Umdrehung versetzt und die Gewebebahn nach unten über besondere Umlenkrollen durch den Flottentrog geführt wird. Bei dieser Einrichtung ist es jedoch nicht möglich, die Gewebebahn kontinuierlich durchlaufen zu lassen; auch kann die Gewebebahn nicht in Doppellagen mit zweifacher Behandlungsdauer aufgewickelt werden. Schließlich findet eine Behandlung der Gewebebahn auf den Wickelwalzen selbst überhaupt nicht statt.
  • Ferner ist eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Speichern bzw. Durchlaufen von glatten, ausgebreiteten Warenbahnen in einem geschlossenen Wickelsystem bekanntgeworden, wobei die Wickelwalzen beweglich angeordnet sind. Die beiden Wickelwalzen sind hier jedoch aus zwei voneinander trennbaren Teilen gebildet, die mit Hilfe eines im Dreieck geführten Transportbandes in zwei Arbeitsstellungen am Ende einer Verschiebebahn außer Eingriff gebracht werden können. Wenn sich die beiden Wickelwalzen am Ende der Verschiebebahn befinden und aus den beiden auseinandernehmbaren Teilen zusammengesetzt sind, dient die eine Walze zum Aufwickeln der Warenbahn, während sich die andere in der Abwickelstufe befindet. Nach einem Wickelvorgang muß jeweils die Wickelwalze mit dem aufgewickelten Material aus der Aufwickelstufe längs der Verschiebebahn in die Abwickelstufe verschoben werden. Dies geschieht mit Hilfe einer Gelenkkette, an welcher die beiden unsymmetrischen Hälften des eigentlichen Walzenkörpers drehbar befestigt sind. Diese Verfahrensweise ist für die Praxis sehr umständlich. Ein weiterer Unterschied gegenüber der Erfindung ist darin zu sehen, daß zu Beginn jedes Wickelvorganges keine Falte in der Warenbahn gebildet wird. Nachteilig ist, daß während des Verschiebevorganges der betreffenden Wickelwalze von der Aufwickelstufe zu der Abwickelstufe ein Stillstand eintreten muß, da die sehr schweren Walzen nur langsam transportiert werden können. Dies hat zur Folge, daß in der Zwischenzeit, d. h. während des Stillstandes, nur mit Schwierigkeiten die weiterhin zulaufende Warenbahn gespeichert werden kann. Im allgemeinen ist man dann gezwungen, die Gesamtanlage, und zwar nicht nur die betreffende Behandlungsvorrichtung, sondern auch sämtliche vorhergehenden und nachfolgenden Bearbeitungsmaschinen in der Kontinue-Anlage stillzusetzen. Weiterhin ist nachteilig, daß der Antrieb für die Drehbewegung der Wickelwalzen über eine andere Walze erfolgt, die an einem Schwenkarm gelagert ist. Die Übertragung der Antriebskraft ist hierbei unsicher und erfordert darüber hinaus komplizierte Steuerorgane, da mit Anwachsen des Umfanges jeder Wickelwalze naturgemäß die Drehzahl jeder Walze geändert werden muß, um zu erreichen, daß die Auflaufgeschwindigkeit der Warenbahn ungefähr gleich groß bleibt.
  • Wiederum eine weitere bekannte Wickelvorrichtung mit beweglich angeordneten Wickelwalzen unterscheidet sich von der Erfindung durch eine wesentlich andere Arbeitsweise. Die Achsen der beiden Wickelkerne werden zwecks Austausch ihrer Stellungen an den Enden von Lagerarmen angeordnet. Die Lagerarme sind doppelarmig und um eine Mittelachse schwenkbar ausgebildet. In der Arbeitsstellung befinden sich die beiden Wickelwalzen vertikal übereinander, wobei die obere Stellung jeweils die Aufwickelstellung darstellt. Von der unteren Wickelwalze wird jeweils eine Lage der doppellagigen Warenbahn abgewickelt.
  • Oberhalb der oberen Wickelwalze ist eine Antriebswalze vorgesehen, die nicht feststehend, sondern vertikal verschiebbar gelagert ist. Hieraus ergibt sich der Nachteil, daß eine schwierige Kraftübertragung vor sich geht, da die Kraft für die Drehung für die untere Wickelwalze lediglich über die Warenbahn selbst erfolgen muß, wodurch erhebliche Zugkräfte in der überlaufenden Warenbahn entstehen können. Eine weitere Folge davon ist, daß sich ein unregelmäßiger Lauf einstellt. Es kommt hinzu, daß durch das Schwenken des doppelarmigen Hebels eine so große Unterbrechung des Warenlaufes eintritt, daß es im allgemeinen nicht genügt, übliche Speicher vor und nach der Wickelvorrichtung vorzusehen, so daß ein kurzzeitiges Stillsetzen der gesamten Behandlungsstraße erforderlich ist. Weiterhin ist bei dieser Konstruktion von Nachteil, daß der Antriebspunkt, d. h. der Punkt, an dem die Antriebswalze auf die betreffende Wickelwalze aufdrückt, sich von der Umlenk- bzw. Zubringerrolle ständig ortsmäßig ändert, beim Aufwickeln also stetig entfernt. Selbst wenn die Antriebswalze kontinuierlich mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben wird und man im übrigen dafür sorgt, daß eine bestimmte, gleichbleibende Warenmenge in jeder Zeiteinheit aufgewickelt wird, so ändert sich doch die Geschwindigkeit der zulaufenden und ablaufenden Warenbahn während des Betriebes. Um diesen Nachteil auszuschalten, würde es ebenfalls wieder einer sehr komplizierten Regelvorrichtung bedürfen.
  • Einzelne technische Merkmale sind auch bereits bei einem Jigger mit Breithaltern bekanntgeworden, bei welchen zwei Wickelwalzen auf beweglichen Drehachsen derart gelagert sind, daß sie beide ständig und unabhängig voneinander gegen eine drehbar in feststehenden Lagern gehaltene, mit gleichbleibender Drehzahl angetriebene Zubringerwalze gedrückt und damit angetrieben werden. Die beiden Aufwickelwalzen sind hierbei am oberen Ende zweier Schwenkarme gelagert und legen sich an eine gemeinsame Treibwalze an, die wechselweise rechts und links drehen kann. Dieser bekannten Vorrichtung liegt jedoch eine völlig andere Aufgabenstellung zugrunde. Ein wesentlicher Unterschied gegenüber der Erfindung ist darin zu sehen, daß die Warenbahn nur jeweils in einer Lage aufgewickelt werden kann. Außerdem wird die Warenbahn von einer Aufdockwalze auf die andere umgewickelt, nur um sie bei dem einfachen Umwickelvorgang durch einen Farbtrog hindurchzuführen. Da nur jeweils eine einzige Warenbahn behandelt wird, besteht auch keine Gefahr, daß während des Umwickelns irgendwelche Zugspannungen auftreten, abgesehen davon, daß der Egger nicht in einen Kontinue-Prozeß im Sinne der Erfindung eingeschaltet ist.
  • Eine weitere bekannte Vorrichtung zur Breitbehandlung, z. B. zum Bäuchen, Bleichen usw., von Geweben weist ein kompliziertes Antriebssystem mit im wesentlichen zwei Walzen auf, die mit Abstand voneinander und parallel zueinander gelagert sind. Gegen diese beiden Walzen legt sich wechselweise eine der beiden Wickelwalzen an und wird durch den Berührungsdruck mitgenommen und angetrieben. Die beiden Wickelwalzen sind an den Enden von winkelförmigen Kipphebeln gelagert, woraus sich ein anderer Gesamtaufbau der Maschine ergibt. Wenn man die Vorrichtung so ausbauen wollte, daß sie im Betrieb selbsttätig arbeitet, so würde sich zwangläufig eine sehr komplizierte Steuervorrichtung ergeben.
  • In jüngerer Zeit wurden Vorschläge zu einer Vorrichtung mit zwei treibwalzenbetriebenen Wickelwalzen zum wechselweisen. doppellagigen Aufwickeln einer Warenbahn und mit Mitteln zum Führen des einlaufenden Teiles der Bahn gemacht, wobei vor dem Aufwickeln auf die betreffende Wickelwalze mit Hilfe derselben eine Knickfalte in der Warenbahn gebildet werden soll. Auch bei diesen Vorschlägen konnten mehrere Nachteile nicht beseitigt werden, nämlich es konnte ein beträchtliches Anfangsstück der Warenbahn nicht dem gewünschten doppelten Behandlungsvorgang ausgesetzt werden; ferner konnten die Spannungen in der Warenbahn nicht behoben werden, und schließlich traten erhebliche Schwierigkeiten bei der Gestaltung der Steuervorrichtung und bei der Vorrichtung zur Bildung der Knickfalte auf, die nicht genügend zuverlässig ist.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, welche einer Reihe bestimmter Bedingungen bzw. Forderungen gerecht wird. Es wird von der Erkenntnis ausgegangen, daß eine Vorrichtung, die diese Forderungen erfüllt, außerordentlich einfach in der Konstruktion und in bezug auf die Steuervorrichtung gestaltet werden kann und zuverlässig arbeitet. Die Forderungen sind im wesentlichen: 1. Die Vorrichtung soll eine sehr große Warenmenge aufnehmen.
  • 2. Sie soll ferner einen kontinuierlichen Arbeitsgang, d. h. einen völlig kontinuierlichen Zulauf und Ablauf der Warenbahn mit einer Geschwindigkeit, wie sie bei Kontinue-Anlagen üblich sind, ermöglichen.
  • 3. Es soll trotz der Bedingung zu 2 eine chemische oder Wärmebehandlung durchzuführen sein bei einer großen Verweilzeit, die durch den Behandlungsvorgang bestimmt ist.
  • 4. Ferner soll die weitergeführte Warenbahn jeweils in Doppellage während der Behandlungszeit gehalten werden, wobei die eine Warenbahn der Doppellage jeweils schon einer Vorbehandlung unterworfen war, während die andere Warenbahn erst frisch von außen zugeführt worden ist; um dies zu ermöglichen, ist also ein wechselweises Umwickeln der Warenbahnstücke erforderlich.
  • 5. Die Warenbahn soll während des gesamten Behandlungs-, Umwickel- und Fördervorganges stets so geführt und gehalten sein, daß praktisch keine schädlichen Zugspannungen in der Warenbahn auftreten.
  • 6. Die Vorrichtung soll außerdem völlig selbsttätig arbeiten.
  • 7. Der Bauaufwand, insbesondere derjenige der selbsttätig arbeitenden Steuereinrichtung (vgl. Punkt 6), soll möglichst gering gehalten werden.
  • B. Schließlich soll die zu verarbeitende Warenbahn ohne irgendwelche Verluststücke am Anfang oder am Ende der Bahn dem unter Punkt 3 geforderten Vorgang unterworfen werden können; dabei soll zur leichteren Handhabung und Zuführung der Warenbahn diese, angefangen von der vorderen Endkante bis zu der hinteren Endkante, durch die Vorrichtung hindurchgeleitet werden, d. h. ohne Knickbildung zu Anfang des Behandlungsvorganges.
  • Ausgehend von einer Vorrichtung, wobei die Textilgewebebahn auf jeder Wickelwalze jeweils in Doppellage aufgebracht wird und wobei die eine Lage bereits einem Behandlungsvorgang unterworfen ist, die andere dagegen von außen neu in den Behandlungsraum eingeführt wird, so daß jede Warenbahn dem Behandlungsvorgang zweimal unterliegt, und wobei schließlich eine selbsttätig arbeitende Steuereinrichtung zum Umkehren der Drehrichtung der beiden Wickelwalzen und zum wechselweisen Zuführen der Bahn zu der einen oder anderen Wickelwalze vorhanden ist, wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß durch die Kombination der nachfolgenden Merkmale gelöst, nämlich dadurch, daß die auf beweglichen Drehachsen gelagerten beiden Wickelwalzen ständig und unabhängig voneinander gegen eine drehbar in feststehenden Lagern gehaltene, mit gleichbleibender Drehzahl angetriebene Zubringerwalze gedrückt und damit angetrieben sind, daß die Berührungslinien zwischen den beiden Wickeln der Wickelwalzen einerseits und der Zubringerwalze andererseits symmetrisch zu der durch eine Führungswalze und die Zubringerwalze hindurchgehende Ebene angeordnet sind, so daß die Länge der Warenbahn, gerechnet von der Abhebelinie der Führungswalze bis zu den beiden Berührungslinien der Wickel mit der Zubringerwalze, praktisch gleich groß bleibt, daß ferner oberhalb der Zubringerwalze ein um diese schwenkbarer Doppelstab zum Bilden der Knickfalte auf einer Wickelwalze vorgesehen ist, wobei die Knickfalte unmittelbar nach der Bildung durch einen mit der Wickelwalze umlaufenden Anpreßstab an die Wickelwalze bis zum Bilden der ersten Windung angedrückt und dann der Anpreßstab in Ruhelage zurückgeführt wird, und daß die Vorgänge der Bildung der Knickfalte und der ersten Windung zusammen mit der Umkehr der Drehrichtung der Zubringerwalze selbsttätig, vorzugsweise elektrisch, steuerbar sind. Durch das wesentliche Merkmal; wonach die Länge der mit gleichbleibender Geschwindigkeit zugeführte Warenbahn zwischen den soeben definierten Linien während des gesamten Vorganges praktisch gleich groß bleibt, wird der erhebliche Vorteil erreicht, daß die Gewebebahn keinen ungewünschten Zugbeanspruchungen unterworfen wird.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen im Zusammenhang mit den entsprechenden Textstellen der Beschreibung.
  • In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer Darstellung wiedergegeben, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Gesamtvorrichtung, F i g. 2 bis 10 eine vereinfachte Darstellung der Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einzelnen wichtigen Stellungen, F i g. 11 bis 14 eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung der Bildung einer Schleife und Zuführung der Stoffbahn zu einem leeren Kein einer Wickelwalze und F .i g. 15 eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • Gemäß F i g. 1 wird die zu behandelnde Gewebebahn 1, welche beispielsweise aus einem Bleichbottich kommt, in einem Quetschwerk 2 abgequetscht ,und über eine Pendelwalze 3 zum Einlauf der erfindungsgemäßen, von einer Gehäusewand 4 allseitig umschlossenen Vorrichtung geführt. Die Pendelwalze 3 dient zum gleichmäßigen Spannen der Bahn sowie außerdem zum Ausgleich geringfügiger Unterschiede während des Durchlaufens des Gewebes. Am Einlauf der Vorrichtung ist eine Heizbatterie 5 mit einer Anzahl Heizröhren 6 vorgesehen, die zum Aufwärmen der Gewebebahn auf eine gewünschte Temperatur, die im Innern der Vorrichtung beispielsweise etwa 80' C betragen soll, dient. Wie man der F i g. 1 entnehmen kann, besitzt der Innenraum des Gehäuses 4 zwei zylindrische Kammern 7 und B. Diese Kammern sind ebenfalls zum größten Teil von Heizkörpern 9 umgeben, welche in Form eines Ringes angeordnet sind und mit dazu beitragen, daß die Gewebebahn die günstige, gewünschte Temperatur erhält, bei welcher der Behandlungsprozeß sehr wirkungsvoll abläuft.
  • In der Mitte zwischen den beiden zylindrischen Kammern, und zwar mit Vorteil in gewissem Abstand oberhalb der waagerechten Mittellinie der Kammern ist eine Zubringerwalze 10 in feststehenden Lagern angeordnet. Die Zubringerwalze ist mit einem Antrieb verbunden, welcher so angeordnet ist, daß er sowohl in beiden Drehrichtungen betrieben werden kann, als auch die Einschaltung einer normalen Drehzahl oder eines sogenannten Kriechganges erlaubt. In der weiter unten beschriebenen Weise wird die Gewebebahn abwechselnd von den beiden Wickelwalzen 11 und 12 aufgenommen. Die so entstehenden Wickel 13 und 14 werden unter gleichmäßigem Druck gegen die Zubringerwalze gepreßt und damit ihrerseits angetrieben, so daß sich ein besonderer Antrieb für die Wickelwalze erübrigt. Jede Wickelwalze ist an zwei seitlich angreifenden Armen 15 bzw. 16 pendelnd aufgehängt. Die Aufhängepunkte der Pendelarme 15 und 16 sind mit besonderem Vorteil räumlich so gewählt, daß von einer bestimmten Größe des Wickels an eine Gewichtskomponente entsteht, welche mit dazu beiträgt, daß der Wickel gegen die Zubringerwalze gepreßt wird.
  • An den Aufhängepunkten 17 und 18 ist je eine Einrichtung vorgesehen, welche zum gleichmäßigen Andrücken der Wickelwalze gegen die Zubringerwalze dient. Um die Zeichnung nicht zu verwirren, ist diese Einrichtung nicht dargestellt worden. Sie besteht beispielsweise aus einem pneumatisch arbeitenden Druckzylinder, dessen beweglicher Kolben über einen Hebelarm mit dem Pendelarm 15 bzw. 16 verbunden ist. An Stelle des Druckzylinders kann man auch eine Feder oder ein entsprechendes Gegengewicht angreifen lassen. Geringfügige Druckunterschiede, welche sich aus der Kraftkomponente in Tangentialrichtung zu der Kurve 19 aus dem jeweiligen Gewicht des Wickels ergeben können, spielen im allgemeinen keine Rolle, da auch der Schwerpunkt des Wickels, sobald dieser ein größeres Gewicht erhält, etwa unterhalb des Aufhängepunktes liegt. Wenn es aber darauf ankommt, eine vollkommen gleichmäßige Andrückkraft zu erzeugen, so kann man den Druckzylinder oder die Feder oder das Gegengewicht an dem äußeren Umfang einer entsprechend gestalteten Kurvenscheibe angreifen lassen, welche die Schwenkbewegung des Pendelarmes 15 bzw. 16 mitmacht. Die Wirkung der Kurvenscheibe beruht darin, daß der sich bildende Hebelarm zwischen dem Drehpunkt der Kurvenscheibe und dem jeweiligen Angriffspunkt des Druckerzeugers (Druckzylinder usw.) sich im umgekehrten Sinn ändert wie die Gewichtskomponente des Wickels, so daß sich eine vollkommen .gleichmäßige Andrückkraft ergibt.
  • Innerhalb des Gehäuses 4 sind zur Führung der Gewebebahn in feststehenden Lagern drehbar gehaltene Walzen 20 bis 22 vorgesehen. Die Führung der Bahn innerhalb des Gehäuses von Wickel zu Wickel wird weiter unten näher beschrieben werden. Nach Austritt der Gewebebahn durch eine schleusenartige Öffnung 23 wird das Gewebe einer weiteren Pendelwalze 24 sowie erneut einem Quetschwerk 25 zugeführt. Von hier aus geht die Gewebebahn weiter zur nächsten Behandlungseinrichtung, beispielsweise zu einem Waschbottich.
  • Im folgenden Teil sei die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung im einzelnen beschrieben: Bei Inbetriebnahme wird zunächst das freie Anfangsende der zu behandelnden Gewebebahn 1 durch die Heizbatterie 5 hindurchgezogen. Dies kann von einem nicht eingezeichneten Fenster aus in dem Gehäuse 4 oberhalb der Führungsrolle 20 leicht durchgeführt werden. Durch das Fenster kann man auch gut beobachten, daß die Gewebebahn nach Umlenken um die Führungswalze 20 den richtigen Weg durch den Spalt zwischen dem Doppelstab 26, 27 nimmt und sodann von der angetriebenen Zubringerwalze zu der Wickelwalze geführt wird. Auf weiter unten beschriebene Weise wird das Ende der Gewebebahn um die Wickelwalze herumgeleitet und somit die erste Windung gebildet. Die Zubringerwalze läßt man nunmehr so lange in Richtung des Pfeiles 28 gemäß F i g. 2 umlaufen, bis ein Wickel entsteht, welcher nahezu den halben Rauminhalt besitzt wie eine zylindrische Kammer 7 oder B. Dadurch, daß die Wickelwalze stets an der Zubringerwalze angepreßt ist, wird vermieden, daß irgendwelche Luftblasen eingeschlossen werden. Dies gilt auch für die nachfolgend beschriebenen Wickelvorgänge. In den F i g. 2 bis 10 ist die Gewebebahn der Deutlichkeit halber in Form einer Spirale gezeichnet. In Wirklichkeit liegen die einzelnen Lagen dicht aufeinander.
  • Sobald der Wickel die in F i g. 2 dargestellte Stellung bzw. die Größe der Kammer 7 (strichpunktierte Linie) erreicht hat, wird von Hand eÄn Kriechgang eingeschaltet, so daß sich die Zubringerwalze langsamer als im normalen Betrieb dreht. Für den Fall, daß die Vorrichtung gemäß F i g. 1 in Reihe mit anderen Behandlungsmaschinen aufgestellt ist, wird der Antrieb für die Zubringerwalze mit den Antrieben der anderen Maschinen durch elektrische Schaltung derart verbunden, daß der Kriechgang auch gleichzeitig bei allen anderen Maschinen eingeschaltet wird. Sodann wird der Antrieb für die Zubringerwalze kurzzeitig ausgeschaltet und der Doppelstab 26, 27 mittels eines Zahnradgetriebes in die in F i g. 3 eingezeichnete Stellung gebracht. Der Antrieb für die Zubringerwalze wird dann sofort wieder eingeschaltet, Jedoch nunmehr in umgekehrter Drehrichtung gemäß Richtung des Pfeiles 29. Das Stillsetzen der Zubringerwalze dauert nur außerordentlich kurze Zeit, so daß der in dieser Zeit im Kriechgang weitergeförderte GewebeÜberschuß auf der einen Seite und der Gewebemangel auf der anderen Seite ohne weiteres von den Pendelwalzen 3 und 24 aufgenommen werden können. Wie weiter unten noch näher beschrieben ist, bilden sich durch Wirkung des Doppelstabes 26, 27 unter Drehung der Zubringerwalze 10 ein Knick bzw. eine Schleife in der Gewebebahn. Die Schleife wird von einem auf der strichpunktierten Linie 30 mitlaufenden Anpreßstab 31 so lange auf der Wickelwalze 12 festgehalten, bis sich die zweite Lage Barüberlegt. Sobald der Anpreßstab seine Endstellung erreicht hat, betätigt er mechanisch einen Schalter, der seinerseits ein Zeitrelais einschaltet, welches nach kurzer Zeit den Antriebsmotor für den Anpreßstab in umgekehrter Richtung in Bewegung setzt, so daß der Starb seine Anfangsstellung wieder erreicht: Sobald die :ersten Windungen auf der Wickelwalze fest aufliegen, wird, zweckmäßig über einen Dreistufenwiderstand, die normale Betriebsdrehzahl eingeschaltet. Es bildet sich somit gemäß F i g. 4 ein Wikkel auf der Wickelwalze 12, welcher nahezu den gesamten Raum der zylindrischen Kammer 8 ausfüllt. Der Wickel setzt sich zusammen einmal aus dem Bahnstück, welches auf der Walze 11 aufgewickelt war, und zum anderen aus einem neuen Gewebestück gleicher Länge, welches über die Führungswalze 20 in den Behälter eingeführt wurde. Sobald das Anfangsende 40 der Gewebebahn aus der Andrückstelle zwischen Wickel 14 und der Zubringerwalze 10 heraustritt, wird es .gefaßt und über die Walzen 21 und 22 durch den Auslauf 23 (F i g. 1) nach außen hin geführt. Dieser Vorgang, d. h. das Lösen der letzten Windungen von der Wickelwalze 11, wurde ebenfalls wieder im Kriechgang vorgenommen. Von Hand wird anschließend der Antrieb für den Doppelstab 26, 27 betätigt, derart, daß sich eine neue Schleife 32 um die Wickelwalze 11 herumlegt. Auch hier ist ein Anpreßstab, wie er zu F i g. 3 unter dem Bezugszeichen 31 beschrieben worden ist, :erforderlich. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Vorrichtung von einem Bedienungsmann überwacht, und zweckmäßigerweise werden auch die :einzelnen Schaltvorgänge von Hand vorgenommen. Sodann kann auf völlig automatische Arbeitsweise umgeschaltet werden.
  • Gemäß F i g. 5 erfolgt nunmehr ein vollautomatisches Aufwickeln der doppelt liegenden Gewebebahn auf die Wickelwalze 11. Die Drehrichtung der Zubringerwalze wurde nach kurzzeitigem Stillstand gegenüber der Drehrichtung von F i g. 4 umgekehrt. Nach den ersten Windungen wird die normale Drehzahl wieder, wie oben beschrieben, eingeschaltet. Dieses Einschalten erfolgt wie alle nachfolgend beschriebenen Vorgänge völlig selbsttätig. Das Stück der Gewebebahn, welches sowohl auf der Wickelwalze 11 als auch auf der Walze 12 abgewickelt war, verläßt bei dem Abwickelvorgang von der Walze 12 gemäß F i g. 5 das Gehäuse der Vorrichtung. Das Stück der Gewebebahn, welches bei dem Vorgang gemäß F i g. 4 über die Führungswalze 20 neu zugeführt worden ist, wird zusammen mit einem neuen Gewebebahnstück 33 (F i g. 5) zum zweitenmal aufgewickelt.
  • In F :i g. 6 ist die Stellung wiedergegeben, in welcher der Wickel 13 auf der Wickelwalze 11 seinen größten Umfang erreicht hat und sich die letzte Windung 34 von der Wickelwalze 12 löst. Ein Testorgan oder eine Selenzelle tritt in Tätigkeit, sobald sich nur noch wenige Windungen auf der Walze 12 befinden, und zwar wird automatisch der Kriechgang eingeschaltet. Sobald sich die letzte Windung der Gewebebahn von der Wickelwalze 12 gelöst hat, wird die Zubringerwalze 10 zweckmäßig durch eine weitere Tastvorrichtung zum Stillstand gebracht und gemäß F i g. 7 der Doppelstab 26, 27 zur Wickelwalze 12 hinbewegt, so daß sich eine neue Schleife bildet. Nunmehr kann die Zubringerwalze in Richtung des Pfeiles 35 zunächst im Kriechgang und nach :einigen Windungen, wie oben beschrieben, auf normale Drehzahl gebracht werden. Dieser Vorgang kann sich nunmehr beliebig oft wiederholen.
  • F i g. 8 zeigt eine normale Betriebsstellung, in welcher einerseits die zu behandelnde Gewebebahn über die Führungswalze 20 frisch :zugeführt wird und andererseits die Bahn, die nacheinander zunächst auf der einen, dann auf der anderen Wickelwalze aufgewickelt war, über die Walzen 21 und 22 aus dem Gehäuse heraustritt. Durch die oben beschriebene Behandlungsweise wird somit erreicht, daß jedes Stück der Gewebebahn für die gleiche Zeitdauer in aufgewickeltem Zustand in dem Behandlungsbehälter :gewesen ist, wobei jeweils eine frischgetränkte Bahn zusammenliegend mit einem Bahnstück aufgewickelt wird, welches bereits dem halben Behandlungsprozeß unterworfen war.
  • Wenn die oben beschriebene Vorrichtung stillgesetzt werden soll oder wenn die Gewebebahn unterbrochen ist, so wird gemäß F i g. 9 das letzte Ende der Bahn auf der betreffenden Wickelwalze, z. B. Walze 12, aufgewickelt. Nachdem sich die Schleife 36 von der Wickelwalze 11 gelöst hat, wird im Kriechgang, wie oben beschrieben, nach kurzzeitigem Stillstand der Zubringerwalze 10 und Umkehr der Drehrichtung das letzte Ende der Gewebebahn erneut auf der Wickelwalze 11 aufgewickelt, so daß die Stellung gemäß F i g. 10 erreicht wird. Nach Einschalten des Kriechganges, erneuter Umkehr der Drehrichtung usw. wird sodann das letzte Gewebebahnstück aus der Vorrichtung herausgeführt, so daß also die Bahn von Anfang bis Ende stets dem gleichen Behandlungsvorgang unterworfen gewesen ist.
  • In den F i g. 11 bis 14 ist zeichnerisch näher erläutert, auf welche Weise nach dem Umschalten in der fortlaufenden Gewebebahn ein Knick bzw. eine Schleife gebildet wird und auf welche Weise diese Schleife auf die Wickelwalze aufgebracht wird. Die Wirkungsweise ist nach den obigen Erläuterungen aus der Zeichnung ohne Schwierigkeiten zu ersehen.
  • In F i .g. 15 ist eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wiedergegeben, und zwar sind hierbei die beiden Wickelwalzen 37 und 38 in einer waagerechten Ebene, welche vorzugsweise durch den Mittelpunkt der Zuführwalze 39 geht, angeordnet. Beide Wickelwalzen sind durch eine nicht gezeichnete Andrüokvorrichtung, die ebenfalls mittels pneumatischer Zylinder, Federn, Gegengewichten od. dgl. arbeitet, gegen die Zubringerwalze gepreßt. Bei dieser Vorrichtung ergibt sich der Vorteil, daß sich irgendwelche Gewichtskomponenten aus dem Gewicht der Wickel nicht auf die Andrückkiäfte zwischen Wickel- und Zubringerwalze auswirken können.
  • Es ist ferner möglich, die seitlichen Lager der beiden Wickelwalzen auf je einer schiefen Ebene verschiebbar anzuordnen und mit Hilfe von Gegengewichten, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Kurvenscheiben, die Wickel mit gleichmäßigem Druck gegen die Zubringerwalze zu pressen.
  • Die oben beschriebenen Vorrichtungen können erfindungsgemäß nicht nur im Rahmen eines Bleichprozesses, sondern. auch zum Entsahlichten oder für weitere Wärmebehandlungen verwendet werden, bei welchen es darauf ankommt, daß die Gewebebahn eine ganz.bestimmte Zeit lang der Behandlungswirkung ausgesetzt sein muß.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textllgewebebahnen, auf zwei Wikkelwalzen eines Wickelspeichers zwecks Durchführung einer chemischen oder Wärmebehandlung, wobei die Gewebebahn auf jeder Wickelwalze jeweils in Doppellage aufgebracht wird und wobei die eine Lage bereits einem Behandlungsvorgang unterworfen worden ist, die andere dagegen von außen neu in den Behandlungsraum eingeführt wird, so daß jede Warenbahn dem Behandlungsvorgang zweimal unterliegt, und wobei schließlich eine selbsttätig arbeitende Steuereinrichtung zum Umkehren der Drehrichtung der beiden Wickelwalzen und zum wechselweisen Zuführen der Bahn zu der einen oder anderen Wickelwalze vorhanden ist, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die auf beweglichen Drehachsen gelagerten beiden Wickelwalzen (11, 12) ständig und unabhängig voneinander gegen eine drehbar in feststehenden Lagern gehaltene, mit gleichbleibender Drehzahl angetriebene Zubringerwalze (10) gedrückt und damit angetrieben sind, daß die Berührungslinien zwischen den beiden Wickeln (13, 14) der Wickelwalzen (11, 12) einerseits und der Zubringerwalze (10), andererseits symmetrisch zu der durch eine Führungswalze (20) und die Zubringerwalze (10) hindurchgehenden Ebene angeordnet sind, so daß die Länge der Warenbahn, gerechnet von der Abhebelinie der Führungswalze (20) bis zu den beiden Berührungslinien der Wikkel mit der Zubringerwalze (10), praktisch gleich groß bleibt, daß ferner oberhalb der Zubringerwalze (10) ein um diese schwenkbarer Doppelstab (26, 27) zum Bilden der Knickfalte auf einer Wickelwalze vorgesehen ist, wobei die Knickfalte unmittelbar nach der Bildung durch einen mit der Wickelwalze umlaufenden Anpreßstab (31) an die Wickelwalze bis zum Bilden der ersten Windung angedrückt und dann der Anpreßstab in Ruhelage zurückgeführt wird, und daß die Vorgänge der Bildung der Knickfalte und der ersten Windung zusammen mit der Umkehr der Drehrichtung der Zubringerwalze (10) selbsttätig, vorzugsweise elektrisch, steuerbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wickelwalze (11, 12) an seitlich der Zubringerwalze (10) angeordneten Pendelarmen (15, 16) schwenkbar aufgehängt ist und daß eine Einrichtung zum gleichmäßigen Andrücken, beispielsweise eine Feder, für jede Wikkelwalze an die Zubringerwalze vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß um jede Wickelwalze vorzugsweise auf einer zylindrischen Fläche, deren Kreisdurchmesser größer als der größte Durchmesser des Wickels gewählt ist, Heizkörper angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Gleichschaltung des Druckes jedes Wickels (13, 14) an der Zubringerwalze (10) Kurvenscheiben vorgesehen sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, daduch gekennzeichnet, daß die Wickelwalzen waagerecht verschiebbar angeordnet und mittels einer Andrückeinrichtung mit gleichmäßigem Druck gegen die Zubringerwalze drückbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1004 130, 1016 225; deutsche Patentschriften Nr. 964 946, 945 231, 675 879, 184 424. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1076 067, 1074 539.
DER23733A 1958-07-22 1958-07-22 Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen Pending DE1163282B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER23733A DE1163282B (de) 1958-07-22 1958-07-22 Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER23733A DE1163282B (de) 1958-07-22 1958-07-22 Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1163282B true DE1163282B (de) 1964-02-20

Family

ID=7401488

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER23733A Pending DE1163282B (de) 1958-07-22 1958-07-22 Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1163282B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0495170A1 (de) * 1991-01-18 1992-07-22 A. Monforts GmbH & Co Pad-Batch-Vorrichtung

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE184424C (de) *
DE675879C (de) * 1937-10-12 1939-05-20 Carl Richard Merten Jigger mit Breithaltern
DE945231C (de) * 1951-12-07 1956-07-05 Benteler Werke Ag Verfahren zum kontinuierlichen Speichern bzw. Durchlaufen von glatten, ausgebreiteten Warenbahnen im Wickelsystem
DE1004130B (de) * 1954-01-20 1957-03-14 Benteler Werke Ag Vorrichtung zum Steuern der Gewebebahnen bei Wickelsystemen in Wickelspeichern mittels auf den Wickeln laufender, an Hebelarmen auf Wellen drehbar gelagerter Fuehlrollen
DE964946C (de) * 1952-04-16 1957-05-29 Kerag Kesselschmiede App Und M Gewebe-Breitfaerbemaschine
DE1016225B (de) * 1954-01-20 1957-09-26 Benteler Werke Ag Vorrichtung zum Steuern der Gewebespannung bei Wickelsystemen mit fortlaufender Warenbahn
DE1074539B (de) * 1960-02-04 Benteler-Werke Aktiengesellschaft, Bielefeld Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Speichern bzw. Durchlaufen von glatten, ausgebreiteten Warenbahnen in einem gescnlossenen Wickelsystem
DE1076067B (de) * 1956-02-14 1960-02-25 Flaxal Products Ltd Vorrichtung zum Behandeln von Textil- oder Kunststoffbahnen

Patent Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE184424C (de) *
DE1074539B (de) * 1960-02-04 Benteler-Werke Aktiengesellschaft, Bielefeld Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Speichern bzw. Durchlaufen von glatten, ausgebreiteten Warenbahnen in einem gescnlossenen Wickelsystem
DE675879C (de) * 1937-10-12 1939-05-20 Carl Richard Merten Jigger mit Breithaltern
DE945231C (de) * 1951-12-07 1956-07-05 Benteler Werke Ag Verfahren zum kontinuierlichen Speichern bzw. Durchlaufen von glatten, ausgebreiteten Warenbahnen im Wickelsystem
DE964946C (de) * 1952-04-16 1957-05-29 Kerag Kesselschmiede App Und M Gewebe-Breitfaerbemaschine
DE1004130B (de) * 1954-01-20 1957-03-14 Benteler Werke Ag Vorrichtung zum Steuern der Gewebebahnen bei Wickelsystemen in Wickelspeichern mittels auf den Wickeln laufender, an Hebelarmen auf Wellen drehbar gelagerter Fuehlrollen
DE1016225B (de) * 1954-01-20 1957-09-26 Benteler Werke Ag Vorrichtung zum Steuern der Gewebespannung bei Wickelsystemen mit fortlaufender Warenbahn
DE1076067B (de) * 1956-02-14 1960-02-25 Flaxal Products Ltd Vorrichtung zum Behandeln von Textil- oder Kunststoffbahnen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0495170A1 (de) * 1991-01-18 1992-07-22 A. Monforts GmbH & Co Pad-Batch-Vorrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0132727B1 (de) Vorrichtung zum automatischen Schneiden und Aufwickeln von Warenbahnen
DE910754C (de) Wickelvorrichtung fuer Textilmaschinen
DE1610940A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Garnbehandlung
DE932546C (de) Vorrichtung zum fortlaufenden Foerdern von Stofflaengen in Faserband-, Seil- oder aehnlicher Form
CH680560A5 (de)
DE1247910B (de) Vorrichtung zum Ablegen eines Faserstranges oder eines Faserbandes in einem Behaelter
DE3805267C2 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Dekatieren von Geweben in einem Druckkessel (Autoklaven)
DE3016911C2 (de) Vorrichtung zum Aufwickeln von Warenbahnen zu Rollen
DE2616539B2 (de) Vorrichtung zur Naßbehandlung von strangförmigem Textilgut
DE1460603B1 (de) Dämpfvorrichtung für mit Behandlungsflotte imprägnierte, laufende Textilbahnen
DE1163282B (de) Vorrichtung zum wechselweisen Aufwickeln von kontinuierlich durchlaufenden Warenbahnen, insbesondere Textilgewebebahnen
DE2219411B2 (de) Stoff-Zuführvorrichtung für Auslegemaschinen
DE2109795A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Fertigstellen von Reißverschlußbändern und anderen schmalen Geweben
EP0582210A1 (de) Unterflotten-Quetschwerk
DE2113959A1 (de) Vorrichtung zum Behandeln von Stoffstraengen mit Fluden
DE2619954A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen behandlung einer bandoder drahtfoermigen materialbahn
DE2055737A1 (de) Waren Aufwickelvorrichtung fur einen Webstuhl
CH635149A5 (de) Daempfer zum behandeln einer kontinuierlich durchlaufenden textilbahn, die in ihm waehrend einer bestimmten verweilzeit der einwirkung von reaktionsmitteln ausgesetzt wird.
DE899489C (de) Verfahren und Einrichtung zum spannungsfreien Fortbewegen von strangfoermigem Gut, insbesondere Textilgut, beim Behandeln mit Fluessigkeiten
DE1779437C3 (de) Vorrichtung zum Zuliefern von fortlaufenden Reifengewebebahnen zu einer Schrägschneidemaschine
CH386201A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abziehen von Garn aus Garnkörpern
DE1809301A1 (de) Vorrichtung zur Zwirnung mit Hilfe von Reibung
DE4008870A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen behandlung eines leichten, lockeren gewebes oder gewirkes oder eines aehnlichen gutes sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE1943888A1 (de) Zweiwalzensteigdockenwickler
DE3005284C2 (de)