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DE1160729B - Vorrichtung zur Ausloeseverzoegerung fuer fotografische Verschluesse - Google Patents

Vorrichtung zur Ausloeseverzoegerung fuer fotografische Verschluesse

Info

Publication number
DE1160729B
DE1160729B DEA38482A DEA0038482A DE1160729B DE 1160729 B DE1160729 B DE 1160729B DE A38482 A DEA38482 A DE A38482A DE A0038482 A DEA0038482 A DE A0038482A DE 1160729 B DE1160729 B DE 1160729B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
release
triggering
delay according
actuating handle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA38482A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Gerd Kiper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
Priority to DEA38482A priority Critical patent/DE1160729B/de
Publication of DE1160729B publication Critical patent/DE1160729B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/58Means for varying duration of "open" period of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Auslöseverzögerung für fotografische Verschlüsse Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Auslöseverzögerung für fotografische Verschlüsse. Es sind bereits Vorlaufwerkanordnungen für fotografische Verschlüsse bekanntgeworden. Diese Vorlaufwerke hindern in gespanntem Zustand das Verschlußantriebsorgan oder den Sektorenantriebsring am Ablauf, wenn das Verschlußantriebsorgan oder der Sektorenring durch den Kameraauslöser bereits freigegeben ist, und geben das Verschlußan-triebsorgan oder den Sektorenring erst frei, wenn sie hinreichend weit abgelaufen sind. Bekanntlich kann dieser übliche Funktionsablauf leicht zu einer geringen Voröffnung der Verschlußsektoren führen. In Automatik-Kameras muß die automatische Einsteuerung der Belichtungswerte, z. B. von Blende und Zeit, durch die Kamerabetätigung so erfolgen, daß im Augenblick des öffnungsbeginns der Verschlußsektoren die dem gemessenen Belichtungswert zugeordneten Werte von Blende und Zeit unveränderbar eingestellt sind. Es ist nun bereits bekannt, ein durch die Kameraauslösung freigegebenes gesondertes Stellorgan, z. B. einen Einstellring, über einen vorgeschriebenen Gesamtbereich ablaufen zu lassen und mittels diesem Blende und/oder Zeit in durch den - ge messenen Belichtungswert vorbestimmte Lagen zu überführen. Dabei muß das Stellergan in seiner Ab- laufbewegung durch beispielsweise eine Ankerhemmung- gegen zu starke Beschleunigungen gehemmt werden, damit störende dynamische Rückwirkungen auf Blenden- und/oder Zeitsteuerung vermieden werden. Das Stellorgan muß einen eigenen Antrieb, z. B. eine Feder, aufweisen. Wegen der Notwendigkeit, Blende und/oder Zeit durch die Ablaufbewegung in geeigneter Weise zu beeinflussen, werden größere Federkräfte erforderlich. Beim Spannen des Verschlusses ist das Stellorgan gleichzeitig mit in seine Ausgangsstellung gegen die Wirkung seiner Antriebsfeder zu bewegen, wodurch sich beträchtliche Spannmomente ergeben. Abgesehen von dem unmittelbaren verschlußseitigen Aufwand macht dies auch kameraseitig höhere Aufwendungen erforderlich. Bei der Verschlußauslösung werden entweder der eigentliche Sektorenantriebsmechanismus und das Stellorgan für Blende und/oder Zeit gemeinsam freigegeben, oder aber es wird zunächst das Stellorgan freigegeben, welches seinerseits am Ende seiner Ablaufbewegung den Sektorenantriebsmechanismus freisetzt. Im ersten Fall ist es notwendig, den Sektorenantriebsmechan,smus über einen Verzögerungsmechanismus in Art eines Vorlaufwerkes so lange an seinem tatsächlichen Ablauf zu hindern, bis das Stellorgan seine Ablaufbewegung beendet hat. Eine mögliche Anordnung dieser Art weist somit den Nachteil auf, daß für den Sektorenantriebsmechanismus eine einem Vorlaufwerk ähnliche Anoirdnung vorgesehen werden muß. Eine andere mögliche Anordnung weist dagegen den Nachteil auf, daß das verzögert ablaufende Stellorgan am Ende seiner Ablaufbewegung noch ausreichende Kraftreserven für die Auslösung des Sektorenantriebsmechanismus besitzen muß, was bedeutet, daß insgesamt große Antriebskräfte und zugehörige große Massen für die Ablaufhemmung benötigt werden. Bekannt ist weiterhin, bei einer Kamera die Einsteuerung der Blenden- und/oder Zeitwerte in Ab- hängigkeit von der Bewegung der Betätigungstaste der Kamera erfolgen zu lassen und an deren Ende den Sektorenantriebsmechanismus auszulösen. Diese Anordnung kommt zwar mit einem geringeren Aufwand als die vorgenannten Anordnungen aus; sie weist indessen den Nachteil auf, daß bei sehr schneller Kameraauslösung die Freigabe des Sektorenantriebsmechanismus erfolgen kann, bevor Blende und/oder Zeit eindeutig in die dem gemessenen Belichtungswert zugeordneten Lagen gebracht sind.
  • Es sind auch Anordnungen bekannt, bei denen ein den Verschluß am Ablauf hindernder bzw. zum Ab- lauf freisetzender Hebel vorgesehen ist, der sowohl mit einer Betätigungshandhabe zusammenwirkt als auch mit einem Massehemmwerk kuppelbar ist. Bei diesen Anordnungen ist jedoch keine feste Kupplung zwischen der Betätigungshandhabe und dem Hebel vorhanden, so daß die Betätigungshandhabe je nach Einstellung des Vorlaufwerkes mittels eines zusätzlichcn Stellgliedes, z. B. eines Nockens, unterschiedlich zugestellt werden muß. Das Vorlaufwerk muß dabei jedesmal über eine eigene Handhabe gespannt werden, so daß diese Anordnungen für einen bei jeder Aufnahme stattfindenden Vorlauf bei Kameras mit automatischer Belichtungsregelvorrichtung unbrauchbar sind. Außerdem sind bei diesen Anordnungen keine unterschiedlichen, irei vorwählbaren Vorlaufzeiten erzielbar. Schließlich sind diese Anordnungen aber auch noch teilemäßig aufwendiger als die erfindungsgemäße Vorrichtung.
  • Die Erfindung geht nun aus von einem Verschluß mit Vorlaufwerk der zuletzt genannten Art, wobei zur Vermeidung der Nachteile der bekannten Anordnungen gemäß der Erfindung vorgeschlagen wird, daß der Hebel mit der Betätia n-shandhabe durch Cu C die Hemmwerkantriebsfeder gekuppelt ist, wobei die Hemmwerkantriebsfeder das Bestreben hat, den Hebel einer Auslösebewegung der Betätigungshand-C habe nachfolgen zu lassen, wodurch der Verschlußantrieb entsperrbar ist. Konstruktiv besonders einfach läßt sich der erfindungsgemäße Gegenstand ausgestalten, wenn die Betätigungshandhabe als Hebel ausgebildet ist und wenn beide Hebel auf einer gemeinsamen Achse gelagert sind, wobei die Betätigungshandhabe unter der Wirkung einer Rückstellfeder steht. Für die Verbindung zwischen Hemmwerk und Hebel aibt es verschiedene Möglichkeiten. Wegen C der konstruktiven Einfachheit kann es vorteilhaft sein, wenn der Hebel über eine Stift-Schlitz-Verbindung mit dem Massehemmwerk im Eingriff steht. Aufwendiger, aber bezüglich der zu erzielenden Ab- laufwinkel des letzten Hemmwerkrades günstiger ist es, wenn der Hebel mittels eines Zahnsegmentes mit einem Zahnrad des Massehemmwerkes im Eingriff steht. Ein völlige Abschaltbarkeit des Massehemmwerkes ist jedoch am einfachsten zu erzielen, wenn ein Stift des Hebels mit einer Steuerkante des Hemmwerkrades in Eingriff bringbar ist. Weiterhin ist es zweckmäßig, daß ein Sperrhebel vorgesehen ist zur Sperrung der Betätigungshandhabe in der ausgelösten Stellung nach Freigabe durch den Benutzer, wobei der Sperrhebel durch ein ablaufendes Verschlußteil aus der Sperrstellung der Betätigungshandhabe aushebbar ist. Für die Zu- bzw. Abschaltbarkeit von Henimassen ist es günstige wenn die zuschaltbaren Hemmassen auf einem schwenkbaren Hebel gelagert sind und wenn dieser schwenkbare Hebel bei Stellung auf »Vorlauf« dem Sperrhebel unter Federwirkung nachfolat und dabei mit dem Hebel mittelbar über C Zahnräder gekuppelt wird, wogegen der schwenk-bare Hebel bei Stellung auf »ohne Vorlauf« durch einen Vorlaufwerkelnstellhebel gehindert wird. dem Sperrhebel nachzufolgen.
  • Die Vorrichtung zur Auslöseverzögerung kann als in wirksame und unwirksame Stellungen überführbares Vorlaufwerk für Selbstaufnahmen dienen. Bei Kameras mit automatischer Belichtungswerteinstellung kann die Betätigungshandhabe durch eine die Einsteuerung der Belichtungswerte verursachende C Handhabe auslösbar sein, wobei dann die minimal zuschaltbaren Hemmassen die Freiaabe des Ver-C schlußantriebes durch den Hebel gegenüber der Betätigung der Betätigungshandhabe um die zur Einsteuerung der Belichtungswerte erforderliche Zeit verzögern.
  • Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt 1 F i -. 1 ein erfindungsgemäßes Massehemmwerk in tr C Anwendung auf eine foto'-rafische Kamera mit Belichtungsregelvorrichtung C ce Fi--,1. 2 ein erfindunascemäßes Massehemmwerk Verwendung als Vorlaufwerk mit Selbstaus-löser, F i o,. 3 ein erfindungsaemäßes Massehemmwerk für eine fotoorafisch%- Kam,2ra mit Belichtungsregelvorrichtung und Vorlaufwerk.
  • In F i 1-. 1. ist eine foto-rafische Kanier,-a mit 1, ein Belichtungsmeßinstrtiment mit 2, dessen Zeiger mit 3 ein an sich bekannter, der Kamerabctäti-unYshandhabe 4 krafuzchlüssh, michlaufender Abtastschieber für den Zeiger 3 mit 5 upd ein dem Abtastschieber 5 kraftschlüssie, nachfol-ender Automatik-Steuerring mit 6 bezeichnet. über den Aut#3matik--Stetierrin- 6 wzrden in ebenfalls bekannter Weise entsprechend der Stellun- des Zeigers 3 Blende und/oder Belichtungszeit bei Betätigung der Bet*#itilun-.Shandhabe 4 automatisch eingestellt. Hierbei kann der Automatik-Steuerring 6 beispielsweise Steuerstifte (-, a für die Blendenlamellen 7 und eine Zeitsteuerkw-ve 8 tragen.
  • Bei den bekannten Anordnun-en dieser Art kann es nun vorkommen, daß der Kameraverschhiß bei zu schnellem Drücken der Betätigunashandhabe 4 bereits aus-elöst wird, ehe die Belichtungszeit und die Blende ordnungsgemäß eingestellt sind. Um dies zu vermeiden, ist nun gemäß der Erfindung ein Hebel 9 um die im Gehäuse 10 des Kameraverschlusses angeordnete Achse 11 drehbar -elagert. Dieser Hebel 9 steht unter der Wirkun- einer Feder 12. Gleichachsig zum Hebel 9 ist ein weiterer Hebel 13 anaeordnet. C Der Hebel 13 ist durch die Feder 14 mit dem Hebel 9 verspannt, wobei ein Lappen 13a in der Ausgangsstellung des Verschlusses am Hebel 9 anliegt und eine Nase 13 b im Ablaufwe2 des Sektorenantriebsringes 15 angeordnet ist. Ein Stift 13 c des Hebels 13 greift in einen Schlitz 16a eines Hemmwerkrades 16, das einen Teil eines Massehemmwerkes 16 bis 19 bildet, ein.
  • Wird nun die Betätiaunashandhabe 4 in Richtung des Pfeiles20 abgedrückt, so wird nicht nur die Belichtungsregelung über die Getriebeteile 3, 5, 6 vorgenommen.. sondern es wird auch der Hebel 9 entgegen der Wirkung der Feder 12 um seine Achse 11 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. wobei die Feder 14 im Sinn einer Spannung beeinflußt wird. Infolge dieser Spannung der Feder 14 folgt der Lappen 13 a der Bewegung des Hebels 9 nach. wobei der Hebel 13 mit seinem Lappen 13 b aus der Sperrstellung des Sektorenantriebsringes 15 gedreht wird, so daß der Verschluß zum Ablauf frei(Tegeben wird. Diese Nachlaufbewegung des Hebels 13 ist jedoch nur unter überwindung der Massehemmung des Hemmwerkes 16 bis 19, d. h. unter Drehung der entsprechenden Zahnräder, möglich. Dies hat zur Folge, daß bei zu hastigem Durchdrücken der Betätigungshandhabe 4 die Verschlußauslösung nicht C mit der gleichen Hast erfol t. weil sich der Lappen ig 13 a vorübergehend vom Hebel 9 abheben kann, bis nach überwindung der Masschemmung der Lappen 13a wieder am Hebel 9 anliee und -leichzeitig der Verschluß zum Ablauf freigegeben wird. Der Zeitraum zwischen der Betätigung der Betätigung hand-C -- --S habe 4 und der Verschlußauslö3ung durch den Heb21 13 ist ausreichend, um atich bei zu rasch,-m Drücken der Betätig ngshandhab,- 4 eine sichere Einsteuerung u C der Belichtunasfaktoren zu crewährleisten. Wird da-C Cun-shandhabe 4 lan-Sam und zülgI*cr gegen die Betätig durch-edrückt, so kann der Hebel 13 bzw. dessen C Lappen 13a selbst unter i-"berwindupir der Masse-C hemmung unmittelbar dem Hebel 9 nachfolgen, so daß bei zügigem Betätigen der Betätigungshandhabe 4 durch den Hebel 13 und das Massehem-inwerk 16 bis 19 keine Auslöseverzögerung eintritt. Diese ist bei zügigem Drücken der Betätigungshandhab-- 4 auch nicht nötig, da es dabei ohne-hin nicht vorkommen kann, daß der Verschluß vor der Einsteuerung der Belichtungsfaktoren ausgelöst wird.
  • Diese Hemmwerkanordnung ist aber nicht nur zur Auslöseverzögerung bei Kameras mit automatischer Belichtungsregelvorrichtung günstig anwendbar, sondern sie kann auch als Vorlaufwerk für Selbstauslösung Verwendung finden. Eine derartige Anwendung ist in F i g. 2 gezeigt. Der Antrieb für die nicht gezeichneten Verschlußsektoren besteht hierbei aus einem beim Verschlußablauf in einer Richtung umlaufenden Antriebsorgan 123, dessen Bewegung über eine Schubstange 124, 125, 126 auf den Sektorenantriebsring 11.5 übertragen wird. Die Spannvorrichtung für das Antriebsorgan 123 ist an sich bekannt und daher der übersichtlichkeit halber nicht dargestellt worden. In der Zeichnung befindet sich der Verschluß in der gespannten, nicht ausgelösten Stellung bei eingeschaltetem Vorlaufwerk. Wird nun der Betätigungshebel 109 in Richtung des Pfeiles 135 um seine Achse 111 vom Gehäuseanschlag 110d zum Gehäuseanschlag 110 c bewegt, so kann zunächst die Nase 132a des um die Achse 133 drehbaren Hebels 132 unter der Wirkung der Feder 134 hinter die Ausnehmung 109a einfallen. Damit ist der Hebel 109 gegen Zurückgehen in seine Ausgangslage beim Loslassen durch den Bedienenden gesichert. Der Hebel 113 ist über die Feder 114 wieder mit dem Hebel 109 vz--spannt, so daß er der Auslösebewegung des Hebels 109 nachzufolgen bestrebt ist. Dies ist jedoch nur unter überwindung der Massehemmung des Hemmwerkes 116 bis 118 möglich, da der Stift 113 d mit dem Zanhrad 116 des Massehemmwerkes über die Kante 117a des Rades 117 im Eingriff steht. Bei der dadurch gehemmt erfolgenden Drehbewegung des Hebels 113 gleitet gegen Ende dieser Bewegung die Nase 113 b von der Kante 123 a des Antriebsorgans 123 ab, so daß der Verschlußablauf erfolgen kann. Gegen Ende der Verschlußablaufbewegung trifft die Kante 123 a auf den Hebel 132 und dreht ihn hinter der Ausnehmung 109 a weg. Dadurch kann nun der Hebel 109 und damit der Hebel 113 unter der Wirkung der Feder 112 in seine Ausgangslage zurückkehren, wobei der Lappen 113 a wieder am Hebel 1.09 anliegt. Zur Einstellung des Vorlaufwerkes ist ein mit dem Rad 117 fest verbundener Einstellhebel 128 vorgesehen, dessen Kerbe 128a in eine Raste 129 einrasten kann. In der Stellung, in welcher die Kerbe 128a mit der Raste 129 verrastet ist, ist das Vorlaufwerk ausgeschaltet, wobei die Kante 117a aus dem Bewegungsbereich des Stiftes 113 d entfernt ist. Die Ablaufzeit des Hebels 113 bei Verschlußauslösung bis zur Freigabe des Antriebsorgans 123 ist damit so gering, daß von einem Vorlauf vor Verschlußauslösung praktisch nicht mehr gesprochen werden kann.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung nach F i g. 3 ist im wesentlichen dieselbe wie die nach F i g. 2. Nur ist bei dieser Ausgestaltung das Massehemmwerk in zwei Gruppen unterteilt und steht über das Zahnrad 116 mit dem Zahnsegment 113 c im Eingriff. Der Vorlaufwerkeinstellhebel 140, der um die Achse 141 schwenkbar ist, ist in der Vorlaufstellung durch die Kerbe 1.40a mit dem federnden Stift 142 verrastet. Die Hemmwerkteile 118 bis 122 sind auf dem schwenkbaren Hebel 143, der unter der Wirkung einer Feder 144 steht, gelagert. Wird nun der Hebel 109 in Richtung des Pfeiles 135 bis zum Anschlag 110 c bewegt, so kann die Nase 132 a in die Ausnehmung 109 a einfallen und dadurch den Hebel 109 verrasten; gleichzeitig kann aber auch das Ende 143a des Hebels 143 dem Ende 132b des Hebels 132 nachfolgen unter der Wirkung der Feder 144, so daß damit die Hemmwerkteile 118 bis 122 mit dem Hemmwerkrad 117 in Eingriff gelangen. Zur Freigabe des Antriebsorgans 123 durch den Hebel 113 muß also das gesamte Hemmwerk 116 bis 122 ablaufen. Soll dagegen keine merkliche Auslöseverzögerung stattfinden, sondern lediglich die in Fig. 1 gezeigte Auslöseverzögerung zur Gewährleistung einer sicheren Einstellung der Belichtungsfaktoren bei zu raschem Drücken der Auslösehandhabe 109 erzielt werden, so wird der Hebel 140 in eine Stellung gebracht, in welcher die Kerbe 140b mit dem federnden Stift 142 verrastet ist. Wird nun der Hebel 109 im Sinn des Pfeiles 135 betätigt, so kann zwar wieder die Nase 132a in die Ausnehmung 109a einfallen. Der Hebel 143 trifft jedoch auf die Nase 140 c, so daß nun die Hemmwerkgruppe 118 bis 122 dem Rad 117 nicht zugeschaltet ist. Die Hemmwirkung bis zur Freigabe des Antriebsorgans 123 ist also nur gering und gerade ausreichend, um die Verschlußauslösung bei zu raschem Drücken des Auslösers 109 bis zur Einstellung der Belichtungsfaktoren zu verzögern. Bei langsamem Durchdrücken des Auslösers 109 erfolgt hierbei wiederum keine Auslöseverzögerung. Schließlich wird noch darauf hingewiesen, daß bei den Anordnungen nach den F i g. 2 und 3 das Vorlaufwerk beliebig bei gespanntem und ungespanntem Verschluß ein- und ausgeschaltet werden kann.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann z. B. der Hebel 13 bzw. 113 statt mit dem Sektorenantriebsring 15 oder einem beim Verschlußablauf in einer Drehrichtung bewegten Antriebsorgan 123 auch mit einem beliebig anders ausgestalteten Teil eines Verschlußantriebes zusammenwirken. Ebenso ist die Anbringung des erfindungsgemäßen Hemmwerkmechanismus an Schlitzverschlüssen möglich. Aber auch an Zentralverschlüssen mit zwei beim Verschlußablauf gleichsinnig, aber zeitlich verschieden bewegten Sektorenringen ist die Anbringung der erfindungsgemäßen Hemmwerkanordnung sinnvoll, wobei der Hebel 13 bzw. 113 zweckmäßigerweise mit dem die öffnung der Sektoren bewirkenden Sektorenring zusammenwirken soll. Auch das Zusammenwirken zwischen dem Hebel 113 und den Hemmmassen kann, wie in den Figuren bereits gezeigt wurde, auf verschiedene Weise erfolgen. Gegenüber bekannten Anordnungen konventioneller Kameras mit Verschlüssen und Vorlaufwerk ergibt sich also durch die Erfindung die Möglichkeit, in einfacher Weise eine Auslöseverzögerung zu erzielen, ohne, daß das Verschlußantriebswerk freigesetzt und unmittelbar nach dem Loslaufen wieder gefangen werden muß, bis es nach Ablauf des Vorlaufwerkes erneut freigegeben wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung für fotografische Verschlüsse, bei welcher ein den Verschluß am Ablauf hindernder bzw. zum Ab- lauf freisetzender Hebel vorgesehen ist, der sowohl mit einer Betätigungshandhabe zusammenwirkt als auch mit einem Massehemmwerk kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (13; 113) mit der Betätigungshandhabe (9; 109) durch die Hemmwerkantriebsfeder (14; 114) gekuppelt ist, wobei die Hemmwerkantriebsfeder (14; 114) das Bestreben hat, den Hebel (13; 113) einer Auslösebewegung der Betätigungshandhabe (9; 109) nachfolgen zu lassen, wodurch der Verschlußantrieb entsperrbar ist.
  2. 2. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungshandhabe (9; 109) als Hebel ausgebildet ist und daß beide Hebel (9, 13; 109, 113) auf einer gemeinsamen Achse (11; 111) gelagert sind. . 3. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungshandhabe (9; 109) unter der Wirkung einer Rückstellfeder (12; 112) steht. 4. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (13) über eine Stift-Schlitz#Verbindung (13e, 16a) mit dem Massehemmwerk (16 bis 19) im Eingriff steht. 5. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (113) mittels eines Zahnsegmentes (113c) mit einem Zahnrad (116) des Massehemmwerkes (116 bis 122) im Eingriff steht. 6. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stift (113 d) des Hebels (113) mit einer Steuerkante (117a) eines Hemmwerkrades (117) in Eingriff bringbar ist. 7. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch Cre , kennzeichnet, daß die Zeit der Auslöseverzögerung durch zuschaltbare Hemmassen (118 bis 122) veränderbar ist. 8. Vorrichtung zur Auslöseverzögerunc", nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet -. daß ein Sperrhebel (132) vorgesehen ist zur Sperrung der Betätigungshandhabe (1.09) in der ausgelösten Stellung nach Freigabe durch den Benutzer. 9. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (10) durch ein ablaufendes Verschlußteil (123a) aus der Sperrstellung der Betätigungshandhabe (109) aushebbar ist. 10. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zuschaltbaren Hemmassen (118 bis 122) auf einem schwenkbaren Hebel (143) gelagert sind und daß dieser schwenkbare Hebel (143) bei Stellung auf »Vorlauf« dem Sperrhebel (132) unter Federwirkung nachfolgt und dabei mit dem Hebel (113) mittelbar über Räder (117, 118) gekuppelt wird. 11. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Hebel (143) bei Stellung auf »ohne Vorlauf« durch einen Vorlaufwerkeinstellhebel (140) gehindert wird, dem Sperrhebel (132) nachzufolgen. 12. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Massehemmwerk (116 bis 118) dadurch in eine unwirksame Lage überführbar ist, daß seine Steuerkante (117a) aus dem Bewegungsbereich des Stiftes (113a) drehbar ist. 13. Vorrichtung zur Auslöseverzögerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche -, dadurch gekennzeichnet, daß sie als in wirksame und unwirksame Stellungen überführbares Vorlaufwerk für Selbstaufnahmen dient. 14. Vorrichtuno, zur Auslöseverzögerung nach C einem der vorhergehenden Ansprüche für fotocrrafischeKameras mit automatischerBelichtungsregelvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungshandhabe (9; 109) durch eine die Einsteuerung der Belichtungswerte verursachende Handhabe (4) auslösbar ist. 15. Vorrichtun- zur Auslöseverzö" rung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die minimal zuschaltbaren Heinniassen (16 bis 19; 116, 117) die Freigabe des Verschlußantriebes (15, 123) durch den Hebel (13; 113) gegenüber der Betätigung der Betätigung handhabe (9, 109) um die zur Einsteueruncy der Belichtunaswerte erforderliche Zeit verzö(Yern. li, Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Pateatschrift Nr. 9 12 96,1 USA.-Patentschrift Nr. 2 2-15 248.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2245248A (en) * 1940-06-12 1941-06-10 Eastman Kodak Co Pretimer for shutters
DE972961C (de) * 1950-11-05 1959-11-05 Robot Berning & Co Photographische Kamera mit Vorlaufwerk

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