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Reflexionsarme Dämpfungsanordnung für insbesondere elektromagnetische
Wellen Die Erfindung betrifft eine reflexionsarme Dämpfungsanordnung für insbesondere
elektromagnetische Wellen.
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Eine derartige Dämpfungsanordnungdient z. B. als reflexionsarme Verkleidung
reflektierender Gegenstände oder Wände. So ist es bekannt, reflexionsarme Meßräume,
in denen z. B. Störstrahlungsmessungen oder Messungen der Strahlungsdiagramme von
Antennen vorgenommen werden, mit reflexionsarmen Verkleidungen zu versehen.
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Es ist bereits bekannt, derartige Verkleidungen aus einer Vielzahl
von kegel- oder pyramidenförmigen, elektromagnetische Wellen dämpfenden Körpern
zusammenzusetzen. Bei akustischen Dämpfungsanordnungen werden akustische Wellen
dämpfende Körper verwendet. Es ist auch bekannt, senkrecht auf die Reflexionswände
verlustbehaftete Dämpfungsplatten anzubringen, die als dünne Widerstandsschichten
auf einem elektrisch nichtleitenden Trägermaterial, z. B. Hartpapier, aufgetragen
sind. Diese Platten sind derart angeordnet, daß sie orthogonal zueinander verlaufen
und dadurch wabenähnliche Anordnungen bilden. Die Dämpfung nimmt dabei zur Reflexionswand
hin, also von der Seite der einfallenden Wellen, zu der diesen einfallenden Wellen
abgewandten Seite hin stetig oder in Stufen zu. Diese Zunahme wird z. B. erreicht
durch einen abnehmenden Flächenwiderstand zur Reflexionswand hin, oder es werden
in die durch die Dämpfungsschichten gebildeten wabenförmigen Kamine in der Nähe
-der Reflexionswand weitere Zwischendämpfungsschichten derart eingelegt, daß aus
je einem größeren Wabenkamin vier kleinere Kamine gebildet werden. Die Dämpfungsschichten
sind z. B. als Dämpfungsplatten ausgebildet. Durch geeignete Schlitzung werden diese
zu dem wabenähnlichen Gebilde zusammengesteckt.
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Weiterhin ist es bekannt, aus einem als Traggerüst dienenden Block,
der an die Reflexionswand angeklebt wird, eine Anzahl parallel oder senkrecht zueinander
verlaufende Schlitze herauszuarbeiten, so daß rasterartige Stumpfsegmente verbleiben.
In die Schlitze werden dämpfende Schichten eingefüllt.
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Der Nachteil der bereits bekannten Dämpfungsanordnung besteht einmal
darin, daß zusammengesteckte Dämpfungsplatten infolge ihres Eigengewichts keine
völlige Orthogonalität bieten, sondern sich zwischen den Stützpunkten durchbiegen.
Auf diese Weise wird keine weitgehende Reflexionsfreiheit erreicht. Außerdem bereitet
die Herstellung großer Dämpfungsplatten bedeutende Schwierigkeiten. Auch ist der
Aufwand von besonderen Halte- und Führungsstangen unerwünscht. Im Falle der Verwendung
von Traggerüstblöcken ist es bei der erforderlichen Länge der Stumpfsegmente, z.
B. von 1 m, nicht möglich, die Dämpfungsschichten praktisch genau parallel und orthogonal
zueinander auszurichten. Die vorderen Enden der Stumpfsegmente neigen infolge ihres
Eigengewichts zur Durchbiegung.
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Die Aufgabe der Erfindung ist eine Verbesserung der bekannten Dämpfungsanordnung
durch einfache Gestaltung einzelner Bauelemente, durch einen einfachen Zusammenbau
zu Dämpfungsanordnungen und durch Verbesserung der Reflexionsfreiheit entsprechend
einer praktisch genauen Parallelität und Orthogonalität der Dämpfungsschichten.
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Die Erfindung bei einer nach dem Baukastenprinzip aufgebauten reflexionsarmen
Dämpfungsanordnung, bei der Dämpfungsschichten von mit Schlitzen versehenen Stützkörpern
gehalten und wabenartig orthogonal zueinander angeordnet sind, besteht in der Kombination
folgernder Merkmale: 1. Die wabenförmigen, insbesondere durchbrochenen Stützkörper
weisen eine Reihe parallel geführter Schlitze orthogonal auf die Stützkörperoberfläche
auf.
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2. Die Schlitze sind mit Dämpfungsschichten ausgefüllt.
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3. Die Stützkörper sind übereinander und gegebenenfalls nebeneinander
angeordnet.
4. Zwischen den übereinander angeordneten Stützkörpern
sind weitere Dämpfungsschichten eingelegt.
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Die erfindungsgemäße Dämpfungsanordnung besteht -also aus einer schichtartig
zusammengesetzten Anordnung, bei der die einzelnen Schichten abwechselnd durch die
erfindungsgemäßen Stützkörper und Dämpfungsschichten gebildet werden. Diese Dämpfungsschichten
zwischen den Stützkörpern verlaufen dabei z. B. horizontal. Innerhalb der Stützkörper,
die eine Länge von z. B. einigen Metern haben können, sind weitere Dämpfungsschichten
in den Schlitzen angeordnet. Diese Dämpfungsschichten verlaufen dann in vertikaler
Richtung, also orthogonal auf die horizontal eingeschichteten Dämpfungsschichten.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung sind die Stützkörper mit Zapfen
und Aussparungen versehen, die dem Zusammenstecken dieser Stützkörper bei ihrem
Aufbau zu der erfindungsgemäßen Anordnung dienen.
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Damit das Gewicht der erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung verhältnismäßig
gering wird, sind die Stützkörper mit Durchbrechungen versehen und aus einem leichten
Baustoff, z. B. aus Polystyrolschaumstoff, hergestellt. Diese Stützkörper können
z. B. durch Pressen oder Gießen ihre angegebene Form erhalten. Als günstiges Baumaterial
eignet sich der unter dem Warenzeichen »Styropor« bekannte Stoff. Darüber hinaus
ist es unter Umständen vorteilhaft, die Stützkörper aus schallschluckenden Stoffen
aufzubauen oder in die Aussparungen derselben derartige Stoffe einzufügen.
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In den Fig. 1 bis 4 sind. Beispiele für die Erfindung angegeben.
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In Fig. 1 ist eine Teilansicht der erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung
dargestellt. Diese besteht aus zwei Schichten von Stützkörperplatten 1, die mit
vertikalen Schlitzen versehen sind. In diese Schlitze sind Dämpfungsplatten 2 eingelegt.
Die Stützkörper sind auf ihren horizontal verlaufenden Oberflächen mit weiteren
Dämpfungsplatten 3 abgedeckt, so daß - von der Seite der einfallenden elektromagnetischen
Wellen gesehen - sich ein wabenartiger Aufbau ergibt.
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In Fig.2 ist die Aufsicht auf einen erfindungsgemäßen plattenförmigen
Stützkörper dargestellt. Dieser Stützkörper wird aus einer Reihe von Quer-und Längsstegen
4 gebildet. In den Stegen sind Schlitze 5 eingearbeitet oder bei der Herstellung
der Stützkörperplatte bereits eingegossen bzw. eingepreßt. Die vordere Seite A der
Stützplatte weist weniger Schlitze als die hintere, der Reflexionswand zugekehrte
Seite B auf. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei Dämpfungsschichten mit gleichem
Flächenwiderstand der wirksame elektrische Widerstand der Dämpfungsanordnung vom
vorderen zum hinteren Ende abnimmt. Dementsprechend ist es erforderlich, daß auch
der vordere Teil der Dämpfungsanordnung zwischen den einzelnen Stützkörpern nicht
vollständig mit Dämpfungsschichten belegt ist, sonder daß z. B. nur zwischen jedem
zweiten Stützkörper Dämpfungsschichten eingelegt sind. Weiterhin enthält der Stützkörper
Erhebungen 6. Diese Erhebungen dienen der Aufnahme der an diesen Stellen gelochten
Dämpfungsplatten. Außerdem weist der Stützkörper auf jeder Oberseite zusätzliche
Erhebungen 7 auf, die in entsprechende Aussparungen auf der Unterseite der Stützkörper
einrasten. Auf diese Weise wird ein Verschieben der aus den Stützkörpern und Dämpfungsschichten
zusammengesetzten Dämpfungsanordnung verhindert.
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In Fig. 3 ist ein Schnitt C-D der in Fig. 2 angegebenen Stützkörperplatte
dargestellt.
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In Fig.4 ist ein Teil einer erfindungsgemäßen Dämpfungsanordnung im
Schnitt dargestellt. Die Stützkörperplatten 1 sind übereinander angeordnet. Zwischen
diese Stützkörperplatten 1 sind Dämpfungsschichten 3 horizontal und in die Schlitze
5 der Stützkörperplatten sind Dämpfungsschichten 2 vertikal eingesetzt. Die zylindrischen
Erhebungen 6 der Dämpfungsplatten dienen der Festlegung der horizontal angeordneten
Dämpfungsplatten 3. Die Reflexionswand 8 bildet den Abschluß der Dämpfungsanordnung
an dem hinteren Ende B der Stützkörperplatten 1.