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DE1155451B - Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid

Info

Publication number
DE1155451B
DE1155451B DEA38085A DEA0038085A DE1155451B DE 1155451 B DE1155451 B DE 1155451B DE A38085 A DEA38085 A DE A38085A DE A0038085 A DEA0038085 A DE A0038085A DE 1155451 B DE1155451 B DE 1155451B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methylsulfamyl
chloro
amino
benzenesulfonamide
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA38085A
Other languages
English (en)
Inventor
Warren James Close
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Abbott Laboratories
Original Assignee
Abbott Laboratories
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Abbott Laboratories filed Critical Abbott Laboratories
Publication of DE1155451B publication Critical patent/DE1155451B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine neue und verbesserte Herstellungsmethode von 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid der Formel I
NH2
SO2NHCH3
Diese Verbindung kann weiterverarbeitet werden in Benzothiadiazin-l,l-dioxyde der Formel II
II
NH -R
Cl- fr CH3
H2NO2S- K)-
SO2
f
4-Amino-2-ehlor-5-(methylsulfamyl)-
benzolsulfonamid
Anmelder:
Abbott Laboratories, North Chicago,
IU. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G.Puls und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann, Patentanwälte,
München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. August 1960 (Nr. 47 915)
in der R Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Halogenalkylgruppe bedeutet, die geeignete diuretische und blutdrucksenkende Mittel darstellen. Im besonderen kann 4-Amino-2-chlor-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid mit einem Aldehyd der Formel RCHO reagieren, um, wie im Journ. of Amer. Chem. Soc, 82, S. 1132 (1960), beschrieben, die entsprechenden Benzothiadiazin-l,l-dioxyde zu bilden.
Eine bekannte Herstellungsmethode für 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid besteht in der Cyclisierung von 2,4-Disulfamyl-5-chloranilin mit Harnstoff unter Bildung der entsprechenden 3-Ketoverbindung, die anschließend alkyliert und hydrolysiert wird, um das gewünschte Benzolsulfonamid zu erhalten. Wie zu ersehen ist, umfaßt diese Methode mehrere Stufen und ist zeitraubend und langwierig. Es wäre demnach vorteilhaft, ein einfacheres und wirtschaftlicheres Herstellungsverfahren zur Verfügung zu haoen.
NH
Warren James Close, Waukegan, 111. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
Das neue und verbesserte Verfahren besteht in der Reaktion von Chlorsulfonsäure mit 3-Carboxy-6 - chlor - 2 - methyl - 7 - methylsulfamyl - 3,4 - dihydrol,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxyd bei einer Temperatur von 100 bis etwa 150° C während einer genügend langen Zeitdauer, um das als Zwischenprodukt auftretende 4 - Amino - 2 - chlor - 5 - (methylsulfamyl)-benzolsulfonylchlorid entstehen zu lassen. Dasselbe wird anschließend mit flüssigem oder wäßrigem Ammoniak umgesetzt unter Bildung des gewünschten 4 - Amino - 2 - chlor - 5 - (methylsulfamyl) - benzolsulfonamids. Die folgenden chemischen Gleichungen erläutern die Reaktion:
Cl-i
H3CHNO2S —>
CH — COOH 100 bis 150° C
+ ClSO3H >
N-CH3
Cl-1
ClO2S —'
NH2
SO2NHCH3
+ NH3
H2NO2S
NH2
SO2NHCH3
309 727/291
Um eine hohe Ausbeute des gewünschten Produkts zu erhalten, ist es wesentlich, die eiste Reaktionsstufe bei einer Temperatur von über 100° C durchzuführen. Wird die erste Reaktionsstufe bei einer Temperatur unter 1000C durchgeführt, so bildet sich lediglich 5-Chlor-2,4-bis-(methylsulfamyl)-anilin. Die Entmethylierung dieser Substanz durch Chlorsulfonsäure ergibt die Abtrennung beider Methylamingruppen.
Es konnte gefunden werden, daß die Geschwindigkeit der Entmethylaminierung in direkter Abhängigkeit zu der angewandten Temperatur steht, nämlich daß bei tieferen Temperaturen längere Reaktionszeiten benötigt werden. Über 100° C liegende Temperaturen können benutzt werden; je höher jedoch die Temperatur ist, um so kürzer ist die Reaktionsdauer. Im allgemeinen ist die Reaktion in etwa 15 bis 120 Minuten zu Ende. Im besonderen konnte gefunden werden, daß bei einer Temperatur von 1150C 1 bis 2 Stunden zur vollständigen Entmethylaminierung benötigt werden. Bei 135°C werden etwa 30 bis 45 Minuten benötigt, wohingegen bei 150°C die Reaktion in 15 Minuten zu Ende ist. Im wesentlichen über 1500C liegende Temperaturen sind ungeeignet und sind im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Ausbeute unerwünscht. In der Praxis ist die Anwendung einer relativ hohen Temperatur während kurzer Heizdauer niedrigeren Temperaturen während größeren Zeitintervallen vorzuziehen.
Eine Durchführungsart der Erfindung besteht in der Reaktion von 3-Carboxy-6-chlor-2-methyl-7-methylsulfamyl-3,4-dihydro-l,2,4-benzothiadiazin- 1,1-dioxyd mit einem 5- bis 20fachen stöchiometrischen Überschuß von Chlorsulfonsäure. Das Reaktionsgemisch wird während einer bestimmten Zeit bei der entsprechenden Temperatur gehalten. Vorzugsweise wird die Reaktion während etwa 30 Minuten bei 135 ±5°C durchgeführt. Dann wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und auf Eis gegossen. Das ausgefällte feste Produkt wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und anschließend einem stöchiometrischen Überschuß von flüssigem oder wäßrigem Ammoniak zugefügt. Das nicht umgesetzte Ammoniak wird abgedampft und der Rückstand mit wäßriger Salzsäure angesäuert. Nach Filtration bekommt man das gewünschte 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid in Form eines festen Produkts, das nach Wunsch durch Umkristallisation aus Wasser gereinigt werden kann, bevor man es mit einem Aldehyd reagieren läßt, um das entsprechende in 3-Stellung substituierte 2-Methylo-chlor-V-sulfamyl-S^-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd zu erhalten.
0,10 Mol Chlorsulfonsäure wird 30 Minuten lang bei 135 bis 1400C auf dem Ölbad erhitzt. Dann wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und auf Eis gegossen. Das ausgefällte feste Produkt wird abfiltriert und mit Wasser gewaschen, um die überschüssige Säure zu entfernen. Dann wird das feste Produkt mit 25 ml flüssigem Ammoniak umgesetzt und der Überschuß an Ammoniak verdampft. Nach Ansäuern des Rückstandes mit wäßriger Salzsäure ίο wird das gewünschte 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid abfiltriert und aus Wasser umkristallisiert. Der Schmelzpunkt ist dann 191 bis 1930C. Die Ausbeute beträgt 67% der Theorie.
Beispiel 2
Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Methode und unter Anwendung der gleichen Reaktionsstoffe im gleichen Verhältnis zueinander wird die erste Reaktionsstufe in einer Reihe von Versuchen bei verschiedenen Temperaturen und verschiedener Reaktionsdauer durchgeführt. Das dabei entstandene Zwischenprodukt wird mit Ammoniak umgesetzt und 4- Amino -2-chlor-5 - (methylsulfamyl) - benzolsulfonamid mit den in der folgenden Tabelle angegebenen Ausbeuten erhalten.
30 Versuchs-
nummer
Reaktions
temperatur
in 0C
Reaktions
dauer
in Minuten
Ausbeute
in°/o
1 115 60 46
2 115 90 62
35 3 115 120 52
4 135 30 70
5 135 45 60
6 151 15 70
Die Tabelle zeigt deutlich, daß die besten Ausbeuten erhalten werden, wenn die erste Reaktionsstufe bei einer Temperatur von 135 bis 1510C bei einer Reaktionsdauer von 15 bis 30 Minuten durchgeführt wird.
Das als Ausgangsmaterial dienende 3-Carboxy-6 - chlor - 2 - methyl - 7 - methylsulfamyl - 3,4 - dihydrol,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxyd kann durch Rückflußkochen einer wäßrigen Lösung aus 1 Mol 2,4-Bis-(methylsulfamyl)-5-chloranilin und 2 Mol Dimethoxyessigsäuremethylester während etwa 2 Stunden erhalten werden. Das heiße Reaktionsgemisch wird filtriert und nach Kühlung des Filtrats das gewünschte Produkt in Form von weißen Kristallen, die bei 171 bis 173°C schmelzen, abgeschieden.
Beispiel 1
4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfamid
Cl
H2NO2S
NH2
SO2NHCH3
Ein Gemisch aus 1,94 g oder 0,005 Mol 3-Carboxy-6-chlor-2-methyl-7-methylsulfamyl-3,4-dihydrol,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxyd und 6,6 ml oder

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2 - chlor - 5 - (methylsulfamyl) - benzolsulfonamid, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Carboxy-6-chlor-2-methyl-7-methylsulfamyl-3,4-dihydro- l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxyd mit einem stöchiometrischen Überschuß von Chlorsulfonsäure bei einer Temperatur von mindestens 1000C reagieren läßt, das gebildete Zwischenprodukt mit einem stöchiometrischen Überschuß von Ammoniak umsetzt und das Reaktionsprodukt isoliert.
5 6
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch
kennzeichnet, daß man die erste Reaktionsstufe gekennzeichnet, daß man 1 Mol 3-Carboxy-
bei einer Temperatur von 135 bis 1500C ausführt 6-chlor-2-methyl-7-methylsulfamyl-3,4-dihydro-
und das gebildete Zwischenprodukt mit flüssigem l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxyd mit etwa 20 Mol
Ammoniak umsetzt. 5 Chlorsulfonsäure umsetzt.
© 309 727/291 10. 63
DEA38085A 1960-08-08 1961-08-08 Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2-chlor-5-(methylsulfamyl)-benzolsulfonamid Pending DE1155451B (de)

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DE1191827B (de) * 1959-11-27 1965-04-29 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Anilin-2, 4-disulfonsaeureamidabkoemmlingen

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