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DE1152015B - Hemmwerk, insbesondere fuer photographische Verschluesse - Google Patents

Hemmwerk, insbesondere fuer photographische Verschluesse

Info

Publication number
DE1152015B
DE1152015B DEG28281A DEG0028281A DE1152015B DE 1152015 B DE1152015 B DE 1152015B DE G28281 A DEG28281 A DE G28281A DE G0028281 A DEG0028281 A DE G0028281A DE 1152015 B DE1152015 B DE 1152015B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
escapement
lever
pin
exposure time
connecting lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG28281A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Starp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Gauthier GmbH filed Critical Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEG28281A priority Critical patent/DE1152015B/de
Publication of DE1152015B publication Critical patent/DE1152015B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/64Mechanism for delaying opening of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Hemmwerk, insbesondere für photographische Verschlüsse Die Erfindung bezieht sich auf ein Hemmwerk, insbesondere für photographische Verschlüsse, dessen Eingangsglied mittels eines zweiarmigen Verbindungshebels mit der zu hemmenden Vorrichtung kuppelbar ist, wobei der eine Arm des Verbindungshebels über eine Stift-Schlitz-Verbindung auf das Eingangsglied wirkt, während der andere Arm in die Ablaufbahn eines bewegten Teiles der zu hemmenden Vorrichtung ragt und hinsichtlich seiner Relativlage zu diesem Teil durch einen Zeiteinsteller veränderbar ist.
  • Bei an sich bekannten Hemmwerken dieser Art sind der Verbindungshebel und das Eingangsglied, d. h. gewöhnlich ein mit einer längeren Getriebekette im Eingriff stehendes Zahnsegment, nur gemeinsam bewegbar. Im ungespannten Zustand der zu hemmenden Vorrichtung befindet sich das Hemmwerk in einer Endlage, wobei der Verbindungshebel mit einem zur Zusammenarbeit mit ihm ausgebildeten Zeiteinsteller außer Eingriff ist, dessen Lage die Hemmzeit und damit gleichermaßen auch die Belichtungszeit bestimmt. Im gespannten Zustand der zu hemmenden Vorrichtung steht der Verbindungshebel hingegen unter Wirkung der Rückstellfeder des Hemmwerks mit dem Zeiteinsteller in Verbindung. Auf Grund dieser Wirkungsweise bedarf es für Zeiteinstellungen, welche im gespannten Zustand der zu hemmenden Vorrichtung vorgenommen werden, der Anwendung einer verhältnismäßig großen Kraft zur Betätigung des Zeiteinstellers, da hierbei der Verbindungshebel mittels des Zeiteinstellers gegen die Wirkung der Rückstellfeder des Hemmwerks bewegt werden muß, wobei sich die Schwungmassen des Hemmwerks mitbewegen. Je nach Größe des Stehweges ändert sich die zur Einstellung des Zeiteinstellers erforderliche Kraft. Für die Bedienungsperson äußert sich dies in einer mehr oder weniger großen Schwergängigkeit des Zeiteinstellers.
  • Diese Eigenart der Einstellerbetätigung bei an sich bekannten Hemmwerken wird häufig als unbequem und irritierend empfunden. Darüber hinaus führt diese Eigenart bei photographischen Kameras mit selbsttätiger Belichtungszeiteinstellung zu wesentlichen weiteren Nachteilen. Dies insofern, als der Zeiteinsteller durch eine Antriebsvorrichtung in eine der herrschenden Beleuchtungsstärke und der Einstellung weiterer Belichtungsfaktoren entsprechende Lage einzustellen ist. Hierbei bedingt das für den Zeiteinsteller erforderliche große Einstellmoment die Anwendung einer verhältnismäßig starken Antriebsvorrichtung, um in jedem Falle eine sichere Bewegung des Zeiteinstellers in seine vorbestimmte Einstellage zu gewährleisten. Nun soll aber das Spannmoment der Antriebsvorrichtung für den selbsttätigen Zeiteinsteller im Interesse einer bequemen sowie niedrigen Kraftaufwand erforderlichen Bedienungsweise der Kamera möglichst klein gehalten werden. Weiterhin erfährt bei einer solchen Kamera der Ablauf des Zeiteinstellers eine Verzögerung infolge der vom Verbindungshebel zu überwindenden Feder-und Massenkräfte. Hierdurch vergrößert sich die Einstellzeit und damit das Zeitintervall zwischen dem Niederdrücken des Kameraauslösers und der tatsächlichen Verschlußauslösung, was insbesonders bei Durchführung von Schnappschüssen von Nachteil ist. Hinzu kommt noch, daß bei Kameras mit selbsttätig ablaufendem Zeiteinsteller bei Verwendung von Hemmwerken der eingangs bezeichneten Art Abweichungen von der Soll-Belichtungszeit eintreten können, welche dadurch hervorgerufen werden, daß der Verbindungshebel des Hemmwerks durch einen vom ablaufenden Zeiteinsteller übertragenen Impuls in Schwingungen versetzt wird, die bei Beginn des Verschlußablaufs noch nicht abgeklungen sind.
  • Es ist auch schon ein Hemmwerk für photographische Verschlüsse bekannt, bei welchem zwecks Erzielung verschiedener Hemmzeiten ein Teil des Hemmwerkgetriebes in eurer bestimmten, der eingestellten Hemmzeit entsprechenden Ablaufphase vom Eingangsglied abkuppelbar ist. Zum Lösen der Kupplung dient hierbei ein mittels eines Zeiteinstellers verstellbarer Anschlaghebel, auf welchen nach einem kleineren oder größeren Ablaufweg des Hemmwerks eine Kupplungsklinke auftritt. Ein Hemmwerk dieser Art zeigt zwar die vorgenannten Nachteile nur in geringem Maße, jedoch wird dies durch einen verwickelten und störanfälligen Aufbau erkauft.
  • Man kennt auch schon ein Hemmwerk für photographische Verschlüsse, das keinen Verbindungshebel besitzt, wie er einleitend beschrieben ist. Bei diesem Hemmwerk trägt vielmehr ein in die Ablaufbahn eines Lappens des Verschlußblätterantriebsringes hineinragender und an einem ortsfesten Stift gelagerter Hebel einen Lagerstift, an dem ein zweiarmiger Hebel gelagert ist. Um diese beiden Hebel in einer eindeutigen Ruhelage zu halten, ist eine Federkraft erforderlich, welche den einen Arm des zweiarmigen Hebels an dem Hemmwerk-Eingangsglied und den anderen Arm an einer Steuerkurve des Zeiteinstellers kraftschlüssig zur Anlage bringt. Abgesehen von dem zusätzlichen baulichen Aufwand, den eine solche zusätzliche Federkraft bedingt, erschwert sie in zweifacher Weise die Bewegung des Zeiteinstellers. Erstens ergibt sich nämlich durch den Kraftschluß zwischen der Steuerkurve und einem am doppelarmigen Hebel sitzenden Stift ein erheblicher Reibungswiderstand, und zweitens ist bei der Bewegung des Zeiteinstellers zumindest in einer Richtung die Federkraft selbst zu überwinden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Hemmwerk, dessen Eingangsglied mittels eines zweiarmigen Verbindungshebels mit der zu hemmenden Vorrichtung kuppelbar ist, unter Beibehaltung des Grundaufbaues des Hemmwerks das Einstellmoment, das zur Betätigung des Zeiteinstellers erforderlich ist, möglichst gering zu halten. Eine derartige Leichtgängigkeit der Hemmwerkeinstellung ist aus den einleitend schon erwähnten Gründen von besonderer Bedeutung bei Objektivverschlüssen für Kameras mit selbsttätiger Belichtungseinstellung.
  • Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß die Drehachse des Verbindungshebels auf einem Einstellhebel sitzt, der um einen ortsfesten Stift drehbar und mittels des Zeiteinstellers über eine Stift Schlitz-Führung schwenkbar ist. Durch die Erfindung ist bei Hemmwerken vorstehender Gattung vor allem der bedeutsame Vorteil erzielt, daß unter Beibehaltung des Grundaufbaus des Hemmwerks das Verstellmoment, daß zur Betätigung eines Zeiteinstellers im gespannten Zustand der zu hemmenden Vorrichtung erforderlich ist, einen minimal kleinen Wert besitzt. Dies ergibt sich daraus, daß bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Hemmwerk der Zeiteinsteller mittels einer leichtgängigen Stift-Schlitz-Führung auf den die Eingrifftiefe bestimmenden Einstellhebel einwirken kann. Dabei brauchen lediglich die Stellvorrichtung und der Verbindungshebel selbst bewegt zu werden, während das gesamte, die Hemmwirkung bestimmende Hemmwerk beim Stellvorgang in seiner durch die Rückstellfeder bestimmten Ausgangslage verbleibt. Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Anordnung eignet sich somit in besonderer Weise zum Einbau in photographische Kameras mit selbsttätiger Belichtungszeiteinstellung, bei welchen ein unter Wirkung einer Antriebsvorrich= tung stehender Zeiteinsteller vorgesehen ist. Das geringe Verstelhnoment des Zeiteinstellers gestattet hierbei die Antriebskraft für den Zeiteinsteller klein zu halten, was sich sowohl für den Aufbau des Einstellmechanismus als auch für ein von Hand aufzubringendes Spannmoment günstig erweist. Weiterhin ist durch die von der Wirkung des Hemmwerks unbeeinflußte Einstellbewegung des selbsttätigen Zeiteinstellers ein schneller Ablauf desselben bei gleichzeitig 5 verminderterErschütterung gewährleistet. Ebenso befindet sieh bei Beginn des Verschlußablaufs das Hemmwerk mit Sicherheit in Ruhe, wobei genau die eingestellte Belichtungszeit erzielt wird. Schließlich ergeben sich durch die erfindungsgemäße Anordnung noch weitere Vorteile, insbesondere hinsichtlich kleiner Bau- und Justiertoleranzen sowie eines schnellen und unverwickelten Zusammenbaus der zu hemmenden Vorrichtung.
  • Die Erfindung wird auch nicht davon berüht, daß ein photographischer Objektivverschluß mit einem Belichtungszeitenhemmwerk bekannt ist, bei welchem als Betätigungsteil für das Hemmwerk ein bewegbarer, doppelarmiger Hebel angeordnet ist, dessen einer Arm im Bewegungsbereich des Hauptantriebsteils des Verschlusses liegt, während sein anderer Arm an einer am Antriebsteil des Hemmwerks ausgebildeten, schwenkbaren Steuerkante angreift. Die Verbindung zwischen der Steuerkante des Antriebsteils und dem Betätigungsteil ist bei dieser bekannten Ausführung auf kraftschlüssigem Wege mittels einer am Antriebsteil angreifenden Feder hergestellt. Zwecks Einstellung verschiedener Hemmzeiten besitzt der Betätigungshebel eine mittels der Steuerkurve eines Belichtungseinstellers verstellbare Lagerung; bei jeder Lageänderung dieser Lagerung bleibt die Verbindung zwischen Betätigungshebel und Steuerkante des Antriebsteils durch die genannte Feder hergestellt. Dies bedeutet, daß eine Änderung der Belichtungszeiteinstellung unter anderem gegen die Wirkung der Feder und gegen das Verstell moment des Hemmwerks erfolgen muß. Damit weist aber: diese Einrichtung gleichfalls die weiter oben genannten Nachteile, insbesonder ein verhältnismäßig großes Verstellmoment des Belichtungszeiteinstellers, auf.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen gezeigt, welche photographische Objektivverschlüsse betreffen.
  • Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht von vorn einen photographischen Objektivverschluß bei abgenommener Deckplatte und abgenommenem Belichtungszeiteinstellring. Im Verschlußinnenraum sind Teile des Verschlußblätter-Antriebsmechanismus sowie ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Hemmwerk angeordnet. Der Verschluß befindet sich in gespannter Stellung; Fig. 2 zeigt in perspektivischer, auseinandergezogener Darstellung das Zusammenwirken des Hemmwerks gemäß Fig. 1 mit dem Hauptantriebsteil des Verschlusses und dem Steuerschlitz eines Belichtungszeiteinstellers; Fig. 3 zeigt das Hemmwerk gemäß Fig. 1 in einer Draufsicht. Der Betätigungsteil des Antriebsteils sowie ein als Stellvorrichtung dienender Hebel sind danebengelegt; Fig.4 zeigt den Verschluß gemäß Fig. 1 im gespannten Zustand bei Einstellung auf längste Belichtungszeit; Fig. 5 zeigt den Verschluß bei Einstellung auf kürzeste Belichtungszeit; Fig. 6 zeigt in einer Draufsicht von vorn einen Teil eines photographischen Objektivverschlusses bei abgenommener Deckplatte. Im Verschlußinnenraum ist ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Belichtungszeitenhemmwerk eingebaut. Die Verbindung des Betätigungsteils des Hemmwerks mit einem Belichtungszeiteinsteller ist in anderer Weise als in den vorhergehenden Figuren vorgenommen; Fig. 7 ist eine Draufsicht auf die Rückseite des Verschlusses gemäß Fig. 6. Es ist dort unter anderem die Steuerkurve des Belichtungszeiteinstellrings angeordnet.
  • Fig. 8 zeigt bei einem Verschluß gemäß den Fig. 1 und 4 bis 7 die Ausbildung des Verschlußblättermechanismus und einer Auslöseeinrichtung für diesen.
  • In den Fig. 1 und 4 bis 7 ist mit 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses bezeichnet. In diesem ist in an sich bekannter Weise eine Verschlußgrundplatte 2 befestigt, die zur Lagerung an sich bekannter Teile des Verschlußmechanismus dient. Insbesondere ist an der Verschlußgrundplatte 2 um eine Achse 3 eine Spann- und Antriebsscheibe 4 gelagert. Die Achse 3 ist hierbei als Spannwelle für die Antriebsscheibe ausgebildet. Sie ist zu diesem Zweck aus der Verschlußgehäuserückwand herausgeführt und mittels eines an ihr befestigten Querstifts 5 (Fig. 7) in an sich bekannter, aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigter Weise mit einer kameraseitig angeordneten Spannvorrichtung, beispielsweise mit der Filmtransporteinrichtung der Kamera, gekuppelt.
  • Zur Betätigung eines Antriebsrings 6 für Verschlußblätter 7 ist an der Antriebsscheibe 4 um eine Achse 8 in an sich bekannter Weise eine Antriebsklinke 9 schwenkbar angeordnet (Fig. 8). Mittels eines Mauls 9a und unter der Wirkung einer Feder 10 steht die Klinke in an sich bekannter Weise mit einem einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzenden Stift 11 in Verbindung, der am Verschlußblätter-Antriebsring 6 befestigt ist, und für den in der Verschlußgrundplatte 2 ein Bewegungsschlitz 2a ausgebildet ist. Bei dem in Pfeilrichtung von Fig. 8 erfolgenden Ablauf der Antriebsscheibe 4 führt der Antriebsring 6 eine hin- und hergehende Bewegung aus, wodurch die Verschlußblätter 7 zuerst geöffnet und nach Erreichen einer Offenstellung wieder geschlossen werden. Eine am Antriebsring 6 angreifende leichte Feder 12 dient zur Sicherung des geschlossenen Zustands des Verschlusses während des Spannens. Die Verschlußblätter 7, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eines dargestellt ist, sind am Antriebsring 6 um Stifte 13 gelagert und außerdem in Schlitzen 7a an ortsfesten Stiften 14 geführt.
  • Zum Festhalten der Antriebsscheibe in gespannter Stellung gegen die Wirkung einer Antriebsfeder 15 dient ein Sperrhebel 16, welcher an der Verschlußgrundplatte 2 um eine Achse 17 gelagert ist. Der eine Arm 16a dieses Hebels befindet sich hierbei mittels eines abgebogenen Lappens 16b in Anlage an einem Vorsprung 4a der Antriebsscheibe 4, während der andere Arm 16 c unter Wirkung einer Feder 18 mittels eines an ihm befestigten Stiftes 19 an einem Auslösehebel20 anliegt. Letzterer ist gleichfalls an der Verschlußgrundplatte um eine Achse 21 schwenkbar gelagert und wird durch eine Feder 22 im Uhrzeigersinn beeinfiußt. Zur Verbindung mit einem an der Kamera angeordneten Auslöser besitzt der Hebel 20 einen abgebogenen Arm 20a, welcher in einem Bewegungsschlitz 1 a aus der Verschlußgehäuserückwand herausgeführt ist (Fig. 7). Weiterhin befindet sich an der Grundplatte 2 ein Räderhemmwerk 23 zur Erzielung verschiedener Belichtungszeiten. Das Werk besitzt eine untere Lagerplatte 24, welche mittels Schrauben 25 an der Verschlußgrundplatte 2 befestigt ist, sowie eine mit der unteren Lagerplatte in an sich bekannter Weise verbundene obere Lagerplatte 26. Als Verbindungshebel des Werks dient ein schwenkbarer zweiarmiger Hebel 27. Der eine Arm 27a dieses Hebels ist in die Bahn eines abgebogenen Lappens 4 b der Antriebsscheibe 4 bewegbar. Am anderen Arm 27 b des Hebels 27 ist ein Schlitz 27c ausgebildet, in welchen ein Stift 28 eingreift, der an einem um eine Achse 29 schwenkbaren Zahnsegment 30 befestigt ist. Das Zahnsegment 30 dient zum Antrieb von Zahnrädern 31, 32 und 33, mit denen Ritzel 34 bzw. 35 bzw. 36 fest verbunden sind. Eine Rückstellfeder 7 (Fig. 2) sucht das Werk in der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausgangslage zu halten, in welcher ein am Zahnsegment 30 be-3 festigter Stift 38 an einer Kante 26a der oberen Lagerplatte 26 anliegt.
  • Der Verbindungshebel 27 ist mit einer Stellvorrichtung verbunden, mittels welcher dieser zwecks Einstellung einer gewünschten Hemmzeit in verschiedene, durch die Stift-Schlitz-Führung 27c, 28 bestimmte Relativlagen zu dem beim Einstellvorgang durch die Rückstellfeder 37 in einer Ausgangslage gehaltenen Zahnsegmente 30 einstellbar ist.
  • Die Stellvorrichtung umfaßt im Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 5 einen Winkelhebel 39, welcher um eine Achse 40 an der oberen Lagerplatte 26 des Hemmwerks schwenkbar gelagert ist. Am freien Ende des Hebels ist ein Exzenter-Schraubstift 41 befestigt, welcher in einen Steuerschlitz 42a eines in den Fig. 2, 4 und 5 in strichpunktierten Linien dargestellten Belichtungszeit-Einstellrings 42 eingreift und zu Justierzwecken verstellbar ist. Der Einstellring 42 ist in an sich bekannter Weise an .einem Rohrstutzen 2 b der Verschlußgrundplatte 2 geführt. Weiterlün ist um eine Achse 43 des Hebels 39 der Verbindungshebel 27 schwenkbar angeordnet.
  • Die Arbeitsweise der vorbeschriebenen Einrichtung ist folgende: Beim Verstellen des Belichtungszeiteinstellrings 42 wird mittels des Steuerschlitzes 42a desselben eine Schwenkung des Winkelhebels 39 um die ortsfeste Achse 40 herbeigeführt, welche je nach Drehrichtung des Belichtungszeiteinstellrings entweder im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn verläuft. Durch diese Schwenkbewegung des Hebels 39 ergibt sich für den an ihm gelagerten Verbindungshebel 27 eine Verstellung entlang des am Zahnsegment 30 befestigten Stiftes 28, wobei das Zahnsegment selbst durch die Rückstellfeder 37 des Hemmwerks in der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausgangslage gehalten wird. Diese Verstellung bewirkt, daß die wirksame Länge des mit dem Teil 4 b der Antriebsscheibe 4 des Verschlusses zusammenarbeitenden Arms 27a des Verbindungshebels 27 und damit die Dauer der erzielbaren Hemmzeit verändert wird. Wesentlich hierbei ist, daß bei der Einstellung einer gewünschten Belichtungs- bzw. Hemmzeit lediglich die Teile 27, 39 verstellt werden, während das Zahnsegment 30 sowie die mit diesem verbundenen Teile 31 bis 36 des Hemmwerks in ihrer durch die Rückstellfeder 37 bestimmten Ausgangslage verbleiben. Hierdurch wird ein geringes Verstellmoment für den Belichtungseinstellring 42 erzielt. Wird nach erfolgter Einstellung der gewünschten Belichtungszeit durch Betätigen des Auslösehebels 20 der gespannte Verschluß zum Ablauf freigegeben, so trifft nach Erreichen der Offenstellung der Verschlußblätter 7 der abgebogene Lappen 4 b der Antriebsscheibe 4 auf den Arm 27a des Verbindungshebels 27 auf und schwenkt den Hebel zusammen mit dem Zahnsgment 30 entgegen dem Uhrzeigersinn so weit, bis der Lappen 4 b den Arm 27 a verläßt. Daraufhin erfolgt das Schließen des Verschlusses in an sich bekannter Weise.
  • Während sich das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 auf einen photographischen Objektivverschluß bezieht, bei welchem die Einstellung der Belichtungszeit von Hand durchgeführt wird, ist in den Fig. 6 und 7 ein gemäß der Erfindung ausgebildeter photographischer Objektivverschluß mit selbsttätiger Einstellung der Belichtungszeit gezeigt.
  • Der mit 44 bezeichnete Belichtungszeiteinstellring ist an der Rückseite des Verschlußgehäuses 1 um einen an diesem ausgebildeten Rohrstutzen 1 b gelagert. Er besitzt eine Antriebsvorrichtung, mittels welcher er in Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera- bzw. Verschlußauslösers selbsttätig von der in Fig. 7 dargestellten Ausgangslage in eine der herrschenden Beleuchtungsstärke und der Einstellung weiterer Belichtungsfaktoren entsprechende Lage in Pfeilrichtung bewegbar ist.
  • Einzelheiten über den Aufbau der Steuer- und Antriebsvorrichtungen für den Belichtungszeiteinsteller sind in den Figuren aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt. Ihre Ausbildung kann in irgendeiner an sich bekannten oder vorgeschlagenen Weise vorgenommen sein. Beispielsweise kann die Steuerung des Belichtungszeiteinstellrings 44 auf mechanischem Wege mittels eines von einer Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung verstellbaren, mechanischen Anschlags erfolgen, welcher mit einer am Belichtungszeiteinstellring ausgebildeten Stufenkurve zusammenarbeitet.
  • Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, besitzt der Belichtungszeiteinstellring 44 eine Steuerkurve 44 a, welche mittels eines an der Verschlußgehäuserückwand angeordneten Hebels 45 abgetastet wird. Der Hebel 45 ist an einer in der Wandung des Verschlußgehäuses bzw. in einer mit diesem verbundenen Büchse gelagerten Welle 46 befestigt und mittels einer leichten Feder 47 an die Steuerkurve 44 a angelegt. Zur Übertragung der jeweiligen Stellung des Belichtungszeiteinstellrings 44 auf den Verbindungshebel 27 des Hemmwerks ist an dem in den Verschlußinnenraum hineinragenden Ende der Welle 46 ein weiterer Hebel 48 befestigt. Dieser steht in Stift-Schlitz-Verbindung 48a, 49 mit einer schwenkbaren Platte 50, welche um eine Achse 51 an der oberen Lagerplatte 26 des Hemmwerks gelagert ist. An der Platte 50 ist eine Achse 52 der Verbindungshebel 27 angeordnet.
  • Die Arbeitsweise des zuletzt beschriebenen Verschlusses entspricht derjenigen des Verschlusses gemäß den Fig. 1 bi 5. Es besteht lediglich der Unterschied, daß beim Verschluß der Fig. 1 bis 5 die Verstellung des Belichtungszeiteinstellrings 42 von Hand erfolgt, während beim Verschluß der Fig. 6 und 7 der Belichtungszeiteinstellring 44 selbsttätig in eine der herrschenden Beleuchtungsstärke und der Einstellung der weiteren Belichtungsfaktoren entsprechende Lage gebracht wird.
  • Im vorstehenden ist die Erfindung am Beispiel eines photographischen Objektivverschlusses mit Räderhemmwerk gezeigt und beschrieben. Darüber hinaus hat die Erfindung Bedeutung für zu hemmende Vorrichtungen jeder Art, welche ein Hemmwerk mit einem Antriebsteil besitzen, der mittels einer Stift-Schlitz-Führung mit einem Betätigungsteil des Hemmwerks verbunden ist und mit einem beweglichen Teil der zu hemmenden Vorrichtung zusammenarbeitet. Stets ist hierbei durch die Erfindung der besondere Vorteil erzielt, daß die zur Betätigung des Hemmzeiteinstellers erforderliche Verstellkraft gering ist, insbesondere wesentlich kleiner als bei an sich bekannten Hemmwerken der eingangs genannten Art.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hemmwerk, insbesondere für photographische Verschlüsse, dessen Eingangsglied mittels eines zweiarmigen Verbindungshebels mit der zu hemmenden Vorrichtung kuppelbar ist, wobei der eine Arm des Verbindungshebels über eine Stift-Schlitz-Verbindung auf das Eingangsglied wirkt; während der andere Arm in die Ablaufbahn eines bewegten Teiles der zu hemmenden Vorrichtung ragt und hinsichtlich seiner Relativlage zu diesem Teil durch einen Zeiteinsteller veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (43) des Verbindungshebels (27) auf einem Einstellhebel (39) sitzt, der um einen ortsfesten Stift (40) drehbar und mittels des Zeiteinstellers (42 bzw. 44) über eine Stift-Schlitz-Führung (41, 42 a bzw. 48a, 49) schwenkbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 596 420; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1729 054.
DEG28281A 1959-10-27 1959-10-27 Hemmwerk, insbesondere fuer photographische Verschluesse Pending DE1152015B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE596420C (de) * 1931-09-15 1934-05-04 Friedr Deckel Praez Smechanik Hemmwerk fuer Objektivverschluesse
DE1729054U (de) * 1955-12-10 1956-08-30 Gauthier Gmbh A Photographischer verschluss.

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