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DE1149165B - Stabilisieren von Polyolefinen - Google Patents

Stabilisieren von Polyolefinen

Info

Publication number
DE1149165B
DE1149165B DEB63926A DEB0063926A DE1149165B DE 1149165 B DE1149165 B DE 1149165B DE B63926 A DEB63926 A DE B63926A DE B0063926 A DEB0063926 A DE B0063926A DE 1149165 B DE1149165 B DE 1149165B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stabilizers
hydroxychroman
polyolefins
tetramethyl
minutes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB63926A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Gerhard Reppe
Dr Heinz Pohlemann
Dr Matthias Seefelder
Dr Helmut Christoph
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB63926A priority Critical patent/DE1149165B/de
Publication of DE1149165B publication Critical patent/DE1149165B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/15Heterocyclic compounds having oxygen in the ring
    • C08K5/151Heterocyclic compounds having oxygen in the ring having one oxygen atom in the ring
    • C08K5/1545Six-membered rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Stabilisieren von Polyolefinen Es ist bekannt, daß man den nachteiligen Einfluß von Wärme, Sauerstoff und Licht auf Polyolefine, durch den unter anderem die mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Kunststoffe verschlechtert werden, durch Zusatz von Stabilisatoren verringern kann. Die bekannten Stabilisatoren genügen noch nicht den gestellten Anforderungen, da ihre Wirkungsdauer recht beschränkt ist und da sie in vielen Fällen zur Verfärbung neigen.
  • Aus der deutschen Auslegeschrift 1108 427 ist es auch bekannt, daß man Polymerisate des Propylens mit Umsetzungsprodukten von Alkylphenolen mit Ketonen, d. h. Gemischen mehrfach methylierter 2-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane stabilisieren kann. Die stabilisierende Wirkung dieser Verbindungen läßt jedoch zu wünschen übrig.
  • Es wurde nun gefunden, daß 5,7,8-Trimethyl-6-hydroxychroman, das in 2-Stellung durch ein oder zwei aliphatische Kohlenwasserstoffreste mit zusammen bis zu 14 Kohlenstoffatomen oder einen zweiwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 11 Kohlenstoffatomen substituiert ist, gegebenenfalls im Gemisch mit bekannten Polyolefinstabilisatoren, ein besonders wirksamer, nicht zur Verfärbung neigender Stabilisator für Polyolefine ist.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren ist unter anderem aus VogelKnobloch, Chemie und Technik der Vitamine, Enke-Verlag Stuttgart (1955), 1. Band, S. 279 ff., bekannt.
  • Man kann z. B. die Stabilisatoren durch Kondensation von Trimethylhydrochinon mit einem Alkylenbromid mittels Zinkchlorid in einem indifferenten Lösungsmittel, wie Benzin oder Cyclohexan, erzeugen.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren sind ähnlich wie natürliche Tocopherole aufgebaut, die seit langem zur Stabilisierung von Fetten und fetthaltigen Genußmitteln dienen. Dies ließ aber nicht voraussehen, daß die einfacher aufgebauten synthetischen Trimethylhydroxychromane bei Polyolefinen sehr gut stabilisierend wirken.
  • Folgende Verbindungen kommen beispielsweise als Stabilisatoren in Betracht: 2-Isobutyl-2, 5,7, 8-tetramethyl-6-hydroxychroman, 2,2-Pentamethylen-5,7,8-trimethyl-6-hydroxychroman, 2-N-Äthylpentyl-5,7,8-trimethyl-6-hydroxychroman, 2-Nonyl-2,5,7,8-tetramethyl-6-hydroxychroman, 2-Tridecyl-2,5,7,8-tetramethyl-6-hydroxychroman, 2-Tsohexenyl-2,5,7,8-tetramethyl-6-hydroxychroman.
  • Polyolefine, die sich mit Hilfe dieser Hydroxychromanverbindungen gegen den Einfluß von Licht, Wärme und Sauerstoff stabilisieren lassen, sind z. B. verzweigtes und lineares Polyäthylen, Polypropylen, Mischpolymerisate aus Äthylen und Propylen oder Polyisobutylen.
  • Die Stabilisatoren werden zweckmäßigerweise in Mengen von 0,01 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gewichtsmenge an Polyolefin, verwendet. Vorteilhaft sind vor allem Mengen von 0,05 bis 2 Gewichtsprozent. Als besonders wirksam erweisen sich die Verbindungen auch zusammen mit anderen bekannten Stabilisierungsmitteln, wie Verbindungen nach Art von 2,2'-Alkylen-bis-(4-alkyl-6-tert.-butylphenol),Thiodicarbonsäureestern oder Thiolactamen.
  • Man kann die Stabilisatoren in üblicher Weise, z. B. mit Hilfe einer Schneckenpresse oder eines Kneters oder durch Mischen der pulverförmigen Polyolefine mit einer Lösung des Stabilisators, einarbeiten. Bei den in den Beispielen genannten Teilen handelt es sich um Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 100 Teile Polypropylen (Grenzviskosität = 3,15) werden in einem Mischwerk innig mit 0,1 Teil 2 - - Äthylpentyl - 5,7,8 - trimethyl -6 - hydroxychroman vermischt und anschließend bei 190"C unter Luftzutritt gewalzt. Das Polymere wird dabei allmählich abgebaut. Seine Schmelzviskosität verringert sich, bis es beginnt, von den Walzen abzutropfen. Die Zeit bis zum Beginn des Abtropfens beträgt 64 Minuten. Bei dem gleichen Polypropylen ohne Zusatz beträgt die Zeit 6 bis 10 Minuten.
  • Bei analogen Versuchen mit 2-Tridecyl-2,5,7,8-tetramethyl-6-hydroxychroman, 2-Isohexenyl-2, 5,7, 8-tetramethyl-6-hydroxychroman und 2,2-Pentamethylen-5,7,8-trimethyl-6-hydroxychroman werden 78, 53 und 65 Minuten bis zum Flüssigwerden gemessen.
  • Werden bei einem analogen Versuch 100 Teile des Polypropylens mit einem Gemisch aus 0,1 Teil 2-Tridecyl-2,5,7,8-tetramethyl-6-hydroxychroman und 0,25 Teilen Thiodilaurylester stabilisiert, so beträgt die Zeit bis zum Beginn des Abtropfens 96 Minuten.
  • Beispiel 2 0,1 Teil 2-Nonyl-2,5,7,8- tetramethyl-6- hydroxy chroman werden in 15 cm3 Aceton gelöst und mit 100 Teilen Polypropylenpulver (Grenzviskosität 1 = 3,15) vermischt. Nach dem Trocknen wird die Mischung bei 190"C unter Luftzutritt gewalzt. Die Zeit bis zum Flüssigwerden beträgt 58 Minuten. Bei dem gleichen Polypropylen ohne Zusatz beträgt sie 6 bis 10 Minuten.
  • Verwendet man zur Stabilisierung des Polypropylens zusätzlich noch 0,25 Teile Thiodipropionsäuredilaurylester, so beträgt die Zeit bis zum Flüssigwerden 83 Minuten.
  • Dagegen beträgt die Zeit bis zum Flüssigwerden des Polypropylens nur 16 bzw. 14 bzw. 26 bzw. 28 Minuten, wenn manan Stelle eines 5,7, 8-Trimethyl-6-hydroxychromans 0,1 Teil eines nach den Angaben im Beispiel 1 der deutschen Auslegeschrift 1108 427 hergestellten Umsetzungsproduktes aus Nonylphenol und Aceton (A) bzw. aus Nonylphenol und Mesityloxyd (B) bzw. ein Gemisch aus 0,1 Teil A und 0,25 Teilen Thiodipropionsäuredilaurylester bzw. aus 0,1 Teil B und 0,25 Teilen Thiodipropionsäuredilaurylester verwendet.
  • Beispiel 3 100 Teile Polyisobutylen (K-Wert 211 nach Fikentscher) werden mit 0,1 Teil 2-Tridecyl-2,5, 7, 8-tetramethyl-6-hydroxychroman (I) gut vermischt und auf einem Walzwerk bei 170"C gewalzt. Alle 20Minuten wird eine Probe entnommen und der K-Wert bestimmt. Derselbe Versuch wird mit Polyisobutylen und 0,1 01o 2-Nonyl-2,5,7,8-tetramethyl-6-hydroxychroman (11) sowie mit unstabilisiertem Polyisobutylen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengestellt.
    Walzzeit K-Wert zu K-Wert g K-Wert
    Minuten ohne Zusatz mit 0,101, (I) | mit 0s1 O/o (II)
    0 211 211 211
    20 202 212 206
    40 202 206 205
    60 199 202 198
    80 187 202 198
    100 184 196 196
    120 148 196 193

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von 5,7, 8-Trimethyl-6-hydroxychroman, das in 2-Stellung durch ein oder zwei aliphatische Kohlenwasserstoffreste mit zusammen bis zu 14 Kohlenstoffatomen oder einen zweiwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 11 Kohlenstoffatomen substituiert ist, gegebenenfalls im Gemisch mit bekannten Polyolefinstabilisatoren, als Stabilisator für Polyolefine.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1108 427.
DEB63926A 1961-09-07 1961-09-07 Stabilisieren von Polyolefinen Pending DE1149165B (de)

Priority Applications (1)

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DEB63926A DE1149165B (de) 1961-09-07 1961-09-07 Stabilisieren von Polyolefinen

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DEB63926A DE1149165B (de) 1961-09-07 1961-09-07 Stabilisieren von Polyolefinen

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DE1149165B true DE1149165B (de) 1963-05-22

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DEB63926A Pending DE1149165B (de) 1961-09-07 1961-09-07 Stabilisieren von Polyolefinen

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DE (1) DE1149165B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1108427B (de) * 1958-04-04 1961-06-08 Hercules Powder Co Ltd Formmasse aus Homopolymerisaten von mindestens drei Kohlenstoffatome aufweisenden ª‡-Olefinen oder deren Mischpolymerisaten

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1108427B (de) * 1958-04-04 1961-06-08 Hercules Powder Co Ltd Formmasse aus Homopolymerisaten von mindestens drei Kohlenstoffatome aufweisenden ª‡-Olefinen oder deren Mischpolymerisaten

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