DE1037691B - Faserstoffduebel - Google Patents
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Description
Erfindung betrifft einen Faserstoffdübel mit einem zusammendrückbaren Faserstoffstrang, der von einer
durch Längsschlitze unterbrochenen, hülsenförmigen Fassung umgeben ist. Es ist bekannt, in Metallhülsen
eingefaßte Faserstoffdübel zu verwenden, um die Einführung des Dübels in ein Mauerloch od. dgl. zu erleichtern.
Diese bekannten Dübel mit zylindrischem Schaft weisen den Nachteil auf, daß jedem Dübeldurchmesser
ein bestimmter Lochdurchmesser zugeordnet sein muß, da zu einer brauchbaren Befestigung
der Durchmesser des Mauerlochs nur wenig größer sein darf als der Außendurchmesser des Dübels.
Dieser Umstand erfordert das Vorhandensein passender Werkzeuge für die Herstellung der Mauerlöcher
sowie bestimmte Schraubengrößen, um ein ausreichendes Zusammenpressen der Faserstoffeinlage und damit
genügende Haltekräfte zu erzielen. Wie Versuche gezeigt haben, reicht aber bei weichem, nachgiebigem
Wandmaterial die übliche Spreizwirkung der eingedrehten Schraube nicht aus, um einen sicheren Sitz
des Dübels in der Wand zu gewährleisten.
Es ist ferner bekannt, für Faserstoffdübel hülsenförmige Fassungen zu verwenden, die mit Längsschlitzen
versehen sind. Bei diesen Dübeln hilft der beim Eindrehen einer Schraube aus den Schlitzen heraustretende
Faserstoff den Dübel in dem Mauerloch festzuhalten. Diese bekannten Dübel enden einführungsseitig
in einer kreisförmigen Platte oder Kugelkalotte, deren Durchmesser dem Außendurchmesser
des Dübelschaftes entspricht. Die Längsschlitze der Dübelfassung enden dort, wo die kreisförmige Platte
oder Kugelkalotte beginnt. Auch hier reicht die Verdrängung des Faserstoffes durch die Schlitze hindurch
nicht zur einwandfreien Festlegung des Dübels aus, wenn das Wandmaterial weich und nachgiebig ist.
Aufgabe der Erfindung ist, einen Faserstoffdübel zu schaffen, der auch in weichem und nachgiebigem
Wandmaterial eine genügende Haltekraft aufweist. Der Grundgedanke besteht darin, den Dübel in ein zu
enges Mauerloch einzutreiben, ihn also beim Eintreiben zusammenzupressen, so daß er einen Druck
auf das Mauerwerk ausübt. Durch das nachträgliche Eindrehen einer Schraube in die Faserstoffüllung
wird der Druck des Dübels auf das Mauerwerk noch vergrößert.
Werden Faserstoffdübel mit zylindrischem Schaft und stumpfem oder kalottenförmigem Ende in ein zu
enges Mauerloch eingetrieben, so setzt die notwendige Deformation des Dübelendes dem Eintreiben einen
großen Widerstand entgegen. Die Eintreibkräfte müssen über die zylindrischen Fassungsteile vorwiegend
auf das stumpfe oder kalottenförmige Dübelende übertragen werden. Die zylindrischen Fassungsteile
müssen also sehr stark ausgebildet sein, damit
Anmelder:
Max Langensiepen Korn.-Ges.,
Emmendingen (Bad.), Freiburger Str. 9
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sie beim Eintreibvorgang nicht ausknicken. Der notwendigen Verstärkung der zylindrischen Fassungsteile
ist jedoch dadurch eine Grenze gesetzt, daß die Spreizung des Dübels behindert wird.
Durch die Erfindung sollen die genannten Nachteile der bekannten Faserstoffdübel beim Eintreiben in ein
Mauerloch, dessen Durchmesser wesentlich kleiner ist als der zylindrische Schaftdurchmesser des Dübels,
vermieden werden. Die Eigenschaft der Faserstoffeinlage, daß sie auf ein bestimmtes Maß zusammendrückbar
ist, wird dabei ausgenutzt. Die Grenze der radialen Zusammendrückbarkeit des Dübels soll durch
die Füllung (Faserstoff oder Kunststoff), nicht aber durch die Fassungsteile gegeben sein. Es muß aber
dafür gesorgt werden, daß das Ende des Dübels so ausgebildet ist, daß alle Teile, die einer radialen Zusammendrückung
größeren Widerstand entgegensetzen, in dem gewünschten Bereich der Zusammendrückung
eine von der bisher üblichen Form abweichende Ausbildung erfahren, damit gegen die
radiale Zusammendrückung ein möglichst geringer Widerstand entsteht. Insbesondere dürfen sich am
Dübelende bei radialer Zusammendrückung der Faserstoffeinlage in der Fassung keine Verzerrungen oder
Falten bilden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das einführseitige Ende der Dübelfassung
konisch verjüngt ist und die Längsschlitze der Fassung sich bis in den konischen Teil des Dübels
erstrecken. Dabei besteht die Fassung am einführseitigen Ende des Dübels zweckmäßig aus schmalen
Stegen. Am einführseitigen, verjüngten Ende des Dübels können quer zu den Längsschlitzen liegende
Einschnitte in dem Fassungsteil vorgesehen sein, die entweder als Querschlitze oder als trapez- oder herzförmige
Ausschnitte ausgebildet sind. Die Fassungsteile können auch durch wenigstens zwei etwa haarnadelförmig
gebogene Blechstreifen gebildet sein,
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deren Schenkel die Faserstoffeinlage umschließen und deren Scheitel an der Dübelspitze übereinanderliegen.
Beim Eintreiben des Dübels in ein engeres Mauerloch od. dgl. werden infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung
des Dübelendes wesentlich geringere Eintreibkräfte benötigt, weil die Schlitzkanten der Fassung
sich beim Eintreiben des Dübels auch am Dübelende ungehindert annähern können und die Fassungsteile
sich glatt an die Wandung des Mauerlochs anlegen.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Dübels nach der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform mit Querschlitzen am Ende der Längsschlitze,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform mit trapezförmig erweiterten Längsschlitzen,
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform mit herzförmig erweiterten Längsschlitzen und
Fig. 4 eine vierte Ausführungsform, bei der die Fassung aus haarnadelförmig gebogenen Blechstreifen
gebildet ist.
Bei dem Dübel nach Fig. 1 ist das einführseitige Ende als konisch geformter Napf !ausgebildet, dessen
Durchmesser d kleiner ist als der Durchmesser des Mauerlochs, in das der Dübel eingeführt werden soll.
Die zur Versteifung der Faserstoffeinlage 2 dienenden Fassungsteile 3 sind mit dem Napf 1 durch schmale
Stege 4 verbunden und zylindrisch geformt. Der Durchmesser D des von den Fassungsteilen 3 gebildeten
Zylinders ist ungefähr der größte Durchmesser, für den der Dübel verwendet werden kann. Die Fassungsteile
3 umfassen nicht den ganzen Umfang des Dübels, sondern lassen zwei Längsschlitze 5 frei. Am
Ende der Längsschlitze 5 sind im Bereich der konischen Verjüngung Qtierschlitze 6 vorgesehen, so
daß die Fassungsteile 3 nur durch die bereits erwähnten schmalen Stege 4 mit dem konischen Napf 1 am
Ende des Dübels verbunden sind. In Fig. 2 sind an Stelle der Quefschlitze 6 Abschrägungen vorgesehen,
so daß eine trapezförmige Erweiterung 7 am Ende der Längsschlitze 5 entsteht. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist am Ende der Längsschlitze 5 ein
herzförmiger Ausschnitt 8 vorgesehen und der konische Napf 1 dadurch noch weiter verkleinert. Wie
die Fig. 4 zeigt, braucht die Versteifung der Faserstoffeinlage nicht durch einen zylindrischen und mit
Längsschlitzen versehenen Mantel zu erfolgen, sondern es können auch einzelne, haarnadelförmig gebogene
Blechstreifen 9, 9 a und 9b verwendet werden, welche die Faserstoffeinlage 2 umfassen. Die an der
Dübelspitze übereinanderliegenden Scheitel 10 der Blechstreifen können durch einen Niet 11 od. dgl.
verbunden sein. Am anderen Ende des Dübels werden die Fassungsteile 3 von einer kreisringförmigen
Kappe 12 umfaßt und zusammengehalten. Diese Kappe, deren Durchmesser größer ist als der Dübeldurchmesser,
begrenzt zugleich das Einschieben des Dübels in das Mauerloch. Beim Einbringen des Dübels
in engere Mauerlöcher passen sich die zylindrischen Fassungsteile 3 dem Lochdurchmesser an und verformen
sich zu einem Zylinder kleineren Durchmessers, ohne daß im Bereich des Dübelendes Verzerrungen
oder Falten in den Fassungsteilen 3 auftreten. Diese Verformung kann so weit gehen, bis die
Grenze der Zusammendrückbarkeit der Faserstoffeinlage 2 erreicht und die Breite der Längsschlitze 5
gleich Null geworden ist.
Bei der Verwendung des Dübels gemäß der Erfindung ergeben sich folgende Vorteile:
In Mauerlöchern, die größer sind als der Dübeldurchmesser und in denen er also lose sitzt, kann
durch Zusammenpressen des Faserstoffstranges in axialer Richtung noch ein ausreichender Preßdruck
bei Verwendung einer starken Schraube erzielt werden. Der Dübel läßt sich aber auch in Löcher einbringen,
deren Durchmesser beträchtlich kleiner ist als der Dübeldurchmesser. Es genügt dann eine dünne
Schraube, da der Faserstoff in dem engen Loch bereits durch den Dübelmantel zusammengepreßt ist.
Die Art der Versteifung läßt eine größere Verformung des Dübels zu, so daß er insbesondere für
Löcher in weicherem Baumaterial geeignet ist. Beim Eindrehen der Schraube in den beim Einbringen des
Dübels bereits zusammengepreßten Faserstoff wird eine größere Spreizwirkung als sonst erzielt.
Claims (6)
1. Faserstoffdübel mit einem zusammendrückbaren Faserstoffstrang, der von einer durch Längsschlitze
unterbrochenen, hülsenförmigen Fassung umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dübel an seinem einführseitigen Ende (1) konisch verjüngt ist und die Längsschlitze (5) der Fassung
(3) sich bis in den konischen Teil des Dübels erstrecken.
2. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassung (3) am einführseitigen
Ende (1) des Dübels aus schmalen Stegen (4) besteht.
3. Dübel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassung (3) im Bereich des
konisch verjüngten Dübelteiles quer zu den Längsschlitzen (5) liegende Einschnitte aufweist.
4. Dübel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte aus quer verlaufenden
Schlitzen (6) bestehen.
5. Dübel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte durch trapez- oder
herzförmige Erweiterungen (7, 8) der Längsschlitze (5) gebildet sind.
6. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassung aus wenigstens zwei
etwa haarnadelförmig gebogenen Blechstreifen (9, 9 a, 9 b) gebildet ist, deren Schenkel den Faserstoffstrang
(2) umschließen und deren Scheitel (10) an der Dübelspitze übereinanderliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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