DE10349458A1 - Airbagmodul mit einem am Diffusor gehalterten Gasgenerator - Google Patents
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Abstract
Ein
Airbagmodul mit einem Gehäuse,
einem in dem Gehäuse
angeordneten Gasgenerator, einem diesen wenigstens teilweise umschließenden und
mit dem Gehäuse
verbundenen Diffusor und mit einem von einer Gehäuseabdeckung übergriffenen,
auf den Diffusor gefalteten Gassack ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasgenerator (3) ohne eine Verbindung mit dem Gehäuse (13) über Halterungen
(5) unmittelbar am Diffusor (2) gehaltert ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Airbagmodul mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse angeordneten Gasgenerator, einem diesen wenigstens teilweise umschließenden und mit dem Gehäuse verbundenen Diffusor und mit einem von einer Gehäuseabdeckung übergriffenen, auf den Diffusor gefalteten Gassack.
- Ein Airbagmodul mit den vorgenannten Merkmalen ist in der
EP 1 101 589 A2 beschrieben; hierbei ist als Träger einer aus Diffusor und Abdeckung für den Gassack bestehenden Gehäusebaugruppe ein ringförmiges Basiselement als Trägerteil über mehrere an seinem Umfang verteilte Raststifte mit dem Lenkradskelett verbindbar. Der Diffusor ist seinerseits über mehrere umfänglich verteilte Führungszapfen und darauf sitzende Federn derart mit dem Basiselement verbunden, dass die Gehäusebaugruppe auf den Federn und damit sozusagen schwimmend auf dem Basiselement auflagert. Der von dem Diffusor als Teil der Gehäusebaugruppe teilweise übergriffene Gasgenerator ist im Zentrum des ringförmigen Basiselements angeordnet und mit dem inneren Randbereich Diffusor als Teil der Gehäusebaugruppe teilweise übergriffene Gasgenerator ist im Zentrum des ringförmigen Basiselements angeordnet und mit dem inneren Randbereich des Basiselements über elastische Koppelelemente verbunden, so dass der Gasgenerator seinerseits unabhängig von der Gehäusebaugruppe an dem Basiselement unter Einbeziehung von Schwingungstilgern aufgehängt ist. - Mit dem bekannten Airbagmodul ist der Nachteil verbunden, dass für die Halterung des Gasgenerators neben der Gehäusebaugruppe eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit bereitzustellen ist, so dass Herstellung und Montage der Halterung des Gasgenerators entsprechend aufwendig sind; es kommt hinzu, dass Airbagmodule insbesondere für die Fahrerseite bei verschiedenen Fahrzeugen in unterschiedlichen Einbausituationen eingebaut werden, wobei nur in einem Teil der Einbaufälle die Anordnung von Schwingungstilgern erforderlich ist. Somit sind in Abhängigkeit von den jeweiligen Einbaugegebenheiten unterschiedliche Bauformen von Airbagmodulen vorzuhalten.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Airbagmodul mit den gattungsgemäßen Merkmalen derart weiterzubilden, dass Herstellung und Montage des Airbagmoduls vereinfacht und die Bauweise der Airbagmodule standardisierbar ist.
- Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser Beschreibung nachgestellt sind.
- Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass der Gasgenerator ohne eine Verbindung mit dem Gehäuse über Halterungen unmittelbar am Diffusor gehaltert ist. Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, dass aufgrund der Verbindung von Diffusor und Gasgenerator eine Vormontage dieser Bauteile zu einer Baugruppe möglich ist, die anschließend nur noch in an sich bekannter Weise mit dem Gehäuse des Airbagmoduls zu verbinden ist. Im Hinblick auf die wahlweise Auslegung des Airbagmoduls ohne und mit Schwingungstilgern sind keine besonderen konstruktiven Änderungen des Airbagmoduls erforderlich. Damit bleiben die Einbauverhältnisse des Airbagmoduls gleich, und insbesondere tritt keine Änderung bei dem Packen des gefalteten Gassacks in das Gehäuse des Airbagmoduls ein.
- Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gasgenerator über entsprechend starr ausgebildete Halterungen fest mit dem Diffusor verbunden ist, wobei beispielsweise durch eine entsprechende Geometrie der Halterungen die erforderliche Steifheit einstellbar ist.
- Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Gasgenerator über die Halterungen relativ beweglich zum Diffusor angeordnet ist; durch eine bewegliche Aufhängung des Gasgenerators am Diffusor wirkt der Gasgenerator selbst aufgrund seines vergleichsweise großen Gewichts als Schwingungstilger, so dass auf gesonderte Bauteile verzichtet werden kann; hiermit sind Montage und Herstellung des Airbagmoduls vereinfacht.
- Vorzugsweise sind die Halterungen als Federelemente ausgebildet, die nach einem Ausführungsbeispiel die Form von geschwungenen Befestigungsstegen haben können.
- Soweit nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung die Halterungen bzw. die Federelemente einstückig mit dem Diffusor verbunden sein können, ergibt sich eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung dadurch, dass die Halterungen als aus der Wandung des Diffusors herausgetrennte Laschen gebildet sind.
- Alternativ können die Halterungen aber auch als gesonderte Bauteile ausgebildet und an dem Diffusor festlegbar, beispielsweise aufgrund einer entsprechenden Ausbildung von Diffusor und Halterungen miteinander verrastbar sein.
- Zum Anschluss des Gasgenerators an die Halterungen kann der Gasgenerator an seinem äußeren Umfang mit einem Flansch versehen sein, an dem die Halterungen mit ihren vom Diffusor nach innen wegstehenden Enden angreifen und mit dem Gasgenerator vorzugsweise im Wege einer Rastverbindung verbunden sind. Hierbei ist nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass die freien inneren Enden der Halterungen untereinander zu einem Rastkranz verbunden sind, der seinerseits mit dem Umfangsflansch des Gasgenerators verrastet.
- Vorzugsweise bestehen die Halterungen aus Metall, so dass bei der Herstellung des Airbagmoduls im Gegensatz zum Stand der Technik nicht unterschiedliche Materialien verarbeitet werden müssen, soweit beispielsweise im Stand der Technik die Schwingungstilger aus einem Elastomermaterial bestehen.
- In vorteilhafter Weise ist eine Standardisierung des Airbagmoduls dann gegeben, wenn die an dem Diffusor befindlichen Halterungen grundsätzlich beweglich ausgebildet sind und für Anwendungsfälle einer starren Festlegung des Gasgenerators gegenüber dem Diffusor ein gesondertes Bauteil vorgesehen ist, mittels dessen die beweglichen Halterungen gegenüber dem Diffusor festlegbar sind, so dass dadurch die gewünschte starre Verbindung zwischen Gasgenerator und Diffusor verwirklicht wird. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen an der Innenwandung des Diffusors einschiebbaren Ring handeln, der die abstehenden Enden der Halterungen untergreift und diese dadurch festlegt.
- Bei einer derartigen beweglichen Aufhängung des Gasgenerators am Diffusor kann die Anpassung der Eigenfrequenz des Systems durch Änderung der Geometrie, der Vorspannung, des Materials oder teilweises Weglassen der Federelemente erfolgen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches nachstehend beschrieben ist. Es zeigen:
-
1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Airbagmoduls, -
2 eine geschnittene Seitenansicht auf die Schnittlinie A-A in1 . -
1 zeigt ein Airbagmodul1 , bestehend aus einem Diffusor2 und einem Gasgenerator3 . Am Diffusor2 sind längliche, sich in axialer Richtung erstreckende und über den Umfang verteilte Diffusoröffnungen4 vorgesehen, die – wie noch zu beschreiben sein wird – durch das Heraustrennen von Halterungen5 aus der Wandung des Diffusors2 gebildet sind. Der Diffusor2 hat eine den Gasgenerator3 in sich aufnehmende und dadurch umschließende topfförmige Form. Gasgenerator3 und Diffusor2 sind im wesentlichen rotationssymmetrisch angeordnet und eignen sich daher besonders zur Integration in ein für einen Lenkradeinbau vorgesehenes Airbagmodul. Der im einzelnen nicht dargestellte Gassack des Airbagmoduls ist auf den Diffusor2 aufgefaltet und wird von einer ebenfalls nicht dargestellten und mit einer Gehäuseplatte13 zu verbindenden Abdeckung für den Gassack verbunden. - Der Gasgenerator
3 ist mittels der in ihrer Ausbildung im einzelnen noch zu beschreibenden Halterungen5 unmittelbar am Diffusor2 befestigt. - Wie sich aus
2 ergibt, sind in der Wandung6 des Gasgenerators3 Austrittsöffnungen7 für das vom Gasgenerator erzeugte Gas vorgesehen; durch diese Austrittsöffnungen7 tritt das im Gasgenerator3 erzeugte Gas in den Zwischenraum8 zwischen Gasgenerator3 und Diffusor2 und von hier aus durch die Diffusoröffnungen4 in den nicht dargestellten Gassack, der sich dadurch entfaltet. - Die Halterungen
5 sind einstückig mit dem Diffusor2 ausgebildet und sind durch Herausstanzen von Laschen aus der Diffusorwand9 und anschließendes Biegen des freien Endes der Laschen in den Zwischenraum8 gebildet. Die Halterungen5 sind geschwungen und dadurch federnd ausgestaltet und damit geeignet, Schwingungen des im Verhältnis schwereren Gasgenerators3 zu dämpfen. Wenn die Verbindung zwischen Gasgenerator und Diffusor2 starr ausgebildet werden soll, so reicht hierzu eine einfache geometrische Abwandlung der Halterungen in eine steifere, gradlinige Form. - Um alternativ eine starre Halterung des Gasgenerators
3 an einem in2 dargestellten Diffusor2 zu verwirklichen, können nicht dargestellte Mittel zur Blockierung oder Dämpfung der federnden Halterungen5 vorgesehen werden, in dem beispielsweise ein entsprechender Klemmring zur Festlegung der Halterungen5 eingeschoben wird. - Die Halterungen
5 sind an ihrem dem Gasgenerator3 zugeordneten Ende als Rastklammer10 ausgeformt und bilden in ihrer Gesamtheit einen umlaufenden Rastkranz, der einen an dem Gasgenerator3 ausgebildeten umlaufenden Umfangsflansch11 umgreift und mit diesem verrastet, wodurch auf einfachste Weise eine unmittelbare Verbindung zwischen Diffusor2 und Gasgenerator3 gebildet ist. - Der Diffusor
2 mit dem daran gehalterten Gasgenerator3 ist mittels auf seinem Umfang angeordneter Schraubverbindungen12 mit der Gehäuseplatte des Airbagmoduls verbunden. - Im gezeigten Ausführungsbeispiel bestehen der Diffusor
2 sowie die damit einstückig ausgebildeten Halterungen5 aus Metall. - Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentansprüchen, der Zusammenfassung und der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
Claims (14)
- Airbagmodul mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse angeordneten Gasgenerator, einem diesen wenigstens teilweise umschließenden und mit dem Gehäuse verbundenen Diffusor und mit einem von einer Gehäuseabdeckung übergriffenen, auf den Diffusor gefalteten Gassack, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (
3 ) ohne eine Verbindung mit dem Gehäuse (13 ) über Halterungen (5 ) unmittelbar am Diffusor (2 ) gehaltert ist. - Airbagmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (
3 ) über entsprechend starr ausgebildete Halterungen (5 ) fest mit dem Diffusor (2 ) verbunden ist. - Airbagmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (
3 ) über die Halterungen (5 ) relativ beweglich zum Diffusor (2 ) angeordnet ist. - Airbagmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) als elastisch federnde Elemente ausgebildet sind. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) als geschwungene Befestigungsstege ausgebildet sind. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) einstückig mit dem Diffusor (2 ) verbunden sind. - Airbagmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) als aus der Wandung des Diffusors (2 ) herausgetrennte Laschen gebildet sind. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) als gesonderte Bauteile ausgebildet und an dem Diffusor (2 ) festlegbar sind. - Airbagmodul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) mit dem Diffusor (2 ) verrastbar sind. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) mit ihrem von dem Diffusor (2 ) abstehenden freien Ende an einem am Gasgenerator (3 ) ausgebildeten umlaufenden Flansch (11 ) angreifen. - Airbagmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) mit dem Flansch (11 ) verrastbar sind. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) an ihrem von dem Diffusor (2 ) abstehenden Ende einen umlaufenden Rastkranz ausbilden. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (
5 ) aus Metall bestehen. - Airbagmodul nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zur beweglichen Halterung des Gasgenerators (
3 ) am Diffusor (2 ) herangezogenen Halterungen (5 ) mittels wenigstens eines gesonderten Bauteils derart festlegbar sind, dass sich eine starre Verbindung zwischen Gasgenerator (3 ) und Diffusor (2 ) ergibt.
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