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Gattersägemaschine Die Erfindung betrifft eine Gattersägemaschine
mit zusätzlichen, den Vorhang der Sägeblätter entsprechend der Vorschubgeschwindigkeit
für das Werkstück ändernden Vorstelleinrichtungen.
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Bei Gattersägemaschinen der vorgenannten Art ist es bereits bekanntgeworden,
den Vorhang der Sägeblätter an die Vorschubgeschwindigkeit dadurch anzupassen, daß
man die einzelnen Einstellglieder über Kupplungen mit dem Antrieb verbindet, um
dann je nach den Einstellerfordernissen die eine oder andere Kupplung von Hand einzulegen.
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Die Erfindung betrifft eine verbesserte selbsttätige Einstellvorrichtung,
welche die Leistungsfähigkeit der Gattersägemaschine heraufsetzt. Erfindungsgemäß
besteht die Verstellvorrichtung aus einer Mehrzahl von hydraulischen Stellmotoren,
deren Zylinder an die Sägerahmenführungen angeschlossen und deren Kolben mit dem
Gatterständer fest verbunden sind. Ein bei Veränderung der Blockholzstärke impulsgebender,
mit einem Kolben ausgerüsteter Gebermotor, dessen Zylinderräume mit den Zylinderräumen
auf beiden Seiten sämtlicher Stellmotorkolben durch Leitungen miteinander in Reihe
verbunden sind, so daß diese Leitungen zusammen mit den Stellmotorzylindern einen
geschlossenen Kreis bilden, bewirkt, daß die Stellmotoren den Bewegungen des Gebermotors
gleichsinnig und im Gleichlauf untereinander folgen. Derartige Gleichlaufführungen
mehrerer hydraulischer Motore sind an sich bekannt.
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Vorzugsweise ist der Kolben des Gebermotors an die obere Walze des
Vorschubwalzenpaares angeschlossen, die bei Änderung der Blockholzstärke ihre Lage
ändert. Zweckmäßig wird der Durchmesser des Kolbens des Gebermotors kleiner gewählt
als der der Kolben der Stellmotore, um zwischen Gebermotor und Stellmotoren eine
Weguntersetzung herbeizuführen.
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Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf ein in der Zeichnung
beispielsweise dargestelltes Ausführungsbeispiel näher beschrieben. Es zeigt Fig.
1 eine gemäß der Erfindung ausgebildete Gattersägemaschine, in der Vorschubrichtung
des Blockholzes und teilweise im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 gesehen,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Gattersägemaschine in teilweisem Schnitt nach der
Linie II-II der Fig. 1. Fig. 3 ein Schema der Steuerung des Vollgatters. In dem
festen Gatterständer 10 der Gattersägemaschine ist ein rechteckiger Sägerahmen 12
auf- und abwärts beweglich angeordnet. Der Sägerahmen 12 ist unten mit Gleitklötzen
14 versehen, die an lotrechten festen Führungen 16 gleiten. Hier ist ferner eine
von einem (nicht dargestellten) Motor angetriebene Pleuelstange 18 auf einem Kurbelzapfen
20 gelagert. Oben ist der Sägerahmen mit zwei Gleitklötzen 22 versehen, die an zwei
lotrechten Führungen 24 und 26 gleiten und von diesen geführt werden. Die Führungen
24 sind oben und unten miteinander über den Zylinder je eines Stellmotors 28 bzw.
30 verbunden, in denen je ein Kolben 32 angebracht ist. Jeder der Kolben 32 sitzt
auf einer waagerechten Kolbenstange 34, die jeweils mit dem Gatterständer 10 fest
verbunden ist. In derselben Weise sind die Führungen 26 mit dem Zylinder je eines
Stellmotors 36 bzw. 38 fest verbunden, der jeweils einen Kolben 40 auf einer am
Gestell befestigten waagerechten Kolbenstange 42 umschließt.
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Im Sägerahmen ist eine Anzahl von Sägeblättern 44 oben und unten mit
Hilfe von Angeln 46 bzw. 48 eingespannt. Die Schneiden 50 jedes Sägeblattes sind
im Verhältnis zu dem Blockholz, im dargestellten Ausführungsbeispiel einem Langholzstamm
56, etwas schräg gestellt, um dien Stamm mit Überhang angreifen zu können. Den Winkel
des Überhanges regeln die Stellmotore 28, 30, 36 und 38 in Abhängigkeit von wechselnder
Stärke des Blockes selbsttätig ein, wie nachstehend näher beschrieben ist.
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Die Gattersägemaschine hat zwei vordere, waagerecht gelagerte Vorschubwalzen
52 und 54, zwischen denen der Block 56 den Sägeblättern 44 zugeführt wird. Ferner
ist an der Rückseite der Maschine ein zweites Walzenpaar vorgesehen, von dem nur
eine untere Walze 57 in der Fig. 2 gezeigt ist. Die Walzen werden gemeinsam durch
einen Motor 58, z. B. über Kettenräder 59, 60, eine um diese laufende Treibkette
61 od. dgl., ineinandergreifende Zahnräder 62, 63 und Kettenräder 64, 65 und' 66
sowie eine um letztere laufende Kette 68 angetrieben. Diese A-ntriebsvo,rrichtung
ist in bekannter Weise so ausgestaltet, daß sie
eine Verschiebung
der Oberwalzen in lotrechter Richtung entsprechend der Stärke des Blockes oder Stammes
56 gestattet. Die unteren Walzen 52, 57 können von teleskopartigen Hebvorrichtungen
70 in der Arbeitslage gehalten und bei Bedarf gesenkt werden, um das Innere der
Maschine leicht zugänglich zu machen. Während des Betriebes sind diese Walzen jedoch
in bezug auf ihre Höhenlage unbeweglich.
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Die Oberwalzen werden von je einem Joch 72 getragen, das mit Hilfe
von Schuhen 74 zwischen lotrechten Führungen 76 geführt wird. Auf dem Joch 72 der
Walze 54 ist eine Kolbenstange 78 um einen Zapfen 80 drehbar gelagert. Die Kolbenstange
78 ist mit einem Kolben 82 (Fig. 3) versehen, der in dem festen Zylinder eines Gebermotors
84 gleiten kann. Vom oberen Zylinderraum des Gebermotors 84 führt eine Leitung 86
zu dem in der Vorschubrichtung der Blöcke gesehen hintenliegenden Zylinderraum des
Stellmotors 28. Der vordere Zylinderraum des Stellmotors 28 und der hintere Zylinderraum
des Stellmotors 30 sind. durch eine Leitung 88 miteinander verbunden. Leitungen
90 und 92 verbinden in derselben Weise die Zylinderräume der Stellmotore 30, 36
und 38. Vom vorderen Zylinderraum des Stellmotors 38 führt eine Leitung 94 zum unteren
Zylinderraum des Gebermotors 84. Die Stellmotore und der Gebermotor sind also miteinander
zu einem geschlossenen hydraulischen Gestängezug verbunden. Die Gestängeräume sind
mit einer Flüssigkeit, wie z. B. Öl, gefüllt. Die Flüssigkeit kann unter atmosphärischem
oder unbedeutendem Überdruck stehen, wobei unvermeidbare Änderungen des Volumens
infolge Temperaturschwankungen mit Hilfe einer geschlossenen, ein Gas, wie z. B.
Luft, enthaltenden Ausdehnungsvorrichtung ausgeglichen werden.
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Der Durchmesser des Geberkolbens 82 ist kleiner und beträgt z. B.
ein Drittel des Durchmessers der Kolben 32 und 40. Wenn also der Geberkolben 82
um eine bestimmte Strecke verschoben wird, so beträgt die entsprechende Verschiebung
der Kolben 32 und 40 nur einen Bruchteil davon. Das Übersetzungsverhältnis kann
in der Größenordnung 1 : 20 liegen.
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Bei der gezeigten Ausführungsform ist an einem mit den Führungen 24
und 26 fest verbundenen Teil, wie beispielsweise einem der Stellmotorzylinder, ein
Arm 96 befestigt, der den Führungen bei deren waagerechter Bewegung folgt. Diese
Bewegung wird durch einen Gelenkarm 98 auf einen Geschwindigkeitsregler 100 übertragen,
der seinerseits durch die Leitung 102 den Motor 58 beeinflußt.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet wie folgt: Die Vorschubwalze
54 stellt sich in ihrer Höhe entsprechend dem Durchmesser des zwischen den Walzen
52 und 54 befindlichem Teiles des Blockes oder Stammes 56 ein. Wie oben erwähnt,
haben die Sägeblätter 44 in der lotrechten Ebene einen solchen Überhang, daß der
obere Teil der Zähne etwas mehr dem Block oder Stamm genähert ist als ihr unterer
Teil. Das Sägen erfolgt während des Abwärtsganges des Sägerahmens 12. Infolge des
Überhanges laufen die Zahnrücken trotz des fortgehenden Vorschubes des Blockes oder
Stammes beim Aufwärtsgang frei durch das Holz. Nimmt die Stärke des Blockes während
des Vorschubes zu, so hat dies zur Folge, daß die Walze 54 vom Block angehoben wird.
Dieser Bewegung folgt der Kolben 82 des Gebermotors 84. Die Gestängeflüssigkeit
verschiebt dann die Kolben der Stellmotore 28, 30, 36 und 38 und damit die Führungen
24, 26 in solcher Richtung, daß der Überhang der Sägeblätter 44 kleiner wird. Gleichzeitig
betätigt der Regler 100 den Antriebsmotor 58 der Vorschubwalzen, so daß er langsamer
läuft und der Vorschub sich verlangsamt. Nimmt, umgekehrt, der Durchmesser des Blockes
ab, erfolgt eine Betätigung des hydraulischen Gestänges in umgekehrter Richtung,
was zur Folge hat, daß der Überhang und die Drehzahl des Motors 58 größer werden.
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Zwischen dem Antriebsmotor und den Vorschubwalzen kann ein stufenloses,
z. B. ein hydraulisches Getriebe eingesetzt sein, das bei bei gleichbleibender Drehzahl
des Motors das Übersetzungsverhältnis und damit die Vorschubgeschwindigkeit der
Walzen in Abhängigkeit von der Höhenlage der Oberwalze 54 ändert.