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DE1031780B - Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden

Info

Publication number
DE1031780B
DE1031780B DEM26827A DEM0026827A DE1031780B DE 1031780 B DE1031780 B DE 1031780B DE M26827 A DEM26827 A DE M26827A DE M0026827 A DEM0026827 A DE M0026827A DE 1031780 B DE1031780 B DE 1031780B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
formula
weight
isocyanate
chloro
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM26827A
Other languages
English (en)
Inventor
David John Beaver
Richmond Heights Miss
Paul Joseph Stoffel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Chemicals Ltd filed Critical Monsanto Chemicals Ltd
Publication of DE1031780B publication Critical patent/DE1031780B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/18Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas
    • C07C273/1809Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas with formation of the N-C(O)-N moiety
    • C07C273/1818Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas with formation of the N-C(O)-N moiety from -N=C=O and XNR'R"
    • C07C273/1827X being H

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden der allgemeinen Formel in welcher R einen halogenierten benzolischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, dessen Orthostellungen unsubstituiert sind, und X' und X" gleich oder verschieden sind und Chlor oder Brom darstellen. Beispiele von R sind: 3 - Chlorphenyl, 4 - Chlorphenyl, 3 - Bromphenyl, 4-Bromphenyl, 3,4-Dichlorphenyl, 3,4,5-Trichlorphenyl, 3,4,5-Tribromphenyl, 3-Chlor-4-methylphenyl, 4-Chlor-3-methylphenyl, 3,5-Dichlor4-methylphenyl, 4-Chlor-3,5-dimethylphenyl, 3-Chlor-4-äthylphenyl, 3-Chlor-4-isopropylphenyl, 3-Chlor-4-n-butylphenyl, 3-Chlor-4-tert.-butylphenyl, die verschiedenen Chlorbiphenylyle, wie 3-Chlor-4-biphenylyl und 3-Chlor-4-(4-chlorphenyl) -phenyl od. dgl. R kann ein mono- oder polyhalogenierter benzolischer, in den oStellungen unsubstituierter Kohlenwasserstoffrest sein, welcher vorzugsweise nicht mehr als drei Halogensubstituenten enthält, die gleich oder verschieden sein können. Die neuen Verbindungen, bei denen R ein halogenierter benzolischer Kohlenwasserstoffrest ist, der frei von Orthosubstituenten ist (d. h. bei dem die 2- und 6-Stellungen unsubstituiert sind), haben wertvolle Eigenschaften als Bakteriostatica.
  • Die neuen Verbindungen werden erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß man ein dihalogeniertes Anilin der Strukturformel X' - - N H2 X" -. mit einem Isocyanat der Formel R N C 0 O oder daß man ein dihalogeniertes Isocyanat der Strukturformel X' .-N = C = O X"-mit einem Amin der Formel ROH2, wobei X', X" und R die vorstehend angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels umsetzt. Als inerte Lösungsmittel können dabei Diäthyläther, Diisopropyläther, Methylbutyläther, die flüssigen Alkane od. dgl. verwendet werden. Die bei der Herstellung der neuen Verbindungen angewendeten Reaktionstemperaturen hängen von den besonderen Reaktionspartnern ab und liegen im allgemeinen zwischen Raumtemperatur und der Rückflußtemperatur des Systems.
  • Die gemäß der Erfindung erhaltenen neuen Verbindungen besitzen wertvolle Eigenschaften als bakteriostatische Mittel.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 In ein Reaktionsgefäß, das mit einem Thermometer, einem Rührwerk und einem Rückflußkühler ausgestattet war und 8,1 Gewichtsteile 3,4-Dichloranilin in annähernd 57 Gewichtsteilen Diäthyläther enthielt, wurde tropfenweise eine Lösung von 7,7 Gewichtsteilen (= äquimolare Menge) 4-Chlorphenylisocyanat in annähernd 15 Gewichtsteilen Diäthyläther mit einer solchen Geschwindigkeit zugesetzt, daß ein schwacher Rückfluß aufrechterhalten wurde. Nach Vollendung des Isocyanatzusatzes wurde die Reaktionsmasse 1 Stunde lang gerührt. Die Masse wurde filtriert und der Rückstand mit Diäthyläther gewaschen. Das getrocknete Produkt bestand aus einem weißen flockigen Feststoff, der nach Umkristallisation aus Äthanol feine weiße Plättchen von 4,3',4'-Trichlorcarbanilid, F. = 255,2 bis 256,0° C (88 O/c Ausbeute), ergab.
  • Bei Ausführung der vorstehenden Verfahrensweise, wobei jedoch das 3,4-Dichloranilin durch 3,4-Dibrom- anilin ersetzt wurde, wurde 4-Chlor-3' ,4'-dibrom-carbanilid, F. = 208,5 bis 209° C, erhalten.
  • Beispiel 2 In ein Reaktionsgefäß wurden 8,1 Gewichtsteile 3,4-Dichloranilin, annähernd 72 Gewichtsteile Diäthyläther und annähernd 7,7 Gewichtsteile 3-Chlorphenylisocyanat eingebracht und während ungefähr 1 Stunde bei Raumtemperatur innig gemischt. Die Masse wurde filtriert und der Rückstand mit Diäthyläther gewaschen. Das getrocknete Produkt war ein weißer Feststoff, der nach Umkristallisation aus Äthanol weiße Nadeln von 3,3',4'-Trichlor-carbanilid, F. = 210,7 bis 211,3° C (92 0/o Ausbeute), ergab.
  • Bei Ausführung der vorstehenden Verfahrensweise, wobei jedoch das 3,4-Dichloranilin durch 3-Chlor-4-bromanilin ersetzt wurde, wurde 3,3'-Dichlor4'-brom-carb anilid erhalten.
  • Beispiel 3 In ein Reaktionsgefäß wurden 4,3 Gewichtsteile 3,4-Dichloranilin, annähernd 72 Gewichtsteile Diäthyläther und annähernd 5 Gewichtsteile 3 ,4-Dichlorphenyl-isocyanat eingebracht und während ungefähr 1 Stunde bei Raumtemperatur innig gemischt. Die Masse wurde filtriert und der Rückstand mit Diäthyläther ausgewaschen. Das getrocknete Produkt bestand aus einem weißen Feststoff, der nach Umkristallisation aus Äthanol weiße Körner von 3,4,3',4'-Tetrachlorcarbanilid, F. = 281 bis 282° C (100 01o Ausbeute), ergab.
  • Beispiel 4 In ein Reaktionsgefäß wurden 5,3 Gewichtsteile 3,4,5-Trichloranilin, annähernd 72 Gewichtsteile Diäthyläther und annähernd 5 Gewichtsteile 3,4Dichlorphenylisocyanat eingebracht und während ungefähr 2 Stunden bei 35° C innig gemischt. Die Masse wurde filtriert und der Rückstand mit Diäthyläther ausgewaschen. Das getrocknete Produkt war ein weißer Feststoff, der nach Umkristallisation aus Äthanol weiße Nadeln von 3,4,3',4',5'-Pentachlor-carbanilid, F. = 308 bis 3090 C (90,10/, Ausbeute), ergab.
  • Die Verbindungen gemäß der Erfindung von der allgemeinen Formel in der R ein monochloriertes benzolisches Kohlenwasserstoffradikal, das frei von Orthosubstituenten ist, darstellt, haben, wie gefunden wurde, außerordentlich gute bakteriostatische Eigenschaften.
  • Zur Veranschaulichung dieser Eigenschaften wurden Lösungen von 3,3' ,4'-Trichlorcarbanilid und 4,3',4'-Tri chlorcarbanilid mit Lösungen von 4,4'-Dichlorcarbanilid, 4,2',4'-Trichlorcarbanilid (F. = 253,0 bis 253,80 C) und 2,4,2',4'-Tetrachlorcarbanilid (F. = 261 bis 263° C) ver glichen. Die Lösungen wurden zu einem Sabourardschen Dextrose-Agaragar-Medium jeweils in solchen Mengen zugesetzt, daß Konzentrationen von 10 bzw. 1 und 0,1 Teilen der entsprechenden Verbindung je Million Teile Agaragar erhalten wurden. Das Agaragar wurde dann in jedem Falle in eine Petrischale gegossen, härten gelassen und dann mit einer Standardkultur von Micrococcus Pyogenes var. aureus von normaler Resistenz geimpft. Die Inkubation wurde in jedem Falle gleichzeitig bei 37° C während 48 Stunden ausgeführt. Das Ausmaß des Wachstums ist aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich.
    sonzentration
    Teile,íMillion
    10 1 1 0,1
    4,4'-Dichlorcarbanilid . . . . stark stark stark
    3,3',4'-Trichlorcarbanilid . . kein kein kein
    4,3',4'-Tricblorcarbanilid . . kein kein kein
    4,2',4'-Trichlorcarbanilid . . stark stark stark
    2,4,2',4'-Tetrachlor-
    carbanilid ........ . stark stark stark

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden der allgemeinen Formel in welcher X' und X" gleich oder verschieden sind und Chlor oder Brom darstellen und R einen halogenierten benzolischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, dessen Orthostellungen unsubstituiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß man ein dihalogeniertes Anilin' der Strukturformel mit einem Isocyanat der Formel R - N = C = 0 oder ein dihalogeniertes Isocyanat der Strukturformel mit einem Amin der Formel RNH2, wobei X', X" und R die oben angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 215 328.
DEM26827A 1954-04-16 1955-04-15 Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden Pending DE1031780B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1031780XA 1954-04-16 1954-04-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1031780B true DE1031780B (de) 1958-06-12

Family

ID=22293799

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM26827A Pending DE1031780B (de) 1954-04-16 1955-04-15 Verfahren zur Herstellung von halogenierten Carbaniliden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1031780B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH215328A (de) * 1938-06-16 1941-06-15 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung eines Harnstoffderivates.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH215328A (de) * 1938-06-16 1941-06-15 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung eines Harnstoffderivates.

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