DE10300835B4 - Befestigungssystem für Anschlagschienen - Google Patents
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Abstract
System
zur Befestigung mindestens einer Anschlagschiene (1) auf einer Auflage
(3), bestehend aus Anschlagschiene (1), einer Auflage (3), auf deren
Auflageebene (I) die Anschlagschiene (1) positionierbar ist und einer
Klemmvorrichtung (4), wobei mittels der Klemmvorrichtung (4) die
Anschlagschiene (1) auf der Auflage (3) befestigbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Klemmvorrichtung (4) in nicht klemmendem Zustand mindestens in Höhe der Auflageebene
(I) angeordnet ist, derart, daß die Klemmvorrichtung
(4) diese Ebene nicht überragt,
die Klemmvorrichtung (4) ein Klemmstück (5) aufweist, welches zur
form- und/oder kraftschlüssigen
Klemmung der Anschlagschiene (1) eine zur Form einer Aufnahmenut
(2), die in der Anschlagschiene (1) oder in der Auflage (3) angeordnet
ist, korrespondierende Form aufweist und das Klemm stück (5) in
die Aufnahmenut (2) einführbar
und dort drehbar ausgebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein System zur Befestigung mindestens einer Anschlagschiene auf einer Auflage, bestehend aus Anschlagschiene, einer Auflage, auf deren Auflageebene die Anschlagschiene positionierbar ist und einer Klemmvorrichtung, wobei mittels der Klemmvorrichtung die Anschlagschiene auf der Auflage befestigbar ist.
- Bekannt sind Anschlagschienen mit auf ihrer Unterseite eingebrachten T-Nuten, um Klemmvorrichtungen aufzunehmen, die die Anschlagschiene dann auf einer Auflage klemmen. Die Auflage ist dabei beispielsweise als Tisch ausgeführt. Derartige Anschlagschienen sind zur Klemmung auf dem Tisch beziehungsweise der Auflage zu positionieren. Für das Klemmen der Anschlagschiene auf der Auflage ist dann eine Klemmvorrichtung von unten in die Anschlagschiene beziehungsweise deren Nut einzusetzen. Durch Verdrehen des Kopfes einer derartigen Klemmvorrichtung in der T-Nut kann beispielsweise eine Klemmung erreicht werden.
- Der Nachteil der bekannten Anschlagschienen beziehungsweise Klemmvorrichtungen derartiger Befestigungssysteme ist, daß die Klemmvorrichtung auf dem Tisch beziehungsweise der Auflage positioniert ist und zumindest der Klemmkopf der Klemmvorrichtung über die Auflageebene herausragt. Die Auflageebene ist definiert durch die Auflage des Tisches, auf dem das zu bearbeitende Werkstück beispielsweise später aufgelegt werden soll. Die Auflageebene wird auch definiert durch die Unterseite der Anschlagschiene, die auf die Auflage aufgelegt wird. Soll beispielsweise die Anschlagschiene bewegt werden, muß diese angehoben werden, damit die Klemmvorrichtung frei wird.
- Es sind auch Lösungen bekannt, bei denen die Klemmvorrichtung komplett aus der Anschlagschiene und der Auflage entnommen werden muß, wenn die Anschlagschiene neu positioniert werden soll. Diese Tätigkeiten sind insbesondere sehr zeitaufwendig. Bei größeren Maschinen besitzt die Anschlagschiene außerdem ein nicht unbeträchtliches Gewicht, so daß körperlich schwere Arbeit für die Bedienperson anfällt. Die Positionierung der Anschlagschiene und die spätere Klemmung mittels der Klemmvorrichtung stellt auch ein aufwendiges Verfahren dar und bietet zudem Möglichkeiten, die zu Ungenauigkeiten in der Einstellung der Anschlagschiene selbst führen können.
- Des weiteren ist aus der
DE 77 00 288 U ein Montagetisch bekannt, der Befestigungsmittel zur Befestigung von Gegenständen aufweist. Dabei sollen beispielsweise Greifbehälter zur Aufnahme von Montageteilen oder dergleichen befestigt werden. An dem Montagetisch sind Befestigungsmittel vorgesehen, die aus federbelasteten Bolzen mit einem am Ende angeordneten Kopf bestehen, der bei Nichtbenutzung dieses Befestigungsmittels durch die Feder gegen die Oberseite der Arbeitsplatte gepresst wird und der in einer der Kopfform- und der Kopfgröße entsprechenden Ausnehmung der Arbeitsplatte versenkt liegt. - Ausgehend von dem zuvor beschriebenen Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein System zur Befestigung einer Anschlagschiene auf einer Auflage, wie zum Beispiel einem Tisch, zur Verfügung zu stellen, durch die es ermöglicht wird, die Anschlagschiene nach Lösen der Klemmung und ohne Entnahme der Klemmvorrichtung frei auf der Auflage zu bewegen.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein System zur Befestigung mindestens einer Anschlagschiene auf einer Auflage gelöst, welches aus Anschlagschiene, einer Auflage, auf deren Auflageebene die Anschlagschiene positionierbar ist, und einer Klemmvorrichtung gebildet ist, wobei mittels der Klemmvorrichtung die Anschlagschiene auf der Auflage befestigbar ist, die sich dadurch auszeichnet, daß die Klemmvorrichtung im nichtklemmenden Zustand mindestens in Höhe der Auflageebene derart angeordnet ist, daß die Klemmvorrichtung diese Ebene nicht überragt. Die Klemmvorrichtung weist ein Klemmstück auf, welches zur form- und/oder kraftschlüssigen Klemmung der Anschlagschiene eine zur Form der Aufnahmenut korrespondierende Form aufweist und das Klemmstück in die Aufnahmenut einführbar und dort drehbar ausgbildet ist. Die Aufnahmenut ist in der Anschlagschiene oder in der Auflage angeordnet.
- Durch eine derartige Lösung ist es nunmehr möglich, die An schlagschiene nach dem Lösen der Klemmung frei auf der Auflage zu bewegen und nach der exakten Positionierung leicht wieder zu klemmen. Die Auflageebene ist dabei definiert zum einen durch den Tisch beziehungsweise die Oberfläche der Auflage, auf der das zu bearbeitende Werkstück dann später aufgelegt wird, und zum anderen durch die Unterseite der Anschlagschiene beziehungsweise die Seite der Anschlagschiene, die dann zur Positionierung bzw. Einstellung auf der Auflage aufliegt.
- Die Lösung ist dabei derart zu verstehen, daß die Klemmvorrichtung im nichtklemmenden Zustand beziehungsweise gelösten Zustand die Auflageebene, beispielsweise bei Anordnung der Klemmvorrichtung in der Auflage, nicht überschreitet bzw. überragt. Das heißt, sie ist entweder in gleicher Höhe zur Auflageebene oder unterhalb dieser Auflageebene angeordnet.
- Ist die Klemmvorrichtung dagegen in der Anschlagschiene ange ordnet, dann ist die Auflageseite der Anschlagschiene, welche auf die Auflage aufgelegt wird, als Auflageebene definiert. In diesem Fall befindet sich die Klemmvorrichtung dann ebenfalls in gleicher Höhe zu dieser Auflageebene beziehungsweise im eingebauten Zustand oberhalb dieser Ebene. Auch in diesem Fall überragt die Klemmvorrichtung nicht die Auflageebene. Die Zielstellung ist, daß die Auflageebene bei mehreren möglichen Ausführungsformen durch die Klemmvorrichtung nicht überragt wird. Es kann auch definiert werden, daß die Klemmvorrichtung in nichtklemmendem bzw. gelöstem Zustand nicht über die Auflageebene hervorsteht.
- Ein derartiges System bietet dann die Möglichkeit, daß die Anschlagschiene nach Lösen der Klemmung frei auf der Auflage beweglich ist. Die Anschlagschiene muß zum Bewegen ebenfalls nicht angehoben werden. Die Voraussetzung dazu, daß eine freie Fläche auf der Auflage beziehungsweise auf der Unterseite der Anschlagschiene, die dann auf der Auflage aufliegt, ist dadurch angegeben, daß die Klemmvorrichtung zumindest in gleicher Höhe zur Auflageebene beziehungsweise diese Ebene nicht überragend bzw. nicht hervorstehend (und somit nicht störend) angeordnet ist.
- Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems ist es vorgesehen, daß zumindest ein Befestigungspunkt zur Befestigung der Anschlagschiene auf der Auflage vorgesehen ist. Es ist dabei selbstverständlich von Vorteil, wenn mehrere Befestigungspunkte vorgesehen sind beziehungsweise wenn diese Befestigungspunkte in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen auf der Auflage beziehungsweise der Anschlagschiene angeordnet sind. Je mehr Befestigungspunkte vorgesehen sind, umso universeller und einfacher ist ein Verschieben und anschließendes Befestigen der Anschlagschiene auf der Auflage selbst. Durch die Anordnung der Klemmvorrichtung in mindestens der Höhe der Auflageebene beziehungsweise einer diese Ebene nicht überragenden Anordnung ist es möglich, eine Vielzahl von Befestigungspunkten vorzusehen, die ein freies Bewegen der Anschlagschiene nach Lösen der Klemmung weiterhin ermöglichen und die dann eine universelle Befestigungsmöglichkeit für die Anschlagschiene darstellen.
- Das erfindungsgemäße System zeichnet sich auch dadurch aus, daß die Klemmvorrichtung in der Auflage und der oder die Befestigungspunkte in der Anschlagschiene angeordnet sind. Dies wird die in der Praxis am häufigsten realisierte Ausführungsform sein.
- Es ist jedoch auch, entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, vorgesehen, daß die Klemmvorrichtung in der Anschlagschiene und der oder die Befestigungspunkte in der Auflage angeordnet sind. Dies ermöglicht, eine Auflage ohne die entsprechenden Klemmvorrichtungen zu realisieren und nur den oder die Befestigungspunkte in der Auflage vorzusehen. Die Befestigung beziehungsweise Klemmung der Anschlagschiene erfolgt dann von der Seite der Anschlagschiene aus. Dies ist beispielsweise für den Bediener von Vorteil.
- Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß der beziehungsweise die Befestigungspunkte durch eine Aufnahmenut in der Anschlagschiene angegeben ist beziehungsweise sind. Entsprechend der zuvor beschriebenen kinematischen Umkehr ist es selbstverständlich auch möglich, die Aufnahmenut dann in der Auflage vorzusehen, wenn die Klemmvorrichtung in der Anschlagschiene angeordnet ist.
- Neben den bereits beschriebenen vorteilhaften Wirkungen der erfindungsgemäßen Ausführungen ist es durch die Realisierung der zuvor beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung möglich, die Anschlagschiene nach dem Verschieben unkompliziert und schnell wieder zu klemmen. Eine Klemmung ist nunmehr an jeder beliebigen Stelle der Anschlagschiene möglich. Dies setzt selbstverständlich eine entsprechende Auflagemöglichkeit voraus.
- Erfindungsgemäß wurde auch gefunden, daß es von Vorteil ist, wenn die Klemmvorrichtung durch das eigene Gewicht in der Position in Höhe der Auflageebene beziehungsweise diese Ebene nicht überragend gehalten ist. Diese Variante wird zum Einsatz gelangen, wenn die Klemmvorrichtungen in der Auflage angeordnet sind. Bei einer Anordnung der Klemmvorrichtungen in der Anschlagschiene wird hierzu eine entsprechende technische Möglichkeit realisiert, die die Klemmvorrichtung entgegen der Schwerkraft bewegt. Dies kann beispielsweise durch die Anordnung einer Feder, welche die Klemmvorrichtung nach dem Lösen in die Anschlagschiene drückt, realisiert werden.
- Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems zeichnet sich dadurch aus, daß die Klemmvorrichtung durch die Kraft einer Feder in der Position in Höhe der Auflageebene beziehungsweise diese Ebene nicht überragend gehalten wird. Dies ist, wie bereits zuvor beschrieben, in beiden durch das erfindungsgemäße System vorgesehenen Anordnungsmöglichkeiten der Klemmvorrichtung gegeben. Zum einen kann durch die Kraft einer Feder die Klemmvorrichtung in der Auflage gehalten werden. Gleichzeitig kann diese Feder auch das oder die klemmenden Teile der Klemmvorrichtung in der Position in Höhe der Auflageebene beziehungsweise diese Ebene nicht überragend halten.
- Die Erfindung zeichnet sich auch dadurch aus, daß die Aufnahmenut als T-Nut ausgebildet ist.
- Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß die Klemmvorrichtung ein Klemmstück aufweist, welches zur form- und/oder kraftschlüssigen Klemmung der Anschlagschiene eine zur Form der Aufnahmenut korrespondierende Form aufweist.
- Dabei ist es von Vorteil, wenn das Klemmstück in die Aufnahmenut einführbar und dort drehbar ausgebildet ist.
- Dabei hat es sich weiter von Vorteil erwiesen, wenn das Klemmstück im geklemmten Zustand in die Aufnahmenut einragt und diese form- und kraftschlüssig klemmt.
- Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems zeichnet sich dadurch aus, daß an dem Klemmstück Zentrierflächen vorgesehen sind.
- Dabei hat es sich auch von Vorteil erwiesen, wenn die Zentrierflächen bogenförmig ausgebildet sind, derart daß ihr Mittelpunkt außerhalb beziehungsweise leicht außerhalb des Drehpunktes des Klemmstückes liegt. Mit dem Mittelpunkt der Zentrierflächen ist damit ein imaginärer Mittelpunkt der bogenförmigen Flächen gemeint.
- Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, daß zwei Zentrierflächen vorgesehen sind, die gegenüber dem Drehpunkt des Klemmstückes punktsymmetrisch angeordnet sind.
- Dabei hat es sich auch von Vorteil erwiesen, wenn an dem Klemmstück Indexradien angeordnet sind. Von besonderem Vorteil ist es dabei, wenn zwei Indexradien vorgesehen sind, deren Mittelpunkt der Drehpunkt des Klemmstückes ist.
- Ein weiterer Aspekt des erfindungsgemäßen Systems ist dadurch angegeben, daß mindestens ein Indexbolzen vorgesehen ist, der zentrisch in die Aufnahmenut hineinragend angeordnet ist. Alle zuvor dargestellten, vorteilhaften Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Systems dienen neben dem bereits beschriebenen Vorteil insbesondere dazu, daß die Klemmung spielfrei und selbstzentrierend ausgeführt ist. Damit wird unter anderem auch vermieden, daß nach dem Lösen der Klemmung das Klemmstück beziehungsweise Gegenstück der Klemmvorrichtung in der Aufnahmenut verbleibt.
- Es ist weiterhin von Vorteil, daß das Klemmstück vor der nächsten Klemmung nicht aufwendig an die neue Klemmposition geschoben werden muß. Die Klemmung besitzt nunmehr eine Indexiermöglichkeit, bei der die Anschlagschiene gegenüber der Klemmung verschoben wird, bis ein in der Anschlagschiene integrierter, beispielsweise in eine als T-Nut ausgebildete Aufnahmenut einragender Indexbolzen an exakt definierter Position die Klemmung auslöst.
- Erfindungsgemäß wurde auch gefunden, daß es von Vorteil ist, wenn die Auflage eine Aufnahme aufweist, in der die Klemmvorrichtung angeordnet ist. Eine solche Aufnahme kann selbstverständlich auch in der Anschlagschiene zur Aufnahme einer Klemmvorrichtung angeordnet sein.
- Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems zeichnet sich dadurch aus, daß die Klemmvorrichtung aus einem Gehäuse, einem Klemmstück und einer mit dem Klemmstück verbundenen Welle besteht, an deren dem Klemmstück abgewandten Ende eine Befestigungs- beziehungsweise Arretierungsmöglichkeit vorgesehen ist, und die einen Positioniergriff und einen Klemmgriff trägt. Die Befestigungs- beziehungsweise Arretierungsmöglichkeit kann dabei beispielsweise ein Gewinde sein. Es kann aber durchaus auch eine andere Befestigungs- beziehungsweise Arretierungs- oder Klemmmöglichkeit hierzu dienen.
- Die Erfindung zeichnet sich weiter dadurch aus, daß die Aufnahme einen Innenkonus zur Aufnahme der Klemmvorrichtung besitzt.
- Dabei ist es selbstverständlich von Vorteil, wenn das Gehäuse auf der dem Klemmstück zugewandten Seite konisch ausgebildet ist, derart daß es, ein Gegenlager zur Klemmung bildend, in den Innenkonus der Aufnahme eingreift.
- Es hat sich auch herausgestellt, daß es von Vorteil ist, wenn an beziehungsweise in dem Gehäuse auf der dem Klemmstück zugewandten Seite ein Gewinde vorgesehen ist, welches einen Zwischenring aufnimmt.
- Dieser Zwischenring wird entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung so ausgebildet, daß an dem Zwischenring Führungsflächen vorgesehen sind, die das Gehäuse formschlüssig an der als Langloch ausgebildeten Aufnahme führen.
- Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß in dem Gehäuse eine Feder angeordnet ist, deren Federkraft das Gehäuse in Richtung des Klemmstückes derart drückt, daß ein unbeabsichtigtes Herausrutschen der Klemmvorrichtung aus der Aufnahme beziehungsweise deren Innenkonus verhindert wird.
- Entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die Feder, deren Federkraft die Klemmvorrichtung in Höhe der Auflageebene beziehungsweise diese Ebene nicht überragend hält, zwischen dem Gehäuse und dem Klemmgriff angeordnet ist.
- Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch eine Holzbearbeitungsmaschine, insbesondere eine Kreissägenmaschine mit einem System nach einem oder mehreren der zuvor dargestellten erfindungsgemäßen Lösungen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichungen beschrieben. Es zeigen:
-
1a , b eine Ausführungsform der Erfindung mit in der Auflage angeordneter Klemmvorrichtung in gelöstem Zustand; -
2a , b eine Ausführungsform nach1 in geklemmtem Zustand; -
3a , b eine weitere Ausführungsform der Erfindung in gelöstem Zustand und -
4 eine Ausführungsform nach3 in geklemmtem Zustand. - Die
1a und1b zeigen eine Ausführungsform der Erfindung mit einem in der Auflage3 angeordnetem Klemmstück4 , welches sich im gelösten Zustand befindet.1a ist dabei eine Draufsicht; aus dieser Draufsicht ist die Ausführungsform des Klemmstückes5 der Klemmvorrichtung4 ersichtlich. Die Aufnahmenut ist mit dem Bezugszeichen2 gekennzeichnet. Die Anschlagschiene1 ist dabei auf der Auflage3 angeordnet. Die Auflageebene I ist definiert durch die obere Ebene der Auflage3 und die untere Fläche der Anschlagschiene1 . - In der Anschlagschiene
1 ist eine Aufnahmenut2 , welche als T-Nut ausgebildet ist, angeordnet. In diese Aufnahmenut2 wird dann zum Eingriff bzw. zur Klemmung der Anschlagschiene1 das Klemmstück5 der Klemmvorrichtung4 eingeschoben. Das Einschieben erfolgt dabei derart, daß das Klemmstück5 zunächst in der Längsstellung in die T-Nut eingeführt wird. Durch leichtes Verdrehen des Klemmstückes5 mit dem Positionierkopf10 erfolgt dann eine formschlüssige Verbindung in der T-Nut. - Diese kann noch durch leichtes Verdrehen des Klemmgriffs
11 , welcher beispielsweise über ein Gewinde betätigbar ist, dann fixiert werden. Diese Fixierung dient gleichzeitig auch zur Spannung. Es ist damit eine form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen der Anschlagschiene1 und der Auflage3 hergestellt. - In dem Gehäuse
7 der Klemmvorrichtung4 ist eine Feder9 angeordnet. Diese Feder wirkt mit ihrer Federkraft derart, daß das Gehäuse7 gegen eine in der Aufnahme8 der Auflage3 vorgesehene konische Aufnahme drückt. Mit dem Bezugszeichen6 ist die Welle bezeichnet, welche das Klemmstück5 durch das Gehäuse7 mit dem Positionierkopf10 und dem Klemmgriff11 verbindet. - In der
1a sind mit dem Bezugszeichen12 Zentrierflächen schematisch angedeutet, welche einer leichten Zentrierung und einer spielfreien und selbstzentrierenden Klemmung dienen sollen. - In der
1 wird gezeigt, wie die Klemmvorrichtung in nicht geklemmtem Zustand "geparkt" wird. Sie verbleibt dabei in der Aufnahme8 an der Auflage3 . Die Höhe des Klemmstückes5 ist so bemessen, daß sich das gesamte Klemmstück unter der Fläche bzw. Auflageebene I der Auflage3 befindet. Die Anschlagschiene1 kann jetzt frei auf der Auflage3 verschoben werden, ohne sie dabei anheben zu müssen. Die durch die Feder9 erzeugte Kraft hält die Klemmvorrichtung4 über den Konus des Gehäuses7 im Innenkonus der Aufnahme8 . Dabei greift der obere Konus des Gehäuses7 formschlüssig in den Innenkonus der Aufnahme8 ein. - Wie bereits beschrieben, greift der Bediener zur Klemmung zunächst den Positioniergriff
10 und drückt damit das Klemmstück5 gegen die Kraft der Feder9 in die Aufnahmenut2 . Die Aufnahmenut2 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als T-Nut ausgeführt. Durch leichte Drehung des Positioniergriffes10 greift das Klemmstück5 sofort formschlüssig in die Aufnahmenut2 ein. Zur Klemmung der Anschlagschiene1 gegen die Auflage8 dient der Klemmgriff11 , der im Ausführungsbeispiel über ein an der Welle6 angebrachtes Gewinde das Klemmstück gegen das Gehäuse und über dessen Konus auch gegen die Aufnahme8 spannt. -
2a zeigt eine Draufsicht der Ausführungsform gemäß der1 in geklemmter Stellung. Hierbei ist innerhalb der Führungsnut2 ein Indexbolzen14 angeordnet. An dem Klemmstück5 sind zwei Indexradien13 angeordnet, wobei der Mittelpunkt dieser Indexradien jeweils der Drehpunkt des Klemmstückes5 ist. Der zentriert in die Aufnahmenut2 einragende Indexbolzen14 liegt somit, unabhängig von der genauen Winkelposition des Klemmstückes5 , genau an der gleichen Position relativ zum Drehpunkt des Klemmstückes an. Damit ist eine Indexierung der Klemmvorrichtung angegeben. - In der
2b ist ersichtlich, daß sich das Klemmstück5 nunmehr in Wirkstellung in der Aufnahmenut2 der Anschlagschiene1 befindet. Die Feder9 ist dabei gespannt, das Gehäuse7 wird durch diese Federkraft in der Aufnahme8 gehalten. Mittels des Klemmgriffes11 ist die Klemmvorrichtung fixiert und gespannt, wodurch die bereits beschriebene kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen Auflage3 und Anschlagschiene1 hergestellt ist. - In der
2 ist die Klemmvorrichtung in geklemmtem Zustand dargestellt. Die am Klemmstück5 angebrachten Zentrierflächen12 sind bogenförmig ausgeführt, wobei der Mittelpunkt nur etwas außerhalb des Drehpunktes des Klemmstückes5 liegt. Durch die Ausführung der Zentrierflächen12 sowie die Anordnung des Mittelpunktes wird auch durch nur eine geringe Drehung des Klemmstückes um seinen Drehpunkt eine hohe seitliche Klemmkraft und damit ein spielfreier Sitz erzielt. Beide Zentrierflächen sind gegenüber dem Drehpunkt des Klemmstückes5 punktsymmetrisch ausgebildet. Dies sichert einen gegen den Drehpunkt des Klemmstückes5 zentrierten Sitz. Die Indexierung wird da durch ermöglicht, daß an dem Klemmstück5 zwei Indexradien13 angeordnet sind. Der Mittelpunkt dieser Indexradien ist jeweils der Drehpunkt des Klemmstückes5 . Ein zentrisch in die Aufnahmenut2 einragender Indexbolzen14 liegt somit, unabhängig von der genauen Winkelposition des Klemmstückes5 , stets an der gleichen Position relativ zum Drehpunkt des Klemmstückes an. - Eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Befestigungssystems wird in der
3 gezeigt. Die3a ist dabei eine Seitenansicht und die3b eine schematische Darstellung von oben. Die Ausführungsform gemäß der3 unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Lösungsvarianten durch die geänderte Ausführung des Gehäuses7 . Das Gehäuse7 hat in der Darstellung gemäß der3a an seinem dem Klemmstück5 zugewandten Ende ein Innengewinde. In diesem Innengewinde ist ein Zwischenring15 befestigt. Dieser Zwischenring15 weist Führungsflächen16 auf, welche in einer als Langloch ausgebildeten Aufnahme der Auflage3 beweglich angeordnet sind. Das Besondere bei dieser Ausführungsform ist dabei der Zwischenring15 , der – wie bereits erwähnt – über ein Gewinde mit dem veränderten Gehäuse7 verbunden ist. Der Zwischenring15 kann nun durch Drehung des Gehäuses7 über das verbindende Gewinde im Langloch geklemmt werden. Dabei ist es von Vorteil, daß sich das Klemmstück5 immer noch in ungeklemmtem Zustand befindet. Dadurch kann die Anschlagschiene1 bei fixierter Position des Klemmstückes5 linear verschoben werden. Damit wird ermöglicht, daß die Klemmung so betrieben werden kann, daß die Klemmung selbst in ihrer Position relativ zur Auflage3 fixierbar ist, die Anschlagschiene1 aber über diesen fixierten Punkt in ihrer eigenen Achse linear verschoben werden kann. Dies dient beispielsweise zum exakten und winkelgenauen Heranführen der Anschlagschiene an einen Punkt, beispielsweise an die Sägelinie. - Die
4 zeigt die Ausführungsform gemäß der3a und3b , hier allerdings in geklemmtem Zustand. - Die Erfindung wurde zuvor anhand von zwei Ausführungsbeispielen beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele sind dabei nicht als einschränkend zu verstehen. Vielmehr ist – wie bereits in der Beschreibung erwähnt – auch hier das Prinzip der kinematischen Umkehr durchaus anwendbar, indem die Klemmvorrichtung
4 in der Anschlagschiene1 angeordnet wird und die Aufnahmenut2 sich dann in der Auflage3 befindet. Da ansonsten das gleiche Befestigungsprinzip wie bereits bei den vorbeschriebenen Varianten erfindungsgemäß eingesetzt wird, ist die Darstellung weiterer Figuren hierzu nicht erforderlich.
Claims (25)
- System zur Befestigung mindestens einer Anschlagschiene (
1 ) auf einer Auflage (3 ), bestehend aus Anschlagschiene (1 ), einer Auflage (3 ), auf deren Auflageebene (I) die Anschlagschiene (1 ) positionierbar ist und einer Klemmvorrichtung (4 ), wobei mittels der Klemmvorrichtung (4 ) die Anschlagschiene (1 ) auf der Auflage (3 ) befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (4 ) in nicht klemmendem Zustand mindestens in Höhe der Auflageebene (I) angeordnet ist, derart, daß die Klemmvorrichtung (4 ) diese Ebene nicht überragt, die Klemmvorrichtung (4 ) ein Klemmstück (5 ) aufweist, welches zur form- und/oder kraftschlüssigen Klemmung der Anschlagschiene (1 ) eine zur Form einer Aufnahmenut (2 ), die in der Anschlagschiene (1 ) oder in der Auflage (3 ) angeordnet ist, korrespondierende Form aufweist und das Klemm stück (5 ) in die Aufnahmenut (2 ) einführbar und dort drehbar ausgebildet ist. - System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungspunkte durch die Aufnahmenut (
2 ), die in der Anschlagsschiene (1 ) oder in der Auflage (3 ) angeordnet ist, angegeben sind. - System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (
4 ) in der Auflage (3 ) und der oder die Befestigungspunkte in der Anschlagschiene (1 ) angeordnet sind. - System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (
4 ) in der Anschlagschiene (1 ) und der oder die Befestigungspunkte in der Auflage (3 ) angeordnet sind. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (
4 ) durch das eigene Gewicht in der Position in Höhe der Auflageebene (I) bzw. diese Ebene nicht überragend gehalten ist. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (
4 ) durch die Kraft einer Feder in der Position in Höhe der Auflageebene (I) bzw. diese Ebene nicht überragend gehalten wird. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmenut (
2 ) als T-Nut ausgebildet ist. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmstück (
5 ) in geklemmtem Zustand in die Aufnahmenut (2 ) einragt und diese form- und kraftschlüssig klemmt. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Klemmstück (
5 ) Zentrierflächen (12 ) vorgesehen sind. - System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierflächen (
12 ) bogenförmig ausgebildet sind, derart, daß ihr Mittelpunkt außerhalb des Drehpunktes des Klemmstückes (5 ) liegt. - System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelpunkte der Zentrierflächen (
12 ) leicht außerhalb des Drehpunktes des Klemmstückes (5 ) liegen. - System nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Zentrierflächen (
12 ) vorgesehen sind, die gegenüber dem Drehpunkt des Klemmstückes (5 ) punktsymmetrisch angeordnet sind. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Klemmstück (
5 ) Indexradien (13 ) angeordnet sind. - System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Indexradien (
13 ) vorgesehen sind, deren Mittelpunkt der Drehpunkt des Klemmstückes (5 ) ist. - System nach einem der Ansprüche 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Indexbolzen (
14 ) vorgesehen ist, der zentrisch in die Aufnahmenut (2 ) hineinragend angeordnet ist. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (
3 ) eine Aufnahme (8 ) aufweist, in der die Klemmvorrichtung (4 ) angeordnet ist. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (
4 ) aus einem Gehäuse (7 ), einem Klemmstück (5 ) und einer mit dem Klemmstück (5 ) verbundenen Welle (6 ) besteht, an deren dem Klemmstück (5 ) abgewandten Ende eine Befestigungs– bzw. Arretierungsmöglichkeit vorgesehen ist, und die einen Positioniergriff (10 ) und einen Klemmgriff (11 ) trägt. - System nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (
8 ) einen Innenkonus zur Aufnahme der Klemmvorrichtung (4 ) besitzt. - System nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (
7 ) auf der dem Klemmstück (5 ) zugewandten Seite konisch ausgebildet ist, derart, daß es ein Gegenlager zur Klemmung bildend in den Innenkonus der Aufnahme (8 ) eingreift. - System nach einem der Ansprüche 17 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß an bzw. in dem Gehäuse (
7 ) auf der dem Klemmstück (5 ) zugewandten Seite ein Gewinde vorgesehen ist, das einen Zwischenring (15 ) aufnimmt. - System nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Zwischenring (
15 ) Führungsflächen (16 ) vorgesehen sind, die das Gehäuse (7 ) formschlüssig an der als Langloch ausgebildeten Aufnahme (8 ) führen. - System nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (
7 ) eine Feder (9 ) an geordnet ist, deren Federkraft das Gehäuse (7 ) in Richtung des Klemmstückes (5 ) derart drückt, dass ein unbeabsichtigtes Herausrutschen der Klemmvorrichtung (4 ) aus der Aufnahme bzw. deren Innenkonus verhindert wird. - System nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder, deren Federkraft die Klemmvorrichtung (
4 ) in Höhe der Auflageebene (I) bzw. diese Ebene nicht überragend hält, zwischen dem Gehäuse (7 ) und dem Klemmgriff (11 ) angeordnet ist. - Holzbearbeitungsmaschine mit einem System nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
- Kreissägenmaschine mit einem System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 23.
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- 2003-01-10 DE DE10300835A patent/DE10300835B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10300835A1 (de) | 2004-07-29 |
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