DE10260724A1 - Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen - Google Patents
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Abstract
Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Ventilkörper (1), der mit einer Anlagefläche (50) an einer Anlagefläche (55) eines weiteren Bauteils (3) des Kraftstoffeinspritzventils anliegt und durch eine Vorrichtung (7) gegen das weitere Bauteil (3) gepresst wird. Im Ventilkörper (1) ist eine Sackbohrung (10) ausgebildet, welche von der Anlagefläche (50) des Ventilkörpers (1) ausgeht und in welcher zumindest zeitweise Kraftstoff unter hohem Druck anliegt, wobei die Anlagefläche (50) des Ventilkörpers (1) um die Öffnung der Sackbohrung (10) in der Anlagefläche (50) als Dichtfläche ausgebildet ist. In der Sackbohrung (10) des Ventilkörpers (1) ist in einem Abstand zur Anlagefläche (50) eine Ringnut (42) ausgebildet.
Description
- Die Erfindung geht von einem Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen aus, wie es aus der
DE 100 24 703 A1 bekannt ist. Ein solches Kraftstoffeinspritzventil umfasst einen Ventilkörper, in dem eine Sackbohrung ausgebildet ist, die von einer Anlagefläche des Ventilkörpers ausgeht und an deren geschlossenem Ende mehrere Einspritzöffnungen ausgebildet sind, die in Einbaulage des Kraftstoffeinspritzventil in der Brennkraftmaschine in den Brennraum münden. In der Sackbohrung ist eine Ventilnadel längsverschiebbar angeordnet, die mit ihrem brennraumseitigen Ende mit einem im Ventilkörper ausgebildeten Ventilsitz zusammenwirkt und so die Einspritzöffnungen öffnet oder verschließt. Der zwischen der Ventilnadel und der Wand der Sackbohrung verbleibende Raum lässt sich über eine Zulaufleitung mit Kraftstoff unter hohem Druck befüllen, der dann, wenn die Ventilnadel die Einspritzöffnungen freigibt, durch die Einspritzöffnungen in den Brennraum eingespritzt wird. - Der Ventilkörper liegt mit seiner Anlagefläche, von der die Sackbohrung ausgeht, an der Anlagefläche eines weiteren Bauteils des Kraftstoffeinspritzventils an, beispielsweise einer Zwischenscheibe oder einem Haltekörper. Der Ventilkörper wird dabei durch eine Spannvorrichtung, beispielsweise eine Spannmutter, gegen das weitere Bauteil gepresst, um eine entsprechende Abdichtung der Sackbohrung an der Anlagefläche zu erhalten. Durch den hohen Druck in der Sackbohrung kann es jedoch trotzdem zwischen dem Ventilkörper und dem weiteren Bauteil zu Undichtigkeiten kommen, da sich die Kräfte durch die Spannvorrichtung nicht beliebig erhöhen lassen und aufgrund der relativ großen Anlagefläche nur geringe Flächenpressungen zu erreichen sind.
- Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass die Abdichtung an der Anlagefläche des Ventilkörpers verbessert wird. Hierzu ist in der Sackbohrung des Ventilkörpers in der Nähe der Anlagefläche eine Ringnut ausgebildet. Durch den hohen Kraftstoffdruck in der Sackbohrung kommt es zu einer Aufweitung der Ringnut, so dass der Bereich um die Öffnung der Sackbohrung in der Anlagefläche leicht angehoben und gegen das weitere Bauteil gedrückt wird. Hierdurch erhöht sich die Flächenpressung um die Öffnung der Sackbohrung herum, was eine verbesserte Abdichtung zur Folge hat.
- Für eine optimale Wirkung der Abdichtung hat sich eine Tiefe der Ringnut von 1 bis 3 mm erwiesen, wobei der Abstand von der Anlagefläche vorzugsweise 0,5 bis 1,5 mm betragen sollte.
- Um die Kerbwirkung durch die Ringnut zu begrenzen und so einer verminderten Stabilität entgegenzuwirken ist es vorteilhaft, den Querschnitt der Ringnut halbkreisförmig zu wählen. In jedem Fall sollten scharfe Kanten im Bereich der Ringnut vermieden werden, da die dadurch auftretenden Kerbspannungen bei den hohen Drücken von bis zu 150 MPa zu einer erheblichen Schwächung des Ventilkörpers führen können.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils dargestellt. Es zeigt
1 ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil im Längsschnitt und -
2 einen vergrößert dargestellten Ausschnitt von1 im Bereich der Ringnut. - Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- In
1 ist ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil im Längsschnitt dargestellt. Das Kraftstoffeinspritzventil umfasst einen Ventilkörper1 , der mit einer Anlagefläche50 an einer Anlagefläche55 einer Zwischenscheibe3 anliegt. Die Zwischenscheibe3 liegt ihrerseits an einem Haltekörper5 an, wobei der Ventilkörper1 mittels einer Spannmutter7 , die in ein Außengewinde des Haltekörpers5 eingreift, gegen die Zwischenscheibe3 und damit gegen den Haltekörper5 gepresst wird. Im Ventilkörper1 ist eine im Durchmesser gestufte Sackbohrung10 ausgebildet, die von der Anlagefläche50 ausgeht und die an ihrem geschlossenen Ende von einem im wesentlichen konischen Ventilsitz14 begrenzt wird. Am brennraumseitigen Ende des Ventilkörpers1 sind mehrere Einspritzöffnungen16 ausgebildet, die in den Brennraum der Brennkraftmaschine münden. In der Sackbohrung10 ist eine kolbenförmige Ventilnadel12 längsverschiebbar angeordnet, die an ihrem ventilsitzseitigen Ende eine Ventildichtfläche15 aufweist, die mit dem Ventilsitz14 zusammenwirkt und so ein Ventil bildet, das die Verbindung von dem zwischen der Ventilnadel12 und der Wand der Sackbohrung10 verbleibenden Ringspalt18 zu den Einspritzöffnungen16 öffnet oder schließt. - An ihrem ventilsitzabgewandten Ende ist die Sackbohrung
10 erweitert und es ist dort eine Hülse22 angeordnet, die den ventilsitzabgewandten Endabschnitt der Ventilnadel12 umgibt und an der Zwischenscheibe3 anliegt. Darüber hinaus ist die Ventilnadel12 von einem Stützring26 umgeben, der sich an einer Ringschulter der Ventilnadel12 abstützt. Zwischen dem Stützring26 und der Hülse22 ist eine Schließfeder24 angeordnet, die als Schraubendruckfeder ausgebildet ist und die die Ventilnadel12 umgibt. Durch eine Druckvorspannung der Schließfeder24 wird eine Schließkraft in Richtung des Ventilsitzes14 auf die Ventilnadel12 ausgeübt, die die Ventilnadel12 mit ihrer Ventildichtfläche15 gegen den Ventilsitz14 drückt. - Die Ventilnadel
10 wird in einem mittleren Abschnitt112 in der Sackbohrung10 geführt, wobei an diesem mittleren Abschnitt112 vier Anschliffe20 vorgesehen sind, die einen Kraftstoffstrom in Richtung der Einspritzöffnungen16 ermöglichen. Am ventilsitzzbgewandten Ende des mittleren Abschnitts112 ist eine Druckschulter9 ausgebildet, die vom Kraftstoffdruck im Ringspalt18 beaufschlagt wird. Die Sackbohrung10 kann über einen im Haltekörper5 und der Zwischenscheibe3 verlaufenden Zulaufkanal8 mit Kraftstoff unter hohem Druck befüllt werden, der bei vom Ventilsitz14 abgehobener Ventilnadel12 durch die Anschliffe20 und den Ringspalt18 den Einspritzöffnungen zufließt. - Durch die Hülse
22 , die ventilsitzabgewandte Stirnseite der Ventilnadel12 und die Zwischenscheibe3 wird ein Steuerraum30 begrenzt, der kraftstoffgefüllt ist und bei entsprechendem Druck eine hydraulische Kraft auf die Ventilnadel10 ausübt, die auf den Ventilsitz14 gerichtet ist und damit in gleicher Richtung wie die Kraft der Schließfeder24 wirkt. Der Steuerraum30 ist über eine Zulaufdrossel32 mit dem Zulaufkanal8 verbunden, so dass aus dem Zulaufkanal8 stets Kraftstoff in den Steuerraum30 nachfließt, solange dort ein niedrigerer Druck herrscht. Der Steuerraum30 ist darüber hinaus über eine Ablaufdrossel34 mit einem Leckölraum36 verbindbar, wobei diese Verbindung durch ein Steuerventil40 geöffnet oder geschlossen werden kann. Durch eine entsprechende Dimensionierung der Ablaufdrossel34 einerseits und der Zulaufdrossel32 andererseits wird erreicht, dass bei geöffnetem Steuerventil40 mehr Kraftstoff aus dem Steuerraum30 über die Ablaufdrossel34 abfließt als über die Zulaufdrossel32 zufließt. Dadurch fällt der Druck in Steuerraum30 gegenüber dem Druck im Zulaufkanal8 ab, und die Ventilnadel12 wird durch die hydraulische Kraft auf die Druckschulter9 vom Ventilsitz14 abgehoben und gibt die Einspritzöffnungen16 frei. Durch Schließen des Steuerventils40 baut sich durch den über die Zulaufdrossel32 nachfließenden Kraftstoff im Steuerraum30 erneut ein hoher Kraftstoffdruck auf, der dem Druck im Zulaufkanal8 entspricht. Die dadurch entstehende hydraulische Kraft auf die Stirnseite der Ventilnadel12 und die Kraft der Schließfeder24 übertreffen die hydraulische Kraft auf die Druckschulter9 und die Ventildichtfläche15 , so dass die Ventilnadel12 zurück in Anlage an den Ventilsitz14 fährt und die Einspritzöffnungen16 verschließt. - Bei dem oben beschriebenen Betrieb des Kraftstoffeinspritzventils liegt ständig Kraftstoff unter Einspritzdruck im Zulaufkanal
8 und damit auch in der Sackbohrung10 an. Damit es zu keinen Undichtigkeiten an der Stelle kommt, an der die Anlagefläche50 des Ventilkörpers1 an der Anlagefläche55 der Zwischenscheibe3 anliegt und so eine Dichtfläche bildet, muss die Anpresskraft der Spannmutter7 entsprechend hoch sein. Doch dieser Kraft sind materialbedingt Grenzen gesetzt, so dass eine völlige Abdichtung an dieser Stelle allein durch die Anspresskraft der Spannmutter7 nicht immer gegeben ist. Zur weiteren Erhöhung der Anpresskraft um die Öffnung, die die Sackbohrung10 an der Anlagefläche50 bil det, ist in der Sackbohrung10 nahe der Anlagefläche50 eine Ringnut42 vorgesehen, die die Wand der Sackbohrung10 auf ihrem gesamten Durchmesser umläuft. In2 ist dieser Bereich nochmals vergrößert dargestellt, wobei hier der Übersichtlichkeit halber nur der Ventilkörper1 unter Weglassung von Hülse22 und Ventilnadel12 gezeigt ist. - Die Ringnut
42 ist in der linken Hälfte der2 in drucklosem Zustand gezeigt, in der die Anlagefläche50 eine Ebene bildet. In der rechten Hälfte der2 ist die Ringnut42 bei hohem Druck in der Sackbohrung10 dargestellt: Durch den Druck kommt es zu einer Aufweitung der Ringnut42 unter anderem in Längsrichtung des Ventilkörpers1 , so dass sich der Bereich der Anlagefläche50 um die Öffnung der Sackbohrung10 aufwölbt und gegen die Anlagefläche55 der Zwischenscheibe3 gedrückt wird. Zur Verdeutlichung ist diese Verformung in der2 stark übertrieben dargestellt; auch bei hohen Drücken von 150 MPa und darüber ergibt sich bei den verwendeten Stählen eine Aufwölbung von nur wenigen Mikrometern. Die Erhöhung der Flächenpressung um die Öffnung der Sackbohrung10 ist jedoch beträchtlich und führt zu einer guten Abdichtung und damit zu einer Verhinderung von Leckage. - Um die gewünschte Wirkung zu erzielen muss die Ringnut
42 einerseits tief sein und einen geringen Abstand zur Anlagefläche50 aufweisen; andererseits ergibt sich durch eine tiefe Ringnut42 eine starke Kerbwirkung und damit eine Schwächung des Ventilkörpers1 in diesem Bereich, was zu einer plastischen Verformung führen kann, die ihrerseits die Funktion des Kraftstoffeinspritzventils beeinträchtigen kann. Außerdem kann der Abstand der Ringnut42 zur Anlagefläche42 aus fertigungstechnischen Gründen nicht beliebig verringert werden. - Für eine optimale Wirkung hat sich eine Tiefe t der Ringnut von 1 bis 3 mm erwiesen bei einem Abstand a von der Anlagefläche
50 von 0,5 bis 1,5 mm. Um die Kerbspannungen möglichst gering zu halten ist ein halbkreisförmiger Querschnitt der Ringnut42 vorgesehen, wobei alternativ auch vorgesehen sein kann, eine davon etwas abweichende Form auszubilden, etwa eine Halbellipse.
Claims (7)
- Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Ventilkörper (
1 ), der mit einer Anlagefläche (50 ) an einer Anlagefläche (55 ) eines weiteren Bauteils (3 ) des Kraftstoffeinspritzventils anliegt und durch eine Vorrichtung (7 ) gegen das weitere Bauteil (3 ) gepresst wird, wobei im Ventilkörper (1 ) eine Sackbohrung (10 ) ausgebildet ist, welche von der Anlagefläche (50 ) des Ventilkörpers (1 ) ausgeht und in welcher zumindest zeitweise Kraftstoff unter hohem Druck anliegt, wobei die Anlagefläche (50 ) des Ventilkörpers (1 ) um die Öffnung der Sackbohrung (10 ) in der Anlagefläche (50 ) als Dichtfläche ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sackbohrung (10 ) des Ventilkörpers (1 ) in einem Abstand zur Anlagefläche (50 ) eine Ringnut (42 ) ausgebildet ist. - Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut (
42 ) tangential in der Wand der Sackbohrung (10 ) verläuft. - Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut (
42 ) eine Tiefe (t) von 1 mm bis 3 mm aufweist. - Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut einen Abstand von der Anlagefläche aufweist, der weniger als 2 mm beträgt, vorzugsweise 0,5 mm bis 1,5 mm.
- Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut (
42 ) einen im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt aufweist. - Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am geschlossenen Ende der Sackbohrung (
10 ) Einspritzöffnungen (16 ) angeordnet sind. - Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sackbohrung (
10 ) eine Ventilnadel (12 ) angeordnet ist, die die Einspritzöffnungen (16 ) öffnet und schließt.
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