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DE10232294A1 - Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine Download PDF

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Publication number
DE10232294A1
DE10232294A1 DE2002132294 DE10232294A DE10232294A1 DE 10232294 A1 DE10232294 A1 DE 10232294A1 DE 2002132294 DE2002132294 DE 2002132294 DE 10232294 A DE10232294 A DE 10232294A DE 10232294 A1 DE10232294 A1 DE 10232294A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil winding
time
electromagnetic
losses
voltage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2002132294
Other languages
English (en)
Inventor
Rik W. Prof. Dr. De Doncker
Robert B. Dipl.-Ing. Inderka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DaimlerChrysler AG filed Critical DaimlerChrysler AG
Priority to DE2002132294 priority Critical patent/DE10232294A1/de
Publication of DE10232294A1 publication Critical patent/DE10232294A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/34Testing dynamo-electric machines
    • G01R31/343Testing dynamo-electric machines in operation
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/26Measuring inductance or capacitance; Measuring quality factor, e.g. by using the resonance method; Measuring loss factor; Measuring dielectric constants ; Measuring impedance or related variables
    • G01R27/2688Measuring quality factor or dielectric loss, e.g. loss angle, or power factor

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Abstract

Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine mit einer Anzahl von Spulenwicklungen. DOLLAR A Es wird vorgeschlagen, dass, beginnend zu einem ersten Zeitpunkt, eine Spannung an eine Spulenwicklung angelegt wird, wobei der vom ersten bis zu einem zweiten Zeitpunkt durch die Spulenwicklung fließende Strom und die in diesem Zeitpunkt an die Spulenwicklung angelegte Spannung erfasst und aus den erhaltenen Werten die elektromagnetischen Verluste bestimmt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Der Wirkungsgrad ist ein wichtiges Charakteristikum einer elektrischen Maschine. Der Wirkungsgrad ergibt sich aus dem Quotienten aus der von der elektrischen Maschine abgegebenen Leistung und der in die elektrische Maschine eingespeisten Leistung. Die in die elektrische Maschine eingespeiste Leistung kann ohne weiteres aus der an die Maschine angelegten Spannung und dem durch die Maschine fließenden Strom bestimmt werden. Die genaue Bestimmung der von der elektrischen Maschine abgegebenen Leistung erfolgt üblicherweise über die Bestimmung des Drehmoments in Verbindung mit der Rotationsgeschwindigkeit des Abtriebs der elektrischen Maschine. Neben dem Wirkungsgrad sind auch die elektromagnetischen Verluste innerhalb der elektrischen Maschine ein wichtiges Charakteristikum der Maschine. Sie erlauben einen Rückschluss auf den Zustand der Maschine und sind damit ein wichtiges Kriterium zur Abschätzung der Reparaturbedürftigkeit der Maschine. Durch Kenntnis des Wirkungsgrads kann auf die Verluste rückgeschlossen werden.
  • Bei vielen elektrischen Maschinen ist der Abtrieb nicht frei zugänglich, wie beispielsweise bei einer Maschine, an die ein Getriebe direkt angeflanscht oder eine Startervorrichtung angeordnet ist. Zur Messung der abgegebenen Leistung oder der elektromagnetischen Verluste muss bei diesen Maschinen der Abtrieb zur Messung des Drehmoments freigelegt werden, was mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, insbesondere ein Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine anzugeben, bei dem auf die Messung des Drehmoments verzichtet werden kann.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine mit einer Anzahl von Spulenwicklungen. Es wird vorgeschlagen, beginnend zu einem ersten Zeitpunkt eine Spannung an eine Spulenwicklung anzulegen, wobei der vom ersten bis zu einem zweiten Zeitpunkt durch die Spulenwicklung fließende Strom und die in diesem Zeitraum an die Spulenwicklung angelegte Spannung erfasst und aus den erhaltenen Werten die elektrischen Verluste bestimmt werden.
  • Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass sich die Leistungs- oder Energieverluste in einer elektrischen Maschine zusammensetzen aus mechanischen Verlusten, wie beispielsweise Reibungsverlusten, und elektromagnetischen Verlusten. Die mechanischen Verluste können mit mechanischen Verfahren bestimmt werden. Die elektromagnetischen Verluste setzen sich zusammen aus den Gleichstromwärmeverlusten, den Wechselstromwärmeverlusten und den Ummagnetisierungsverlusten. Die elektromagnetischen Verluste in einer Spulenwicklung – oder anders ausgedrückt: in einer Phase – einer elektrischen Maschine können durch eine äquivalente Verlustspannung uv ,em ausgedrückt werden, die wiederum als ein Produkt aus dem die Spulenwicklung durchfließenden Phasenstrom iph und einem elektromagnetischen Wirkwiderstand R angegeben werden kann. Die elektromagnetische Verlustleistung in der Spulenwicklung ergibt sich somit zu Pv,em = (Riph)iph = (Rdc + Rac + Rfe)iph 2 (1) mit
    Pv,em: elektromagnetische Verlustleistung;
    R: elektromagnetischer Wirkwiderstand;
    Rdc: Gleichstromwiderstand;
    Rac: Wechselstromwiderstand; Rfe: Ummagnetisierungswiderstand;
    iph: Phasenstrom durch die Spulenwicklung.
  • Die magnetische Flussverkettung Ψ durch eine Spulenwicklung, die sich aus dem magnetischen Fluss einer Leiterschleife multipliziert mit der Windungszahl der Spulenwicklung ergibt, wird, wie allgemein aus der Elektrodynamik bekannt, dargestellt als Ψph(t) = ʃ(uph(t) – Riph(t))dt (2) mit
    Ψp h: magnetische Flussverkettung; uph: an die Spulenwicklung angelegte Phasenspannung.
  • Die Flussverkettung, welche eine nicht direkt messbare Größe darstellt, berechnet sich aus dem zeitlichen Integral über die Phasenspannung uph abzüglich der an der Phase abfallenden Verlustspannung uv,em = Riph.
  • Bei einer kollektorlosen elektrischen Maschine, wie beispielsweise einem bürstenlosen Gleichstrommotor oder einer geschalteten Reluktanzmaschine, wird an eine Spulenwicklung der elektrischen Maschine für eine bestimmte Dauer eine Phasenspannung uph angelegt oder in der Spulenwicklung erzeugt. Die kollektorlose elektrische Maschine kann hierbei als Motor oder als Generator verwendet werden. Im Folgenden wird zwischen diesen beiden Arten nicht weiter unterschieden, ohne dass eine Einschränkung auf nur den Motor- oder Generatorbetrieb damit verbunden wäre. Durch die an die Spulenwicklung angelegte Phasenspannung uph fließt ein Phasenstrom iph durch die Spulenwicklung, der die magnetische Flussverkettung Ψ erzeugt. Nach Beendigung des Anlegens der Phasenspannung uph baut sich der Phasenstrom iph und damit auch die magnetische Flussverkettung Ψ in der Spulenwicklung wieder ab, sodass nach einem bestimmten Zeitraum die Flussverkettung Ψ aus der Spulenwicklung gewichen ist. Aus der Bedingung, dass die Flussverkettung Ψ der Spulenwicklung gleich null sein muss, wenn der Phasenstrom iph verloschen ist, ergibt sich
    Figure 00040001
    wobei Tver der Verlöschenszeitpunkt ist, an dem die Flussverkettung Ψ der Spulenwicklung gleich null ist. Durch die Auflösung dieser Gleichung nach dem elektromagnetischen Wirkwiderstand R einer Spule erhält man
    Figure 00040002
    Zur Bestimmung des elektromagnetischen Wirkwiderstands R der Spule werden folglich die zeitlichen Integrale aus Phasenspannung uph und Phasenstrom iph benötigt . Da der Phasenstrom und die Phasenspannung leicht an den Klemmen der elektrischen Maschine messbare Größen sind, ist der elektromagnetische Wirkwiderstand R und somit auch der elektromagnetische Verlust der Spulenwicklung leicht ermittelbar. Aus der Summierung der elektromagnetischen Verluste einer Spulenwicklung über alle Spulenwicklungen erhält man die elektromagnetischen Verluste der kollektorlosen elektrischen Maschine. Die elektromagnetischen Verluste können hierbei als Verlustenergie Ev,em, Verlustleistung Pv,em, Verlustspannung uv,em oder in anderen physikalischen Dimensionen angegeben werden.
  • Der zweite Zeitpunkt, bis zu dem der durch die Spulenwicklung fließende Strom iph und die an die Spulenwicklung angelegte Spulenspannung uph auf integriert wird und der in den Gleichungen (3) und (4) mit Tver angegeben ist, kann ein beliebiger Zeitpunkt sein, an dem die Flussverkettung Ψ einen bekannten konstanten Wert annimmt. Die nach dem elektromagnetischen Wirkwiderstand R aufgelöste Gleichung muss dann mit diesem konstanten Wert entsprechend angepasst werden.
  • Mit diesem Verfahren ist es ohne großen Aufwand möglich, die elektromagnetischen Verluste in einer kollektorlosen elektrischen Maschine in periodischen Zeitabständen zu bestimmen. Aus den erhaltenen Werten kann auf den Zustand der elektrischen Maschine, auf den Wirkungsgrad oder auf das mittlere Drehmoment des Abtriebs der elektrischen Maschine rückgeschlossen werden. Da das Verfahren unabhängig von Einflüssen von Maschinenparametern während des Betriebs ist, wie zum Beispiel der Temperatur, ist das Verfahren jederzeit während des Betriebs der elektrischen Maschine ohne komplizierte Vorbedingungen durchführbar.
  • Zweckmäßigerweise wird der zweite Zeitpunkt an einen solchen Zeitpunkt gelegt, an dem kein Strom durch die Spulenwicklung fließt. Da bei fehlendem Strom iph auch die Flussverkettung Ψ verschwindet, ergibt sich der elektromagnetische Verlust einer Spulenwicklung zu einem solchen Zeitpunkt allein aus den bis zum zweiten Zeitpunkt aufintegrierten Werten der Phasen spannung uph und des Phasenstroms iph. Hierdurch ist das Verfahren besonders einfach durchzuführen.
  • In einfacher weise können die elektromagnetischen Verluste in Form eines elektromagnetischen Wirkungsgrads ηem bestimmt werden. Der elektromagnetische Wirkungsgrad ηem ergibt sich aus der aufgenommenen Leistung Pph der Phase oder Spulenwicklung abzüglich der elektromagnetischen Verlustleistung Pv,em der Phase geteilt durch die aufgenommene Leistung Pph der Phase jeweils multipliziert mit der Anzahl Nph der Phasen der elektrischen Maschine. Es ergibt sich hieraus in einfacher Relation
    Figure 00060001
    mit
    ηem: elektromagnetischer Wirkungsgrad;
    Pph: aufgenommene Leistung einer Phase;
    Pv,em: elektromagnetische Verlustleistung einer Phase.
  • Da es möglich ist, den elektromagnetischen Wirkwiderstand R als Funktion der Integrale über die Phasenspannung und den Phasenstrom darzustellen, kann der elektromagnetische Wirkungsgrad als eine Funktion dargestellt werden, die einzig vom Phasenstrom und von der Phasenspannung abhängig ist. Eine explizite Angabe des elektromagnetischen Wirkwiderstands oder des elektromagnetischen Verlusts ist damit nicht notwendig. Es lässt sich somit auf einfache Weise der elektromagnetische Wirkungsgrad der elektrischen Maschine durch die Bestimmung der elektromagnetischen Wirkungsgrade aller Spulen der elektrischen Maschine bestimmen. Der elektromagnetische Wirkungsgrad der elektrischen Maschine wird im Folgenden als eine weitere Darstellung des elektromagnetischen Verlusts angesehen.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung werden die elektromagnetischen Verluste aller angeschalteten Spulenwicklungen der elektrischen Maschine ermittelt und daraus die elektromagnetischen Verluste der elektrischen Maschine bestimmt. Während des Betriebs der elektrischen Maschine fließt nicht durch alle Spulenwicklungen der elektrischen Maschine Strom, sondern nur durch die angeschalteten Spulenwicklungen. Sie tragen zum Drehmoment, das auf einen Rotor ausgeübt wird, bei. Da nur die stromführenden, also angeschalteten Spulenwicklungen zum elektromagnetischen Verlust der elektrischen Maschine beitragen, ist es ausreichend, nur die elektromagnetischen Verluste der angeschalteten Spulenwicklungen zu bestimmen. Hierdurch ist das Verfahren besonders einfach durchzuführen.
  • In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung wird das über den Zeitraum vom ersten bis zum zweiten Zeitpunkt gemittelte Drehmoment, das von der Spulenwicklung auf einen Rotor ausgeübt wurde, ermittelt. Das gemittelte Drehmoment ist in einfacher Weise aus der von der elektrischen Maschine aufgenommenen Leistung in Verbindung mit dem Wirkungsgrad oder den Verlusten der elektrischen Maschine ermittelbar. Gegebenenfalls werden die mechanischen Verluste, wie beispielsweise Reibungswiderstände, ebenfalls berücksichtigt. Da die elektromagnetischen Verluste jeweils periodisch ermittelt werden, wird jeweils das über eine Periode gemittelte Drehmoment bestimmt. Um zum Gesamtdrehmoment der elektrischen Maschine zu gelangen, ist über die Drehmomente der einzelnen Spulenwicklungen zu summieren. Hierbei ist es wiederum ausreichend, nur die angeschalteten, also stromführenden Spulenwicklungen zu berücksichtigen. Das Drehmoment einer Spulenwicklung oder das Gesamtdrehmoment kann somit auf einfache Weise bestimmt werden.
  • Die Phasenspannung und der Phasenstrom können digital aufintegriert werden. Besonders einfach geschieht die Integration der an die Spulenwicklung angelegten Spannung über den Zeit raum vom ersten bis zum zweiten Zeitpunkt analog. Dies kann beispielsweise durch eine Integrationseinheit mit einem Kondensator und einem Operationsverstärker in Verbindung mit einer Rücksetzlogik zum Zurücksetzten der Integrationseinheit geschehen. Auch der durch die Spulenwicklung fließende Strom kann in einfacher Weise analog über den Zeitraum vom ersten bis zum zweiten Zeitpunkt aufintegriert werden. Es ist eine besonders schnelle und zuverlässige Aufintegration von Strom und Spannung mit preisgünstigen elektrischen Bauteilen möglich.
  • Aus den aufintegrierten Werten von Strom und Spannung kann mit Hilfe einer Recheneinheit der elektromagnetische Wirkwiderstand oder der elektromagnetische Verlust und daraus direkt, beispielsweise digital, der elektromagnetische Wirkungsgrad berechnet werden. In einer besonders schnell und kostengünstig durchführbaren Variante wird jedoch von einem dritten bis zu einem vierten Zeitpunkt der durch die Spulenwicklung fließende Strom und die in diesem Zeitraum an die Spulenwicklung angelegte Spannung erfasst, und der elektromagnetische Wirkungsgrad wird aus den erhaltenen Werten in Verbindung mit dem bereits ermittelten elektromagnetischen Wirkwiderstand oder elektromagnetischen Verlusten bestimmt. So wird beispielsweise in einer ersten elektrischen Periode durch Integration von Spannung uph und Strom iph zuerst der elektromagnetische Wirkwiderstand R bestimmt. Die Integration kann hierbei in analoger Form schnell und einfach geschehen, sodass für die Recheneinheit nur noch die Quotientenbildung aus dem Integral über die Spannung und dem Integral über den Strom bleibt. Der aus dieser Quotientenbildung erhaltene Wert des Wirkwiderstands R kann beispielsweise in analoger Form wieder in eine analoge Multiplikations- und Integrationsschaltung eingespeist werden, in der in einer späteren elektrischen Periode der Wert gemäß Gleichung (5) wiederum analog verarbeitet wird. Zur Ermittlung des elektromagnetischen Wirkungsgrads verbleibt der Recheneinheit somit nach der späteren elektrischen Periode wiederum nur die Quotientenbildung gemäß Gleichung (5). Hierdurch entfallen zeitaufwendige Re chenvorgänge innerhalb der Recheneinheit, sodass das Verfahren in einfacher, schneller und zuverlässiger Weise und mit preisgünstigen elektronischen Bauteilen durchführbar ist.
  • Zweckmäßigerweise wird zu einem zwischen dem ersten und dem zweiten Zeitpunkt liegenden Zeitpunkt die an die Spulenwicklung angelegte Spannung negativ zur zum ersten Zeitpunkt angelegten Spannung gewählt. Hierdurch kann eine gezielte Abmagnetisierung der Spule erreicht werden, sodass der Strom iph und auch der magnetische Fluss Ψ durch die Spule beispielsweise verschwinden. Es wird somit auf einfache Weise ein Zeitpunkt erreicht, an dem der magnetische Fluss Ψ einen definierten Wert annimmt und die Integration von Strom und Spannung somit beendet werden kann.
  • Es ist möglich, den ersten und auch den zweiten Zeitpunkt innerhalb einer elektrischen Periode zu legen. Hierdurch werden die elektromagnetischen Verluste der Spulenwicklung innerhalb dieser elektrischen Periode erfasst. Auf diese Weise können die elektromagnetischen Verluste einer jeden elektrischen Periode ermittelt und somit eine sehr schnelle Taktung der Verlustermittlung erreicht werden. Eine elektrische Periode umfasst den Zeitraum, in dem die Spulenwicklung angeschaltet wird, Strom durch sie fließt, eine Flussverkettung aufgebaut und ein Drehmoment auf einen Zahn eines Rotors ausgeübt wird, dann der Strom und die Flussverkettung wieder abgebaut und die Spulenwicklung abgeschaltet wird, bis ein folgender Zahn des Rotors wieder in einer Position ist, in der durch eine neue Flussverkettung durch die Spule wieder ein positives Drehmoment auf den Rotorzahn ausgeübt werden kann. In der folgenden elektrischen Periode wird die Spulenwicklung wieder angeschaltet, eine Flussverkettung aufgebaut, usw. Bevorzugt liegt zwischen dem ersten und dem zweiten Zeitpunkt wenigstens eine volle elektrische Periode. Der Strom und die Spannung der Spule werden auf diese Weise über wenigstens zwei elektrische Perioden aufintegriert, bevor der elektromagnetische Wirkwiderstand und daraus die elektromagnetischen Verluste der Spulenwicklung bestimmt werden. Hierdurch wird ein besonders zuverlässiges Ergebnis erreicht und der Recheneinheit gegebenenfalls mehr Zeit für die Berechnungsvorgänge gelassen.
  • Mit Vorteil wird an die Spulenwicklung angelegte Spannung über einen Zeitraum, an dem die Spulenwicklung unbestromt ist, aufintegriert, und der erhaltene Wert wird zur Kalibrierung eines Messglieds verwendet. Weist ein Messglied, beispielsweise zum Erfassen der an die Spulenwicklung angelegten Spannung, einen Messfehler auf, zum Beispiel einen Offset, so wird ein solcher Messfehler in einer Integration ebenfalls aufintegriert und führt zu einem relativ großen Fehler in einem späteren Berechnungsergebnis. Bei einer Aufintegration der an die Spulenwicklung angelegten Spannung über einen Zeitraum, an dem die Spulenwicklung unbestromt ist, sollte das Ergebnis bei korrekt arbeitendem Messglied null sein. Durch Überprüfung des erhaltenen Integrationswerts und eine entsprechende Justierung des Messglieds wird das Messglied auf einen fehlerfreien Zustand kalibriert. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise während des Betriebs der elektrischen Maschine ein oder mehrere Messglieder überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Die Zuverlässigkeit der Messung wird somit erhöht.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist eine Auswerteeinheit auf, mit der das Verfahren durchgeführt werden kann. Die Auswerteeinheit weist zweckmäßigerweise eine digitale oder analoge Integrationseinheit zur Integration der Phasenspannung und des Phasenstroms sowie eine Recheneinheit auf. Die Recheneinheit kann dazu ausgelegt sein, aus den Integralen über Strom und Spannung den elektromagnetischen Wirkwiderstand durch Quotientenbildung oder durch eine der Gleichung (5) äquivalente Rechenoperation zu bestimmen. Weiterhin weist die Auswerteeinheit zweckmäßigerweise eine Multiplikations- und Integrationseinheit zur Integration des Produkts aus Phasenspannung und Phasenstrom auf. Vorteilhafterweise weist die Auswerteeinheit eine Multiplikations- und Integrationseinheit auf, mit der eine In tegration gemäß dem Zähler aus der Gleichung (5) oder eine äquivalente Integration in analoger Weise durchgeführt werden kann. Hierzu ist die Recheneinheit in der Lage, einen den elektromagnetischen Wirkwiderstand repräsentierenden Wert in analoger Form in die Integrationseinheit einzuspeisen. Auf diese Weise kann die Integration sowohl des elektromagnetischen Wirkwiderstands als auch des elektromagnetischen Verlusts in analoger Weise vollzogen werden, was der Vorrichtung eine hohe Zuverlässigkeit und Schnelligkeit verleiht.
  • Vorteilhafterweise weist die Vorrichtung eine Filtereinheit zur Eliminierung von extremen Ergebniswerten auf. Durch Messfehler oder Signalstörungen ist es möglich, dass manche Ergebniswerte des elektromagnetischen Wirkwiderstands, der elektromagnetischen Verluste oder des elektromagnetischen Wirkungsgrads sehr viel höher oder niedriger ausfallen als die sie zeitlich umgebenden Werte. Die Filtereinheit ist in der Lage, solche von benachbarten Werten extrem abweichende Ergebniswerte oder ein vorgegebenes Band verlassende Extremwerte herauszufiltern. Hierdurch wird eine hohe Zuverlässigkeit der Vorrichtung erreicht.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
  • Dabei zeigen:
  • 1 Eine schematische Abbildung eines Rotors und eines Stators einer geschalteten Reluktanzmaschine,
  • 2 ein Spannungsdiagramm einer elektrischen Maschine,
  • 3 den Phasenstromverlauf und den Verlauf der Phasenspannung während einer elektrischen Periode und
  • 4 ein Strukturdiagramm einer Schaltung zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten.
  • 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Rotor 2 und einen Stator 4 einer geschalteten Reluktanzmaschine. Der Rotor 2 weist sechs Zähne 6 auf, die radial sternförmig um eine Welle 12 der Reluktanzmaschine angeordnet sind. Der Stator 4 umfasst acht Statorzähne 8, die jeweils eine Spulenwicklung 10 tragen. Die Statorzähne 8 weisen radial nach innen zum Rotor 2 hin. Während des Betriebs der Reluktanzmaschine rotiert der Rotor 2 in Drehrichtung 14, wobei die Rotorzähne 6 des Rotors 2 an den Statorzähnen 8 des Stators 4 entlang bewegt werden. In der in 1 gezeigten Stellung führen vier Spulenwicklungen 16 der insgesamt acht Spulenwicklungen 10 Strom. Durch den durch die Spulenwicklungen 16 fließenden Strom wird eine magnetische Flussverkettung durch die Spulen induziert. Die magnetische Flussverkettung wechselwirkt mit den Rotorzähnen 6 in der Weise, dass die Spulenwicklungen 16 mit den Statorzähnen 8 ein Drehmoment auf die Rotorzähne 6 und damit auf den Rotor 2 ausüben. Durch dieses Drehmoment wird der Rotor 2 in eine Drehbewegung in Drehrichtung 14 versetzt. Sobald ein Rotorzahn 6 einen Statorzahn 8 passiert hat, wie dies in 1 bei den symmetrisch angeordneten Rotorzähnen 18 der Fall ist, würde eine magnetische Flussverkettung der nächsten Spulenwicklung 20 ein Drehmoment entgegen der Drehrichtung 14 auf den Rotor 2 ausüben. Damit dies nicht geschieht, ist die Spulenwicklung 20 ebenso wie alle anderen Spulenwicklungen 10 so geschaltet, dass die Spulenwicklung 20 keinen Strom mehr führt, wenn ein Rotorzahn 6 die Spulenwicklung 20 passiert hat. Die Spulenwicklungen 10, 16, 20 sind mithin so geschaltet, dass eine durch einen Stromfluss induzierte Flussverkettung durch die Spule ein Drehmoment in Drehrichtung 14 auf den Rotor 2 ausübt.
  • 2 zeigt eine schematische Übersicht über die Widerstände einer elektrischen Maschine. Die elektrische Maschine umfasst einen in 2 nicht gezeigten Umrichter und einen Rotor und einen Stator. In den Umrichter wird ein Gleichstrom idc mit der Gleichspannung udc eingespeist . Gleichstrom idc und Gleichspannung udc werden im Umrichter in Wechselstrom und Wechselspannung beziehungsweise in Spannungspulse mit der Spannung uph umgewandelt, die eine Bestromung der vorgesehenen Spulenwicklung bzw. Spulenwicklungen der elektrischen Maschine mit dem Phasenstrom idc erzeugt. Der Umrichter selbst bewirkt bei dieser Umrichtung des Stroms und der Spannung einen elektrischen Verlust, der als ein Umrichterwiderstand Rum angegeben werden kann. Die jeweils vorgesehenen Spulenwicklungen, die auch als Phasen bezeichnet werden können, werden während vorgesehener Zeiträume mit der Phasenspannung udc beaufschlagt, sodass der Phasenstrom idc durch eine oder mehrere Spulenwicklungen fließt. Die Spulenwicklungen weisen hierbei elektromagnetische Verluste auf, die als elektromagnetischer Wirkwiderstand R angegeben werden können. Der elektromagnetische Wirkwiderstand R umfasst hierbei einen Gleichstromwiderstand Rdc der Spulenwicklung sowie den durch den Wechselstrom- bzw. Pulsbetrieb hervorgerufenen Wechselstromwiderstand Rac. Außerdem umfasst der elektromagnetische Wirkwiderstand R den Ummagnetisierungswiderstand Rfc, der durch den ständigen Auf- und Abbau der Flussverkettung durch die Spule bedingt ist. Als eine dritte Komponente weist die elektrische Maschine einen Reibungswiderstand auf, der ebenfalls als ein elektrischer Widerstand Rreib angegeben werden kann. Die Phasenspannung uph und der Phasenstrom iph werden durch den elektromagnetischen Wirkwiderstand R und den Reibungswiderstand Rreib der elektrischen Maschine beeinflusst, sodass die zur mechanischen Arbeit zur Verfügung stehende Leistung der elektrischen Maschine als ein Produkt aus einem Strom im und einer Spannung um gesehen werden kann.
  • In 3 ist ein Zusammenhang zwischen dem durch eine Spulenwicklung 16 fließenden Phasenstrom iph und der an die Spulenwicklung 16 angelegten Phasenspannung uph dargestellt.
  • Während der Zeit, in der an die Spulenwicklung 16 ein erster Spannungspuls 32 der positiven Spannung von rund 300 mV angelegt ist, steigt der Phasenstrom iph in der Spulenwicklung 16 kontinuierlich an. Die nach dem Prinzip der Toleranzbandschaltung geregelte Phasenspannung uph wird nach der Zeitdauer des ersten Spannungspulses 32 zurückgesetzt, wobei dann der Phasenstrom iph – bedingt durch den elektromagnetischen Wirkwiderstand R und durch an den Rotor 2 als Drehmoment abgegebene Energie – abfällt. Nach einer kleinen Weile wird ein zweiter Spannungspuls 34 an die Spulenwicklung 16 angelegt, was dazu führt, dass der Phasenstrom iph durch die Spulenwicklung 16 wieder ansteigt. Dieser Vorgang wird mit weiteren Spannungspulsen 36 so lange wiederholt, bis die Stellung eines Rotorzahns 6 – relativ zu einem der Spulenwicklung 16 gegenüberstehenden Statorzahn 8 – so angeordnet ist, dass durch einen weiteren Spannungspuls nur noch ein geringes Drehmoment oder sogar ein Drehmoment in der der Drehrichtung 14 entgegengesetzten Richtung auf den Rotorzahn 6 aufgebracht werden würde. Zum schnellen Abbau der Flussverkettung durch die Spulenwicklung 16 wird nun auf die Spulenwicklung 16 eine negative Spannung von etwa –300 mV als Entmagnetisierungspuls 38 geschaltet, durch den sich der Phasenstrom iph und mit ihm die Flussverkettung bis auf null reduziert. Zum Verlöschenszeitpunkt Tver ist der Phasenstrom iph und somit auch die Flussverkettung verschwunden.
  • Zur Berechnung des elektromagnetischen Wirkwiderstands R wird das Integral über die Phasenspannung uPh gebildet, und zwar von einem Zeitpunkt T0, der vor oder zu Beginn des ersten Spannungspulses 32 liegt bis zum Verlöschenszeitpunkt Tver. Dieses Integral wird dividiert durch das Integral über den Phasenstrom iph über den gleichen Zeitraum. Da das Integral über die Phasenspannung uph, wie aus 3 unmittelbar ersichtlich ist, positiv ist, weist diejenige Phase bzw. Spulenwicklung 16, deren Bestromung in 3 dargestellt ist, einen elektromagnetischen Wirkwiderstand R auf. Dieser elektromagnetische Wirkwiderstand R umfasst nicht den Reibungswiderstand Rreib, der zur Ermittlung des Gesamtwiderstands der elektrischen Maschine aus anderen Quellen ermittelt werden muss. Ebenfalls nicht vom elektromagnetischen Wirkwiderstand R umfasst ist ein gegebenenfalls existierender Umrichterwiderstand Rum, der ebenfalls aus anderen Quellen hergeleitet werden muss.
  • Ein Strukturdiagramm einer Auswerteeinheit 40 in Form einer elektrischen Schaltung zur Bestimmung des elektromagnetischen Wirkwiderstands R und des elektromagnetischen Wirkungsgrads ηem ist in 4 gezeigt. Die Schaltung weist zwei Messwerteingänge auf, nämlich einen ersten Messwerteingang 42, durch den die Phasenspannung uph in die Schaltung eingegeben werden kann, und einen zweiten Messwerteingang 44, durch den der Phasenstrom iph der Schaltung zugeführt werden kann. Der Phasenstrom iph und die Phasenspannung uph beziehen sich jeweils auf eine Phase bzw. eine Spulenwicklung. Zur Erfassung der Ströme und Spannungen sämtlicher Spulenwicklungen der elektrischen Maschine umfasst die elektrische Schaltung weitere Messwerteingänge und elektrische Schaltbausteine, die in 4 nicht gezeigt sind.
  • Zur Erlangung des elektromagnetischen Wirkwidertands R wird der Phasenstrom iph in einer ersten Integrationseinheit 46 über einen Zeitraum von null bis zum Verlöschenszeitpunkt Tver aufintegriert. Der Verlöschenszeitpunkt Tver wird von einer Resetlogik 56 ermittelt, die den Stromfluss direkt abtastet. Die erste Integrationseinheit 46 umfasst einen ohmschen Widerstand 48, einen Operationsverstärker 50, einen Kondensator 52 und einen Resetschalter 54. In dieser ersten Integrationseinheit 46 wird eine dem Phasenstrom iph entsprechende Größe aufintegriert, und durch die Resetlogik 56 in Verbindung mit einem Schalter 58 einem Analog-Digitalwandler 60 zugeführt. Die Resetlogik 56 schaltet hierbei zum Verlöschenszeitpunkt Tver den Schalter 58 so, dass das Integrationssignal zum Analog-Digitalwandler 60 gelangt. Gleichzeitig setzt die Resetlogik 56 die erste Integrationseinheit durch Schließen des Schalters 54 zurück. Im Analog-Digitalwandler 60 wird das noch analoge Signal, das der Integration des Phasenstroms iph gemäß dem Nenner aus Gleichung (4) entspricht, in ein digitales Signal gewandelt und anschließend einer Recheneinheit 62 zugeführt.
  • In einer zweiten Integrationseinheit 64, die einen analogen Aufbau wie die erste Integrationseinheit 46 aufweist, wird eine durch den ersten Messwerteingang 42 aufgenommene Messgröße, die der Phasenspannung uph entspricht, über den gleichen Zeitraum wie der Phasenstrom iph aufintegriert. Zum Verlöschenszeitpunkt Tver wird der Integrationswert mit Hilfe der Resetlogik 56 und einem Schalter 66 an einen weiteren Analog-Digitalwandler 68 übergeben, der das Signal digitalisiert und an die Recheneinheit 62 übergibt. In der Recheneinheit 62 wird durch Quotientenbildung der Integrale über die Phasenspannung uph und den Phasenstrom iph ein dem elektromagnetischen Wirkwiderstand R entsprechender Wert gebildet und an eine Multiplikationseinheit 70 weitergegeben. In der Multiplikationseinheit 70 wird dieser Wert mit einem den Phasenstrom iph repräsentierenden Wert multipliziert und anschließend in einer Subtraktionseinheit 72 von dem die Phasenspannung uph repräsentierenden Wert abgezogen. Das resultierende Signal wird in einer weiteren Multiplikationseinheit 74 mit dem den Phasenstrom iph repräsentierenden Wert multipliziert und dann in einer dritten Integrationseinheit 76 bis zu einem folgenden Verlöschenszeitpunkt Tver integriert. Der resultierende Wert wird mit Hilfe der Resetlogik 56, einem Schalter 78 und einem weiteren Analog-Digitalwandler 80 an die Recheneinheit 62 weitergegeben. Eine vierte Integration wird in einer vierten Integrationseinheit 82 durchgeführt, in der ein in der Multiplikationseinheit 84 entstandenes Produkt integriert wird. Das Produkt setzt sich zusammen aus einem den Phasenstrom iPh und einem die Phasenspannung uph repräsentierenden Wert. Über einen Schalter 86 und einen Analog-Digitalwandler 88 wird das aufintegrierte Signal in digitaler Form der Recheneinheit 62 zugeführt. In der Recheneinheit 62 wird der Quotient aus dem in der dritten Integrationseinheit 76 gebildeten Wert und dem in der vierten Integrationseinheit 82 gebildeten Wert ermittelt und durch den Ausgang 90 ausge geben. Dieser Wert entspricht dem Ergebnis aus der Gleichung (5). Die in 4 gezeigte Schaltung ermittelt nur den elektromagnetischen Wirkungsgrad einer Spule oder Phase. Der Wirkungsgrad der übrigen Spulen der elektrischen Maschine wird in gleicher Weise, wie in 4 gezeigt, ermittelt, sodass aus den erhaltenen Werten aller Spulen der elektromagnetische Wirkungsgrad der gesamten Maschine ohne Aufwand ermittelt werden kann.
  • Mit der in 4 gezeigten Vorrichtung ist eine zuverlässige, sehr schnelle und exakte Ermittlung des elektromagnetischen Wirkungsgrads einer kollektorlosen elektrischen Maschine möglich. Die Vorrichtung ist sehr preiswert herzustellen, und sie ist sehr robust, sodass sie in einer Vielzahl von Anwendungen sowohl im industriellen als auch im haushaltsüblichen Bereich Einsatz finden kann. Die in der Recheneinheit 62 angeordnete Filtereinheit 92 filtert in der Recheneinheit 62 ermittelte Extremwerte nach in der Filtereinheit 92 hinterlegten Algorithmen aus. Hierdurch ist eine hohe Zuverlässigkeit der Vorrichtung erreichbar.
  • Aus dem elektromagnetischen Wirkungsgrad der elektrischen Maschine kann das mittlere Drehmoment der elektrischen Maschine ohne Schwierigkeiten ermittelt werden, indem die in die elektrische Maschine eingespeiste elektrische Energie – gegebenenfalls abzüglich der Umrichterverluste und der Reibungsverluste – mit dem elektromagnetischen Wirkungsgrad multipliziert wird, diese Energie durch den betrachteten Zeitpunkt dividiert und durch die Winkelgeschwindigkeit des Rotors 2 geteilt wird. Dieses in einfacher Weise ermittelte mittlere Drehmoment kann in einer Vielzahl von Anwendungen Verwendung finden. So kann beispielsweise dieses mittlere Drehmoment als zeitdiskrete oder als ereignisdiskrete Regelgröße in einer Regelung Verwendung finden.
  • 2
    Rotor
    4
    Stator
    6
    Rotorzahn
    8
    Statorzahn
    10
    Spulenwicklung
    12
    Welle
    14
    Drehrichtung
    16
    Spulenwicklung
    18
    Rotorzahn
    20
    Spulenwicklung
    32
    Erster Spannungspuls
    34
    Zweiter Spannungspuls
    36
    Weiterer Spannungspuls
    38
    Entmagnetisierungspuls
    40
    Auswerteeinheit
    42
    Erster Messwerteingang
    44
    Zweiter Messwerteingang
    46
    Erste Integrationsein
    heit
    48
    Ohmscher Widerstand
    50
    Operationsverstärker
    52
    Kondensator
    54
    Resetschalter
    56
    Resetlogik
    58
    Schalter
    60
    Analog-Digitalwandler
    62
    Recheneinheit
    64
    Zweite Integrationsein
    heit
    66
    Schalter
    68
    Analog-Digitalwandler
    70
    Multiplikationseinheit
    72
    Subtraktionseinheit
    74
    Multiplikationseinheit
    76
    Dritte Integrationsein
    heit
    78
    Schalter
    80
    Analog-Digitalwandler
    82
    Vierte Integrationsein
    heit
    84
    Multiplikationseinheit
    86
    Schalter
    88
    Analog-Digitalwandler
    90
    Ausgang
    92
    Filtereinheit
    udc
    Gleichspannung
    idc
    Gleichstrom
    uph
    Phasenspannung
    iph
    Phasenstrom
    um
    Spannung
    im
    Strom
    Rum
    Umrichterwiderstand
    Rdc
    Gleichstromwiderstand
    Rac
    Wechselstromwiderstand
    Rfc
    Ummagnetisierungswider
    stand
    Rreib
    Reibungswiderstand R Elektromagnetischer
    Wirkwiderstand
    Tver Verlöschenszeitpunkt

Claims (13)

  1. Verfahren zur Bestimmung von elektromagnetischen Verlusten in einer kollektorlosen elektrischen Maschine mit einer Anzahl von Spulenwicklungen (10, 16, 20), bei dem beginnend zu einem ersten Zeitpunkt eine Spannung an eine Spulenwicklung (16) angelegt wird, wobei der vom ersten bis zu einem zweiten Zeitpunkt durch die Spulenwicklung (16) fließende Strom (iph) und die in diesem Zeitraum an die Spulenwicklung angelegte Spannung (uph) erfasst und aus den erhaltenen Werten die elektromagnetischen Verluste bestimmt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zeitpunkt an einen solchen Zeitpunkt gelegt wird, an dem kein Strom durch die Spulenwicklung (20) fließt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Verluste in Form eines elektromagnetischen Wirkungsgrads bestimmt werden.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetischen Verluste aller angeschalteten Spulenwicklungen (16) der elektrischen Maschine ermittelt und daraus die elektromagnetischen Verluste der elektrischen Maschine bestimmt werden.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das über den Zeitraum vom ersten bis zum zweiten Zeitpunkt Bemittelte Drehmoment, das von der Spulenwicklung (16) auf einen Rotor (2) ausgeübt wurde, ermittelt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Spulenwicklung (16) angelegte Spannung (uph) über den Zeitraum vom ersten bis zum zweiten Zeitpunkt analog aufintegriert wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von einem dritten bis zu einem vierten Zeitpunkt durch die Spulenwicklung (16) fließende Strom (iph) und die in diesem Zeitraum an die Spulenwicklung (16) angelegte Spannung (uph) erfasst werden und der elektromagnetische Wirkungsgrad aus den erhaltenen Werten in Verbindung mit den bereits ermittelten elektromagnetischen Verlusten bestimmt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu einem zwischen dem ersten und dem zweiten Zeitpunkt liegenden Zeitpunkt die an die Spulenwicklung (16) angelegte Spannung (uph) negativ zur zum ersten Zeitpunkt angelegten Spannung (uph) gewählt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Zeitpunkt wenigstens eine volle elektrische Periode liegt.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Spulenwicklung (10) angelegte Spannung (uph) über einen Zeitraum, an dem die Spulenwicklung (10) unbestromt ist, aufintegriert wird und der erhaltene Wert zur Kalibrierung eines Messglieds verwendet wird.
  11. Vorrichtung mit einer Auswerteeinheit (40) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet eine Integrationseinheit (46, 64) zur analogen Integration der an die Spulenwicklung (16) angelegten Spannung (uph) und des durch die Spulenwicklung (16) fließenden Stroms (iph) .
  13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet eine Filtereinheit (92) zur Eliminierung von extremen Ergebniswerten.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN111693866A (zh) * 2020-06-30 2020-09-22 邵阳学院 一种电机转速控制实验装置
DE102020200667A1 (de) 2020-01-21 2021-07-22 Volkswagen Aktiengesellschaft Verfahren zur Bestimmung des Verbrauchs eines elektrischen Antriebsmotors
DE102006001915B4 (de) 2005-02-11 2021-10-28 Schaeffler Technologies AG & Co. KG Verfahren und Anordnung zur Ermittlung von Betriebsgrößen eines EC-Motors
DE102021207598A1 (de) 2021-07-16 2023-01-19 Volkswagen Aktiengesellschaft Verfahren zur Bestimmung des Verbrauchs eines elektrischen Antriebsmotors sowie Prüfstand

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