DE10228784C1 - Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen Bauwerk - Google Patents
Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen BauwerkInfo
- Publication number
- DE10228784C1 DE10228784C1 DE2002128784 DE10228784A DE10228784C1 DE 10228784 C1 DE10228784 C1 DE 10228784C1 DE 2002128784 DE2002128784 DE 2002128784 DE 10228784 A DE10228784 A DE 10228784A DE 10228784 C1 DE10228784 C1 DE 10228784C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- snow
- air
- layer
- air cushions
- air cushion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/32—Foundations for special purposes
- E02D27/35—Foundations formed in frozen ground, e.g. in permafrost soil
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)
Abstract
Vollständig von Schnee umgebene Bauwerke in Dauerfrostgebieten versinken mit der Zeit im Schnee, wodurch der Druck auf das Bauwerk durch zunehmende Schneeauflasten steigt. Insbesondere an Schwachstellen im Bauwerk bezüglich der Stabilität kann es hier zu Beschädigungen kommen, die die Nutzungsdauer des Bauwerks erheblich verringern. Eingebrachte Stützen im Bauwerk stellen ein logistisches Problem und nach der endgültigen Aufgabe des Bauwerks auch ein umweltbelastendes Entsorgungsproblem dar. Mit der Anordnung nach der Erfindung können die Schneeauflasten durch Luftkissen (3), die oberhalb des zu entlastenden Bauwerks (2) eingebracht und mit einer verfestigten Schneeschicht (5) überdeckt werden, bedeutend verringert werden. Bei großen Bauwerken können mehrere Luftkissen nebeneinander angeordnet werden. Beim weiteren Einsinken des Bauwerks können weitere Luftkissen nachgelegt werden. Dabei wird die Stabilität der zwischen liegenden Schneeschicht berücksichtigt, die im gefrorenen Pulverschnee gut zu erreichen ist. Die Erfindung stellt damit eine umweltschonende Anordnung dar, die trotz hoher Einsatzflexibilität auch bezüglich Logistik, Handhabung und Wartung keine Probleme bereitet.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Verringerung von Schnee-
und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen Bauwerk in
einem Dauerfrostgebiet.
Bauwerke in Dauerfrostgebieten haben infolge ständig zunehmender Schnee
auflasten nur eine begrenzte Lebens- und damit Nutzungsdauer. Insbesondere
die unterirdischen Bauwerke in den polaren Gebieten versinken durch den
beträchtlichen jährlichen Schneezutrag im Laufe der Nutzungszeit im Schnee.
Dabei können ganze Bauwerke oder zumindest Teile davon von den
auflagernden Schneemassen verformt oder sogar zerdrückt werden. Der
auflagernde Schnee ist hier also der begrenzende Faktor für die Sicherheit,
Stabilität und Nutzbarkeit der Bauwerke. Bei diesen handelt es sich beispiels
weise um Rampen, Verbindungsgänge, Tunnel, Vorratsräume, Lager,
Garagen, Röhrenkonstruktionen, die in den Schnee eingebaut und von Schnee
vollständig umgeben sind. Aus diesen Komponenten werden in polaren
Gebieten insbesondere komplette Forschungsstationen mit allen zugehörigen
infrastrukturellen Einrichtungen und Nebengebäuden errichtet. Derartige
Bauwerke im Schnee, beispielsweise Röhrenbauwerke aus Stahl, haben von
der Statik her gesehen kritische Schwachstellen. Dies sind im Allgemeinen
Kreuzungsbereiche zweier aufeinander stoßender Röhren, die Röhrenenden
und Röhrenabschnitte an Brand- oder Rauchschotts. Während normalerweise
die in den Schnee eingebettete Röhrenkonstruktion durch den auch seitlich
anliegenden Schnee genügend Widerlagerung erfährt, werden die oben
genannten Schwachstellen mit zunehmender Schneeauflagerung durch das
Gewicht des Schnees bzw. des Eises, das bei ca. 10 m-12 m Schichtstärke ein
Gewicht von bis zu 8 t pro m2 Grundfläche aufweisen kann, zuerst eingedrückt.
Die Folgen sind Röhrenverformungen an diesen Schwachstellen bis hin zu
Zerstörungen mit allen Konsequenzen für eine verkürzte Lebensdauer des
Bauwerks.
Um der Zerstörung der unterirdischen Gebäude durch Schneelasten entgegen
zu wirken, ist es allgemein bekannt, nachträgliche Stützkonstruktionen, wie
beispielsweise Stempel, Stützen, Tragwerke oder Aussteifungen, in die
betroffenen Bauwerke einzubauen. Diese sind aber kostenintensiv und
erfordern einen erheblichen logistischen Aufwand, der insbesondere in den
Polargebieten schwer zu realisieren ist. Außerdem verringern sie den Freiraum
in den Gebäuden und können deren Funktionalität einschränken. Außerdem
sind sie bei einem Verbleiben in einem aufgegebenen Gebäude umwelt
belastend oder müssen bei Rückbau aufwändig entsorgt werden.
Die Aufgabe für die vorliegende Erfindung ist es daher, eine Anordnung zur
Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig
umgebenen Bauwerk in einem Dauerfrostgebiet anzugeben, die diese
Funktion äußerst umweltschonend und mit logistisch einfach zur Verfügung
stellbaren Mitteln erfüllt. Dabei soll keine Beeinträchtigung der Funktion des
Bauwerks auftreten, die Anordnung aber trotzdem ein hohes Maß an
Zuverlässigkeit aufweisen. Sie soll darüber hinaus bei einfacher Handhabung
flexibel an die erschwerten Umweltbedingungen anpassbar sein und damit
eine maximale Nutzungsdauer des Bauwerks ermöglichen.
Als Lösung für diese Aufgabe ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung
vorgesehen, dass oberhalb des Bauwerks zumindest ein aufgeblasenes
Luftkissen aus einem kälteresistenten, luftundurchlässigen und flexiblen
Material angeordnet ist, das von einer verfestigten Schneeschicht überdeckt ist
und einen luftgefüllten Hohlraum in der Schneeschicht oberhalb der Bauwerks
bildet, wobei das Luftkissen nach Ablassen der Luftfüllung aus dem Hohlraum
wieder entfernbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung werden Bauwerke in Dauerfrost
gebieten unkompliziert, besonders umweltschonend und ohne Materialverluste
vor überhöhten Schneeauflasten geschützt. Damit trägt die erfindungsgemäße
Anordnung zur Stabilitätserhöhung und Verlängerung der Lebensdauer solcher
Bauwerke bei. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass die natürlichen
Bedingungen und Ressourcen in den Dauerfrostgebieten (Frost und Schnee)
im Zusammenwirken mit einfachen Ausrüstungsteilen genutzt werden.
Oberhalb des zu schützenden Bauwerks wird zumindest ein Hohlraum
gebildet, der gegenüber der Schneeschicht kein relevantes Gewicht aufweist.
Auf diese Art wird das Schneegesamtgewicht, das von oben auf dem Bauwerk
lastet, einfach, aber wirkungsvoll verringert. Dabei ist in besonderer Weise
noch die beliebige Wiederverwendbarkeit des Luftkissens, das nach der
Verfestigung des Hohlraums und Ablassen der Luftfüllung aus dem Hohlraum
wieder entfernt werden kann, als besonders positiver Umweltaspekt zu
berücksichtigen.
Aus der US 5.522.181 ist zwar ein aufblasbares Luftkissen aus einem
kälteresistenten, luftundurchlässigen und flexiblen Material bekannt, das aber
der Erstellung eines kompletten Schneeiglus als kleiner Schutziglu dient. Dazu
wird das aufgeblasene, igluähnliche Luftkissen auf die Schneeoberfläche
gelegt und mit einer Schneeschicht überzogen. Nach Erreichen einer
ausreichenden Schichtstärke und nach deren Verfestigung wird die Luft aus
dem Luftkissen abgelassen und das entleerte Kissen aus dem unter der
Schneedecke entstandenen Hohlraum herausgezogen. In gefaltetem Zustand
kann das Luftkissen dann in einem Rucksack verstaut und von einer einzelnen
Person einfach transportiert werden. Ein Hinweis auf eine andere Verwendung
des bekannten Luftkissen, insbesondere für eine Anordnung zur Verringerung
von Schneeauflasten auf vollständig im Schnee versunkenen Bauwerken, als
die Verwendung zur Erstellung eine Schutziglus auf der Schneeoberfläche ist
der US 5.522.181 jedoch nicht zu entnehmen. Der Fokus liegt bei dem
bekannten Luftkissen auf der schnellen Erstellung eines relativ kleinen
Hohlraumes auf der Schneeoberfläche zur schützenden Aufnahme von
Menschen und nicht der Gewichtsreduzierung in Schneeschichten.
Die Gewichtsentlastung über dem Bauwerk erfolgt in Abhängigkeit vom durch
das eingebrachte Luftkissen erzeugten Hohlraum. Dabei ist es für den
Fachmann ohne Weiteres möglich, entsprechende Stabilitätsaspekte unter
Berücksichtigung des plastischen Verhaltens von Schnee und Eis, des
Auftriebsverhaltens im Eis und der Porenbildung in Schnee- und Eisschichten,
aus Erfahrungswerten einzubeziehen. Durch die Bedeckung des neu einge
brachten Luftkissens mit pulverisiertem Schnee, der entweder durch natür
lichen Neufall oder mittels einer Schneefräse aufgebracht wird, wird eine sehr
hohe Homogenität in der aufgebrachten Schneeschicht erreicht, die nach dem
Zusammenfrieren innerhalb sehr kurzer Zeit eine hohe mechanische Festigkeit
sicher gewährleistet. Derartige Schneeauftragsverfahren werden in den
polaren Stationen seit Langem eingesetzt, beispielsweise, um
Verbindungsgänge zwischen einzelnen Kammern im Schnee herzustellen. Aus
der DE 100 07 714 C1 ist es bekannt, derartige Gänge durch aufgeblasene
Luftkissen in Paneelform zu errichten, die in eingefräste Absätze in
Schneekammern nebeneinander eingesteckt und dann mit pulverisiertem
Schnee überdeckt werden. Die Festigkeit der gefrorenen Schneeschicht ist
dann ohne Weiteres zum Begehen ausreichend. Ab einer bestimmten
Mindeststärke ist sogar ein Befahren möglich. Somit ist keine Gefährdung für
Menschen durch solcherart künstlich angelegte Hohlräume unter der
Schneeschicht gegeben.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung nach der Erfindung ist in ihrer Flexibilität zu
sehen. Zum einen können die Luftkissen in Größe und Form unterschiedlich
ausgeführt sein. Es eignen sich beispielsweise Luftkissen, wie sie aus der
US 5.522.181 bekannt sind und der Herstellung von Iglus dienen. Gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung können mehrere Luftkissen nebeneinander
angeordnet sein, wobei zwischen den einzelnen Luftkissen eine Schneeschicht
liegt. In Abhängigkeit von der Größe des zu entlastenden Bauwerks können
über dessen Dachfläche mehrere Luftkissen verteilt sein. Es können aber auch
anstelle eines großen Luftkissen mehrere kleine Luftkissen eingesetzt werden.
Diese werden dann nebeneinander oberhalb des zu entlastenden Bauwerks
ausgelegt. Dabei ist wiederum für die Stabilität ein ausreichender Abstand und
damit eine ausreichende Schichtstärke zwischen den einzelnen Luftkissen zu
berücksichtigen. Insgesamt ist die mechanische Stabilität der Schneeschicht
über einer Vielzahl von kleineren Hohlräumen mit entsprechendem Abstand
höher als über einem großen Hohlraum. Dabei entspricht die erreichte
Gewichtsentlastung immer jeweils dem gesamten Hohlraumvolumen multi
pliziert mit der Dichte von Schnee bzw. Eis. Die erfindungsgemäße Anordnung
weist jedoch nicht nur eine horizontale, sondern auch ein vertikale Flexibilität
durch Verwendung mehrerer Luftkissen oder Wiederverwendung eines
Luftkissens, das nach Verwendung jeweils wieder aus dem Hohlraum entfernt
wird, auf. Es ist bekannt, dass die Bauwerke in den Dauerfrostgebieten durch
jährlichen Schneezutrag allmählich im Schnee versinken. Somit wird die
darüber liegende Schneeschicht immer größer. Gemäß einer Weiterbildung
der Anordnung nach der Erfindung ist es deshalb besonders vorteilhaft, wenn
mehrere Luftkissen übereinander angeordnet sind, wobei zwischen den einzel
nen Luftkissen eine Schneeschicht liegt. Somit kann im Laufe der Jahre
oberhalb des zu entlastenden Bauwerks ein mehrlagiges Luftkammersystem
gebildet wird, das die Schneeentlastung des Gebäudes gewährleistet. Dabei ist
aus Stabilitätsgründen ein vertikaler Versatz der Hohlräume zueinander
sinnvoll. Somit können auch relativ tief in den Schnee eingesunkene Bauwerke
noch entlastet werden, wodurch deren Nutzungsdauer beträchtlich verlängert
werden kann. Sowohl bei der horizontalen Anordnung von mehreren Luftkissen
gleichzeitig als auch der vertikalen Anordnung eines oder mehrerer Luftkissen
nacheinander ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Schneeschicht zwischen
und/oder oberhalb jedes Luftkissens aus mehreren Lagen, nacheinander
maschinell aufgebrachtem Pulverschnee besteht. Damit kann eine optimale
Festigkeit der Schneeschicht und somit ein höchster Sicherheitsstandard bei
einer optimalen Nutzungsdauer erreicht werden.
Ausbildungsformen der Erfindung werden zu deren weiterem Verständnis
nachfolgend anhand der schematischen Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 den Kreuzungspunkt eines Röhrenbauwerks mit einem
eingebauten Luftkissen,
Fig. 2 ein Luftkissen im Detail und
Fig. 3 einen Röhrenquerschnitt mit mehreren neben- und
übereinander angeordneten Luftkammern.
Die Fig. 1 zeigt den Kreuzungspunkt 1 eines Röhrenbauwerks 2, das in einer
Polarregion vollständig im Schnee liegt. Oberhalb des Kreuzungspunktes 1,
der bezüglich der mechanischen Stabilität eine Schwachstelle des Röhren
bauwerks 2 darstellt, wurden mittels eines Schneeräumgeräts (Planierschild)
die oberen weicheren Schneelagen bis ca. 1 bis 2 m Tiefe abgeschoben, um
Baufreiheit zu schaffen. Danach wird ein Luftkissen 3 in die ausgehobene
Grube eingelegt und mittels Kompressor über ein Ventil 4 mit Luft bis zur
vollständigen Füllung befüllt. Danach wird mit einer Schneefräse eine
Schneeschicht 5 in Form von pulverisiertem Schnee in erforderlicher
Schichtdicke aufgebracht, die bei den herrschenden Minustemperaturen in ca.
24 Stunden gefriert. Nach dem Ausfrieren kann durch eine im Schnee
belassene oder nachträglich eingebrachte kleine Öffnung über das Ventil 4 die
Luft aus dem Luftkissen 3 abgelassen und das zusammenfallenden Luftkissen
3 aus der Schneeöffnung herausgezogen werden. Die Öffnung wird danach
wieder mit Schnee abgedeckt. Das Luftkissen 3 wird entweder zur Erstellung
des nächsten Hohlraumes weiter verwendet oder in zusammen gefaltetem
Zustand verstaut. An Stellen mit einer besonders hohen Belastung der
Schneeoberfläche, beispielsweise durch starken Fahrverkehr, kann das
Luftkissen 3 zu zusätzlichen Stabilisierung der Schneeschicht auch in dieser
belassen werden.
In der Fig. 2 ist ein Luftkissen 6 dargestellt, wie es beispielsweise in der
Anordnung gemäß Fig. 1 verwendet werden kann. Es besteht aus einem
kälteresistenten, luftundurchlässigen und flexiblen Material, ist im Wesent
lichen zylindrisch und weist gewölbte Bodenflächen auf. Über ein Ventil 7 kann
es mit Luft - oder einem anderen geeigneten Medium - befüllt und entleert
werden.
Die Fig. 3 zeigt eine Anordnung nach der Erfindung unter Verwendung einer
Vielzahl von Luftkissen über einem Röhrenbauwerk 8. Dieses ist bereits relativ
tief in den Schnee eingesunken. Zur Schneeentlastung wurden oberhalb des
Röhrenbauwerks zunächst zwei Luftkissen 9, 10 (gestrichelt angedeutet)
nebeneinander angeordnet und mit Schnee verfestigt. Nach Entfernung der
beiden Luftkissen 9, 10 entstanden Hohlräume. Nach dem nächsten größeren
natürlichen Schneezutrag wurde ein weiteres Luftkissen 11 (gestrichelt
angedeutet) in einer darüber liegenden Schneeschicht eingebracht und ein
Hohlraum gebildet. Im Laufe der Jahre wurden je nach Schneezutrag dann in
derselben Weise noch weitere Hohlräume 12, 13, 14 gebildet, sodass das
Röhrenbauwerk 8 insgesamt um die Schneemasse mit dem Volumen aller
Hohlräume entlastet wurde. Dabei wurden die erforderlichen Stärken der
horizontalen und vertikalen Schneeschichten 15, 16 zwischen den einzelnen
Hohlräumen und deren Verfestigung zu Erreichung einer ausreichenden
mechanischen Stabilität der Schneedecke oberhalb des Röhrenbauwerks 8
berücksichtigt. Die gezeigte Anordnung zur Entlastung von im Schnee
versunkenen Bauwerken in Dauerfrostgebieten ist besonders umwelt
freundlich, logistisch unproblematisch und trägt zu einer bedeutenden
Erhöhung der Nutzungsdauer solcher Bauwerke bei.
1
Kreuzungspunkt
2
Röhrenbauwerk
3
Luftkissen
4
Ventil
5
Schneeschicht
6
Luftkissen
7
Ventil
8
Röhrenbauwerk
9
Luftkissen
10
Luftkissen
11
Luftkissen
12
Hohlraum
13
Hohlraum
14
Hohlraum
15
Schneeschicht, horizontal
16
Schneeschicht, vertikal
Claims (4)
1. Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von
Schnee vollständig umgebenen Bauwerk in einem Dauerfrostgebiet,
dadurch gekennzeichnet, dass
oberhalb des Bauwerks (2; 8) zumindest ein aufgeblasenes Luftkissen (3; 9,
10, 11) aus einem kälteresistenten, luftundurchlässigen und flexiblen Material
angeordnet ist, das von einer verfestigten Schneeschicht (5) überdeckt ist und
einen luftgefüllten Hohlraum in der Schneeschicht oberhalb der Bauwerks (2;
8) bildet, wobei das Luftkissen (3; 9, 10, 11) nach Ablassen der Luftfüllung aus
dem Hohlraum wieder entfernbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Luftkissen (9, 10) nebeneinander angeordnet sind, wobei zwischen
den einzelnen Luftkissen (9, 10) eine Schneeschicht (16) liegt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Luftkissen (10, 11) übereinander angeordnet sind, wobei zwischen
den einzelnen Luftkissen eine (10, 11) Schneeschicht (15) liegt.
4. Anordnung nach einem der Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schneeschicht (5; 15, 16) zwischen und/oder oberhalb jedes Luftkissens
(3; 9, 10, 11) aus mehreren Lagen, nacheinander maschinell aufgebrachtem
Pulverschnee besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002128784 DE10228784C1 (de) | 2002-06-23 | 2002-06-23 | Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen Bauwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002128784 DE10228784C1 (de) | 2002-06-23 | 2002-06-23 | Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen Bauwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10228784C1 true DE10228784C1 (de) | 2003-11-06 |
Family
ID=28799046
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002128784 Expired - Fee Related DE10228784C1 (de) | 2002-06-23 | 2002-06-23 | Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen Bauwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10228784C1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5522181A (en) * | 1994-05-26 | 1996-06-04 | Ellsworth; Thayne N. | Devices for the rapid deployment of igloos |
| DE10007714C1 (de) * | 2000-02-19 | 2001-11-29 | Stiftung A Wegener Inst Polar | Vorrichtung zur Herstellung von Nutzbauwerken in Dauerfrostgebieten |
-
2002
- 2002-06-23 DE DE2002128784 patent/DE10228784C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5522181A (en) * | 1994-05-26 | 1996-06-04 | Ellsworth; Thayne N. | Devices for the rapid deployment of igloos |
| DE10007714C1 (de) * | 2000-02-19 | 2001-11-29 | Stiftung A Wegener Inst Polar | Vorrichtung zur Herstellung von Nutzbauwerken in Dauerfrostgebieten |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102015208492A1 (de) | Endlager für die Lagerung von radioaktivem Material, sowie Verfahren zu seiner Herstellung | |
| EP1660740A1 (de) | Schwebende tragstruktur mit statischem auftrieb | |
| EP1757742B1 (de) | Rigolenelement mit Inspektionskanal | |
| DE2548272B2 (de) | Selbsttragender Schaumstoff-Hohlkörper sowie Verfahren zum Herstellen eines solchen Schaumstoff-Hohlkörpers | |
| DE10228784C1 (de) | Anordnung zur Verringerung von Schnee- und Eisauflasten auf einem von Schnee vollständig umgebenen Bauwerk | |
| EP0313761A1 (de) | Einrichtung zum Parkieren von Fahrzeugen unter einer Wasseroberfläche | |
| DE1816876A1 (de) | Bauelement zur Herstellung transportabler Bruecken,Start- oder Landebahnen,Behaelter od.dgl. | |
| DE212012000017U1 (de) | Vorrichtung zur Verringerung von Schallschwingungen in einer Flüssigkeit | |
| DE2722984A1 (de) | Verfahren zur herstellung von schalenkoerpern | |
| DE10007714C1 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Nutzbauwerken in Dauerfrostgebieten | |
| DE4402358A1 (de) | Stapeltopfpfeiler | |
| DE3830036C2 (de) | ||
| EP2022911B1 (de) | Bauwerk zur Aufbewahrung von Urnen und Beton-Fertigteil | |
| DE10007714C9 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Nutzbauwerken in Dauerfrostgebieten | |
| DE10258542B4 (de) | Notunterkunft sowie Verfahren zur Erstellung einer Notunterkunft | |
| DE102015109887A1 (de) | Wärmedämmsystem zur vertikalen, lastabtragenden Verbindung von aus Beton zu erstellenden Gebäudeteilen | |
| DE1127933B (de) | Langgestrecktes, vorzugsweise metallenes Bauelement, insbesondere fuer zerlegbare Bruecken | |
| WO2017012681A1 (de) | Luftgestütztes zelt mit aufblasbarem boden | |
| DE4006962A1 (de) | Start- und landeflaeche fuer hubschrauber | |
| DE3829845A1 (de) | Dach | |
| DE102007000810A1 (de) | Baustein, Bausatz und Verfahren zur Errichtung eines Bauwerks | |
| DE2342962A1 (de) | Verfahren zur provisorischen lagerung von wasser zum einsatz bei spitzenzeiten des bedarfs | |
| DE202018106453U1 (de) | Mobile Surf-Anlage zur Erzeugung einer stehenden Welle | |
| DD148800A5 (de) | Wasserundurchlaessige baukonstruktion | |
| AT207885B (de) | Zerlegbare Schwimmbrücke |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licenses declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |