DE10225826C1 - Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe mit blauer/blau-grüner Photo- und Elektrolumineszenz, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung - Google Patents
Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe mit blauer/blau-grüner Photo- und Elektrolumineszenz, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre VerwendungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft neue pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe, ihre Herstellung sowie ihre Verwendung als Fluoreszenzfarbstoffe, Emitter, Elektronenleiter sowie löcherblockierendes Material insbesondere in lichtemittierenden Bauteilen.
Description
Die Erfindung betrifft neue pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe, ihre Her
stellung sowie ihre Verwendung als Fluoreszenzfarbstoffe, Emitter, Elektronenleiter
sowie löcherblockierendes Material insbesondere in lichtemittierenden Bauteilen.
Bei der Entwicklung lichtemittierender Bauteile für Elektronik und Photonik besteht
insbesondere Bedarf an Verbindungen, die in der Lage sind blaues bzw. blaugrünes
Licht mit Wellenlängen kleiner 480 nm zu emittieren und die in einfacher Weise als
Schichten aufzubringen sind.
In lichtemittierenden Bauteilen mit blauer Lumineszenz kommen heute hauptsächlich
anorganische Halbleiter, wie Galliumnitrid, zum Einsatz, auf deren Basis punktför
mige Anzeigeelemente hergestellt werden können. Die Herstellung großflächiger An
ordnungen ist nicht möglich, da die Abscheidungsprozesse aus der Gasphase, mittels
derer eine Aufbringung geeigneter Schichten auf die Substrate erzielt wird, sowie
deren praktikable Durchführung auf sehr kleine Flächen beschränkt sind.
Auch niedermolekulare organische Komplexverbindungen insbesondere Tris
hydroxychinolinkomplexe des Aluminiums kommen als lichtemittierende und/oder
elektronenleitende Materialien beispielsweise in elektrolumineszierenden Anord
nungen zum Einsatz und zeigen blaugrüne Fluoreszenz (US-A 5150006 und S. A.
Van Slyke et al., Inorg. Org. Electroluminescence, International Workshop Electro
luminescence (1996), S. 195-200). Allerdings erweist sich deren äußerst schlechte
Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln als nachteilig, da zur Auftragung aufwen
dige Aufdampfmethoden erforderlich sind.
In DE-A 198 12 258 werden ein- und mehrkernige Ga(III)-Komplexe beschrieben, die
zwar in organischen Lösungsmitteln gute Löslichkeit besitzen und daher beispiels
weise durch Ink-Jet-Verfahren, Gießen, Rakeln, oder Spincoaten aus Lösung aufge
tragen werden können, jedoch zeigt keine von ihnen blaue oder blaugrüne Fluores
zenz im Wellenlängenbereich kleiner 480 nm.
Es bestand daher weiterhin Bedarf nach Verbindungen mit blauer bzw. blaugrüner
Fluoreszenz im Wellenlängenbereich von 400 bis 480 nm für den Einsatz als elektro
nenleitende und/oder lichtemittierende Materialien, die neben den herkömmlichen
Aufdampfverfahren außerdem einer Verarbeitung aus Lösung zugänglich sind, wes
halb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung neuartiger Metall
komplexe mit blauer bzw. blaugrüner Fluoreszenz und verbesserter Löslichkeit in
organischen Lösungsmitteln bestand.
Überraschend wurde gefunden, dass Ga-Komplexe mit untengenannten Strukturen,
diese Anforderungen erfüllen indem sie vorteilhafterweise beide Eigenschaften,
blaue bzw. blaugrüne Fluoreszenz und gute Löslichkeit in organischen Lösungs
mitteln, besitzen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit pentakoordinierte Ga(III)-Carb
oxylatkomplexe der Formel I,
wobei
Z1 und Z2 unabhängig voneinander einen heterocyclischen Molekülteil vervollständi gen, der aus wenigstens zwei gegebenenfalls substituierten kondensierten Ringen besteht und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substitu iertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halogenalkyl oder Halogen stehen.
Z1 und Z2 unabhängig voneinander einen heterocyclischen Molekülteil vervollständi gen, der aus wenigstens zwei gegebenenfalls substituierten kondensierten Ringen besteht und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substitu iertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halogenalkyl oder Halogen stehen.
Bevorzugt sind dies pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formel Ia,
wobei
R1 für (C1-C16)-Alkyl, besonders bevorzugt für Methyl,
R2, R3, R4, R5, R6 unabhängig voneinander für Wasserstoff gegebenenfalls substi tuiertes (C1-C16)-Alkyl, Halogen, Cyano oder Sulfonamid, besonders bevor zugt für Wasserstoff, und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substitu iertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halogenalkyl oder Halogen steht, besonders bevorzugt unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes (C1-C10)-Alkyl oder Cl stehen.
R1 für (C1-C16)-Alkyl, besonders bevorzugt für Methyl,
R2, R3, R4, R5, R6 unabhängig voneinander für Wasserstoff gegebenenfalls substi tuiertes (C1-C16)-Alkyl, Halogen, Cyano oder Sulfonamid, besonders bevor zugt für Wasserstoff, und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substitu iertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halogenalkyl oder Halogen steht, besonders bevorzugt unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes (C1-C10)-Alkyl oder Cl stehen.
Besonders bevorzugt sind dies weiterhin pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylat
komplexe ausgewählt aus den folgenden Formeln Ia-1 bis Ia-5
Gegebenenfalls vorhandene Substituenten für Z1, Z2, R2 bis R6, RA, RB und RC sind
beispielsweise Halogen-, C1-C16-Alkyl-, C1-C4-Halogenalkyl-, Cyano- oder Sulfon
amidgruppen.
Die Herstellung der pentakoordinierten Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I,
Ia und Ia-1 bis Ia-5 erfolgt in guten Ausbeuten durch Umsetzung von Ga(III)-Salzen
mit den entsprechend substituierten 8-Hydroxychinolinen und substituierten α,β-
ungesättigten Carbonsäuren in Wasser oder Wasser enthaltenden Lösungsmittelge
mischen.
Weiterhin Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Her
stellung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I, Ia oder Ia-1
bis Ia-5, wobei
Verbindungen der allgemeinen Formel II,
Verbindungen der allgemeinen Formel II,
wobei R1 bis R6 die oben genannte Bedeutung haben,
mit Verbindungen der allgemeinen Formel III,
mit Verbindungen der allgemeinen Formel III,
wobei RA, RB und RC die oben genannte Bedeutung haben,
mit Ga(III)-Salzen in wässriger Lösung oder einem Wasser enthaltenden Lösungs mittelgemisch umgesetzt werden.
mit Ga(III)-Salzen in wässriger Lösung oder einem Wasser enthaltenden Lösungs mittelgemisch umgesetzt werden.
Besonders bevorzugt ist das Ga(III)-Salz Ga(NO3)3.xH2O (Gallium(III)nitrat-Hydrat)
und das Lösungsmittel Wasser.
Die Umsetzung wird in einer bevorzugten Ausführungsform so durchgeführt, dass
man das Galliumsalz in wässriger Lösung oder einem Wasser enthaltenden
Lösungsmittelgemisch vorlegt und die Liganden der allgemeinen Formeln II und III
in wässriger Lösung oder einem Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisch zugibt.
Als Lösungsmittel, welche dem Wasser zugemischt sein können, lassen sich bei
spielsweise Alkohole, insbesondere Ethanol und Methanol, einsetzen.
Die Molverhältnisse des Galliumsalzes zum Liganden der Formel II liegen im
Bereich von 1 : 2 bis 1 : 10 (Galliumsalz : Ligand), bevorzugt von 1 : 2 bis 1 : 5. Die
Molverhältnisse des Liganden der Formel II zum Liganden der Formel III liegen im
Bereich von 1 : 2 bis 1 : 10 (Ligand II : Ligand III), bevorzugt von 1 : 4 bis 1 : 6.
Die Reaktion wird bei Temperaturen von 10°C bis 60°C, bevorzugt von 20°C bis
40°C, durchgeführt.
Die 8-Hydroxychinolin-Liganden sind teilweise käuflich bzw. können nach bekann
ten organisch-chemischen Verfahren hergestellt werden.
Substituierte α,β-ungesättigte Carbonsäuren und ihre Herstellung sind allgemein
bekannt und teilweise käuflich erhältlich.
Die Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I, Ia und insbesondere Ia-1 bis Ia-5
fluoreszieren blau bzw. blaugrün und können als lichtemittierende, elektronen
leitende und löcherblockierende Materialien in lichtemittierenden Bauteilen sowie als
blaue bzw. blaugrüne Fluoreszenzfarbstoffe eingesetzt werden.
Weiterhin Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit die Verwendung der
erfindungsgemäßen pentakoordinierten Ga(III)-Carboxylatkomplexe in lichtemittie
renden Bauteilen, insbesondere als Elektronenleiter und/oder löcherblockierendes
Material in Phosphoreszenzanzeigen, als Fluoreszenzfarbstoffe, Emitter, Elektro
nenleiter und/oder löcherblockierndes Material in organischen Leuchtdioden oder in
Laseranwendungen.
Weiterhin Gegenstand der Erfindung sind somit lichtemittierende Bauteile, bei
spielsweise organischen elektrolumineszierenden Anordnungen, Phosphoreszenzan
zeigen, organische Leuchtdioden, Laseranwendungen etc., enthaltend pentakoordi
nierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I, Ia oder Ia-1 bis Ia-5.
Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen
pentakoordinierten Ga(III)-Carboxylatkomplexe als Elektronenleiter in organischen
Solarzellen.
Dabei ist besonders vorteilhaft gegenüber bekannten fluoreszierenden Verbindungen,
wie beispielsweise Alq3 und Gaq3, wobei q für 8-Hydroxychinolin steht, die gute
Löslichkeit der erfindungsgemäßen pentakoordinierten Ga(III)-Carboxylatkomplexe
in organischen Lösungsmitteln, bevorzugt in Alkoholen, besonders bevorzugt in
Methanol, Ethanol, Isopropylalkohol, und n-Butanol, oder Mischungen aus
Alkoholen. Die Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln ist mit 0,5 bis 20
Gewichts-%, bevorzugt 1 bis 10 Gewichts-%, für die Herstellung von OLEDs
(organic light emitting diodes) ausreichend, da hier nach Abdampfen des
Lösungsmittels ausreichend dicke Schichten (10 bis 300 nm) zurückbleiben.
Aufgrund dessen kann eine Verarbeitung der erfindungsgemäßen pentakoordinierten
Ga(III)-Carboxylatkomplexe aus Lösung erfolgen. Dies bringt beispielsweise bei der
Verwendung in lichtemittierenden Bauteilen, insbesondere organischen elektro
lumineszierenden Anordnungen (EL-Anordnungen), besondere Vorteile, da die EL-
Anordnungen in der Regel mehrere Schichten aus organischen Ladungstransport
verbindungen enthalten. Der Aufbau von Mehrschichtsystemen kann durch Auf
dampfverfahren aus der Gasphase oder durch Rakeln, Spincoaten, Gieß- oder Ink-Jet-
Verfahren aus Lösung erfolgen, wobei die Aufbringung aus Lösung aufgrund der
höheren Prozessgeschwindigkeiten bevorzugt ist. Allerdings kann hierbei der An
löseprozess einer bereits aufgebrachten Schicht beim Überschichten mit der nächsten
Schicht in bestimmten Fällen eine Schwierigkeit darstellen. Deswegen kommen sehr
häufig bestimmte Lösungsmittel (z. B. halogenierte Lösungsmittel wie Methylen
chlorid) hierfür nicht in Frage. Alkohole sind für diese Prozedur besser geeignet.
Eine Verarbeitung aus Lösung insbesondere nach dem Ink-Jet-Verfahren bietet
weiterhin den Vorteil, dass beim Aufbringen der Schichten die Menge des Ver
schnitts deutlich reduziert werden kann.
Beispielhaft wird im folgenden der Aufbau eines elektrolumineszierenden Elements
beispielsweise in einer organischen Leuchtdiode beschrieben, in der die erfindungs
gemäßen pentakoordinierten Ga(III)-Carboxylatkomplexe als lichtemittierendes,
elektronenleitendes und/oder löcherblockierendes Material verwendet werden
können. Der prinzipielle Aufbau einer organischen EL-Anordnung in der Reihen
folge der Schichten aus organischen Transportverbindungen ist in der Regel wie
folgt:
- 1. 1 Träger, Substrat
- 2. 2 Basiselektrode
- 3. 3 Löcher-injizierende Schicht
- 4. 4 Löcher-transportierende Schicht
- 5. 5 Lichtemittierende Schicht
- 6. 6 Elektronen-transportierende Schicht (= Löcher-blockierende Schicht)
- 7. 7 Elektronen-injizierende Schicht
- 8. 8 Topelektrode
- 9. 9 Kontakte
- 10. 10 Umhüllung, Verkapselung.
Die Schichten 1 bis 10 stellen die elektrolumineszierende Anordnung dar.
Die Schichten 3 bis 7 stellen das elektrolumineszierende Element dar.
Dieser Aufbau stellt den allgemeinsten Fall dar und kann vereinfacht werden, indem
einzelne Schichten weggelassen werden, so dass eine Schicht mehrere Aufgaben
übernimmt. Im einfachsten Fall besteht eine EL-Anordung aus zwei Elektroden,
zwischen denen sich eine organische Schicht befindet, die alle Funktionen - inklusive
der der Emission von Licht - erfüllt.
Die lochinjizierende Schicht der organischen Leuchtdiode enthält vorzugsweise ein
neutrales oder kationisches Polythiophen der allgemeinen Formel (IV),
wobei
A1 und A2 unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes (C1-C20)-Alkyl, CH2OH oder (C6-C14)-Aryl stehen oder
A1 und A2 zusammen gegebenenfalls substituiertes -(CH2)m-CH2- mit m = 0 bis 12, vorzugsweise 1 bis 4, besonders bevorzugt 1, oder (C6-C14)-Arylen bedeuten, und
n für eine ganze Zahl von 2 bis 10 000, vorzugsweise 5 bis 5 000 steht,
wobei als Substituenten für A1 und A2 gegebenenfalls Halogen, C1-C4-Halogen alkyl-, C1-C20-Alkyl-, Hydroxy- oder C1-C14-Arylgruppen in Frage kommen.
A1 und A2 unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes (C1-C20)-Alkyl, CH2OH oder (C6-C14)-Aryl stehen oder
A1 und A2 zusammen gegebenenfalls substituiertes -(CH2)m-CH2- mit m = 0 bis 12, vorzugsweise 1 bis 4, besonders bevorzugt 1, oder (C6-C14)-Arylen bedeuten, und
n für eine ganze Zahl von 2 bis 10 000, vorzugsweise 5 bis 5 000 steht,
wobei als Substituenten für A1 und A2 gegebenenfalls Halogen, C1-C4-Halogen alkyl-, C1-C20-Alkyl-, Hydroxy- oder C1-C14-Arylgruppen in Frage kommen.
Bevorzugt ist dies Poly-3,4-(ethylen-1,2-dioxy)thiophen.
Die Polythiophene werden in der Dispersion bzw. Lösung bevorzugt in kationischer
Form, wie sie z. B. durch Behandlung der neutralen Thiophene mit Oxidationsmitteln,
wie z. B. Eisen(III)-Verbindungen oder Kaliumperoxodisulfat, erhalten werden, ein
gesetzt. Dabei können sie direkt auf Trägern hergestellt werden. Die durch Oxidation
erzeugten positiven Ladungen werden in den Formeln nicht dargestellt sind, da ihre
Zahl und ihre Position nicht einwandfrei feststellbar sind.
Die Polythiophene der Formel (IV) sind bekannt (vgl. EP-A 0 440 957 und EP-A 0 339 340).
Die Herstellung der Dispersionen bzw. Lösungen ist in EP-A 0 440 957
und DE-A 42 11 459 beschrieben.
Zur Kompensation der positiven Ladung enthält die kationische Form der Polythio
phene Anionen, vorzugsweise Polyanionen.
Als Polyanionen dienen vorzugsweise die Anionen von polymeren Carbonsäuren,
wie Polyacrylsäuren, Polymethacrylsäure oder Polymaleinsäuren und polymeren
Sulfonsäuren, wie Polystyrolsulfonsäuren und Polyvinylsulfonsäuren. Diese Polycar
bon- und -sulfonsäuren können auch Copolymere von Vinylcarbon- und Vinylsulfon
säuren mit anderen polymerisierbaren Monomeren, wie Acrylsäureestern und Styrol,
sein.
Besonders bevorzugt ist das Anion der Polystyrolsulfonsäure als Gegenion.
Das Molekulargewicht der die Polyanionen liefernden Polysäuren beträgt vorzugs
weise 1 000 bis 2 000 000, besonders bevorzugt 2 000 bis 500 000. Die Polysäuren
oder ihre Alkalisalze sind im Handel erhältlich, z. B. Polystyrolsulfonsäuren und
Polyacrylsäuren.
Anstelle der für die Bildung der Dispersionen aus Polydioxythiophenen und Poly
anionen erforderlichen freien Polysäuren, kann man auch Gemische aus Alkalisalzen
der Polysäuren und entsprechenden Mengen an Monosäuren einsetzen.
Die an die lochinjizierende Schicht angrenzende lochleitende Schicht enthält vor
zugsweise eine oder mehrere aromatische tertiäre Aminoverbindungen, bevorzugt
gegebenenfalls substituierte Triphenylaminverbindungen, besonders bevorzugt Tris-
1,3,5-(aminophenyl)benzolverbindungen der allgemeinen Formel (V),
in welcher
R6 für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder Halogen steht,
R7 und R8 unabhängig voneinander für gegebenenfalls substituiertes (C1-C10)- Alkyl, Alkoxycarbonyl-substituiertes (C1-C10)-Alkyl, jeweils gegebenenfalls substituiertes Aryl, Aralkyl oder Cycloalkyl stehen,
wobei als Substituenten für R6, R7 und R8 gegebenenfalls Halogen, C1-C4-Halo genalkyl-, C1-C20-Alkyl-, Hydroxy- oder C1-C14-Arylgruppen in Frage kommen.
R7 und R8 stehen unabhängig voneinander bevorzugt für (C1-C6)-Alkyl, insbeson dere Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, iso-, sec.- oder tert.-Butyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl-(C1-C6)-alkyl, wie beispielsweise Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Butoxycarbonyl-(C1-C4)-alkyl, jeweils gegebenenfalls durch (C1-C4)-Alkyl und/oder (C1-C4)-Alkoxy substituiertes Phenyl- (C1-C4)-alkyl, Naphthyl-(C1-C4)alkyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Phenyl oder Naphthyl.
R6 für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder Halogen steht,
R7 und R8 unabhängig voneinander für gegebenenfalls substituiertes (C1-C10)- Alkyl, Alkoxycarbonyl-substituiertes (C1-C10)-Alkyl, jeweils gegebenenfalls substituiertes Aryl, Aralkyl oder Cycloalkyl stehen,
wobei als Substituenten für R6, R7 und R8 gegebenenfalls Halogen, C1-C4-Halo genalkyl-, C1-C20-Alkyl-, Hydroxy- oder C1-C14-Arylgruppen in Frage kommen.
R7 und R8 stehen unabhängig voneinander bevorzugt für (C1-C6)-Alkyl, insbeson dere Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, iso-, sec.- oder tert.-Butyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl-(C1-C6)-alkyl, wie beispielsweise Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Butoxycarbonyl-(C1-C4)-alkyl, jeweils gegebenenfalls durch (C1-C4)-Alkyl und/oder (C1-C4)-Alkoxy substituiertes Phenyl- (C1-C4)-alkyl, Naphthyl-(C1-C4)alkyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Phenyl oder Naphthyl.
Besonders bevorzugt stehen
R7 und R8 unabhängig voneinander für unsubstituiertes Phenyl oder Naphthyl oder jeweils einfach bis dreifach durch Methyl, Ethyl, n-, iso-Propyl, Methoxy, Ethoxy, n- und/oder iso-Propoxy substituiertes Phenyl oder Naphthyl.
R6 steht vorzugsweise für Wasserstoff, (C1-C6)-Alkyl, wie beispielsweise Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, iso-, sec.- oder tert.-Butyl, oder Chlor.
R7 und R8 unabhängig voneinander für unsubstituiertes Phenyl oder Naphthyl oder jeweils einfach bis dreifach durch Methyl, Ethyl, n-, iso-Propyl, Methoxy, Ethoxy, n- und/oder iso-Propoxy substituiertes Phenyl oder Naphthyl.
R6 steht vorzugsweise für Wasserstoff, (C1-C6)-Alkyl, wie beispielsweise Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, iso-, sec.- oder tert.-Butyl, oder Chlor.
Derartige Verbindungen und deren Herstellung sind in US-A 4 923 774 für den Ein
satz in der Elektrophotographie beschrieben.
Die an die lochleitende Schicht angrenzende lichtemittierende Schicht enthält vor
zugsweise die erfindungsgemäßen pentakoordinierten Ga(III)-Caboxylatkomplexe
und kann gleichzeitig die Funktion der elektronenleitenden Schicht übernehmen.
Als elektroneninjizierende Schichten können beispielsweise LiF-Schichten verwen
det werden.
Weiterhin Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfin
dungsgemäßen pentakoordinierten Ga(III)-Carboxylatkomplexe als Fluoreszenzfarb
stoffe, beispielsweise in Kunststoffen, Papier, Textilien, Lacken und Beschichtungen.
Aufgrund ihrer blauen bzw. blaugrünen Fluoreszenz können sie ebenfalls als optische
Aufheller für Kunststoffe, Papier, Textilien, Lacke und Beschichtungen verwendet
werden.
Die verwendeten 8-Hydroxychinolin-Liganden sind teilweise käuflich bzw. können
nach bekannten organisch-chemischen Verfahren hergestellt werden.
Substituierte α,β-ungesättigte Carbonsäuren sind allgemein bekannt und teilweise
käuflich erhältlich.
Ga(III)-Salze, insbesondere Ga(NO3)3.xH2O, sind käuflich.
Bei Raumtemperatur (23°C) werden 2,00 g (4,8 mmol) Galliumnitrat-Hydrat in 200 ml
destilliertem Wasser vorgelegt und eine Lösung aus 2,48 g (15,6 mmol) um
kristallisiertes 8-Hydroxychinolin und 6,72 g (78,0 mmol) Methacrylsäure in 600 ml
warmem (30°C) destilliertem Wasser zugetropft. Die erhaltene hellgelbe Suspension
wird nach beendeter Zugabe noch eine Stunde bei Raumtemperatur nachgerührt. Der
erhaltene Niederschlag wird abgetrennt und mehrmals mit heißem Wasser nach
gewaschen. Nach der Trocknung erhält man 1,84 g eines hellgelben Feststoffs, der
eine blau-grüne Festkörperfluoreszenz zeigt.
Ausbeute: 81,0% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.78 (3H, CH 3), 3.06 (6H, CH 3 am Aromaten), 5.35, 5.93 (je 1H, =CH 2), 7.1 bis 8.3 ppm (10H, H am Aromaten).
Ausbeute: 81,0% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.78 (3H, CH 3), 3.06 (6H, CH 3 am Aromaten), 5.35, 5.93 (je 1H, =CH 2), 7.1 bis 8.3 ppm (10H, H am Aromaten).
Bei Raumtemperatur (23°C) werden 1,17 g (2,8 mmol) Galliumnitrat-Hydrat in
200 ml destilliertem Wasser vorgelegt und eine Lösung aus 1,43 g (9,0 mmol) um
kristallisiertes 8-Hydroxychinolin und 4,84 g (45,0 mmol) cis-Chloracrylsäure in
600 ml warmem (30°C) destilliertem Wasser zugetropft. Die erhaltene hellgelbe Sus
pension wird nach beendeter Zugabe noch 4 Stunden bei Raumtemperatur nach
gerührt. Der erhaltene Niederschlag wird abgetrennt und mehrmals mit heißem
Wasser nachgewaschen. Nach der Trocknung erhält man 0,33 g eines grün-gelben
Feststoffs, der eine blau-grüne Festkörperfluoreszenz zeigt.
Ausbeute: 23,8% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 3.07 (6H, CH 3 am Aromaten), 6.14, 6.38 (je 1H, -CH=CH-Cl), 7.1 bis 8.3 ppm (10H, H am Aromaten).
Ausbeute: 23,8% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 3.07 (6H, CH 3 am Aromaten), 6.14, 6.38 (je 1H, -CH=CH-Cl), 7.1 bis 8.3 ppm (10H, H am Aromaten).
Bei Raumtemperatur (23°C) werden 2,00 g (4,8 mmol) Galliumnitrat-Hydrat in
100 ml destilliertem Wasser vorgelegt und eine Lösung aus 2,48 g (15,6 mmol) um
kristallisiertes 8-Hydroxychinolin und 7,81 g (78,0 mmol) 3,3-Dimethacrylsäure in
700 ml warmem (30°C) destilliertem Wasser zugetropft. Die erhaltene hellgelbe Sus
pension wird nach beendeter Zugabe noch eine Stunde bei Raumtemperatur nachge
rührt. Der erhaltene Niederschlag wird abgetrennt und mehrmals mit heißem Wasser
nachgewaschen. Nach der Trocknung erhält man 1,47 g eines hellgelben Feststoffs,
der eine blau-grüne Festkörperfluoreszenz zeigt.
Ausbeute: 62,8% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.75 (3H, CH 3), 1.95 (3H, CH 3), 3.10 (6H, CH 3 am Aromaten), 5.60 (1H, -CH=C(CH3)2), 7.1 bis 8.3 ppm (10 H, H am Aromaten).
Ausbeute: 62,8% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.75 (3H, CH 3), 1.95 (3H, CH 3), 3.10 (6H, CH 3 am Aromaten), 5.60 (1H, -CH=C(CH3)2), 7.1 bis 8.3 ppm (10 H, H am Aromaten).
Bei Raumtemperatur (23°C) werden 2,00 g (4,8 mmol) Galliumnitrat-Hydrat in 200 ml
destilliertem Wasser vorgelegt und eine Lösung aus 2,48 g (15,6 mmol)
umkristallisiertes 8-Hydroxychinolin und 6,72 g (78,0 mmol) trans-2,3-Dimethacryl
säure in 600 ml warmem (30°C) destilliertem Wasser zugetropft. Die erhaltene hell
gelbe Suspension wird nach beendeter Zugabe noch eine Stunde bei Raumtemperatur
nachgerührt. Der erhaltene Niederschlag wird abgetrennt und mehrmals mit heißem
Wasser nachgewaschen. Nach der Trocknung erhält man 1,22 g eines hellgelben
Feststoffs, der eine blau-grüne Festkörperfluoreszenz zeigt.
Ausbeute: 52,0% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.7 bis 1.8 (6H, -C(CH 3)=CH(CH 3)), 3.09 (6H, CH 3 am Aromaten), 6.80 (1H, =CH(CH3)), 7.1 bis 8.3 ppm (10H, H am Aromaten).
Ausbeute: 52,0% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.7 bis 1.8 (6H, -C(CH 3)=CH(CH 3)), 3.09 (6H, CH 3 am Aromaten), 6.80 (1H, =CH(CH3)), 7.1 bis 8.3 ppm (10H, H am Aromaten).
Bei Raumtemperatur (23°C) werden 2,00 g (4,8 mmol) Galliumnitrat-Hydrat in
200 ml destilliertem Wasser vorgelegt und eine Lösung aus 2,48 g (15,6 mmol)
umkristallisiertes 8-Hydroxychinolin und 8,90 g (78,0 mmol) trans-2-Hexensäure in
600 ml warmem (30°C) destilliertem Wasser zugetropft. Die erhaltene hellgelbe
Suspension wird nach beendeter Zugabe noch eine Stunde bei Raumtemperatur
nachgerührt. Der erhaltene Niederschlag wird abgetrennt und mehrmals mit heißem
Wasser nachgewaschen. Nach der Trocknung erhält man 1,51 g eines hellgelben
Feststoffs, der bei Bestrahlung mit einer UV-Lampe (254 nm) eine blaue
Festkörperfluoreszenz zeigt.
Ausbeute: 63,0% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 0,86 (3H, -CH2-CH 3), 1.40 (2 H, -CH 2-CH3), 2.06 (2H, =CH-CH 2-), 3.07 (6H, CH 3 am Aromaten), 5.75, 5.81 (je 1H, -CH=CH-), 7.07 bis 8.27 (10H, H am Aromaten)
Ausbeute: 63,0% der Theorie
Charakterisierung: 1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 0,86 (3H, -CH2-CH 3), 1.40 (2 H, -CH 2-CH3), 2.06 (2H, =CH-CH 2-), 3.07 (6H, CH 3 am Aromaten), 5.75, 5.81 (je 1H, -CH=CH-), 7.07 bis 8.27 (10H, H am Aromaten)
Claims (15)
1. Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formel I,
dadurch gekennzeichnet, dass
Z1 und Z2 unabhängig voneinander einen heterocylischen Molekülteil vervoll ständigen, der aus wenigstens zwei gegebenenfalls substituierten kon densierten Ringen besteht und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls sub stituiertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halo genalkyl oder Halogen stehen.
dadurch gekennzeichnet, dass
Z1 und Z2 unabhängig voneinander einen heterocylischen Molekülteil vervoll ständigen, der aus wenigstens zwei gegebenenfalls substituierten kon densierten Ringen besteht und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls sub stituiertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halo genalkyl oder Halogen stehen.
2. Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß Anspruch 1 der
Formel Ia,
dadurch gekennzeichnet, dass
R1 für (C1-C16)-Alkyl,
R2, R3, R4, R5, R6 unabhängig voneinander für Wasserstoff gegebenenfalls substituiertes (C1-C16)-Alkyl, Halogen, Cyano oder Sulfonamid und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls sub stituiertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halo genalkyl oder Halogen stehen.
dadurch gekennzeichnet, dass
R1 für (C1-C16)-Alkyl,
R2, R3, R4, R5, R6 unabhängig voneinander für Wasserstoff gegebenenfalls substituiertes (C1-C16)-Alkyl, Halogen, Cyano oder Sulfonamid und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls sub stituiertes (C1-C16)-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Halo genalkyl oder Halogen stehen.
3. Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass
R1 für Methyl steht,
R2, R3, R4, R5, R6 für Wasserstoff stehen und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls sub stituiertes (C1-C10)-Alkyl oder Cl stehen.
R1 für Methyl steht,
R2, R3, R4, R5, R6 für Wasserstoff stehen und
RA, RB und RC unabhängig voneinander für Wasserstoff, gegebenenfalls sub stituiertes (C1-C10)-Alkyl oder Cl stehen.
4. Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 3 ausgewählt aus den folgenden Formeln Ia-1 bis Ia-5
5. Verfahren zur Herstellung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe
der Formeln I, Ia oder Ia-1 bis Ia-5, dadurch gekennzeichnet, dass Verbin
dungen der allgemeinen Formel II,
wobei R1 bis R6 die in Anspruch 2 bis 4 genannte Bedeutung haben,
mit Verbindungen der allgemeinen Formel III,
wobei RA, RB, RC die in Anspruch 1 bis 4 genannte Bedeutung haben,
mit Ga(III)-Salzen in wässriger Lösung oder einem Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisch umgesetzt werden.
wobei R1 bis R6 die in Anspruch 2 bis 4 genannte Bedeutung haben,
mit Verbindungen der allgemeinen Formel III,
wobei RA, RB, RC die in Anspruch 1 bis 4 genannte Bedeutung haben,
mit Ga(III)-Salzen in wässriger Lösung oder einem Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisch umgesetzt werden.
6. Verfahren zur Herstellung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe
der Formeln I, Ia oder Ia-1 bis Ia-5 gemäß Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Ga(III)-Salz Ga(NO3)3.xH2O (Gallium(III)nitrat-Hydrat)
ist.
7. Verfahren zur Herstellung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe
der Formeln I, Ia oder Ia-1 bis Ia-5 gemäß wenigstens einem der Ansprüche 5
und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel Wasser ist.
8. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I,
Ia oder Ia-1 bis Ia-5 in lichtemittierenden Bauteilen.
9. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß An
spruch 8 in Laseranwendungen.
10. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß An
spruch 8 als Elektronenleiter und/oder löcherblockierendes Material in
Phosphoreszenzanzeigen.
11. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß An
spruch 8 als Fluoreszenzfarbstoffe, Emitter, Elektronenleiter und/oder
löcherblockierendes Material in organischen Leuchtdioden.
12. Lichtemittierende Bauteile enthaltend pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylat
komplexe der Formeln I, Ia oder Ia-1 bis Ia-5.
13. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I,
Ia oder Ia-1 bis Ia-5 als Elektronenleiter in organischen Solarzellen.
14. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe der Formeln I,
Ia oder Ia-1 bis Ia-5 als Fluoreszenzfarbstoffe.
15. Verwendung pentakoordinierter Ga(III)-Carboxylatkomplexe gemäß An
spruch 14 als optische Aufheller für Papier, Textilien, Lacke und Beschich
tungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002125826 DE10225826C1 (de) | 2002-06-11 | 2002-06-11 | Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe mit blauer/blau-grüner Photo- und Elektrolumineszenz, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002125826 DE10225826C1 (de) | 2002-06-11 | 2002-06-11 | Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe mit blauer/blau-grüner Photo- und Elektrolumineszenz, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10225826C1 true DE10225826C1 (de) | 2003-07-03 |
Family
ID=7714658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002125826 Expired - Fee Related DE10225826C1 (de) | 2002-06-11 | 2002-06-11 | Pentakoordinierte Ga(III)-Carboxylatkomplexe mit blauer/blau-grüner Photo- und Elektrolumineszenz, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10225826C1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5150006A (en) * | 1991-08-01 | 1992-09-22 | Eastman Kodak Company | Blue emitting internal junction organic electroluminescent device (II) |
| DE19812258A1 (de) * | 1998-03-20 | 1999-09-23 | Bayer Ag | Elektrolumineszierende Anordnungen unter Verwendung von Blendsystemen |
-
2002
- 2002-06-11 DE DE2002125826 patent/DE10225826C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5150006A (en) * | 1991-08-01 | 1992-09-22 | Eastman Kodak Company | Blue emitting internal junction organic electroluminescent device (II) |
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