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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Netzanschlussmodul.
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In
der 1 ist ein Stromlaufplan
für den
Anschluss eines Spannungszwischenkreis-Umrichters 2 an
ein speisendes Netz 4 näher
dargestellt. Ein derartiger Stromlaufplan ist beispielsweise aus
dem Siemens-Katalog DA 65.2, Seiten 2/2 und 2/3 bekannt. Der Spannungszwischenkreis-Umrichter 2 weist
bekannter Weise einen Gleichrichter 6 und einen Wechselrichter 8 auf,
die gleichspannungsseitig mittels eines Spannungszwischenkreises
miteinander verknüpft
sind. Der Gleichrichter 6 und der Wechselrichter 8 dieses
Umrichters 2 können
gemeinsam in einem Gerät
untergebracht oder als separate Einheiten/Module aufgebaut sein.
Netzseitig ist dieser Umrichter 2 mittels einer Netzdrossel 10,
eines Hauptschützes 12,
eines EMV-Filters 14,
einer Sicherung 16 und eines Hauptschalters 18 mit
dem speisenden Netz 4 elektrisch leitend verbunden. Je
nach Stromstärke
bzw. Leistung werden für
alle drei Phasen entweder ein Schütz 12 bzw. pro Phase
je ein Schütz 12 verwendet.
Diese Leistungsteilkomponenten 10, 12, 14, 16 und 18 sind
elektrisch in Reihe geschaltet. Diese genannten Leistungsteilkomponenten 10 bis 18 müssen nicht
immer gemeinsam verwendet werden. Auf die Netzdrossel 10 kann
verzichtet werden, wenn der Umrichter 2 mittels eines Netztransformators
an ein speisendes Netz 4 geschaltet wird. Bei der Verwendung
des EMV-Filters 14 wird gleichzeitig die Netzdrossel 10 benötigt. Der
Hauptschalter 18 und die Sicherung 16 bilden ein
sogenanntes Paket. Anstelle dieses Hauptschalters 18 inklusiver
Sicherungen 16 kann auch ein Leistungsschalter verwendet werden,
der hier nicht im einzelnen dargestellt ist. Allgemein wird der
Hauptschalter 18 als Lasttrennschalter mit aufgebauten
Sicherungen 16 angeboten. Diese Ausprägung ist bis zu einem Strom
von ca. 800 A erhältlich.
Darüber
hinaus kommt ein Leistungsschalter zum Einsatz, dessen Ausprägung vom
Aufbau des Umrichters 2 abhängt. Der Leis tungsschalter
ersetzt für
diese Fälle
den Lasttrennschalter mit aufgebauten Sicherungen und das Hauptschütz.
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Diese
Leistungsteilkomponenten 10 bis 18 sind zusammen
mit dem Umrichter 2 bei Schrankgeräten in einem Schrank untergebracht.
Dabei sind die Komponenten 10 bis 18 derart in
einem Schrank verteilt angeordnet, um das Volumen des Schrankes
voll auszuschöpfen.
Dadurch ist der Verdrahtungsaufwand erheblich. Außerdem sind
diese Komponenten 10 bis 18 bei unterschiedlichen
Leistungsklassen an unterschiedlichen Plätzen im Schrank untergebracht, so
dass der Montageaufwand nicht optimiert werden kann.
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Zusätzlich zum
Anschluss des Umrichters 2 in einem Schrank wird ein gesicherter
Spannungsabgang 20, beispielsweise für Hilfsbetriebe, benötigt. Für die Spannungsversorgung
der schrankinternen Hilfsbetriebe wird eine Hilfsstromversorgung 22 benötigt. Diese
Hilfsstromversorgung 22 weist einen Steuertransformator 24 und
eine Sicherung 26 auf. Mittels dieser Hilfsstromversorgung 22 wird
aus der Netzspannung beispielsweise eine einphasige Wechselspannung
niedrigerer Spannung erzeugt. Aus dieser Hilfsspannung wird eine
abgesicherte Hilfsspannung erzeugt. Dazu ist eine weitere Sicherung 28 vorgesehen.
Von dieser abgesicherten Hilfsspannung von beispielsweise AC 230V,
die für
Steuer- und Kommunikationszwecke benötigt wird, wird eine Gleichspannung
von beispielsweise DC 24V erzeugt. Dazu ist ein Gleichrichter 30 wechselspannungsseitig
mit der abgesicherten Hilfsspannung AC 230V verbunden. Am Gleichspannungs-Ausgang dieses
Gleichrichters 30 steht eine Gleichspannung, beispielsweise
in Höhe
von 24V, zur Verfügung.
Dieser Versorgungsspannung wird für die Spannungsversorgung der
Elektronik benötigt.
An der abgesicherten Hilfsspannung AC 230V sind beispielhaft zwei
weitere Abgänge
dargestellt, an denen beispielsweise Schütze, Schalter bzw. Wächter bzw. Schutzeinrichtungen
angeschlossen werden können. Außerdem ist
ein weiterer Gleichrichter zur Versorgung von Interfacemodulen angeschlossen,
von denen ein Interfacemodul 32 dargestellt ist.
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Ferner
sind hier im Stromlaufplan zwei Lüftereinheiten 34 und 36 angeordnet.
Diese beiden Lüftereinheiten 34 und 36 sind
nicht gleichzeitig im Stromrichterschrank angeordnet. Welche Lüftereinheit 34 oder 36 verwendet
wird, hängt
von der Ausführungsform
des Spannungszwischenkreis-Umrichters 2 ab. Besteht dieser
Umrichter 2 aus einem Gerät, so wird die Lüftereinheit 34 benötigt. Ist
dagegen der Umrichter 2 aus wenigstens einem Gleichrichtermodul 6 und
einem Wechselrichtermodul 8 aufgebaut, so wird die Lüftereinheit 36 benötigt. Jede
Lüftereinheit 34 bzw. 36 weist
eine Sicherung 38, einen Transformator 40 und
einen Lüftermotor 42 auf.
Bei der Lüftereinheit 36 ist
zusätzlich
eine weitere Sicherung 44 eingesetzt.
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Bei
den im Handel erhältlichen
Stromrichter-Schrankgeräten
sind diese Komponenten 10 bis 18 und die Hilfsspannungsversorgungen
abhängig von
der Schrankgröße in seinem
Innern montiert und verschaltet. Dadurch ist der Montageaufwand
sehr groß,
der sich im Gerätepreis
niederschlägt.
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Aus
der
EP 1 096 627 A1 ist
ein Koppelsystem für
eine modulare Vorrichtung bekannt, die mit einem versorgenden Netz
elektrisch leitend verbunden werden soll. Diese modulare Vorrichtung
ist verschiebbar auf einem Tragrahmen befestigt, der seinerseits
mit einer U-förmigen
Tragplatte lösbar
befestigt ist. Auf der Rückseite
dieser U-förmigen
Tragplatte sind die Stromschienen eines speisenden Netzes angeordnet.
Diese U-förmige Tragplatte
ist derart ausgestattet, dass mehrere modulare Vorrichtungen mit
dem speisenden Netz verbunden werden können. Dazu weist diese U-förmige Tragplatte
mehrere übereinander
angeordnete Ausnehmungen auf. Durch diese Ausnehmungen greifen die
Kontakte einer jeden Vorrichtung um eine Stromschiene des speisenden
Netzes. Der Prozess der Kontaktierung wird mittels eines Hebels
bestritten. Durch eine Schwenkbewegung des Hebels von rechts nach
links an der Vor derseite der verschiebbaren Vorrichtung greifen
die Kontakte an der Rückseite
der Vorrichtung durch eine korrespondierende Ausnehmung jeweils um
eine Stromschiene.
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Mittels
dieses Koppelsystems können
mehrere Vorrichtungen jeweils mit dem speisenden Netz verkoppelt
werden, jedoch nicht untereinander elektrisch in Reihe geschaltet
werden. Außerdem
weist diese verschiebbare Vorrichtung eine Aufnahmeplatte auf, mit
der ein elektrisches Mittel, insbesondere ein Schutzmittel, elektrisch
kontaktiert ist.
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Aus
der
DE 199 16 970
A1 ist ein Adaptersystem für modulare Lastabgänge bekannt.
Dieses Adaptersystem besteht aus einem Sammelschienenadapter und
einem darauf befestigten Vernetzungsbaustein für aufzusetzende elektrische
Schalt- und Steuergeräte,
beispielsweise ein handelsüblicher Motorschutzschalter
bzw. ein elektromagnetisches Schaltgerät. Mit dem Sammelschienenadapter
sind Drehstrom-Sammelschienen verbunden, wogegen eine Busleitung
mit de Vernetzungsbaustein verknüpft
ist.
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Ein
Adapter für
einen Schaltschrank ist aus der
DE 100 13 112 A1 bekannt. Dieser Adapter
weist eine Mehrzahl von Adaptersammelschienen auf, die vertikal über die
gesamte Höhe
eines Rahmens des Adapters angeordnet sind. Dieser Adapter kann
wie ein Einschub in einem Schaltschrank eingeschoben werden, woraufhin
die entsprechenden Einschübe
in derselben Art und Weise in den Adapter eingeschoben werden können. Zur
elektrischen Verbindung der Adaptersammelschienen des Adapters mit
im Schaltschrank angeordneten Feldsammelschienen weisen diese auf
der Rückseite
Verbindungselemente auf. Auch bei diesem Adapter können mehrere
elektrische Mittel jeweils parallel mit Sammelschienen elektrisch
leitend verbunden werden. Die Möglichkeit
einer Reihenschaltung dieser elektrischen Mittel ist jedoch mit
diesem Adapter nicht möglich.
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Aus
der
DE 195 11 350
A1 ist ein Schienenkanalsystem einer Niederspannungs-Schaltanlage bekannt.
Dieses Schienenkanalsystem umfasst drei an einer Rückwand eines
Schienenkanals befestigte Querträger,
sowie die Verteilschienen tragenden Trägerelemente, eine Schottwand
und durch das Schienenkanalsystem hindurch steckbare Befestigungsschrauben.
Der Schienenkanal umfasst neben der Rückwand zwei sich im Wesentlichen
gegenüberliegende
Seitenwände,
an der sich übergangslos
Halteelemente zur Aufnahme der die Schaltgeräte tragenden Einschubelemente
anschließen.
Die Verteilschienen werden mittels der Schottwand, die eine Vielzahl
von Ausnehmungen aufweist, abgedeckt.
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Aus
der
US 4,831,489 A ist
ein Modul bekannt, das an seiner Rückseite drei vertikal verlaufende
Stromschienen aufweist. Dieses Modul ist mittels Regale, die horizontal übereinander
angeordnet sind, in mehrere Bereiche unerteilt. Jedes Regal nimmt
eine verschiebbare Vorrichtung auf, die einen Mechanismus aufweist,
mit der die elektrische Verbindung unterbrochen werden kann. Auch
bei dieser Anordnung können
mehrere Vorrichtungen nur jeweils mit einem speisenden Netz verbunden
werden, jedoch nicht untereinander. Außerdem weisen diese Regale
nur eine Tragkraft auf, die für
Schutzmittel wie Schalter oder Schaltgeräte ausgelegt sind.
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Der
Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Netzanschlussmodul
anzugeben, mit dem der Montageaufwand unabhängig von der Leistungsklasse
der Stromrichter-Schrankgeräte
auf ein Minimum reduziert werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den
Merkmalen des Anspruchs 1.
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Dadurch,
dass die Leistungsteilkomponenten für den Anschluss eines Umrichters
an ein speisendes Netz in einem Modul zusammengefasst sind, kann
ein derartiges vormontiertes Netzan schlussmodul mit minimalem Aufwand
in einem Stromrichterschrank montiert werden. Nachdem das erfindungsgemäße Netzanschlussmodul
im Stromrichterschrank verschraubt ist, müssen nur noch Stromverbindungsschienen
jeweils zwischen einem Netzdrossel-Ausgang und einem Umrichter-Eingang
montiert werden. Dadurch, dass nun alle benötigten Leistungsteilkomponenten
gemeinsam in einem Modul zusammengefasst sind, erhält man eine
vormontierte und geprüfte
Einrichtung, die dann als Einheit im Stromrichterschrank montiert
wird.
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Ein
weiterer wesentlicher Vorteil dieses erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls
ergibt sich aus der Verwendung mehrerer Stromschienen, die derart
auf der Rückseite
der Rückwand
des Netzanschlussmoduls angebracht sind, dass deren Anschlüsse oben
und unten über
Rückwand
herausragen. Dadurch kann das speisende Netz an den unteren Anschlüssen oder
an den oberen Anschlüssen dieser
Stromschienen angeschlossen werden. Dadurch kann ein Stromrichterschrankgerät nach Kundenwunsch,
ohne eine kundenspezifische Ausbildung zu berücksichtigen, an ein speisendes
Netz angeschlossen werden.
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Da
außerdem
die Rückwand
wenigstens eine Aussparung aufweist, besteht die Möglichkeit, an
den Stromschienen zwischen den äußeren Anschlüssen eine
Leistungsteilkomponente anzuschließen. Dadurch besteht die Möglichkeit,
eine beliebige Untermenge von Leistungsteilkomponenten in das erfindungsgemäße Netzanschlussmodul
zu verschalten. Somit bilden die längs durchgehenden Stromschienen
einen Stromschienenbus. Durch die mehreren Aussparungen in der Rückwand können mehrere
Abgriffe an diesem Stromschienenbus erstellt werden.
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Bei
einer vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls
sind die Leistungsteilkomponenten zwischen den beiden Seitenwänden in
unterschiedlichen parallel zur Rückwand
verlaufenden Ebenen angeordnet. In Abhängigkeit der räumlichen
Abmessungen einzelner Leistungsteilkomponenten können diese räumlich hintereinander
im Netzanschlussmodul angebracht werden. Dadurch kann das Netzanschlussmodul
besonders kompakt aufgebaut werden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls
ist wenigstens eine Tragplatte vorgesehen. Dadurch erleichtert sich
die Montage von Leistungsteilkomponenten in verschiedenen parallel
zur Rückwand
verlaufenden Ebenen. Außerdem
wird dadurch nicht die Variabilität des Aufbaus gestört, da diese Tragplatten
nur dann im Netzanschlussmodul montiert sind, wenn diese für die Montage
einer Leistungsteilkomponente benötigt wird. Durch die Verwendung
von Tragplatten anstelle von Tragwänden kann der Innenraum des
Netzanschlussmoduls durch eine verschaltete Anordnung der Leistungskomponenten
optimal ausgenutzt werden, so dass das Netzanschlussmodul sehr kompakt
ausfällt.
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Anstelle
von Tragplatten kann auch eine Tragvorrichtung für eine Leistungsteilkomponente vorgesehen
sein. Eine derartige Tragvorrichtung wird beispielsweise bei gewichtsmäßig schwereren
Leistungteilkomponenten verwendet. Diese Tragvorrichtung kann zusammen
mit wenigstens einer Tragplatte im Netzanschlussmodul verwendet
werden. Durch diese Hilfsmontagevorrichtungen kann man das Bauvolumen
des Netzanschlussmoduls optimal ausnutzen, so dass ein Bauvolumen
optimiertes Netzanschlussmodul entsteht.
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Zu
diesen Hilfsmontagevorrichtungen sind auch die frontseitigen Tragschienen,
beispielsweise Hutschienen, zu zählen,
auf der bzw. denen weitere eingangs genannte Elemente, wie Wächter, angebracht
werden.
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Damit
diese Hilfsmontagevorrichtungen aufwandsarm mit einer oder beiden
Seitenwänden
lösbar
befestigt werden können,
weisen die Seitenwände
Befestigungsfahnen auf. Diese Befestigungsfahnen sind aus den Seitenwänden mittels
Abkanten entstanden. Damit ist jede Seitenwand und die Rückwand ein
Stanzteil, das sich einfach als Blechteil herstellen lässt.
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Zur
weiteren Erläuterung
der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der mehrere Varianten
des erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls
schematisch veranschaulicht sind.
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1 zeigt
einen Stromlaufplan für
den Anschluss eines Umrichters an ein speisendes Netz, die
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2 zeigt
eine perspektivische Sicht eines Netzanschlussmoduls nach der Erfindung,
die
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3 bis 6 zeigen
jeweils eine Variante des Netzanschlussmoduls nach der Erfindung,
wobei in den
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7 bis 9 Kombinationen
der Varianten des Netzanschlussmoduls nach den 3 bis 6,
in der
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10 ist
eine Variante nach 5 für eine höhere Leistungsklasse dargestellt,
die
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11 zeigt
eine Frontsicht des Netzanschlussmoduls nach 10 ohne
frontseitige Abdeckung, wogegen die
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12 dieses
Netzanschlussmoduls mit frontseitiger Abdeckung zeigt, wobei die
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13 einen
Kabelbaum des Netzanschlussmoduls nach der Erfindung zeigt und in
der
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14 in
das Netzanschlussmodul nach 9 Kabelbaum
nach 13 veranschaulicht ist.
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Die 2 zeigt
eine perspektivische Sicht eines Netzanschlussmoduls nach der Erfindung.
Dieses Netzanschlussmodul weist zwei Seitenwände 44 und 46,
eine U-förmige
Rückwand 48 und
eine frontseitige Abdeckung 50 auf. Die Seitenwände 44 und 46 weisen
mehrere Befestigungsfahnen 52 auf, die aus der Ebene der
Seitenwand 44 bzw. 46 durch Abkanten entstanden
sind. Die frontseitige Abdeckung 50, die insbesondere aus
durchsichtigen Kunststoff, beispielsweise Polycarbonat, ist, weist
mehrere Ausnehmungen 54 und 56 und eine Abdeckung 58 auf. Durch
die Ausnehmung 54 ragen mehrere Sicherungen 26 und 28 hervor.
Durch die Ausnehmung 56 ragt der Gleichrichter 30 der
Hilfsstromversorgung DC 24V hervor. Unter der Abdeckung 50 befindet
sich der mehrphasige Hauptschalter 18 mit seinen Sicherungen 16.
Falls eine Sicherung 16 angesprochen hat, so kann man diese
Sicherung 16 austauschen, ohne dass die frontseitige Abdeckung 50 entfernt werden
muss. Vor der U-förmigen Rückwand 48 befindet
sich eine mehrphasige Netzdrossel 10. Auf der Rückseite 60 der
U-förmigen
Rückwand 48 sind
mehrere Stromschienen 62, 64 und 66 angebracht,
die in Längsrichtung
des Netzanschlussmoduls verlaufen. Diese Stromschienen 62, 64 und 66 sind
derart an der Rückseite 60 der
Rückwand 48 angebracht,
dass deren obere Anschlüsse 68 und
untere Anschlüsse 70 über die
u-förmige
Rückwand 48 herausragen.
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In
der 3 ist eine erste Variante des Netzanschlussmoduls
nach der Erfindung veranschaulicht. Diese erste Variante enthält die Leistungsteilkomponente
Netzdrossel 10. Diese Netzdrossel 10 ist auf einer
Tragvorrichtung 72 angeordnet. Die Tragvorrichtung 72 ist
mit der Vorderseite 74 der U-förmigen Rückwand 48 lösbar verbunden.
Die Netzdrossel 10 ist netzseitig mittels Verbindungs-Stromschienen 76, 78 und 80 mit
den Stromschienen 62, 64 und 66 des Stromschienenbusses auf
der Rückseite 60 der
U-förmigen
Rückwand 48 elektrisch
leitend verbunden. An den entsprechenden Verbindungsstellen jeweils
einer Verbindungs-Stromschiene 76 bzw. 78 bzw. 80 mit
einer Stromschiene 60 bzw. 64 bzw. 66 des
Stromschienenbusses weist die Rückwand 48 eine
Ausnehmung 82 auf. An den netzseitigen Anschlüssen 84 der
Netzdrossel 10 werden im Stromrichterschrank Verbindungs-Stromschienen
zu den Eingangsanschlüssen
des Umrichters 2 angeschlossen. In diesem Netzanschlussmodul
ist auf einer ersten Tragplatte 86 der Steuertransformator 24 und
der Gleichrichter 30 angeordnet. Durch die Anbringung der Stromschienen 62, 64 und 66 des
Anschlussmoduls kann das speisende Netz 4 entweder an den
oberen Anschlüssen 68 oder
an den unteren Anschlüssen 70 der
Stromschienen 62, 64 und 66 angeschlossen werde
ohne dass sich an der Schaltung des Netzanschlussmoduls etwas ändern müsste.
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Die 4 zeigt
eine zweite Variante des Netzanschlussmoduls nach der Erfindung.
Diese zweite Variante unterscheidet sich von der ersten Variante
gemäß 3 dadurch,
dass eine weitere Leistungsteilkomponente, nämlich ein Hauptschütz 12, Bestandteil
des Netzanschlussmoduls ist. Dieses Hauptschütz 12 ist direkt auf
der Vorderseite 74 der U-förmigen Rückwand 48 lösbar befestigt.
Damit die Längsausdehnung
dieses Netzanschlussmoduls möglichst
gering ausfällt,
ist das Hauptschütz 12 direkt
unterhalb der Netzdrossel an der Rückwand 48 plaziert.
Dadurch wird die erste Aussparung 82 abgedeckt. Gemäß dem Stromlaufplan
nach 1 sind die Netzdrossel 10 und das Hauptschütz 12 elektrisch
in Reihe geschaltet, wobei das Hauptschütz 12 dem Netz 4 zugewandt
ist. Daraus folgt, dass die netzseitigen Anschlüsse 88 des Hauptschützes 12 mittels
Verbindungs-Stromschienen 90, 92 und 94 durch
eine zweite Ausnehmung 96 in der U-förmigen Rückwand 48 mit den
Stromschienen 62, 64 und 66 des Stromschienenbusses
des Netzanschlussmoduls elektrisch leitend verbunden sind. Mittels
weiterer Verbindungs-Stromschienen 98, 100 und 102 sind
das Hauptschütz 12 und
die Netzdrossel 10 elektrisch in Reihe geschaltet. Aus Übersichtlichkeitsgründen ist
hier die Tragplatte 86 mit dem Steuertransformator 24 weggelassen.
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In
der 5 ist eine dritte Variante des Netzanschlussmoduls
nach der Erfindung schematisch veranschaulicht. Diese dritte Variante
unterscheidet sich von der ersten Variante gemäß 3 dadurch, dass
eine weitere Leistungsteilkomponente, nämlich ein EMV-Filter 14,
Bestandteil des Netzanschlussmoduls ist. Dieses EMV-Filter 14 ist
direkt auf der Vorderseite 74 der U-förmigen Rückwand 48 lösbar befestigt.
Mittels weiterer Verbindungs-Stromschienen 104, 106 und 108 sind
das EMV-Filter 14 und die Netzdrossel 10 elektrisch
leitend miteinander verbunden. Netzseitig ist das EMV-Filter 14 mittels
Verbindungsschienen 110, 112 und 114 (in 7 dargestellt)
mit den unteren Anschlüssen 70 der
Stromschienen 62, 64 und 66 des Stromschienenbusses des
Netzanschlussmoduls elektrisch leitend verbunden. An der Seitenwand 44 ist
eine weitere Tragplatte 116 lösbar befestigt, die für das EMV-Filter 14 einen zusätzlichen
Schirm bildet.
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Die 6 zeigt
eine vierte Variante des Netzanschlussmoduls nach der Erfindung.
Diese Variante unterscheidet sich von der ersten Variante gemäß 3 dadurch,
dass eine weitere Leistungsteilkomponente, nämlich ein Hauptschalter 18 mit
zugehöriger
Sicherung 16, Bestandteil des Anschlussmoduls ist. Wie
bereits eingangs erwähnt,
sind die Sicherungen 16 auf dem Hauptschalter 18 aufgebaut. Dieser
Hauptschalter 18 inklusiv Sicherungen 16 sind
auf der weiteren Tragplatte 116 montiert. Die elektrische
Verbindung zwischen Hauptschalter 18 inklusiv Sicherungen 16 und
Netzdrossel 10 wird mittels weiterer Verbindungs-Stromschienen 120, 122 und 124 hergestellt.
Diese Stromschienen 120, 122 und 124 sind
an der Tragplatte 86 mechanisch fixiert. Netzseitig ist
der Hauptschalter 18 inklusiv Sicherung 16 mittels
Verbindungs-Stromschienen 126, 128 und 130 mit
den unteren Anschlüssen 70 der
Stromschienen 62, 64 und 68 des Stromschienenbusses
des Netzanschlussmoduls elektrisch leitend verbunden.
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In
der 7 ist eine fünfte
Variante des Netzanschlussmoduls nach der Erfindung dargestellt,
die eine Kombination der zweiten Variante gemäß 4 und der
dritten Variante gemäß 5 ist.
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Die 8 zeigt
dagegen eine sechste Variante des Anschlussmoduls, die eine Kombination
der vierten Variante gemäß 6 und
der dritten Variante gemäß 5 ist.
Die sechste Variante weist ein zusätzliches Schirmblech 132 auf,
das zwischen den Verbindungs-Stromschienen 120, 122 und 124 und dem
EMV-Filter 14 plaziert ist. Die Verbindungs-Stromschienen 120, 122 und 124 verbinden den
Hauptschalter 18 inklusiv Sicherung 16 mit dem EMV-Filter 14.
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In
der 9 ist eine siebte Variante des Netzanschlussmoduls
dargestellt, die eine Kombination der ersten Variante gemäß 3,
der zweiten Variante gemäß 4,
der dritten Variante gemäß 5 und
der vierten Variante gemäß 6 ist.
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Die 10 zeigt
die dritte Variante des erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls gemäß 5 für eine höhere Leistungsklasse.
Diese höhere
Leistungsklasse ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen
der Netzdrossel 10 derart angewachsen sind, dass diese
nicht mehr im Netzanschlussmodul untergebracht werden kann. Um auch
für eine derartige
Leistungsklasse gerüstet
zu sein, sind auf der Rückseite 60 des
der U-förmigen Rückwand 48 ein
zweiter Stromschienenbus mit den Stromschienen 134, 136 und 138 angeordnet.
Der obere Anschluss 140 dieser Stromschienen 134, 136 und 138 sind
derart abgekantet, dass diese ins Innere des Netzanschlussmoduls
ragen. Der untere Bereich der Stromschienen 62, 64 und 66 des
ersten Stromschienenbusses sind derart abgekantet, dass der untere Anschluss 70 in
eine parallel zur Rückwand 48 verlaufende
Ebene im Innern des Netzanschlussmoduls verlagert ist. Bei der dritten
Variante sind das EMV-Filter 14 und die Netzdrossel 10 elektrisch
in Reihe geschaltet. An den unteren Anschlüssen der Stromschienen 134, 136 und 138 des
zweiten Stromschienenbusses des Netzanschlussmoduls wird die Netzdrossel 10 angeschlossen,
die im Bodenbereich des Stromrichterschrankes untergebracht ist.
Die elektrische Verbindung zwischen Netzdrossel 10 und EMV-Filter 14 erfolgt
mit Verbindungs-Stromschienen 140, 142 und 144,
die durch eine weitere Aussparung 146 mit den Stromschienen 134, 136 und 138 elektrisch
leitend verbunden sind.
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Die 11 zeigt
eine Sicht auf die Frontseite des Netzanschlussmoduls nach 10 für eine höhere Leistungsklasse,
wobei die frontseitige Abdeckung 50 entfernt ist. In dieser
Darstellung kann man erkennen, dass dieses Netzanschlussmodul frontseitig
noch drei Tragschienen 150, 152 und 154 aufweist,
die frontseitig die beiden Seitenwände 44 und 46 miteinander verbinden.
Auf der Tragschiene 150 sind die Sicherungen 26 und 28 für die Hilfsstromversorgung
angebracht. Mit der Tragschiene 152 sind eine Klemmleiste 156 und
zwei Gleichrichter 30 für eine
24 V-Stromversorgung verbunden. Auf der Tragschiene 154 sind
unter anderem Wächter,
beispielsweise Isolationswächter,
netzseitiger Differenzstromwächter,
und Schutzeinrichtungen, beispielsweise ein Thermistor-Motorschutzgerät, ein Auswertegerät und ein
NOT-AUS-Taster, angeordnet. Zur einfachen Montage sind diese Tragschienen 150, 152 und 154 als
Hutschienen ausgebildet bzw. weisen Hutschienen auf.
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Die 12 zeigt
das Netzanschlussmodul nach 11 mit
dem Unterschied, dass nun die frontseitige Abdeckung 50 vorhanden
ist. Diese frontseitige Abdeckung weist Ausnehmungen 54 und 56 und
eine Abdeckung 58 auf. Die Tragschiene 154 mit ihren
Elementen wird von der frontseitigen Abdeckung 50 nicht
mit abgedeckt.
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Das
erfindungsgemäße Netzanschlussmodul
vereint alle Elemente, die für
den Anschluss eines Umrichters 2 an ein speisendes Netz 4 vonnöten sind,
in einem Modul, wobei die Anordnung bzw. die Aufteilung dieser Elemente
auf mehrere parallel zur Rückwand 48 des
Moduls verlaufenden Ebenen vorgenommen sind. Neben diesen Elementen,
wie Netzdrossel 10, Hauptschütz 12, EMV-Filter 14 und Hauptschalter 18 inklusive
Sicherung 16, umfasst das Netzanschlussmodul nach der Erfindung
auch noch Elemente für
eine Hilfsstromversorgung AC 230V und einer Hilfsstromversorgung
DC 24V. Ferner sind neben den Leistungsteilkomponenten 10, 12, 14, 16 und 18 auch
noch Wächter,
Auswerteeinrichtungen und eine NOT-AUS-Taste in das erfindungsgemäße Netzanschlussmodul
integriert. Als Wächter
können,
wie bereits erwähnt,
beispielsweise eine Isolatinsüberwachung
und eine netzseitige Differenzstromüberwachung vorgesehen sein.
Als Schutzeinrichtung kann ein Thermistor-Motorschutzgerät vorgesehen
sein. Für
die Überwachung
mehrerer Fühler/Relais
ist eine Auswerteschaltung vorgesehen. Diese zusätzlichen Elemente müssen signaltechnisch
und spannungsmä ßig untereinander
verdrahtet werden. Dazu weist das erfindungsgemäße Netzanschlussmodul einen
vorkonfektionierten Kabelbaum auf, der alle Signal- und Spannungsleitungen
umfasst, die für
ein Netzanschlussmodul bei vollem Ausbaugrad benötigt werden. In der 13 ist ein
derartiger Formkabelbaum 158 näher dargestellt. Die 14 zeigt
diesen Formkabelbaum 158 bei einem Netzanschlussmodul gemäß 9.
Wenn Signal- und/oder
Spannungsleitungen dieses Formkabelbaums 158 nicht benötigt werden,
so werden diese im Modul "totgelegt". Dadurch wird für alle Varianten
des erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls ein
einziger Formkabelbaum 158 benötigt, wodurch auch die interne
Verdrahtung des Moduls ohne großen
Aufwand durchgeführt
werden kann, die bei allen Varianten des Netzanschlussmoduls gleich
ausfällt.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Netzanschlussmodul
erhält
man einen kompakten und modularen Aufbau von netzseitigen Komponenten,
die z.B. Netzdrossel 10, Hauptschütz 12, EMV-Filter 14 und Hauptschalter 18 inklusiv
Sicherung 16 sein können. Auch
ist dadurch eine hohe Gleichteiligkeit der verwendeten mechanischen
Komponente realisierbar. Durch eine Verwendung von vormontierten
Modulen ist ein einheitliches Baukastensystem möglich, welches vormontierbar
ist. Außerdem
ist eine große
Anzahl von Varianten mit wenigen bzw. gleichen Bauteilen möglich. Durch
diesen erfindungsgemäßen Aufbau
des Netzanschlussmoduls erhält
man in Abhängigkeit
der Varianten eine platz- und teiloptimierte Lösung. Das erfindungsgemäße Netzanschlussmodul erlaubt
sogar eine netzseitige Einspeisung von unten oder von oben. Es entfällt die
mühsame
Verdrahtung der einzelnen Komponenten im Stromrichterschrank mittels
Leitungen bzw. Stromschienen. Durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Netzanschlussmoduls
kann mit einer geringen Teileanzahl eine hohe Varianz abgedeckt
werden.