DE10205851A1 - Decke in Gebäuden - Google Patents
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Abstract
Deckel in Gebäuden, mit einzelnen ersten Plattenelementen, die eine plattenförmige Schicht aus Beton oder betonähnlichem Stoff aufweisen und mittels einer Bewehrung selbsttragend sind, wobei die Plattenelemente mit der Betonschicht in einer oberen Ebene nebeneinander gelegt sind, ferner mit zweiten Plattenelementen im vertikalen Abstand unterhalb der ersten Plattenelemente, die mit einer unteren Schicht aus Beton oder betonähnlichem Stoff und einer Bewehrung selbsttragend sind, wobei die Betonschicht der unteren oder zweiten Plattenelemente mit Endbereichen auf gegenüberliegenden Wänden des darunter liegenden Geschosses gelagert sind und die Betonschicht der oberen oder ersten Plattenelelente über vertikale metallische Stützen, die mit der Betonschicht der unteren Plattenelemente verbunden, vorzugsweise eingebettet sind und über Dämpfungsmittel an den oder innerhalb der Stützen abgestützt sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Decke in Gebäuden nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Aus DE 197 06 666 ist eine Decke in Gebäuden bekannt geworden, welche aus zwei
Ebenen besteht. Jede Ebene wird gebildet von Plattenelementen. Jedes Plattenelement
weist eine plattenförmige Schicht aus Beton oder einen betonähnlichen Stoff sowie
eine von der Schicht vorstehende Bewehrung mit innerhalb der Schicht laufenden
Gurten auf (Gitterträger). Die oberen Plattenelemente sind so verlegt, dass die Beweh
rung nach unten steht. Die unteren Plattenelemente sind mit nach oben weisender
Bewehrung verlegt, wobei die Bewehrungen der Plattenelemente verschränkt inein
ander greifen, ohne sich zu berühren. Die Plattenelemente stützen sich an den Enden
an den Wänden des Gebäudes ab, ggf. über eine geeignete Dämpfungsunterlage.
Als erschwerend für die Montage derartiger Konstruktionen ist anzusehen, dass in den
Wänden Absätze oder Aussparungen angebracht werden müssen, damit sich die Plat
tenelemente abstützen können. Die Plattenelemente ihrerseits müssen mit entspre
chenden Vorsprüngen an den Betonschichten geformt werden. Hierflir ist ein gewisser
Fertigungsaufwand erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Decke in Gebäuden mit einzelnen
ersten und zweiten Plattenelementen der oben erwähnten Art zu schaffen, welche ein
facher herstellbar sind und welche sich mit einem geringeren Aufwand verlegen
lassen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion sind die unteren Plattenelemente über ihre
Betonschicht mit den Endbereichen auf gegenüberliegenden Wänden des darunter lie
genden Geschosses abgestützt. Nachdem die Wände auf Geschosshöhe hochgezogen
sind, können darauf die Plattenelemente gelegt werden, ggf. über eine Mörtelfuge. Die
Wände des nächsten Geschosses können dann auf den Endbereichen der Platten
elemente aufgebaut werden. Dies bedeutet naturgemäß, dass die Betonschichten der
oberen Plattenelemente eine entsprechend geringere Länge aufweisen als die der unten
Plattenelemente.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Betonschicht der oberen
Plattenelemente über vertikale metallische Stützen, die mit der Betonschicht der
unteren Plattenelemente verbunden, vorzugsweise darin eingebettet sind, abgestützt
werden, und zwar über geeignete Dämpfungsmittel. Die oberen Betonschichten der
oberen Plattenelemente, welche unmittelbar den Estrich bilden, haben auf diese Weise
keinen unmittelbaren Kontakt mit den Raumwänden, sondern sind, wie erwähnt, auf
den unteren Plattenelementen abgestützt, und zwar über die Zwischenschaltung eines
Dämpfungselements. Auf diese Weise wird eine hervorragende Trittschalldämmung
erhalten.
Wie erkennbar, lässt sich die aus den Plattenelementen bestehende Decke, welche für
das darüberliegende Geschoss zugleich den Fußboden bildet, denkbar einfach ver
legen. Besondere Vorkehrungen in den Wänden sind nicht zu treffen. Es ist auch
denkbar, dass obere und untere Plattenelemente als Einheit vorgefertigt und zusammen
verlegt werden, was die Montage weiter vereinfacht. Die vormontierte Einheit kann
über Hilfsmittel während der Lagerung und des Transports zusammengehalten
werden, die dann nach Verlegung der Einheiten im Gebäude entfernt werden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind je Plattenelement mehrere Stützen in
beiden Endbereichen vorgesehen und jede Stütze wird von zwei nach oben zusam
menlaufenden Stäben gebildet sein kann, die mit dem jeweiligen Gurt einer Beweh
rung in der Betonschicht verbunden sein können. An den oberen Enden der Stäbe ist
eine Auflagefläche aus Stahl, Holz, Kunststoff oder dergleichen für das Dämpfungs
element angebracht, z. B. eine Blechplatte, beispielsweise durch Verschweißung. Diese
hält dann das Dämpfungselement. Das Dämpfungselement kann von einer geeigneten
Kunststoffschicht gebildet sein. Alternativ kann auch ein Schwingmetalldämpfer vor
gesehen werden. Bekanntlich besteht ein Schwingmetalldämpfer aus zwei beabstan
deten Metallplatten, zwischen denen sich ein Polster aus elastomerem Material, ins
besondere Gummi, befindet. Die Metallplatten können über eine geeignete Verbin
dungskonstruktion mit den Betonschichten von oberem und unterem Plattenelement
verbunden sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt im Schnitt einen Teil einer Decke nach der Erfindung bei einer Auflage
rung auf einer Außenwand.
Fig. 2 zeigt eine Decke nach der Erfindung bei einer Auflagerung auf einer Innen
wand.
In Fig. 1 ist eine Außenwand 10 dargestellt mit einem Wandabschnitt 12 eines ersten
Geschosses und einem Wandabschnitt 14 des darüberliegenden Geschosses. Zwischen
den Geschossen befindet sich eine Decke 16, die aus zwei Ebenen zusammengesetzt
ist, nämlich aus oberen Plattenelementen 18 und unteren Plattenelementen 20. Der
Aufbau dieser Plattenelemente ist grundsätzlich seit langem bekannt. Unter anderem
wird hierzu auf DE 197 06 666 C2 verwiesen, auf welche Schrift hiermit ausdrücklich
Bezug genommen wird. Die Plattenelemente 18, 20 erstrecken sich zwischen zwei
Wänden eines Raums und bilden nebeneinandergelegt für das untere Geschoss die
Decke und für das obere Geschoss den Fußboden. Auch insofern wird auf die
DE 197 06 666 verwiesen.
Die oberen Plattenelemente 18 weisen eine Betonschicht 22 auf sowie ein Beweh
rungsgitter mit in der Betonschicht eingegossenem Gurt 24. Vom Gurt 24 erstrecken
sich Stäbe 26 zum außen liegenden Gurt 28. Pro Plattenelement ist eine Reihe von
parallel angeordneten Gittern der gezeigten Art vorgesehen.
Die unteren Plattenelemente 20 weisen eine Betonschicht 30 auf und einen darin ver
laufenden Gurt 32, der über Stäbe 34 mit einem oberen Gurt 36 verbunden ist. Die
Gitter von unteren und oberen Plattenelementen 18, 20 sind weitgehend ähnlich. Die
aus den Betonschichten 22, 30 vorstehenden Teile der Gitter greifen berührungsfrei
ineinander. Auch dies ist in der DE 197 06 666 C2 beschrieben.
Wie erkennbar, weisen die oberen Schichten 22 der Plattenelemente 16 eine geringere
Länge auf als die Schichten 30 der unteren Plattenelemente 20. Letztere erstrecken sich
über die Oberseite der Außenwand 12, um sich auf dieser abzustützen, und zwar über
eine Mörtelschicht 36. Die Betonschicht 30 weist im Endbereich eine Öffnung oder
eine Anzahl von Öffnungen 38 auf, durch die hindurch sich jeweils ein Dorn 40
erstreckt, der in einer nach oben offenen Ausnehmung 42 in dem Wandabschnitt 20
angeordnet ist und dort zum Beispiel mit Hilfe von Beton festgelegt ist. Die Öffnungen
38 in der Betonschicht 30 werden von dem verlängerten Gurt 32 überbrückt. Der Dorn
40 kann mithin in geeigneter Weise mit dem Gurt 32 verbunden werden, beispiels
weise mit Draht oder dergleichen. Auf diese Weise ist das untere Plattenelement 20
seitlich festgelegt.
Das obere Plattenelement 16 steht mit seiner Betonschicht 22 über einen gewissen
Spalt von der Wand 10 ab, wie aus der Zeichnung deutlich erkennbar ist. Außerdem
stützt es sich mit seiner Betonschicht 22 über mehrere Stützen, von denen eine bei 42
dargestellt ist, an der Betonschicht 30 des unteren Plattenelements 20 ab. Jede Stütze
besteht aus zwei Stäben 44, die mit dem unteren Gurt 34 verbunden und in die Beton
schicht 30 eingegossen sind. Die Stäbe 44 erstrecken sich nach oben, geringfügig
zusammenlaufend. Am oberen Ende sind sie mit einer Metallplatte 46 verbunden. Auf
der Metallplatte befindet sich ein Dämpfungselement 48. Das Dämpfungselement kann
aus Gummi oder einem geeigneten Kunststoffmaterial bestehen oder ein sogenanntes
Schwingmetalldämpfungselement sein, bei dem ein Elastomer zwischen zwei Metall
platten angeordnet ist. Auf diese Weise wird für den Boden des oberen Geschosses
eine Trittschalldämmung hergestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist eine Innenwand 50 gezeigt mit einem unteren
Wandabschnitt 52 und einem oberen Wandabschnitt 54, die jeweils einem unteren und
einem oberen Geschoss zugeordnet sind. Plattenelemente 56, 58 bilden wiederum die
Decke bzw. den Boden von unterem und oberem Geschoss. Die oberen Platten
elemente 56 auf beiden Seiten der Wand 50 gleichen den Plattenelementen 18 der Aus
führungsform nach Fig. 1. Daher weisen sie auch die gleichen Bezugsziffern auf. Die
unteren Plattenelemente 58 unterscheiden sich von denen nach Fig. 1 dadurch, dass sie
entweder nur geringfügig auf dem Wandabschnitt 52 aufliegen oder bis zur Hälfte der
Wanddicke aufliegen und entsprechende Ausnehmungen haben, die zwischen benach
barten Betonschichten 30 wiederum eine Öffnung 60 bilden für den Hindurchtritt eines
Dorns 40, der in der Oberseite des Wandabschnitts 52 eingelassen ist, wie dies in Ver
bindung mit Fig. 1 schon erwähnt wurde. Über das Ende der Betonschichten 30 hinaus
oder in die Öffnung 60 hineinstehend ragen die Gurte 32 der unteren Plattenelemente
58. Sie sind zu Schlaufen 62 gebogen, durch die hindurch sich der Dorn 40 erstreckt.
Die Stützen 42 zur Abstützung der oberen Plattenelemente 56 sind wiederum gleich
denen nach Fig. 1 ausgebildet.
Claims (6)
1. Deckel in Gebäuden, mit einzelnen ersten Plattenelementen, die eine platten
förmige Schicht aus Beton oder betonähnlichem Stoff aufweisen und mittels einer
Bewehrung selbsttragend sind, wobei die Plattenelemente mit der Betonschicht in
einer oberen Ebene nebeneinander gelegt sind, ferner mit zweiten Plattenelemen
ten im vertikalen Abstand unterhalb der ersten Plattenelemente, die mit einer unte
ren Schicht aus Beton oder betonähnlichem Stoff und einer Bewehrung selbst
tragend sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonschicht (30) der unteren oder
zweiten Plattenelemente (20, 58) mit Endbereichen auf gegenüberliegenden Wän
den (12, 52) des darunter liegenden Geschosses gelagert sind und die Betonschicht
(22) der oberen oder ersten Plattenelemente (16, 56) über vertikale metallische
Stützen (42), die mit der Betonschicht (30) der unteren Plattenelemente (20, 58)
verbunden, vorzugsweise eingebettet sind und über Dämpfungsmittel (48) an den
oder innerhalb der Stützen (52) abgestützt sind.
2. Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Stützen (42) je
Plattenelement (20, 58) vorgesehen sind und jede Stütze von zwei nach oben
zusammenlaufenden Stäben (44) gebildet ist, die mit jeweils einem Gurt (32) der
Bewehrung in der Betonschicht (30) verbunden sind und eine Blechplatte (46)
oder dergleichen mit den oberen freien Enden der Stäbe (44) verbunden ist, welche
das Dämpfungselement (48) trägt.
3. Decke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein außerhalb der Beton
schicht (30) verlaufender Verbindungsstab (65) mit den einzelnen Stützen (42)
verbunden ist.
4. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Dämpfungselement (42) von einer Kunststoffschicht oder dergleichen gebildet ist.
5. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Dämpfungselement von einem Schwingmetalldämpfer gebildet ist.
6. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Betonschicht (30) der unteren Plattenelemente (20, 58) über eine Mörtelschicht
(36) mit der abstützenden Wand (12, 52) verbunden ist.
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Cited By (1)
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2002
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