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Nahrungsaufnahme vortäuschende Spielfigur Die Erfindung bezieht sich
auf Spielzeugfiguren, bei welchen eine Nahrungsaufnahme vorgetäuscht wird.
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Es sind Spielzeugfiguren:, insbesondere Puppen" bekannt, mit welchen
sich der Vorgang der Nahrungsaufnahme, insbesondere des Trinkens, nachahmen läßt.
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Durch diese bekanntgewordenen Puppen wurde das Spielen mit Puppen
zweifellos bereichert, indem die Nachahmung der Nahrungsaufnahme, vor allen Dingen
des Trinkens, durch besondere Ausbildung des Puppenkörpers in den Spielbereich
mit einbezogen werden konnte.
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Diesen bekannten Spielzeugen gegenüber bringt die vorliegende Erfindung
einen erheblichen Fortschritt, indem sie eine vollkommen neue Spielmethode erschließt
und eines bis jetzt nicht bekannte, pädagogisch wertvolle Erziehungsbeihilfe darstellt,
die den Kindern zeigt, daß das Größe:rwerden (Wachstum) ein Resultat der Nahrungsaufnahme
ist.
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Die Erfindung besteht darin, daß bei einer die Nahrungsaufnahme vortäuschenden
Spielzeugfigur der Vorgang der vorgetäuschten Nahrungsaufnahme eine aufhebbare Vergrößerung
des Körpers und/oder der Gliedmaßen. der Spielzeugfigur bewirkt. Dabei sind erfindungsgemäß
für die Erzeugung der Volumenvergrößerung an sich bekannte Mittel mechanischer,
pneumatischer, hydraulischer, thermischer oder chemischer Art in dem Spielzeugkörper
angeordnet bzw. enthalten, welche durch den Vorgang der Vortäuschung der Nahrungsaufnahme
mittelbar oder unmittelbar betätigt werden. Diese Betätigung kann auch mit Hilfe
von hierfür ausgebildeten Eß- oder Trinkgefäßen bzw. Bestecken mittelbar oder unmittelbar
erfolgen.
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Gemäß der weiteren Erfindung kann in der Spielzeugfigur ein Energiespeicher
vorgesehen sein, mit welchem die Mittel zur vorgetäuschten Nahrungsaufnahme zum
Hervorrufen des Vergrößerungsvorganges zusammenwirken. Dieser Energiespeicher kann
in einem kleinen Druckluftbehälter bestehen, der durch die Futterbewegung über ein
Ventil geöffnet wird und durch pneumatische Wirkung den Vergrößerungsvorgang hervorruft.
Es können aber auch eine aufgezogene Feder oder ein elektrisches Tro:ekenelement
zur Speisung eines Motors oder Hubmagneten oder chemische, unter der Einwirkung
von Flüssigkeiten gasentwickelnde Substanzen Verwendung finden.
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Gemäß der weiteren Erfindung kann. der Puppenkörper aus elastischem
Werkstoff hergestellt werden. Gemäß der weiteren Erfindung kann die elastische Puppenkärperhülle
in verschiedenen Richtungen unterschiedliche Wandstärken aufweisen zum Erzielen
verschieden. starker richtungsbedingter Ausdehnungen.
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Gemäß der weiteren Erfindung kann ein in dem Mund der Puppe angeordnetes
Einfüllventil so, ausgebildet sein, daß dieses Ventil zugleich die Auslaßvorrichtung
zur Entfernung der eingebrachten Stoffe bildet.
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Auch kann gemäß der weiteren Erfindung die Spielzeugfigur mit einem
vorzugsweise geräuscherzeugenden Überdruckventil versehen sein, dass die Puppe vor
Zerstörung durch Überfüllung schützt und gegebenenfalls eine scheinbare Sättigung
anzeigt.
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Eine gegebenenfalls zur Hervorrufung der obenerwähnten Volumenvergrößerung
benutzte Trinkflasche kann mit Flüssigkeiten oder Gasen gefüllt sein.
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Vorteilhafterweise kann diese Flasche auch fest mit der Puppe verbunden
werden.
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Auch kann das Ventil im Mund der Puppe erspart werden, indem der Öffnungsquerschnitt
des Mundes bzw. Saugers einer Trinkflasche verhältnismäßig klein bemessen wird,
bezogen auf den Öffnungsquerschnitt des Einlaßventils in der Trinkflasche.
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Die Erfindung ist an Hand schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele
in den Fig. 1 und 2 veranschaulicht.
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In Fig. 1 ist mit 6 der Puppenkörper bezeichnet, der, die aus elastischem
Werkstoff bestehenden Beine 9 und Arme 10 aufweist. Der Mund 5 der Puppe enthält
das Einfüllven:til 7, das zugleich als Auslaßvorrichtung dient.
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In dem Puppenkörper 6 ist ein mit dem Einfüllventil 7 in Verbindung
stehender Verteilerschlauch 8 angeordnet, der in ein Sicherheitsventil 14 und durch
Trennwände 11 bzw. 12 in die hohlen Beine 9 und Arme 10 mündet.
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Die hohlen Beine 9 und die hohlen Arme 10 sind durch die Trennwände
11 bzw. 12 gegen den Rumpf undurchlässig abgeschlossen. Eine Flasche 1, die
eine
Flüssigkeit 2 enthält, weist eine flexible Wandung 3 auf. Auf
ihrer Halsäffnung befindet sich ein Sauger 4, welcher die Verbindung zu dem im Mund
5 befindlichen Einfüllventil 7 herstellt.
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In dem Boden der Flasche 1 ist ein Ventil 13 angeordnet.
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Die Vortäuschung der Nahrungsaufnahme mit darauf erfolgendem Wachstum
vollzieht sich dadurch, daß die flexible Wandung 3 der Flasche 1 zusammengedrückt
und dadurch ein Teil der Flüssigkeit 2 durch den Sauger 4, das Einfüllv entil 7
und den Verteilerschlauch 8 in die hohlen Beine 9 und Arme 10 eingehracht wird.
Dies bewirkt in dien elastischen Beinen 9 und Armen 10 eine Volumenvergrößerung
dieser Gliedmaßen, d. h., es wird dadurch der Wachstumsvorgang vorgetäuscht. Nach
Loslassen der flexiblen Wandung 3 der Flasche 1 kehrt diese in ihre Ausgangsform
zurück und saugt durch das Ventil 13 Luft in die Flasche 1. Der beschriebene Vorgang
kann jetzt wiederholt werden, um eine weitere Vergrößerung dier Puppe hervorzurufen.
Das Sicherheitsventil 14 verhindert die Zerstörung der Puppe durch Überfüttern.
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In Fig. 2 ist wieder mit 6 der Puppenkörper bezeichnet, der die aus
elastischem Werkstoff bestehenden Beine 9 und Arme 10 aufweist. In dem 'Mund 5 ist
diesmal ein beweglicher Stößel 17 vor den Sperrzähnen 18 eines Klinkenrades 19 angeordnet.
Auf der Achse des Klinkenrades 19 befindet sich, mit dieser starr verbunden, eine
Aufwickeltrommel 21, auf welcher eine Schnur 24 befestigt ist. Das andere Ende der
Schnur 24 ist mit dem oberen Ende eines Stabes 22 fest verbunden. Der Stab 22 ist
in einer ihn teilweise umgebenden: Führungshülse 23 geführt. Das untere Ende des
Stabes 22 steht in mechanischer Verbindung mit den Stabverzwei.gungen 25 und 26
und den Stabverlängerungen 27 und 28.
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Die Führungshülse 23 ist mit Hilfe einer Abschlußplatte 29 im Innern
des. Körpers befestigt.
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In der Kopfwand ist ein vorzugsweise gefederter Druckknopf 20 angeordnet,
der in beweglicher mechanischer Verbindung mit dem Auslösehebel 31 und der dadurch
betätigbaren Sperrklinke 30 in Verbindung steht. Ein Löffel 15 ist für die Betätigung
des im Mund 5 befindlichen Stößels 17 vorgesehen.
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Die Vortäuschung der Nahrungsau fnahme mit darauf erfolgendem Wachstum
vollzieht sich dadurch; daß mit Hilfe des Löffels 15 der im Mund 5 befindliche Stößel
17 gegen die Sperrzähne 18 des Klinkenrades 19 gestoßen wird. Dadurch wird die Schnur
24 auf die, mit dem Klinkenrad 19 fest verbundene Aufwickeltrommel21 aufgewickelt.
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Durch die Bewegung der Schnur 24 wird der Stab 22 teilweise aus der
Führungshülse 23 herausgezogen. Durch diesen Vorgang «-erden über die Stabverzweigungen
25 und 26 und die Stabverlängerungen 27 und 28 die elastischen Gliedmaßen 9 und
10 verlängert. Durch Betätigung des Druckknopfes 20 wird die Sperrklinke 30 über
den Auslösehebel 31 ausgelöst, so- daß sich die elastischen Gliedmaßen 9 und
10
wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammenziehen können.