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DE1020341B - Verfahren zur Herstellung von Imidazolidonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Imidazolidonderivaten

Info

Publication number
DE1020341B
DE1020341B DEM32684A DEM0032684A DE1020341B DE 1020341 B DE1020341 B DE 1020341B DE M32684 A DEM32684 A DE M32684A DE M0032684 A DEM0032684 A DE M0032684A DE 1020341 B DE1020341 B DE 1020341B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
methanol
cyan
acetone
room temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM32684A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Stockmair
Dr Otto Schmid
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lentia GmbH
Original Assignee
Lentia GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lentia GmbH filed Critical Lentia GmbH
Publication of DE1020341B publication Critical patent/DE1020341B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

DEUTSCHES
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Imidazolidonderivaten der allgemeinen Formel
R9 — CH — C = O
N-R-1
R2-CH-CO-OR1
R3
Verfahren zur Herstellung
von Imidazolidonderivaten
NH
worin R2 ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest, R3 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest und R4 ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Aralkyl-, Arylrest oder einen Rest —(C H2) m —Y, mit η = eine ganze Zahl, vorzugsweise 2 bis 10, und Y = die obenstehende Formel ohne R4 bedeutet. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Substanzklasse, bei dem in obenstehender Formel R2 und R4 Wasserstoffatome und R3 eine Methylgruppe sind, ist der Naturstoff Kreatinin.
Kreatinin wird technisch meist aus Kreatin gewonnen, das aus tierischen Naturstoffen erhalten werden kann, aber auch auf synthetischem Wege leichter zugänglich ist als Kreatinin. Es ist auch bekannt, daß Kreatinin durch Umsatz von Sarkosinsäureäthylester mit Cyanamid bei Raumtemperatur hergestellt werden kann. Gemäß einem anderen bekannten Verfahren können Kreatinin und dessen Homologe bzw. Derivate durch Umsetzung von monosubstituierten Natrium-Cyanamiden und ct-Halogenacetamid hergestellt werden. Diese beiden letztgenannten Verfahren haben aber den Nachteil, daß die Ausgangsstoffe nicht einfach zugänglich sind.
Es konnte nun überraschenderweise gefunden werden, daß sich Verbindungen der allgemeinen Formel I auf besonders einfache Weise synthetisieren lassen, wenn man N-substituierte a-Cyanaminofettsäureester der Formel Anmelder:
Lentia Gesellschaft
mit beschränkter Haftung,
Ein- und Verkauf,
München 15, Mittererstr. 3
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 30. Oktober 1956
Dr. Walter Stockmair, Linz,
und Dr. Otto Schmid, Leonding bei Linz (Österreich), sind als Erfinder genannt worden
Kreatinin auf einfachstem Wege durch Umsetzung von Cyansarkosinsäureestern der Formel
CH2-CO-OR1
in der R1 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeutet und R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben, mit Ammoniak oder primären Aminen der Formel R5-NH2 umsetzt, wobei R5 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest oder den Rest —(CHa)n -NH2 darstellt, wobei η die oben angegebene Bedeutung hat.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren kann also CH3-N
N= C
in der R1 die oben angegebene Bedeutung hat, mit Ammoniak in guter Ausbeute und großer Reinheit hergestellt werden. Durch entsprechende Variation der Substituenten R2, R3 oder R4 bzw. R5 sind aber auch viele, zum Teil bisher unbekannte Derivate des Kreatinins leicht zugänglich geworden. So gelangt man beispielsweise durch die erfindungsgemäße Umsetzung von N-substituierten a-Cyanaminofettsäureestern mit Diaminen der allgemeinen Formel R6NH2, in denen R5 den Rest — (CH2)« — NH2 bedeutet, wobei beide Aminogruppen des Diamins mit den a-Cyanaminofettsäureestern reagieren, zu bisher unbekannten Kreatininderivaten nachstehender Formel mit zwei Kreatininresten im Molekül.
R2-CH-C = O O = C CH-R2
R3 _ N N-(CHJn-N N-R3
R3 und
NH NH
haben die oben angegebene Bedeutung).
709 808/261

Claims (3)

  1. Die erfindungsgemäße Reaktion von N-substituierten Beispiel 5
    Cyanaminofettsäureestem mit primären Aminen tritt
    überraschenderweise bereits durch bloßes Mischen der 16,0 Teüe N-Cyansarkosinäthylester und 3,0 Teile Äthy-
    Reaktionspartner bei Raumtemperatur oder unter ge- lendiamin werden in 40 Teilen Methanol gelöst und ringer Kühlung, gegebenenfalls in Gegenwart eines 5 6 Wochen bei Raumtemperatur stehengelassen. Anpolaren Lösungsmittels, ein. Als polares Lösungsmittel schließend fügt man dem Reaktionsgemisch 40 Teile kann Wasser verwendet werden, als besonders vorteilhaft Aceton hinzu und läßt weitere 3 Tage bei Raumtemperatur zeigte sich aber die Verwendung von organischen polaren stehen. Zur Aufarbeitung wird das feste Reaktionsprodukt Lösungsmitteln, insbesondere von Methanol. Bei Ver- abgesaugt, mit Aceton gewaschen und getrocknet. Man wendung des letztgenannten Lösungsmittels wird das io erhält 11,7 Teile rohes 1,2-Bis-[1 '-methyl^'-imino-imid-Reaktionsprodukt ganz besonders rein erhalten. azolidon-(4')-yl-(3')]-äthan; das entspricht einer Ausbeute
    Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichts- von 82,4% der Theorie. Das Rohprodukt kann durch
    teile. Umkristallisieren aus einer Mischung von 35 Teilen Wasser
    Beispiel 1 un^ ^ Teilen Methanol gereinigt werden, und man erhält
    15 dabei 9,9 Teile reines Dihydrat dieser Verbindung mit
    46,5 Teile N-Cyansarkosinäthylester werden unter einem Mikroschmelzpunkt (Kofler-Apparat) von etwa Rühren in 115 Teile einer auf —1 bis — 5: gekühlten 320° unter Zersetzung,
    wäßrigen Ammoniaklösung mit einem Gehalt von .
    28 Teilen NH3 eingetragen und anschließend 48 Stunden Beispiel ό
    bei dieser Temperatur gehalten. Zur Aufarbeitung werden ao 15,6 Teile N-Cyansarkosinäthylester und 5,8 Teile Hexadie ausgeschiedenen Kristalle abgesaugt, mit Alkohol methylendiamin werden in 40 Teilen Methanol gelöst, gewaschen und getrocknet. Man erhält dabei 30,6 Teile Man läßt das Reaktionsgemisch 6 Wochen bei Raum-Kreatinin; das entspricht einer Ausbeute von 82,7 % der temperatur stehen, versetzt hierauf mit 40 Teilen Aceton Theorie. und läßt weitere 2 Tage bei Raumtemperatur stehen. Das
    Die Herstellung des N-Cyansarkosinäthylesters kann 25 kristallin ausgefallene Reaktionsprodukt wird durch Abauf übliche Weise durch Umsetzung von /J-Dimethyl- saugen isoliert, mit Aceton gewaschen und getrocknet, aminoessigsäureäthylester mit BrCN oder ClCN, bei- Man erhält 11,0 Teile rohes l,6-Bis-[l'-methyl-2'-iminospielsweise in indifferenten Lösungsmitteln, wie Benzol, imidazolidon-(4')-yl-(3')]-n-hexan; das entspricht einer erfolgen. Die Substanz kann durch Destillation gereinigt Ausbeute von 71,4% der Theorie. Dieses Rohprodukt werden und geht bei 11 mm Hg bei 128° über. 30 kann durch Lösen in 20 Teilen heißem Methanol und
    Versetzen dieser Lösung mit 80 Teilen Aceton gereinigt
    Beispiel 2 werden, und es resultieren 8,7 Teile der reinen Verbindung
    mit einem Schmelzpunkt von 190,5 bis 192,5°.
    240 Teile Methanol werden unter Kühlung mit nie- .
    ßendem Wasser mit Ammoniak gesättigt, anschließend 35 Beispiel /
    werden unter Rühren 122 Teile N-Cyansarkosinäthylester 31,2 Teile N-Cyansarkosinäthylester und 17,2 Teile
    tropfenweise eingetragen und das Reaktionsgemisch über Dekamethylendiamin werden in 80 Teilen Methanol Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Nach Be- gelöst. Das Reaktionsgemisch wird hierauf 8 Wochen bei endigung der Reaktion wird der kristalline Niederschlag Raumtemperatur stehengelassen, anschließend mit 160 abgesaugt, mit Methanol gewaschen und getrocknet. Man 40 Teilen Aceton verdünnt und noch weitere 2 bis 3 Tage erhält 89 Teile Kreatinin; das entspricht einer Ausbeute bei Raumtemperatur belassen. Zur Aufarbeitung wird von 91,6% der Theorie. Das gemäß diesem Beispiel das kristallin ausgefallene Reaktionsprodukt abgesaugt, erhaltene Reaktionsprodukt zeichnet sich durch besondere mit Aceton gewaschen und getrocknet. Man erhält Reinheit aus. 23,6Teilerohesl,10-Bis-[l'-methyl^'-imino-imidazolidon-
    45 (4')-yl-(3')]-n-dekan; das sind 64,8% der Theorie. Die
    Beispiel 3 Reinigung des Rohproduktes kann durch Lösen in
    40 Teilen heißem Methanol und Versetzen dieser Lösung
    9,3 Teile N-Cyansarkosinäthylester werden bei —10° mit 120 Teilen Aceton erfolgen. Man erhält dabei 19,9Teile tropfenweise in 40 Teile Äthanol, die 6,7 Teile Ammoniak Reinprodukt. Die Substanz bildet ein Monohydrat mit gelöst enthalten, eingetragen und 15 Stunden bei dieser 5o einem Schmelzpunkt von 122 bis 127°.
    Temperatur stehengelassen. Das ausgefallene Kreatinin
    wird abgesaugt, mit Alkohol gewaschen und anschließend
    getrocknet. Man erhält 6,5 Teüe Kreatinin; das entspricht Patentansprüche-
    einer Ausbeute von 87,8 % der Theorie. 1. Verfahren zur Herstellung von Imidazolidon-
    55 derivaten der allgemeinen Formel
    Beispiel^ R2-CH-C = O
    14,2 Teile N-Cyansarkosinäthylester und 11,2 Teile ! I
    Benzylamin werden in 32 Teilen Methanol gelöst und das R3 — N N — R4
    Reaktionsgemisch 4 Wochen bei Raumtemperatur stehen- 60 \ /
    gelassen. Anschließend fügt man 80 Teile Methyläthyl- C
    keton hinzu und läßt weitere 4 Tage bei Raumtemperatur
    stehen. Das kristallin ausgefallene Reaktionsprodukt wird
    durch Absaugen isoliert, mit Aceton gewaschen und
    getrocknet. Man erhält 14,8 Teile rohes 3-Benzyl- 65 worin R2 ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Aralkylkreatinin; das entspricht einer Ausbeute von 72,9% der oder Arylrest, R3 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest
    Theorie. Das Rohprodukt kann durch Umkristallisieren und R4 ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Aralkyl-,
    aus 150 Teilen Wasser gereinigt werden, und man erhält Arylrest oder einen Rest — (C H2) „ — Y, mit η = eine
    auf diese Weise 12 Teile Reinprodukt mit einem Schmelz- ganze Zahl, vorzugsweise 2 bis 10, und Y = die
    punkt von 209 bis 212,5°. 70 obenstehende Formel ohne R4 bedeutet, dadurch
    gekennzeichnet, daß man N-substituierte a-Cyanaminofettsäureester der Formel
    R2-CH
    R8-N
    CO-OR1
    10
    in der R1 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeutet und R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben, mit Ammoniak oder primären Aminen der Formel R5 ■ NH2, worin R5 einen Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest oder
    umsetzt.
    den Rest — (CH2)m — NH2 darstellt,
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Kreatinin Cyansarkosinester der Formel
    CH2-CO-OR1
    CH,- N
    N = C
    in der R1 die oben angeführte Bedeutung hat, mit Ammoniak umsetzt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in polaren organischen Lösungsmitteln, vorzugsweise inMethanol, durchgeführt wird.
    © 709 808/261 11.57
DEM32684A 1956-10-30 1956-12-18 Verfahren zur Herstellung von Imidazolidonderivaten Pending DE1020341B (de)

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