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Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, welches eine Kommunikationseinheit beinhaltet, die zur Kommunikation mit einem externen bzw. weiteren Gerät ausgebildet ist. Die Erfindung betrifft außerdem ein System mit einem Haushaltsgerät und einem weiteren Gerät, wobei das Haushaltsgerät und das weitere Gerät jeweils eine Kommunikationseinheit beinhalten, die zur Kommunikation miteinander ausgebildet sind. Die Erfindung betrifft schließlich ein Verfahren zum Ermöglichen einer Kommunikation zwischen einem Haushaltsgerät und einem weiteren elektrischen Gerät.
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Es ist Stand der Technik, eine Vielzahl von Haushaltsgeräten in einem Haushalt miteinander kommunikationstechnisch zu verbinden. Die Haushaltsgeräte können dann miteinander kommunizieren. Bekannt sind außerdem intelligente Stromzähler, welche mit dem Energieanbieter kommunizieren können. Solche Stromzähler können vom Energieanbieter Daten empfangen, welche Informationen über den zukünftigen Preis für die elektrische Energie beinhalten. Der Stromzähler kann an das lokale Netz angeschlossen werden, an welches auch die Haushaltsgeräte angeschlossen sind. Somit können die Haushaltsgeräte mit dem intelligenten Stromzähler kommunizieren; beispielsweise können Steuersignale vom Stromzähler an die jeweiligen Haushaltsgeräte gesendet werden oder der Stromzähler kann an die Haushaltsgeräte die Informationen über den aktuellen Energiepreis übermitteln.
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Ein derartiges bekanntes System ist in 1 dargestellt. In einem Haushalt 1 befinden sich eine Vielzahl von Haushaltsgeräten, nämlich beispielsweise eine Klimaanlage 2, ein Thermostat 3, ein intelligentes Haushaltsgerät 4 (etwa eine Waschmaschine) sowie ein weiteres intelligentes Haushaltsgerät 5 (etwa ein Wäschetrockner). All diese Haushaltsgeräte 2, 3, 4, 5 sind an ein Energienetzwerk 6 angeschlossen, über welches diese Haushaltsgeräte 2, 3, 4, 5 miteinander kommunizieren können. An das Energienetzwerk ist außerdem ein intelligenter Stromzähler 7 angeschlossen, wie auch ein Energie-Gateway 8, welches gegebenenfalls in den Stromzähler 7 integriert werden kann. Der Stromzähler 7 kommuniziert über das Energie-Gateway 8 mit einem intelligenten Stromnetz 9 und hierdurch beispielsweise mit dem Energieanbieter. Diese Kommunikationsverbindung ist mit der Pfeildarstellung 10 angedeutet. Über diese Kommunikationsverbindung 10 kann der Stromzähler 7 beispielsweise die oben genannten Informationen bezüglich der Energiepreise empfangen. Das Energienetzwerk 6 ist über ein Gateway 11 mit einem lokalen Computernetz LAN gekoppelt, an welches ein Laptop 12 sowie ein PC 13 angeschlossen sind. Der PC 13 sowie das Laptop 12 können über einen Internet-Router 14 auf das Internet 15 zugreifen, wie mit der Pfeildarstellung 16 angedeutet. An das Internet 15 ist außerdem ein Host-Server 17 eines Geräteherstellers angeschlossen. Auch ein Mobiltelefon 18 kann über ein Mobilfunknetzwerk 19 auf das Internet 15 zugreifen.
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Also können die Haushaltsgeräte 2, 3, 4, 5 über das Internet 15 mit dem Host-Server 17 des Geräteherstellers kommunizieren, wie dies mit einer gestrichelten Linie 20 dargestellt ist. Diese Kommunikationsverbindung erfolgt über das Gateway 11, welches die Protokollsprache des Energienetzwerkes 6 in die Protokollsprache des lokalen Computernetzwerkes LAN beziehungsweise des Internets 15 „übersetzt”. Eine derartige Lösung ist suboptimal: Aufgrund des Gateways ist eine beliebige Kommunikation der Haushaltsgeräte 2, 3, 4, 5 mit Host-Server 17 nicht möglich. Es können lediglich Daten übertragen werden, welche durch das Gateway 11 „übersetzt” werden können. Das Gateway 11 ist nicht in der Lage, beliebige Nachrichten zu übertragen, die dem Gateway 11 nicht bekannt sind. Das Gateway 11 müsste bei neuen Funktionalitäten der Haushaltsgeräte 2, 3, 4, 5 beziehungsweise bei neuen Nachrichten ständig aktualisiert werden, damit diese Nachrichten an den Gerätehersteller übertragen werden können.
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Gemäß
1 können die Haushaltsgeräte
2,
3,
4,
5 auch mit dem intelligenten Stromnetz
9 – etwa dem Energieanbieter – kommunizieren, und zwar über das Energie-Gateway
8, gemäß der gestrichelten Linie
21. Somit können die Haushaltsgeräte
2,
3,
4,
5 auch die Informationen über die jeweiligen Energiepreise empfangen. Eine derartige Vorgehensweise ist beispielsweise im Dokument
WO 2007/060059 A1 beschrieben. Hier kann eine Waschmaschine über ein derartiges Gateway Informationen über die. Preise für die Energie empfangen, wobei diese Informationen an einer per Internet erreichbaren Energiebörse bereitgestellt werden.
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Auch die Druckschrift
DE 10 2005 020 519 A1 beschreibt ein System, bei welchem eine Vielzahl von Haushaltsgeräten an ein Versorgungsnetz in einem Haushalt angeschlossen sind. Jedes der Haushaltsgeräte beinhaltet eine Kommunikationsschnittstelle, über welche eine bidirektionale Datenübertragung ermöglicht ist. Die Datensignale können beispielsweise auf eine Versorgungsleitung beziehungsweise Stromleitung aufmoduliert werden (Powerline-Communikation). Die Datenübertragung ist so ausgelegt, dass die Haushaltsgeräte über einen Stromzähler mit einem Energie-Gateway mit dem Energieversorger kommunizieren.
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Des Weiteren beschreibt das Dokument
EP 1 367 685 A1 ein elektronisches System zum Energiemanagement von Haushaltsgeräten in einem Haushalt. Auch dieses System empfängt Informationen über Energiepreise, und die Haushaltsgeräte werden unter Berücksichtigung dieser Energiepreise angesteuert.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie bei einem Haushaltsgerät beziehungsweise einem System der eingangs genannten Gattung die Kommunikation zwischen der geräteinternen Kommunikationseinheit und dem externen (anderen) elektrischen Gerät besonders zuverlässig erfolgen kann, sodass die Nachrichten zwischen der geräteinternen. Kommunikationseinheit und dem externen Gerät insbesondere ohne Einschränkungen übertragen werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1, wie auch durch ein System mit den Merkmalen gemäß. Patentanspruch 8 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 14 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind. Gegenstand der abhängigen Patentansprüche, der Beschreibung und der Figuren.
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Ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät beinhaltet eine Kommunikationseinheit, welche zur Kommunikation mit einem weiteren, von dem Haushaltsgerät separaten Gerät ausgebildet ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Kommunikationseinheit Daten gemäß dem Internet-Protokoll (IP) bereitstellen und an das externe Gerät übertragen kann sowie nach dem Internet-Protokoll erzeugte Daten empfangen und verarbeiten kann.
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Das Haushaltsgerät kann somit – anders als im Stand der Technik – direkt beziehungsweise unmittelbar an das Internet angebunden beziehungsweise angeschlossen werden, und die Daten müssen nicht mehr über ein Gateway übertragen werden. Während im Stand der Technik die Nachrichtenübertragung zwischen dem Haushaltsgerät und anderen an das Internet angeschlossenen Geräten ihre Grenzen aufgrund des Gateways finden, erübrigt sich bei dem erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts der Einsatz eines derartigen Gateways mit den damit verbundenen Nachteilen. Und zwar kann die Nachrichtenübertragung nun uneingeschränkt erfolgen; die durch das Haushaltsgerät ausgesendeten/empfangenen Daten brauchen nicht mehr mittels eines Gateways „übersetzt” zu werden. Es erübrigt sich außerdem die ständige Aktualisierung des Gateways beziehungsweise der Kommunikationseinheit aufgrund neuer Funktionalitäten beziehungsweise neuer Nachrichten. Über das Internet kann das Haushaltsgerät auch direkt mit dem Energieanbieter kommunizieren und beispielsweise die Informationen über Energiepreise empfangen, ohne dass ein zusätzlicher intelligenter Stromzähler mit einem Gateway eingesetzt werden muss. Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts ist beispielsweise folgendes Szenario sinnvoll möglich: Eine Waschmaschine sowie ein Wäschetrockner stehen im Keller eines Hauses. Beide Haushaltsgeräte verfügen über jeweils eine Kommunikationseinheit, welche zur Kommunikation nach dem Internet-Protokoll ausgebildet ist und somit direkt an das Internet angeschlossen ist, gegebenenfalls auch über einen Internet-Router (zum Beispiel WLAN). Der Hauseigentümer hat seine Waschmaschine und seinen Wäschetrockner im Internet angemeldet – etwa beim Gerätehersteller – und bestimmte Funktionen konfiguriert. Der Hauseigentümer hat bereits seine Waschmaschine gestartet und befindet sich nun im ersten Obergeschoss, er kann somit nicht hören, ob der Waschprozess der Waschmaschine abgeschlossen wurde oder nicht. Nun ist der Waschprozess abgeschlossen. Die Waschmaschine – und genauer gesagt ihre Kommunikationseinheit – sendet über das Internet Daten an einen Host-Server (Appliance Management Server) des Geräteherstellers; diese Daten beinhalten Informationen darüber, dass der Waschprozess bereits vollständig und ordnungsgemäß abgeschlossen wurde. Gleichzeitig liefert die Waschmaschine weitere Daten, und zwar mit Informationen über das Gewicht der Wäschestücke, das abgeschlossene Waschprogramm, über die Betriebstemperatur, die Schleuderdrehzahl sowie die Restfeuchte der Wäschestücke. Der Host-Server leitet diese Daten an den Wäschetrockner weiter, nämlich direkt über das Internet. Der Wäschetrockner antwortet dem Host-Server, dass er gerade nicht in. Betrieb ist und die mitgeteilte Wäschemenge mit einem einzigen Trocknungsprozess getrocknet werden kann sowie wie lange dieser Trocknungsprozess voraussichtlich dauern wird. Die von der Waschmaschine und/oder vom Wäschetrockner gelieferten Informationen kann der Host-Server auch an ein Kommunikationsgerät des Hauseigentümers weiterleiten, nämlich beispielsweise an ein Mobiltelefon, einen PC oder aber ein Laptop. Mit seinem Kommunikationsgerät kann der Hauseigentümer Nachrichten an den Wäschetrockner – via Host-Server – übermitteln, dass und gegebenenfalls wann sich der Wäschetrockner auf den Trocknungsprozess einstellen soll. Der Hauseigentümer kann nun in den Keller gehen und die Wäsche in den Wäschetrockner legen, und er braucht lediglich den Trocknungsprozess freigeben.
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Unter einem Haushaltsgerät wird vorliegend ein Gerät verstanden, welches zur Haushaltsführung eingesetzt wird. Das kann beispielsweise ein Haushaltsgroßgerät sein, wie beispielsweise eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner, eine Geschirrspülmaschine, ein Gargerät, eine Dunstabzugshaube, ein Kältegerät, wie z. B. eine Kühl-Gefrierkombination oder ein Klimagerät. Dies kann aber auch ein Haushaltskleingerät sein, wie beispielsweise ein Kaffeevollautomat oder eine Küchenmaschine. Insbesondere wird unter dem Haushaltsgerät ein programmgesteuertes Gerät verstanden, dessen Betriebsprozesse gemäß abgelegten Betriebsprogrammen durchgeführt werden. Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn das Haushaltsgerät ein Haushaltsgroßgerät ist, nämlich insbesondere ein Gerät zur Pflege von Wäschestücken oder ein Gerät zur Zubereitung von Lebensmitteln oder ein Gerät zur gekühlten Lagerung von Lebensmitteln oder aber eine Geschirrspülmaschine.
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Prinzipiell kann die Kommunikationseinheit des Haushaltsgeräts eine Schnittstelle aufweisen, über welche die Kommunikationseinheit an ein lokales Computernetzwerk (LAN) und hierdurch an das Internet angeschlossen werden kann. Diese Schnittstelle kann zum drahtgebundenen Aussenden und Empfangen der nach dem Internet-Protokoll erzeugten Daten ausgebildet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform wird jedoch eine Schnittstelle eingesetzt, welche zum drahtlosen Aussenden und Empfangen der Daten ausgebildet ist (zum Beispiel WiFi). Es erübrigt sich somit der Einsatz eines Kabels, und das Haushaltsgerät kann prinzipiell an einer beliebigen Stelle im Haushalt positioniert werden.
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Besonders bevorzugt ist die Kommunikationseinheit dazu ausgelegt, gemäß dem Internet-Protokoll mit einem anderen Haushaltsgerät und/oder mit einem Host-Server – insbesondere eines Geräteherstellers – zu kommunizieren. Dies bedeutet, dass die Kommunikationseinheit direkt über das Internet einerseits Daten an ein anderes Haushaltsgerät und/oder den Host-Server übermitteln und andererseits auch Daten von einem anderen Haushaltsgerät und/oder dem Host-Server empfangen kann. Somit kann sich das Haushaltsgerät mit anderen Haushaltsgeräten im Hinblick auf die Durchführung der jeweiligen Betriebsprozesse „absprechen”, und es wird das oben beschriebene Szenario ermöglicht. Es kann auch vorgesehen sein, dass – wie oben bereits ausgeführt – die Kommunikationseinheit die Daten zunächst an den Host-Server überträgt und diese Daten dann vom Host-Server an ein anderes Haushaltsgerät weitergeleitet werden. Somit kann der Host-Server der Geräteherstellers die Kommunikation zwischen zwei Haushaltsgeräten koordinieren und gegebenenfalls auch mit einem Kommunikationsgerät des Benutzers kommunizieren. Diese Ausführungsform ermöglicht auch die Übertragung von gerätespezifischen Daten an den Gerätehersteller beziehungsweise einen Kundendienst. So kann das Haushaltsgerät direkt über das Internet beispielsweise Daten an den Host-Server übertragen, die Informationen über jeweilige Zustände der elektrischen Verbraucher beziehungsweise unterschiedlichster Komponenten des Haushaltsgerätes beinhalten. Das Haushaltsgerät kann über das Internet auch neue Softwareprogramme empfangen, sodass die zur Verfügung stehenden Betriebsprogramme des Haushaltsgerätes direkt über das Internet aktualisiert werden können.
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Wie bereits ausgeführt kann sich das Haushaltsgerät mit anderen Haushaltsgeräten in Bezug auf die auszuführenden Betriebsprozesse absprechen. So kann die Kommunikationseinheit an das externe Gerät (etwa ein anderes Haushaltsgerät) direkt über das Internet – gegebenenfalls auch unter Vermittlung des Host-Servers – Daten übertragen, welche Information über einen Betriebsprozess des Haushaltsgeräts beinhalten, nämlich insbesondere Informationen in Bezug auf einen bereits abgeschlossenen Betriebsprozess und/oder in Bezug auf einen zukünftigen Betriebsprozess des Haushaltsgeräts. Also kann das Haushaltsgerät das andere Gerät über seinen abgeschlossen und/oder zukünftigen Betriebsprozess informieren, und das andere Gerät kann in Abhängigkeit von diesen Informationen seinen Betrieb entsprechend anpassen beziehungsweise bestimme Einstellungen unterschiedlichster Betriebsparameter für einen nachfolgenden Betriebsprozess vornehmen. Beispielsweise kann die Kommunikationseinheit das andere Haushaltsgerät (Wäschetrockner) darüber informieren, dass ein Waschprozess abgeschlossen wurde und sich der Wäschetrockner auf einen Trocknungsprozess vorbereiten soll. Zum Beispiel kann hier an den Wäschetrockner die Information über das Gewicht der Wäschestücke und einen Feuchtigkeitsgrad der Wäschestücke übermittelt werden, sodass der Wäschetrockner die Zeitdauer des zukünftigen Trocknungsprozesses einschätzen und gegebenenfalls dem Benutzer – zum Beispiel über den Host-Server – mitteilen kann.
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Also kann das Haushaltsgerät eine Waschmaschine sein. Dann kann die Kommunikationseinheit nach Abschluss eines Waschprozesses an das externe Gerät (zum Beispiel Wäschetrockner) Daten über das Internet übertragen, welche zumindest eine der folgenden Informationen beinhalten:
- – eine Information über das Gewischt der gewaschenen Wäschestücke und/oder
- – eine Information über das abgeschlossene Waschprogramm – zum Beispiel „Koch/Bunt” oder „Intensiv” oder „Hemden” oder „Pflegeleicht” – und/oder
- – eine Information über eine Betriebstemperatur, also die Temperatur, bei welcher die Wäschestücke gewaschen wurden, und/oder
- – eine Information über die Schleuderdrehzahl und/oder
- – eine Information über eine Restfeuchte der Wäschestücke, das heißt den Feuchtigkeitsgrad der Wäschestücke nach dem Waschprozess.
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Auf diese Weise wird das andere Gerät – insbesondere der Wäschetrockner – über den abgeschlossen Waschprozess der Waschmaschine informiert und kann bestimmte Einstellungen für einen zukünftigen Betriebsprozess – insbesondere Trocknungsprozess – vornehmen, bevor der Benutzer die Wäschestücke aus der Wäschetrommel der Waschmaschine entnimmt und in den Wäschetrockner legt.
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Die Kommunikationseinheit kann über das Internet auch Daten an das andere Gerät übertragen, welche Informationen über die Möglichkeit des Startens eines zukünftigen Betriebsprozesses und/oder über eine voraussichtliche Zeitdauer des zukünftigen Betriebsprozesses beinhalten. Bei dieser Ausführungsform erweist sich als vorteilhaft, wenn das Haushaltsgerät ein Wäschetrockner ist, während das andere beziehungsweise externe Gerät ein Host-Server ist. Der Wäschetrockner kann nämlich in Abhängigkeit der Restfeuchte der Wäschestücke die Zeitdauer des zukünftigen Betriebsprozesses bestimmen und dem Host-Server mitteilen, welcher dann diese Information an den Benutzer weiterleiten kann. Der Wäschetrockner kann auch an den Host-Server eine Information übermitteln, dass der Wäschetrockner bereit zum Durchführen eines Trocknungsprozesses ist und somit der Trocknungsprozess gestartet werden kann. Übermittelt nun der Host-Server diese Bereitschaftsinformation an den Benutzer, so kann der Benutzer in den Keller gehen und die Wäschestücke in den Wäschetrockner legen sowie den Trocknungsprozess freigeben.
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Die Kommunikationseinheit kann über das Internet auch Steuerdaten empfangen und in. Abhängigkeit von den Steuerdaten Steuersignale an eine Komponente des Haushaltsgeräts abgeben. Dies kann beispielsweise derart erfolgen, dass der Benutzer mit Hilfe seines Kommunikationsgerätes Steuerdaten an den Host-Server sendet und der Host-Server dann diese Steuerdaten an das Haushaltsgerät weiterleitet. Auf die Weise wird ermöglicht, das Haushaltsgerät von einem entfernten ort aus zu steuern; der Benutzer braucht nicht in den Keller zu gehen und kann das Haushaltsgerät beispielsweise vom ersten Obergeschoss aus steuern, nämlich beispielsweise mithilfe seines Mobiltelefons.
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Darüber hinaus wird erfindungsgemäß ein System bereitgestellt, welches ein Haushaltsgerät sowie ein weiteres Gerät umfasst, wobei das Haushaltsgerät und das weitere Gerät jeweils eine Kommunikationseinheit beinhalten, die zur Kommunikation miteinander ausgebildet sind. Die Kommunikationseinheiten können miteinander gemäß dem Internet-Protokoll kommunizieren.
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Die mit Bezug auf das erfindungsgemäße Haushaltsgerät vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße System und umgekehrt.
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Bei dem System kann das weitere Gerät ein Haushaltsgerät oder ein Host-Server sein.
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Von der Kommunikationseinheit des Haushaltsgerätes können an die Kommunikationseinheit des weiteren Gerätes Daten über das Internet übertragen werden, welche Informationen in Bezug auf einen Betriebsprozess des Haushaltsgerätes beinhalten, insbesondere in Bezug auf einen abgeschlossen Betriebsprozess und/oder in Bezug auf einen zukünftigen Betriebsprozess.
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Das Haushaltsgerät kann eine Waschmaschine sein, bei welcher nach Abschluss eines Waschprozesses von der Kommunikationseinheit der Waschmaschine an die Kommunikationseinheit des weiteren Gerätes Daten übertragen werden, die Informationen über ein Gewicht von Wäschestücken und/oder über ein Waschprogramm und/oder über eine Betriebstemperatur und/oder über eine Schleuderdrehzahl und/oder über eine Restfeuchte der Wäschestücke beinhalten.
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Bei dem System kann vorgesehen sein, dass von der Kommunikationseinheit des Haushaltsgeräts an die Kommunikationseinheit des weiteren Gerätes Daten über das Internet übertragen werden, die Informationen über die Möglichkeit des Startens des zukünftigen Betriebsprozesses und/oder über eine voraussichtliche Zeitdauer des zukünftigen Betriebsprozesses beinhalten. Hier kann das weitere Gerät ein Host-Server sein.
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Von der Kommunikationseinheit des weiteren Gerätes können an die Kommunikationseinheit des Haushaltsgerätes Steuerdaten über das Internet übertragen werden, und die Kommunikationseinheit kann in Abhängigkeit von den Steuerdaten Steuersignale an eine Komponente des Haushaltsgerätes abgeben.
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Ein erfindungsgemäßes Verfahren dient zum Ermöglichen einer Kommunikation zwischen einem Haushaltsgerät, welches eine Kommunikationseinheit umfasst, und einem weiteren Gerät. Mittels der Kommunikationseinheit werden Daten gemäß dem Internet-Protokoll bereitgestellt und an das weitere Gerät übertragen sowie nach dem Internet-Protokoll erzeugte Daten empfangen.
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Die mit Bezug auf das erfindungsgemäße Haushaltsgerät sowie das erfindungsgemäße System vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße Verfahren.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalkombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder aber in Alleinstellung verwendbar.
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Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, wie auch unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
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Es zeigen:
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1 in schematischer Darstellung ein System gemäß dem Stand der Technik;
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2 in schematischer Darstellung ein Haushaltsgerät gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; und
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3 in schematischer Darstellung ein System gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
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Ein in 2 dargestelltes Haushaltsgerät 30 kann beispielsweise ein Haushaltsgroßgerät sein, etwa ein Gerät zur Pflege von Wäschestücken oder ein Gerät zur Zubereitung von Lebensmitteln oder eine Geschirrspülmaschine. Das Haushaltsgerät 30 beinhaltet eine Kommunikationseinheit 31, welche zur Kommunikation mit anderen Haushaltsgeräten und mit einem Host-Server ausgebildet ist. Die Kommunikationseinheit 31 kommuniziert dabei nach dem Internet-Protokoll (IP) und kann somit Daten gemäß dem Internet-Protokoll erzeugen sowie nach diesem Internet-Protokoll bereitgestellte Daten empfangen und verarbeiten. Dies bedeutet, dass das Haushaltsgerät 30 direkt an das Internet angeschlossen werden kann, gegebenenfalls auch über einen Internet-Router. Es ist somit kein Gateway erforderlich, welches im Stand der Technik zur Übersetzung der Kommunikationsprotokolle zweier unterscherschiedlicher Netzwerke eingesetzt werden muss. Die Kommunikationseinheit 31 weißt eine Schnittstelle 32 auf, über welche die Kommunikationseinheit 31 an das Internet angebunden werden kann. Diese Schnittstelle 32 kann beispielsweise eine drahtlose Schnittstelle (zum Beispiel WLAN beziehungsweise WiFi) oder aber eine drahtgebundene Schnittstelle sein (zum Beispiel Koaxialkabel, Powerline oder CAT-Kabel). Die Kommunikationseinheit 31 ist innerhalb des Haushaltsgerätes 30 auch mit einer Steuereinrichtung 33 des Haushaltsgerätes 30 elektrisch gekoppelt und kann mit dieser kommunizieren. Die Steuereinrichtung 33 kann beispielsweise einen Mikrocontroller, einen digitalen Signalprozessor sowie einen Speicher beinhalten. Die Steuereinrichtung 33 kann eine zentrale Steuereinheit des Haushaltsgerätes 30 sein, welche die Betriebsprozesse des Haushaltsgerätes 30 steuert, nämlich gemäß abgelegten Betriebsprogrammen. Es ist also die Steuereinrichtung 33, welche über die Kommunikationseinheit 31 mit anderen Haushaltsgeräten 30 beziehungsweise dem Host-Server kommuniziert.
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Die Steuereinrichtung 33 stellt eine Komponente des Haushaltsgerätes 30 dar und kann auch andere Komponenten des Haushaltsgerätes 30 ansteuern, etwa einen elektrischen Verbraucher 34. Bei dem elektrischen Verbraucher 34 kann es sich beispielsweise um einen elektrischen Antriebsmotor, insbesondere zum Antreiben einer Wäschetrommel, und/oder um eine Pumpe und/oder um ein Heizelement handeln.
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Das Haushaltsgerät 30, wie es in 2 dargestellt ist, kann nun an ein lokales Computernetzwerk in einem Haushalt angeschlossen werden, und somit an das Internet. In 3 ist dabei ein System 35 gezeigt, welches zwei intelligente Haushaltsgeräte 30a, 30b aufweist, die nun – im Gegensatz zum Stand der Technik gemäß 1 – an das lokale Computernetzwerk LAN angeschlossen sind. Die anderen in 3 dargestellten Komponenten entsprechen im Wesentlich denen gemäß 1. Der Unterschied zum Stand der Technik gemäß 1 besteht also darin, dass die Haushaltsgeräte 30a, 30b an das lokale Computernetzwerk LAN angeschlossen sind, und nicht etwa an das Energienetzwerk 6.
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Die Haushaltsgeräte 30a, 30b beinhalten jeweils eine Kommunikationseinheit 31a, 31b, wie sie bereits mit Bezug auf 2 beschrieben wurde. Die Haushaltsgeräte 30a, 30b können also gemäß dem Internet-Protokoll kommunizieren, und zwar mit dem Host-Server 17 des Geräteherstellers. Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass über den Host-Server 17 die Haushaltsgeräte 30a, 30b miteinander kommunizieren. Dies bedeutet, dass die Kommunikation zwischen den Haushaltsgeräten 30a, 30b unter Vermittlung des Host-Servers 17 erfolgt; der Host-Server 17 empfängt Daten von einem der Haushaltsgeräte 30a, 30b und leitet diese Daten weiter an das jeweils andere Haushaltsgerät 30a, 30b. Optional können die Haushaltsgerät 30a, 30b über das Gateway 11 mit dem Energienetzwerk 6 und hierdurch mit dem intelligenten Stromzähler 7 und/oder mit dem Stromnetz 9 kommunizieren.
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Ist das erste Haushaltsgerät 30a eine Waschmaschine und das zweite Haushaltsgerät 30b ein Wäschetrockner, so kann folgender Kommunikationsverlauf zwischen den beiden Haushaltsgeräten 30a, 30b implementiert werden:
Die beiden Haushaltsgeräte 30a, 30b stehen im Keller eines Hauses, wobei der Benutzer die beiden Haushaltsgeräte 30a, 30b im Internet angemeldet hat, nämlich beim Gerätehersteller. Jedem der Haushaltsgeräte 30a, 30b kann hier eine gerätespezifische IP-Adresse zugeteilt werden, welche dem Host-Server 17 bekannt ist. Beim Host-Server 17 sind somit Informationen über die beiden Haushaltsgeräte 30a, 30b abgespeichert, und zwar insbesondere die jeweiligen IP-Adressen. Zu der jeweiligen IP-Adresse sind beim Host-Server 17 auch weitere gerätespezifische Informationen abgelegt, beispielsweise der Typ des Haushaltsgerätes und dergleichen.
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Nun startet der Benutzer die Waschmaschine 30a, sodass ein Waschprozess der Waschmaschine 30a durchgeführt wird. Der Benutzer befindet sich beispielsweise im ersten Obergeschoss des Hauses und kann nicht beurteilen, ob der Waschvorgang abgeschlossen wurde oder nicht.
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Nun wird die Waschmaschine 30a fertig. Der Waschprozess ist abgeschlossen. Die Waschmaschine 30a sendet Daten über das Internet 15 an den Host-Server 17, sodass dieser über den Abschluss des Waschprozesses informiert wird. Gleichzeitig sendet die Waschmaschine 30a Daten an den Host-Server 17, welche Informationen über folgende Parameter beinhalten: über das Wäschegewicht, über das abgeschlossene Waschprogramm, über die Temperatur, über die Schleuderdrehzahl sowie über die Restfeuchte der Wäschestücke. Der Host-Server 17 leitet all diese Daten an den Wäschetrockner 30b weiter. Der Wäschetrockner 30b berechnet nun in Abhängigkeit von den empfangenen Daten die voraussichtliche Zeitdauer eines Trocknungsprozesses, in welchem die Wäschestücke vollständig getrocknet werden können. Der Wäschetrockner 30b übermittelt nun Daten an den Host-Server 17, welche einerseits die Bereitschaft des Wäschetrockners 30b zum Durchführen des Trocknungsprozesses anzeigen und andererseits auch Information über die voraussichtliche Zeitdauer des zukünftigen. Trocknungsprozesses beinhalten.
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Der Host-Server 17 übermittelt nun über das Internet 15 und das mobile Netzwerk 19 Daten an das Mobiltelefon 18 des Benutzers und informiert somit den Benutzer darüber, dass der Waschprozess abgeschlossen wurde und der Trocknungsprozess gestartet werden kann. Mit Hilfe des Mobiltelefons 18 kann der Benutzer – über das mobile Netzwerk 19, den Host-Server 17 und das Internet 15 – dem Wäschetrockner 30b mitteilen, dass dieser bestimmte Voreinstellungen im Hinblick auf den durchzuführenden Trocknungsprozess vornehmen soll. Und zwar kann der Benutzer mit Hilfe seines Mobiltelefons 18 die Zeitdauer des Trocknungsprozesses verändern, indem er die Betriebstemperatur des Wäschetrockners 30b einstellt.
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Der Benutzer kann nun in den Keller gehen und die Wäschestücke in die Wäschetrommel des Wäschetrockners 30b legen. Der Benutzer braucht lediglich den Trocknungsprozess zu starten, ohne dass die Parameter des Trocknungsprozesses eingestellt werden müssen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Haushalt
- 2
- Klimaanlage
- 3
- Thermostat
- 4, 5
- intelligente Haushaltsgeräte
- 6
- Energienetzwerk
- 7
- Stromzähler
- 8
- Energie-Gateway
- 9
- Stromnetz
- 10
- Pfeildarstellung
- 11
- Gateway
- 12
- Laptop
- 13
- PC
- 14
- Internet-Router
- 15
- Internet
- 16
- Pfeildarstellung
- 17
- Host-Server
- 18
- Mobiltelefon
- 19
- Mobilfunknetzwerk
- 20
- gestrichelte Linie
- 30, 30a, 30b
- Haushaltsgeräte
- 31, 31a, 31b
- Kommunikationseinheiten
- 32
- Schnittstelle
- 33
- Steuereinrichtung
- 34
- Verbraucher
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2007/060059 A1 [0005]
- DE 102005020519 A1 [0006]
- EP 1367685 A1 [0007]