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DE102009034242A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs Download PDF

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Publication number
DE102009034242A1
DE102009034242A1 DE200910034242 DE102009034242A DE102009034242A1 DE 102009034242 A1 DE102009034242 A1 DE 102009034242A1 DE 200910034242 DE200910034242 DE 200910034242 DE 102009034242 A DE102009034242 A DE 102009034242A DE 102009034242 A1 DE102009034242 A1 DE 102009034242A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
test
output signal
controller
rule
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE200910034242
Other languages
English (en)
Inventor
Martin Wagener
Carsten Krömke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
Priority to DE200910034242 priority Critical patent/DE102009034242A1/de
Publication of DE102009034242A1 publication Critical patent/DE102009034242A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B23/00Testing or monitoring of control systems or parts thereof
    • G05B23/02Electric testing or monitoring
    • G05B23/0205Electric testing or monitoring by means of a monitoring system capable of detecting and responding to faults
    • G05B23/0218Electric testing or monitoring by means of a monitoring system capable of detecting and responding to faults characterised by the fault detection method dealing with either existing or incipient faults
    • G05B23/0256Electric testing or monitoring by means of a monitoring system capable of detecting and responding to faults characterised by the fault detection method dealing with either existing or incipient faults injecting test signals and analyzing monitored process response, e.g. injecting the test signal while interrupting the normal operation of the monitored system; superimposing the test signal onto a control signal during normal operation of the monitored system

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Testing And Monitoring For Control Systems (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Prüfen eines Steuergeräts (2) eines Fahrzeugs bereits. Bei dem Verfahren wird mindestens eine Regel (9) bereitgestellt, welche geeignet ist, nur in Abhängigkeit von einem Ausgangssignal (7) des Steuergeräts (2) zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet. Weiterhin wird bei dem Verfahren ein Testsignal (4) für das Steuergerät (2) erzeugt und das Testsignal (4) dem Steuergerät (2) zugeführt. Weiterhin wird das Ausgangssignal (7) des Steuergeräts (2) erfasst und die mindestens eine Regel (9) nur auf das erfasste Ausgangssignal (7) automatisch angewendet, um zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Prüfvorrichtung zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs.
  • In modernen Fahrzeugen, wie z. B. Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen, werden eine Vielzahl von Steuergeräten verbaut, welche in zunehmendem Maße komplexere Steuervorgänge übernehmen. Dementsprechend wird es immer schwieriger, bei einem Test eines derartigen Steuergeräts eine korrekte Funktionsweise sicherzustellen und ein unerwünschtes Verhalten des Steuergerätes unter bestimmten Situationen aufzudecken. Bei bisher bekannten Tests von Steuergeräten werden einzelne Funktionen unter Laborbedingungen überprüft. Dabei wird häufig die reale Beanspruchung, wie sie in einem späteren Betrieb des Steuergeräts im Fahrzeug auftreten kann, nicht erreicht. Ein unerwünschtes Verhalten des Steuergerätes als Resultat innerer Abhängigkeiten kann daher nicht zuverlässig gefunden werden. Daher werden neben diesen klassischen Tests Erprobungsfahrten durchgeführt, welche jedoch mit erheblichen Kosten verbunden sind, eine Reproduzierbarkeit eines Fehlers nur schwer ermöglichen und keine genaue Beobachtung des einzelnen Steuergeräts ermöglichen.
  • In dem Stand der Technik sind daher weitere verbesserte Verfahren zum Testen von Steuergeräten bekannt.
  • Die DE 10 2006 053 130 A1 betrifft beispielsweise ein Verfahren zum Testen eines Steuergeräts unter Verwendung von Software, die zumindest teilweise einen projektspezifischen Programmteil umfasst und ausgehend von einer Softwareumgebung, die projektunabhängig in einem Startblock des Steuergeräts vorgesehen ist, zugänglich gemacht wird. Die ausgehend von dem Startblock zugängliche Software und somit der insbesondere projektspezifische Programmteil kann aus dem Startblock aufgerufen werden. Damit ist es nunmehr auch möglich, Test mit dynamisch ladbaren Testprogrammen zu realisieren, die auch wesentliche Teile des projektspezifischen Programmteils zur Testdurchführung verwenden. Dadurch können zwar innere Zustände des Steuergerätes gezielter überprüft werden, eine reale Beanspruchung wird jedoch nicht erreicht.
  • Die US 2007/0061781 A1 betrifft ein stochastisches Testen von Software, wobei das stochastische Testen von einer statischen Testautomatisierung gesteuert wird. Die Befehle des statischen Tests sind fest und betätigen die Software oder stellen Eingaben für die Software bereit, wodurch die zu testende Software in unterschiedliche Zustände gebracht wird. Wenn die zu testende Software in einem speziellen Zustand ist, wird optional ein stochastischer Test auf die Software angewendet. Der stochastische Test untersucht ziellos den Betrieb der Software ausgehend von dem speziellen Zustand. Der stochastische Test kann mit Hilfe eines Modells durchgeführt werden, welches alle oder einen Teil der zu testenden Software darstellt. Der stochastische Test wählt zufällig aus allen möglichen Vorgängen, welche in dem Modell definiert sind, aus. Da der stochastische Test die funktionalen Aspekte der zu testenden Software versteht, können funktionale Fehler in der zu testenden Software erfasst werden. Ein Problem bei dieser Art des Testens ist, dass ein entsprechendes Modell vorhanden sein muss, um bei der Anwendung der zufälligen Tests auf den Prüfling eine Möglichkeit zu bieten, durch Vergleich der Ausgaben des Prüflings und des Modells festzustellen, ob der Prüfling vorschriftsmäßig arbeitet.
  • In der Veröffentlichung „Effizienter und effektiver automatisierter Steuergeräte- und Softwaretest durch stochastische Testvektoren" von B. Wigger und J. Seekircher, VDI Berichte Nr. 1789, 2003, Seiten 285–297 wird ein Testverfahren für Steuergeräte offenbart. Bei dem Verfahren wird ein automatisierter Test mit stochastischen Testvektoren unter Verwendung eines Handware-in-the-Loop-Simulators durchgeführt. Bei der Handware-in-the-Loop-Simulation werden Sensoren und Aktoren durch Signalgeneratoren und Lasten ersetzt, deren Verhalten durch ein mathematisches Modell gesteuert wird, während das zu testende Steuergerät als eine reale Komponente in den Regelkreis integriert ist. Der Handware-in-the-Loop-Simulator kann beispielsweise mit Hilfe eines Random-Test-Generators eine zufällige Ansteuerung des Steuergeräts durchführen. Zur Durchführung eines Testlaufs müssen dazu alle nötigen Informationen über Sollwerte und Reaktionszeiten in Form von Skriptdateien vorliegen, welche der Handware-in-the-Loop-Simulator überwacht. Dadurch ergibt sich auch bei diesem Testverfahren ein sehr hoher Aufwand für die Erstellung der Skriptdateien, in welchen die Sollwerte und Reaktionszeiten enthalten sind.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein verbessertes Verfahren zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs bereitzustellen, welches eine hohe Testabdeckung ermöglicht, die einer realen Beanspruchung entspricht, und zusätzlich kostengünstig und ohne hohen Vorbereitungsaufwand, wie z. B. dem Erstellen von Skriptdateien, durchführbar ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs nach Anspruch 1 und eine Prüfvorrichtung zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs nach Anspruch 11 gelöst. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs bereitgestellt. Bei dem Verfahren wird ein Testsignal für das Steuergerät erzeugt, das Testsignal als Eingangssignal dem Steuergerät zugeführt und ein Ausgangssignal des Steuergeräts erfasst. Dann wird auf das erfasste Ausgangssignal eine Regel angewendet, welche geeignet ist, zu bestimmen, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet oder nicht. Die Regel ist derart definiert, dass sie zur Bestimmung, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet oder nicht, nur das Ausgangssignal des Steuergeräts auswertet.
  • Regeln für ein derartiges Verfahren sind beispielsweise Regeln, welche dazu dienen können, ganz allgemein ein erwünschtes von einem unerwünschten Ausgangsverhalten des Steuergeräts zu unterscheiden. Wenn das Steuergerät beispielsweise ein Steuergerät zum Ansteuern von Blinkerleuchten des Fahrzeugs ist, können derartige Regeln beispielsweise festlegen, dass das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet, wenn die vordere linke Blinkerleuchte und die hintere linke Blinkerleuchte gleichzeitig ein- oder ausgeschaltet werden, wenn die vordere rechte Blinkerleuchte und die hintere rechte Blinkerleuchte gleichzeitig ein- oder ausgeschaltet werden, oder wenn alle vier Blinkerleuchten gleichzeitig ein- oder ausgeschaltet werden. Bei allen anderen Kombinationen, beispielsweise wenn drei Blinkerleuchten gleichzeitig ein- oder ausgeschaltet werden oder nur eine Blinkerleuchte ein- oder ausgeschaltet wird, bestimmt die Regel hingegen, dass das Steuergerät nicht ordnungsgemäß arbeitet. Die Regel kann unabhängig von den Eingangssignalen des Steuergeräts angewendet werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Steuergerät beispielsweise ein Steuergerät zur Ansteuerung verschiedenster Leuchten des Fahrzeugs ist, z. B. zum Ansteuern der Blinkerleuchten, der Bremsleuchten, des Standlichts, der Innenbeleuchtung, der Leuchten im Armaturenbrett usw. In diesem Fall weist das Steuergerät üblicherweise eine Vielzahl von Eingängen und Ausgängen auf. Mit Hilfe des oben beschriebenen Verfahrens kann eine grundlegende Prüfung des Steuergeräts durchgeführt werden, ohne dass für jedes angelegte Eingangssignal oder für jede Folge von angelegten Eingangssignalen ein entsprechendes Soll-Ausgangssignal definiert wird, welches dann in Abhängigkeit der Eingangssignale und der Ausgangssignale des Steuergeräts überprüft wird. Dadurch kann der Test des Steuergeräts erheblich vereinfacht werden und eine erheblich größere Anzahl von unterschiedlichen Eingangssignalen zum Testen des Steuergeräts verwendet werden, ohne dass eine entsprechend große Anzahl von Soll-Ausgangssignalen bereitgestellt werden muss. Insbesondere wenn das Steuergerät intern mit Zustandsmaschinen arbeitet, wodurch die Ausgangssignale nicht nur von den aktuellen Eingangssignalen sondern auch von einer Historie der Eingangssignale abhängen (Beispiel: Blinkerleuchten), ist das erfindungsgemäße Verfahren besonders einfach verwendbar.
  • Das Ausgangssignal kann mehrere Einzelausgangssignale umfassen, welche jeweils zeitlich veränderliche Pegel aufweisen. Ebenso können das Eingangssignal und das Testsignal jeweils mehrere Einzeleingangssignale bzw. Einzeltestsignale umfassen, welche jeweils zeitlich veränderliche Pegel aufweisen. Eine Regel zur Bestimmung, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet oder nicht, kann ein Signalmuster einer Kombination der Einzelausgangssignale auswerten oder einen zeitlichen Verlauf eines einzelnen Einzelausgangssignals oder einen zeitlichen Verlauf von Kombinationen der mehreren Einzelausgangssignale überprüfen. Durch die Überprüfung von zeitlichen Abläufen an den Einzelausgangssignalen können auch Steuergeräte mit internen Zustandsmaschinen zuverlässig und einfach überprüft werden.
  • Gemäß einer Ausführungsform wird das Testsignal zufällig erzeugt. Die zufällige Erzeugung kann beispielsweise mit Hilfe eines Pseudozufallsgenerators durchgeführt werden, welcher mit einem bekannten Startwert initialisiert wird. Durch Verwenden von pseudozufälligen Testsignalen ist eine Reproduzierbarkeit der Tests sichergestellt.
  • Das Testsignal kann ferner unter Berücksichtigung einer vorbestimmten Wahrscheinlichkeitsverteilung erzeugt werden. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung kann beispielsweise derart die zufällige Erzeugung beeinflussen, dass Testsignale, welche in einem normalen Betrieb des Steuergeräts häufig auftreten, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erzeugt werden, und dass Testsignale, welche im normalen Betrieb des Steuergeräts nur selten oder äußerst unwahrscheinlich auftreten, mit einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit erzeugt werden. Dies soll am Bespiel des oben genannten Steuergeräts für die Ansteuerung von Blinkerleuchten verdeutlicht werden: Eingangssignale für das Steuergerät sind beispielsweise eine Betätigung des Blinkerhebels nach Rechts, eine Betätigung des Blinkerhebels nach Links, ein Betätigen des Warnblinkschalters sowie ein Öffnen oder Verriegeln der Zentralverriegelung des Fahrzeugs. Häufigste Testsignale sollten in diesem Fall beispielsweise die Betätigungen des Blinkerhebels nach Rechts oder Links sein. Ebenfalls verhältnismäßig häufig sollte eine Betätigung der Zentralverriegelung oder des Warnblinkschalters sein. Eine gleichzeitige Betätigung von Zentralverriegelung und Warnblinkschalter ist hingegen weniger wahrscheinlich. Ebenso eine gleichzeitige Betätigung von Blinkerhebel und Warnblinkschalter. Noch weniger wahrscheinlich und daher von der Wahrscheinlichkeitsverteilung nur sehr gering zu berücksichtigen, ist der Fall, dass der Blinkerhebel gleichzeitig nach Rechts und nach Links betätigt wird, was beispielsweise durch einen Defekt im Blinkerhebel oder in den Leitungen zwischen dem Blinkerhebel und dem Steuergerät auftreten könnte.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin ein Bereitstellen von mindestens einer weiteren Regel, welche geeignet ist, in Abhängigkeit des Eingangssignals und des Ausgangssignals des Steuergeräts zu bestimmen, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet. Durch Anwenden der mindestens einen weiteren Regel auf das erfasste Ausgangssignal und das Eingangssignal wird bestimmt, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet. Das Anwenden der mindestens einen weiteren Regel ist insbesondere dann sinnvoll, wenn nach Anwenden der Regel, welche nur in Abhängigkeit des Ausgangssignals bestimmt, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet, bereits eine erste Prüfung des Steuergeräts positiv durchgeführt werden konnte. Durch Anwenden der weiteren Regel auf das Eingangssignal und das Ausgangssignal des Steuergeräts kann eine höhere Testabdeckung erreicht werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens werden eine oder mehrere Testabdeckungsregeln auf das Eingangssignal und/oder das erfasste Ausgangssignal angewendet. Eine Testabdeckungsregel ist in der Lage, in Abhängigkeit von dem Eingangssignal und/oder von dem Ausgangssignal zu bestimmen, ob ein vorbestimmter Zustand des Steuergeräts erreicht wurde. Wenn mit Hilfe einer vorbestimmten Menge oder Anzahl von Testabdeckungsregeln bestimmt wurde, dass eine vorbestimmte Anzahl von vorbestimmten Zuständen des Steuergeräts erreicht wurde, wird die Prüfung des Steuergeräts beendet. Insbesondere wenn die Testsignale für das Steuergerät zufällig erzeugt werden, kann mit Hilfe der Testabdeckungsregeln sichergestellt werden, dass eine vorbestimmte Anzahl oder Menge von vorbestimmten Zuständen des Steuergeräts überprüft wurde. Dadurch kann eine gewünschte Testabdeckung auch mit zufällig gewählten Testsignalen sichergestellt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens werden die Testsignale zusätzlich als Modelleingangssignale einem simulierten Verhaltensmodell des Steuergeräts zugeführt. Mit Hilfe des simulierten Verhaltensmodells kann bestimmt werden, ob ein oder mehrere vorbestimmte Zustände von einer vorbestimmten Menge von vorbestimmten Zuständen in dem Verhaltensmodell und somit auch in dem Steuergerät erreicht wurden. Wenn ein vorbestimmter Anteil oder eine vorbestimmte Menge der vorbestimmten Zustände in dem simulierten Verhaltensmodell erreicht wurde, wird die Prüfung des Steuergeräts beendet. Indem interne Zustände des Verhaltensmodells parallel zum Test des Steuergeräts erfasst werden, sind keine aufwändigen und komplizierten Regeln erforderlich, welche Eingangssignale und Ausgangssignale des Steuergeräts in Beziehung setzen, um eine Testabdeckung des Steuergeräts sicherzustellen.
  • Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird ferner ein Maximumausgangssignal und ein Minimumausgangssignal gebildet. Das Maximumausgangssignal wird gebildet, indem das erfasste Ausgangssignal mit einem gleitenden Fenster, einem sogenannten Latenzintervall, d. h. einem Zeitintervall vorbestimmter Länge, zeitlich verschliffen. Das bedeutet, dass einem Wert des Maximumausgangssignals zu einem bestimmten Zeitpunkt das Maximum des erfassten Ausgangssignals in dem Zeitintervall vorbestimmter Länge vor diesem Zeitpunkt zugeordnet wird. Auf diese Art und Weise wird dem Maximumausgangssignal zu jedem Zeitpunkt ein entsprechender Wert zugeordnet. Ebenso wird das Minimumausgangssignal gebildet, indem einem Wert zu einem Zeitpunkt des Minimumausgangssignals das Minimum des erfassten Ausgangssignals in dem Zeitintervall vorbestimmter Länge vor diesem Zeitpunkt zugeordnet wird. Dann werden die Regeln auf das Maximumausgangssignal und/oder das Minimumausgangssignal angewendet, um zu bestimmen, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet. Durch das Anwenden der Regeln auf das Minimumausgangssignal und/oder das Maximumausgangssignal wird erreicht, dass die Regeln innerhalb eines vorbestimmten zeitlichen Rahmens, d. h. innerhalb des vorbestimmten Latenzintervalls, fehlertolerant gegenüber zeitlich nur geringfügig verschobenen Ausgangssignalen sind. Wenn im oben genannten Beispiel der Ansteuerung der Blinkerleuchten beispielsweise die vordere linke Blinkerleuchte wenige Millisekunden vor der hinteren linken Blinkerleuchte an- oder ausgeschaltet wird, so kann bei geeigneter Anwendung der Regeln auf das Maximumausgangssignal bzw. das Minimumausgangssignal das Verhalten des Steuergeräts dennoch als ordnungsgemäß bewertet werden. Da eine absolute Gleichzeitigkeit von Signalen ohnehin nur theoretisch erreichbar ist, kann gemäß dieser Ausführungsform ein praxisgerechtes Verfahren zur Prüfung des Steuergeräts erreicht werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird bei dem Verfahren ferner ein Maximumeingangssignal und ein Minimumeingangssignal gebildet. Vergleichbar zu dem Maximumausgangssignal und dem Minimumausgangssignal, welche zuvor beschrieben wurden, wird das Maximumeingangssignal gebildet, indem einem Wert des Maximumeingangssignals zu einem Zeitpunkt das Maximum des erfassten Eingangssignals in einem Zeitintervall vorbestimmter Länge vor dem Zeitpunkt zugeordnet wird und einem Wert des Minimumeingangssignals zu einem Zeitpunkt das Minimum des erfassten Eingangssignals in dem Zeitintervall vorbestimmter Länge vor dem Zeitpunkt zugeordnet wird. Die weitere Regel, welche wie zuvor beschrieben auf Eingangssignale und Ausgangssignale angewendet wird, wird nun auf das Maximumausgangssignal, das Minimumausgangssignal, das Maximumeingangssignal und/oder das Minimumeingangssignal angewendet, um zu bestimmen, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet. Wie zuvor beschrieben wird dadurch der Test des Steuergeräts mit Hilfe der weiteren Regel fehlertolerant gegenüber geringfügigen zeitlichen Signalverschiebungen bei den Eingangs- und Ausgangssignalen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird weiterhin eine Prüfvorrichtung bereitgestellt, welche zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs geeignet ist. die Prüfvorrichtung umfasst eine Testsignalerzeugungseinheit, eine Ausgabeeinheit, eine Erfassungseinheit, einen Regelspeicher und eine Verarbeitungseinheit. Die Testsignalerzeugungseinheit dient zum Erzeugen eines Testsignals für das Steuergerät. Die Ausgabeeinheit gibt das Testsignal als Eingangssignal zu dem Steuergerät aus. Die Erfassungseinheit erfasst ein Ausgangssignal des Steuergeräts. In dem Regelspeicher sind Regeln in einer von der Verarbeitungseinheit verarbeitbaren Form gespeichert, welche geeignet sind, nur in Abhängigkeit von dem erfassten Ausgangssignal zu bestimmen, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet oder nicht. Die Verarbeitungseinheit ist derart ausgestaltet, dass sie die Regeln auf das erfasste Ausgangssignal anwendet und somit bestimmt, ob das Steuergerät ordnungsgemäß arbeitet. Die derart ausgestaltete Prüfvorrichtung ist zum Durchführen des zuvor beschriebenen Verfahrens und seiner Ausführungsformen geeignet und umfasst daher die zuvor beschriebenen Vorteile.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen erläutert.
  • 1 zeigt eine Übersichtsdarstellung einer Ausführungsform des Verfahrens zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 2 zeigt ein Blockschaltbild einer Prüfvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit einem Steuergerät.
  • 3 zeigt, wie ein Signal mit einem gleitenden Fenster gemäß der vorliegenden Erfindung zeitlich verschliffen wird.
  • 1 zeigt die Arbeitsweise des Verfahrens gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Um ein Steuergerät 2 auf seine ordnungsgemäße Funktionsweise hin zu überprüfen, werden Testsignale 4 erzeugt. Die Testsignale 4 werden zufällig erzeugt. Dabei werden nicht nur digitale Pegel über der Zeit zufällig verändert, sondern auch analoge Pegel, wie z. B. eine Versorgungsspannung für das Steuergerät oder analoge Messwerte, wie z. B. Messwerte von Temperatursensoren und dergleichen. Um eine Reproduzierbarkeit des Tests sicherzustellen, können die Testsignale beispielsweise mit Hilfe eines Pseudozufallsgenerators ausgehend von einem Startvektor für den Pseudozufallsgenerator erzeugt werden. Bei der Erzeugung der zufälligen Testsignale werden Wahrscheinlichkeitsverteilungen 13 für einzelne Werte der Testsignale oder für Kombinationen von Werten von Testsignalen vorgegeben. Die Wahrscheinlichkeitsverteilungen geben an, wie häufig bestimmte Werte oder bestimmte Kombinationen auftreten sollen. Dadurch können beispielsweise im normalen Gebrauch des Steuergeräts 2 übliche Signalpegel oder Signalpegelkombinationen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit erzeugt werden als im normalen Betrieb des Steuergeräts 2 eher unübliche Pegel oder Kombinationen oder Pegel oder Kombinationen, welche nur in einem Fehlerfall in der Umgebung des Steuergeräts auftreten können. Die Testsignalerzeugung kann beispielsweise mit einem vorbestimmten Takt erzeugt werden, wobei alle Testsignale zu jedem Takt neu erzeugt werden.
  • Die erzeugten Testsignale werden einem Simulator 12 zugeführt, welcher mit dem zu prüfenden Steuergerät 2 gekoppelt ist. Der Simulator 12, ein sogenannter Hardware-in-the-Loop(HIL)-Simulator, simuliert die Funktionsumgebung des Steuergeräts 2. Dazu werden die Ein- und Ausgänge des Steuergeräts 2 mit entsprechenden Aus- und Eingängen des Simulators 12 verbunden. Die Testsignale 4 werden in entsprechende Spannungspegel umgesetzt und den Eingängen des Steuergeräts 2 zugeführt und die Ausgänge des Steuergeräts 2 werden von dem Simulator 12 abgetastet, um Ausgangssignale 7 von dem Steuergerät 2 zu erfassen. Die Ausgangssignale 7 können wiederum digitale oder analoge Signale umfassen. Auf die Ausgangssignale 7 werden dann vorbestimmte Regeln 9 angewendet, um zu bestimmen, ob das Steuergerät 2 ordnungsgemäß arbeitet oder nicht. Das Erfassen und Auswerten der Ausgangssignale des Steuergeräts 2 kann getaktet zu vorbestimmten Zeitschritten durchgeführt werden. Aus der Anwendung der Regeln 9 auf die Ausgangssignale 7 ergibt sich eine Testauswertung 14, welche für jede Regel und zu jedem Zeitschritt eine entsprechende Ausgabe, ob das Steuergerät 2 ordnungsgemäß arbeitet oder nicht, bereitstellt.
  • Das zuvor beschriebene Verfahren wird nachfolgend am Beispiel eines Steuergeräts zum Ansteuern von Blinkleuchten und Bremsleuchten eines Fahrzeugs beispielhaft beschrieben werden. Das Fahrzeug umfasst beispielsweise vier Blinkleuchten und drei Bremsleuchten. Die Blinkleuchten werden in Abhängigkeit von einem Blinkerschalter, einem Warnblinkschalter, einer Zentralverriegelung und einer Diebstahlwarnanlage betätigt. Die Bremsleuchten werden in Abhängigkeit von einem Bremspedalschalter angesteuert. Entsprechende Eingangssignale werden als Testsignale 4 zufällig erzeugt. Dabei werden bevorzugt Signalkombinationen erzeugt, welche im alltäglichen Betrieb des Steuergeräts 2 häufig auftreten. Dies sind beispielsweise eine Betätigung des Bremspedalschalters sowie eine Betätigung des Blinkerschalters nach Rechts oder Links. Eine Wahrscheinlichkeit für die Erzeugung von weniger wahrscheinlichen Eingabesignalkombinationen ist entsprechend geringer. Derartige weniger wahrscheinliche Eingabesignalkombinationen sind beispielsweise eine gleichzeitige Betätigung des Blinkerhebels nach Rechts oder Links zusammen mit einem Signal von der Diebstahlwarnanlage oder der Zentralverriegelung des Fahrzeugs. Ebenfalls weniger wahrscheinlich ist eine gleichzeitige Betätigung des Blinkerhebels nach Rechts und Links. Dennoch werden auch diese weniger wahrscheinlichen Signalkombinationen erzeugt, um eine korrekte Funktionsweise des Steuergeräts 2 auch unter derartigen Betriebsbedingungen sicherzustellen. Die vorgegebenen Regeln 9 umfassen beispielsweise folgende Regeln, um eine ordnungsgemäße Funktionsweise zu bestimmen: entweder sind alle drei Bremsleuchten an oder alle drei Bremsleuchten sind aus. Entweder sind nur die Blinkerleuchten vorne links und hinten links oder nur die Blinkleuchten vorne rechts und hinten rechts oder alle vier Blinkerleuchten an, oder alle Blinkerleuchten sind aus. Alle anderen Bremsleuchtenkombinationen oder Blinkerleuchtenkombinationen werden als fehlerhaft eingestuft. Die Ausgabesignale 7 des Steuergeräts 2 werden mit Hilfe der Regeln 9 überprüft und so die korrekte Funktionsweise des Steuergeräts 2 überprüft. Wenn diese Überprüfung erfolgreich durchgeführt worden ist, können weitere Prüfungen beispielsweise unter zusätzlicher Berücksichtigung der Testsignale 4 mit erweiterten Regeln durchgeführt werden.
  • Bei einem Test des Steuergeräts 2 mit zufällig gewählten Testsignalen ist ein Testende ähnlich wie bei einem Fahrzeugdauerlauf zunächst willkürlich. Um hier ein zuverlässiges Kriterium für ein Testende bereitzustellen, kann das Verfahren ein Anwenden weiterer Regeln, sogenannter Testabdeckungsregeln, umfassen, welche keine Fehler des Steuergeräts 2 anzeigen, sondern welche anzeigen, dass relevante Eingangs- und/oder Ausgangszustände erreicht wurden. Wurden alle dieser Abdeckungsregeln aktiviert oder zumindest ein vorbestimmter Anteil dieser Abdeckungsregeln aktiviert, dann wurden alle relevanten Zustände des Steuergeräts 2 mindestens einmal erreicht. Dies kann als zuverlässiges Testendekriterium verwendet werden. Alternativ kann parallel zu dem Steuergerät 2 ein Verhaltensmodell mit den Testsignalen 4 beaufschlagt werden. Das Testabdeckungsmaß wird dann aus einer Modellmetrik des Verhaltensmodells ermittelt und daraus ein Testendekriterium abgeleitet.
  • 2 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung 1 in Verbindung mit einem zu prüfenden Steuergerät 2 und einer Bedienvorrichtung 11 für die Prüfvorrichtung 1 im Detail. Die Prüfvorrichtung 1 umfasst eine Testsignalerzeugungseinheit 3, eine Ausgabeeinheit 5, eine Erfassungseinheit 6, einen Regelspeicher 8 und eine Verarbeitungseinheit 10. Die Prüfvorrichtung 1 wird über die Bedienvorrichtung 11, welche beispielsweise einen PC oder dergleichen umfassen kann, angesteuert und bedient. Dazu ist die Bedienvorrichtung 11 mit der Verarbeitungseinheit 10 der Prüfvorrichtung 1 gekoppelt. Die Bedienvorrichtung 11 dient beispielsweise zur Eingabe der im Zusammenhang mit 1 erläuterten Regeln 9, der Eingabe der Wahrscheinlichkeitsverteilungen 13 sowie der Darstellung der Testauswertung 14. Die über die Bedienvorrichtung 11 eingegebenen Regeln 9 werden in dem Regelspeicher 8 gespeichert. Die über die Bedienvorrichtung 11 eingegebenen Wahrscheinlichkeitsverteilungen 13 werden von der Verarbeitungseinheit 10 an die Testsignalerzeugungseinheit 3 weitergegeben. Die Testsignalerzeugungseinheit 3 erzeugt in Abhängigkeit von den Wahrscheinlichkeitsverteilungen 13 Testsignale 4, welche über die Ausgabeeinheit 5 an das Steuergerät 2 ausgegeben werden. Optional können die Testsignale 4 auch zusätzlich auch an die Verarbeitungseinheit 10 ausgegeben werden. Das zu überprüfende Steuergerät 2 verarbeitet die eingegebenen Testsignale 4 und gibt in Reaktion darauf Ausgangssignale 7 aus. Diese Ausgangssignale 7 werden von der Erfassungseinheit 6 der Prüfvorrichtung 1 empfangen und an die Verarbeitungseinheit 10 weitergegeben. Die Verarbeitungseinheit 10 überprüft die Ausgangssignale 7 mit Hilfe der Regeln 9 aus dem Regelspeicher 8, um festzustellen, ob das Steuergerät 2 vorschriftsmäßig arbeitet oder nicht. Ergebnisse der Überprüfung der Regeln 9 werden an die Bedienvorrichtung 11 ausgegeben. Die Regeln 9 können zusätzlich auch die zuvor erwähnten Testabdeckungsregeln umfassen, um ein Testende zu bestimmen. Dazu können die Testabdeckungsregeln auf das Ausgangssignal 7 und/oder auf die Testsignale 4 angewendet werden. Für detailliertere Tests des Steuergeräts 2 können die Regeln 9 auch weitere Regeln umfassen, welche nicht nur die Ausgangssignale 7 sondern auch Kombinationen von Testsignalen 4 und Ausgangssignalen 7 überprüfen. Auch derartige weitere Regeln werden von der Verarbeitungseinheit 10 unter Verwendung der Testsignale 4 und der Ausgangssignale 7 ausgewertet.
  • Da insbesondere bei komplexen Steuergeräten unter besonders hohen Belastungen, so genannten Stressbelastungen, Verzögerungen an einzelnen Ausgängen des Steuergeräts auftreten können, kann es vorkommen, dass für sehr kurze Zeiten Signalkombinationen an den Ausgängen des Steuergeräts auftreten, welche nicht den Regeln entsprechen und demzufolge als fehlerhaft identifiziert werden würden. So kann es beispielsweise vorkommen, dass in dem oben genannten Beispiel beispielsweise die dritte Bremsleuchte einen Sekundenbruchteil später als die beiden ersten Bremsleuchten eingeschaltet wird. Werden die Ausgangssignale des Steuergeräts in genau diesem kurzen Augenblick erfasst, zeigen die Regeln ein fehlerhaftes Verhalten des Steuergeräts an. Dies stellt jedoch im tatsächlichen Betrieb des Steuergeräts keinen echten Fehler dar und sollte daher von den Regeln toleriert werden und nicht als Fehler angezeigt werden. Deshalb werden beispielsweise in der Erfassungseinheit 6 alle Ausgangssignale 7 mit einem gleitenden Fenster, einem so genannten Latenzintervall, zeitlich verschliffen. 3 zeigt diesen Vorgang im Detail.
  • In 3 zeigt ein Signal 15 einen zeitlichen Verlauf eines Ausgangssignals des Steuergeräts 2 vor dem zeitlichen Verschleifen. Ein Latenzintervall 16 zeigt die zeitliche Länge tL des gewählten Latenzintervalls an, mit dem das Signal 15 zeitlich verschliffen wird. Die Latenzintervalle für die einzelnen Signale des Ausgangssignals können signalspezifisch festgelegt werden. Eine Hüllkurve 17 zeigt das um das Latenzintervall 16 verschliffene Signal 15. Die Hüllkurve 17 wird von einem Maximumsignal 18 und einem Minimumsignal 19 begrenzt. Der Wert des Maximumsignals 18 zu einem beliebigen Zeitpunkt t0 wird bestimmt, indem dem Maximumsignal 18 zu diesem Zeitpunkt t0 der Maximalwert des Signals 15 in dem Zeitintervall von t0–tL bis t0 zugeordnet wird. Ebenso wird das Minimumsignal 19 bestimmt, indem einem Wert des Minimumsignals 19 zu einem Zeitpunkt t0 der Minimalwert des Signals 15 in dem Intervall t0–tL bis t0 zugeordnet wird. Wenn die Regeln 9 in geeigneter Weise auf das Maximumsignal 18 und das Minimumsignal 19 angewendet werden, kann die oben beschriebene Problematik vermieden werden und eine Toleranz der Regeln bezüglich kurzzeitiger Signalinkonsistenzen in dem Ausgangssignal 7 erreicht werden.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Prüfvorrichtung
    2
    Steuergerät
    3
    Testsignalerzeugungseinheit
    4
    Testsignal
    5
    Ausgabeeinheit
    6
    Erfassungseinheit
    7
    Ausgangssignal
    8
    Regelspeicher
    9
    Regel
    10
    Verarbeitungseinheit
    11
    Bedienvorrichtung
    12
    Simulator
    13
    Wahrscheinlichkeitsverteilungen
    14
    Testauswertung
    15
    Signal vor dem Verschleifen
    16
    Latenzintervall
    17
    Hüllkurve
    18
    Maximumsignal
    19
    Minimumsignal
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006053130 A1 [0004]
    • - US 2007/0061781 A1 [0005]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - „Effizienter und effektiver automatisierter Steuergeräte- und Softwaretest durch stochastische Testvektoren” von B. Wigger und J. Seekircher, VDI Berichte Nr. 1789, 2003, Seiten 285–297 [0006]

Claims (12)

  1. Verfahren zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs, umfassend: – Bereitstellen von mindestens einer Regel (9), welche geeignet ist, nur in Abhängigkeit von einem Ausgangssignal (7) des Steuergeräts (2) zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet, – Erzeugen eines Testsignals (4) für das Steuergerät (2), – Zuführen des Testsignals (4) als Eingangssignal zu dem Steuergerät (2), – Erfassen des Ausgangssignals (7) des Steuergerät (2), und – automatisches Anwenden der mindestens einen Regel (9) nur auf das erfasste Ausgangssignal (7), um zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, – dass das Ausgangssignal (7) mehrere Einzelausgangssignale umfasst, welche jeweils zeitlich veränderliche Pegel aufweisen, – dass das Eingangssignal (4) mehrere Einzeleingangssignale umfasst, welche jeweils zeitlich veränderliche Pegel aufweisen, und – dass das Testsignal (4) mehrere Einzeltestsignale umfasst, welche jeweils zeitlich veränderliche Pegel aufweisen.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Testsignal (4) zufällig erzeugt wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Testsignal (4) pseudo-zufällig erzeugt wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Testsignal (4) zufällig unter Berücksichtung einer vorbestimmten Wahrscheinlichkeitsverteilung (13) erzeugt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend: – Bereitstellen von mindestens einer weiteren Regel, welche geeignet ist, in Abhängigkeit von dem Eingangssignal (4) und dem Ausgangssignal (7) des Steuergeräts (2) zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet, und – automatisches Anwenden der mindestens einer weiteren Regel auf das Eingangssignal (4) und das erfasste Ausgangssignal (7) nach dem Anwenden der mindestens einen Regel nur auf das erfasste Ausgangssignal (7), um zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend: – Bereitstellen mindestens einer Testabdeckungsregel, wobei eine Testabdeckungsregel der mindestens einen Testabdeckungsregel geeignet ist, in Abhängigkeit von dem Eingangssignal (4) und/oder dem Ausgangssignal (7) zu bestimmen, ob ein der Testabdeckungsregel zugeordneter vorbestimmter Zustand des Steuergeräts (2) erreicht wurde, – automatisches Anwenden der mindestens einen Testabdeckungsregel auf das Eingangssignal (4) und/oder das erfasste Ausgangssignal (7), und – Beenden der Prüfung des Steuergeräts (2), wenn mit Hilfe der mindestens einen Testabdeckungsregel bestimmt wurde, dass eine vorbestimmte Anzahl von vorbestimmten Zuständen des Steuergeräts (2) erreicht wurde.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend: – Zuführen des Testsignals (4) als Modelleingangssignal zu einem simulierten Verhaltensmodell des Steuergeräts (2), – Bestimmen, ob ein vorbestimmter Zustand von einer vorbestimmten Menge von vorbestimmten Zuständen in dem simulierten Verhaltensmodell erreicht wurde, und – Beenden der Prüfung des Steuergeräts (2), wenn ein vorbestimmter Anteil der vorbestimmten Menge von vorbestimmten Zuständen in dem simulierten Verhaltensmodell erreicht wurde.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend: – Bilden eines Maximumausgangssignals (18), indem einem Wert zu einem Zeitpunkt (t0) des Maximumausgangssignals (18) das Maximum des erfassten Ausgangssignals (7, 15) in einem Zeitintervall (t1) vorbestimmter Länge vor dem Zeitpunkt (t0) zugeordnet wird, – Bilden eines Minimumausgangssignals (19), indem einem Wert zu einem Zeitpunkt (t0) des Minimumausgangssignals (19) das Minimum des erfassten Ausgangssignals (7, 15) in dem Zeitintervall (t4) vorbestimmter Länge vor dem Zeitpunkt (t0) zugeordnet wird, und – automatisches Anwenden der mindestens einen Regel (9) auf das Maximumausgangssignal (18) und/oder das Minimumausgangssignal (19), um zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet.
  10. Verfahren nach Anspruch 6 und 9, ferner umfassend: – Bilden eines Maximumeingangssignals (18), indem einem Wert zu einem Zeitpunkt (t0) des Maximumeingangssignals (18) das Maximum des erfassten Eingangssignals (4, 15) in einem Zeitintervall (t1) vorbestimmter Länge vor dem Zeitpunkt (t0) zugeordnet wird, – Bilden eines Minimumeingangssignals (18), indem einem Wert zu einem Zeitpunkt (t0) des Minimumeingangssignals (19) das Minimum des erfassten Eingangssignals (4, 15) in dem Zeitintervall (t1) vorbestimmter Länge vor dem Zeitpunkt (t0) zugeordnet wird, und – automatisches Anwenden der mindestens einen weiteren Regel auf das Maximumausgangssignal (18), das Minimumausgangssignal (19), das Maximumeingangssignal (18) und/oder das Minimumeingangssignal (19), um zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet.
  11. Prüfvorrichtung zum Prüfen eines Steuergeräts eines Fahrzeugs, umfassend: – eine Testsignalerzeugungseinheit (3) zum Erzeugen eines Testsignals (4) für das Steuergerät (2), – eine Ausgabeeinheit (5) zum Ausgeben des Testsignals (4) als Eingangssignal zu dem Steuergerät (2), – eine Erfassungseinheit (6) zum Erfassen eines Ausgangssignals (7) des Steuergeräts (2), – einen Regelspeicher (8) zum Speichern und Bereitstellen von mindestens einer Regel (9), welche geeignet ist, nur in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal (7) zu bestimmen, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet, und – eine Verarbeitungseinheit (10), welche derart ausgestaltet ist, dass sie die mindestens eine Regel (9) nur auf das erfasste Ausgangssignal (7) anwendet und bestimmt, ob das Steuergerät (2) ordnungsgemäß arbeitet.
  12. Prüfvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfvorrichtung (1) zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1–10 ausgestaltet ist.
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