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DE102009000893A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Transport von flachen Werkstücken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Transport von flachen Werkstücken Download PDF

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DE102009000893A1
DE102009000893A1 DE102009000893A DE102009000893A DE102009000893A1 DE 102009000893 A1 DE102009000893 A1 DE 102009000893A1 DE 102009000893 A DE102009000893 A DE 102009000893A DE 102009000893 A DE102009000893 A DE 102009000893A DE 102009000893 A1 DE102009000893 A1 DE 102009000893A1
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workpiece
flat
transport
hose
transport direction
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DE102009000893A
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Inventor
Christian HÄGER
Carsten Tausch
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Windmoeller and Hoelscher KG
Original Assignee
Windmoeller and Hoelscher KG
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Abstract

Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Änderung der Transportrichtung aufeinanderfolgender flacher Werkstücke in einer Einrichtung zum Transport von flachen Werkstücken (2, 22) mit einer Werkstückbreite (B), insbesondere von Schlauchabschnitten (2, 22), - bei dem flache Werkstücke (2, 22) in einer ersten Transportrichtung (z) mittels einer Vorschubeinrichtung (19) auf eine Auflagefläche (13) vorgeschoben werden, - bei dem jeweils ein flaches Werkstück (2, 22) in einer zweiten Transportrichtung (x), welche parallel zu der Ebene des flachen Werkstücks (2, 22) liegt und orthogonal zur ersten Transportrichtung (z) verläuft, von der Auflagefläche (13) mittels einer Übernahmeeinrichtung (20, 24-27) abgefördert wird, wobei das flache Werkstück (2, 22) unmittelbar vor und/oder während des Transports in dieser Transportrichtung (x) zumindest mit seinen Seitenbereichen auf einer Transportebene (20) der Übernahmeeinrichtung (20, 24-27) aufliegt. Ein folgendes flaches Werkstück (2, 22) wird zumindest um eine bestimmte Strecke (Deltaz) vorgeschoben, während das vorauslaufende Werkstück um eine Strecke (Deltax), die kleiner ist als die Werkstückbreite (B) in die zweite Transportrichtung (x) weitertransportiert wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Änderung der Transportrichtung in einer Transporteinrichtung von flachen Werkstücken, insbesondere von Schlauchabschnitten, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
  • Solche Verfahren und Einrichtungen werden oft in Vorrichtungen zur Herstellung von Säcken verwendet, in denen Schlauchstücke von einer Schlauchbahn vereinzelt werden, die dann zu Säcken weiterverarbeitet werden. Oft besteht die Schlauchbahn aus einem Gewebeschlauch. Die Schlauchbahn wird auch als Aneinanderreihung von flachen Werkstücken verstanden, die zu vereinzeln sind. Es besteht aber auch die Möglichkeit bereits vereinzelte Schlauchstücke der Vorrichtung zuzuführen.
  • Vorrichtungen, in denen die vorgenannten Einrichtungen verwendet werden, sind bekannt und schon längere Zeit am Markt erhältlich. Diese Vorrichtungen umfassen in der Regel zunächst eine Vereinzelungsvorrichtung, um einen zugeführten Gewebeschlauch, der zudem beschichtet sein kann, zu Schlauchstücken zu vereinzeln. Diese bestehen aus zwei übereinander liegenden Materialbahnen, welche jeweils aus mehreren Schichten bestehen können. Dazu wird der Schlauch in seiner Längsrichtung taktweise jeweils um eine Schlauchstücklänge in eine erste Transportrichtung vorgeschoben. Der Vorschub erfolgt dabei in Richtung der Schlauchachse. Anschließend wird ein Schlauchstück von dem Schlauch vereinzelt, also abgetrennt. Dieses erfolgt in der Regel mit einem Schneidwerkzeug wie einem Messer. Jedoch sind auch andere Abtrennverfahren und die zugehörigen Einrichtungen denkbar.
  • Anschließend wird jedes auf diese Weise erzeugte Schlauchstück in der Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung von zumindest einer Übernahmeeinrichtung übernommen. Dieser Übernahmeeinrichtung ist eine Transportvorrichtung nachgeordnet, mit welcher die Schlauchstücke in die einzelnen Bearbeitungsstationen verbringbar sind. Übernahmeeinrichtung und Transportvorrichtung können zu einer einzigen Transporteinrichtung zusammengefasst sein.
  • Nach dem Abtrennen werden die Schlauchstücke nicht mehr in Längsrichtung weiter transportiert, sondern in Querrichtung. Mit „Querrichtung” ist gemeint, dass die Schlauchstücke nunmehr quer zu ihrer Längserstreckung transportierbar sind, um bei den weiteren Schritten zur Herstellung von Säcken ungehinderten Zugang zu beiden Enden der Schlauchstücke zu erhalten.
  • Im Folgenden werden ergänzend einzelne Stationen bei der Sackherstellung aufgeführt und deren Funktion erläutert:
    • • In einer fakultativ vorhandenen Vorbruchstation werden Formstempel zur Erzeugung einer Falzlinie auf das Schlauchstück abgesenkt. Auf dieser Falzlinie befinden sich später die Eckeinschläge des geöffneten Schlauchbodens. Die Formstempel können zu diesem Zweck auch beheizt werden.
    • • In der Bodenöffnungsstation wird zumindest ein Ende eines Schlauchstücks aufgezogen, so dass an diesem aufgezogenen Ende ein Boden angeformt werden kann. Die Eckeinschläge befinden sich auf den Falzlinien des Schlauchstücks. Aufgrund ihrer geometrischen Form wird die Bodenöffnung auch Bodenöffnungsquadrat genannt. Dabei sei angemerkt, dass die Form nicht quadratisch, sondern in den meisten Fällen rechteckig ist. In der Regel werden beide Enden eines Schlauchstücks auf die gleiche Weise bearbeitet.
    • • In der Ventilzettelstation wird ein Ventilzettel auf den zuvor geöffneten Boden des Schlauchstücks gelegt. Durch den Ventilzettel kann später der fertige Sack mit Hilfe eines geeigneten Füllstutzens befüllt werden.
    • • In einer so genannten Zulegestation werden Teile der Bodenöffnungen bzw. der Bodenöffnungsquadrate, die so genannten Laschen, beidseitig zur Falzkante hin zurückgefaltet. Dabei können Bereiche dieser Laschen überlappen, und diese überlappenden Bereiche dieser Laschen können miteinander verbunden werden.
    • • Anschließend wird in der Bodendeckblattstation ein Bodendeckblatt auf der zugefalteten Bodenöffnung befestigt, beispielsweise verschweißt.
  • Es ist zu erwähnen, dass nicht alle der aufgezählten Stationen in einer Vorrichtung zur Herstellung von Säcken vorhanden sein müssen. So kann auf eine Vorbruchstation verzichtet werden. Auch Bodendeckblätter müssen nicht immer aufgebracht werden, um einen Sack zu fertigen. Gleichwohl sind weitere Stationen denkbar.
  • Im Folgenden wird kurz ein Sackherstellungsprozess in Maschinen des Standes der Technik erläutert. Da diese Maschinen auf der Bedien- und Antriebsseite nahezu gleich aufgebaut sind, um gleichzeitig beide Enden des Schlauchstücks bearbeiten zu können, wird in der folgenden Beschreibung nicht näher auf die verschiedenen Maschinenseiten eingegangen. Ein zuvor vereinzeltes Schlauchstück wird quer zu seiner Längsachse mit Hilfe eines geeigneten Transportmittels (beispielsweise Doppelbandförderer) zu einer Vorbruchstation geführt. Dort wird ein Formstempel senkrecht zur Transportrichtung der Schlauchstücke auf die Schlauchstücke abgesenkt. Auf der dabei entstandenen Falzkante befinden sich später die Eckeinschläge des geöffneten Sackbodens, der in der darauf folgenden Bodenöffnungsstation geformt wird. Anschließend wird auf einer Bodenöffnung in der Ventilzettelstation ein Ventil auf den geöffneten Boden gelegt. Durch dieses Ventil wird später der Sack mit einem geeigneten Füllorgan befüllt. In der folgenden Zulegestation wird die Bodenöffnung des Sackes zugefaltet, so dass anschließend in der Bodendeckblattstation durch Verschweißen der Bodenöffnung desselben mit einem Bodendeckblatt der Sack fertig gestellt wird.
  • Ein besonderes Augenmerk muss auf die Transportvorrichtung gelegt werden, welche die Schlauchstücke von der Auflagefläche, auf die die Schlauchstücke ausgetragen wurden, übernimmt und quer zu deren Längsachsen abtransportiert und den Bearbeitungsstationen zuführt.
  • Bevor ein Schlauchstück in Querrichtung auf seiner Quertransportebene von einem Fördermittel übernommen werden kann, muss das Schlauchstück zunächst mit seinem Seitenbereich auf der Quertransportebene aufliegen, damit er von einer so genannten Übernahmeeinrichtung, beispielsweise einem Mitnehmerschuh, erfasst werden kann. Dieser Mitnehmer führt das Schlauchstück einem Fördermittel – beispielsweise einem Transportband – zu, welches das Schlauchstück anschließend sukzessive an die einzelnen Bearbeitungsstationen bringt.
  • Beim Hinausschieben des Schlauches bzw. des bereits vereinzelten Schlauchstücks auf die Auflagefläche ist es also notwendig, dass es bereits teilweise im Bereich der Quertransportebene angeordnet ist, so dass das Schlauchstück bereits kurz vor seiner Übernahme auf dieser Ebene aufliegt.
  • Konstruktionsbedingt umfasst diese Transportebene aber oft Störkanten, gegen die der Sack stößt bzw. geschoben wird. Dadurch wird der Sack gestaucht, eventuell sogar beschädigt und ein anschließender, ordnungsgemäßer Weitertransport des Sackes wird erschwert.
  • Daher werden in Vorrichtungen des Standes der Technik höhenverschiebliche Auflageflächen eingesetzt. Während des Vorschubs des Schlauches liegt zwar ein Großteil des späteren Schlauchstücks auf der Auflagefläche auf. Die Seitenkante des Schlauchstücks, die bei dem folgenden Quertransport voran läuft, erfährt keine Unterstützung. Dieser Bereich des Schlauchstücks liegt nach dem Absenken der Auflagefläche jedoch auf der Transportebene der Übernahmeeinrichtung auf, so dass das Schlauchstück abtransportiert werden kann. Diese Vorgehensweise hat jedoch zur Folge, dass das Schlauchstück erst wieder vorgeschoben werden kann, wenn die nun leere Auflagefläche wieder angehoben worden ist. Das hat zur Folge, dass zwei aufeinander folgende Schlauchstücke einen relativ großen Abstand in der Sackherstellungseinrichtung einnehmen, deren Leistungsfähigkeit damit beschränkt ist.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung vorzuschlagen, die die oben genannten Nachteile verringert.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
  • Demnach ist vorgesehen, dass ein folgendes flaches Werkstück zumindest um eine bestimmte Strecke (Δz) vorgeschoben wird, während das voraus laufende Werkstück um eine Strecke (Δx), die kleiner ist als die Werkstückbreite (B), in die zweite Transportrichtung (x) weiter transportiert wird.
  • Das voraus laufende Werkstück kann nun in die zweite Transportrichtung (x) von der Übernahmeeinrichtung abtransportiert werden. Nach einer Transportstrecke, die kleiner ist als die Werkstückbreite, kann das nachfolgende Werkstück in die erste Transportrichtung (z) vorgeschoben werden.
  • Die Zeit, die das voraus laufende Werkstück benötigt, um von der Übernahmeeinrichtung vollständig von der Auflage zu entfernen, kann folglich genutzt werden, um den Schlauch weiter vorzuschieben und um das folgende Schlauchstück durch Abtrennen vom Schlauch zu erzeugen. Es muss also nicht gewartet werden, bis das voraus laufende Werkstück die Auflagefläche vollständig frei gegeben hat. Auf diese Weise kann das nachfolgende Werkstück sofort in die zweite Transportrichtung (x) von der Übernahmeeinrichtung transportiert werden, wenn das voraus laufende Werkstück abgefördert wurde. Der Abstand beider Werkstücke kann also bei Bedarf sehr klein gehalten werden. In gleichem Zeitintervall können im Vergleich zum Verfahren nach dem Stand der Technik eine größere Anzahl an Werkstücken von der Übernahmeeinrichtung abtransportiert werden. Nach dem Abtransport werden die Werkstücke, also die Schlauchstücke, zu Säcken verarbeitet, so dass pro Zeitintervall eine größere Anzahl an Säcken fertig gestellt werden kann.
  • Vorzugsweise sollte das voraus laufende Werkstück die Störkanten noch vollständig abdecken, wenn das nachfolgende Werkstück die Störkanten überstreicht. Es ist aber nicht schädlich, wenn das Werkstück die Störkanten bereits teilweise frei gibt.
  • Der Vorschub des nachfolgenden Werkstücks kann dabei unmittelbar beginnen, sobald die Übernahmeeinrichtung das voraus laufende Werkstück ergriffen hat. Wenn das voraus laufende Werkstück die Störkanten vollständig frei gibt, sollte das nachfolgende Werkstück bereits so weit vorgeschoben sein, dass es mit seinem voraus laufenden Ende bereit die Störkanten überstrichen hat.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, dass das voraus laufende Werkstück um eine Strecke (Δx) weiter transportiert wird, die kleiner ist als die Werkstückbreite vermindert um den Abstand, des den Werkstücken zugewandten Enden der Störkante von der voraus laufenden Seitenkante des Werkstücks bei dessen Transport in der zweiten Transportrichtung.
  • Damit ist der Vorschub des folgenden Werkstücks soweit fortgeschritten, dass dieses Werkstück bereits über die Störkanten hinweg geschoben wurde, wenn das voraus laufende Werkstück gerade noch die Störkanten abdeckt. Insgesamt wird das nachfolgende Werkstück während seines Transportes in Richtung z also berührungslos oberhalb der Transportfläche gehalten und/oder gefördert.
  • Des weiteren ist es vorteilhaft, wenn Teile des voraus laufenden Werkstücks und/oder zumindest Teil des folgend Werkstücks durch Mittel zum Verschieben relativ zu der Ebene, in der das Werkstück liegt, verschoben wird, wobei die Richtung der Verschiebung eine Komponente umfasst, welche orthogonal zu dieser Ebene verläuft. In diesem Fall wird also vorzugsweise die Seitenkante, die bei dem Transport in der zweiten Transportrichtung voraus läuft, leicht angehoben. Das Schlauchstück kann somit berührungslos über die Störkanten geführt werden. Das ist insbesondere dann wünschenswert, wenn es kein voraus laufendes Werkstück gibt, das die Störkanten abdecken könnte. Das Fehlen eines Werkstücks tritt beispielsweise dann auf, wenn ein Werkstück wegen eines Fehlers aus dem Produktionsprozess ausgeschleust wird oder wenn die Produktion begonnen wird.
  • Weitere Vorteile bietet die Erfindung, wenn das voraus laufende Werkstück oder Bereiche davon lediglich durch Teile der Auflagefläche in ihrer Höhenlage relativ zu der Übernahmeeinrichtung verändert wird. Es braucht damit nicht das Werkstück in Gänze angehoben werden, sondern nur die seitlichen Bereiche des Werkstücks, die sonst mit dem Transporttisch in Berührung kämen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Änderung der Transportrichtung aufeinander folgender Werkstücke.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung löst die oben genannte Aufgabe durch Mittel zum Verändern der räumlichen Lage eines flachen Werkstücks, mit welchen das nachfolgende flache Werkstück um eine bestimmte Strecke (Δz) vorschiebbar ist, während das voraus laufende Werkstück durch die Übernahmeeinrichtung um eine Strecke (Δx), die kleiner ist als die Werkstückbreite ist, in der zweiten Transportrichtung (x) weiter transportierbar ist.
  • Bestandteil einer solchen Vorrichtung kann beispielsweise eine Vorschubeinrichtung sein, die den Schlauch oder das bereits vereinzelte Schlauchstück bereits dann vorschiebt, während das voraus laufende Schlauchstück noch die besagte Transportebene, insbesondere Störkanten, abdeckt. Die Bewegungen der beiden flachen Werkstücke werden dabei, beispielsweise mittels einer getrieblichen Verbindung zwischen der Vorschubeinrichtung und der Übernahmeeinrichtung und/oder mittels einer Steuer- oder Regeleinrichtung, aufeinander abgestimmt. Bevorzugt erfolgt die Abstimmung so, dass das in seiner Längsrichtung transportierte Schlauchstück, wenigstens nahezu, seine Übernahmeposition erreicht hat, während Teile des voraus laufenden Schlauchstücks noch Bereiche der Transportebene abdeckt.
  • In einer bevorzugten Weiterbildung der Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Mittel zum Verändern der räumlichen Lage eine Einrichtung zum Verschieben des Endes des flachen Werkstücks und/oder des voraus laufenden Ende des folgenden Werkstücks relativ zu der Ebene umfassen, in der die genannten Enden zunächst liegen, wobei die Richtung der Verschiebung eine Komponente umfasst, welche orthogonal zu der Ebene verläuft.
  • Der Gedanke dieser erfinderischen Weiterbildung ist also, beispielsweise das Ende des flachen Werkstücks, im vorliegenden Fall das nachlaufende Ende eines Schlauchstücks, aus der Ebene, in der dieses Ende und das voraus laufende Ende des nachfolgenden Werkstücks zunächst liegen, heraus zu bringen. Es kann aber auch das voraus laufende Ende nachfolgenden Werkstücks aus dieser Ebene heraus gebracht werden. Das nachfolgende Werkstück kann der Schlauch sein, von dem erst später, nachdem eines der genannten Enden aus der besagten Ebene heraus gebracht wurde, zu einem Schlauchstück vereinzelt wird.
  • Bei dem Verändern der Ebene ist es wichtig, dass die Verschiebung so erfolgt, dass eine Bewegungskomponente orthogonal zu der Ebene verläuft, auf der die Enden zunächst aufliegen.
  • Durch die Veränderung der Ebene eines der Enden kann nun der Vorschub des nachfolgenden Werkstücks erfolgen, ohne dass das dessen voraus laufendes Ende auf das Ende des ersten Werkstücks trifft und eventuell gestaucht, in seiner Position ungewollt verändert oder gar beschädigt wird.
  • Die Ebene, aus der eines der beiden genannten Enden heraus verschiebbar ist, kann durch eine Auflageebene definiert sein, auf welcher die beiden Enden auflegbar sind oder aufliegen. Diese Auflageebene kann ein Bestandteil einer Schneidvorrichtung sein, mit der von dem vorgeschobenen Schlauch, der, wie bereits beschrieben wurde, das nachfolgende flache Werkstück darstellen kann, ein Schlauchstück abgetrennt wird. Nach diesem Abtrennvorgang stellt der abgetrennte Schlauchabschnitt das flache Werkstück dar, während der verbleibende Schlauch dann das nachfolgende flache Werkstück darstellt. Es ist klar, dass durch den Schnitt das Ende des flachen Werkstücks und das voraus laufende Ende des nachfolgenden flachen Werkstücks erzeugt wird. Die Auflageebene kann also die Gegenlage des Schneidmessers sein. Vorteilhafterweise umfasst die Auflageebene eine Nut, die quer zur Längsachse der Werkstücke verläuft. In dieser Nut kann das Schneidmesser während des Schneidvorganges geführt werden.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung stellt also sicher, dass das voraus laufende Ende des Schlauches bzw. das bereits vereinzelte Schlauchstück auf dem beziehungsweise oberhalb des voraus laufenden Schlauchstücks geführt wird und dabei nicht die Transportebene berühren kann. Um solch ein so genanntes „überlappendes Austragen” zu ermöglichen, sind vorteilhafterweise verschiedene technische Elemente vorgesehen, die im Folgenden und in der gegenständlichen Beschreibung näher erläutert werden.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein Drückerelement vorgesehen, mit welchem das Ende des flachen Werkstücks, also beispielsweise das Ende des Schlauchstücks, in einen Bereich unterhalb der Ebene, auf der das Ende zunächst aufliegt, drückbar ist. Dieser Bereich kann ein Freiraum seitlich oder unterhalb der Auflageebene sein. Dazu kann die Auflageebene ein, im Querschnitt betrachtet, hakenförmiges Profil haben, so dass unterhalb der genannten Auflageebene ein Freiraum angeordnet ist. Das Drückerelement kann dann so angeordnet sein, dass es bis in diesen Freiraum hinein reichen kann. Das Drückerelement kann dabei einen Druckluftkolbenzylinder umfassen, mit welchem ein Drückerfinger oder eine Drückerleiste bewegbar ist. Der Drückerfinger oder die Drückerleiste treten dann in einem Bereich des Schlauchstücks mit diesem in Kontakt, wobei dieser Bereich nicht auf der Ebene aufliegt. Wird das Drückerelement bewegt, klappt das Ende des Schlauchstücks also ab und gleitet an einer Seitenfläche des die Auflageebene umfassenden Auflageelements entlang, bis das Ende den Freiraum erreicht und sich aufgrund von Rückstellkräften wieder gerade ausrichtet. Bevorzugt wird jedoch der genannte Freiraum, wobei das Drückerelement vorteilhaft so angeordnet wird, dass die Rückstellkräfte noch unterstützt werden und sich das Schlauchstück möglichst gut wieder gerade ausrichtet. Damit werden Fehler bei der Anformung eines Bodens an dieses Ende des Schlauchstücks vermieden.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die besagte Einrichtung zumindest Bereiche der Auflagefläche umfasst, welche Bereiche relativ zur Übernahmeeinrichtung und/oder zu deren Transportfläche verschiebbar oder verstellbar sind. Somit ist es also möglich, die Position der Bereiche der Auflagefläche so relativ zur Übernahmeeinrichtung einzustellen, dass das Schlauchstück, das gerade in seiner Längsrichtung auf die Auflagefläche ausgetragen wird, nicht die Transportfläche berührt. Dazu sind entsprechende Verstelleinrichtungen, vor allem Antriebe, vorgesehen.
  • Beim Start einer Maschine, beispielsweise einer Sackherstellmaschine, die die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst, hat das erste Schlauchstück naturgemäß kein voraus laufendes Schlauchstück hat, welches die Störkanten abdecken könnte. Dementsprechend ist vorgesehen, dass das erste Schlauchstück auf einer verschobenen oder verstellten Auflagefläche geführt wird, während es für die nachfolgenden Schlauchstücke oder für den nachfolgenden Schlauch ausreichend ist, dass sie auf dem voraus laufenden Schlauchstück ausgetragen werden, während die Auflagefläche in einer Ruheposition verharrt. Ein so genanntes „erstes Schlauchstück” kann aber auch während der Produktion auftreten, wenn ein Schlauchstück unmittelbar nach seiner Vereinzelung aus dem Transportweg ausgeschleust wird, was erfolgen kann, wenn ein Fehler in dem Schlauchstück, beispielsweise ein Materialfehler, vorliegt. Ein solches Schlauchstück braucht nicht mehr zu einem Sack weiter verarbeitet zu werden, wenn er anschließend aufgrund des Fehlers als Ausschuss behandelt werden muss.
  • In einer Ausprägung der genannten weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Auflagefläche in eine Position bewegt werden, in der sie sich oberhalb der Transportebene befindet, so dass für das vorzuschiebende Schlauchstück die Transportebene abgeschirmt ist.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest Bereiche der Auflagefläche höhenverstellbar gestaltet sind. Mit Auflagefläche ist diejenige Fläche gemeint, auf der die Säcke während ihres Transportweges in ihrer Längsrichtung aufliegen. Eine höhenverstellbare Auflagefläche kann also beispielsweise orthogonal zur Transportebene der Übernahmeeinrichtung bewegt werden. Die Bewegung kann aber auch irgendwie geartet sein, wobei die Bewegungsrichtung eine orthogonale Komponente umfasst. Mit dieser Ausgestaltung ist es möglich, das Schlauchstück soweit anzuheben, dass es oder zumindest seine Bereiche, die, wenn Auflagefläche und Transportebene in einer Ebene liegen, auf der Transportebene aufliegen würden, die Transportebene nicht berührt. Dabei sind die Bereiche der Auflagefläche ausreichend anzuheben, so dass das Schlauchstück auch mit seinen herabhängenden Seitenbereichen die Transportebene nicht berührt.
  • Es ist besonders vorteilhaft, wenn die höhenverstellbaren Bereiche der Auflagefläche der Übernahmeeinrichtung zugewandt sind. Dabei befinden sich die höhenverstellbaren Bereiche der Auflagefläche auf der Quertransportebene, auf der die Übernahmeeinrichtung anschließend den Sack übernimmt. In dieser Ausführungsform ist also die Auflagefläche zweigeteilt, wobei der der Transportebene der Übernahmeeinrichtung zugewandte Teil höhenverstellbar oder verschiebbar oder bewegbar ist.
  • Es ist auch vorteilhaft, wenn die höhenverstellbaren Bereiche der Auflagefläche um eine Drehachse schwenkbar sind, die parallel zur ersten Transportrichtung verläuft. Die höhenverstellbare Auflagefläche wird sozusagen aus der Transportebene hochgeklappt und schließt dabei mit dieser Ebene einen Winkel ein. Dies ist deshalb vorteilhaft, weil das Schlauchstück dabei entlang einer Linie parallel zu seiner Erstreckungsrichtung hochgebogen wird und dementsprechend die Teile, die seitlich über den hochgeklappten Bereich der Auflagefläche hinaus ragen, nicht sehr weit herunterragen, sondern eher horizontal gehalten werden. Daher braucht der Verstellwinkel nicht besonders groß zu sein. Der Höhenversatz zwischen der höhenverstellten Auflagefläche und der Transportebene kann dabei 10 mm betragen, wenn das Schlauchstück mit ca. einem Viertel bis einem Drittel seiner Fläche seitlich über die Auflagefläche hinaus ragt. Der Verstellwinkel beträgt dabei vorteilhafterweise zwischen 0° und 45°, bevorzugt aber zwischen 10° und 20°.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung der Säcke zur Verstellung der höhenverstellbaren Bereiche eine geeignete Antriebseinrichtung. Diese Antriebseinrichtung kann ein Hubkolbenzylinder, vorzugsweise eine mit Druckluft betreibbare Kolbenzylindereinheit sein. Aber auch jede andere Antriebseinrichtung, die die höhenverstellbare Auflagefläche zuverlässig von der Transportebene beabstanden kann, ist denkbar. Eine mit Druckluft betreibbare Kolbenzylindereinheit hat den Vorteil einer schnellen Verstellbarkeit.
  • Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung und den Ansprüchen hervor.
  • Die einzelnen Figuren zeigen:
  • 1 Eine schematische Darstellung einzelner Schritte zur Verarbeitung eines Gewebeschlauches zu Säcken,
  • 2 Eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung von flachen Werkstücken,
  • 3 Eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung von flachen Werkstücken gemäß Schnitt III-III in der 2,
  • 4 Eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung von flachen Werkstücken,
  • 5 Wie 4, jedoch mit weiter transportierten voraus laufenden und nachfolgenden Werkstücken,
  • 6 Prinzipskizze zur Umlenkung von flachen Werkstücken,
  • 7 Seitenansicht einer Vereinzelungseinrichtung,
  • 8 Seitenansicht einer Vereinzelungseinrichtung,
  • 9 Seitenansicht einer Vereinzelungseinrichtung,
  • 9a Seitenansicht einer Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung,
  • 9b Ausschnittsvergrößerung aus der 8a.
  • Die 1 zeigt schematisch einzelne Schritte zur Verarbeitung eines Gewebeschlauches zu Säcken, wie sie in Sackherstellungsvorrichtung 1 erfolgen.
  • Zunächst wird der Gewebeschlauch 2 der Sackherstellungsvorrichtung 1 zugeführt. Dies geschieht vorteilhafterweise durch Abwickeln des einen Wickel 3 bildenden Gewebeschlauches in einer Abwicklungseinrichtung 4. Anschließend erfährt der Schlauch 2 die so genannte Öffnung in der Öffnungsstation 5. Dabei wird der Gewebeschlauch um ein Innenwerkzeug herum geführt, welches die beiden Lagen voneinander trennt, so dass sich die Lagen, falls sie bei einem der Herstellungsschritte des Schlauches miteinander verklebt wurden, trennen. Nur bei getrennten Lagen kann sichergestellt werden, dass die folgenden Produktionsschritte ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Im Anschluss werden die voneinander getrennten Materiallagen des Schlauches wieder aufeinandergelegt.
  • Der Gewebeschlauch 2 wird nun der Querschneideeinrichtung 6 zugeführt, die den Gewebeschlauch in einzelne flache Werkstücke beziehungsweise Schlauchstücke 22 vereinzelt.
  • Anschließend erfolgt eine Änderung der ursprünglichen Transportrichtung z, in der der Schlauch bzw. die flachen Werkstücke in Richtung ihrer Längsachsen transportiert wurden, in die neue Transportrichtung x, so dass die Schlauchstücke 22 nun nicht mehr in Richtung z ihrer Schlauchlängsachse, sondern quer hierzu transportiert werden, so dass die Enden der flachen Werkstücke zwecks Anformung der Böden seitlich erreichbar sind.
  • In der folgenden Station, der Bodenöffnungsstation 8, werden beide Enden eines jeden flachen Werkstückes geöffnet und die so genannten Bodenquadrate gelegt. In der darauf folgenden Ventilstation 9 wird auf eines der beiden offenen Enden ein Ventil aufgelegt und befestigt. Die offenen Böden werden nun in der Bodenschließstation 10 geschlossen, wobei zwei Laschen aufeinander gelegt werden und miteinander dauerhaft, beispielsweise durch Verschweißen, verbunden werden. Den Abschluss des eigentlichen Sackherstellprozesses bildet das Aufbringen je eines Bodendeckblattes auf die Böden in der Deckblattstation 11. Dazu können die Deckblätter ebenfalls aufgeschweißt werden. Die fertigen Säcke werden anschließend auf dem Sackstapel 12 abgelegt und von dort auf nicht näher beschriebene Weise abtransportiert.
  • Die 2 zeigt eine Draufsicht einer vorteilhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung 7 zur Änderung der Transportrichtung von flachen Werkstücken. In dieser Figur ist der Schlauch 2 zu erkennen, der mittels einer Vorschubeinrichtung 19, die aus einem angetriebenen Walzenpaar, durch dessen Walzenspalt der Schlauch 2 geführt wird, bestehen kann, durch die Querschneideeinrichtung 6 hindurch in Richtung z (Richtung der Längsachse des Schlauches) vorgeschoben wird. Sobald der Schlauch 2 mit der gewünschten Länge durch die Querschneideeinrichtung 6 vorgeschoben wurde, stoppt der Vorschub, und die Querschneideeinrichtung 6, die hier nicht näher dargestellt ist, trennt ein Schlauchstück 22 von dem Schlauch 2 ab. Das Schlauchstück 22 weist eine Breite B in der zweite Transportrichtung x Anschließend wird das abgetrennte Schlauchstück 22 von der Übernahmeeinrichtung 24 mitgenommen, die entweder bereits die eigentliche Transporteinrichtung zur Verbringung der Schlauchstücke 22 in die einzelnen Stationen zur Bildung von Säcken darstellt oder die Schlauchstücke an die eigentliche Transporteinrichtung übergibt. Zwei aufeinander folgende Schlauchstücke 22 werden in Richtung x zueinander beabstandet transportiert. Diese Beabstandung wird dadurch erreicht, dass die Übernahmeeinrichtung, die zumindest zwei Transportriemen 25 umfassen kann, lediglich mit Kontaktelementen 26, die in regelmäßigen Abständen an den Transportriemen angeordnet sind, die Schlauchstücke 22 erfassen. Es reicht dabei jedoch, die Schlauchstücke 22 im Bereich der Seitenkanten 18, welche beim Transport in Richtung x die voraus laufenden Kanten darstellen, zu erfassen.
  • Aus der 2 ist ersichtlich, dass zum Ergreifen und zum Abtransport der Schlauchstücke 22 durch die Übernahmeeinrichtung diese 22 auf dem Transporttisch 20 der Übernahmeeinrichtung, welcher die Transportebene darstellt, aufliegen müssen, um einen ordnungsgemäßen Transport zu gewährleisten. Daher ragt der Schlauch 2 während des Vorschubs in Richtung z seitlich (in Richtung x) über die Auflagefläche 13 hinaus.
  • Dieser Transporttisch 20 ist, wie zu erkennen ist, zweigeteilt, wobei die beiden Teile relativ zueinander in Richtung z verschiebbar sind. Auf diese Weise kann der Transporttisch an verschiedene Schlauchabschnittslängen angepasst werden. Dieses hat jedoch zur Folge, dass der Schlauch 2 mit seiner Vorderkante 14 während des Vorschubs gegen die innere Kante des rechten Tischteils stoßen würde. Der Transporttisch 20 kann aber konstruktionsbedingt auch noch weitere Einschnitte 27 umfassen, die Störkanten bilden können.
  • Um die beschriebenen Kollisionen zu vermeiden, ist die Auflagefläche 13 in einen feststehenden Teil und einen höhenverstellbaren Teil 15 unterteilt. Der höhenverstellbare Teil 15 ist plattenartig ausgestaltet und über eine Drehachse 28 an dem feststehenden Teil angelenkt. Die Drehachse 28 verläuft dabei in Vorschubrichtung z des Schlauches 2. Mithilfe eines Hubkolbenzylinders 21 (siehe 3) kann nun der höhenverstellbare Bereich 15 um die Drehachse 28 geschwenkt werden, so dass der den höhenverstellbaren Bereich 15 in x-Richtung überragende Teil des Schlauchstücks 22, insbesondere dessen Seitenkante 18, den Transporttisch 20 nicht berührt. Der Winkel α, den der höhenverstellbare Bereich 15 zur Ebene der Auflagefläche 13 einnimmt, ist dazu ausreichend groß gewählt.
  • Es können bei anderen Ausführungsformen auch mehrere höhenverstellbare Bereiche 15 vorgesehen werden. Diese 15 können beispielsweise auch gegliedert oder geschachtelt angeordnet sein. In einer weiteren Ausführungsform kann der gesamte Auflagebereich 13 angehoben werden.
  • Der Hubkolbenzylinder 21 ist dabei mit seiner Kolbenstange 30 über ein Gelenk 29 an dem höhenverstellbaren Bereich angelenkt. Das Gehäuse des Hubkolbenzylinders 21 ist beweglich mit dem Maschinengestell auf geeignete Weise verbunden, was allerdings in der 3 nicht dargestellt ist.
  • Die 2 und 3 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung, bei der jedes Schlauchstück einzeln, d. h. ohne Berührungskontakt mit dem voraus laufenden Schlauchstück ausgetragen, also auf die Auflagefläche gebracht und anschließend vereinzelt wird. Zumindest in dem Zeitraum, der an dem Zeitpunkt beginnt, an dem die Vorderkante 14 nahezu den linken Einschnitt 27 erreicht hat, und der an dem Zeitpunkt endet, an dem die Vorderkante 14 den rechten Einschnitt 27 überstrichen hat, befindet sich der höhenverstellbare Bereich 15 in seiner in der 3 gezeigten, hochgestellten Position. In den verbleibenden Zeiträumen befindet sich dieser Bereich in seiner abgesenkten Position, in der die Auflagefläche, der höhenverstellbare Teil 15 und der Transporttisch eine Ebene, vorzugsweise ein horizontale Ebene, bilden.
  • In den 4 und 5 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die auch mit der der Ausführungsform gemäß der 2 und 3 kombiniert werden kann, gezeigt. In der 2 ist ein ausgetragener Schlauchabschnitt 22 gezeigt, der auf der Auflage 13 und dem höhenverstellbaren Bereich 15 aufliegt. Kurz bevor dieses Schlauchstück 22 von den Kontaktelementen 26 mitgenommen wird, muss der höhenverstellbare Bereich 15 abgesenkt sein. Nachdem die Kontaktelemente 26 das Schlauchstück 22 ergriffen und es bereits ein kurzes Stück in Richtung x vorgezogen haben, kann bereits der Schlauch 2 mittels der Vorschubeinrichtung 19 wieder vorgeschoben werden. In der 4 ist dieses dargestellt. Es ist zu erkennen, dass bei weiterem Vorzug des Schlauchstücks 22 dieser Teil des Transporttisches 20 abdeckt, so dass der Schlauch 2 störungs- und beschädigungsfrei vorgeschoben werden kann. In 5 ist dargestellt, dass der Schlauch 2 bereits um eine Strecke z1 vorgeschoben wurde, während das voraus laufende Schlauchstück lediglich um eine Strecke x1 in der zweiten Transportrichtung x vorgezogen wurde, die kleiner ist als die Breite (B) des Schlauchstück 22 bzw. des Schlauches 2. Wie der 5 weiter zu entnehmen ist, sorgen die Vorschubmittel dafür, dass der Schlauch mit seinem voraus laufenden Ende bereits die Störkanten überstrichen hat, während die nachlaufende Seitenkante des voraus laufenden Schlauches die Störkanten noch nicht überstrichen hat. Auf diese Weise sind die Störkanten während des Vorschubs des Schlauches 2 vollständig von dem voraus laufenden Schlauchstück abgeschirmt, so dass der Schlauch störungsfrei ausgetragen werden kann.
  • In den weiteren Figuren, die im Folgenden erläutert werden, sind weitere technische Elemente aufgeführt, die im Rahmen der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung vorteilhaft sind. Dies betrifft beispielsweise den Drückerfinger 127.
  • Die 6 zeigt nochmals das Ändern der Transportrichtung von Werkstücken 2, die zunächst in die Richtung z transportiert werden. Um über die Störkanten 27 hinweg zu gelangen, ist das Werkstück 2 um die Strecke Δz vorzuschieben. Damit jedoch das Werkstück 2 nicht mit den Störkanten in Kontakt tritt, ist das voraus laufende Werkstück 22 in diesem Zeitraum, der benötigt wird, um das Werkstück 2 um diese Strecke Δz vorzuschieben, vorzugsweise maximal um die Strecke Δx weiter zu transportieren. Es ist jedoch auch möglich, das Werkstück 2 in der Richtung x um die Strecke Δx + x1 weiter zu transportieren, wenn diese Strecke kleiner als die Sack- oder Werkstückbreite B ist. In diesem Fall werden zwar die Störkanten 27 zum Teil freigegeben. Die linke Störkante 27 (in der 6 ist dies die Störkante, die dem Werkstück 2 am nächsten liegt) ist in der Regel noch vollständig durch das Werkstück 22 abgedeckt, wenn das voraus laufende Ende des Werkstücks 2 diese passiert hat. Wenn das Werkstück 2 die zweite Störkante 27 erreicht, ist diese möglicherweise nicht mehr vollständig durch das Werkstück 22 abgedeckt. Da aber das Werkstück 2 noch teilweise auf dem Werkstück 22 aufliegt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ersteres mit der Störkante kollidiert äußerst gering.
  • Die 7 zeigt eine Seitenansicht der Vereinzelungsvorrichtung 113. Der Gewebeschlauch 2 wird von den Vorzugswalzen 114 vorgeschoben, bis eine bestimmte Schlauchlänge bzw. eine gewünschte Sackformatlänge hinter der Querschneideeinrichtung 6 erreicht ist. Danach wird der Vorschub des Gewebeschlauches kurzzeitig gestoppt. In der Querschneideeinrichtung 6 wird ein Schlauchstück 22 (siehe 8) vom Gewebeschlauch 2 abgetrennt. Die Querschneideeinrichtung 6 umfasst dazu ein Messer 115, welches auf einem Messerhalter 117 befestigt ist. Das Messer ist über einen Messerantrieb 116 in z-Richtung bewegbar. Zuvor wird der Gewebeschlauch 2 von Festhalterblechen 121, 122 fixiert, indem diese 121, 122 in -y-Richtung bewegt werden. Die Ebene 143 dient während des Schneidvorgangs als Gegenlage. Das Ende des Schlauchstücks 22 als auch das voraus laufende Ende des Schlauches 2 liegen auf dieser Ebene auf.
  • In 8 ist zu sehen, dass nach der Querschneidung des Gewebeschlauchs 2 das Schlauchstück 22 von einem Schlauchabschnittfixierer 123 auf einen Tisch 20 gedrückt wird, der die spätere Transportebene 20 der Schlauchstücke 22 darstellt. In diesem Moment sollte der höhenverstellbare Bereich 15 sich in seiner abgesenkten Position befinden. Zur Fixierung des Schlauchstücks 22 wird ein Fixierblech 126 von zwei Zylinderkolben 124, 125 in Richtung des Schlauchstücks 22 bewegt. So wird sichergestellt, dass das Schlauchstück 22 in seiner Position nicht mehr verrutschen kann. Dabei ist zu beachten, dass das Fixierblech 126 bereits das Schlauchstück 22 fixiert, während dieses 22 noch von den Klemmblechen 121, 122 gehalten wird und/oder noch in Kontakt mit einem Drückfinger 127 eines Drückelementes 119 steht. Das Schlauchstück bleibt während des gesamten Vereinzelungsvorganges bis zur Übergabe an die Quertransportvorrichtung nie unfixiert.
  • Ist das Schlauchstück 22 mittels des Schlauchabschnittfixierers 123 fixiert und sind die Klemmbleche 121, 122 wieder entfernt worden, wird es von dem Drückerelement 119 in eine Auskerbung 120 gedrückt (9). Dabei wird das Ende des Schlauchstücks in seiner Höhenlage verändert und verlässt dabei die Ebene 143. Dazu ist das Drückerelement 119 mit einem Drückerfinger 127 ausgestattet, der über einen Zylinderkolben 128 in Richtung des Schlauchstückendes bewegt werden kann. Die Auskerbung 120 wird vorzugsweise dadurch gebildet, dass die Auflagefläche bzw. die Gegenlage für das Messer 115 durch eine Profilschiene 143 gebildet wird, die vertikal unterhalb der Auflagefläche für das Messer einen Freiraum, eben die Auskerbung 120, umfasst. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Ende des Schlauchstücks 22, welches durch den Drückerfinger 127 niedergedrückt wurde, wieder frei liegt. Nun kann das Schlauchstück nach dem Abheben des Fixierbleches 126 des Schlauchabschnittfixierers 123 auf die bereits beschriebene Weise erfasst und in Richtung x transportiert werden.
  • Die aufgeführten Elemente und die beschriebenen Verfahrensschritte sind notwenig, um nun, während das abzutransportierende Schlauchstück noch zum Teil auf der Auflagefläche 15 aufliegt, den Schlauch 2 weiter vorschieben zu können, so dass das vordere Ende 14 des Schlauches zum Teil mit dem voraus laufenden Schlauchstück 22 überlappt, wie es in den 4 und 5 dargestellt ist.
    Bezugszeichenliste
    1 Sackherstellungsvorrichtung
    2 Gewebeschlauch/schlauchförmiges Material
    3 Wickel
    4 Abwicklungseinrichtung
    5 Lagentrennstation
    6 Querschneideeinrichtung/Vereinzelungsvorrichtung
    7 Einrichtung zur Änderung der Transportrichtung
    8 Bodenöffnungsstation
    9 Ventilstation
    10 Bodenschließstation, Zulegestation
    11 Deckblattstation
    12 Sackstapel
    13 Auflagefläche für das flache Werkstück
    14 Vorderkante des Schlauchstücks 22
    15 Höhenverstellbarer Bereich der Auflagefläche 13
    16 Kante der Auflagefläche 17
    17 Vorderkante des höhenverstellbaren Bereichs
    18 Seitenkante der flachen Werkstücke 2
    19 Vorschubeinrichtung
    20 Transporttische der Übernahmeeinrichtung
    21 Hubkolbenzylinder
    22 Schlauchstück/Schlauchabschnitt
    23
    24 Übernahmeeinrichtung
    25 Transportriemen
    26 Kontaktelement
    27 Einschnitt
    28 Drehachse
    29 Gelenk
    30 Hubkolben
    113 Vereinzelungsvorrichtung
    114 Vorzugswalzen
    115 Messer
    116 Messerantrieb
    117 Messerhalter
    118
    119 Drückerelement
    120 Einkerbung
    121 Festhalterblech
    122 Festhalterblech
    123 Schlauchabschnittfixierer
    124 Zylinderkolben
    125 Zylinderkolben
    126 Fixierblech
    127 Drückerfinger
    128 Zylinderkolben
    129 Mitnehmer
    130
    131
    132
    133
    134
    135
    136
    137
    138
    139
    140
    141
    142 Ebene
    143 Profilschiene
    144 Feder
    145
    B Breite des Schlauches 2 beziehungsweise des Schlauchstücks 4
    α Winkel zwischen der Ebene der Auflagefläche 15 und der Ebene des höhenverstellbaren Bereichs 15
    x zweite (neue) Transportrichtung des Schlauchstücks 22
    x1 Transportstrecke
    z erste Transportrichtung des Schlauches 2 beziehungsweise des Schlauchstücks 22
    z1 Transportstrecke

Claims (15)

  1. Verfahren zum Transport von flachen Werkstücken (2, 22) mit einer Werkstückbreite (B), insbesondere von Schlauchabschnitten (2, 22), – bei dem ein einzelnes flaches Werkstück (2, 22) oder eine Aneinanderreihung (2) von zusammenhängenden, flachen Werkstücken, von der ein flaches Werkstück zu vereinzeln ist, in einer ersten Transportrichtung (z) mittels einer Vorschubeinrichtung (19) auf eine Auflagefläche (13) vorgeschoben wird, – bei dem jeweils das einzelne oder das vereinzelte flache Werkstück (2, 22) in einer zweiten Transportrichtung (x), welche parallel zu der Ebene des flachen Werkstücks (2, 22) liegt und orthogonal zur ersten Transportrichtung (z) verläuft, von der Auflagefläche (13) mittels einer Übernahmeeinrichtung (20, 2427) abgefördert wird, wobei das flache Werkstück (2, 22) unmittelbar vor und/oder während des Transports in dieser Transportrichtung (x) zumindest mit seinen Seitenbereichen auf einer Transportebene (20) der Übernahmeeinrichtung (20, 2427) aufliegt, dadurch gekennzeichnet, dass ein folgendes flaches Werkstück (2, 22) oder die Aneinanderreihung von zusammenhängenden, flachen Werkstücken zumindest um eine bestimmte Strecke (Δz) vorgeschoben wird, während das voraus laufende Werkstück um eine Strecke (Δx), die kleiner ist als die Werkstückbreite (B); in die zweite Transportrichtung (x) weiter transportiert wird.
  2. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das voraus laufende Werkstück um eine Strecke (Δx) weiter transportiert wird, die kleiner ist als die Werkstückbreite (B) vermindert um den Abstand (x1) des den Werkstücken zugewandte Endes der Störkante von der voraus laufenden Seitenkante (18) des Werkstück bei dessen Transport in der zweiten Transportrichtung (x).
  3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest Teile des voraus laufenden Werkstücks und/oder zumindest Teile des folgenden flachen Werkstücks durch Mittel (120, 143, 121, 122, 119, 127, 128) zum Verschieben relativ zu der Ebene, in der das Werkstück liegt, verschoben wird, wobei die Richtung der Verschiebung eine Komponente umfasst, welche orthogonal zu der Ebene verläuft.
  4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das voraus laufende Werkstück oder Bereiche (18) davon durch Teile (15) der Auflagefläche (13) in ihrer Höhenlage relativ zur Übernahmeeinrichtung (20) verändert wird.
  5. Vorrichtung zum Transport von flachen Werkstücken (2, 22), insbesondere von Schlauchabschnitten (2, 22), mit einer Werkstückbreite (B) – bei der ein einzelnes flaches Werkstück (2, 22) oder Aneinanderreihung von zusammenhängenden, flachen Werkstücken, von der ein flaches Werkstück zu vereinzeln ist, in einer ersten Transportrichtung (z), mittels einer Vorschubeinrichtung (19) auf eine Auflagefläche (13) förderbar ist, wobei das Ende eines flachen Werkstücks und das voraus laufende Ende des nachfolgenden flachen Werkstücks oder der Aneinanderreihung zunächst auf einer gemeinsamen Auflagefläche innerhalb einer Ebene (142) liegen – bei der das einzelne oder das vereinzelte flache Werkstück (2, 22) in einer zweiten Transportrichtung (x), welche parallel zu der Ebene des flachen Werkstücks (2, 22) liegt und orthogonal zur ersten Transportrichtung (z) verläuft, von der Auflagefläche (13) mittels einer Übernahmeeinrichtung (20, 2427) abförderbar ist, wobei das flache Werkstück (2, 22) unmittelbar vor und/oder während des Transports in dieser Transportrichtung (x) zumindest mit seinen Seitenbereichen auf einer Transportebene (20) der Übernahmeeinrichtung (20, 2427) aufliegt, gekennzeichnet durch Mittel (120, 143, 121, 122, 119, 127, 128) zum Verändern der räumlichen Lage eines flachen Werkstücks (2, 22), mit welchen das nachfolgende einzelne flache Werkstück (2) oder die Aneinanderreihung von zusammenhängenden, flachen Werkstücken um eine bestimmte Strecke (Δz) vorschiebbar ist, während das voraus laufende Werkstück (22) durch die Übernahmeeinrichtung (20) um eine Strecke (Δx), die kleiner als die Werkstückbreite (B) ist, in der zweiten Transportrichtung (x) weiter transportiert wurde.
  6. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das voraus laufende Werkstück um eine Strecke (Δx) weiter transportierbar ist, die kleiner ist als die Werkstückbreite (B) vermindert um den Abstand (x1) des den Werkstücken zugewandte Endes der Störkante von der voraus laufenden Seitenkante (18) des Werkstück bei dessen Transport in der zweiten Transportrichtung (x).
  7. Vorrichtung nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (120, 143, 121, 122, 119, 127, 128) zum Verändern der räumlichen Lage eine Einrichtung (120, 143, 121, 122, 119, 127, 128) zum Verschieben des Endes des flachen Werkstücks (22) und/oder des voraus laufenden Ende des folgenden Werkstücks (2) relativ zu der Ebene (142) umfassen, in der die genannten Enden zunächst liegen, wobei die Richtung der Verschiebung eine Komponente umfasst, welche orthogonal zu der Ebene verläuft.
  8. Vorrichtung nach einem der drei vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (120, 143, 121, 122, 119, 127, 128) zum Verschieben des Endes des flachen Werkstücks ein Drückerelement umfassen, mit welchem das Ende des flachen Werkstücks in einen Bereich (120) unterhalb der Ebene (142) drückbar ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine Einrichtung (13, 15, 21, 28, 29, 30) vorgesehen ist, mit welcher das flache Werkstück (2, 22) während seines Transports in der ersten Transportrichtung (z) berührungslos oberhalb der Transportebene (20) haltbar und/oder förderbar ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zumindest Bereiche (15) der Auflagefläche (13) umfasst, welche relativ zur Übernahmeeinrichtung (20) verschiebbar oder verstellbar sind.
  11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zumindest Bereiche (15) der Auflagefläche (13) umfasst, welche relativ zur Übernahmeeinrichtung (20) höhenverstellbar sind.
  12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbaren oder verstellbaren Bereiche (15) der Auflagefläche (13) der Übernahmeeinrichtung zu gewandt sind.
  13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die höhenverstellbaren Bereiche (15) der Auflagefläche (13) um eine Drehach se (14) schwenkbar sind, die parallel zur ersten Transportrichtung (z) verläuft.
  14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung der höhenverstellbaren Bereiche (15) einen Antriebseinrichtung (21) vorgesehen ist.
  15. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (21) eine Druckluft betreibbare Kolbenzylindereinheit (21) ist.
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