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DE102009007759A1 - Aufspulmaschine - Google Patents

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DE102009007759A1
DE102009007759A1 DE102009007759A DE102009007759A DE102009007759A1 DE 102009007759 A1 DE102009007759 A1 DE 102009007759A1 DE 102009007759 A DE102009007759 A DE 102009007759A DE 102009007759 A DE102009007759 A DE 102009007759A DE 102009007759 A1 DE102009007759 A1 DE 102009007759A1
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DE
Germany
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winding
threads
spindle
guide
thread
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DE102009007759A
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DE102009007759B4 (de
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Rainald Voss
Markus Stammen
Roland Kampmann
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Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Original Assignee
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Aufspulmaschine zum Aufwickeln mehrerer Fäden zu einer Spule sowie ein Verfahren zum Erstanlegen und Spindelwechsel einer Fadenschar in einer derartigen Aufspulmaschine. Die Aufspulmaschine weist hierzu zwei an einem beweglichen Spindelträger auskragend gelagerte Spulspindeln auf, die abwechselnd in einen Wickelbereich und einen Wechselbereich geführt werden. Zum Führen der Fäden bei einem Erstanlegen zu Prozessbeginn und zum Auslenken der Fäden bei einem Spindelwechsel während des Prozesses ist eine Hilfseinrichtung vorgesehen, die beim Erstanlegen mit einer Absaugvorrichtung zusammenwirkt. Um möglichst mit geringem apparativen Aufwand eine flexible Fadenführung zu erhalten, ist erfindungsgemäß die Hilfseinrichtung durch eine Führungsleiste mit mehreren entlang der Führungsleiste mit Abstand nebeneinander angeordneten Fadenführern gebildet, wobei die Fadenführer entlang der sich parallel zur Spulspindel erstreckenden Führungsleiste verschiebbar gehalten und in mehreren positionierbar sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Aufspulmaschine zum Aufwickeln mehrerer Fäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Erstanlegen und Spindelwechsel einer Fadenschar in einer derartigen Aufspulmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
  • Um in einem Schmelzspinnprozess zur Herstellung synthetischer Fäden eine Fadenschar parallel zu Spulen aufzuwickeln, werden üblicherweise automatische Aufspulmaschinen eingesetzt, bei welchem die Fäden abwechselnd an zwei Spulspindeln gewickelt werden. So lassen sich die Fäden durch Positionswechsel der Spulspindeln, die abwechselnd durch einen beweglichen Spindelträger in einem Wickelbereich und einem Wechselbereich gehalten werden, kontinuierlich zu Spulen wickeln. Zur Durchführung derartige Spindelwechsel in einer automatischen Aufspulmaschine werden Hilfseinrichtungen verwendet, um die Fadenschar bei der Übergabe zwischen den Spulspindeln zu führen. So ist beispielsweise aus der WO 99/12837 eine Aufspulmaschine und ein Verfahren zum Spindelwechsel bekannt. Hierbei wird eine Hilfseinrichtung in Form einer sich parallel zu den Spulspindeln erstreckenden Fadenführerleiste eingesetzt, die mittels eines schwenkbaren Schwenkarmes aus einer Ruheposition in eine Fangposition führbar ist. Damit lassen sich die Fäden in dem Bereich zwischen den beiden Spulspindeln gemeinsam auslenken.
  • Neben den für den Spindelwechsel erforderlichen Hilfseinrichtungen weisen derartige Aufspulmaschinen jedoch weitere Hilfseinrichtungen auf, um zu Prozessbeginn ein Erstanlegen der Fäden vornehmen zu können. Beim Erstanlegen der Fäden wird die Fadenschar üblicherweise durch eine manuell geführte Absaug vorrichtung geführt, so dass ein Einfädeln und Selektieren der Fäden auf die einzelnen Spulstellen innerhalb der Aufspulmaschine erforderlich ist. Hierzu weist die bekannte Aufspulmaschine eine Anlegeeinrichtung mit weiteren Führungsmitteln auf, die im Wesentlichen ein Einfädeln der Fäden in eng benachbarten Fadenführern sowie ein Selektieren der Fäden ermöglichen. Um unzulässige Fadenumlenkungen und vorbestimmte Fadenverläufe innerhalb der Aufspulmaschine zu erreichen, wirken die Führungsmittel zum Spindelwechsel und die Führungsmittel zum Erstanlegen zusammen. Insoweit müssen die Bewegungsabläufe mehrerer Führungsmittel koordiniert werden, um vorbestimmte Fadenführungen und insbesondere ein sicheres Fadenfangen zu ermöglichen.
  • Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Aufspulmaschine zum Aufwickeln mehrerer Fäden der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei welcher die Fäden mit möglichst geringem apparativen Aufwand zum Erstanlegen und zum Spindelwechsel führbar sind.
  • Es ist auch Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Erstanlegen und zum Spindelwechsel in einer derartigen Aufspulmaschine bereitzustellen, mit welchem die Fäden möglichst sicher und schonend führbar sind.
  • Diese Aufgabe wird durch die Aufspulmaschine mit den Merkmalen nach Anspruch 1 sowie durch das Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch 9 gelöst.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen der jeweiligen Unteransprüche definiert.
  • Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass alle Hilfsfadenführungen innerhalb der Aufspulmaschine sowohl beim Erstanlegen der Fadenschar als auch beim Spindelwechsel der Fadenschar durch ein gemeinsames Führungsmittel ausführ bar sind. So lassen sich sowohl Auslenkungen der Fäden entlang der Spulspindeln als auch Auslenkungen der Fäden radial zur Spulspindel erfindungsgemäß derart kombinieren, dass die Hilfseinrichtung durch einen gemeinsame Führungsleiste mit mehreren entlang der Führungsleiste mit Abstand nebeneinander angeordneten und verschiebbaren Fadenführern gebildet sind. Hierbei sind die Führungsleiste und die Fadenführer beweglich gehalten und unabhängig voneinander in mehreren Positionen positionierbar. Damit lässt sich sowohl bei der Verteilung der Faden parallel zur Spulspindel als auch bei der Auslenkung der Fäden radial zur Spulspindel eine flexible Fadenführung ausführen. So lassen sich insbesondere wenige Kontaktstellen zur Führung der Fäden realisieren, so dass die Fäden beim Erstanlegen und beim Spindelwechsel mit geringen Fadenumschlingungen und damit mit geringen zusätzlichen Fadenspannungen führbar sind.
  • Die Anforderungen zur Führung der Fäden beim Erstanlegen an eine im Wickelbereich gehaltene Spulspindel lässt sich vorteilhaft dadurch verbessern, dass die Fadenführer entlang der sich parallel zur Spulspindel erstreckenden Führungsleiste kollektiv jeweils zwischen einer Sammelstellung und einer Anlegestellung führbar sind. So könnten die Fadenführer in der Sammelstellung unmittelbar dicht nebeneinander angeordnet sein, so dass ein manuelles Einfädeln mittels einer Absaugvorrichtung in Form einer Saugpistole durch eine Bedienperson in einfacher Art und Weise möglich ist. Zur Selektierung werden die Fadenführer dann in ihre Anlegestellungen geführt, so dass jeder der Fäden den am Umfang der Spulspindel gehaltenen Hülsen zugeordnet sind.
  • Die Positionierung der Führungsleiste lässt sich gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bevorzugt durch einen schwenkbaren Träger realisieren, der die Führungsleiste hält und mittels eines Schwenkantriebes die Führungsleiste zwischen einer Ruheposition und mehrerer Betriebspositionen hin- und herführt.
  • Zum Einfädeln der Fadenschar beim Erstanlegen wird bevorzugt die Weiterbildung der Erfindung eingesetzt, bei welcher in einer der Betriebspositionen der Führungsleiste in die Fadenführer in ihrer Sammelstellung mit kurzem Abstand nebeneinander an einem Ende der Führungsleiste gehalten sind und nach einem Einfädeln der Fäden in ihre Anlegestellung führbar sind. Eine derartige Sammelposition der Führungsleiste lässt sich insbesondere im Hinblick auf eine einfache Bedienbarkeit hin wählen. So können beispielsweise die Fadenführer an der Führungsleiste in eine obere Betriebsposition oberhalb der Spulspindeln geführt werden.
  • Hierbei ist besonders vorteilhaft, wenn die Fadenführer der Führungsleiste in der Sammelposition mit ortsfesten oberhalb des Spindelträgers angeordneten Kopffadenführern zusammenwirken. So sind keine weiteren Hilfsführungen der Fäden erforderlich. Die Kopffadenführer können in diesem Fall durch einfach umschlungene Stifte, Rollen oder auch durch Ösen gebildet sein.
  • Um eine kollektive Verstellung der Fadenführer an der Führungsleiste ausführen zu können, lassen sich mechanische oder pneumatische Mittel einsetzen. Eine besonders einfache und sichere Positionierung der Fadenführer an der Fadenführungsleiste wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung mittels eines Seilzuges realisiert.
  • Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand einiger Ausführungsbeispiele unter Bezug der beigefügten Figuren nachfolgend näher beschrieben.
  • Es stellen dar:
  • 1 schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine
  • 2 schematisch eine Vorderansicht der Aufspulmaschine aus 1 in verschiedenen Betriebssituationen
  • 3 schematisch eine Vorderansicht der Aufspulmaschine aus 1 in einer Betriebssituation
  • 4 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Führungsleiste mit verschiebbaren Fadenführern
  • In den 1, 2 und 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer Aufspulmaschine gemäß der Erfindung dargestellt. 1 zeigt die Aufspulmaschine in einer Seitenansicht, in den 2.1, 2.2 und 2.3 ist eine Vorderansicht der Aufspulmaschine beim Erstanlegen der Fäden und in 3 ist eine Vorderansicht der Aufspulmaschine bei einem Spindelwechsel dargestellt. Die nachfolgende Beschreibung gilt für alle Figuren insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist.
  • Die Aufspulmaschine weist eine frei auskragend gelagerte Spulspindel 2.1 auf. Die Spulspindel 2.1 ist an einem Spindelträger 3 drehbar gehalten und mit einem hier nicht dargestellten Antrieb verbunden. Am Umfang der Spulspindel 2.1 sind mehrere Hülsen 7 hintereinander aufgesteckt und verspannt. Die Hülsen 7 weisen an einem Ende einen Fangschlitz 16 auf.
  • Der Spindelträger 3 ist in einem Maschinengestell 1 drehbar gelagert. Um nach einem Prozessbeginn mehrere Fäden kontinuierlich ohne Unterbrechung aufwickeln zu können, ist an dem Spindelträger 3 eine zweite Spulspindel 2.2 gehalten. Die zweite Spulspindel 2.2 ist identisch zu der ersten Spulspindel 2.1 ausgeführt und an dem Spindelträger um 180° versetzt angeordnet. Der Spindelträger 3 ist hierzu als sogenannter Spulrevolver ausgeführt und mit einem hier nicht dargestellten Drehantrieb verbunden. Durch Drehung des Spindelträgers 3 lassen sich die Spulspindel 2.1 und 2.2 abwechselnd zwischen einem Wickelbereich zum Aufwickeln der Fäden und einen Wechselbereich zum Abnehmen der gewickelten Spulen führen.
  • In den Darstellungen von 1 und 2 befindet sich die Spulspindel 2.1 in dem Wickelbereich und die Spulspindel 2.2 in dem Wechselbereich. In 3 ist ein Spindelwechsel dargestellt, so dass die Spulspindel 2.1 in dem Wechselbereich und die Spulspindel 2.2 in dem Wickelbereich geführt wird.
  • In dem Wickelbereich wirken die Spulspindeln 2.1 oder 2.2 mit einer oberhalb des Spindelträgers 3 angeordneten Andrückwalze 5 sowie eine darüber angeordnete Changiereinrichtung 4 zusammen. Die Changiereinrichtung 4 weist pro Wickelstelle eine Changiereinheit auf, durch welche jeweils ein Faden innerhalb eines Changierhubes hin- und herführbar ist. Die Andrückwalze 5 ist vorzugsweise an einer hier nicht dargestellten Schwinge drehbar gelagert und wird während des Wickelns der Fäden am Umfang der zu bildenden Spule gehalten. Hierzu erstreckt sich die Andrückwalze 5 im Wesentlichen über die gesamte Länge der Spulspindel 2.1 oder 2.2.
  • Oberhalb der Changiereinrichtung 4 ist pro Wickelstelle ein Kopffadenführer 17 vorgesehen, die den Einlauf der Fäden 6 in die Wickelstellen der Aufspulmaschine bilden.
  • Bei der in 1 dargestellten Aufspulmaschine sind insgesamt vier Hülsen 7 an der Spulspindel 2.1 gehalten, so dass insgesamt vier Fäden 6 parallel nebeneinander zu jeweils einer Spule gewickelt werden. Die Anzahl der Wickelstellen in diesem Ausführungsbeispiel der Aufspulmaschine ist beispielhaft. Grundsätzlich können 8, 10 oder 12 oder noch mehr Hülsen an einer Spulspindel gehalten sein, um die gleiche Anzahl von Fäden zu Spulen aufzuwickeln. Der Aufbau und die Funktion des dargestellten Ausführungsbeispiels ist unabhängig von der Anzahl der Wickelstellen.
  • Zur Führung der Fadenschar beim Erstanlegen der Fäden zu Prozessbeginn und bei einem Spindelwechsel während des Prozesses ist eine Hilfseinrichtung 8 vorgesehen, die sowohl die Führungsmittel zum Führen der Fäden zum Erstanlegen als auch die Führungsmittel zum Führen der Fäden bei einem Spindelwechsel aufweist. Die Hilfseinrichtung 8 ist hierzu durch eine Führungsleiste 9 gebildet, die sich im Wesentlichen parallel zu der Spulspindel 2.1 erstreckt. Die Führungsleiste 9 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Spulspindel 2.1 und ist an einem Ende mit einem Träger 11 gekoppelt. Der Träger 11 ist schwenkbar ausgebildet und über die Schwenkachse 13 in dem Maschinengestell 1 gehalten. Dem Träger 11 ist ein Schwenkantrieb 12 zugeordnet, so dass der Träger 11 die Führungsleiste 9 aus einer Ruheposition in mehrere Betriebspositionen hin- und herführen kann.
  • An der sich parallel zur Spulspindel 2.1 erstreckenden Führungsleiste 9 sind mehrere Fadenführer 10 beweglich angeordnet, um in Längsrichtung der Führungsleiste 9 zwischen mehreren Positionen hin- und hergeführt zu werden. Die Anzahl der Fadenführer 10 an der Führungsleiste 9 ist identisch zu der Anzahl der Wickelstellten in der Aufspulmaschine, so dass jeder Wickelstelle einer der Fadenführer 10 zugeordnet ist. Die Fadenführer 10 können hierbei mechanisch, elektrisch oder pneumatisch geführt und gekoppelt sein.
  • Um zu Prozessbeginn eine Fadenschar von mehreren Fäden in die Aufspulmaschine anzulegen, wird die Fadenschar zunächst durch eine Absaugvorrichtung 14 geführt. Die Absaugvorrichtung 14 wird vorzugsweise als eine Saugpistole ausgebildet und durch eine Bedienperson geführt. Die Fadenschar wird hierzu beispielsweise aus einer vorgeordneten Spinneinrichtung kontinuierlich durch die Absaugvorrichtung 14 abgesaugt und zu einem Abfallbehälter geführt. Zum Einlegen der Fäden in die Prozessaggregate bzw. in die Aufspulmaschine wird die Absaugvorrichtung 14 durch die Bedienperson manuell geführt. So werden die Fäden 6 zunächst in die Kopffadenführer 17 eingefädelt. Grundsätzlich sind jedoch auch Ausführungen bekannt, bei welchen das Einlegen der Fäden automatisiert erfolgt.
  • Zur weiteren Erläuterung des Erstanlegevorganges wird nun zu den 1 und der 2.1 Bezug genommen. Wie aus der 2.1 hervorgeht, wird zur Vorbereitung des Erstanlegevorganges die Führungsleiste 9 aus einer Ruheposition seitlich neben dem Spindelträger 3 in einer obere Betriebsposition unmittelbar seitlich neben der Andrückwalze oberhalb des Spindelträgers 3 und der Spulspindeln 2.1 geführt. Hierzu wird über den Schwenkantrieb 12 der Träger 11 und die Schwenkachse 13 verschwenkt, so dass die Führungsleiste 9 in die obere Betriebsposition, die hier als Sammelposition bezeichnet ist, geführt wird.
  • Wie insbesondere aus der 1 hervorgeht, werden die an der Fadenführerleiste 9 beweglich gehaltenen Fadenführer 10 in eine Sammelstellung am freien Ende der Führungsleiste 9 geführt. In der Sammelstellung liegen die Fadenführer 10 dicht nebeneinander, so dass die Fäden 6 durch Führung der Absaugvorrichtung 14 in einfacher Art und Weise durch die Bedienperson einfädelbar sind. Nach dem Einfädeln der Fäden 6 in die Fadenführer 10 werden diese aus ihrer Sammelstellung in eine Anlegestellung geführt. Die Anlegestellung ist in 1 gestrichelt dargestellt. In den Anlegestellungen der Fadenführer 10 sind die Fäden 6 auf die einzelnen Wickelstellen verteilt. Hierbei sind die Fadenführer 10 unmittelbar einer der am Umfang der Spulspindeln 2.1 gehaltenen Hülsen 7 zugeordnet.
  • Im weiteren Verlauf wird die Führungsleiste 9 durch den Träger 11 aus der Sammelposition in einer untere Betriebsposition geführt. In 2.2 ist die Situation dargestellt, bei welcher die Führungsleiste 9 in der unteren Betriebsposition gehalten ist, die hier als Anlegeposition definiert ist. Parallel wird ein oberhalb der Changiereinrichtung 4 angeordneter Fadenausheber 18 derart aktiviert, dass ein Einfallen der Fäden 6 in die Changiereinrichtung 4 vermieden wird. Bei der in 2.2 gezeigten Situation gelangen die Fäden 6 über die positionierten Fadenführer 10 jeweils in den Fangschlitz 16 der Hülsen 7 am Umfang der Spulspindel 2.1. Zum Anlegen und Fangen der Fäden 6 an den Hülsen 7 wird der Spindelträger 3 mit der Spulspindel 2.1 im Uhrzeigersinn gedreht, so dass die Fäden 6 mit Umschlingungen an den Hülsen 7 geführt sind. Hierbei ist die Drehrichtung der Hülsen 7, die durch die Spulspindel 2.1 angetrieben werden, gleichgerichtet zu der Fadenlaufrichtung. Diese Situation entspricht einem Gleichlaufprinzip. Die Fäden 6 werden von Fangschlitzen 16 der Hülsen 7 erfasst und durchtrennt. Zum Trennen der Fäden 6 sind vorzugsweise an den Fadenführern 10 separate Schneidmittel integriert.
  • Nach dem Fangen und Trennen der Fäden beginnt der Aufwickelvorgang. Die Führungsleiste 9 mit den Fadenführern 10 wird in die Ruhestellung seitlich neben dem Spindelträger 3 zurückgeführt. Diese Situation ist in 2.3 dargestellt. Gleichzeitig wird der Fadenausheber 18 aus dem Fadenlauf verschwenkt, so dass die Fäden 6 in die Changiereinrichtungen 4 einfallen. Das Aufwickeln der Fäden 6 zu Spulen kann nun beginnen.
  • Im Verlauf des Prozesses werden zum kontinuierlichen Aufwickeln der Fäden die Spindeln 2.1 oder 2.2 bei Erreichen eines Enddurchmessers der gewickelten Spulen aus dem Wickelbereich in einen Wechselbereich geführt. In 3 ist die Situation dargestellt, bei welcher die Spulspindel 2.1 mit fertig gewickelten Spulen in den Wechselbereich geführt ist, so dass die Spulspindel 2.2 mit leeren Hülsen 7 in den Wickelbereich gelangt. Um die Fadenübergabe von den voll gewickelten Spulen 15 an der Spulspindel 2.1 zu den leeren Hülsen 7 am Umfang der Spulspindel 2.2 ausführen zu können, wird die Führungsleiste 9 durch Aktivierung des Schwenkantriebes 12 aus der Ruhestellung in eine weitere Betriebsposition zwischen den beiden Spulspindeln 2.1 und 2.2 geführt. Diese Betriebsposition wird als Fangposition bezeichnet. In der Fangposition werden die Fäden 6 an einer Gleitkante der Führungsleiste 9 geführt. Die an der Führungsleiste 9 gehaltenen Fadenführer 10 befinden sich in dieser Situation in ihrer Anlegestellung. Somit wird durch Aktivierung des Fadenaushebers 18, der die Fäden 6 aus der Changiereinrichtung 4 führt, jeder der Fäden 6 an der Führungsleiste 9 durch die Fadenführer 10 positioniert. Nun lässt sich das Anlegen und Fangen der Fäden 6 an die Hülsen 7 der Spulspindel 2.2 einleiten. Nachdem nun die Fäden 6 gefangen und getrennt sind, wird die Führungsleiste 9 aus der Fangposition in die Ruhposition seitlich neben dem Spindelträger 3 zurückverschwenkt. Gleichzeitig wird der Fadenausheber 18 oberhalb der Changiereinrichtung 14 aus dem Fadenlauf herausgeführt, so dass die Fäden 6 jeweils in die Changiereinheiten der Changiereinrichtung 4 einfallen. Der Spindelwechsel ist vollzogen und die Fäden werden zu neuen Spulen an der Spulspindel 2.2 gewickelt. In der nachfolgenden Zeit lassen sich nun die an den Spulspindeln 2.1 gehaltenen Vollspulen gegen neue Hülsen austauschen.
  • An dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt, dass die in dem Ausführungsbeispiel nach 1 und 2 gebildeten Betriebspositionen der Führungsleiste 9 beispielhaft sind. So besteht die Möglichkeit, dass die untere Betriebsposition die beim Erstanlegen als Anlegeposition bezeichnet ist, identisch ist mit der Fangposition bei einem Spindelwechsel. Es sind jedoch auch noch weitere zusätzliche Zwischenpositionen möglich, die durch die Führungsleiste zur Führung und Positionierung der Fäden eingenommen werden könnten. Wesentlich hierbei ist, dass sowohl die radiale Auslenkung der Fäden in Richtung der Spulspindeln als auch die Auslenkung in Richtung der Spulspindeln durch die Führungsleiste 9 mit ausführbar ist.
  • Um die an der Führungsleiste 9 verschiebbar Fadenführer 10 zwischen einer Sammelstellung und einer Anlegestellung zu positionieren, ist in 4 ein Ausführungsbeispiel eines möglichen Verschiebeantriebes dargestellt. In 4 ist hierzu nur eine Draufsicht der Führungsleiste 9 gezeigt, die an beiden Enden durch jeweils einen Träger 11 schwenkbar an einer Schwenkachse 13 gehalten ist. An dem Träger 11 ist ein Seilzug 19 angeordnet, welcher über einen Linearantrieb 20 zwischen zwei Positionen hin- und hergeführt wird. An dem Seilzug 19 ist einer dem Ende der Führungsleiste zugeordnete Fadenführer 10.1 befestigt. Somit lässt sich der Fadenführer 10.1 zwischen einer Anlegestellung und einer Sammelstellung hin- und herführen.
  • Der über den Seilzug geführte Fadenführer 10.1 ist durch ein Verbindungsmittel 21 mit den übrigen Fadenführern 10.2, 10.3 und 10.4 verbunden. Als Verbindungsmittel 21 ist hierbei ein Band vorgesehen, das an einem Ende der Führungsleiste 9 befestigt ist und eine der jeweiligen Anlegestellung bestimmende Länge aufweist, in welcher die Fadenführer 10.1, 10.2, 10.3, 10.4 positioniert werden. So lassen sich durch Betätigung des Seilzuges alle Fadenführer 10.110.4 an der Führungsleiste 9 in eine Sammelstellung am rechten Ende der Fadenführerleiste 9 zusammenführen. Durch erneute Aktivierung des Seilzuges, um den Fadenführer 10.1 zum linken Ende der Führungsleiste 9 hin zu verschieben, erfolgt eine Positionierung der Fadenführer 10.1 bis 10.4 in die jeweiligen Anlegestellungen, so dass ein Selektieren der Fäden auf die Wickelstellen innerhalb der Aufspulmaschinen erfolgt.
  • Das in 4 dargestellte Ausführungsbeispiel ist nur eine mögliche mechanische Ausführungsform, um die Bewegung der Fadenführer 10 in der Führungsleiste 9 auszuführen. Grundsätzlich können auch pneumatische oder elektrische Mittel eingesetzt werden, um eine Positionierung der Fadenführer an der Führungsleiste vorzunehmen.
  • 1
    Maschinengestell
    2.1, 2.2
    Spulspindel
    3
    Spindelträger
    4
    Changiereinrichtung
    5
    Andrückwalze
    6
    Faden
    7
    Hülse
    8
    Hilfseinrichtung
    9
    Führungsleiste
    10
    Fadenführer
    11
    Träger
    12
    Schwenkantrieb
    13
    Schwenkachse
    14
    Absaugvorrichtung
    15
    Spule
    16
    Fangschlitz
    17
    Kopffadenführer
    18
    Fadenausheber
    19
    Seilzug
    20
    Linearantrieb
    21
    Verbindungsmittel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 99/12837 [0002]

Claims (13)

  1. Aufspulmaschine zum Aufwickeln mehrerer Fäden zu jeweils eine Spule mit zwei drehbar gelagerten Spulspindeln (2.1, 2.2) zur Aufnahme mehrerer Hülsen (7), an deren Umfang jeweils einer der Fäden (6) zu einer der Spulen wickelbar ist, mit einem beweglichen Spindelträger (3) zum Halten der Spulspindeln (2.1, 2.2), wobei die Spulspindeln (2.1, 2.2) durch den Spindelträger (3) abwechselnd in einen Wickelbereich zum Aufwickeln der Fäden (6) und einen Wechselbereich zum Abnehmen der gewickelten Spulen (15) führbar sind, mit einer Hilfseinrichtung (8) zum Führen der Fäden bei einem Erstanlegen zu Prozessbeginn und zum Auslenken der Fäden bei einem Spindelwechsel während des Prozesses, wobei zu Prozessbeginn beim Erstanlegen und Fangen der Fäden die Hilfseinrichtung (8) mit einer Absaugvorrichtung (14) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (8) durch eine beweglich gehaltene Führungsleiste (9) mit mehreren entlang der Führungsleiste (9) mit Abstand nebeneinander angeordneten Fadenführern (10) gebildet sind, welche Fadenführer (10) entlang der sich parallel zur Spulspindel (2.1) erstreckenden Führungsleiste (9) beweglich gehalten und in mehreren Positionen positionierbar sind.
  2. Aufspulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (10) an der Führungsleiste (9) kollektiv jeweils zwischen einer Sammelstellung mit kleinem Fadenabstand und einer Anlegestellung mit großem Fadenabstand führbar sind.
  3. Aufspulmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleiste (9) an einem schwenkbaren Träger (11) gehalten ist und mittels eines auf den Träger (11) einwirkenden Schwenkantriebes (12) zwischen einer Ruheposition in mehrere Betriebspositionen führbar ist.
  4. Aufspulmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einer der Betriebsposition (Sammelposition) der Führungsleiste (9) die Fadenführer (10) in ihrer Sammelstellung mit kurzem Abstand nebeneinander an einem Ende der Führungsleiste (9) gehalten sind und nach einem Einfädeln der Fäden in ihre Anlegestellung führbar sind.
  5. Aufspulmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (10) der Führungsleiste (9) in der Sammelposition mit ortsfesten oberhalb des Spindelträgers (3) angeordneten Kopffadenführern (17) zusammenwirken.
  6. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in anderen Betriebspositionen der Führungsleiste (9) die Fadenführer (10) in ihrer Anlegestellung gehalten sind.
  7. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (10) an der Führungsleiste (9) mittels eines Seilzuges (19) gemeinsam zwischen ihren Sammelstellungen und ihren Anlegestellungen hin und herführbar sind.
  8. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleiste (9) eine oder mehrere Gleitkanten aufweist, die in einer der Betriebspositionen (Fangposition) beim Spindelwechsel mit den in ihrer Anlegestellung gehalten Fadenführern (10) zusammenwirkt.
  9. Verfahren zum Erstanlegen und Spindelnwechseln einer Fadenschar in einer Aufspulmaschine mit zwei Spulspindel zur Aufnahme mehrerer Hülsen, bei welchem die Fäden der Fadenschar einzeln zum Wickeln von Spulen den Hülsen einer der in einem Wickelbereich gehaltenen Spulspindel zugeordnet werden, bei welchem zum Erstanlegen die Fäden nach Einfädeln in mehreren Kopffadenführern und bis zum Fangen an den Hülsen oder in mehreren den Hülsen zugeordneten Fangeinrichtungen gemeinsam durch eine Absaugvorrichtung kontinuierlich abgeführt werden, und bei welchem zum Spindelwechseln die Fäden zwischen einer der im Wickelbereich gehaltenen Spulspindel und der anderen in einem Wechselbereich gehaltenen Spulspindel zum Fangen an den Hülsen oder in mehreren die Hülsen zugeordneten Fangeinrichtungen gemeinsam ausgelenkt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden beim Erstanlegen und die Fäden beim Spindelwechsel gemeinsam durch eine bewegliche Führungsleiste geführt werden, wobei die Faden durch längsverschiebbare Fadenführer an der Führungsleiste positioniert werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erstanlegen der Fäden folgende Schritte durchlaufen werden: 10.1. Verschwenken der Führungsleiste aus einer Ruheposition in eine Sammelposition; 10.2. Verschieben der Fadenführer an der Führungsleiste in jeweils eine Sammelstellung und Einfädeln der Fäden in die Fadenführer; 10.3. Vereinzeln der Fäden aus jeweils den Sammelstellungen in jeweils eine den Hülsen zugeordnete Anlegestellung der Fadenführer an der Führungsleiste; 10.4. Auslenken der Fäden durch Verschwenken der Führungsleiste aus der Sammelposition in eine Anlegeposition, 10.5. Anlegen und Fangen der Fäden an die Hülsen oder an einzelne den Hülsen zugeordnete Fangeinrichtungen und 10.6. Verschwenken der Führungsleiste aus der Anlegeposition in die Ruheposition
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anlegen und Fangen der Fäden die Führungsleiste relativ zu der ruhenden Spulspindel bewegt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anlegen und Fangen der Fäden die Spulspindel relativ zu der in der Anlegeposition stehenden Führungsleiste bewegt wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Spindelwechsel zu einer Übergabe der Fäden von einer der Spulspindeln mit vollen Spulen zu anderen Spulspindel mit Leerhülsen folgende Schritte durchlaufen werden: 13.1. Positionswechsel der Spulspindeln durch Bewegung des Spindelträgers; 13.2. Auslenken der Fäden zwischen den beiden Spulspindeln durch Verschwenken der Führungsleiste aus der Ruheposition in eine Fangposition; 13.3. Anlegen und Fangen der Fäden an die Hülsen oder an einzelne den Hülsen zugeordnete Fangeinrichtungen und 13.4. Verschwenken der Führungsleiste aus der Fangposition in die Ruheposition.
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