DE102008000594A1 - Vorrichtung zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine, insbesondere von deren Abgasanlage, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich der Vorrichtung oder der Reduktionsmittelvorrichtung zurückführt. Es ist vorgesehen, dass eine mechanische Saug- und/oder Druckvorrichtung (37), deren Saug- und/oder Druckorgan (38) mittels mindestens eines mechanischen Energiespeichers, insbesondere Feder (31), für einen das Reduktionsmittel in den Reduktionsmitteltank (2) und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich befördernden Saug- und/oder Druckvorgang beaufschlagbar ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich der Vorrichtung oder der Reduktionsmittelvorrichtung zurückführt. Es ist vorgesehen, dass das Reduktionsmittel mittels eines von einem mechanischen Energiespeicher betätigten oder ausgeführten Saug- oder Druckvorgangs in den Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich rückgeführt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank zurückführt.
- Stand der Technik
- Abgasreinigungssysteme moderner Fahrzeuge weisen beispielsweise Stickstoffoxyd-Reduktionssysteme (DeNOx-Systeme) auf. Im Stand der Technik ist es hierbei geläufig, solchen DeNOx-Systemen ein Reduktionsmittel zuzuführen, beispielsweise eine Harnstoffwasserlösung für AdBlue-Anwendungen. Solche Dosiersysteme werden nach dem Abstellen des Motors weitgehend leer gesaugt, um ein eventuelles Einfrieren zu verhindern, da das Reduktionsmittel einen relativ hoch liegenden Gefrierpunkt hat. Um Schäden beispielsweise am Dosierventil durch eventuell auftretenden Eisdruck zu vermeiden, erfolgt demzufolge eine Entleerung des Systems. Im Stand der Technik geschieht dies durch Umschalten der Förderrichtung der Förderpumpe beziehungsweise Dosierpumpe oder durch Ventile an der Förderpumpe, die entsprechend elektrisch betätigt werden. Die im Stand der Technik bekannten Anwendungen zum Entleeren der Reduktionsmittelvorrichtung setzen voraus, dass die Bordspannung auch nach Abschalten des Fahrzeugs (also in einem Zustand, in dem das Entleeren der Reduktionsmittelvorrichtung erfolgen soll) die Bordspannung anliegt. Moderne Fahrzeuge weisen aber zunehmend eine Not-Aus-Schaltung auf, die beispielsweise bei Unfällen die Bordspannung von elektrischen und elektronischen Einrichtungen des Fahrzeugs trennt, um unerwünschte Kurzschlüsse oder nachteilige elektrische Erscheinungen zu verhindern; zunehmend gibt es Fahrzeuge mit von einem Bediener zu betätigenden Not-Aus-Schaltern, wie beispielsweise Gefahrguttransporter. In diesen Fällen wird das gesamte Bordnetz spannungsfrei geschaltet, sodass ein Entleeren der Reduktionsmittelvorrichtung durch Umkehren der Förderrichtung der Förderpumpe nicht möglich ist, da die zu deren Betrieb erforderliche Bordspannung nicht mehr anliegt. In solchen Fällen kann im Stand der Technik eine nachteilige Auswirkung auf die Reduktionsmittelvorrichtung durch fehlendes Entleeren derselben nicht ausgeschlossen werden.
- Ziel der Erfindung ist es, auch bei Fahrzeugen mit Not-Aus-Schaltungen oder -schaltern eine zuverlässige Entleerung der Reduktionsmittelvorrichtung bewirken zu können, um nachteilige Auswirkungen von Reduktionsmittel nach Abstellen des Fahrzeugs auf das feinmechanisch konstruierte, empfindliche Dosierventil zu vermeiden.
- Offenbarung der Erfindung
- Hierzu wird eine Vorrichtung zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine, insbesondere von deren Abgasanlage, vorgeschlagen, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich der Vorrichtung oder der Reduktionsmittelvorrichtung zurückführt. Hierbei ist vorgesehen, dass eine mechanische Saug- und/oder Druckvorrichtung, deren Saug- und/oder Druckorgan mittels mindestens eines mechanischen Energiespeichers, insbesondere Feder, für einen das Reduktionsmittel in den Reduktionstank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich fördernden Saug- und/oder Druckvorgang beaufschlagbar ist. Anders als im Stand der Technik wird also keine elektrische Energie aufgewendet, wie sie beim Umschalten der Förderrichtung und beim entsprechenden Betrieb der Förderpumpe des Reduktionsmittels benötigt wird, sondern die mechanische Energie, wie sie in dem mechanischen Energiespeicher, beispielsweise einer Feder, gespeichert ist. Der mechanische Energiespeicher beaufschlagt hierbei eine mechanische Saug- und/oder Druckvorrichtung, die das Saug- und/oder Druckorgan aufweist und das Reduktionsmittel in den Reduktionsmitteltank befördert. Mit Reduktionsmitteltank ist hierbei nicht notwendig der zur Bevorratung des Reduktionsmittels dienende Reduktionsmitteltank gemeint, es kommt auch eine Zwischenspeichereinrichtung in Betracht oder ein gegen Einfrieren unempfindlicher Bereich der Reduktionsmittelvorrichtung oder der Vorrichtung. Beim Betrieb der Reduktionsmittelvorrichtung wird demzufolge mechanische Energie im mechanischen Energiespeicher vorgehalten, die dann die mechanische Saug- und/oder Druckvorrichtung beaufschlagt, wenn beispielsweise nach Abschalten der Brennkraftmaschine, oder bei einem Not-Aus derselben, das Reduktionsmittel in den Reduktionsmitteltank zurückbefördert werden soll.
- In einer Ausbildung der Erfindung ist das Saug- und/oder Druckorgan eine Kolben-Zylinder-Einheit. Kolben-Zylinder-Einheiten sind als Saug- und/oder Druckorgane bekannt. Je nach Anbindung wird das zu befördernde Medium entweder abgesaugt oder gedrückt. In einer bevorzugten Ausbildung des Saug- und/oder Druckorgans ist die Kolben-Zylinder-Einheit derart ausgeführt, dass sie mit einer einzigen Kolbenhubbewegung das gesamte leer zu fördernde Volumen der Reduktionsmittelvorrichtung leeren kann. Das Volumen im entsprechenden Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit ist demzufolge so groß wie oder größer als das leer zu saugende Volumen der Reduktionsmittelvorrichtung.
- In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Kolben der Kolben-Zylinder-Einheit von dem mechanischen Energiespeicher beaufschlagt ist. In dieser Ausführungsform wird demzufolge der Kolben der Kolben-Zylinder-Einheit durch Energiefreisetzung aus dem mechanischen Energiespeicher betätigt. Die Beaufschlagung kann direkt oder indirekt erfolgen, also durch direktes Angreifen des mechanischen Energiespeichers am Kolben oder über ein Betätigungsmittel.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Feder (als mechanischer Energiespeicher) eine Druckfeder, insbesondere eine Schraubendruckfeder. Eine solche Schraubendruckfeder lässt sich in der Kolben-Zylinder-Einheit sehr vorteilhaft anordnen, beispielsweise dergestalt, dass der Kolben als Stufenkolben ausgebildet ist und sich die Schraubendruckfeder an einer Kolbenstufe des Stufenkolbens einerseits und an einem Boden, insbesondere Stufenboden, des Zylinders andererseits abstützt. Auf diese Weise lässt sich eine sehr einfache und kostengünstige, dabei sehr betriebssichere Bauform erreichen.
- In einer weiteren Ausführungsform weist die Reduktionsmittelvorrichtung eine elektrische Reduktionsmittel-Förderpumpe auf. Die elektrische Reduktionsmittel-Förderpumpe dient im Betrieb der Reduktionsmittelvorrichtung der Zuführung von Reduktionsmittel. Diese wird der einfachen Ansteuerbarkeit und Regelbarkeit innerhalb der Brennkraftmaschine zugeordeter Regelsysteme halber elektrisch betrieben.
- Weiter ist vorgesehen, dass die Reduktionsmittel-Förderpumpe mit dem Kolben zum Spannen der Feder über eine Reduktionsmittelleitung wirkverbunden ist. Im Betrieb der Reduktionsmittel-Förderpumpe wird durch einseitige Beaufschlagung des im Zylinder der Kolben-Zylinder-Einheit geführten Kolbens mit dem Pumpendruck ein Spannen der Feder als dem mechanischen Energiespeicher bewirkt. Der Kolben wird demzufolge entgegen der Wirkungsrichtung der Feder gedrückt, solange die Reduktionsmittel-Förderpumpe im Betrieb ist. Hierdurch findet eine Energiezufuhr zum mechanischen Energiespeicher statt. Wird die Reduktionsmittel-Förderpumpe abgeschaltet, entfällt diese Druckbeaufschlagung des Kolbens, so dass dieser unter Abgabe dieser Energie entsprechend der Druckwirkung der Feder in die entgegengesetzte Bewegung bewegt wird und das Saug- und/oder Druckorgan, das hierbei ausgebildet ist, das Reduktionsmittel aus der Reduktionsmittelvorrichtung in die Vorrichtung saugt und über eine zwischen dieser und dem Reduktionsmitteltank befindliche Rückführleitung in den Reduktionsmitteltank befördert.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist auf der einen Seite des Kolbens eine Saug- oder eine Druckkammer für das Entfernen von Reduktionsmittel ausgebildet, während auf der anderen Seite des Kolbens eine Druckkammer für von der Reduktionsmittel-Förderpumpe gefördertes Reduktionsmittel ausgebildet ist. Der Kolben ist demzufolge beidseitig wirksam, nämlich einerseits über die Druckkammer für von der Reduktionsmittel-Förderpumpe gefördertes Reduktionsmittel zum Spannen der Feder, also zur Energiezufuhr zum mechanischen Energiespeicher, und auf der anderen Seite als Saug- oder Druckkammer, bevorzugt als Saugkammer, für das Entfernen von Reduktionsmittel aus der Reduktionsmittelvorrichtung. Hierdurch lässt sich eine besonders einfache und wirksame Ausführung erreichen.
- Weiter wird ein Verfahren zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine vorgeschlagen, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich der Vorrichtung oder der Reduktionsmittelvorrichtung zurückführt. Dabei ist vorgesehen, dass das Reduktionsmittel mittels eines von einem mechanischen Energiespeicher betätigten oder ausgeführten Saug- oder Druckvorgangs in den Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich rückgeführt wird.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen und Kombinationen derselben.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein.
- Es zeigt
- die Figur eine Vorrichtung zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine.
- Ausführungsform(en) der Erfindung
- Die Figur zeigt eine Reduktionsmittelvorrichtung
1 für eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine, insbesondere für deren Abgasanlage, eines nicht dargestellten Kraftfahrzeugs, mit einem Reduktionsmitteltank2 , einer diesem angeschlossenen Saugleitung3 , einer in der Saugleitung3 stromabwärts des Reduktionsmitteltanks2 angeordneten Förderpumpe4 mit einem elektrischen Pumpenmotor5 und einem der Förderpumpe4 stromabwärts nachgeschalteten, über einen Fernschalter6 betätigbaren Absperrventil7 , und einem dem Absperrventil7 stromabwärts nachgeschalteten Dosiermodul8 , das ein Dosierventil9 zur Reduktionsmitteleinspritzung in einen nicht dargestellten Reduktionskatalysator aufweist. Die elektrischen Komponenten der Reduktionsmittelvorrichtung1 , nämlich der Pumpenmotor5 für die Förderpumpe4 und der Fernschalter6 , liegen in einem elektrischen Kreislauf10 , der mittels eines Steuergerätes11 gesteuert und/oder geschaltet wird. In dieser Ausführung entspricht die Reduktionsmittelvorrichtung1 , wie sie mit einer gepunkteten Linie als Baugruppe zusammengefasst ist, im Wesentlichen dem Stand der Technik. Der Reduktionsmittelvorrichtung1 ist erfindungsgemäß eine Entleervorrichtung12 zugeordnet, also eine Vorrichtung zum Entleeren der Reduktionsmittelvorrichtung1 . Diese weist einen als Stufenzylinder13 ausgebildeten Zylinder14 auf, in dem ein als Stufenkolben15 ausgebildeter Kolben16 axial verschieblich gelagert ist. Zylinder14 und Kolben16 bilden zusammen eine Kolben-Zylinder-Einheit17 , die mittels dreier Leitungen18 an die Reduktionsmittelvorrichtung1 angeschlossen ist, als Saug- und/oder Druckorgan38 . Der Zylinder14 ist als Stufenzylinder13 in seinem vorderen, durchmesserkleineren Bereich19 als Saugkammer20 und in seinem durchmessergrößeren Bereich21 als Druckkammer22 ausgebildet. Die Druckkammer22 ist über eine der Leitungen18 , nämlich eine Reduktionsmittelleitung23 , mit einem Leitungsabschnitt24 verbunden, der zwischen der Förderpumpe4 und dem Absperrventil7 , also stromabwärts der Förderpumpe4 , angeordnet ist. Stromabwärts des Absperrventils7 ist in der Leitung18 ein T-Stück25 angeordnet, von dem aus eine Verbindung zur Saugkammer20 der Kolben-Zylinder-Einheit17 hergestellt wird. Über eine weitere Leitung18 wird eine Verbindung zwischen der Kolben-Zylinder-Einheit17 und dem Reduktionsmitteltank2 hergestellt, wobei diese Leitung18 als Entleerungsleitung26 ausgebildet ist. Der Stufenkolben15 bildet mit seinem durchmessergrößeren Kolbenabschnitt27 , der mit einer umlaufenden Dichtung28 , beispielsweise einem O-Ring29 , versehen ist, eine Druckabdichtung zwischen Saugkammer20 und Druckkammer22 aus. Hierdurch wird eine mechanische Saug- und/oder Druckvorrichtung37 ausgebildet. Wird über die Reduktionsmittelleitung23 , die eine Druckleitung30 ist, die Druckkammer22 im Betrieb der Förderpumpe4 mit Reduktionsmittel beziehungsweise mit Druck beaufschlagt, bewegt sich der durchmessergrößere Kolbenabschnitt27 in Richtung auf den durchmesserkleineren Bereich19 des Stufenzylinders13 zu und spannt eine dazwischen angeordnete Feder31 , nämlich eine Schraubendruckfeder32 , die sich an einer Kolbenstufe33 des Stufenkolbens15 , also dem Bereich, in dem der Stufenkolben13 als durchmessergrößerer Kolbenbereich27 ausgebildet ist, einerseits und an einer Zylinderstufe34 andererseits abstützt, wobei die Zylinderstufe34 ein solcher Bereich ist, der im Wesentlichen quer, insbesondere senkrecht zu einer Zylinderlängsachse35 verläuft, an dem der Stufenzylinder13 vom durchmesserkleineren Bereich19 in den durchmessergrößeren Bereich21 übergeht. Bei Druckbeaufschlagung der Druckkammer22 wird demzufolge durch Axialbewegung des Stufenkolbens15 die Schraubendruckfeder32 als mechanischer Energiespeicher36 gespannt, dem mechanischen Energiespeicher36 folglich Energie zugeführt. Bei Abschalten der Förderpumpe4 und/oder Schließen des Absperrventils7 über den Fernschalter6 , gesteuert vom Steuergerät11 oder beispielsweise durch einen Ausfall des elektrischen Kreislaufs10 bewirkt, hört die Druckbeaufschlagung der Druckkammer22 auf, wobei darin befindliches, zuvor hinein gefördertes Reduktionsmittel über die Druckleitung30 zurück in den Leitungsabschnitt24 zwischen Absperrventil7 und Förderpumpe4 gefördert und, bei entsprechender konstruktiver Ausgestaltung der Förderpumpe4 , durch diese mechanisch rückwärts (also ohne Pumpenbetätigung) in den Reduktionsmitteltank2 zurückströmen kann. Bei Wegfall der Druckbeaufschlagung des durchmessergrößeren Kolbenabschnitts27 wird durch die im mechanischen Energiespeicher36 gespeicherte mechanische Energie, nämlich ein Entspannen der Schraubendruckfeder32 , der Stufenkolben15 axial zurück in den Bereich der Druckkammer22 hinein bewegt, wodurch sich das Volumen der Saugkammer20 vergrößert. Da die Saugkammer20 über das T-Stück25 mit den Leitungen18 , insbesondere mit dem Dosiermodul8 und dem empfindlichen Dosierventil9 verbunden ist, wird in dem Dosiermodul8 und im Dosierventil9 befindliches Reduktionsmittel in die Saugkammer20 eingesaugt, jedenfalls aber der Bereich des Dosiermoduls8 und des Dosierventils9 stark evakuiert, so dass ein eventuelles Gefrieren und die damit einhergehende Volumenvergrößerung von Reduktionsmittel nicht mehr zu einer Beschädigung der mechanisch empfindlichen Bauteile im Dosiermodul8 , insbesondere des Dosierventils9 , führen kann. In die Saugkammer20 eingesaugtes Reduktionsmittel wird über die Entleerungsleitung26 in den Reduktionsmitteltank2 zurückgeführt; insbesondere dann, wenn sich aus der Saugkammer20 Reduktionsmittel in den durchmessergrößeren Bereich21 des Stufenzylinders13 verschleicht. Das Reduktionsmittel kann in der Saugkammer20 verbleiben, wenn dieses hinreichend unempfindlich gegen Einfrieren ist. In der Saugkammer20 befindliches Reduktionsmittel wird bei erneutem Einschalten der Förderpumpe4 und damit Druckbeaufschlagung der Druckkammer22 mit entsprechender Vorwärtsbewegung des Stufenkolbens15 auch in den Bereich der Saugkammer hinein aus dieser herausgedrückt und über das T-Stück25 wieder dem Dosiermodul8 zugeführt. Auf diese Weise wird eine zuverlässige, rein mechanisch wirkende Entleerung des Reduktionsmittelvorrichtung1 in den empfindlichen Bereichen, insbesondere Dosiermodul8 und Dosierventil9 , bewirkt, wobei durch die rein mechanische Wirkungsweise die Entleervorrichtung12 auch bei einem beabsichtigten oder unbeabsichtigten Ausfall des elektrischen Kreislaufs10 sicher wirksam ist.
Claims (8)
- Vorrichtung zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine, insbesondere von deren Abgasanlage, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich der Vorrichtung oder der Reduktionsmittelvorrichtung zurückführt, gekennzeichnet durch eine mechanische Saug- und/oder Druckvorrichtung (
37 ), deren Saug- und/oder Druckorgan (38 ) mittels mindestens eines mechanischen Energiespeichers, insbesondere Feder (31 ), für einen das Reduktionsmittel in den Reduktionsmitteltank (2 ) und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich befördernden Saug- und/oder Druckvorgang beaufschlagbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Saug- und/oder Druckorgan (
38 ) eine Kolben-Zylinder-Einheit (17 ) ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (
16 ) der Kolben-Zylinder-Einheit (17 ) von dem mechanischen Energiespeicher (36 ) beaufschlagt ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (
31 ) eine Druckfeder, insbesondere eine Schraubendruckfeder (32 ) ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionsmittelvorrichtung (
1 ) eine elektrische Reduktionsmittel-Förderpumpe (4 ) aufweist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionsmittel-Förderpumpe (
4 ) mit dem Kolben (16 ) zum Spannen der Feder (31 ) über eine Reduktionsmittel-Leitung (23 ) wirkverbunden ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der einen Seite des Kolbens (
16 ) eine Saug- oder eine Druckkammer (22 ) für das Entfernen von Reduktionsmittel ausgebildet ist und dass auf der anderen Seite des Kolbens (16 ) eine Druckkammer (22 ) für von der Reduktionsmittel-Förderpumpe (4 ) gefördertes Reduktionsmittel ausgebildet ist. - Verfahren zum Entleeren einer Reduktionsmittelvorrichtung einer Brennkraftmaschine, wobei die Vorrichtung bei einer Abschaltung der Reduktionsmittelvorrichtung Reduktionsmittel in einen Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich der Vorrichtung oder der Reduktionsmittelvorrichtung zurückführt, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel mittels eines von einem mechanischen Energiespeicher betätigten oder ausgeführten Saug- oder Druckvorgangs in den Reduktionsmitteltank und/oder in einen gegen Einfrieren unempfindlichen Bereich rückgeführt wird.
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