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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage bzw. zum
Einbringen eines Hohlkörpers in eine Betonwand oder Betondecke.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum
Einbringen einer Tragschiene oder einer Installationsdose in eine
Wand bzw. Decke. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung
ein Montage-Hilfselement, mit dem erfindungsgemäß eine
entsprechende Montage erleichtert wird.
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In
der Beleuchtungstechnik bzw. allgemein in der Hausleittechnik werden
oftmals hohlkörperartige Elemente in einer Wand oder Decke
eines Raums angeordnet. Es kann sich hierbei einerseits um klassische
Installationsdosen zur Aufnahme von Anschlusseinrichtungen zur Stromversorgung
oder Signalübertragung bzw. zur Anordnung von Schalt- oder Bedienelementen
handeln. Auch werden oftmals in einer Decke versenkt sog. Tragschienen
angeordnet, die zur Aufnahme bspw. von Stromschienen dienen. Diese
Stromschienen ermöglichen dann das flexible Anschließen
von Verbrauchern, insbesondere von Leuchten, Strahlern oder ähnlichen
Geräten.
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Das
Einbringen dieser Hohlkörper in Wände oder Decken
kann bspw. dadurch erfolgen, dass in der Wand bzw. Decke eine entsprechende
Ausnehmung geschaffen wird, in die der Hohlkörper dann eingesetzt
und in geeigneter Weise befestigt wird. Dies kann bspw. dadurch
erfolgen, dass die in die Wand bzw. Decke eingebrachte Ausnehmung
größer bemessen ist als die Außenabmessung
des Hohlkörpers. Der verbleibende Freiraum wird dann mit
einem geeigneten, selbsthärtenden Material ausgefüllt.
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Die
soeben beschriebene Vorgehensweise zum Einbringen von Hohlkörpern
in Wände oder Decken ist verhältnismäßig
aufwendig und ferner auch nur dann sinnvoll durchzuführen,
wenn anschließend die Wand bzw. Decke noch verputzt wird.
Durch das Aufbringen des Verputzes kann nämlich das aushärtende
Material in dem verbleibenden Hohlraum der Ausnehmung kaschiert
werden, so dass auf diesem Wege die Frontseite des Hohlkörpers
bündig mit der Wandoberfläche abschließen
kann. Das Verfahren ist allerdings dann nicht einsetzbar, wenn kein
zusätzlicher Verputz auf die Wand oder Decke aufgebracht werden
soll. Insbesondere also bei sog. Sichtbetonanwendungen ergibt sich
dementsprechend das Problem, dass die zuvor beschriebene Vorgehensweise nicht
zu einer optisch zufriedenstellenden Lösung führt.
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Um
diese Problematik zu umgehen, wird in der
DE 43 12 661 A1 vorgeschlagen,
eine in einer Betonwand anzuordnende Installationsdose unmittelbar
in die Betonwand einzugießen. Hierzu ist die Dose an ihrer
Vorderseite mit einem Aufsatz versehen, der mit einer Verschalung
zum Erstellen der Betonwand verbunden, insbesondere verschraubt
wird. In diesem Zustand wird dann die Betonwand gegossen, wobei
nach Erhärten der Wand die Verschalung abgenommen wird.
An der Frontseite der Dose ist hierzu eine Sollbruchstelle ausgeführt,
so dass bei Entfernen der Verschalung gleichzeitig eine etwa kreisförmige
Abdeckung von der Dose entfernt wird.
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Die
in der
DE 43 12 661
A1 beschriebene Lösung umgeht dementsprechend
das Problem, dass in eine bereits fertige Wand eine Ausnehmung eingebracht
werden muss, in der dann die Dose nachträglich angebracht
wird. Problematisch ist allerdings, dass ein sauberes Abtrennen
der kreisförmigen Abdeckung an den Sollbruchstellen nur
schwer zu erreichen ist. Insbesondere besteht die Gefahr, dass die Dose
beim Ausschalen der Wand beschädigt wird, was wieder zu
einer optisch unzureichenden Anordnung führt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde,
ein verbessertes Verfahren zur Montage bzw. zum Einbringen von Hohlkörpern
in eine Betonwand oder Betondecke anzugeben.
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Die
erfindungsgemäße Lösung beruht zunächst
wiederum auf der Idee, den einzubringenden Hohlkörper mit
Beton zu umgießen, um eine saubere Anordnung innerhalb
der Betonwand oder Betondecke zu erzielen. Erfindungsgemäß erfolgt
allerdings das entsprechende Halten des Hohlkörpers während des
Gießens der Wand oder Decke nunmehr mit Hilfe eines speziellen
Montage-Hilfselements, welches einerseits an der Verschalung zum
Erstellen der Betonwand bzw. Betondecke befestigt ist und andererseits lösbar
mit dem einzubringenden Hohlkörper verbunden ist. Dieses
Montage-Hilfselement kann dann beim Ausschalen der Wand oder Decke
wieder vollständig von dem Hohlkörper entfernt
werden, ohne dass das Hilfselement oder der Hohlkörper
beschädigt wird. Das erfindungsgemäße
Verfahren führt damit zu einem äußerst
zufriedenstellenden Ergebnis hinsichtlich der Anordnung des Hohlkörpers.
Gleichzeitig besteht ein weiterer Vorteil darin, dass das Montage-Hilfselement
wiederholt genutzt werden kann, da dieses nicht beschädigt
wird.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird dementsprechend ein
Verfahren zur Montage bzw. zum Einbringen eines Hohlkörpers,
insbesondere einer Tragschiene oder einer Installationsdose, in
eine Betonwand oder Betondecke vorgeschlagen, wobei ein an einer
Verschalung zum Erstellen der Betonwand bzw. Betondecke befestigtes
Montage-Hilfselement lösbar mit dem einzubringenden Hohlkörper
verbunden und anschließend die Betonwand bzw. Betondecke
gegossen wird, und wobei beim Ausschalen der Betonwand bzw. Betondecke
das Montage-Hilfselement wieder vollständig von dem Hohlkörper
entfernt wird.
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Ferner
wird erfindungsgemäß ein Montage-Hilfselement
zur Montage bzw. zum Einbringen eines Hohlkörpers, insbesondere
einer Tragschiene oder einer Installationsdose, in eine Betonwand
oder Betondecke vorgeschlagen, wobei das Montage-Hilfselement Mittel
zum Befestigen an einer Verschalung zum Erstellen der Betonwand
bzw. Betondecke sowie Mittel zum Halten des einzubringenden Hohlkörpers
während des Gießens der Betonwand bzw. Betondecke
aufweist, und wobei die Mittel zum Halten des einzubringenden Hohlkörpers
derart ausgestaltet sind, dass das Montage-Hilfselement beim Ausschalen
der Wand bzw. Decke automatisch von dem einzubringenden Hohlkörper
wieder entfernt wird.
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Vorzugsweise
ist das Montage-Hilfselement derart ausgestaltet, dass dieses mit
dem einzubringenden Hohlkörper verrastet bzw. verklemmt
ist. Auf diesem Wege kann in einfacher Weise das Ausschalen der
Wand bzw. Decke erfolgen. Der einzubringende Hohlkörper
liegt dabei vorzugsweise in einem mit dem Montage-Hilfselement verbundenen
Zustand bündig an der Verschalung an. Auf diesem Wege wird
einerseits sichergestellt, dass kein Beton in das innere des Hohlkörpers
eindringen kann, gleichzeitig allerdings wird auf diesem Wege auch
in einfacher Weise eine bündige Anordnung der Frontseite
des Hohlkörpers mit der Wand bzw. Decke erzielt.
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Wie
bereits erwähnt kann es sich bspw. um den in die Wand bzw.
Decke einzubringenden Hohlkörper um eine U-förmige
Tragschiene handeln, die zur Halterung einer Stromschiene vorgesehen
ist. In diesem Fall ist das Montage-Hilfselement bspw. durch einen
länglichen Profilkörper gebildet, der vorzugsweise
mittels Federelementen mit der zur montierenden Schiene verrastet
wird. Die Federelemente können dabei vorübergehend
an der Schiene, bspw. über eine Schraubverbindung befestigt
werden.
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Gemäß einer
zweiten vorteilhaften Variante der vorliegenden Erfindung handelt
es sich bei dem einzubringenden Hohlkörper um eine Installationsdose,
welche an ihrer Vorderseite ein sog. Eingießmontageteil
aufweist. Das Montage-Hilfselement ist in diesem Fall durch ein
sog. Zentrierblech gebildet. Es kann in diesem Fall ergänzend
vorgesehen sein, dass eine zur Oberfläche der Betonwand
bzw. Betondecke zugewandte Seite der Installationsdose mit einem
Einsatz versehen ist, welcher mit der Verschalung zusätzlich
verbunden sein kann und bspw. mittels entsprechender Schwächungen
oder Sollbruchstellen derart ausgebildet ist, dass dieser Einsatz beim
Ausschalen automatisch entfernt wird. Auch in diesem Fall wird allerdings
das eigentliche Montage-Hilfselement, nämlich das Zentrierblech
während des Ausschalen nicht beschädigt und kann
wiederholt verwendet werden.
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Nachfolgend
soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert werden. Es zeigen:
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1a und 1b ein
erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Montage-Hilfselements, welches zum Einbringen einer Tragschiene
in einer Betondecke vorgesehen ist;
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2a und 2b zwei
Ansichten der Tragschiene;
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3 eine
Schnittdarstellung der mit Hilfe des Montage-Hilfselements an einer
Verschalung befestigten Tragschiene;
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4 eine
perspektivische Ansicht der Darstellung von 3;
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5 die
Anordnung der Tragschiene in einer Betondecke;
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6 die
Ansicht einer Installationsdose, welche gemäß einer
zweiten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
in einer Betonwand zu befestigen ist;
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7a und 7b Darstellungen
zweier Einzelteile zur Bildung eines Eingießmontageteils;
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7c das
aus den beiden Einzelteilen zusammengesetzte Eingießmontageteil;
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8 die
in der Betonwand anzuordnende Baugruppe bestehend aus Installationsdose
und Eingießmontageteil;
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9 ein
als Montage-Hilfselement dienendes Zentrierblech sowie
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10 bis 13 verschiedene
Ansichten des an der Baugruppe angeordneten Zentrierblechs.
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Anhand
der 1 bis 5 soll nachfolgend ein
erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens erläutert werden, bei dem eine Tragschiene in
einer Betondecke anzuordnen ist.
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Die
allgemein mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnete und in den 2a und 2b dargestellte Tragschiene
ist bspw. durch ein Aluminiumprofil gebildet, welches mit seinen
beiden Seitenwänden 2 und einer Bodenseite 3 eine
im montierten Zustand zur Unterseite hin geöffnete U-Form
aufweist. Entsprechend der Darstellung in 5 ist der
Innenraum 4 der Tragschiene 1 zur Aufnahme einer
Stromschiene 10 vorgesehen. Es handelt sich hierbei um
ein längliches Kunststoffteil, welches einander gegenüberliegende
Ausnehmungen 11 aufweist. Innerhalb dieser länglichen
Ausnehmungen 11 verlaufen (nicht dargestellte) Drähte,
welche von Verbrauchern des Systems kontaktiert werden können,
um mit Strom versorgt zu werden oder Datensignale zu empfangen.
Weitere Ausnehmungen der Stromschiene 10 können
zum Eingreifen von Halterungselementen vorgesehen sein, so dass
in einfacher Weise entsprechende Verbraucher, bspw. Strahler oder
Leuchten mechanisch befestigt werden können und gleichzeitig
eine entsprechende Kontaktierung sichergestellt ist. Die Stromschiene 10 ist
hierbei mittels Schrauben 9, welche in einen an der Bodenseite 3 der
Tragschiene 1 angeordneten Schraubkanal 6 eingreifen,
an der Schiene 1 befestigt.
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Derartige
Tragschienensysteme sind bereits hinlänglich bekannt und
können bspw. in abgehängter Form beabstandet zu
einer Decke angeordnet werden. Im vorliegenden Fall soll allerdings
entsprechend der Darstellung in 5 die Schiene 1 innerhalb
einer Betondecke 100 angeordnet werden, und zwar derart,
dass die Unterseite der Schiene 1 bündig mit der
Decke 100 abschließt. Hierzu wird erfindungsgemäß ein
spezielles Montageverfahren vorgeschlagen, welches nachfolgend erläutert
wird.
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Die
erfindungsgemäße Lösung beruht auf der
Nutzung eines Montage-Hilfselements 15, welches in den 1a und 1b dargestellt
ist. Dieses Montage-Hilfselement 15 ist ebenfalls in Form
einer U- bzw. C-förmigen Schiene ausgestaltet, wobei in der
Bodenseite in regelmäßigen Abständen
Längsbohrungen 17 ausgebildet sind. Mit Hilfe
dieser Bohrungen kann die Schiene 15 entsprechend der Darstellung
in den 3 und 4 an einer Verschalung 101 zur
Bildung der späteren Betondecke 100 mittels Schrauben 19 angeschraubt
werden. Gleichzeitig kann das Montage-Hilfselement 15 allerdings auch
lösbar mit der Tragschiene 1 verbunden werden.
Dies erfolgt über Federelemente 20, welche – beispielsweise
in einem Abstand von 20 cm – vorübergehend an
der Tragschiene 1 befestigt werden. Die Befestigung dieser
Federelemente 20 erfolgt wiederum über Schrauben 9,
welche in den Schraubkanal 6 an der Bodenseite 3 der
Tragschiene 1 eingreifen. Entsprechend der Schnittdarstellung
in 3 weisen die Federelemente 20 zwei Flügel 21 und 22 auf,
welche mit entsprechenden Vorsprüngen 16 des Montage-Hilfselements 15 verrasten
können. Das Montage-Hilfselement 15 kann also
einerseits an der Verschalung 110 befestigt und andererseits
lösbar mit der Schiene 1 verbunden werden.
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In
dieser in 3 und 4 dargestellten Konfiguration
wird dann die Betondecke gegossen, so dass die Schiene 1 von
dem Beton umschlossen wird. Die Anordnung bzw. Ausgestaltung der
Schiene 15 einerseits sowie der Federelemente 20 andererseits
ist dabei derart, dass die Tragschiene mit ihrer Unterseite bündig
an der Verschalung 101 anliegt. Da ferner auch vorzugsweise
vorgesehen ist, dass die Enden dichtend abgeschlossen, beispielsweise
mit einem Blinddeckel versehen sind, wird auf diese Weise sichergestellt,
dass kein Beton in das Innere der Schiene 1 eindringt.
An mindestens einem der Blinddeckel könnte dabei ferner
auch ein Kabelleerrohr angefügt sein, über das
auf einfacher Weise die Zuleitung der elektrischen Stromversorgung
bzw. der Kabel zur Signalübertragung erfolgt.
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Nachdem
das Betonmaterial zur Bildung der Decke ausreichend ausgehärtet
ist, kann dann die Verschalung 101 wieder entfernt werden.
Hierbei wird automatisch auch die Verrastung zwischen dem Montage-Hilfselement 15 und
den Federelementen 20 gelöst. Aufgrund der an
der Bodenseite 3 der Tragschiene 1 ausgebildeten
Vorsprünge ist sichergestellt, dass die Tragschiene 1 in
der Betondecke 100 verankert bleibt. Nach Entfernen der
Federelemente 20 kann dann die Stromschiene 10 angebracht
werden, so dass sich letztendlich die in 5 dargestellte
Anordnung ergibt.
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Das
soeben beschriebene erfindungsgemäße Verfahren
zeichnet sich dadurch aus, dass die Tragschiene 1 in sehr
einfacher aber zuverlässiger Weise in die Betondecke 100 eingebracht
werden kann. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die Tragschiene 1 bündig
mit der Unterseite der Decke abschließt, ohne dass hierfür
besondere Maßnahmen erforderlich wären. Schließlich
besteht ein weiterer Vorteil darin, dass das Montage-Hilfselement
bei Durchführung des Verfahrens nicht beschädigt
und dementsprechend wiederholt eingesetzt werden kann.
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Eine
zweite Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
soll nachfolgend anhand der 6 bis 13 erläutert
werden. In diesem Fall dient das Verfahren dazu, eine Installationsdose,
welche allgemein mit dem Bezugszeichen 30 versehen ist,
in eine Betonwand einzubringen. Die Dose 30 kann hierbei zur
späteren Montage von Schaltereinheiten zur Bedienung von
Leuchten und/oder Klimageräten genutzt werden. Ferner könnten
selbstverständlich auch Anschlusseinrichtungen zur Stromversorgung oder
zur Datenübertragung installiert werden.
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Die
Dose 30 weist ein im Wesentlichen zylinderförmiges
Gehäuse 31 auf, an dessen Vorderseite ein Aufsatz 32 angeordnet
ist. Dieser dient der Halterung eines Eingießmontageteils,
welches in 7c dargestellt und mit dem Bezugszeichen 40 versehen ist.
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Das
Eingießmontageteil 40 wird aus zwei Blechteilen 41 und 42 gebildet,
welche jeweils als Einzelteile in den 7a und 7b dargestellt
sind und miteinander zu dem Eingießmontageteil 40 verschweißt
werden. Beide Blechteile 41 und 42 bestehen vorzugsweise
aus 0,8 mm Chromnickelstahl und weisen jeweils eine zentrale Öffnung 43 bzw. 44 auf, über
welche dann letztendlich ein Zugang zu dem Innenraum der Installationsdose 30 erhalten
wird. Ferner sind bei beiden Blechteilen jeweils an zwei einander
gegenüberliegenden Seiten zur Oberseite hin gebogene Wandbereiche 45, 46 ausgebildet,
so dass – nachdem das zweite Blechteil 42 und
90° verdreht mit dem ersten Blechteil 41 verschweißt
wurde – eine flache schalenförmige Anordnung mit
einer quadratischen Grundform erzielt wird, die in der Bodenfläche eine
Durchgangsöffnung aufweist. Das erste Blechteil 41 weist
hierbei an den zwei verbleibenden Längsseiten aufragende
Laschen 47 auf, welche Auflageflächen für
das zweite Blechteil 42 bilden. Im Umfangsbereich der Durchgangsöffnungen 43 bzw. 44 sind
ferner korrespondierende Bohrungen vorgesehen. Letztendlich ergibt
sich also nach Verschweißen der beiden Teile die bereits
angesprochene und in 7c dargestellte Anordnung.
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Das
auf diese Weise gebildete Eingießmontageteil 40 wird
dann mit der Installationsdose 30 verschraubt, wobei die
entsprechenden Schrauben 34 in an der Vorderseite des Aufsatzes 32 ausgebildete Bohrungen 33 eingreifen.
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Die
hierbei erhaltene Baugruppe bestehend aus Installationsdose 30 und
Eingießmontageteil 40 soll nunmehr in einer Betonwand
angeordnet werden, und zwar derart, dass die Vorderkanten des Eingießmontageteils 40 bündig
mit der Oberfläche der Wand abschließen. Das Eingießmontageteil 40 kann dann
zur Aufnahme einer entsprechenden Abdeckung bspw. für eine
Schaltereinheit genutzt werden.
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Das
Einbringen der Baugruppe erfolgt wiederum erfindungsgemäß mit
Hilfe eines Montagehilfselements, welches in 9 dargestellt
und als sog. Zentrierblech 50 ausgebildet ist. Es handelt
sich um ein in etwa quadratisches Blechteil, welches ebenso wie
das Montage-Hilfselement 15 einerseits mit einer Verschalung
zur Bildung einer Betonwand und andererseits mit der in der Betonwand
anzuordnenden Baugruppe verbunden werden kann. Das Befestigen des
Zentrierblechs 50 an einer Verschalung erfolgt über
bogenförmige Ausnehmungen 51, durch die Schrauben 59 geführt
werden können, welche mit der (nicht näher dargestellten)
Verschalung verschraubt werden. Die Bogenform der Ausnehmungen 51 ermöglicht
dabei ein leichtes Verdrehen des Zentnerblechs 50, so dass
dieses also in einfacher Weise in der gewünschten Orientierung
ausgerichtet werden kann.
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Die
Befestigung des Zentrierblechs 50 an der Baugruppe bestehend
aus der Installationsdose 30 und dem Eingießmontageteil 40 erfolgt
dann durch an den Seitenwänden gebildete Laschen 52,
welche ein Aufstülpen der Baugruppe bzw. des Eingießmontageteils 40 auf
das Zentrierblech 50 ermöglichen. Es findet hierbei
eine leichte Verrastung zwischen dem Zentrierblech 50 und
dem Eingießmontageteil 40 statt, welche für
eine ausreichende Halterung sorgt. Die hierbei erhaltene Anordnung
ist in den 10 bis 13 in
verschiedenen Ansichten dargestellt, wobei auch die Schrauben 59 zum
Anschrauben des Zentrierblechs 50 an der Verschalung gezeigt
sind. Das Aufstülpen der Baugruppe auf das Zentnerblech 50 erfolgt
dabei selbstverständlich erst nach dem Festschrauben des
Zentnerblechs 50 an der Verschraubung.
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Eine
ergänzende Befestigung der Baugruppe kann ferner dadurch
erfolgen, dass in dem zylinderförmigen Aufsatz 32 der
Installationsdose 30 ein kreisförmiger Einsatz 35 ausgebildet
ist. Dieser weist im Zentrum eine Bohrung 36 auf, über
welche eine weitere Schraube eingeführt und mit der Verschalung verschraubt
werden kann. Auch das Einbringen eines Nagels wäre denkbar,
so dass eine zusätzlich Befestigung erhalten wird. Der
Einsatz 35 ist über eine ringförmige
Nut 37 mit dem Aufsatz 32 verbunden, wobei diese
Nut 37 eine Sollbruchstelle bildet. Wie später
noch erläutert wird, wird dann dementsprechend der Einsatz 35 beim
Abnehmen der Verschalung der Betonwand automatisch entfernt. Nach dem
zusätzlichen Befestigen mittels der Schraube bzw. den Nagel
wird dann die Rückseite der Dose 30 mit einem
Deckel 37 verschlossen.
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Die
auf diese Weise an der Verschalung befestigte Baugruppe wird dann
wie auch bei dem ersten Ausführungsbeispiel mit Beton umgossen.
Nachdem dieser ausreichend ausgehärtet ist, wird dann die
Verschalung abgenommen, wobei einerseits die Verrastung zwischen
Zentrierblech 50 und Eingießmontageteil 40 gelöst
wird. Gleichzeitig wird aufgrund der Sollbruchstelle der Einsatz 35 aus
der Dose 30 entfernt, so dass diese nun von der Vorderseite
der Wand her durch eine kreisförmige Öffnung zugänglich
ist. Die Dose 30 sowie das Eingießmontageteil 40 sind
nunmehr durch den Beton fixiert, so dass die Schraubverbindung zwischen
beiden Elementen gelöst und die Schalter- bzw. Anschlusseinheit
eingebaut werden kann.
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Wiederum
ergibt sich also der Vorteil, dass die Installationsdose 30 in
einfacher Weise mit Hilfe des Zentrierblechs 50 in gewünschter
Weise ausgerichtet in einer Betonwand versenkt angeordnet werden
kann, wobei das Zentnerblech 50 mehrfach verwendbar ist.
Ferner schließt wiederum der vordere Endbereich des Eingießmontageteils 40 bündig
mit der Wand ab. Es verbleiben dementsprechend ebenso wie bei dem
ersten Ausführungsbeispiel keine Freiräume zwischen
Wand und dem einzubringenden Hohlkörper, weshalb das erfindungsgemäße Verfahren
insbesondere dann besondere Vorteile mit sich bringt, wenn die Wand
nicht mehr zusätzlich verputzt werden soll. Dies führt
also insbesondere bei Sichtbetonanwendungen zu entscheidenden Vorteilen,
da nunmehr erstmalig eine Möglichkeit angeboten wird, derartige
Körper in einfacher aber sauberer Art und Weise innerhalb
der Wand bzw. Decke anzuordnen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 4312661
A1 [0005, 0006]